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Punktesammler80
06.04.2008, 19:01
Hallo!
Wie Ihr euch sicher denken könnt, muss ich in den nächsten Wochen auch zur MPU antreten. Und, wie es bestimmt einigen von euch bekannt vorkommt - entwickelt sich allmählich ein gewisses ungutes Gefühl...
Ich habe zwar noch keinen Termin, bin aber gerade dabei, meinen Führerschein neu zu beantragen und mir die richtige Begutachtungsstelle auszusuchen (mein momentaner Favorit ist die PIMA in Stuttgart).
Seit einiger Zeit geistere ich auch schon hier im Forum rum, um mir Tipps zu holen und jetzt dachte ich mit, mach ich euch mit meinem Fall vertraut, ihr könnt mir bestimmt weiterhelfen.

Mein letzter Delikt war eine Trunkenheitsfahrt mit einer BAK von 0,25. Das war im Rahmen einer normalen Verkehrskontrolle, also keine Auffälligkeiten kein Unfall. Daraufhin habe ich, ich hatte Probezeitverlängerung auf vier Jahre (das ganze ist im vorletzten Monat vor Ende der Probezeit passiert) 4 Punkte bekommen und eine Geldstrafe.
Problem war: Ich hatte schon 17 Punkte.

Und da sind wir eben gleich beim Thema. Meine Führerscheinakte ist ein ziemlich dicker Wälzer mit einigen üblen Geschichten drin.


2xUnfallflucht
Meiner Meinung nach die schlimmsten Vergehen nach dem Alkohol. Einmal habe ich ein Parkendes Auto angefahren und bin abgehaun und einman einen Stromkasten. Es waren sozusagen keine "schlimmen" Sachen aber trotzdem: Beides zusammen Brachten mir ca. 4000Euro Strafe etc. und 14 Punkte ein. Eine Unfallflucht war eine Woche nach meiner Führerscheinprüfung, die ander nach zwei Jahren. Nach der zweiten bekam ich ein Aufbauseminar und Probezeit auf vier Jahre.
Bei beiden Unfallfluchten hab ich mich am nächsten Tag selbst bei der Polizei gemeldet, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Naja.

1x Handy am Steuer
Da denk ich gibts nicht viel zu sagen ;-) 1 Punkt

1x Innerorts 15kmh zu schnell
Mein Fehler,

1x Rechts überholen
Da hatte der Vordermann auf einer Zweispurigen eine Vollbremsung reingehauen, ich wusste nicht wieso und bin auf die rechte gewechselt, hab gas gegeben und bin wieder links... Dann hab ich den Blitzer gesehen. Die Bullen haben sofort ihre Pistole eingepackt und sind mir hinterher. Zuerst wusste ich gar nicht wieso, weil ich nicht zu schnell gefahren bin aber wie sich herausstellte hatten sie einen besseren Grund. Aller Streit vor Gericht hat nichts gebracht, 3Punkte

Verkehrspsychologische untersuchung

Und dann zum Schluss, wie schon oben gesagt, die Trunkenheitsfahrt.
Ich war auf der Geburtstagsfeier meiner Schwester und hatte so ungefähr einen Prosecco und zwei Bier getrunken. Wir alle wollten danach noch 30km enfernt in eine Discothek fahren. Wir bestellten insgesamt 3 Taxis, weil keiner mehr fahren konnte/wollte. Doch dummerweise hatten wir uns verzählt und es war genau ein Platz zu wenig. Ich hatte zwar von vornherein ein ungutes Gefühl aber Entschloss mich kurzerhand einfach mit dem Auto nachzukommen weil ich ja nicht sooo viel getrunken hätte und ja viel gegessen hab etc.... Naja, kurzgesagt - ich fahre einen alten, schwarzen BMW, was jetzt nicht unbedingt ein Auto ist, das die Polizei gern hat ;-) Ich war gut drauf, (war alleine im Auto) hatte laute Musik am laufen, und die Polizei, die aus der Seitenstraße rauswollte fand mich auf anhieb für eine Kontrolle gut. Naja, den Rest könnt ihr euch denken... Hatte beim blasen 0,3 Promille, in der Polizeiwache dann 0,5. Der Abend war gelaufen...

Natürlich möchte ich jetzt gerne Meinen Führerschein wieder erhalten - hab aber richtig richtig bammel vor der MPU....
Der Prüfer wird sich doch denken "bei der Liste an Straftaten innerhalb von knapp 4 Jahren..." durchgefallen.


Sollte ich vielleicht so eine "Prüfungsvorbereitung" machen?
Wo sollte ich die machen?
(Raum Stuttgart ist mein Gebiet)

Meine Sperrfrist läuft am 5. Juni ab, hab mir diese Woche die Unterlagen zur wiederbeantragung geholt...

Liebe Grüße, und vielen Dank für eure Tipps,

Punktesammler80
06.04.2008, 19:37
Ausserdem wollte ich noch fragen, wann/wo ich erfahre, welche Fragestellung auf mich zukommt. Höchstwarscheinlich wird es auf Punkte und Alkohol hinauslaufen, oder?

Say
06.04.2008, 19:41
Die Führerscheinstelle bestimmt die Fragestellung ... also erfährst du die dort ... ein Anruf sollte dazu genügen.
Wobei ich denke das eine Alkoholfragestellung ziemlich unwahrscheinlich ist.

Franceman
06.04.2008, 20:04
erst mal willommen Puntesammler80 !!!!!

Ich habe auch 19Punte in 5Jahren zusammen gesammelt!!!
Aber durch die gute vorbereitung hier im forum würd es schon klappen!!!!Hast du dir schon so ein FB angeschaut?????
hast du schon akteneinsicht bei der FSST genommen????

Mfg Franceman

bubele
06.04.2008, 20:09
auch ein Hallo von meiner Seite und willkommen im Club

Bis du die Fragestellung hast solltest du dir einmal Gedanken machen wie es zu der Häufung kommen konnte ??
Das will der Gutachter wissen.



2xUnfallflucht
Meiner Meinung nach die schlimmsten Vergehen nach dem Alkohol. Einmal habe ich ein Parkendes Auto angefahren und bin abgehaun und einman einen Stromkasten. Es waren sozusagen keine "schlimmen" Sachen aber trotzdem: Beides zusammen Brachten mir ca. 4000Euro Strafe etc. und 14 Punkte ein. Eine Unfallflucht war eine Woche nach meiner Führerscheinprüfung, die ander nach zwei Jahren. Nach der zweiten bekam ich ein Aufbauseminar und Probezeit auf vier Jahre.
Bei beiden Unfallfluchten hab ich mich am nächsten Tag selbst bei der Polizei gemeldet, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Naja.

Es dreht sich auch nicht darum das es schlimme Fehler waren sondern das du sie überhaupt gemacht hast.


1x Rechts überholen
Da hatte der Vordermann auf einer Zweispurigen eine Vollbremsung reingehauen, ich wusste nicht wieso und bin auf die rechte gewechselt, hab gas gegeben und bin wieder links... Dann hab ich den Blitzer gesehen. Die Bullen haben sofort ihre Pistole eingepackt und sind mir hinterher. Zuerst wusste ich gar nicht wieso, weil ich nicht zu schnell gefahren bin aber wie sich herausstellte hatten sie einen besseren Grund. Aller Streit vor Gericht hat nichts gebracht, 3Punkte

was wäre passiert wenn einer der Überholten wieder rechts reungefahren wäre ??

Darüber solltest du auch einmal nachdenken.
Viel Spass dabei

Punktesammler80
06.04.2008, 20:28
Das bei dem Rechts überholen war nur ein Auto. Aber das tut nichts zur Sache. Klar habe ich einen Fehler gemacht und mir ist auch bewusst, dass die Verkehrsregeln nicht ganz umsonst da sind ;-)
Ich hab auch nicht rechts überholt weil mir mein Vordermann irgendwie zu langsam fuhr oder so. Das war eine Blitzreaktion auf dessen (fast) Vollbremsung. Der hatte halt den Blitzer gesehen und plötzlich von ca. 85 auf ca. 50-60 abgebremst. Meine Möglichkeiten waren: Auch voll in die Eisen, oder aber gemütlich rechts rüber und weiter cruisen. Klar, das sollte ich dem Prüfer so warsch. nicht erzählen, aber ich dachte eben, dass der vor mir irgendein Problem hat.
Was ist ein FB?

sonic
06.04.2008, 20:32
Das bei dem Rechts überholen war nur ein Auto. Aber das tut nichts zur Sache. Klar habe ich einen Fehler gemacht und mir ist auch bewusst, dass die Verkehrsregeln nicht ganz umsonst da sind ;-)
Ich hab auch nicht rechts überholt weil mir mein Vordermann irgendwie zu langsam fuhr oder so. Das war eine Blitzreaktion auf dessen (fast) Vollbremsung. Der hatte halt den Blitzer gesehen und plötzlich von ca. 85 auf ca. 50-60 abgebremst. Meine Möglichkeiten waren: Auch voll in die Eisen, oder aber gemütlich rechts rüber und weiter cruisen. Klar, das sollte ich dem Prüfer so warsch. nicht erzählen, aber ich dachte eben, dass der vor mir irgendein Problem hat.
Was ist ein FB?
FB = fragebogen

da die abkürzungen
http://www.mpu-idiotentest.com/mpu-forum/showthread.php?t=7905

Punktesammler80
06.04.2008, 20:36
Akteneinsicht habe ich nicht genommen.
Ich hab mir vom KBA meinen "Bogen" schicken lassen...
Da stehen die Einzelnen Vergehen mit Punkten drauf.
Also, ich hab mich schon länger mit meinen Unfallfluchten beschäftigt, und für mich Persönlich kann ich sagen ist das Thema einfür alle mal beendet. Ich könnte mir nicht vorstellen, dass mir noch einmal die Sicherung rausfliegt, ich Panik bekomm und einfach abhau.
Ich denke, dass das eine Charakterschwäche war, die ich hinter mir hab.
Beim ersten mal dachte ich, es passierte ja ca. zwei Wochen nach meinem Führerschein, dass ich selbigen sofort wieder los wär.
Ich hatte Panik bekommen und bin einfach weg gefahren.
Bei der zweiten Unfallflucht, dem Stromkasten war das ganz anders.
Es war ca. 4 Uhr morgens und ich wollte von meiner damaligen Freundin heimfahren weil wir uns übel gestritten hatten. Dann fuhr ich beim ausparken den Stromkasten an (derstand dann schief da) Ich hab es zwar gemerkt aber war so stocksauer, dass ich nichtmal ausgestiegen bin sondern abgedüst bin.
Irgendein Nachbar hatte das ganze beobachtet und mich am nächsten Tag darauf angesprochen. Er gab mir die Wahl zwischen selbst Polizei rufen oder er zeigt mich an. Ich hab natürlich selbst angerufen.

@Franceman: Hast du die MPU schon hinter dir?

Franceman
06.04.2008, 21:54
Also Akteneinsicht solltest du schon machen da steht nähmlich mehr drin wie das vom KBA !!!!
Die FSST schickt nähmlich deine Akte an dem Gutachter und er Frägt dich dann von der Akte aus!!!
Ne habe ich nicht kann erst in 3 WOchen meinen Führerschein wieder beantragen.
Habe aber meinen FB schon durch und nun versuche ich andere so gut wie ich kann zu helfen !!!!

Mfg Franceman

Punktesammler80
06.04.2008, 21:56
Wie komm ich denn zu meinem FB?

über 2 Promille
06.04.2008, 21:59
Hallo , hier findest Du diesen.

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/forumdisplay.php?f=78

Punktesammler80
06.04.2008, 23:44
Ahhhh achso.
Dankeschön!
Ich werde den Fragebogen morgen bearbeiten und hier posten...
Ich hab ja, wie gesagt, schon die beantragung zum Führerschein daheim.
Soll ich da die PIMA als Begutachtungsstelle eintragen?
Wie ich hier im Forum lese dauert es ja ca. 6 Wochen von der Beantragung bis zum MPU Termin.

Das Forum hier macht mir zwar Hoffnung, gut auf die MPU vorbereitet zu sein und das schaffen zu können, aber ist es nicht sinnvoll, so einen "Wisch"" von nem "Profi Vorbereiter beim Gutachtergespräch vorzeigen zu können...

samuel
06.04.2008, 23:50
Hilfe in Anspruch genommen zu haben, ist eine Voraussetzung für ein positives Gutachten. Wenn es mit Schein und Stempel ist, um so besser. Eine Garantie für positiv ist das aber nicht.

Samuel

Punktesammler80
07.04.2008, 00:03
@ samuel:
Ich hab gerade gesehen, dass du ja auch bei der PIMA in Stuttgart warst.
Und, dass du dich nur hier mit dem Forum und Büchern vorbereitet hast.

Natürlich wär mir das auch am liebsten.
Aber ich denke mir, bevor ich zweimal MPU mache und ein halbes Jahr dranhänge ist es wohl besser, noch ein paar Euros in so eine Beratung zu investieren, oder?
Ich war auch am überlegen, ob ich nicht den Führerschein einfach nach einem Jahr neumache, ohne MPU aber das kostet ja noch viel mehr.

Ich habe damals für meinen Führerschein 800Euro bei einer ganz kleinen Fahrschule gemacht. Bloß der alte Mann ist im Ruhestand und die Preislisten anderer Fahrschulen sind ja der pure Wucher.
Ausserdem wär ich natürlich froh, den Führerschein schon in 2-3 Monaten wieder zu haben...

Könntest du eine Vorbereitungs-Stelle in Stuttgart empfehlenn oder würdest du sagen, das ist auch gut ohne zu machen. Wie gesagt, mit dem Forum hier arbeiten und lernen und ohne "profi-Hilfe" zur MPU

samuel
07.04.2008, 00:43
Ohne die Geschichte ausführlich zu kennen, ist da schlecht was zu raten.

2/3 des MPU Gesprächs drehen sich um das Thema:

Warum passiert das nicht wieder?

Mach mal, dann sehen wir weiter.

Samuel

K.Putnik
07.04.2008, 12:23
Hallo!
Also ein paar Denkanstösse kann ich dir schonmal geben:

Einmal habe ich ein Parkendes Auto angefahren und bin abgehaun und einman einen Stromkasten. Es waren sozusagen keine "schlimmen" Sachen
Nein?! Das denkst du immernoch? Nachdem du jetzt, nach dem zweiten mal schon 4000€ geblecht hast denkst du das immernoch?

Eine Unfallflucht war eine Woche nach meiner Führerscheinprüfung, die ander nach zwei Jahren. Nach der zweiten bekam ich ein Aufbauseminar und Probezeit auf vier Jahre.
Bei der ersten haben sie noch gesagt: "Der lernt das Fahren schon noch, hat ja erst ne Woche seinen Schein. Und wenn er nochmal was anfährt, weiss er das er sich gleich zu melden hat."

Beim zweiten mal, als du gezeigt hast das du's immernoch nicht gelernt hast
und dein Auszug vom KBA auch nicht mehr so jungfräulich war, werden sie halt deutlicher.

Was meinst du wie die Strafe beim nächsten mal ausgesehen hätte?

Soviel dazu.

Jetzt denk mal über folgendes nach:

Da hatte der Vordermann auf einer Zweispurigen eine Vollbremsung reingehauen,
Das soll vorkommen, da sollte man immer damit rechnen. Lernt man schon in der Fahrschule, normalerweise...
ich wusste nicht wieso
...weil man sich doch drüber bewusst sein könnte, das der Vordermann was sehen könnte...
Dann hab ich den Blitzer gesehen.
...was man selber erst noch sehen wird!

Was lernt man schon in der Fahrschule um sich auf diese Situation einzustellen und genügend Zeit zum reagieren zu haben? Richtig! Man hält den Sicherheitsabstand ein!

Du hältst dich aber für schlauer und löst das Problem ganz anders:
bin auf die rechte gewechselt, hab gas gegeben und bin wieder links...
Merkst du wo das Problem liegt? Du tust das als Lapalien ab und suchst die Schuld immer bei andern, obwohl das nicht so ganz ohne ist, was du so treibst, und du durch eigenes Fehlverhalten solch gefährliche Situationen praktisch erzwingst!

DU hast keinen Abstand gehalten, deswegen konntest du nicht mehr bremsen und musstest rüber ziehen!

Was wenn da grad ne Mutter mit zwei Kindern gewesen wär, die du abdrängst? Oder willst du mir erzählen du hättest bei dem Mänöver noch in den Spiegel oder auch nur nach rechts schauen können?

Und egal wie man dir auf die Finger klopft, du lernst nicht dazu!

Das du dann, nach deiner Geschichte auch noch meinst mit Alkohol am Steuer anfangen zu müssen, setzt dem ganzen die Krone auf!

Es folgt immer demselbem Muster:
Ich war auf der Geburtstagsfeier meiner Schwester und hatte so ungefähr einen Prosecco und zwei Bier getrunken. Wir alle wollten danach noch 30km enfernt in eine Discothek fahren. Wir bestellten insgesamt 3 Taxis, weil keiner mehr fahren konnte/wollte. Doch dummerweise hatten wir uns verzählt und es war genau ein Platz zu wenig.
Sowas dummes auch, aber sowas soll vorkommen wenn man sich gut angeheitert versehentlich verzählt hat als man die Taxen geordert hat...

Man könnte sich jetzt auch noch ein Taxi rufen, da fahren von den anderen auch noch zwei mit, denen das ganze eh zu eng war.

Aber du hast wieder ne bessere Lösung:
Ich hatte zwar von vornherein ein ungutes Gefühl aber Entschloss mich kurzerhand einfach mit dem Auto nachzukommen weil ich ja nicht sooo viel getrunken hätte und ja viel gegessen hab etc....
Warum hattest du ein ungutes Gefühl? Weil du wusstest das es nicht in Ordnung ist!
Und wer ist Schuld wenn du erwischt wirst?
ich fahre einen alten, schwarzen BMW, was jetzt nicht unbedingt ein Auto ist, das die Polizei gern hat ;-) Ich war gut drauf, (war alleine im Auto) hatte laute Musik am laufen, und die Polizei, die aus der Seitenstraße rauswollte fand mich auf anhieb für eine Kontrolle gut.
Dein Auto?! Denk mal drüber nach!

Wenn du die MPU bestehen willst, solltest du einfach mal ergründen, wo du diese Art der Lebensbewältigung gelernt hast!

MfG

Punktesammler80
07.04.2008, 13:34
Hallo DerNeue!

Du hast vollkommen recht.
Dieses "alles als Lappalien abhandeln" zieht sich sozusagen durch mein ganzes Leben.
Ich weiß, dass ich oft verantwortungslos und gefährlich gehandelt habe.
Ich habe auch wirklich eingesehen, dass eine Unfallfluht eine unglaublich Charakterschwache Leistung ist und habe wirklich dazu gelernt.

Ich wollte jetzt auch meine Unfallflucht nicht bagatellisieren und kann wirklich bei Gott schwören, dass wenn ich (was glücklicherweise nicht passiert ist) jemanden verletzt hätte zu 100Prozent nicht abgehaun wäre.
Ich würde niemals irgendeine Person im stich lassen, der ich Schaden zugefügt habe.
Nach der ersten Unfallflucht musste ich, wiegesagt richtig blechen uund ich war stocksauer, wütend, verzweifelt. Musste mein damaliges Auto wieder verkaufen um den Schaden zu begleichen und ich habe für meinen Teil daraus gelernt.
Was natürlich auf keinen Fall glaubwürdig klingt, denn wie ihr ja wisst, habe ich 2 Jahre danach die gleiche Schei**e in grün abgezogen.

Ein Knackpunkt für mich war, als mir selbst jemand an das Auto gefahren ist. Die Person hatte mir einen Freundlichen Zettel hinterlassen. Ich bin kurz darauf in eine Werksatt und hab mir für eine verbogene Stoßstange ein Reperaturkostenvoranschlag über 700Euro ausstellen lassen.

Als ich dann den "Rempler" angerufen habe, hat mich dieser so sehr an meine eigene Situation erinnert, das ich keine Mark von ihm verlangt habe. Ich fand es einfach toll, dass der zu seinen Miesetaten steht und wollte ihn nicht abziehen.

Die verbeulte Stoßstange ist heute noch dran und stört mich erlichgesagt kaum.

Ich weiß auch, dass ein riesen Problem von mir ist, immer eine bessere Lösung für irgendetwas zu suchen. Dieses "rechts überholen" wurde von mir immer heruntergespielt und als abzocke dargestellt. Ich weiß dass das von mir ein Denkfehler ist weil ja die Regeln nicht umsonst da sind.

Ich sehe meine Fehler ein, ich weiß, dass nur ich dafür Verantwortlich bin und niemand anders. Ich weiß auch was alles hätte passieren können.

Ist es ein Fehler, das ich denke, das ich mein Verhalten und meine einstellung gegenüber dem Autofahren wirklich grundlegend geändert habe aber meine Vergehen trotzdem als "Jugendsünden" abstemple?
Ich habe andere und mich selbst gefährdet aber gottseidank ist niemand zu Schaden gekommen... Ich hatte wirklich sehr viel glück mit meinem verantwortungslosen Handeln so "sanft" ausgebremst worden zu sein.
Nicht auszudenken, wenn ich bei meiner letzten TF einen schweren Unfall gehabt hätte.
Ich hab mich sehr viel, mit meinen Vergehen beschäftigt und glaube wirklich, dass ich ohne noch einmal aufzufallen am Straßenverkehr teilnehmen könnte.
Ich werde nie wieder mit nur einem Tropfen in ein Auto steigen. Seit ich hier im Forum lese habe ich aber echte zweifel daran ob, und wie ich dem Prüfer eine glaubwürdige Änderung vermitteln kann.

K.Putnik
07.04.2008, 14:30
Ich habe auch wirklich eingesehen, dass eine Unfallfluht eine unglaublich Charakterschwache Leistung ist und habe wirklich dazu gelernt.
Naja, nimms mir echt nicht übel, wäre schön wenn dus nach der ausführlichen Erklärung auf Anhieb begriffen hättest...

Als du deinen ersten Post geschrieben hast, hattest du das anscheinend noch nicht ganz eingesehen!

Aber wenn bei dir keine Strafen helfen, muss es dir vielleicht einfach mal jemand vernünftig erklären denk ich mir...

Ist es ein Fehler, das ich denke, das ich mein Verhalten und meine einstellung gegenüber dem Autofahren wirklich grundlegend geändert habe aber meine Vergehen trotzdem als "Jugendsünden" abstemple?
Was hast du denn für Anhaltspunkte dafür das sich was geändert hat?
Lass mal hören!

Und wie kommst du auf "Jugendsünden"?! Wenn du dein 18 Lebensjahr vollendest hört der Staat auf dich als Jugendlichen zu behandeln.
Du wirst ab diesem Zeitpunkt für erwachsen gehalten.
Das angenehme an der Sache ist, das du somit eine Fahrerlaubnis erwerben kannst. Verantwortlich damit umgehen und damit zeigen das du auch erwachsen bist liegt bei dir, sonst verspielst du eben den Vertrauensvorschuss den der Staat dir entgegen gebracht hat...

Nicht auszudenken, wenn ich bei meiner letzten TF einen schweren Unfall gehabt hätte.
Ich hab mich sehr viel, mit meinen Vergehen beschäftigt und glaube wirklich, dass ich ohne noch einmal aufzufallen am Straßenverkehr teilnehmen könnte.
Ich werde nie wieder mit nur einem Tropfen in ein Auto steigen. Seit ich hier im Forum lese habe ich aber echte zweifel daran ob, und wie ich dem Prüfer eine glaubwürdige Änderung vermitteln kann.
Lass mal stecken, dein Problem ist echt nicht der Alkohol!
Bei einer BAK von 0,25? Nee, echt nicht!
Mögen mich die anderen hier steinigen, aber von deiner ganzen Liste, ist das die Schandtat, die ich für sich genommen, noch am ehesten als Lapalie bezeichnen würde...

Aber zur MPU musst du nicht deswegen, sondern wegen dem Gesamtbild das du ablieferst!

und glaube wirklich, dass ich ohne noch einmal aufzufallen am Straßenverkehr teilnehmen könnte.
So, du glaubst das wirklich? Gibt auch Leute die an Marsmännchen glauben, was bringt dich denn zu dieser Überzeugung?

Bei einer Verkehrs-MPU hast du das Problem, deine Verhaltensänderung zu belegen, wie bei Alkohol oder Drogen.
Da reicht es nicht zu sagen, das waren Jugendsünden, jetz weiss ichs besser!


Ein Knackpunkt für mich war, als mir selbst jemand an das Auto gefahren ist. Die Person hatte mir einen Freundlichen Zettel hinterlassen. Ich bin kurz darauf in eine Werksatt und hab mir für eine verbogene Stoßstange ein Reperaturkostenvoranschlag über 700Euro ausstellen lassen.

Als ich dann den "Rempler" angerufen habe, hat mich dieser so sehr an meine eigene Situation erinnert, das ich keine Mark von ihm verlangt habe. Ich fand es einfach toll, dass der zu seinen Miesetaten steht und wollte ihn nicht abziehen.

Ist ja sehr Nobel von dir, zieht sich das auch so durch dein Leben, das du dich selber immer zurück nimmst und ein schlechtes Gewissen hast, für dein gutes Recht einzutreten?
Stauen sich vielleicht deswegen bei dir Aggressionen an die du auf der Autobahn entlädst?

Ist echt nicht bös gemeint, wenn ich dich hier so zerpflücke, muss aber sein...

Spätestens wenn du dein positives GA hast weißt dus zu schätzen!

MfG

Punktesammler80
07.04.2008, 21:24
Nein, ich nehm das nicht falsch auf, hier zerpflückt zu werden...
Ganz im Gegenteil! Man kann sich doch hier nur gegenseitig helfen, wenn man absolut ehrlich zueinander ist. Ich denke, nur so komme ich (man) auf einen anderen Weg.


Was sind denn die "wahren" inneren oder äusseren Gründe, die mich zu einer Unfallflucht verleitet haben? Wie kann ich diese entdecken und mich damit auseinandersetzen? Ich kann mir ja jetzt selbst noch nicht erklären, warum es mir da immer so die Sicherung rausgehaun hat.

Ich denke nur, dass ich es nie wieder machen würde - einfach aus Angst vor den Konsequenzen, die ich ja schon zweimal getragen habe.

Wie komm ich denn auf den wahren Ursprung für mein schräges "Gesamtbild".

Punktesammler80
07.04.2008, 21:30
Leider habe ich es heute nicht geschafft mir den Fragebogen vorzunehmen.
Ich dachte, das sei in eineinhalb Stunden Mittagspause zu machen aber das ist ja mal gar nichtdrin ;-) Bin lediglich dazu gekommen ihn durchzulesen und mir ein paar Gedanken zu machen...
Werde mich aber so bald wie möglich ransetzen.
Grüße

K.Putnik
07.04.2008, 22:48
Was sind denn die "wahren" inneren oder äusseren Gründe, die mich zu einer Unfallflucht verleitet haben? Wie kann ich diese entdecken und mich damit auseinandersetzen? Ich kann mir ja jetzt selbst noch nicht erklären, warum es mir da immer so die Sicherung rausgehaun hat.
Die Frage musst du eben selbst beantworten, das kann und wird dir niemand abnehmen.

Du musst halt mal in deiner Kindheit oder Jugend graben!
Was für Ereignisse in deinem Leben haben deine Persönlichkeit geprägt?
Hast du schon immer Scheiss gemacht, weil dir die Konsequenzen egal waren?
Warum sind dir die Konsequenzen so egal?
Da musst du ne Antwort drauf finden!

Ich denke nur, dass ich es nie wieder machen würde - einfach aus Angst vor den Konsequenzen, die ich ja schon zweimal getragen habe.
Die Angst vor den Konsequenzen reicht für eine positive MPU nicht aus!
Das du dich jetzt an die geltenden Vorschriften halten willst muss aus tiefster innerster Überzeugung kommen, zumindest musst du das so verkaufen...

Und was dich zu dieser Überzeugung gebracht hat musst du bei der MPU ausführlichst erklären können!

Ich dachte, das sei in eineinhalb Stunden Mittagspause zu machen aber das ist ja mal gar nichtdrin
Nee, wirklich net!

Bin lediglich dazu gekommen ihn durchzulesen und mir ein paar Gedanken zu machen...
Ist doch schon ein Anfang, allein dafür solltest du dir schon ein paar Tage Zeit nehmen, bevor du überhaupt die erste Zeile schreibst...

MfG

samuel
07.04.2008, 23:34
Deine Unfallfluchten als charakterlichen Mangel darzustellen ist ein ganz dünnes Brett.

Die Gutachter wissen aus der Statistik, dass 99% aller Unfallfluchten dazu dienen, ein weit schwerwiegenderes Vergehen zu vertuschen.

Zitat Pima Infoabend:
In meiner 30 jährigen Gutachterzeit hatte ich nur eine wirkliche Fahrerflucht.
Da hatte einer seinen kleinen Bruder ertrinken lassen, weil er sich nciht ins Wasser getraut hat. Den haben wir dann auf Therapie geschickt.

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Welches Trauma willst Du Dir therapieren lassen?

Samuel