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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : habe auch fragen zur MPU


maxlpapi
10.06.2008, 20:48
Hallo, MPU (Fangemeinde)

habe auch noch ein paar fragen zur MPU

1, wird bei mir auch Blut gezapft,
2, ist es in Ordnung, wenn ich vor der Untersuchung noch kurz nen Red Bull
zur Konzentrationssteigerung konsumiere (Bluttest)
3, sollte ich in den verbleibenden Wochen bis zur MPU noch freiwillig in
Theoriekurse einer Fahrschule gehen, um meine guten Besserungsabsichten
zu zeigen?
4, muss ich die Alk Fragen in den Fragebögen beantworten?
5, Sollte gutachten positiv sein, muss ich es der FS Stelle geben oder nur
herzeigen und wieder mitnehmen, (kann ja sein, das ich dem Psychologen
ein paar dinge erzähle, die die FS Stelle und somit meinen Akten absolut
nichts angehen.)

Nun zur Geschichte:

bin letztes Jahr in eine vorfahrtsberechtigte Strasse eingebogen und hab einen anderen behindert. Der musste laut seiner eigenen Aussage vor Gericht stark abbremsen und blieb (warum weis der Himmel) stehen. Da fuhr ihm einer mit überhöhter Geschwindigkeit (ebenfalls laut Gutacher) hinten drauf. (Orginaltext Gutachter: Der Unfall wäre vermeidbar gewesen wenn.....) Blöd nur, dass ich von dem Unfall nichts mitbekommen hab (weil ich abgelenkt war ,gepennt habe Radio laut, Telefon geklingelt, u.s.w. ~z~ also selber schuld) und weitergefahren bin.

Das ergibt: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, in Tatmehrheit mit fahrlässiger Körperverletzung.

Die Behörde darf vor Ablauf von 4 Monaten................

3 Monate vorher brav wieder beantragt, in 7 Wochen läuft die Frist aus, und nun habe ich das Schreiben der Behörde zur MPU bekommen. Ist halt ein bischen Knapp die Frist.

Pol. Führungszeugnis: Kein Eintrag
Punktekonto In Flensburg: Kein Eintrag
Parkticketüberwachung :D Kein Eintrag

Ach ja, Nix Alkohol (wurde aber zu hause auch nur mit hauchen Sie mich mal an getestet).

Anfrage bei FS Stelle, warum PMU wenn doch sonst nirgends was Steht
Antwort: Ist halt Vorschrift bei 2 Straftaten:

Hoffe nix vergessen zu haben, ansonsten einfach Fragen;) ;)

Say
10.06.2008, 20:54
Ich frag mich da gerade was

Das ergibt: Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, in Tatmehrheit mit fahrlässiger Körperverletzung.


Wenn du nicht in den Unfall verwickelt warst ... wie kann man dir das dann vorwerfen?

K.Putnik
10.06.2008, 21:25
Tjaaaaaaa, also ich bin absolut juristischer Leihe, aber ich hab da mal was von Ursache-Wirkung-Prinzip (oder wie auch immer) gehört.

Ich denke, aber das ist nur mein erster Eindruck als Laie, ohne irgendwelche Quellen gesucht zu haben:

Wärst du dem gleich in die Seite gebrettert, wäre das Tateinheit gewesen und du müsstest jetzt nicht zur MPU.

Dir legen sie aber zwei Sachen zur Last nämlich Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, in Tatmehrheit mit fahrlässiger Körperverletzung.

Durch die Behinderung provozierst du einen Unfall. Dabei wird jemand verletzt.
Wenn du nicht die Vorfahrt genommen hättest, wäre der andere trotz überhöhter Geschwindigkeit nicht drauf gefahren, deswegen geht das trotzdem auf deine Kappe. Ursache-Wirkung.

Aber sowas nicht mitbekommen haben zu wollen, wirft schon Fragen auf...:?
Damit will ich dir nix unterstellen, der GA bei der MPU wirds aber tun.

Ach ja, Nix Alkohol (wurde aber zu hause auch nur mit hauchen Sie mich mal an getestet).Damit bekommst du auch keine Alkoholfragestellung. Allerdings könnte mal beiläufig nach deinem Trinkverhalten gefragt werden, gib nicht mehr als 3 Bier 1-2 mal im Monat an, dann wird das kein Thema.

1, wird bei mir auch Blut gezapft,Nein, wenn du keinen Blödsinn erzählst der das nötig macht...

2, ist es in Ordnung, wenn ich vor der Untersuchung noch kurz nen Red Bull
zur Konzentrationssteigerung konsumiere (Bluttest)Nur mal so zur Info, mit Amphetaminen hat das Zeug nix zu tun. Wenn du's brauchst, gründlich vorbereiten solltest du dich aber trotzdem!

3, sollte ich in den verbleibenden Wochen bis zur MPU noch freiwillig in
Theoriekurse einer Fahrschule gehen, um meine guten Besserungsabsichten
zu zeigen?Es macht sich immer gut wenn du Bescheinigungen über sowas mitbringen kannst.

4, muss ich die Alk Fragen in den Fragebögen beantworten?Nee, und die meisten Fragen im Punktefragebogen passen für deinen Fall nicht wirklich.

Also fangen wir erstmal nur mit 3 Fragen an:

1.Was ist passiert?
2.Warum ist es passiert?
3.Warum passiert das nicht wieder?

5, Sollte gutachten positiv sein, muss ich es der FS Stelle geben oder nur
herzeigen und wieder mitnehmen, (kann ja sein, das ich dem Psychologen
ein paar dinge erzähle, die die FS Stelle und somit meinen Akten absolut
nichts angehen.)Ja, das hättest du wohl gern... :p

Du darfst dich schonmal damit anfreunden das dieses GA dann die nächsten 10 Jahre in deiner Akte schlummert. Die müssen doch bei erneuter Auffälligkeit mal nachlesen können was du so erzählt hast...also wennns negativ sein sollte, sorgst du lieber dafür das es nicht dort landet!

MfG

Say
10.06.2008, 21:32
Ich hab´s mal nachgeschaut .... gesetzlich ist es wirklich berechtigt

Jeder, dessen Verhalten irgendwie zu einem Unfall beigetragen haben kann, ist verpflichtet, nach einem Verkehrsunfall mit Fremdschaden an der Unfallstelle zu warten, um insbesondere dem Geschädigten, die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung zu ermöglichen.

Wie wird man wegen Unfallflucht bestraft?
Wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort wird bestraft, wer zur Verursachung eines Unfalls beigetragen haben kann und wer trotzdem die Unfallstelle vor Ablauf der Wartefrist verlässt. Bestraft wird auch derjenige, der die Unfallstelle nach Ablauf der Wartefrist oder berechtigterweise verlässt, wenn er den Unfall nicht unverzüglich der Polizei oder dem Geschädigten meldet. Üblicherweise wird eine erhebliche Geldstrafe verhängt. Hinzu kommen 7 Punkte in der Verkehrszentralkartei und Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens 6 Monate.

maxlpapi
10.06.2008, 21:51
weiss schon, dass ich es normalerweise mitbekommen hätte müssen, aber wie gesagt (geschrieben) war total abgelenkt und hab auf alles andere aufgepasst, nur nicht auf die Strasse bzw. den Verkehr. Hab den FS schon letztes Jahr im Okt. abgeben müssen, im April war die Verhandlung und als der Richter 4 Monate sagte (ich schnell taschenrechner gezückt, Okt bis April sind 6 Monate, Richter sagt 4 Monate, Anwalt hat gesagt, die Zeit, die der FS bis zur Gerichtsverhandlung sichergestellt wird, wird Ihnen angerechnet). Also ich Jippie, 4 Monate, 6 habt ihr ihn schon, macht - 2 aber als treuer Staatsbüger Ihr gebt mit meinen Lappen wieder und ich sehe großzügig über die 2 Monate weg. Das Grinsen des Richters hättet ihr sehen sollen, als der mir sagte, ich solle mir das in aller Ruhe nochmals mit meinem Anwalt besprechen.

Aber ob das für die 3 Frage (warum nie wieder) reicht, bezweifle ich.

Ansonsten habe ich die 3 Ws schon durch eifriges mitlesen geschnallt.

Trotzdem Danke

K.Putnik
10.06.2008, 22:26
weiss schon, dass ich es normalerweise mitbekommen hätte müssen, aber wie gesagt (geschrieben) war total abgelenkt und hab auf alles andere aufgepasst, nur nicht auf die Strasse bzw. den Verkehr.Tja, eben deswegen darfst du ja jetzt auch zum Idiotentest... ;)

Anwalt hat gesagt, die Zeit, die der FS bis zur Gerichtsverhandlung sichergestellt wird, wird Ihnen angerechnetDie Zeit würd berücksichtigt, nicht angerechnet.Macht den Unterschied, das du eben nur noch 4 Monate Sperre hast, und nicht -2 ...

Also ich Jippie, 4 Monate, 6 habt ihr ihn schon, macht - 2 aber als treuer Staatsbüger Ihr gebt mit meinen Lappen wieder und ich sehe großzügig über die 2 Monate weg.:kugeln:Der war gut.

Aber ob das für die 3 Frage (warum nie wieder) reicht, bezweifle ich.Ich auch.

Ansonsten habe ich die 3 Ws schon durch eifriges mitlesen geschnallt. Es steht dir frei, dir aus den vorhandenen Fragebögen einen zu basteln, der zu deinem Fall passt!

MfG

maxlpapi
11.06.2008, 18:13
ist ja schön und gut, wenn ich mir hier im Forum einen zusammenbasteln kann, der zu mir passt, aber ich denke bei der MPU werde ich da einen Einheitsfragebogen vorgelegt bekommen und der wäre momentan für mich Interessant.

Sonst wärs ja einfach:

Frage 1 mag ich nicht
Frage 2 passt nicht zu mir

u.s.w.:p

K.Putnik
11.06.2008, 18:27
Tja, bei der MPU bekommst du aber halt keinen Standard-Fragebogen. Höchstens einen mit Fragen zu Arbeitsplatz, Hobbys etc.

Beim Rest hast du die Ehre das dem Psychologen frei von der Seele weg erzählen zu dürfen...;)

Und Einheitlich gibts bei der MPU eh nicht, der Psychologe fragt dich nach dem, was ihn gerade interessiert! Aber die Fragen hier sind ein guter Anhaltspunkt und von der Semantik her das gleiche was der Gutachter so fragt (also, der Sinn der hinter den Fragen steht, der Wortlaut ist nicht unbedingt derselbe).

Also, was denkst du, was könnte der in deinem Fall fragen?

Such dir am besten grade die Fragen raus, die zu deinem Fall passen und die du bei der MPU auf keinen Fall gestellt bekommen willst...genau die werden nämlich kommen, weisst doch wie das ist! :p

MfG

bubele
11.06.2008, 21:10
Tach auch
Die Fragen in dem Fragebogen solltest du aber beantworten können weil unter Garantie sowelche auftauchen werden.
Die Antworten müssen auch nachvollziehbar für den GA sein.
Nachfragen vom GA ist auch drinne

maxlpapi
12.06.2008, 18:07
Hab noch ne Frage

wenn die MPU neg. ist, kann ich mich dann gleich bei einer anderen MPU Stelle anmelden ohne dass die wissen, das ich schon ne neg. Mpu habe? Bei der FS Stelle muss ich die neg. ja nicht abgeben und bei der neuen MPU nicht sagen, dass ich schon eine habe oder?? könnte ja dann in der Zwischenzeit die neg. MPU durcharbeiten, die ursachen dafür raussuchen und beim 2. mal besser machen. Oder gibts ne Wartefrist?

Say
12.06.2008, 18:29
Nee genau so wie du das geschrieben hast kannst du das machen.Nur bei der Führerscheinstelle die negative MPU nicht erwähnen ... gib andere Gründe an warum du eben dort deine MPU doch nicht machen wolltest.

samuel
12.06.2008, 23:30
Wieso willst Du denn eine negative MPU machen?
Bereite Dich ordentlich vor, dann ist das gar nicht so kompliziert.

Samuel

maxlpapi
13.06.2008, 17:25
Vorbereitung ist im Gang, will mur alle möglichkeiten in betracht ziehen, mit einer neg. MPU zu rechnen gehört in gewissen maße ja auch zur Vorbereitung oder?

Hab aber noch ne andere Frage, die nicht direkt hierher gehört. Hab mit bei der FS Stelle meine daten besorgt und da ssteht u.a :

Verschlüsselte Auflagen EU Fs Klasse S Nummer 181 Gültig ab 01.02.2005

Hab im Internet schon rausgefunden, dass Klasse S Trike Quad, Microcar ist, unhd das es den Schein S seit dem 01.02.2005 gibt. Aber wieso Auflage und wieso verschlüsselt ?????

K.Putnik
13.06.2008, 23:37
Also, so richtig schnall ich's auch nicht. Weiss aber auch nicht in welchem Zusammenhang das da steht. Könnte mir vorstellen, wenn du noch den alten Lappen hattest, ist das einfach eine Notiz, das das ab 1.02.2005 umgestellt werden muss.

MfG

samuel
14.06.2008, 00:01
In so Spezialfragen würde ich mich immer an die zuständige Stelle wenden.
Die haben es verbockt, sollen sie ihre Geheimzeichen auch erklären.

Samuel

maxlpapi
20.06.2008, 17:12
Was ist passiert ?

- Warum sind Sie hier
Weil ich durch Unachtsamkeit im Straßenverkehr einen Unfall verursachte und dies durch mein unverantwortliches Verhalten nicht bemerkte.

- Wie viele Verstöße hatten Sie?
unbekannt, wahrscheinlich mehrere Täglich

- Was waren das für Verstöße?
(Datum Tageszeit je genauer desto besser)
Beim Fahren Telefoniert, Ampeln bei Gelb überfahren, Tempolimits nicht beachtet, beim Fahren nicht angegurtet, Anhänger überladen, Tüv Prüfungen beim Auto „verschleppt“


- Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden sie statt? (Datum Tageszeit je genauer desto besser)
Täglich, während der Arbeitszeit, als ich geschäftlich mit dem Auto unterwegs war

- Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Es hätte bei allen Delikten zu Unfällen kommen können und
ich hätte mich und / oder andere Personen dabei schädigen und verletzen können

- Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders
wichtig?



- woran lag es, dass Sie keinen Unfall hatten?
Keine Ahnung ev Glück?







Warum ist es passiert ?

- Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen
Täglicher Stress und Hektik, nahm meine Arbeit immer mit nach Hause bzw. dachte beim Fahren über Geschäftliche Probleme nach, war beim Autofahren oft mit Gedanken schon beim nächsten Problem in der Arbeit und grübelte darüber nach, anstatt auf den Verkehr zu achten, Auto war nur ein Gegenstand um mich möglichst schnell von A nach B zu bringen.
Verkehrsverstöße wurden zugunsten von der Einhaltung von Terminen in kauf genommen, um den Anforderungen meiner Geschäftspartner gerecht zu werden.


- Warum haben Sie sich immer wieder so verhalten
Weil ich mir dessen nicht bewusst war und weil meine Fahrweise, bzw. dieses Verhalten zu diesem Zeitpunkt für mich an der Tagesordnung und normal war.
Um meine (damaligen) Geschäftspartner gerecht zu werden und Aufträge nicht zu verlieren habe ich mich immer wieder selbst unter Druck gesetzt.

- Wie war Ihre Gefühlsage bei diesen Delikten
(bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
Keine Gefühlslage, da ich diese Delikte für mich legalisiert hatte, um Termine einhalten zu können. Jedoch ständig das Gefühl gehetzt zu sein.

- Was haben Sie als Ursache für die Verstöße
herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Terminstress, wollte immer in der Arbeit der Beste sein, war immer und überall über Handy erreichbar, lies mir Termine zwischen Termine schieben, wollte für alle Mitarbeiter und Geschäftskunden immer der allzeit erreichbare, verfügbare Kopf der Firma sein, wollte immer unmögliches möglich machen. Auch habe ich Fristen immer bis zum äußersten Limit ausgereizt und nach Ablauf aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit überzogen

Nachdem meine Frau die stärkste Bezugsperson von mir ist, analysierte ich mit Ihrer Hilfe mein damaliges Fahrverhalten, mein Verhalten mit Vorschriften, und meine „Workoholik“ nach dem Unfall.

- Wie Schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer
ein?
Privat grundsätzlich passiver, vorausschauender Fahrer ( auch im Bezug auf Benzinsparen), Hatte ja Zeit.
Geschäftlich habe ich mich ständig selbst unter Druck gesetzt, dadurch unbewusst aggressiver unaufmerksamer Fahrer.
- Wie haben Sie auf das Verhalten der Polizei reagiert,
nachdem Sie gestoppt oder gelasert wurden?

Ich habe mein Fehlverhalten sofort zugegeben, hab mein Verwarnungsgeld bezahlt und bin weitergefahren ohne mir Gedanken darüber zu machen


( ich war einmal wegen nicht angegurtet (ich glaub 20 €) und einmal wegen telefonieren im Auto (ich glaub auch 20 €) in 10 Jahren, sonst bin ich nie erwischt worden


- Wie haben Sie auf die ersten Verwarn bzw. Bußgelder
reagiert?
Hab mein Verwarnungsgeld bezahlt und bin weitergefahren ohne mir weiter Gedanken darüber zu machen.



- Was hatten Sie sich vorgenommen, um keine
Verkehrssünden zu begehen?
nichts


- Warum konnten Sie die guten Vorsätze nicht einhalten?
Weil keine da waren


- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?
Nein, da keine Punkte in Flensburg







- Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
Nachdem ich Geschäftlich immer alleine mit meinem Hund im Auto fahre, gar nicht. Meinen Hund hat es nicht interessiert. Wenn ich am Wochenende mit meiner Frau gefahren bin, fuhr ich konzentriert, anrufe übers Handy hat dann sie entgegengenommen, dann hatte ich ja auch keine Stresssituationen. Beim privaten PKW hat sie immer strikt darauf geachtet, dass alles in Ordnung ist und alle Fristen bzw. Vorschriften eingehalten werden.



Wieso passiert es nicht wieder ?

- Wie lauten Ihre guten Vorsätze heute?

Meine Lebensumstände dahingehend ändern, dass ich nur noch ins Auto steigen, wenn der Kopf „frei“ ist

Defensivere Fahrweise

Verstöße im Straßenverkehr nicht mehr für die Einhaltung von Terminen in kauf nehmen

Bleibe abends noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten“

Beim Einbiegen in eine vorfahrtsberechtigte Strasse wird BEWUSST gewartet, bis der Verkehr es erlaubt, „Geht schon“ gibt es nicht mehr

Arbeitsschutzgesetze für Angestellte (z.B. nicht mehr als 10 Std. Arbeit an einem Stück) gelten in Zukunft auch für mich


- Was ist daran anders?

Ich will unbedingt diese bereits eingeschlagene Linie konsequent weiterverfolgen, indem ich z.B.

TÜV bzw. Wartungstermine wurden für alle Fahrzeuge in einem extra dafür angelegten übersichtlichen Kalender eintrage.

Hund sitzt nicht mehr neben mir auf dem Beifahrersitz (oder im privaten Auto auf der Rückbank), sondern im Hundekäfig im Kofferraum

Arbeit bleibt in der Arbeit, beim Autofahren wird sich ausschließlich auf den Verkehr konzentriert.

Termine werden nicht mehr dazwischen geschoben, sondern der Reihenfolge nach abgearbeitet und hinten dran gehängt.

Zwischen 2 Terminen ist in Zukunft immer genügend „Fahrzeit“, sowie ein Puffer von 15 Min.

Beim Einsteigen ins Auto wird vorm Anschnallen das Futel ausgeschaltet und somit alle Anrufe ins Büro umgeleitet.

Radio wird bei „guter Musik“ nicht mehr laut gedreht, sondern läuft nur noch leise im Hintergrund.

An Ampeln wird die Gelbphase nicht mehr zum Drüberhuschen ausgenutzt, sondern stehen geblieben
An Stoppschildern wird nicht mehr „langsam“ weitergefahren, sondern bewusst angehalten.

Beim Einbiegen in Vorfahrtsberechtigte Strassen wird so lange gewartet, bis ein gefahrloses Einfahren wirklich möglich ist und nicht mehr „geht schon“

Mein Tagesablauf ist seit einiger Zeit gedanklich in „Schubladen“ gegliedert
( Familie, Arbeit, Freizeit, Verkehr ) bevor eine andere „Schublade“ geöffnet wird, wird die bisherige geschlossen, damit gedanklich keinerlei Ablenkung mehr gegeben ist.

Es werden genügend Arbeitspausen eingelegt, (Vormittag ¼ Std. Mittag mindestens ½ Stunde, Nachmittags nochmals ¼ Std.) damit einer erneuten Überlastung
Vorgesorgt wird.


- Was hat sich ansonsten bei Ihnen geändert?

Durch Stressabbau (autogenes Training, Joga, Tanzen ) und dadurch vermiedene „Fressatacken“ inzwischen 8 Kg abgenommen.

Hohe Blutdruckwerte sind etwas gesunken, mit weiterer Tendenz nach unten.

Körperlich belastbarer und mental ausgeglichener

Die Einstellung zum Leben
( ich lebe nicht um zu Arbeiten, ich Arbeite um leben zu können )

gehe regelmäßig mit Hund spazieren um beabsichtigt „Stresspausen“ einzulegen

Wenn ich mit Frau mitfahre, gehe ich ihre Fahrweise gedanklich im Bezug zu meiner früheren Fahrweise kritisch durch und schaue, was sie anders (besser, genauso schlecht) macht, OHNE sie jedoch zu kritisieren.

Bleibe abends manchmal noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten“


- Was ist Ihrer Meinung nach in Straßenverkehr besonders
wichtig?

Defensives und rücksichtsvolles verhalten, vorausschauende Fahrweise, um Gefahrsituationen rechtzeitig zu erkennen

Meine Fahrweise egal ob Privat oder Geschäftlich grundsätzlich der jeweiligen Situation anpassen.

- Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?

Bewusst wie unverantwortlich und unachtsam ich mich im Straßenverkehr verhalten habe wurde mir eigentlich erst als mir mein Anwalt die Aussagen eines Zeugen und der Unfallbeteiligten vorlegte, die übereinstimmend aussagten, dass ich in unmittelbarer Nähe des Unfallgeschehens war und ich dies eigentlich merken hätte müssen. Nachdem ich mir den Unfallvorgang daraufhin mehrmals gründlich überlegte, und mit meiner Frau durchsprach, mich jedoch an den Unfall beim besten Willen nicht erinnern konnte, nahm ich mit Hilfe meiner Frau eine genauere Analyse meiner damaligen Wahrnehmung durch, wobei sich herausstellte, dass ich durch laute Musik, gleichzeitiges Klingeln des Telefons und Bellen meines Hundes, der vorne im Fahrerraum lag sowie intensives Grübeln über ein Problem im Geschäft, sowie den Wunsch möglichst schnell heim zu kommen, über die Vorgänge im Straßenverkehr einen völligen Black out hatte.

Weiterhin wurde mir nochmals bei der Gerichtsverhandlung bewusst, wie fahrlässig ich mich verhalten habe als mir der Richter bei der Urteilsbegründung vorhielt und bewusst machte, dass ich durch mein unachtsames Verhalten eine andere Person geschädigt und körperlich verletzt habe.

Ich hielt mir vor Augen, jemand wäre durch mich tödlich verunglückt, oder noch schlimmer, ich hätte ein Kind überfahren.

maxlpapi
20.06.2008, 17:13
- Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Hund sitzt nicht mehr neben mir auf dem Beifahrersitz (oder im privaten Auto auf der Rückbank), sondern im Hundekäfig im Kofferraum

Arbeit bleibt in der Arbeit, beim Autofahren wird sich ausschließlich auf den Verkehr konzentriert.

Termine werden nicht mehr dazwischen geschoben, sondern der Reihenfolge nach abgearbeitet und hinten dran gehängt. Wer seinen Termin nicht abwarten kann (wurde schon öfters mit der Drohung versucht „man müsse sich halt dann einen anderen Geschäftspartner suchen“ der soll das dann halt tun.

Zwischen 2 Terminen ist in Zukunft immer genügend „Fahrzeit“, sowie ein Puffer von 15 Min.

Beim Einsteigen ins Auto wird vorm Anschnallen das Futel ausgeschaltet und somit alle Anrufe ins Büro umgeleitet.

Akten bleiben in der Arbeit, wenn ich dringende Arbeiten habe, bleibe ich länger im Geschäft und mache die Arbeit da fertig und nicht mehr abends zu Hause. Dadurch habe ich beim Fahren keine ungelösten Geschäftsprobleme mehr.

Arbeite dadurch nicht mehr abends zu Hause, sondern gehe mit meiner Frau 1x Wöchentlich zum Tanzen, mache mit meiner Frau Joga und Autogenes Training, und pflege wieder mehr gesellschaftliche Kontakte mit meinen neuen und alten Bekannten.

Bleibe abends manchmal noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten



- Wer hat Ihnen dabei geholfen?

Meine Frau
Freiwillige Nachschulungen in einer Fahrschule (siehe Beleg)
Teilnahme am Kurs Mobil Plus (siehe Beleg)


- Wie empfinden Sie diese Änderungen?
Positiv, da ich abends mehr Zeit für meine Familie habe, wir öfters zusammen etwas unternehmen, (Joga, Tanzen, mit Hund spazieren gehen) ich durch diese Änderung bereits 8 Kilo abgenommen habe („Stressesser, Macky, Frittenbude u.s.w“)

Habe auch wieder mehr Spaß an der Arbeit.


- Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Unterschiedlich, im Privaten bereich durchaus Positiv, im Geschäftlichen nicht so, da Kunden öfters mit meiner Bürodame vorlieb nehmen müssen, da Handy während des Fahrens (Hab ja kein Fahrverbot, darf somit Mofa fahren) Anrufe aufs Büro umleitet.
Und sagt keiner, Mofa fahren und Telefonieren geht nicht, hab’s zum Anfang mit BT und aut. Rufannahme bzw. Sprachwahl gemacht, hat hervorragend funktioniert.


- Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen
Leben?
Nur im Geschäftlichen Bereich (siehe Oben) aber bei genauer Analyse der Lage sind das durchwegs die Kunden, die ansonsten auch immer was zu meckern haben. Einige dieser Kunden haben bereits ihre Zusammenarbeit mit mir beendet, was sich im Nachhinein jedoch (in Finanzieller und Geschäftlicher Hinsicht) nicht als besonders großer Verlust erwiesen hat.





- Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben Sie
heute und was ist daran neu?

Ich habe seit meiner „Mofafahrzeit“ einen noch geschärfteren Blick für sichere Fahrweise entwickelt und praktiziere dies bereits Täglich so würde ich heute Z.B.
NIEMALS MEHR
Verstöße im Straßenverkehr für die Einhaltung von Terminen in kauf nehmen.
Mich hinter das Steuer setzten, wenn ich gedanklich noch mit anfderes Sachen beschäftigt bin.
Mich von Geschäftspartnern oder anderen Personen unter Termindruck setzen lassen.


- Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze
diesmal einhalten können?

Stets so fahren, dass man erst gar nicht in brenzliche Gefahrensituationen kommen kann. Ich habe auch gelernt, dass ich jederzeit mit einem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen muss, demzufolge muss ich meine Fahrweise jederzeit genau so ausrichten.

Ansonsten siehe Punkte

Was ist anders Was haben sie an Änderungen unternommen


- Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?
Absolut nichts, denn ich habe erkannt, dass es keinen Grund gibt, die Verkehrsregeln zu missachten, denn ich bin ja derjenige, der fährt und für sich und sein KFZ verantwortlich ist.


- Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Bin einen halben Tag für NIEMANDEN außer meiner Frau zu erreichen, sperre mein Büro zu, bis der Arbeitsschub bewältigt ist und ich den Kopf für andere Dinge wieder frei habe. (Wird auch schon seit ein paar Wochen praktiziert !!)

Telefon wird auf Mailbox umgeleitet. (Wird auch schon seit ein paar Wochen praktiziert !!)

3x hintereinander tief ein – und ausatmen, sowie autogenes Training machen bis „Stressanfall“ vorüber ist.

samuel
22.06.2008, 00:54
Du hast 2 Scheine (Mobil + Fahrschule) und Du kannst Deine Änderungen beschreiben und empfindest diese Änderungen(Der Teil ist ein bischen schmal, da könnte noch mehr Honig kommen) als positiv.

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- Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen
Täglicher Stress und Hektik, nahm meine Arbeit immer mit nach Hause bzw. dachte beim Fahren über Geschäftliche Probleme nach, war beim Autofahren oft mit Gedanken schon beim nächsten Problem in der Arbeit und grübelte darüber nach, anstatt auf den Verkehr zu achten, Auto war nur ein Gegenstand um mich möglichst schnell von A nach B zu bringen.
Verkehrsverstöße wurden zugunsten von der Einhaltung von Terminen in kauf genommen, um den Anforderungen meiner Geschäftspartner gerecht zu werden.

Du hast Deine persönlichen Bedürfnisse über die der Allgemeinheit gestellt.
Die Reglen waren Dir egal, da solltest Du etwas weiter ausholen.

Wann ist Dir das Verhalten denn das erste Mal aufgefallen?

--------------
- Warum haben Sie sich immer wieder so verhalten
Weil ich mir dessen nicht bewusst war und weil meine Fahrweise, bzw. dieses Verhalten zu diesem Zeitpunkt für mich an der Tagesordnung und normal war.
Um meine (damaligen) Geschäftspartner gerecht zu werden und Aufträge nicht zu verlieren habe ich mich immer wieder selbst unter Druck gesetzt.

Du hast aus Deinem Verhalten Vorteile gezogen und bist nicht erwischt worden.

Zähle hier die Vorteile auf, materiell wie auch emotional.

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- Was haben Sie als Ursache für die Verstöße
herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Terminstress, wollte immer in der Arbeit der Beste sein, war immer und überall über Handy erreichbar, lies mir Termine zwischen Termine schieben, wollte für alle Mitarbeiter und Geschäftskunden immer der allzeit erreichbare, verfügbare Kopf der Firma sein, wollte immer unmögliches möglich machen. Auch habe ich Fristen immer bis zum äußersten Limit ausgereizt und nach Ablauf aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit überzogen


schlechte Organisation
krankhafter Ehrgeiz
unfähig zu delegieren

Diese Punkte solltest Du in den Änderungen noch mit konkreten Beispielen wie:

TÜV bzw. Wartungstermine wurden für alle Fahrzeuge in einem extra dafür angelegten übersichtlichen Kalender eintrage.

genauer Ausführen. Du hast Strategien entwickelt, um Dein Fehlverhalten zu ändern, aber Du mußt diese Strategien in Zusammenhang mit Deinem Fehlverhalten beschreiben.

Früher so/ Heute so

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- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?
Nein, da keine Punkte in Flensburg

OK, Du bist nie erwischt worden.
Ersetze Punkte mit Fehlverhalten und ziehe einen Bogen zu Deiner Erkenntnis der Reglverbiegung aus jungen Jahren.

Das lernen die Psychologen so im Studium. Du erntest jetzt die Früchte (MPU) Deines lebenslangen Fehlverhaltens.

Erkennst Du diesen Zusammenhang nicht, wird es mit Sicherheit nicht positiv werden.

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Gesamt gesehen ist es nicht so übel.

Samuel

maxlpapi
05.07.2008, 10:08
Hallo Leute, hab ab dienstag meine MPU und noch ne letzte Frage !!!!WAS BIN ICH FROH; DASS ICH ZUR MPU DARF UND NICHT MUSS!!!

Nachdem ich ja nicht wegen Alc. zu der MPu muss, muss ich die Fragen im Persönlichen (oder allgemeinen) fragebogen bezüglich Alkoholgenuss überhaupt beantworten und wenn ja, wieviel regelmässiger Alkoholkonsum pro Tag / Woche / Monat ist so niedrig, dass dies bei der Mpu keine Probleme / weiteres Nachfragen ergibt?? Lt Nachfrage bei einem verkehrspsychologen wird mir ja auch kein Blut für Leberwerte u.s.w abgenommen, da die danach ja nicht fragen (forschen) dürfen.

Hab nach dem FS entzug anfang des Jahres ziemlich Frustgesoffen (Weis aber keiner ausser Ihr hier:pssst:) bin aber seit 5 Monaten wieder in Ordnung, heisst ca. 2 - 3 Bierchen im Monat oder mal nen Verdauungsschnaps nach dem essen. In den letzten 4 wochen hab ich gerade 1 Bier konsumiert.

Grüsse an alle und den Kopf nicht in den Sand

Maxlpapi

maxlpapi
05.07.2008, 11:11
Hallo Jungs, nachdem ich nu meinen Fragebogen überarbeitet habe möchet ich ihn gerne nochmals von euch "begutachten" lassen. Ev kann ich ja das eine oder andere noch verbessern.

Schaut bitte noch auf mein anderes (altes) thema, da hab ich noch ne frage, die ich auch noch gerne beantwortet hätte. Nicht das ich mich dann am Dienstag wegen ner blöden, unnützigen Antwort um Kopf und Gutachen bringe.

poste euch natürlich gleich wies ausgegangen ist, wir schon werden.

Danke im vorraus und schönes WE

Maxlpapi

maxlpapi
05.07.2008, 11:12
Was ist passiert ?

- Warum sind Sie hier
Weil ich durch Unachtsamkeit im Straßenverkehr einen Unfall verursachte und dies durch mein unverantwortliches Verhalten nicht bemerkte, da ich den Unfall zwar optisch nicht bemerkte, aber akustisch wahrgenommen habe dem Geräusch jedoch nicht nachgegangen bin, da ich abgelenkt war und somit meine Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr verletzt habe.

- Wie viele Verstöße hatten Sie?
unbekannt, wahrscheinlich mehrere Täglich

- Was waren das für Verstöße?
(Datum Tageszeit je genauer desto besser)
Beim Fahren Telefoniert, Ampeln bei Gelb überfahren, Tempolimits nicht beachtet, beim Fahren nicht angegurtet, Anhänger überladen, Tüv Prüfungen beim Auto „verschleppt“


- Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden sie statt? (Datum Tageszeit je genauer desto besser)
Täglich, während der Arbeitszeit, als ich geschäftlich mit dem Auto unterwegs war

- Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Es hätte bei allen Delikten zu Unfällen kommen können und
ich hätte mich und / oder andere Personen dabei schädigen und verletzen können

- Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders
wichtig?

Dem Verkehrsgeschehen aufmerksam folgen, vorausschauend fahren und sämtliche Störquellen von vornherein beseitigen, damit man bewusst am Straßenverkehr teilnimmt.
Regeln und Gesetze strikt befolgen und sie nicht zu seinen Gunsten auslegen.
Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nehmen und mit Fehlern anderer rechnen.



- woran lag es, dass Sie keinen Unfall hatten?
Keine Ahnung ev Glück?


Warum ist es passiert ?

- Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen
Täglicher Stress und Hektik, nahm meine Arbeit immer mit nach Hause bzw. dachte beim Fahren über Geschäftliche Probleme nach, war beim Autofahren oft mit Gedanken schon beim nächsten Problem in der Arbeit und grübelte darüber nach, anstatt auf den Verkehr zu achten, Auto war nur ein Gegenstand um mich möglichst schnell von A nach B zu bringen.
Verkehrsverstöße wurden zugunsten von der Einhaltung von Terminen in kauf genommen, um den Anforderungen meiner Geschäftspartner gerecht zu werden.

Ich hatte keinen anderen „Horizont“ mehr als meine Arbeit, alles andere war nebensächlich


- Warum haben Sie sich immer wieder so verhalten

Weil ich mir dessen nicht bewusst war und weil meine Fahrweise, bzw. dieses Verhalten zu diesem Zeitpunkt für mich an der Tagesordnung und normal war.
Um meine (damaligen) Geschäftspartner gerecht zu werden und Aufträge nicht zu verlieren habe ich mich immer wieder selbst unter Druck gesetzt.

Wenn wirklich mal eine „brenzliche“ Situation war, dachte ich Glück gehabt, oder schob die Schuld gedanklich dem anderen zu und hetzte weiter ohne groß weiter darüber nachzudenken.

Ich war das Zuverlässigste, schnellste, immer erreichbare Mädchen für alles, alles war Chefsache darauf war ich stolz, weil ich dadurch auch viel Geld verdiente und die Aufträge nur so sprudelten. Auch erhielt ich immer bevorzugt Aufträge, weil ich ja immer da und erreichbar war.

Ich habe immer nur meine eigene, egoistische Meinung vertreten und mir die Verkehrsregeln zu zurechtgebogen, wie ich sie gerade brauchte.
.


- Wie war Ihre Gefühlsage bei diesen Delikten
(bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
Keine Gefühlslage, da ich diese Delikte für mich legalisiert hatte, um Termine einhalten zu können. Jedoch ständig das Gefühl gehetzt zu sein, ich war jedoch immer froh, wenn ich bei „Dunkelgrün“ noch über eine Ampel kam und sprach manchmal auch in Gedanken zu den Ampeln.

Ich habe ständig Verkehrsverstöße durch mich in Kauf genommen um meinen „krankhaften“ Ehrgeiz und meine workoholik zu befriedigen. Standartsatz bei Geschäftspartnern war: Ich kümmere darum, bin gleich da, wird sofort erledigt, ich war dann immer unheimlich stolz auf mich wenn ich das unmögliche geschafft hatte und vor allen dingen, wenn ich bei meinen Verkehrsverstößen dabei nicht erwischt wurde.

- Was haben Sie als Ursache für die Verstöße
herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Terminstress, wollte immer in der Arbeit der Beste sein, war immer und überall über Handy erreichbar, lies mir Termine zwischen Termine schieben, wollte für alle Mitarbeiter und Geschäftskunden immer der allzeit erreichbare, verfügbare Kopf der Firma sein, wollte immer unmögliches möglich machen. Auch habe ich Fristen immer bis zum äußersten Limit ausgereizt und nach Ablauf aus Zeitmangel, Bequemlichkeit oder Unachtsamkeit überzogen

Ich hatte meine Firma schlecht organisiert, konnte nicht delegieren, kümmerte mich um jedes Detail selbst, da ich meinen Mitarbeitern keinerlei Kompetenz und Entscheidungsbefugnis zutraute.

Ich hatte den ständigen Ehrgeiz, alle möglichen Aufträge zu erhalten und jagte jedem Auftrag nach.

Nachdem meine Frau die stärkste Bezugsperson von mir ist, analysierte ich mit Ihrer Hilfe mein damaliges Fahrverhalten, mein Verhalten mit Vorschriften, und meine „Workoholik“ nach dem Unfall.

Ich habe mit 18 Jahren geheiratet, kurz darauf 2 Kinder bekommen, haus selbst mit Hilfe meiner Frau gebaut und mich während dieser Zeit wegen Kündigung meines damaligen Arbeitsverhältnisses selbstständig gemacht. Seit damals musste ich immer sämtliche Entscheidungen selbst treffen, diese wurden von meiner Frau nie hinterfragt und von meinen Mitarbeitern auf Grund meiner Chefautorität nie angezweifelt.
Nachdem dies all die Jahre einwandfrei funktioniert hat (Haus ist seit 15 Jahren fertig, Kinder sind gut Groß geworden Firma Läuft) kam es mir selbst nie in den Sinn, das meine (sicherlich nicht immer korrekten, egoistischen Entscheidungen) nicht richtig sein könnten.

maxlpapi
05.07.2008, 11:13
- Wie Schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer
ein?
Privat grundsätzlich passiver, vorausschauender Fahrer ( auch im Bezug auf Benzinsparen), Hatte ja Zeit.
Geschäftlich habe ich mich ständig selbst unter Druck gesetzt, dadurch unbewusst aggressiver unaufmerksamer Fahrer.


- Wie haben Sie auf das Verhalten der Polizei reagiert,
nachdem Sie gestoppt oder gelasert wurden?

Ich habe mein Fehlverhalten sofort zugegeben, hab mein Verwarnungsgeld bezahlt und bin weitergefahren ohne mir Gedanken darüber zu machen


( ich war einmal wegen nicht angegurtet (ich glaub 20 €) und einmal wegen telefonieren im Auto (ich glaub auch 20 €) in 10 Jahren, sonst bin ich nie erwischt worden


- Wie haben Sie auf die ersten Verwarn bzw. Bußgelder
reagiert?
Hab mein Verwarnungsgeld bezahlt und bin weitergefahren ohne mir weiter Gedanken darüber zu machen.



- Was hatten Sie sich vorgenommen, um keine
Verkehrssünden zu begehen?
nichts


- Warum konnten Sie die guten Vorsätze nicht einhalten?
Weil keine da waren



- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fehlverhalten und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?
Hat aber nicht direkt was mit Autofahren zu tun.

Wenn es Private oder geschäftliche Probleme gab, stürzte ich mich jedes Mal „blind“ in die Arbeit, wobei mir das im Enddefekt gar nichts gebracht hat, da ich mich nie wirklich auf die jeweilige Tätigkeit konzentrieren konnte, da mir hunderttausend andere Dinge durch den Kopf gingen und ich mich nicht wirklich auf eine Sache konzentrieren konnte, da ich ja ständig neben der Arbeit über mein akutes Problem nachdachte.

Wenn ich z.B. Streit mit meiner Frau hatte, wurde dieser nicht beigelegt, sondern ich vergrub mich in meiner Arbeit, habe meine Wut in mich hineingefressen und habe mich in meiner Arbeit abreagiert.


- Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
-
Nachdem ich Geschäftlich immer alleine mit meinem Hund im Auto fahre, gar nicht. Meinen Hund hat es nicht interessiert. Wenn ich am Wochenende mit meiner Frau gefahren bin, fuhr ich konzentriert, anrufe übers Handy hat dann sie entgegengenommen, dann hatte ich ja auch keine Stresssituationen. Beim privaten PKW hat sie immer strikt darauf geachtet, dass alles in Ordnung ist und alle Fristen bzw. Vorschriften eingehalten werden.



Wieso passiert es nicht wieder ?

- Wie lauten Ihre guten Vorsätze heute?

Meine Lebensumstände dahingehend ändern, dass ich nur noch ins Auto steigen, wenn der Kopf „frei“ ist

Probleme werden unverzüglich soweit wie möglich gelöst (ausdiskutiert)

Defensivere Fahrweise

Verstöße im Straßenverkehr nicht mehr für die Einhaltung von Terminen in kauf nehmen

Bleibe abends noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten“

Beim Einbiegen in eine vorfahrtsberechtigte Strasse wird BEWUSST gewartet, bis der Verkehr es erlaubt, „Geht schon“ gibt es nicht mehr.

Arbeitsschutzgesetze für Angestellte (z.B. nicht mehr als 10 Std. Arbeit an einem Stück) gelten in Zukunft auch für mich, denn sie haben einen tieferen Sinn.


- Was ist daran anders?

Ich will unbedingt diese bereits eingeschlagene Linie konsequent weiterverfolgen, indem ich z.B.

TÜV bzw. Wartungstermine werden für alle Fahrzeuge in einem extra dafür angelegten übersichtlichen Kalender eingetragen. Der jeweilige Fahrer des Fahrzeuges
ist für die Einhaltung der Werkstatt, Tüv, Kundendienstfristen selbst verantwortlich (Jeder Fahrer hat sein ständiges Fahrzeug.)

Jeder Fahrer ist für den gerade benutzten Anhänger voll verantwortlich, ebenso für die Ladung und Sicherung der Ladung. Es wurde für jedes Fahrzeug eine „Sicherheits- Grundausstattung“ (Gepäcknetz, Spanngurte Gelbe Warnleuchte, rote Tafeln u.s.w.) angeschafft.

Hund sitzt nicht mehr neben mir auf dem Beifahrersitz (oder im privaten Auto auf der Rückbank), sondern im Hundekäfig im Kofferraum

Arbeit bleibt in der Arbeit, beim Autofahren wird sich ausschließlich auf den Verkehr konzentriert. Die Aktentasche mit den Unterlagen kommt nicht mehr auf den Beifahrer- bzw. Rücksitz, sondern in den Kofferraum – aus den Augen- aus dem Sinn –
Sämtliche ungeklärte Fragen werden vor antritt der Fahrt geklärt, damit Kopf beim Autofahren frei ist.

Termine werden nicht mehr dazwischen geschoben, sondern der Reihenfolge nach abgearbeitet und hinten dran gehängt.

Zwischen 2 Terminen ist in Zukunft immer genügend „Fahrzeit“, sowie ein Puffer von 15 Min.

Beim Einsteigen ins Auto wird vorm Anschnallen das Futel ausgeschaltet und somit alle Anrufe ins Büro umgeleitet. Deshalb bin ich während der Fahrt auch nicht mehr für Anrufe WIE sie müssen sofort, ich habe ihnen vergessen zu sagen, dass Herr sowiso in einer viertel Stunde auf Sie wartet, wir sind gerade da und brauchen Sie sofort u.s.w. zu erreichen und muss mich vor allen Dingen nicht mehr durch solche Anrufe ablenken und psychisch belasten lassen. (Ehrgeiz, Pflichtgefühl), denn ich weis es ja nicht und was ich nicht weis, macht mich nicht heiss.

Radio wird bei „guter Musik“ nicht mehr laut gedreht, sondern läuft nur noch leise im Hintergrund.

An Ampeln wird die Gelbphase nicht mehr zum Drüberhuschen ausgenutzt, sondern stehen geblieben

An Stoppschildern wird nicht mehr „langsam“ weitergefahren, sondern bewusst angehalten.

Beim Einbiegen in Vorfahrtsberechtigte Strassen wird so lange gewartet, bis ein gefahrloses Einfahren wirklich möglich ist und nicht mehr „geht schon“

Mein Tagesablauf ist seit einiger Zeit gedanklich in „Schubladen“ gegliedert
( Familie, Arbeit, Freizeit, Verkehr ) bevor eine andere „Schublade“ geöffnet wird, wird die bisherige geschlossen, damit gedanklich keinerlei Ablenkung mehr gegeben ist.

Es werden genügend Arbeitspausen eingelegt, (Vormittag ¼ Std. Mittag mindestens ½ Stunde, Nachmittags nochmals ¼ Std.) damit einer erneuten Überlastung
Vorgesorgt wird.


- Was hat sich ansonsten bei Ihnen geändert?

Durch Stressabbau (autogenes Training, Joga, Tanzen ) und dadurch vermiedene „Fressatacken“, sowie bewusste Ernährung inzwischen 10 Kg abgenommen.

Hohe Blutdruckwerte sind gesunken, mit weiterer Tendenz nach unten, konnte die Stärke meiner eingenommenen Blutdrucktabletten um 50 % reduzieren.

Körperlich belastbarer und mental ausgeglichener

Bauch ist weg (ev. bin ich auch ein bisschen Eitel geworden?)

Die Einstellung zum Leben
( ich lebe nicht um zu Arbeiten, ich Arbeite um leben zu können )

gehe regelmäßig mit Hund spazieren um beabsichtigt „Stresspausen“ einzulegen

Wenn ich mit Frau mitfahre, gehe ich ihre Fahrweise gedanklich im Bezug zu meiner früheren Fahrweise kritisch durch und schaue, was sie anders (besser, genauso schlecht) macht, OHNE sie jedoch zu kritisieren.

Bleibe abends manchmal noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten“

Die bewusste Erkenntnis, wie oft und Leichtsinnig ich früher gegen Verkehrsregeln verstoßen habe und was alles hätte passieren können.
Es ist mit bewusst geworden, dass der Satz „ wie ich mich anziehe, was und wie ich esse, wie ich Fahre“ entscheide ich selbst richtig ist.

maxlpapi
05.07.2008, 11:13
- Was ist Ihrer Meinung nach in Straßenverkehr besonders
wichtig?

Defensives und rücksichtsvolles verhalten, vorausschauende Fahrweise, um Gefahrsituationen rechtzeitig zu erkennen

Meine Fahrweise egal ob Privat oder Geschäftlich grundsätzlich der jeweiligen Situation anpassen.

- Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?

Bewusst wie unverantwortlich und unachtsam ich mich im Straßenverkehr verhalten habe wurde mir eigentlich erst im November letzten Jahres, als mir mein Anwalt die Aussagen eines Zeugen und der Unfallbeteiligten vorlegte, die übereinstimmend aussagten, dass ich in unmittelbarer Nähe des Unfallgeschehens war und ich dies eigentlich merken hätte müssen. Auch machte mir mein Anwalt bewusst, dass ich durch mein unachtsames Verhalten eine andere Person geschädigt und körperlich verletzt habe. Nachdem ich mir den Unfallvorgang daraufhin mehrmals gründlich überlegte, und mit meiner Frau durchsprach, mich jedoch an den Unfall beim besten Willen nicht erinnern konnte, nahm ich mit Hilfe meiner Frau eine genauere Analyse meiner damaligen Wahrnehmung durch, wobei sich herausstellte, dass ich durch laute Musik, gleichzeitiges Klingeln des Telefons und sowie intensives Grübeln über ein Problem im Geschäft, sowie den Wunsch möglichst schnell heim zu kommen, über die Vorgänge im Straßenverkehr einen völligen Black out hatte.

Weiterhin wurde mir nochmals bei der Gerichtsverhandlung bewusst, wie fahrlässig ich mich verhalten habe als mich der Richter bei der Urteilsbegründung vor Augen hielt, jemand wäre durch mich tödlich verunglückt, oder noch schlimmer, ich hätte ein Kind überfahren und müsste nun mit dieser moralischen Schuld den Rest meines Lebens verbringen.

Ich wäre zeit meines Lebens nicht mehr froh geworden.

Deshalb bin ich im nachhinein froh darüber dass ich durch den verhältnismäßig glimpflichen Unfall und den Führerscheinentzug die Chance erhalten habe, mein früheres Fahrverhalten zu überdenken und zu ändern bevor schlimmeres passiert ist.



- Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Hund sitzt nicht mehr neben mir auf dem Beifahrersitz (oder im privaten Auto auf der Rückbank), sondern im Hundekäfig im Kofferraum

Arbeit bleibt in der Arbeit, beim Autofahren wird sich ausschließlich auf den Verkehr konzentriert.

Termine werden nicht mehr dazwischen geschoben, sondern der Reihenfolge nach abgearbeitet und hinten dran gehängt. Wer seinen Termin nicht abwarten kann (wurde schon öfters mit der Drohung versucht „man müsse sich halt dann einen anderen Geschäftspartner suchen“ der soll das dann halt tun.

Zwischen 2 Terminen ist in Zukunft immer genügend „Fahrzeit“, sowie ein Puffer von 15 Min.

Beim Einsteigen ins Auto wird vorm Anschnallen das Futel ausgeschaltet und somit alle Anrufe ins Büro umgeleitet.

Akten bleiben in der Arbeit, wenn ich dringende Arbeiten habe, bleibe ich länger im Geschäft und mache die Arbeit da fertig und nicht mehr abends zu Hause. Dadurch habe ich beim Fahren keine ungelösten Geschäftsprobleme mehr.

Arbeite dadurch nicht mehr abends zu Hause, sondern gehe mit meiner Frau 1x Wöchentlich zum Tanzen, mache mit meiner Frau Joga und Autogenes Training, und pflege wieder mehr gesellschaftliche Kontakte mit meinen neuen und alten Bekannten.

Bleibe abends manchmal noch etwas länger im Geschäft um „abzuschalten


- Wer hat Ihnen dabei geholfen?

Meine Frau
Freiwillige Nachschulungen in einer Fahrschule (siehe Beleg)
Teilnahme am Kurs Mobil Plus (siehe Beleg)



- Wie empfinden Sie diese Änderungen?

Positiv, da ich abends mehr Zeit für meine Familie habe, wir öfters zusammen etwas unternehmen, (Joga, Tanzen, mit Hund spazieren gehen) ich durch diese Änderung bereits 10 Kilo abgenommen habe („Stressesser, Macky, Frittenbude u.s.w“)

Habe auch wieder mehr Spaß an der Arbeit.

Ich bin ruhiger und ausgeglichener geworden.

Die Blutdruckwerte sind nach unten gesunken, ich habe die Tablettendosis um 50 % reduzieren können.


- Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?

Unterschiedlich, im Privaten bereich durchaus Positiv, im Geschäftlichen nicht so, da Kunden öfters mit meiner Bürodame vorlieb nehmen müssen, da Handy während des Fahrens (Hab ja kein Fahrverbot, darf somit Mofa fahren) Anrufe aufs Büro umleitet.
Und sagt keiner, Mofa fahren und Telefonieren geht nicht, hab’s zum Anfang mit BT und aut. Rufannahme bzw. Sprachwahl gemacht, hat hervorragend funktioniert.


- Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen
Leben?
Nur im Geschäftlichen Bereich (siehe Oben) aber bei genauer Analyse der Lage sind das durchwegs die Kunden, die ansonsten auch immer was zu meckern haben. Einige dieser Kunden haben bereits ihre Zusammenarbeit mit mir beendet, was sich im Nachhinein jedoch (in Finanzieller und Geschäftlicher Hinsicht) nicht als besonders großer Verlust erwiesen hat.

Mitarbeiter sind über die Ihnen neu aufgebürdete Verantwortung nicht sehr erfreut gewesen.


- Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben Sie
heute und was ist daran neu?

Ich habe seit meiner „Mofafahrzeit“ einen noch geschärfteren Blick für sichere Fahrweise entwickelt und praktiziere dies bereits Täglich so würde ich heute Z.B.
NIEMALS MEHR
Verstöße im Straßenverkehr für die Einhaltung von Terminen in kauf nehmen.
Mich hinter das Steuer setzten, wenn ich gedanklich noch mit anderes Sachen beschäftigt bin.
Mich von Geschäftspartnern oder anderen Personen nicht mehr unter Termindruck
setzen lassen.

Unachtsam oder Gedankenlos hinters Steuer setzen.


- Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze
diesmal einhalten können?

Stets so fahren, dass man erst gar nicht in brenzliche Gefahrensituationen kommen kann. Ich habe auch gelernt, dass ich jederzeit mit einem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer rechnen muss, demzufolge muss ich meine Fahrweise jederzeit genau so ausrichten.

Ansonsten siehe Punkte

Was ist anders Was haben sie an Änderungen unternommen


- Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum Scheitern bringen?
Absolut nichts, denn ich habe erkannt, dass es keinen Grund gibt, die Verkehrsregeln zu missachten, denn ich bin ja derjenige, der fährt und für sich und sein KFZ verantwortlich ist.


- Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Bin einen halben Tag für NIEMANDEN außer meiner Frau zu erreichen, sperre mein Büro zu, bis der Arbeitsschub bewältigt ist und ich den Kopf für andere Dinge wieder frei habe. (Wird auch schon seit ein paar Wochen praktiziert !!)

Telefon wird auf Mailbox umgeleitet. (Wird auch schon seit ein paar Wochen praktiziert !!)

3x hintereinander tief ein – und ausatmen, sowie autogenes Training machen bis „Stressanfall“ vorüber ist.

samuel
05.07.2008, 22:12
Das ist alles viel zu sehr um das Auto aufgebaut. Wenn Du den ganzen:
"Ich fahr ab morgen nicht mehr wie eine Sau" - Kram wegläßt, bleibt nicht viel übrig, was Du dem Gutachter erzählen kannst und die Haupterkenntnis findet gar nicht statt.

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Aber schön der Reihe nach:

- Wie viele Verstöße hatten Sie?
unbekannt, wahrscheinlich mehrere Täglich

Nicht wissen ist nicht gut. Sagen wir zwischen 8.000 und 10.000 Verstöße in den letzten X Jahren, wobei die grobe Rechnung x mal 1.000 lautet.

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- Wie war Ihre Gefühlsage bei diesen Delikten
(bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
Keine Gefühlslage, da ich diese Delikte für mich legalisiert hatte, um Termine einhalten zu können. Jedoch ständig das Gefühl gehetzt zu sein.

Ist doch Müll, wo Du doch schon hier:
Ich war das Zuverlässigste, schnellste, immer erreichbare Mädchen für alles, alles war Chefsache darauf war ich stolz, weil ich dadurch auch viel Geld verdiente und die Aufträge nur so sprudelten.

Das ist Deine Gefühlslage, Du bist doch kein rasender Roboter gewesen, sondern Du konntest nur schlecht nein sagen.

Wieso eigentlich?

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Nachdem dies all die Jahre einwandfrei funktioniert hat (Haus ist seit 15 Jahren fertig, Kinder sind gut Groß geworden Firma Läuft) kam es mir selbst nie in den Sinn, das meine (sicherlich nicht immer korrekten, egoistischen Entscheidungen) nicht richtig sein könnten.

Das erklärt nicht, warum es passiert ist, sondern nur, warum es so lang gedauert hat, bis Du auffällig geworden bist.

Dein Problem liegt hier:

Ich habe immer nur meine eigene, egoistische Meinung vertreten und mir die Verkehrsregeln zu zurechtgebogen, wie ich sie gerade brauchte.

Wobei Verkehrsregeln schon zu speziell ist. Nenn es einfach Regeln, damit liegst Du richtiger.

Und da liegt auch der Hauptmangel in den Änderungen.
Da steht nicht, daß Du begriffen hast, daß die Regeln für alle gelten und es ist auch kein Hinweis, wie diese Erkenntnis zu Dir gekommen ist.

Ich will Dir dies Erkenntnis nicht abreden, aber die Beschreibung ist einfach zu mager und einseitig auf den Straßenverkehr beschränkt. Die Gutachter wollen aber von einer allumfassenden Änderung hören.

Samuel

maxlpapi
08.07.2008, 18:47
war heute bei MPU in Muc,
Psychologin was Sehr Nett,
leute waren sehr Nett, nur die Ärztin ist nicht up to Date, die Streitet sich jetzt mit meinem Hausarzt, ob das von Ihm erstellte Attest auch wirklich Gültig ist.

Ansonsten Tendenz Positiv ohne Einschränkungen,
reaktionstest 98 % bestanden

denke die 2 Docs werden sich das schon ausraufen.

Aber auch von mir ein DICKES DANKE AN SAMUEL, der mir vorgestern Abend noch den letzten "Schliff" gegeben hat. DANKE, DANKE, DANKE.

PS: Und die Psychologin war eigentlich ganz schnuckelig

hoffe, dass in dem gutachten nichts anderes drinsteht, als die mir gesagt haben.

Opa
08.07.2008, 19:03
Hallo maxlpapi

hoffe, dass in dem gutachten nichts anderes drinsteht, als die mir gesagt haben.

das wird sich zeigen...Glückwunsch...aber mach dich jetzt nicht verrückt...musst halt bissel warten...so 2 - 3 Wochen;)

Gruß Opa

Marcel2903
08.07.2008, 19:36
was mußtest du denn für eine mpu machen?

Say
08.07.2008, 19:45
Schau mal da :)

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=12964

maxlpapi
22.07.2008, 14:45
Hallo, Jungs,

hab heute mein MPU Gutachten von MUC bekommen, orschinaltext:

Nach den Ergebnissen der Untersuchung ist trotz der aktenkundigen Straftaten und der Zuwiederhandlung im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr zu erwarten, dass die zu begutachtende Person die Körperlichen und Geistigen Anforderungen an das sicher Führen eines KFZs der Gruppe 1 und 2 im Verkahr erfüllt. ES ist nicht zu erwarten, dass sie erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen v erstossen wird. Zitat Ende

An dieser Stelle, natürlich auch einen heissen Dank an den Moderator, der auch mir (wieso wird er dessen eigentlich nie müde) den letzen Schliff gegeben hat.

Opa
22.07.2008, 18:05
Herzlichen Glückwunsch ! ! !

Gruß Opa