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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragebogen beantwortet


mcfly
31.01.2007, 18:52
Hallo
Mein name ist Nico. Ich bin neu hier. Und habe mir schon einige sachen hier durchgelesen. Ich werde mich jetzt an den Fragebogen setzen.
Kurz zu mir und meiner Geschichte. Ich war Berufskraftfahrer. Habe mir 18 Punkte mit dem LKW eingefahren und 3 mit dem PKW.
Ich habe heute meinen Termin für die MPU bekommen. Ich darf am 20.02 hin.
Ich habe mir auch noch einen Termin für ein einzelgespräch geben lassen,möchte es ja beim erstenmal schaffen. Vieleicht habt ihr noch einige tips für mich. Mache die MPU beim TÜV Nord in Schwerin.
Danke im voraus.
Nico

hausmann
31.01.2007, 18:58
willkommen...
schreib doch mal im groben deine verstöße auf..
und dann setzt du den fragebogen hier rein...dann werden sie geholfen :D

mcfly
01.02.2007, 22:21
1 Wie viele Verstöße hatten sie?
Insgesamt waren es 9.
2 Was waren das für Verstöße?
01 Am 13.03.02
Rote Ampel überfahren 3 Punkte
02 Am 14.03.03
Habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 19 km/h überschritten
03 Am 26.03.03
Habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 26 km/h überschritten
04 Am 03.05.04
Habe ich meinen LKW um 26% überladen
05 17.08.04
Habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 16 km/h überschritten
06 01.10.04
Hielt ich als Führer eines Lastkraftwagens (zulässiges Gesamtgewicht über 3,5 t ) bei einer Geschwindigkeitvon mehr als 50 km/h auf einer Autobahn den Mindestabstand von 50 m von einem vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein.
07 30.11.04
Habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 23 km/h überschritten
08 25.05.05
Hielt ich als Führer eines Lastkraftwagens (zulässiges Gesamtgewicht über 3,5 t ) bei einer Geschwindigkeitvon mehr als 50 km/h auf einer Autobahn den Mindestabstand von 50 m von einem vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein.
09 16.04 .06
Habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 26 km/h überschritten

3 Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden diese statt?
Die Verstöße fanden in einem Zeitraum von 2002 bis 2006 statt. Zur genauen Uhrzeit kann ich leider nichts sagen. Aber ich weiß das es tagsüber passiert ist.
4 Wie konnten so viele Verstöße zusammen kommen?
Da ich seid 2001 als Berufskraftfahrer gearbeitet habe,und der Druck vom Chef von Jahr zu Jahr immer größer wurde.Habe ich versucht die Termine einzuhalten egal was kommt. Ich war damals der Meinung mir passiert schon nichts, und das ich da irgendwie schon wieder raus komme.
5 Wie war ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
Ich habe mich jedesmal geärgert. Ich war sauer das es mal wieder mich erwischt hat.
6 Was hätte passieren können bei diesen Delikten?
Ich hätte einen Schweren Unfall haben können. Bei dem ich durch mein Fehlverhalten anderen Personen Schaden zugefügt hätte.
7 Wie schätzen sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Ich war ein leicht Chaotischer Fahrer der einfach drauf losgefahren ist. Ich habe nicht drübernachgedacht was passieren kann.
8 Woran lag es das sie keinen Unfall hatten.
Ich hatte 2004 einen Schweren Unfall. Bei dem ich Schwer verletzt wurde.
9 Warum haben sie sich immer so Verhalten?
Ich habe nicht drüber nachgedacht. Und dann kam noch der Druck von meinem Chef dazu. Ich wollte alles richtig machen niemanden enttäuschen.
10 Wie haben Sie auf das Verhalten der Polizei reagiert,nachdem Sie gestoppt oder geläsert wurden?
Ich habe ruhig und gelassen reagiert. Ich wusste ja das ich etwas falsch gemacht habe.
11 Wie haben sie auf die ersten Verwarn-bzw. Bußgelder reagiert?
Ich habe sie bezahlt. Und damit war die Sache für mich abgehackt.
12 Was hatten sie sich vorgenommen ,um keine Punkte mehr zu bekommen?
Ich habe versucht einen Gang zurück zuschalten, ruhiger zu werden.Ich habe öfter gesagt, Nein ich mach das nicht mehr, ich halte mich jetzt an die Verkehrsregeln.
13 Warum konnten Sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Der Druck von oben und die Angst um den Arbeitsplatz wurden immer größer.
14 Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?
Durch einen Sozialen absturz in meiner Familie habe ich mir gesagt, so möchte ich nicht Enden. Ich habe versucht es durch die Arbeit zu schaffen. Ich wollte von niemanden Abhängig sein. Aber durch mein Verhalten habe ich genau das gegenteil Erreicht.
15 Wie lauten Ihre Vorsätze heute?
Ich habe keine Vorsätze,ich habe jetzt Regeln.
16 Was ist daran anders?
Ich habe gelernt Nein zusagen. Ich bin ruhiger und gelassener geworden.
Ich verzichte dann auch schon mal mein Recht wenn ich dadurch einen Unfall verhindere.
17 Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich werde mir immer meine derzeitige Situation vor Augenhalten.
Ich gehe lieber 2 Schritte zurück als einen in die falsche Richtung.
18 Was hat sich ansonsten bei ihnen geändert?
Ich bin ruhiger und ausgelassener geworden. Ich treibe etwas Sport. Habe angefangen Bücher zu Lesen. Und mir Gedanken über meine Zukunft gemacht.
19 Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran anders?
Ich habe mir immer gedacht mir passiert schon nichts. Aber wenn ich mir vor Augenhalte was hätte alles passieren können. Muß Ich sagen das ich sehr leichtsinnig war. Durch mein verhalten habe ich nicht nur mich sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer in gefahrgebracht.Und dieses Verhalten ist unentschuldbar.Und damit das nicht mehr passiert habe ich mir Regeln gesetzt.
20 Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Gegenseitige rücksichtnahme. Und ich muß immer mit Fehlern anderer Rechnen.
21 Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Garnichts da ich feste Regeln habe.
Über tips und anregungen würde ich mich freuen.
Mfg Nico

samuel
01.02.2007, 23:17
@ mcfly!

Hallo erst mal.
Das war ein ja ein ziemlicher Schnelläufer.

So ein Gespräch dauert mindestens 1 Stunde. Da solltest Du von den Gründen berichten können, warum so viele Verstöße (jeden Tag auf Achse 300 Tage x 4 Jahre) so cirka 1200 Verkehrsdelikte, zusammengekommen sind.

Am Ende, wenn Du berichten sollst, warum das nun nicht mehr passiert, solltest Du die aufgeführten Gründe wieder auflösen können.

Wenn Du also Existenzangst hattest und auf äußeren Druck mit Regelverstößen reagiert hast, solltest Du erklären können, wie Du zukünftig Deine Existenz sichern willst und wie Du nun auf äußeren Druck regierst.

Dazu solltest Du beschreiben können, warum Du das vorher nicht konntest, nun aber doch. Ob Du Hilfe dabei hattest, wie sich das nun bemerkbar macht.

Immer hübsch mit Beispielen Früher/Heute.
Mit:" Ich machs nicht wieder!" gewinnst Du leider keinen Blumentopf, erkläre warum Du es nicht wieder machen wirst.

Samuel

mcfly
02.02.2007, 18:09
@Samuel

Danke
Ich werde den Fragebogen noch einmal ausführlicher beantworten.
Ich habe mich hier etwas genauer umgesehen und weiß was du meinst.
Möchte ja gerne den Blumentopf gewinnen.;)

samuel
02.02.2007, 22:59
Das ist die richtige Einstellung.

Samuel

mcfly
07.02.2007, 19:50
1 Wie viele Verstöße hatten Sie?
Es sind 9 Aktenkundige Verstöße.

2 Was waren das für Verstöße?
Es waren überwiegend Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit und nicht einhalten des Mindestabstandes.Dazu kommt das Überfahren einer roten Ampel.

3 Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fande diese statt?Mein erstes Vergehen war am Mittwoch den 13.03.2002.Ich bin morgens in Hamburg bei unserer Spedition angekommen und wollte mir meine Papiere zum Laden holen. Da sagte mein Chef mir, ich müßte die Tour tauschen weil ein Kollege mal wieder nicht da ist. Ich war stinksauer, der war in der letzten Zeit Mittwochs immer krank.Und ich war für die Tour eine Stunde zu spät da und hatte keine Rampe mehr. Nachdem ich es dann endlich geschafft habe, den Lkw zu beladen bin ich vom Hof. Ich habe dann beim Fahren noch schnell die Papiere durchgesehen und merkte dass die meisten Kunden mittags schließen oder zwei Stunden Mittagspause haben. Also gab ich Gas,ich war so in Gedanken und habe mich geärgert, weil ich mal wieder die Tour von meinem Kollegen fahren musste, dass ich gar nicht mitbekommen habe, dass die Ampel auf Rot umgesprungen ist.Als mich dann der Polizist anhielt und fragte ob ich weiß was ich falsch gemacht habe, wußte ich gar nicht was der von mir will.Ich habe doch alles richtig gemacht.Und da lag mein Fehler. Ich habe nicht richtig aufgepasst und meinen Ärger auf den Strassenverkehr übertragen und mir nur um die Ladung einen Kopf gemacht und nicht um das was passieren kann. Der Bußgeldbescheid kam und ich fühlte mich immer noch im Recht. Also legte ich Einspruch ein. Das ging eine ganze Zeit so hin und her. Aber ausser dass das Bußgeld immer höher wurde hat es mir nichts gebracht.
Bis zum zweiten aktenkundigen Vergehen ist fast ein Jahr vergangen. In diesem Jahr gab es auch Strafzettel wegen zu schnellem Fahren, Fahrtzeiten nicht eingehalten und so weiter. Alles Kleinigkeiten, dachte ich damals.Habe mir nie wirklich einen Kopf gemacht. Bin gefahren auf Teufel komm raus. Denn wenn man sich bei meinem damaligen Chef so richtig ins Zeug gelegt hat, bekam man einen neuen LKW und bessere Touren. Ich hab immer versucht besser und schneller als die anderen zu sein, damit man dann noch einen Bonus gut hatte. Dass mir das alles überhaupt nichts gebracht hat, habe ich erst später gemerkt.

Bis zum 14.03.2003. Ich hatte gerade in einer neuen Firma angefangen. Es war die erste Fahrt und alles ging schief. Ich stand in Hannover und hab auf meine Ware gewartet. Als dann endlich die Ware kam ging alles ganz schnell. Die Wechselbrücke aufnehmen und los.Ich wollte mal wieder zeigen was ich kann und wie schnell ich doch bin.Also wurde ich mal wieder geblizt. 20 km/h drüber gab wieder 1 Punkt in Flensburg. Ich hab mir mal wieder nur einen Kopf um meinen Ruf gemacht und nicht darüber was passieren kann. Es dauerte bis der Bußgeldbescheid kam.

In der Zeit bin ich nur Nachts gefahren und kam mit der Umstellung überhaupt nicht klar.Tagsüber schlafen, nachts Fahren das war nichts für mich. Und so bin ich dann am 26.03.2003 total müde morgens gegen 9 Uhr auf dem Weg nach Kassel mit 90 km/h in die Bausstelle. Und wurde in der Einfahrt geblitzt mit 30 km/h zuviel.Ich habe mich so geärgert, dass es mich schon wieder erwischt hat. Das letzte mal ist ja noch nicht mal 14 Tage her.Wenn ich heute darüber nachdenke wird mir ganz anders. Wenn in der Einfahrt ein PKW neben mir gewesen wäre, hätte sonstwas passieren können. Die Bußgeldbescheide kamen dann im Juli und August. Mein Kontostand war dann schon bei 7 Punkten. Da hatte ich ja noch einige gut und ich würde mich jetzt einfach nicht mehr erwischen lassen. In zwei Jahren sind die Punkte dann ja weg. Am meisten hat mich eigentlich das Geld geärgert, dass ich dafür immer bezahlen musste.

mcfly
07.02.2007, 19:51
Ich habe mir dann ein Jahr nichts zu Schulden kommen lassen.Bis ich dann am 02.03.2004 einen Unfall mit dem LKW hatte. Was genau passiert ist, weiß ich heute noch nicht. Ich hatte einen Filmriss. Ich weiß nur, dass ich bei der Spedition aus der Ausfahrt fahren wollte und wohl zu weit vorgefahren war, weil ich wegen parkenden Autos nicht richtig auf die Strasse sehen konnte. Als ich im Krankenwagen dann zu mir gekommen bin sagte der Notarzt nur zu mir: " Herzlichen Glückwunsch! Sie können jetzt zweimal im Jahr Geburtstag feiern".Eine Woche im Krankenhaus und zwei Monate zu Hause und alles war vergessen. Irgendwie wollte ich aus meinem "Traum" nicht aufwachen.

Ich habe dann wieder in Hamburg im Nahverkehr angefangen. Wir hatten sehr viel zu tun.Es war morgens mehr Ware in der Halle als wir transportieren durften. Also wurden die LKW überladen.Das ging auch ein paar Tage gut. Ich hab mir wieder mal gedacht, dass es mich schon nicht erwischen würde, denn bei den anderen ging es ja ach schon eine Weile gut. Und ich wollte meinem Chef auch nicht widersprechen, denn wäre ich der Einzige und die anderen würden sich vielleicht über mich lustig machen. Bis ich dann am 03.05.2004 morgens angehalten wurde.Die Papiere wurden überprüft und schon beim überschlagen fiel auf, dass der Wagen überladen ist. Also rauf auf die Wage und die zeigte 9440 kg an, aber der Wagen hätte nur 7490 kg wiegen dürfen. Und wieder 3 Punkte. Dass der LKW durch das Übergewicht nicht mehr die Bremswirkung hat und ich dadurch einen schweren Unfall provoziert habe ist mir heute klar.
Dann kam das erste Schreiben, dass ich an einem Aufbauseminar teilnehmen kann. Ich habe das ignoriert.Ich brauch das nicht." Das waren die letzten Punkte die ich bekommen habe".
Ich habe dann einen neuen LKW von meinem Chef bekommen 460 PS und alles drin. Ich war der Größte und bin wieder in meinen alten Trott gekommen. Schließlich wollte ich den LKW ja auch behalten, denn vor meinen Kollegen stand ich damit richtig gut da. Ich hatte in unserer Spedition einen "guten Ruf". Habt ihr eine Tour die nicht zu schaffen ist, Nico macht das schon. Und ich habe es immer geschafft. Ich war dann richtig stolz auf mich. Warum sollte ich mir Gedanken um Verkehrssünden machen? Mein Chef stand ja hinter mir und es würde schon gut gehen.

17.08.2004: Ich hatte gerade geladen. Ich wollte nur noch Feierabend machen Weil ich total übermüdet war. Ich wollte nur so schnell wie möglich schlafen und habe wieder mal nicht auf Geschwindigkeitsbegrenzungen geachtet. Auf dem Weg zur Firma wurde ich wieder geblitzt. 16km/h zu schnell. Mein Fehler war wie so oft, dass ich total übermüdet war und nicht konzentriert genug.Bei solchen Blindflügen kann soviel passieren.Ich habe mich und die anderen Verkehrsteilnehmer unnötig in Gefahr gebracht und nur weil ich meinte, dass ich der Größte bin. Man hört so oft vom Sekundenschlaf bei LKW-Fahrern, aber mich betraf das ja nicht. Eine Zigarette mehr und ein Red Bull und weiter gings.

Dann wurde es etwas ruhiger. Ich bin eine Zeitlang nur noch für Bacardi Deutschland gefahren. Ich mußte jeden Morgen einen LKW voll mit Bacardi Rigo und Breezer in eine Biogasanlage zum Vernichten bringen. Als ich dann am 01.10.2004 morgens wieder unterwegs war fuhr auf der Autobahn ein Polizeiwagen neben mir. Ich habe mir auch nichts dabei gedacht und bin in aller Ruhe weiter gefahren. Ich hatte ja meine Routine und kannte die Strecke genau. Ich war wieder einmal unkonzentriert und habe nicht auf den Verkehr geachtet. Ich habe mich nur geärgert, dass der Fahrer vor mir nicht meine Geschwindigkeit halten konnte. Dadurch hat sich mein Sicherheitsabstand um ca.12 bis 14m veringert. Genau kann ich es nicht sagen, die Polizisten haben auch nur geschäzt. Da ich mit der Schätzung nicht einverstanden war, ging es vor Gericht. Ich wurde schuldig gesprochen und bekam die nächsten 3 Punkte.

Das siebte Vergehen war am 30.11.2004 Ich war im Fernverkehr unterwegs und hatte mich total verfahren. Ich wurde total nervös, das Telefon ging ständig, mein Disponent fragte dauernd, wann ich endlich beim Kunden wäre, weil der schon auf seine Ware wartet. Und ich finde die S...... Firma nicht. Ich hab mich über mich selbst geärgert, schließlich hab ich doch sonst immer alles geschafft. Ich habe dann angehalten, jemanden gefragt und bin wieder los. Und immer mit dem Hintergedanken, dass ich jetzt so schnell wie möglich zum Kunden muß. Bei dem Stress habe ich gar nicht auf die Verkehrszeichen geachtet und wurde wieder geblitzt. Es kam wieder 1 Punkt auf mein Konto und ich durfte ein Aufbauseminar besuchen.

Bei diesem Aufbauseminar ist mir klar geworden was ich gemacht habe. Und dass es so nicht weiter geht. Meine Existenz hängt an meinem Führerschein.
Also mußte ich etwas ändern. Ich habe dann angefangen, mich an die Lenk- und Ruhezeiten zu halten. In der Zeit habe ich nicht alle Termine geschafft und kräftig Ärger in der Firma bekommen, aber das war mir egal. Ich wollte und konnte nicht mehr so weitermachen. Da habe ich dann aber das erste Mal gemerkt, dass man auch mal "NEIN" sagen kann und man trotzdem nicht seinen Arbeitsplatz verliert.

Bis ich am 25.05.2005 in eine Abstandsmessung auf der Autobahn kam. Ich habe es gar nicht mitbekommen oder gesehen. Und war auch der Meinung, dass ich genug Abstand habe. Aber auf dem Video war zu sehen, dass ich nur 38m und nicht 50m Abstand zum Vorderman hatte. Das hieß wieder 3 Punkte. Ich habe dann solange Einspruch eingelegt bis es wieder vors Gericht ging. Ich habe einfach nicht eingesehen, warum man wegen 12 Metern so bestraft wird. Heute ist mir klar, daß ich ständig meine Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmern gefährdet habe. Dort habe ich dann einen Aufschub bekommen und die Punkte kamen erst im Juni 2006 auf mein Konto und ein Monat Fahrverbot. Da waren nämlich 3 Punkte 5 Jahre alt und wurden gelöscht. Ich dachte, daß es ja gerade nochmal gut gegangen ist und ich nochmal Glück hatte. Ab jetzt würde mir sowas nicht mehr passieren.

Das letzte Vergehen habe ich am 16.04.2006 begangen. Das war Ostern und ich sollte zu meinen Eltern kommen. Ich habe zu meinen Eltern kein besonders gutes Verhältnis, da ich früher so dumm war und für sie Handyverträge auf meinen Namen abgeschlossen habe. Die Rechnungen haben sie nicht bezahlt und heute sitze ich auf den Schulden und darf sie abzahlen. Meine Eltern sind Hartz 4 Empfänger und es interessiert sie nicht wirklich, ob ich das bezahlen kann. Ich habe öfter mit ihnen darüber gesprochen, aber es wurde mir nur gesagt, dass sie selbst kein Geld hätten und mir da nicht weiterhelfen können. Auf dem Weg dahin habe ich mich wieder geärgert, dass ich trotz dieser ganzen Sache doch noch zu meinen Eltern fahre und mich immer wieder mit ihren Ausreden abspeisen lasse. Ich bin dann morgens losgefahren und habe mich außerdem über diese Leute auf der linken Spur geärgert. Es sind 70 km/h erlaubt und die fahren hier mit 60 km/h durch die Gegend.
Als die Strecke endlich frei war habe ich beschleunigt aber nicht auf mein Tacho gesehen. Ich hatte Wut im Bauch und es war noch relativ früh. Da würde schon keiner kontrollieren. Als mich der Polizist dann rausgewunken hat und mir sagte das sie mich gelasert haben und 99 km/h schnell war konnte ich es gar nicht glauben. Als ich dann das Schreiben bekommen habe, wusste ich das ich meine Fahrerlaubniss jetzt abgeben muss. Ich hab es erst nochmal mit einem Einspruch versucht, vielleicht würde mich das nochmal retten. Aber das brachte mir überhaupt nicht und ich habe den Einspruch später zurückgezogen.
Dann wurde mir erst richtig klar, was ich die letzten Jahre durch meinen Fahrstil aufs Spiel gesetzt habe. Ich hatte es bis jetzt immer irgendwie geschafft, dem Fahrerlaubnisentzug zu entgehen. Durch meinen Fahrstil habe ich so viele Unfälle provoziert und so viel Glück gehabt, dass dabei nie anderen was passiert ist

mcfly
07.02.2007, 19:52
4 Wie konnten soviele Verstöße zusammen kommen?Weil ich mich selber unter Druck gesetzt habe und immer die hohen Anforderungen erfüllen wollte. Ich wollte vor anderen gut da stehen.Mein Beruf hat mir Spaß gemacht und ich wollte immer der Beste sein. Dass ich dabei nur mir selbst schade und den anderen eigentlich egal ist, ob ich die Tour nun schaffe oder nicht, habe ich erst zu spät gemerkt. Ich wollte alles schaffen, was man mir an Aufgaben überträgt. Zu dem Zeitpunkt war ich stolz auf mich.
Und weil ich oft sehr übermüdet und dadurch unkonzentriert war sind so viele Verstöße zusammen gekommen. Außerdem habe ich mir beim Fahren oftmals Gedanken um meine familiäre Situation gemacht und dadurch wurde mein Fahrstil agressiv.

mcfly
07.02.2007, 20:19
Das war ertsmal der erste Teil. Frage 2 und 3 habe überwiegend zusammengefasst. Den Rest arbeite ich weiter aus, ist ja doch ein ganzes Stück Arbeit. Für eure Anregungen bin ich natürlich dankbar. :)

Gruß
Nico

mcfly
07.02.2007, 21:44
So, hab noch ein bißchen was geschafft. Jetzt schwirrt mir allerdings auch erstmal der Kopf und mir tanzen lauter Buchstaben vor den Augen. Aber wir wollen mal nicht heulen, da müssen wir durch. ;)

5 Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?Ich habe mich geärgert, teilweise auch zu Unrecht bestraft gefühlt.Und mich natürlich darüber geärgert das ich schon wieder erwischt wurde. Aber ich habe mir auch immer gedacht, dass ich da schon wieder irgendwie rauskomme. Und bis man 18 Punkte hat, das dauert. Bis dahin bin ich immer mit meinem Verhalten durchgekommen. Die Punkte waren mir gleichgültig, die gehören als LKW-Fahrer zum guten Ton. Das Geld, daß ich bezahlen mußte, hat mich viel mehr geärgert als die Punkte. Die würde ich schon wieder loswerden. Ich habe damals über mein Verhalten nicht viel nachgedacht.

6 Was hätte passieren können bei diesen Delikten?
Bei den Delikten hätte ich einen schweren Unfall verursachen können. Bei diesen Unfällen hätte ich Personen verletzen oder im schlimmsten Fall auch töten können.
Vor allem bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen und beim Überfahren der roten Ampel. Wenn ich die Geschwindigkeit überschreite habe ich einen längeren Brems- und Reaktionsweg. Das gleiche gilt, wenn ich mit überladenem Fahrzeug losfahre. Und wenn man dann den Mindestabstand nicht einhält, ist die Gefahr noch größer, einen Unfall zu verursachen.

7 Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?Ich war damals ein unkonzentrierter, chaotischer Fahrer. Ich hab mir zu wenig Gedanken darüber gemacht hat was durch mein Handeln hätte alles passieren können. Außerdem war ich bereit, ein zu hohes Risiko einzugehen um ein gutes Ansehen in der Firma und bei meinen Freunden zu haben. Warum mir das alles passiert, hat mich nicht interessiert. Ich habe mich auch nicht gefragt, warum ich mich immer und immer wieder nicht an die Verkehrsregeln halte. Ich hab mir gesagt: "Hattest halt mal wieder Pech."

8 Woran lag es dass Sie keinen Unfall hatten?
Einen Unfall hatte ich, den ich auch selbst zu verschulden hatte. Das hatte zwar nichts mit den aktenkundigen Verstössen zu tun, aber ich bin eben nicht immer glimpflich davon gekommen. Das hätte mich damals schon wachrütteln müssen und ich hätte mir bewusst werden müssen, dass ich an meinem Fahrverhalten grundsätzlich etwas ändern muss. Dass ich danach keinen Unfall hatte, lag einfach daran, dass ich Glück hatte und die anderen Verkehrsteilnehmer, die ich gefährdet habe, rücksichtsvoller waren als ich damals.

9 Warum haben Sie sich immer wieder so verhalten?Ich bin mit meinem Verhalten immer wieder durchgekommen. Die Strafen habe ich in Raten abbezahlt und die Punkte waren für mich weit weg. Wenn man wieder erwischt wird, versucht man es eventuell wieder mit einem Einspruch. Manchmal klappt es ja. Eigentlich hat mir kein einziger Einspruch was gebracht. Aber das wollte ich damals nicht wahr haben. Ich war ja wer mit meinem LKW. Für mich gehörten die Verstöße zu meinem Beruf dazu.Ich war wohl der Meinung, daß LKW-Fahrer einen Punkte-Bonus haben. Ich dachte, wenn man soviel unterwegs ist wie ich, dann sind ein paar Verstöße nicht Besonderes. Ich war ja schließlich den ganzen Tag auf der Strasse und wer arbeitet, macht Fehler. Über die Konsequenzen habe ich damals überhaupt nicht nachgedacht.

10 Wie haben Sie auf das Verhalten der Polizei reagiert, nachdem Sie gestoppt oder gelasert wurden?Ich bin immer ruhig geblieben und habe mich nicht aufgeregt. Die Polizisten machen ja auch nur ihren Job und dass ich nicht ohne Grund angehalten wurde, war mir klar. Auch wenn ich anschließend immer noch versucht habe, aus der Nummer irgendwie rauszukommen. Wenn ich dann weitergefahren bin, habe ich mich noch kurz geärgert, aber dann ging der Alltag weiter.

11 Wie haben Sie auf die ersten Verwarn-bzw. Bußgelder reagiert?Bei einigen Verwarn- bzw. Bußgeldern habe ich Widerspruch eingelegt, in der Hoffnung, dass ich vielleicht nochmal Glück habe und das Verfahren eingestellt wird. Im Grunde war mir klar, dass mir das nichts bringt. Aber so konnte ich einiges noch hinauszögern, meistens mit dem Gedanken im Hintergrund wann die nächsten Punkte wegfallen würden. Nach kurzer Zeit habe ich mir aber keine großen Gedanken mehr darum gemacht. Die Schreiben lagen ja gut verstaut und weit weg im Schrank.

12 Was hatten Sie sich vorgenommen,um keine Punkte mehr zu bekommen?Ich hatte mir vorgenommen, die Lenk- und Ruhezeiten einzuhalten, damit ich beim Fahren konzentrierter bin. Und ich hatte mir vorgenommen, mich an die Geschwindigkeiten zu halten, weil ich der Meinung war, dass das jawohl nicht so schwierig sein könnte. Außerdem wollte ich besser aufpassen und mich nicht mehr erwischen lassen.

13 Warum konnten Sie Ihre guten Vorsätze nicht einhalten?Ich habe mich immer wieder beeinflussen und unter Druck setzen lassen.Ich wollte ja meinen guten Ruf und mein Ansehen in der Firma und bei meinen Freunden behalten.Wenn meine Kollegen mir erzählt haben, dass sie wieder die ganze Nacht durchgefahren sind und mit zwei Stunden Schlaf ausgekommen sind, dann wollte ich mitreden können und nicht außen vor sein. Außerdem hatte ich viele andere Dinge im Kopf, die dazu geführt haben, dass ich einfach nicht auf die Regeln geachtet habe und beim Auto fahren abgeschaltet habe. Meiner Meinung nach hatte ich ja eine gewisse Routine durch meinen Beruf.

mcfly
08.02.2007, 20:21
14 Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?Ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und meinem Leben besteht in dem Verhältnis zu meinen Eltern. Eine schlechte Kindheit hatte ich absolut nicht, das ganze begann erst nach der Wende, als mein Vater anfing, sich selbständig zu machen. Das Geld fehlte an allen Ecken und Enden. Ich habe teilweise umsonst in der Firma mitgearbeitet und versucht zu helfen, wo es nur ging. Ich habe zum Beispiel Handyverträge auf meinen Namen abgeschlossen, weil meine Eltern keine mehr bekamen. Damals war ich 18 und noch ziemlich blauäugig. Und außerdem waren es ja meine Eltern. Irgendwann konnten die Rechnungen, die sehr hoch waren, nicht mehr bezahlt werden und ich blieb auf den Schulden sitzen. Das ging soweit, dass mir schon eine Haftstrafe angedroht wurde. Meine Eltern hat das alles nicht interessiert. Die waren dann der Meinung, ich hätte ja Arbeit und könnte das schon bezahlen. Einige Schulden meiner Eltern zahle ich übrigens heute noch ab. Meine Eltern leben seit einiger Zeit von Sozialhilfe bzw. von Hartz 4. Auch meine Brüder haben keine Lehre, einer noch nicht einmal einen Schulabschluß. Ich habe mir immer gesagt, dass ich so nicht enden möchte und keinem auf der Tasche liegen will. Ich habe mich dann im Job noch mehr reingehängt. Ich wollte für meinen Chef unersetzbar sein und natürlich auch einen Status und Ansehen mit meiner Arbeit erreichen.Meinen Eltern wollte ich damit zeigen, dass ich der einzige aus der Familie bin, der es zu etwas gebracht hat.Wenn ich auf dem Weg zu meinen Eltern war, habe ich mich immer wieder geärgert, dass ich doch immer noch hinfahre, ohne ihnen mal ordentlich die Meinung zu sagen und hatte dann oft einen agressiven Fahrstil. Dass ich ohne Fahrerlaubnis meinen Job verliere und auch auf Hartz 4 angewiesen bin, darüber habe ich mir damals keine Gedanken gemacht.

15 Wie lauten Ihre Vorsätze heute?Da ich gute Vorsätze in meinem Leben selten eingehalten habe, habe ich mir feste Regeln gesetzt. Dazu gehört, dass ich mich nicht mehr unter Druck setzen lasse. Mein Ansehen und mein Status bei anderen spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch werde ich meine Emotionen nicht mehr auf den Strassenverkehr übertragen.

16 Was ist daran anders?Anders ist, dass ich mir jetzt feste Regeln gesetzt habe, damals waren es gute Vorsätze, wie z.b. langsamer fahren, den Mindestabstand einhalten oder eben mich einfach nicht mehr erwischen zu lassen. Ich weiß jetzt, wo die Ursachen für mein damaliges Fehlverhalten lagen. Eine gute Freundin von mir ist Polizistin und hat sich oft mit mir über meine Verkehrsdelikte unterhalten. Sie hat mir von ihren Einsätzen erzählt und davon, was durch leichtsinniges Verhalten im Strassenverkehr alles passieren kann.Schon durch kurze Unachtsamkeit und Unkonzentriertheit können folgenschwere Unfälle passieren mit Schwerverletzten oder Toten. Damals war ich immer der Meinung, dass sowas nur Leuten passiert, die mindestens 50 km/h zu schnell sind. In der Zeit ohne Arbeit hatte ich viel Zeit zum nachdenken und habe mich dann endlich gefragt, warum ich mich so oft nicht an die Verkehrsregeln gehalten habe. Sehr geholfen haben mir dabei auch die Gespräche mit meiner guten Freundin, die mir durch ihre Berichte wirklich die Augen geöffnet hat und mir auch direkt gesagt hat, dass ich mit meinem Verhalten bei anderen gut dastehen wollte. Im ersten Moment wollte ich es nicht zugeben, aber nach und nach habe ich erkannt, dass sie mit ihrer Aussage recht hat.

17 Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?Ich werde mich an meine gesetzten Regeln halten. Nach dem damaligen Punkteseminar hatte ich mich bereits geändert, habe meinem Chef die Stirn geboten und ihm gesagt, dass ich mich nicht mehr unter Druck setzen lasse wegen irgendwelcher Termine. Ich habe ihm gesagt, dass ich meine Pausenzeiten einhalte und es mir egal ist, wenn ich im Stau stehe und beim Kunden eine halbe Stunde später ankomme. Nachdem ich das dann auch so durchgezogen habe, habe ich gemerkt, dass mein Chef dann zwar Ärger macht, aber ich meinen Arbeitsplatz trotzdem nicht verliere. Mit dem neuen Verhalten standen dann sogar plötzlich mehr Kollegen hinter mir als vorher. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich habe dann sogar noch die unbelehrbaren Kollegen versucht zu überzeugen, auf die Lenk- und Ruhezeiten zu achten, da man viel mehr bewirken kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Weiterhin habe ich dann auch gemerkt, dass viele Kunden mit Verständniss reagieren, wenn man ruhig und sachlich erklärt, warum man den Termin nicht einhalten konnte. Diese Strategie werde ich weiter verfolgen, denn ich habe erkannt, dass man damit wesentlich weiter kommt als mit Fehlverhalten im Strassenvekehr. Außerdem habe ich meinen Eltern endlich gesagt, was mich seit langer Zeit stört. Seitdem ich das getan habe, hat sich die innere Anspannung sehr verringert, so dass ich in Zukunft keine Aggression mehr im Strassenverkehr loswerden muss.

mcfly
08.02.2007, 20:23
18 Was hat sich ansonsten bei Ihnen geändert?Die schwerwiegendste Folge des Führerscheinverlustes war der Verlust meines Arbeitsplatzes. Dadurch bin ich abhängig geworden von Ämtern und Freunden. Von den Ämtern, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und von Freunden, weil man ständig jemanden fragen muß, wenn man mal irgendwo hin möchte, wo man mit Bus und Bahn nicht hinkommt. Im Prinzip hatte ich dadurch genau das erreicht, was ich nie wollte. Abhängig sein von anderen und jeden Cent den man ausgibt, dreimal umdrehen. Erst da habe ich gemerkt, dass der Führerschein auch ein Stück Freiheit bedeutet. Freuen tut mich, dass mir mein damaliger Arbeitgeber wieder einen Arbeitsplatz zugesagt hat, sobald ich meine Fahrerlaubnis wiedererlangt habe. Daran habe ich gemerkt, dass mein Chef trotzdem zufrieden mit mir ist, auch wenn ich mich an Lenk- und Ruhezeiten sowie die Verkehrsregeln einhalte. Das bestätigt mich, so weiterzumachen und auch andere zu ermutigen, sich an die Regeln zu halten.

Außerdem bin ich im letzten Jahr Patenonkel geworden und habe sehr viel Kontakt zu dem Kleinen. Durch Kinder sieht man die Welt plötzlich auch mit anderen Augen. Ich möchte dem Kleinen ein gutes Vorbild sein, da es gerade für Kinder wichtig ist, wie andere sich im Strassenverkehr verhalten. Ich habe dann angefangen, darüber nachzudenken, wie es wäre wenn ihm durch die Unachtsamkeit von Verkehrsteilnehmern etwas passieren würde. Und da ist mir dann bewusst geworden, dass ich früher auch ständig andere, und vor allem auch Kinder, gefährdet habe. Ich möchte auf keinen Fall jemand sein, der dafür verantwortlich ist, dass einem Kind etwas passiert. Ich gehe auch viel mit dem Kinderwagen spazieren, was ich früher überhaupt nicht gemacht habe. Wenn man dann an der Strasse langgeht, hat man ständig vor Augen, was passieren kann, wenn man die Verkehrssicherheit gefährdet. Ich bin oft mit der Mutter von meinem Patenkind mitgefahren, die schon immer vorsichtig und vorausschauend gefahren ist. Seitdem der Kleine da ist, fährt sie noch ein wenig vorsichtiger und auch dadurch habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, dass man sicher ankommt und nicht dass man 5 Minuten früher ankommt.

Zudem hab ich seit 2005 einen Kater, für den ich Verantwortung trage. Als er letztes Jahr fast überfahren worden wäre, ist mir ebenfalls klar geworden, dass man durch eine umsichtige und vorausschauende Fahrweise soetwas oft verhindern kann. Da ich sehr tierlieb bin, weiß ich, dass es mir schwer zu schaffen machen würde, wenn ich ein Tier verletzen oder töten würde.

Nach meinem Fahrerlaubnisentzug bin ich dann zum Fahrradfahrer geworden. Nebenbei habe ich dann auch gemerkt, dass mir das Restaurieren von alten Fahrrädern und Mopeds sehr viel Spaß macht. Früher habe ich mir über meine Freizeitbeschäftigung wenig Gedanken gemacht. Durch mein jetziges Hobby habe ich gemerkt, dass ich mich nicht mehr durch mein Fahrverhalten behaupten muss, sondern durch solche Dinge viel mehr Anerkennung bekomme.

Wichtig war für mich auch das Setzen von persönlichen Zielen. Ich bin momentan dabei mir eine schöne Wohnung zu suchen und mich beruflich fortzubilden. Ich habe mir Informationen über ein Fernstudium zukommen lassen und möchte mich zum Speditionskaufmann fortbilden, da mir diese Tätigkeit sehr viel Spaß macht.

19 Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben Sie heute und was ist daran neu?Früher habe ich immer auf mein Recht gepocht und wollte dies auch konsequent durchsetzen. Wenn mir jemand die Vorfahrt nehmen wollte, dann hab ich noch provoziert und bin einfach losgefahren. Heute würde ich mich nicht mehr so verhalten, weil ich gelernt habe, dass mir die Strasse nicht alleine gehört. Man muß immer mit dem Fehlverhalten der anderen rechnen und sollte deswegen vorausschauend fahren. Mir ist bewußt geworden, dass es mir überhaupt nichts bringt, wenn ich mich anderen gegenüber rücksichtslos verhalte und so den Strassenverkehr gefährde. Neu ist, dass ich gelernt habe, dass ich mich durch provokantes Fahren nicht behaupten muß. Ich weiß jetzt, dass ich viele andere Stärken habe als nur das Auto fahren. Durch meine Arbeitslosigkeit passe ich oft auf die Kinder von Freunden auf. Dadurch habe ich gemerkt, dass mir das viel Freude macht und ich gut mit Kindern umgehen kann.

20 Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Im Straßenverkehr ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig. Auch ist es wichtig, dass man sich so verhält, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer unnötig gefährdet wird. Vorausschauendes Fahren ist ebenfalls ein Punkt, der die Sicherheit im Strassenverkehr deutlich erhöht. Beim Fahren sollte man entspannt sein. Es bringt einfach nichts, wenn man sich aufregt, weil der vor einem 10 km/h langsamer fährt als erlaubt sind. Wichtig ist ein sicheres Ankommen.

21 Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?Ich habe jetzt feste Regeln, an die ich mich halten kann. Und diese Regeln können nicht scheitern, da ich sie verinnerlicht habe und davon auch persönlich überzeugt bin. Ich hatte schon vor meinem Führerscheinverlust die Möglichkeit, einige dieser Regeln durchzusetzen und habe gemerkt, dass es der richtige Weg für mich ist. Das halbe Jahr hat mir Möglichkeiten gezeigt, mein Leben positiv zu verändern und zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben. Wichtig ist, dass man gesund bleibt,dass man gute Freunde hat, die zu einem halten und persönliche Ziele. Auch der Arbeitsplatz spielt eine sehr große Rolle, denn viele Ziele lassen sich nur durch Arbeit verwirklichen.

samuel
08.02.2007, 23:49
@ mcfly!

Da sind ja ein paar Schöne Ansätze drin.

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5 Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?Ich habe mich geärgert, teilweise auch zu Unrecht bestraft gefühlt.Und mich natürlich darüber geärgert das ich schon wieder erwischt wurde. Aber ich habe mir auch immer gedacht, dass ich da schon wieder irgendwie rauskomme. Und bis man 18 Punkte hat, das dauert. Bis dahin bin ich immer mit meinem Verhalten durchgekommen. Die Punkte waren mir gleichgültig, die gehören als LKW-Fahrer zum guten Ton. Das Geld, daß ich bezahlen mußte, hat mich viel mehr geärgert als die Punkte. Die würde ich schon wieder loswerden. Ich habe damals über mein Verhalten nicht viel nachgedacht.

Die Frage lautet hier nicht, wie hab ich es hinterher empfunden, sondern wie war ich drauf, als es passierte.

Du warst zornig und unter Termindruck.
Rechte der anderen Verkehrsteilnehmer waren Dir egal.
Deine Motivation war nicht so zu enden wie Deine Alten.

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15 Wie lauten Ihre Vorsätze heute?Da ich gute Vorsätze in meinem Leben selten eingehalten habe, habe ich mir feste Regeln gesetzt. Dazu gehört, dass ich mich nicht mehr unter Druck setzen lasse. Mein Ansehen und mein Status bei anderen spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch werde ich meine Emotionen nicht mehr auf den Strassenverkehr übertragen.

Der ist super, wie willst Du das denn in Deinem Job hinbekommen? Die EU Osterweiterung steht an. Demnächst sind hier Bulgaren oder Rumänen, die für 5 Euro oder weniger die Stunde arbeiten werden. Und Du machst Dir das gemütlich. Feiner Plan. Geht es auch ein bischen konkreter?????

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17 Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?Außerdem habe ich meinen Eltern endlich gesagt, was mich seit langer Zeit stört. Seitdem ich das getan habe, hat sich die innere Anspannung sehr verringert, so dass ich in Zukunft keine Aggression mehr im Strassenverkehr loswerden muss.

Nun gut, nehmen wir mal an, mit Deinen Eltern das hast Du für heute geregelt.
Du wirst aber nicht mit Sicherheit ausschließen können, daß Du wieder in Situationen geraten wirst, in denen sich in dir Aggression aufstaut.

Wo willst Du denn in Zukunft die rauslassen, wenn es nicht der Straßenverkehr ist?

Verstehst Du das Problem?
Du verbreitest hier Nichtwissen. Ich tu dies nicht mehr, ich tu jenes nicht mehr. Das ist ja wohl das Mindeste, sonst brauchst Du nicht zur MPU gehen.
Dir fehlt komplett der 2. Teil des Satzes.

Ich tue dies nicht mehr, sondern ich tue jetzt ..........

Die sogenannten Früher/ Heute Vergleiche.

siehe auch:
17 Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?Ich werde mich an meine gesetzten Regeln halten. Nach dem damaligen Punkteseminar hatte ich mich bereits geändert, habe meinem Chef die Stirn geboten und ihm gesagt, dass ich mich nicht mehr unter Druck setzen lasse wegen irgendwelcher Termine. Ich habe ihm gesagt, dass ich meine Pausenzeiten einhalte und es mir egal ist, wenn ich im Stau stehe und beim Kunden eine halbe Stunde später ankomme. Nachdem ich das dann auch so durchgezogen habe, habe ich gemerkt, dass mein Chef dann zwar Ärger macht, aber ich meinen Arbeitsplatz trotzdem nicht verliere. Mit dem neuen Verhalten standen dann sogar plötzlich mehr Kollegen hinter mir als vorher. Damit hatte ich nicht gerechnet und ich habe dann sogar noch die unbelehrbaren Kollegen versucht zu überzeugen, auf die Lenk- und Ruhezeiten zu achten, da man viel mehr bewirken kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Weiterhin habe ich dann auch gemerkt, dass viele Kunden mit Verständniss reagieren, wenn man ruhig und sachlich erklärt, warum man den Termin nicht einhalten konnte. Diese Strategie werde ich weiter verfolgen, denn ich habe erkannt, dass man damit wesentlich weiter kommt als mit Fehlverhalten im Strassenvekehr. Außerdem habe ich meinen Eltern endlich gesagt, was mich seit langer Zeit stört. Seitdem ich das getan habe, hat sich die innere Anspannung sehr verringert, so dass ich in Zukunft keine Aggression mehr im Strassenverkehr loswerden muss.

Du hattest die Chance am Punkteseminar teilzunehmen.
Es hat aber nicht viel gebracht.
Mit der Polizei hattest Du ja auch schon öfter zu tun und auch das hat nicht geholfen.
Und jetzt erklärt Dir eine Polizistin was und es macht peng und Du hast es?



Was gut ist, das ist die Rolle des Vorbilds für Dein Patenkind.

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Und dann noch dieses hier:

18 Was hat sich ansonsten bei Ihnen geändert?Die schwerwiegendste Folge des Führerscheinverlustes war der Verlust meines Arbeitsplatzes. Dadurch bin ich abhängig geworden von Ämtern und Freunden. Von den Ämtern, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und von Freunden, weil man ständig jemanden fragen muß, wenn man mal irgendwo hin möchte, wo man mit Bus und Bahn nicht hinkommt. Im Prinzip hatte ich dadurch genau das erreicht, was ich nie wollte. Abhängig sein von anderen und jeden Cent den man ausgibt, dreimal umdrehen. Erst da habe ich gemerkt, dass der Führerschein auch ein Stück Freiheit bedeutet. Freuen tut mich, dass mir mein damaliger Arbeitgeber wieder einen Arbeitsplatz zugesagt hat, sobald ich meine Fahrerlaubnis wiedererlangt habe.

da denkt der Psycho sich in seinem Hirn:

Und er würde auch alles tun, um wieder fahren zu dürfen, also auch Lügen.
Das muß ich Dir jetzt nicht erklären, was das bedeutet



Samuel
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mcfly
11.02.2007, 22:31
@ Samuel

Danke

Ich war am Freitag beim VP der sagte mir das gleiche. Aber er meinte auch wenn ich das hinbekomme besteht eine Chance für ein Positive MPU. Werde noch daran Arbeiten. Bis zum 20.02 sind ja noch ein Paar Tage.

Werde die Fragen überarbeiten.
Und wieder reinsetzen.

Danke Nico

samuel
11.02.2007, 22:51
MPU ist ein Spiel. Hast Du die Regeln einmal begriffen ist es nicht mehr so schwer.

Samuel

mcfly
15.02.2007, 18:36
Hallo ich habe denn zweiten Teil nochmal überarbeitet.


5 Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
Ich war sauer und stand unter Termindruck. An die Rechte der anderen Verkehrsteilnehmer habe ich in diesem Moment nicht gedacht und sie waren mir da dann auch egal. Ich wollte die Fahrten unbedingt schaffen, denn ich wollte nicht meinen Job verlieren um dann so zu enden wie meine Eltern.

15 Wie lauten Ihre Vorsätze heute?
Vorsätze sind aus meiner Sicht Dinge, die man am Silvesterabend von sich gibt, um sie 4 Wochen später wieder mit einer Entschuldigung zu brechen.
Stattdessen habe ich mir eine Regel gesetzt.Diese lautet : Wenn ich vor einem Konflikt stehe oder unter Druck gesetzt werde ist die wichtigste Regel "Nicht sofort reagieren!". Erst darüber nachdenken ob a.) eine Reaktion überhaupt Sinn macht und b.) welche Folgen eine Reaktion für mich oder andere hat.


16 Was ist daran anders?
Anders ist, dass ich mir jetzt feste Regeln gesetzt habe, damals waren es gute Vorsätze, wie z.b. langsamer fahren, den Mindestabstand einhalten oder eben mich einfach nicht mehr erwischen zu lassen. Ich weiß jetzt, wo die Ursachen für mein damaliges Fehlverhalten lagen. Eine gute Freundin von mir ist Polizistin und hat sich oft mit mir über meine Verkehrsdelikte unterhalten. Sie hat mir von ihren Einsätzen erzählt und davon, was durch leichtsinniges Verhalten im Strassenverkehr alles passieren kann.Schon durch kurze Unachtsamkeit und Unkonzentriertheit können folgenschwere Unfälle passieren mit Schwerverletzten oder Toten. Die Polizisten, die mich damals angehalten haben, habe ich einfach als Leute gesehen, die mir was schlechtes wollen.Heute habe ich durch diese Gespräche erkannt, dass die Polizei schlimmere Dinge verhindern will, die auch ich mit meinem Verhalten im Strassenverkehr provoziert habe. Dass nicht mehr passiert ist, war einfach Glück. In der Zeit ohne Arbeit hatte ich viel Zeit zum nachdenken und habe mich dann endlich gefragt, warum ich mich so oft nicht an die Verkehrsregeln gehalten habe. Sehr geholfen haben mir dabei auch die Gespräche mit meiner guten Freundin, die mir durch ihre Berichte wirklich die Augen geöffnet hat und mir auch direkt gesagt hat, dass ich mit meinem Verhalten bei anderen gut dastehen wollte. Im ersten Moment wollte ich es nicht zugeben, aber nach und nach habe ich erkannt, dass sie mit ihrer Aussage recht hat. Wenn ich früher unter Druck gesetzt wurde, habe ich den PKW bzw. LKW als Ventil benutzt. Heute rede ich darüber, wenn ich unter Druck gesetzt werde und suche eine vernünftige Lösung des Problems.

17 Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Früher habe ich alles in mich reingefressen,habe mit niemanden darüber gesprochen. Heute weiß ich das ich mit meinen Freunden über alles reden kan. Wenn ich früher schlecht drauf war, habe ich mich ins Auto gesetzt und bin aufs Gas getreten. Ich habe gelernt, dass es so nicht weiter geht. Heute gehe ich lieber eine Runde spazieren und atme tief durch. Ich überlege mir dann, warum ich so schlecht drauf bin und wie ich das ändern kann. Ich habe mich früher selbst unter Druck gesetzt. Ich wollte Sachen schaffen, die nicht zu schaffen waren. Heute setze ich mir nicht so hohe Ziele. Ich muß nicht von heute auf morgen der Beste sein.

18 Was hat sich ansonsten bei Ihnen geändert?

Nach meinem Fahrerlaubnisentzug bin ich dann zum Fahrradfahrer geworden. Nebenbei habe ich dann auch gemerkt, dass mir das Restaurieren von alten Fahrrädern und Mopeds sehr viel Spaß macht. Früher habe ich mir über meine Freizeitbeschäftigung wenig Gedanken gemacht. Durch mein jetziges Hobby habe ich gemerkt, dass ich mich nicht mehr durch mein Fahrverhalten behaupten muss, sondern durch solche Dinge viel mehr Anerkennung bekomme.

Ich unternehme jetzt mehr mit meinen Freunden. Ich habe herausgefunden wer meine richtigen Freunde sind und von dem Rest Abstand genommem.
Ich habe gelernt mit meinen Problemen umzugehen. Ich war nie jemand der darüber gesprochen hat. Bei mir war immer alles eine heile welt.
Ich weiß jetzt, mit wem ich darüber sprechen kann, und wer immer ein offenes Ohr für mich hat. Immer für mich da ist meine beste Freundin, die mich in allem unterstützt und mir gezeigt hat, dass man über alles reden kann. Ich habe gemerkt, dass Vieles einfacher ist, wenn man darüber redet. Früher wollte ich immer mit allem alleine klarkommen.

Außerdem bin ich im letzten Jahr Patenonkel geworden und habe sehr viel Kontakt zu dem Kleinen. Durch Kinder sieht man die Welt plötzlich auch mit anderen Augen. Ich möchte dem Kleinen ein gutes Vorbild sein, da es gerade für Kinder wichtig ist, wie andere sich im Strassenverkehr verhalten. Ich habe dann angefangen, darüber nachzudenken, wie es wäre wenn ihm durch die Unachtsamkeit von Verkehrsteilnehmern etwas passieren würde. Und da ist mir dann bewusst geworden, dass ich früher auch ständig andere, und vor allem auch Kinder, gefährdet habe. Ich möchte auf keinen Fall jemand sein, der dafür verantwortlich ist, dass einem Kind etwas passiert. Ich gehe auch viel mit dem Kinderwagen spazieren, was ich früher überhaupt nicht gemacht habe. Wenn man dann an der Strasse langgeht, hat man ständig vor Augen, was passieren kann, wenn man die Verkehrssicherheit gefährdet. Ich bin oft mit der Mutter von meinem Patenkind mitgefahren, die schon immer vorsichtig und vorausschauend gefahren ist. Seitdem der Kleine da ist, fährt sie noch ein wenig vorsichtiger und auch dadurch habe ich gemerkt, dass es wichtig ist, dass man sicher ankommt und nicht dass man 5 Minuten früher ankommt.

Zudem hab ich seit 2005 einen Kater, für den ich Verantwortung trage. Als er letztes Jahr fast überfahren worden wäre, ist mir ebenfalls klar geworden, dass man durch eine umsichtige und vorausschauende Fahrweise soetwas oft verhindern kann. Da ich sehr tierlieb bin, weiß ich, dass es mir schwer zu schaffen machen würde, wenn ich ein Tier verletzen oder töten würde.

Wichtig war für mich auch das Setzen von persönlichen Zielen. Ich bin momentan dabei mir eine schöne Wohnung zu suchen und mich beruflich fortzubilden. Ich habe mir Informationen über ein Fernstudium zukommen lassen und möchte mich zum Speditionskaufmann fortbilden, da mir diese Tätigkeit sehr viel Spaß macht.

19 Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben Sie heute und was ist daran neu?
Früher habe ich immer auf mein Recht gepocht und wollte dies auch konsequent durchsetzen. Wenn mir jemand die Vorfahrt nehmen wollte, dann hab ich noch provoziert und bin einfach losgefahren. Heute würde ich mich nicht mehr so verhalten, weil ich gelernt habe, dass mir die Strasse nicht alleine gehört. Man muß immer mit dem Fehlverhalten der anderen rechnen und sollte deswegen vorausschauend fahren. Mir ist bewußt geworden, dass es mir überhaupt nichts bringt, wenn ich mich anderen gegenüber rücksichtslos verhalte und so den Strassenverkehr gefährde. Neu ist, dass ich gelernt habe, dass ich mich durch provokantes Fahren nicht behaupten muß. Ich weiß jetzt, dass ich viele andere Stärken habe als nur das Auto fahren.

20 Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?Im Straßenverkehr ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig. Auch ist es wichtig, dass man sich so verhält, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer unnötig gefährdet wird. Vorausschauendes Fahren ist ebenfalls ein Punkt, der die Sicherheit im Strassenverkehr deutlich erhöht. Beim Fahren sollte man entspannt sein. Es bringt einfach nichts, wenn man sich aufregt, weil der vor einem 10 km/h langsamer fährt als erlaubt sind. Wichtig ist ein sicheres Ankommen.

21 Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Ich habe jetzt feste Regeln, an die ich mich halten kann. Und diese Regeln können nicht scheitern, da ich sie verinnerlicht habe und davon auch persönlich überzeugt bin. Ich hatte schon vor meinem Führerscheinverlust die Möglichkeit, einige dieser Regeln durchzusetzen und habe gemerkt, dass es der richtige Weg für mich ist. Das halbe Jahr hat mir Möglichkeiten gezeigt, mein Leben positiv zu verändern und zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben. Wichtig ist, dass man gesund bleibt,dass man gute Freunde hat, die zu einem halten und persönliche Ziele. Auch der Arbeitsplatz spielt eine sehr große Rolle, denn viele Ziele lassen sich nur durch Arbeit verwirklichen.

Für eure Anregungen bin ich natürlich dankbar.;)
Mfg Nico

samuel
15.02.2007, 23:29
Das ist schon besser.

Laß aber das Verallgemeinern.
Man hat bei der MPU nichts zu suchen.
Es geht nur um Dich.

Achte auch darauf, daß Deine Strategien alltagstauglich sind.

Stattdessen habe ich mir eine Regel gesetzt.Diese lautet : Wenn ich vor einem Konflikt stehe oder unter Druck gesetzt werde ist die wichtigste Regel "Nicht sofort reagieren!". Erst darüber nachdenken ob a.) eine Reaktion überhaupt Sinn macht und b.) welche Folgen eine Reaktion für mich oder andere hat.

Wenn es einen Stau gibt und das Auto vor Dir muß stark bremsen, dann kannst Du nicht erst lange mit Dir ausmachen, ob es gut wäre auch zu bremsen.

Arbeite da mit Fallunterscheidungen.
Wenn es die Situation erfordert, dann schnell reagieren, wenn es um Grundsätze geht, dann sorgfältig abwägen.

Samuel

mcfly
16.02.2007, 20:59
@ Samuel

Ich danke Dir. Ich werde mich an deine ratschläge halten. Und das beste für Dienstag hoffen. Ich werde mir das in Stichpunkten aufschreiben und mitnehmen.
Ich werde dann am Dienstag von meinen Tag dort berichten. Und sagen wie es ausgegangen ist.

Mfg Nico

mcfly
20.02.2007, 12:35
Hallo hatte heute morgen meine MPU.
Und was soll ich sagen. Die Psychologin hat das kreuz bei Positiv gemacht.:)
Ich wollte mich bei euch für eure unterstützung bedanken. Alleine hätte ich das nicht geschaft.

Ein Dickes Danke an euch.

Mfg Nico

Florist
20.02.2007, 12:37
Herzlichen Glückwunsch !!!

hausmann
20.02.2007, 12:38
na dann herzlichen glückwunsch :D

Say
20.02.2007, 14:48
Herzlichen Glückwunsch !!!

Say