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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Endlich soweit (Einladung zur MPU)


berserker
22.09.2007, 00:25
Hallo!
Habe heute ein Brief von DEKRA bekommen!
Die FSSt meinte wegen Gesundheit und Drogen. DEKRA erwähnt ein Screening und d ie Summe

Der FS war am 21.08.2005 von Polizei entzogen...

Die Vorgeschichte: habe feststellen müssen, dass die Sätze aus den "Drogen-broschüren" (die über Psychosen) doch stimmen. War also veranlagt eine zu kriegen. Die erste hatte ich 2003. Habe den Ärtzen (das waren für mich "die Guten", denn in weiß Gekledet ;) ) alles erzählt - über den Haschischkonsum und die drei Erfahrungen mit Magic-Muschrooms auch nicht vergessen, die Diagnose lautete dann - drogenindizierte Psychose... Konnte ich LANGE nicht glauben. Es wurde mir gesagt: "mit Alk und Drogen ist Schlüß für dich Junge" - tat sehr weh, denn damals war ich nahhezu verpflichtet die zu nehmen um in der Laune zu bleiben und den anfangs so POSITIVen vorpsychotischen Zustand aufrecht zu erhalten... Naja
Habe dann es wieder lernen müssen ohne die mittel zurecht zukommen(für ein halbes Jahr oder so..). Habe auch mal versucht einen zu kiffen, so etwa Herbst 2004, und dann viel Mühe gehabt aus einer Krise zu kommen. Ein-zwei Bier 3-4 mal die Woche sind (WS04/05) zu Regel geworden.
Die zweite und entscheidende Psychose kam dann Sommer 2005 herangeschliechen. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir sehr gut die Neuroleptika waren abgesetzt, Studium gelang und als ich mich von Tag zu Tag fitter und flotter fühlte kam es mir nicht verdächtig vor, außerdem habe ich nicht wirklich GEGLAUBT krank zu sein. Wenn aber bei einem Job viel Stress auf mich zukamm, fing es an kritisch zu werden: konnte kaum schlafen, war gereizt und eigentlich nicht mehr bei Sinnen. Bis ich irgendwann dann Nachts um 1 nach Leipzig(80km) mit dem Auto ausbrach und nach etwa 6 Stunden unsinniger Fahrerei (vollst. Schlafentzug) ist mir in den "Sinn" gekommen - ich sei irgendwie mit Ordnungshütern zusammen und soll aufpassen...
Ergebniss: Gefärlicher Eingriff in den Straßenverkehr, 3 monate FS-Sperre (28.05.07 abgelaufen), aber mit dem gerichtlichen hin und her hat das ganze "etwas" gedauert.
Die Fsst verordnete MPU wegen Psychose und Drogen (obwohl THC bei mir nie festgestellt wurde)
Wegen Drogen sehe ich überhaupt kein Problem bei mir, denn seit drei Jahren clean, aber was die Psychosen angeht...
Habe wirklich gelernt aus meinen beiden. Viel Geld, einige gute Freunde und viel Lebensqualität dadurch verloren. Der positive Gag, bevor eine eintritt, reizt mich deswegen auch schon lange nicht mehr. Also brav weiter den Arzt besuchen und Medikamente einnehmen.


Was wird denn bei mir wohl für ein Psy-Gesprach werden?
Werden alle Werte untersucht? Denn ich weiß dass es bei Einnahme von Zeldox zB Leberwerte verändert sein können.

Danke

samuel
23.09.2007, 23:06
Hast Du mal in Deine Führerscheinakte reingeschaut?

Gibt es einen Bericht vom Krankenhaus und wenn ja, was steht drin?
Hast Du so was wie eine Therapie gemacht?

Für die Drogen brauchst Du mindestens 6 Monate Abstinenz in Form von forensischen Urinscreens oder einer Haaranalyse.

Laß Dir dazu ein kleines Blutbild erstellen (Leberwerte) für alle Abweichungen benötigst Du einen ärztlichen Befund (Also warum es eine Abweichung gibt)
Wenn es Abweichungen gibt, dann brauchst Du dieses Blutbild aller 4 Wochen.

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So wie ich das sehe wirst Du dem Gutachter eine Latte von Maßnahmen aufzählen müssen, welche Du zu unternehmen gedenkst, sollte sich wieder eine Psychose ankündigen.

Samuel

berserker
24.09.2007, 22:09
Ist wohl war, bezüglich der psychose werde ich überzeugen müssen. Bin aber nach dem Ganzen selbst schon mehr als überzeugt...

War heute bei DEKRA zum Gespräch.... Hätte ich das nicht gemacht, hätten sie mich eingelaaden zu immerhin 700 teueren Test eingeladen ohne nachzuschauen, ob ich eigentlich was im Vorfeld nachweisen muss und hätten möglicherweise mitgeteilt, dass ich erstmal Abstinenz n Jahr sammeln soll und dann zu Fsst und von vorne anfangen...

So habe ich mich auf einen kostspieligen Gespräch eingelassen (44€/30min), hoffentlich werde ich dann daraus schlau.

Allerdings was die Leberwerte angehet etc. konnte ich heute noch nicht erfahren, war zweideutig

Ein Bericht vom Krankenhaus gibt es bestimmt irgendwo... ich habe nur Nachweise das ich 3Monate 2003/04 und ein Monat 2005 behandelt wurde.
Die Fsst hat nur den Gerichtsurteil mit den Auszügen vom Gutachter drinnen, die eigentlich nicht besonders positiv sind, denn zur Zeit der Begutachtung (März2006) war ich noch fester Überzeugung, dass nach einer gewissen Zeit Medis abgesetzt werden müssen.
Ansonsten hat die FSST nichts ausser der längst verfristeten Sperre, ansonsten leerem Flensburgkonto und einem jüngfreulichen Führungszeugnis.
Ob DEKRA dann die Berichte von den Krankenhäusern hollt?

Therapie hat mein Arzt nich für nötig gehalten, denke ich.
Hätte wohl machen sollen... Ja... es wäre vielleicht ganz anders ausgegangen.

Werde mich noch Mal durch den Urteil durcharbeiten müsssen (oder mehrmals )) ).

samuel
24.09.2007, 23:04
In der Klinik, in der Du warst, sollten die Befunde doch noch alle irgendwo vorhanden sein. Die wirst Du brauchen.

Weiterhin brauchst Du von Deinem Arzt einen Bericht, daß Du in einer stabilen gesundheitlichen Situation lebst. Das ist wichtig.

Dann die Abstinenznachweise, hast Du Dir da schon was überlegt?
siehe auch:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=9393

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Samuel

Mainzelmännchen
26.09.2007, 15:07
Was war denn der gefährliche Eingriff in den StV?

Normalerweise geht das gar nicht wenn man selber fährt.
Hast Du was auf die Straße gelegt oder was?
Nur Schlafentzug ist nämlich nur eine Trunkenheitsfahrt.

Die Geschichte wird aber auf jeden Fall bei der MPU zur Sprache kommen, also auch da solltest Du was erzählen können.

Grüße

berserker
03.10.2007, 01:30
Hallo
War zur persönlichen Beratung bei Dekra, und sieh da:
12Monate Drogenabstinenz nachweisen
auf Leberwerte wollen die auch schauen
alle möglichen Befunde wollen sie sehen
habe ich was vergesen?
wenn ich was vergessen habe werden sie mich daran noch bestimmt erinnern :)
ein lukrativer kunde bin ich auf jeden fall

samuel
03.10.2007, 13:55
Ich will Dir nichts einreden, aber in Deinem Fall halte ich den Laden um die Ecke nur für die zweitbeste Wahl. Leider gibt es in Thüringen, Sachsen und Anhalt nur Dekra oder Tüv. Das erste zu empfehlende Institut ist, von Dir aus, in Nürnberg, Berlin oder Frankfurt am Main.

Das Du das verstehst, ich komme aus Thüringen, bin also kein Wessi, der seinen Leuten irgendwelche Aufträge zuschanzen will. Es ist nur so, daß 9 von 10 Leuten, die hier mit einem Kurs nach §70 stvo nach Hause kommen, bei TÜV oder Dekra waren und das sind noch mal 500 Eur + Vier Wochenenden.

Das muß nicht so kommen, ist aber wahrscheinlich.

Samuel