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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brauche dirngend Hilfe: bald MPU!!


Dani83
08.04.2008, 20:42
Hallo,
ich muss am 24.04. zur MPU wegen Verkehrsverstößen. Habe mir schon einige Bücher gekauft, aber da ist nicht so viel für meinen Fall drin. Ich habe das alles sorgfältig durchgearbeitet und den Fragebogen einmal ausgefüllt. Alles entspricht völlig der Wahrheit. Ich möchte in der MPU nicht lügen, es nicht mal versuchen. Das bringt einfach nichts, da verhaspel ich mich nachher bei einer Kontrollfrage. Könntet ihr den Fragebogen einmal durchsehen und mir da noch ein paar Tipps geben. Vielen Dank im voraus!!!!

Dani83

Warum sind Sie hier?
Mir ist der Führerschein entzogen worden, weil ich aufgrund von Verkehrsdelikten zu viele Punkte in Flensburg angesammelt habe.


Wie viele Verstöße hatten sie?
4

Was waren das für Verstöße?
13.12.2003, 22.35 Uhr Rotlichtverstoß 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
An dem Abend bin ich mit einem Freund zu einer Imbissbude gefahren, um etwas zu Essen zu holen. Auf dem Rückweg haben wir uns unterhalten und ich habe mich nicht auf den Verkehr konzentriert. Ich bin dann über die Ampel gefahren, als diese gerade auf Rot umsprang. Ich hatte auf der Kreuzung einen Zusammenstoß mit einem anderen Auto. Ich war total wütend, weil ich dem anderen die Schuld gegeben habe. Ich habe immer erst mal den anderen die Schuld gegeben.

03.03.2004, 16.59 Uhr Geschwindigkeitsüberschreitung, 29 kmh 3 Punkte
Das war der erste schöne Tag im Jahr. Ich hatte mir gerade neue Reifen aufziehen lassen und bin da in einen Testrausch geraten.

27.04.2006,8.22 Uhr Vohrfahrtsverstoß 3 Punkte
An dem Morgen war ich total erkältet, war auch krank geschrieben. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, dass meine Mutter, die ich sonst immer mit dem Auto mitgenommen habe, mit dem Bus fahren musste. Dann habe ich sie doch in die Arbeit gefahren. Auf dem Rückweg wollte ich nur noch schnell wieder in mein Bett. Beim Auffahren auf die Autobahn habe ich den Laster zwar gesehen, habe mich aber nicht versichert, dass der LKW-Fahrer mich sieht und in die Lücke fahren lässt. Der LKW hat mich dann leicht gestreift. Der LKW-Fahrer wollte weiterfahren, weil er keinen Schaden hatte. Ich habe aber wieder mal gedacht, dass er Schuld gewesen sei und habe selbst die Polizei gerufen.

15.02.2007, 6.55 Uhr Geschwindigkeitsüberschreitung, Überfahren der Fahrstreifenbegrenzung 4 Punkte
Ich bin an dem Tag zu spät aufgestanden und hatte es eilig, in die Arbeit zu kommen. Mein Chef ist sehr launisch und ich hatte Angst, dass er den ganzen Tag seine schlechte Laune an mir auslässt, wenn ich zu spät komme.
Ich habe überhaupt nicht gesehen, dass die Polizei mich verfolgt hat, zumal sie in einem Zivilfahrzeug fuhr. Ich war in völliger Panik.

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Bei dem Rotlichtverstoß hätten sich alle Unfallbeteiligten bei einer etwas höheren Geschwindigkeit verletzen können. Zum Glück hat es sich nur um einen Blechschaden gehandelt.
Bei der Vorfahrtsmissachtung hätte der LKW-Fahrer ausweichen und dadurch andere Verkehrsteilnehmer gefährden können. Da hätte auch ein großer Unfall entstehen können. Bei einem anderen Winkel hätte der LKW mich getroffen. Das hätte ich möglicherweise ich oder nur schwer verletzt überlebt.
Bei den Geschwindigkeitsfahrten hätte ich, wenn z. B. ein Kind auf die Fahrbahn gelaufen wäre, das die Verkehrsregeln ja noch nicht kennt, nicht rechtzeitig bremsen können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Dass sich alle an die Regeln und Gesetze halten. Gegenseitige Rücksichtsnahme und möglichst korrektes Verhalten der Verkehrsteilnehmer untereinander. Schutz des jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmers. Es ist besser, miteinander als gegeneinander zu handeln.

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Ich war in den jeweiligen Situationen unachtsam, habe Situationen falsch eingeschätzt. Zu dem Zeitpunkt waren Regeln und Vorgaben für mich eher ein rotes Tuch. Habe immer gedacht, dass da keine Konsequenzen folgen, habe mir über die Folgen keine Gedanken gemacht.


Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
In der jeweiligen Situation habe ich gedacht, mich wird schon keiner erwischen. Habe die Verstöße bagatellisiert. Es ist ja nie etwas für mich schlimmes geschehen.
Das erste Auto hatte einen Totalschaden. Da hat mir meine Mutter ein neues Auto gekauft. Da bin ich sogar noch belohnt worden. Die Strafen hat meine Mutter auch bezahlt. Das war alles bestens für mich geregelt.

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
Ich kann nicht sagen, dass die Delikte immer in einer gleichen Gefühlslage zustande gekommen sind.
Bei der einen Geschwindigkeitsüberschreitung hatte ich Panik, zu spät zur Arbeit zu kommen, bei der anderen hatte ich gute Laune.
Beim Rotlichtverstoß hatte ich gute Laune und stand nicht unter Zeitdruck.
Bei dem Vorfahrtsverstoß war ich wegen der Erkrankung erschöpft, mir ging es einfach schlecht.


Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Ich habe damals noch bei meiner Mutter gewohnt. Sie hat mich alleine großgezogen und hat mich total eingeengt. Sie hat mich überwacht, ausgefragt und auch ausspioniert. Sie hat mir ständig gesagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Aber sie hat auch alles für mich erledigt, alle Strafen bezahlt, alle unangenehmen Dinge geregelt. Sie hat mich überhaupt nicht selbstständig werden lassen. Da war das Auto mein Herrschaftsbereich/mein Ventil. Wenn ich gefahren bin, konnte ich meiner Meinung nach endlich machen, was ich wollte. An die Verkehrsregeln habe ich mich dann eben nicht immer gehalten, weil: Regeln hatte ich ja schon genug zu Hause. Und wenn ich einen Unfall hatte oder eine Strafe zu zahlen hatte, hat das meine Mutter geregelt. Ich habe keine oder nur sehr wenig Konsequenzen gespürt. Ich habe mir über mein Verhalten gar keine Gedanken gemacht, habe mich immer nur geärgert, wenn ein unangenehmes Schreiben kam. Bei meinen Freunden habe ich auch immer den Coolen gespielt, mit keinem über ein Problem meinerseits gesprochen. Bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich ein Problem habe. Das eigentliche Problem habe ich erst nach langen Gesprächen mit meiner Mutter, meiner Freundin und einem guten Freund erkannt. Ein Bekannter meines Schwagers ist Psychologe. Mit dem habe ich mich getroffen und über alles lange gesprochen. Der hat mir viel geholfen.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Ich bin recht risikofreudig und teilweise rücksichtslos gefahren. Habe mir keine Gedanken über meine Fahrweise und deren Folge gemacht.

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Ich war stinksauer und den Polizeibeamten gegenüber unfreundlich.


Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Die Schreiben habe ich - teilweise ungeöffnet - weggelegt. Ich wollte mich nicht damit beschäftigen, mich nicht mit meinem Fehlverhalten konfrontieren. Wie gesagt, wurde immer alles für mich geregelt.


Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?
Wenn etwas passiert war, bin ich vorsichtiger gefahren. Ich habe mir schon vorgenommen, dass ich mich anders verhalte, wollte mich strikt an die Regeln halten. Das hat aber nicht immer geklappt.


Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Weil ich damals mein Problem noch nicht erkannt hatte und die Ursache für mein Verhalten noch vorhanden war.


Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Nein! Ausschlaggebend war meine persönliche Grundsituation.


Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?

Bei meinen Freunden habe ich das ja immer so dargestellt, als ob die anderen Schuld waren oder habe die Situation heruntergespielt. Meine Mutter ist nicht gerne mit mir Auto gefahren. Ich habe aber, wenn etwas passiert ist, auch nie einen „Abriss“ bekommen, sondern bin bemitleidet worden.

Wieso passiert es nicht wieder?

Wichtig ist, dass ich mein Problem erkannt habe und die damalige Grundsituation nicht mehr vorhanden ist. Ich bin im August 2007 zu Hause ausgezogen, habe seit letztem Sommer eine feste Beziehung. Ich habe gelernt, mich zu öffnen und über Probleme zu sprechen, in erster Linie mit meiner Freundin, aber auch mit meinen Freunden. Das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich sehr verbessert, wir gehen ganz anders miteinander um. Wir haben über vieles gesprochen, über ihr Verhalten und über meins. Nachdem mir der Führerschein entzogen wurde, haben wir uns lange darüber unterhalten, warum ich mich im Straßenverkehr so unangemessen verhalten habe. Das Ergebnis lag dann schließlich auf der Hand. Meine Mutter ist schwer an Krebs erkrankt und jetzt haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Jetzt trage ich die Verantwortung nicht nur für mich, sondern zum Teil auch für meine Mutter. Ich bin viel ruhiger und gelassener geworden. Ich kümmere mich um meine Angelegenheiten selbst. Negative Schreiben lege ich nicht mehr beiseite, sondern stelle mich der Sache und regle das selbst. Ich hätte meinen Führerschein schon im Oktober 2007 wieder haben können. Aber das war gar nicht mehr so wichtig für mich, weil ich dieses Ventil nicht mehr brauche. Insgesamt bin ich selbstständig und verantwortungsbewusst geworden.
Mein Leben hat sich grundlegend geändert!

Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?

Es gibt keinen konkreten Anlass. Mein Umdenken ist das Ergebnis eines Prozesses, der sich aus den gerade beschriebenen Veränderungen in meinem Leben entwickelt hat.


Der zweite teil folgt.

Dani83
08.04.2008, 20:44
Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Ich bin offener und rede jetzt über meine Probleme. Ich bin in der Lage, Gefühle zu zeigen und darüber zu reden. Früher hat sich das eher in mir angestaut. Ich bin selbstständig und stelle mich meinen Problemen. Ich packe mein Leben an und warte nicht darauf, dass es jemand für mich regelt.


Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Meine Freundin, mit der ich zusammen lebe, hilft mir emotional und in Gesprächen. Meine Mutter unterstützt mich auch, indem sie sich zurückzieht und mich mein Leben leben lässt. Mein bester Freund hilft mir auch.


Wie empfinden sie diese Änderungen?

Ich bin stolz auf mich, dass ich mein Leben alleine meistern kann, dass alles gut klappt. Es ist erleichternd, sich Menschen emotional öffnen zu können und über seine Probleme zu sprechen.


Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Durchweg positiv.


Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Nein!


Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Mir ist klar, dass ich Verantwortung für andere Verkehrsteilnehmer und für mich trage. Die Verantwortung kann mir keiner abnehmen. Ich habe mich damit auseinandergesetzt, was bei den Unfällen hätte passieren können. Dieses Verantwortungsgefühl ist neu und auch die Einstellung zu meinem Auto.
Ich sehe mein Fahrzeug jetzt als das an, was es ist. Ein Gegenstand, mit dem ich vorschriftsmäßig von A nach B komme. Es stellt für mich nicht mehr die “Freiheit” bzw. ein Ventil dar.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Mich einfach ohne Wenn und Aber an die Verkehrsregeln halten, rücksichtsvoll und vorsichtig fahren. Wenn ein Problem auftaucht, sofort mit jemandem darüber reden und eine Lösung suchen. Sollte ich morgens noch einmal unter Zeitdruck geraten, werde ich unterwegs anhalten und meinen Chef darüber informieren, dass ich später komme. Das kann jedem mal passieren.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Meine Lebenssituation ist sehr stabil und hat sich ja grundsätzlich geändert. Ich kann mir momentan keine Umstände vorstellen, die meinen Vorsätze zum scheitern bringen könnten.


Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Gemeinsam mit Familie und Freunden die Situation oder das Problem analysieren und es beheben.

samuel
08.04.2008, 23:43
Wie viele Verstöße hatten sie?
4

Du bist 4 mal erwischt wurden, aber doch nicht jedes mal, also wie oft hast Du Mist gebaut, ohne das es aufgefallen ist?

Fahrerlaubnisjahre x Nutzungstage im Jahr X Verstöße pro Fahrt = XXXXXXXXX

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Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
Ich kann nicht sagen, dass die Delikte immer in einer gleichen Gefühlslage zustande gekommen sind.
Bei der einen Geschwindigkeitsüberschreitung hatte ich Panik, zu spät zur Arbeit zu kommen, bei der anderen hatte ich gute Laune.
Beim Rotlichtverstoß hatte ich gute Laune und stand nicht unter Zeitdruck.
Bei dem Vorfahrtsverstoß war ich wegen der Erkrankung erschöpft, mir ging es einfach schlecht.

Das macht es nicht einfacher. Die Gutachter mögen lieber ein klares Muster, das läßt sich dann auch einfacher bearbeiten. Zu viele Varianten bieten eine große Angriffsfläche.
Also erstmal solltest Du mit Dir selber klären, ob Du einen Preis für die Wahrheit bekommen willst oder Deinen Schein wieder haben und dann etwas verschlanken und das Verschlankte 3x täglich üben. Dann ist das auch nicht mehr so wild, mit dem Lampenfieber.

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Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?

Es gibt keinen konkreten Anlass. Mein Umdenken ist das Ergebnis eines Prozesses, der sich aus den gerade beschriebenen Veränderungen in meinem Leben entwickelt hat.

Wie wärs mit Kinderwunsch?
Mußt es ja nicht sofort ausbrüten, aber der Gerdanke, daß eine Welt ohne Hirnies, mit nem schnellen Wagen, auch seinen Reiz hat, ist doch in dem Zusammenhang nicht ganz abwegig?

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Alles in Allem nicht schlecht.
Die Änderung wirkt ein wenig blutleer. Da ist nicht ein konkretes Beispiel bei, wie Du Dich jetzt um Dich selber kümmerst.

Muß nichts Weltbewegendes sein.
Immer gern genommen als Änderungsbeispiel: Wie der Müll vom Mülleimer in die Tonne kommt.

Früher Mutti
Heute: ...............(Freundin) ps: kleiner Scherz

Samuel

Dani83
09.04.2008, 00:26
Vielen Dank für die schnelle Antwort/Prüfung.

Natürlich bin ich nicht immer korrekt gefahren. Aber das rechnet sich der Gutachter auch hoch.

Bei der Gefühlslage wirds schwierig, weil das so völlig unterschiedliche Situationen waren. Ich bin ja nicht immer nach einem Streit ab ins Auto und Anmok gefahren. Da muss ich noch mal drüber brüten.

Wenn das soweit schlüssig und o. k. ist, dann bin ich ja schon mal ein wenig ruhiger.

Gruß

Dani83

samuel
09.04.2008, 00:46
Natürlich bin ich nicht immer korrekt gefahren. Aber das rechnet sich der Gutachter auch hoch.

Das ist nicht Dein Kumpel!
Wenn Du nicht in der Lage bist, realistische Angaben zu machen, dann läufst Du weiter. Die Sippe hat keine Hemmungen 2 oder mehrfach von Dir Geld für die MPU zu nehmen.

Samuel

the-lost-son
09.04.2008, 14:34
Natürlich bin ich nicht immer korrekt gefahren. Aber das rechnet sich der Gutachter auch hoch.

Das ist nicht Dein Kumpel!
Wenn Du nicht in der Lage bist, realistische Angaben zu machen, dann läufst Du weiter. Die Sippe hat keine Hemmungen 2 oder mehrfach von Dir Geld für die MPU zu nehmen.

Samuel

RICHITG DER IST AUF KEIN FALL DEIN KUMPEL !!! bei mir fing er plotzlich an mich anzuschreien....ich dachte der spinnt , aber er wollte sehen ob ich aussflipe, was ich natrulich nicht gemacht habe, der wollte mich nur testen.......

Dani83
09.04.2008, 18:00
In meiner Akte bzw, dem KBA-Auszug befinden sich nur diese Verstöße. Geblitzt worden bin ich im Laufe der Zeit ca. 6 mal, allerdings war ich da noch im Verwarngeldbereich. Das Auto gehörte aber nicht mir. Somit stehen die Verwarngelder etc. da nicht drin, wenn die überhaupt in einer Akte landen. Akteneinsicht kann ich nicht mehr nehmen, liegt schon bei der MPU GmbH. Die Unterlagen von den Verwarngeldern habe ich nicht mehr. Habe ja nicht erwartet, dass ich sie noch mal brauche bzw. so eine "steile Karriere lande". D. h., ich kann dem Gutachter nur sagen, dass die 4 bekannten Verstöße natürlich nicht die einzigen waren und dass ich damals öfters die zulässige Geschwindigkeit überschritten habe, kann aber keine konkrete Zahl liefern. Allerdings möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass ich ein notorischer Raser war oder gar noch aggressiv. Da mache ich nachher noch das falsche Fass auf. Was soll ich also sagen? Habt ihr vielleicht auch einen Tipp bei der Frage nach der einheitlichen Gefühlslage bei den Delikten? Mir fällt da nicht so richtig was ein. Ich könnte höchstens sagen, dass ich immer irgendwie unter einem inneren Druck stand, total unausgeglichen und das Gefühl hatte, mir und anderen beweisen zu müssen, dass ich die jeweilige Situation mal eben so mit links meistern kann.

Dani83

Dani83
09.04.2008, 18:49
Also, habe das mal durchgerechnet. Habe bestimmt 1 bis 2 mal im Monat die Geschwindigkeit überschritten. Bei 50 Fahrmonaten ergibt das 50 bis 100 Verstöße (OH je!!). Ist das eine Zahl, mit der der Gutachter leben kann? Realistisch ist es aus meiner Sicht.

Dani83

samuel
09.04.2008, 23:36
Also, habe das mal durchgerechnet. Habe bestimmt 1 bis 2 mal im Monat die Geschwindigkeit überschritten. Bei 50 Fahrmonaten ergibt das 50 bis 100 Verstöße (OH je!!). Ist das eine Zahl, mit der der Gutachter leben kann? Realistisch ist es aus meiner Sicht.

Dani83

Hundert Verstöße schaff ich im viertel Jahr und ich hab keinen Punkt seit 10 Jahren. Das dürfte wohl deutlich zu niedrig angesetzt sein.

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dass ich ein notorischer Raser war oder gar noch aggressiv. Da mache ich nachher noch das falsche Fass auf.

Erst mal mußt Du begreifen, daß die Beweisaufnahme schon längst abgeschlossen ist. Du bist bereits als notorischer Raser und sonstwas erkannt worden. Es ist nur die Frage, ob Du das auch schon begriffen hast oder ob Du noch so tust, als wär das alles nicht so wild.

Kannst Du Deine Handlungsweise realistisch einschätzen?

Samuel

Dani83
10.04.2008, 00:25
Hundert Verstöße schaff ich im viertel Jahr und ich hab keinen Punkt seit 10 Jahren. Das dürfte wohl deutlich zu niedrig angesetzt sein.

Hui, das bedeutet ja, dass du jeden Tag zu schnell fährst oder was auch immer tust.
Da muss ich noch mal in mich gehen, ob ich mich da wirklich realistisch eingeschätzt habe.

Dani83

samuel
10.04.2008, 00:32
Ich halt mich außerhalb der Punkteränge und meide verminte Ampeln. Ich schau, daß ich im Verkehr mitschwimme und kein Hindernis darstelle. Trotzdem ist mir klar, das auch dieses Verhalten Verkehrsverstöße darstellt.

Samuel

Fireblader576
10.04.2008, 00:37
Da muss ich noch mal in mich gehen, ob ich mich da wirklich realistisch eingeschätzt habe.

Dani83

Das war - auf Nachfragen - meine Antwort bei der Zahl der Verkehrsverstösse ;)

Zitat:
Wenn ich davon ausgeh‘, dass ich von 365 Tagen pro Jahr etwa 300 / Jahr gefahren bin und davon ausgeh, dass ich pro Tag ca 3-5 Verstösse hatte, dann kommen wir auf rund 1.500 Verstösse pro Jahr und somit auf 7 Jahre gerechnet rd. 11.000 Verstösse, wobei „nur“ 15 in der FS-Akte aktenkundig sind.
Von den 11.000 Verstössen, sind wahrscheinlich – ohne genau zu wissen rd. Wahrscheinlich etwa 1.000 Verstösse gg. Park- oder Haltverbotsregeln. Verstösse gg. die Anschnallpflicht kommen wahrscheinlich auf rd. 1/3 der Verstösse. Von 2005 an, als ich die FE für Lkw hatte, bin ich nicht mehr unangeschnallt gefahren, da ich begriffen hab, dass ich mangels Knautschzone ohne Gurt wenig bis keine Chance hab, bei einem Unfall, bei dem das Führerhaus mit betroffen ist, zu überleben.
Die restl. rd. 6.000 Verstösse sind bleiben dann übrig für Geschwindigkeitsverstösse, Überholen im Überholverbot.
Zitat Ende

Der Fireblader

Dani83
10.04.2008, 00:40
Na, bin ja sozusagen noch Fahranfänger. Da muss ich noch einiges lernen. Im Prinzip ist es ja schon so, dass bereits 1kmh zu viel einen Verstoß bedeutet und somit bin ich dann auch täglich nicht vorschriftsmäßig gefahren (aber der Gutachter bestimmt auch nicht!!). Na gut, dann gebe ich dem Gutachter entprechendes Futter. Wenn ich das hinter mir habe, muss ich erst mal zur Kur.

Dani83

K.Putnik
10.04.2008, 00:45
Hundert Verstöße schaff ich im viertel Jahr und ich hab keinen Punkt seit 10 Jahren. Das dürfte wohl deutlich zu niedrig angesetzt sein.

Hui, das bedeutet ja, dass du jeden Tag zu schnell fährst oder was auch immer tust.
Er muss nicht mal jeden Tag zu schnell fahren!

Du solltest nämlich folgendes wissen:

Fährst du zu schnell und biegst in eine andere Strasse ab und fährst dort wieder zu schnell, begehst du schon zwei Verstösse, weil du dich zweimal dafür entscheiden musst!!!

Als ich noch jeden Tag viel gefahren bin, hab ich also locker 100 Verstösse pro Woche begangen...damit hab ich in 6 Jahren auch grade mal einen läppischen Punkt geschafft! :D Macht also grob uberschlagen so 30.000 Verstösse...

MfG

Dani83
10.04.2008, 00:51
Ihr habt ja Recht. Aber das muss man erst mal realisieren. Gut, dass ich mich hier angemeldet habe. Da hätte ich wohl schon bei der ersten Frage viel Spaß mit dem Gutachter gehabt.

Dani83

Dani83
24.04.2008, 17:37
Hallo!

Habe heute meine MPU bestanden. Hurra!! Das Gespräch mit dem Gutachter verlief sehr gut. Hatte mir noch so ein paar Sachen überlegt, die ich sagen wollte, die allerdings nicht stimmten. Habe ich dann doch weggelassen. War auch besser so. Da hätte ich mich nur in Widersprüche verwickelt. Der Gutachter hat immer wieder nachgehakt. Man darf manchmal nicht zu schnell antworten. Erst mal kurz überlegen, wenn man die Antwort nicht sofort parat hat. Man kann ruhig auch mal sagen: Na, da muss ich erst mal kurz nachdenken. Ist vielleicht sogar glaubhafter, als wenn mal alles wie auswendig gelernt sofort 'rausschießt. Das Wichtigste ist wirklich, dass man sein Problem erkannt hat und glaubhaft machen kann, dass es gefestigte Änderungen im Denken und Verhalten gibt. Nach dem Gespräch hat mich der Gutachter auf eine Zigarette 'rausgeschickt und mir dann gesagt, ich hätte mein Problem erkannt und glaubhaft gemacht, dass ich mich künftig anders im Straßenverkehr verhalten werde. Nix von verkehrspsychologischem Kurs gesagt. Ich gehe also davon aus, dass es das nun war. War ja insgesamt auch teuer genug.
VIELEN DANK AN DIESES FORUM!!!! Ohne die Tipps - danke Samuel!! - und die Möglichkeiten, sich hier vorzubereiten, hätte ich das nicht geschafft.
Jedem, der das noch vor sich hat, kann ich nur empfehlen, sich intensiv mit der Sache auseinander zu setzen und vorzubereiten.
Jetzt wird erst mal gefeiert!

Dani83

hausmann
24.04.2008, 17:38
glückwunsch

nokia
24.04.2008, 17:40
Na herzlichen Glückwunsch und nicht vergessen warum Du Mpu machen musstest !

Florist
24.04.2008, 17:46
Gratuliere !!!