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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Straftaten!! MPU am Donnerstag!! Bitte um Hilfe


CoKe
06.10.2008, 19:53
Zu meiner Person:
Ich bin 27Jahre alt und wohne zusammen mit meiner Freundin und meinem 3jährigem Sohn in XXX.

Ich muss am 09.10.08 zur MPU wegen:
gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Nötigung, wegen Sachbeschädigung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

Vorbereitet habe ich mich auf Grund meines speziellen Falles ausschliesslich durch lesen von Internetforen ins besondere DIESEM.
Ich mache mir auch keine grossen Sorgen vor der Untersuchung oder dem Test,sondern habe nur Bedenken bei der Exploration durchzufallen.
Im Zentralregister habe ich bis dato keinen Eintrag,ich wurde zwar mal geblizt und verlor dadurch 1Monat meinen Lappen,das ist aber auch schon 6 Jahre her und anscheinend NICHT vermerkt.
Ich habe hier mal alles genau so aufgeschrieben wie ich es in etwa auch bei der Exploration vortragen möchte und hoffe damit alle Fragen zu beantworten.
Was konkret vorgefallen ist könnt ihr dem entnehmen.



WAS IST PASSIERT? [aus damaliger Sicht]:

Ich war am 31.08.07 mit dem PKW von meiner Mutter zusammen mit einem guten Freund unterwegs.
Wir haben uns gegen ca. 1Uhr dazu entschlossen in das xxxparkhaus zu fahren,weil wir uns gerade dort in der Nähe befunden haben
um dort noch ein wenig zu quatschen und nicht sinnlos durch die Gegend zu fahren...es hat sich einfach angeboten.
Ich hab' den Wagen dort auf dem Parkdeck in 'ner Parkbox geparkt.Ausser uns war das Deck leer.
Wir sind ausgestiegen,hatten die Türen des Autos noch offen um ein wenig Musik über das Radio hören zu können..aber
nicht übermässig laut.
Ja..so in etwa 5m Entfernung zum Auto hing eine LSR (Leuchtstoffröhre) an der Decke [die Decken sind dort sehr niedrig].
Ich hab' die Röhre gesehen und dann 'ne riesen Dummheit gemacht und mich verhalten wie ein 16jähriger pubertierender Jugendlicher der sich nicht im Griff hat,ich hatte einen absoluten Scheisstag (Stress mit der Freundin) und aus 'ner Laune heraus meinte ich meinen Frust an dieser LSR auslassen zu müssen,
ich habe dann mit einem Kleiderbügel der sich im Auto befand die Röhre kaputt gehauen..und damit 'ne Sachbeschädigung begannen..sprich eine Straftat !!!
Das war natürlich absolut unreifes Verhalten von mir,das ist mir bewusst..man vergreift sich nicht an dem Eigentum anderer..ich persönl.
wäre auch nicht begeistert wenn mir jemand zB "warum auch immer" den Spiegel von meinem Auto abtritt oder die Antenne abknicken würde...mit 'nem Schlüssel den Lack zerkratzt oder wie auch immer.
Kurz darauf ( etwa 30sek später ) ging eine Tür,die vom Treppenhaus aufs dortige Parkdeck führt auf und 2 Wachleute waren zu erkennen,
die auch lautstark auf sich aufmerksam gemacht haben,indem die sofort rumgeschriehen haben "WAT IS HIER LOS!?!WAT MACHT IHR DA!?!BLEIBT STEHEN".
Ich war zwar erschrocken,aber auf der anderen Seite auch 100%ig Sicher,das die beiden das kaputtmachen der Röhre NICHT gesehen haben können.
Jedenfalls kamen die auf uns zu wobei sich einer der beiden extrem aggressiv aufgeführt hat..schliesslich stand der Wachmann direkt vor mir,
hat auch die Splitter der LSR gesehen und mich ageschriehen "WAT MACHT IHR DA FÜR NE SCHEISSE?WAT IS DAT HIER MIT DER LAMPE?"
Ich habe mich erstmal "doof" gestellt und ihm gegenüber ganz ruhig gesagt,das wir gerade erst angekommen sind und nichts mit der LSR zu tun hätten.
Daraufhin ist der Wachmann förmlich explodiert,hat mich vor beide Schultern von sich weggestoßen ( so das ich erstmal 3 Schritte zurück machen muste ),
ist mir direkt nachgekommen und hat weiter auf mich eingeschriehen "ob ich ihn eigentlich verarschen wolle,er hätte UNS deutlich dabei gesehen".
Ich stritt weiter ab und sagte ihm das er mich nicht "angreifen braucht"..das er sich beruhigen soll.
Das GEGENTEIL war der Fall und der Wachmann drohte mir wörtlich an "JUNGE,ich hau' dich weg wenne versuchst mich zu verarschen,ich habs genau gesehen..",schubste mich wieder vor die Schulter und zog sich sogar die Jacke aus,die er auch sofort heftig auf den Boden warf um mir daraufhin wieder hinterher zu kommen
(ich bin nochmals 3 Schritte nach hinten "geflogen")
In dem Moment hatte ich dann das Gefühl,das ich jeden Moment einen vor "die Mappe" bekomme..und Angst machte sich breit.
Der Wachmann war mir schliesslich auch körperlich überlegen.Ich blieb absolut ruhig und versuchte die Situation zu entschärfen.
Ich holte meinen Personalausweis raus und hielt ihm den Perso hin mit der Bitte wenn er was von mir wolle,solle er sich doch bitte die Personalien aufschreiben
und das Kennzeichen des Autos,aber mich nicht BEDROHEN.
Der Ausweis interessierte ihn zu meiner Verwunderung aber in keinster Weise und er meinte dann nur,nach Frage meinerseits was jetzt überhaupt los sei und was jetzt der Ablauf ist,wenn er sich nichtmal meine Personalien aufschreiben möchte ganz trocken, "DAT REGELN WA JETZT SCHON"..holte sein Telefon raus..telefonierte kurz mit irgendwelchen Kollegen und meinte dann zu mir und meinen Freund "SO JUNGS..dat regelt sich jetzt gleich,DA KOMMEN GLEICH NOCH 2 KOLLEGEN VON MIR..aber keine PANIK..der EINE IST NOCH 'NE SCHULTER BREITER ALS ICH" und grinste!?!
Mein erster Gedanke war "was geht denn jetzt ab?Wie meint der das?Was soll das mit (ne Schulter breiter)?"
Ich war noch mehr eingeschüchtert,wollte aber immer noch in dem Glauben "der kann mir gar nix",auch hier noch nicht zugeben was ich gemacht hatte.
Nach ein paar Minuten,schätzungsweise 10,kamen dann nochmal 2 Wachleute durch die Tür und siehe da,er hatte nicht gelogen..da war wirklich wer der noch bedrohlicher aussah.Na toll dachte ich..was passiert jetzt..werden wir jetzt gleich von 4 Mann umgehauen..einfach so..
und dann heisst es WIR hätten angefangen??Schliesslich stand es von den Personen her mitlerweile 4 : 2 für die Wachleute.
Es stellte sich kurz danach heraus,das der "breite" der Vorgesetzte von Wachmann 1 war,den ich auf das Verhalten seines Kollegen hinsichtlich schubsen und drohen ansprach und auch darauf was sein Kollege mir/uns vorwirfft.Ich stritt auch dem "breiten" gegenüber ab die Lampe kaputt gemacht zu haben und bot auch ihm nochmals meine Personalien an, die er aber zu meiner Verwunderung genau wie sein Kollege ablehnte.
Nach mehrmaligem Nachfragen was jetzt genau der Ablauf sei,da wir mitlerweile recht spät hatten und wir da einfach nur noch weg wollten,hiess es dann plötzlich man habe die Polizei verständigt und auf die würden wir jetzt warten!?!Die POLIZEI???Also in unserem beisein hatte NIEMAND die Polizei gerufen..sehr suspekt.

[später stellte sich heraus,das Wachmann 3 & 4 das getan hatten hatten bevor sie bei uns eintrafen.Das wusste ich aber erst Tage später].

Wir waren jedenfalls umzingelt von 4 Wachleuten(so gute 15m vom Auto entfernt) und durften uns keine 2m weit bewegen.
Gut dann warten wir also dachte ich.Nach weiteren etwa 10-15min kam dann ein PKW angefahren auf der Strasse neben dem Parkhaus.
Die Wachleute flippten förmlich aus und pfiffen,schrieen und wedelten wild mit den Händen nach dem PKW um auf sich aufmerksam zu machen.
Komisch war nur,das es kein Polzeiwagen,sondern ein ganz normales Auto war,worauf ich die Wachleute auch angesprochen habe.
Als Antwort kam nur "schonmal was von Zivilstreife gehört?".Klar dachte ich,die wissen auch ganz genau mit welchem Auto die "Zivis" in der Nacht unterwegs sind..logisch..ich empfand das ganze damals subjektiv als immer suspekter.
Der Wagen war verschwunden und es passierte auch weiter rein gar nichts..Panik/Angst machte sich bei mir breit.
Ich dachte an Dinge wie--> "haben die etwa private Kollegen angerufen die jetzt kommen und uns wat "aufs Maul" hauen..wat geht hier eigentlich gerade ab?"
Nachdem weitere 10-15min um waren und keine Polizei oder sonst wer gekommen war,fragte ich,ob denn wenigstens die Möglichkeit bestünde sich mal hinzusetzen..schliesslich standen wir die ganze Zeit über umzingelt da [hinter uns war ne Wand,vor uns im Halbkreis 4 Wachleute],durften und nicht bewegen und selbst das sprechen wollten die uns verbieten.Wachmann 1 meinte daraufhin ziemlich genervt "Weisse wat!?! SETZ DICH DOCH IN DEINE KARRE"
Das habe ich dann auch getan,der Kollege von mir ist mit eingestiegen,die Wachleute standen weiterhin etwa 10-15m vom KFZ entfernt.
Wir machten die Türen zu,instinktiv die Knöpfe runter und dann schauten wir uns an..mir und dem Kollegen war klar "jetzt oder NIE..weg hier..wer weiss
was hier sonst noch passiert".
Da ich vorwärts eingeparkt hatte,muste ich erstmal zurücksetzen um losfahren zu können.In dem Moment,als ich den Motor gestartet hatte,hörten wir schon das gröhlen der Wachleute und ich sah im zurücksetzen,wie die Wachleute Richtung KFZ gelaufen kamen.
In dem Moment als ich gerade vorwärts losfahren wollte,befand sich Wachmann 1 (der aggressive) neben der Fahrertür und versuchte diese zu öffnen und schlug mit der flachen Hand gegen die Seitenscheibe plus schrie mich an "Mach die Karre aus..halt an"..das verstärkte in diesem Moment meine Angst noch mehr.
Ich dachte wenn ich jetzt nicht fahre,dann passiert schlimmeres mit uns und fuhr an.
Der Wachmann machte schnell einen Schritt nach vorne,Richtung Kotflügel und legte beide Hände auf diesen und versuchte somit ein losfahren zu verhindern,
er stand zu dem Zeitpunkt parrallel zum linken Vorderrad auf Höhe des Kotflügels.
Als sich das KFZ trotzdem bewegte und er wohl gemerkt hat,er kann den Wagen nicht am losfahren hindern,sprang er mir über den Kotflugel auf die Haube,holte aus und schlug mit der Faust vor die Frontscheibe und schrie weiter "HALT AN DU SPINNER"..ich bekam,mitlerweile schon im anfahren,noch mehr Schiss und hielt deshalb auch nicht an.
Ich dachte in diesem Moment,genau wie mein Freund,was sich später rausstellte,"wenn du jetzt anhällst,wer weiss was passiert..die hauen dir den Wagen zu klump..ziehen dich aus dem Auto und dann ist wirklich ENDE GELÄNDE".

CoKe
06.10.2008, 19:53
Nach einigen Metern liess sich der Wachmann dann seitlich vom Wagen fallen und ich setzte die Fahrt fort.Wir waren erstmal völlig perplex von dem was da gerade abgegangen ist,aber auch froh endlich WEG zu sein.Ich fuhr dann mit dem Wagen Richtung Innenstadt und wärend der Fahrt unterhielten wir uns noch total aufgeregt über das gerade passierte...ich und mein Freund waren völlig durch den Wind.
Am Cafe xxx habe ich dann geparkt,wir sind ausgestiegen,haben uns erstmal ne Kippe angemacht und uns das Auto angeschaut,an dem deutliche Wischspuren am Kotflügel von dem Wachmann zu sehen waren (das Auto ist schwarz und war nicht sauber,man konnte also alles besten sehen).
Wir unterhielten uns noch weiter über das,was da gerade vor wenigen Minuten passiert war und plötzlich schellte mein Handy.Zu meiner Verwunderung war meine Freundin am Telefon und sie war ziemlich besorgt und fragte mich was ich da gerade gemacht hätte,ob alles "OK" sei.
Sie erklärte mir,das die Wachleute sich mein Kennzeichen gemerkt haben,es an die Polizei weitergegeben haben und das dadurch der Halter des Wagens,sprich meine Mutter ermittelt wurde und die Polizei bereits bei meiner Ma zu Hause vor der Tür stand und nach mir sucht.Des weiteren sagte sie mir,das meine Mutter sie angerufen habe,damit seine keine Panik bekomme wenn mitten in der Nacht plötzlich die Polizei bei uns vor der Tür steht.Sie und meine Mutter hatten vereinbart,das meine Freundin mich anruft und abklärt was da bei mir gerade passiert ist.Sie sagte mir auch,das die Polizei mich sucht,weil ich einen Wachmann über den Haufen gefahren haben soll.
Bitte WAS??? dachte ich..ICH soll DEN UMGEFAHREN haben..hallo..geht es noch?
Der nächste Schritt war dann nur logisch,ich entschloss mich,NICHT den Kopf in den Sand zu stecken und zu warten das die Polizei bei mir auftaucht,sondern selbst zur nächsten Wache zu fahren und den Sachverhalt klar zu stellen."Schliesslich habe ich ja "nur" eine Lampe kaputt gemacht dachte ich.Da stehe ich jetzt halt zu..aber vorsätzlich jemanden umgeholzt zu haben,wobei DER mir auf die Haube gesprungen ist neeee..auf keinen Fall..das klär ich jetzt sofort.
Da an dem PKW die Wischspuren ja deutlich zu erkennen waren und die sich SEITLICH und nicht FRONTAL befanden,was ja eindeutig für mich sprach,entschlossen wir uns,das Auto am besten gar nicht mehr anzufassen und genau SO stehen zu lassen.Wir machten aus,das meine Freundin mich abholt mit einem andern PKW,..sich und den kleinen fertig macht,den kleinen zur Oma bringt und dann gemeinsam mit mir zur Wache fährt.
Das haben wir dann auch so gemacht.Ich muste ca. 2h warten,da das alles seine Zeit gedauert hat,dann traf sie ein.
Auf der Wache habe ich die Polizei direkt auf den Standort des PKWs aufmerksam gemacht und darum gebeten sich den Wagen in meinem Interesse genau anzusehen bevor es wohl möglich regnet und die Spuren weg sind.Lange Rede kurzer Sinn..jedenfalls machte ich meine Aussage und gab meinen Führerschein erstmal ab,ansonsten hätte man ihn zwangsweise eh eingezogen bis alles geklärt sei.
In der Folge gab es dann eine Gerichtsverhandlung und ich wurde verurteilt zu 8 Monaten auf 3 Jahre Bewährung, 40 Sozialstunden, 11 Monaten Führerscheinsperre und einer Zahlung von 500€ an den Wachmann der sich an der Schulter verletzt hatte.

Anmerkung:
[Der Richter sagte,womit er auch 100%ig Recht hat, "es sei völlig egal WIE der Wachmann auf der Haube gelandet sei,er glaube mir sogar,nur ist es trotzdem FAKT,DAS er auf der Haube war,was den Tatbestand der Nötigung erfülle,da er ja gegen seinen Willen unfreiwillig von mir mehrere Meter darauf befördert wurde"]



Schlussvolgerung:
Wenn ich HEUTE zurückschaue,sehe ich,das ich komplett falsch gehandelt habe und weiss,das ich HEUTE anders handeln würde.
ICH habe mich an fremdem Eigentum vergangen,halt 'ne klare Sachbeschädigung begangen.
Ich hatte das Problem,das ich Stress,halt negatives jeglicher Art,immer in mich reingefressen habe und NIE angesprochen habe..das Ganze hat sich aufgestaut und irgendwann muste es einfach raus.
Das ist natürlich keine Rechtfertigung für das Zerstören einer fremden Sache und soll auch keine Entschuldigung sein,
ich möchte damit nur zeigen,das mir die Ursache meines Handels heute durchaus bewusst ist und ich heute mit negativem ANDERS umgehe.
Ich treibe mitlerweile regelmässig Sport,gehe 2x/Woche ins Fitnessstudio und jogge mehrmals die Woche..alleine dadurch bin ich viel ausgeglicherner
als damals.
Am wichtigsten ist aber nicht unbedingt der Sport,er ist nur eines der Mittel mich heute anders zu verhalten,am wichtigsten sind meine Freundin/Familie und meine Freunde.
Habe ich früher noch genervt nach Stress jeder Art reagiert als ich zB zuhause
nach der Arbeit angekommen bin und auf meine Laune angesprochen wurde und wollte dieses Thema totschweigen,halt einfach nur die Tür hinter mir schliessen und meine Ruhe haben,so spreche ich heute die Dinge an,die mich beschäfftigen und habe festgestellt,das es mir damit wesentlich besser geht.Ich bin viel ausgeglichener als damals.Es tut einfach gut Dinge direkt auf den Tisch zu bringen und auszusprechen,als Stress/Frust..was auch immer aufzustauen.Mein ganzer Freundeskreis hat mir gegenüber schon erwähnt wie positiv es ist,das ich mitlerweile keine blöden Bemerkungen mehr ablasse und gereizt bin,sondern das Gespräch suche und viel ausgeglichener bin.
Meine Beziehung läuft viel positiver,nicht das sie vorher negativ gelaufen wäre,aber es macht sich bemerkbar wie gut es tut,einen Partner zu haben bei dem man sich alles von der Seele reden kann und der einem zuhört.Es geht mir einfach besser danach..was für beide seiten absolut positiv ist.
Früher war mein Gedanke,das ich mit meinem SCHEISS ALLEINE klarkommen muss und wollte andere damit nicht unnötig belasten,HEUTE weiss ich,das ich Freunde und Familie mit nichts belaste,das es totaler Quatsch war so zu denken..und das es mir wunderbar hilft DINGE direkt anzusprechen.
Mir ist heute bewusst,das einzig und alleine ICH SELBST die Situation im Parkhaus zu verantworten habe und ich Fehler gemacht habe.
Ich würde NIE MEHR,was ja ausschlaggebend war für die Kette von Ereignissen die daraus resultierte,eine Lampe einschlagen oder Dummheiten dieser Art begehen.Ich denke heute nach BEVOR ich handele und nicht umgekehrt,was solche Situation von vorne herein ausschliesst!!!
Ich habe am eigenen Leib erfahren was passieren kann wenn man sich/seine Emotionen NICHT im Griff hat.Ich weiss heute,das ich auch später hätte komplett anders handeln müssen.Heute würde ich,wenn ich schonmal die Möglichkeit habe im Auto zu sitzen,die Knöpfe runter machen und SELBST per Handy die Polizei rufen wenn ich mich bedroht fühle.Es ist mir klar,das mein damaliges subjektives Denken und einschätzen der Situation totaler Quatsch gewesen sind.NIEMAND hätte das Auto beschädigt oder mich gar aus dem Fenster gezogen.
Mir ist heute absolut bewusst,das ich hätte SOFORT anhalten müssen,als ich einen Menschen auf der Haube hatte.Damals habe ich auf Grund meines
subjektiven Empfindens aus Angst gehandelt und NICHT nachgedacht.Im vergleich Mensch/Auto zieht halt der Mensch immer den kürzeren und es besteht ein enormes Verletzungsrisiko.Ich habe als Führer eines KFZs eine Verantwortung meinen Mitmenschen gegenüber,natürlich auch mir selbst und meiner Familie gegenüber.Ich bin Vater eines kleinen,wunderbaren Jungen dem gegenüber ich natürlich auch eine gewisse Vorbildfunktion ausübe.Das soll für mich das absolut LETZTE Mal gewesen sein,das ich in einem Gericht auf der Anklagebank sitze wegen eigener DUMMHEIT.
Ich habe den Wachmann damals genötigt
gegen seinen Willen einige Meter auf der Haube "mitzufahren"..mir ist klar,das wenn ein Mensch von der Haube eines fahrenden Autos fällt
die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung mehr als gegeben ist,auch wenn ich damals nicht schnell sondern noch im anfahren war,hätte mir klar sein müssen,
das er sich zumindest leicht verletzt haben muss.Durch mein Weiterfahren habe ich somit also auch noch den Tatbestand der Unfallflucht erfüllt.
Es ist mir völlig klar,das ich in so einer Situation anhalten MUSS um mich um diese Person zu kümmern,schliesslich hätte er sich auch schwerer verletzen können und man hätte ihn evtl. ins Krankenhaus bringen müssen o.ä.
So etwas passiert mir definitiv NIE wieder,ich habe täglich darüber nachdenken können was hätte alles passieren können,wenn der Wachmann zB nicht nach einigen Metern von selbst von der Haube abgelassen hätte..nicht auszumalen.
Heute bin ich geschockt von meinem unreifen Verhalten was ich damals am 31.08 an den Tag gelegt habe und habe meine Lehren daraus gezogen..ergo
ich bin reifer geworden und handele auch entsprechend.





Was meint ihr??^^
Ist das so i.O. oder fehlen da noch wichtige Punkte/Erkenntnisse?
So zumindest würde ich das erzählen wenn man mich bei der MPU frei reden lässt..oder halt mit selben Inhalt auf die Fragen antworten.

Bin für jede Antwort/Kritik/Lob dankbar

MfG

Florist
06.10.2008, 21:06
CoKe,
insgesamt gefällt mir Deine Aufarbeitung.

So etwas passiert mir definitiv NIE wieder,ich habe täglich darüber nachdenken können was hätte alles passieren können,wenn der Wachmann zB nicht nach einigen Metern von selbst von der Haube abgelassen hätte..nicht auszumalen.
Heute bin ich geschockt von meinem unreifen Verhalten was ich damals am 31.08 an den Tag gelegt habe und habe meine Lehren daraus gezogen..ergo
ich bin reifer geworden und handele auch entsprechend.

Was hast Du außer "nachdenken" unternommen?
Wie und welche Lehren hast Du daraus gezogen?
Das sind sehr wichtige Fragen bei der MPU!!

HG,
Flori

CoKe
06.10.2008, 21:46
@ Florist
Danke für die schnelle Antwort :)

Was hast Du außer "nachdenken" unternommen?
Wie und welche Lehren hast Du daraus gezogen?
Das sind sehr wichtige Fragen bei der MPU!!

^^

Habe ich ja beschrieben,
ich habe grundlegend meine Einstellung zum Thema "Umgang mit Stress" geändert.
Ich fresse es nicht mehr in mich rein sondern spreche die Dinge an,denke nach bevor ich handele,treibe Sport,bin einfach viel,viel ausgeglichener.

Als Lehre habe daraus gezogen,das ich durch meine Änderungen ganz anders mit Stress umgehe.
Heute würde es mir im Traum nicht einfallen angestautes an einer Leuchtstoffröhre auszulassen..da sich erst gar nichts anstaut.
Wenn mich heute irgendetwas beschäfftigt,dann spreche ich mit meiner Freundin/Freunden/Arbeitskollegen drüber..hole mir deren Meinungen zu bestimmten Dingen/Themen.Wenn ich ein Problem mit irgendwem/etwas habe,spreche ich diesen Jemand darauf an und schaffe die Sache in aller Ruhe aus der Welt..warte also nicht bis sich x Dinge im Bezug auf zB diese Person summiert haben und "platze" dann/begehe Dummheiten.
Eine Erkenntniss ist das durchweg positive Feedback was ich dadurch bekomme..sei es von der Freundin,Kollegen,oder halt Freunden.Ich sage halt zB nicht mehr "Jop Tür zu,bin zuhause..will nix mehr hören/sehen und mich erst am nächsten Tag wieder damit beschäfftigen" sondern teile mich mit,wodurch es mir besser geht.So reagiere ich erst gar nicht über bei Kleinigkeiten weil sich evtl. vorher schon 2 much aufgestaut hat.Meine Freundin zB hat nicht mehr das Gefühl,das ich etwas an ihr Auslasse,sondern weiss heute warum ich angespannt bin "wenn ich es denn mal bin ;)" [kommt ja nicht jeden Tag vor]
und redet mit mir ganz entspannt drüber..dann ist alles "cool" ganz im Gegensatz zu damals.

Ich meine,es ist ja nicht so,das ich wie zB einer der ein ALK Problem hat und täglich trinkt,jeden Tag Lampen zerstöre oder vergleichbar überreagiere/mich nicht im Griff habe.

Das war ne einmalige Sache dort im Parkhaus..sowas ist mir vorher auch noch nicht passiert.

Ich kann ja jetzt nicht hergehen und dem GA sagen wie zB ein Alki:

" Hier haben sie meine Leberwerte,sehen sie ich trinke nix mehr,bin bei den AA gewesen,war beim Psychologen etc "

also auf die Art ->
" Ich habe seit 14 Monaten niemanden mehr umgefahren mit dem Rad..ich habe nichts mehr kaputtgemacht usw."

und das dann auch noch schriftl. belegen..ich habe nichts schriftliches.
Ich kann dem GA nur sagen wie es heute ist/damals war und darauf hoffen das er mir Glauben schenkt.

MfG

Florist
06.10.2008, 22:13
Du hast jetzt viel geschrieben, das ist auch nachvollziehbar...
Aber wie hast Du das erreicht??
Mit Alk.- Sündern ist das schwer vergleichbar...:cool:

CoKe
06.10.2008, 23:05
Du hast jetzt viel geschrieben, das ist auch nachvollziehbar...
Aber wie hast Du das erreicht??
Mit Alk.- Sündern ist das schwer vergleichbar...

Hi Florist,
helf' mir bitte mal auf die Sprünge..ich verstehe deine Fragestellung nicht^^

Was meinst du konkret mit "WIE hast du WAS erreicht"?

Vllt. kannst du mir ein Beispiel geben?!? :? :? :?

MfG

Florist
06.10.2008, 23:13
Beispiele zu geben ist recht schwierig...
Ich versuch es mal anders rum:
Was hat Dich zum Weg der Erkenntnis geführt??
Gab es da einen Auslöser??

CoKe
06.10.2008, 23:51
Damals habe ich die Situation fehlinterpretiert auf Grund dessen,das ich ziemlich aufgeregt war.
Soll heissen,nachdem ich mich anschliessend wieder beruhigt habe,habe ich die Situation bereits anders eingeschätzt,da ich wieder klar nachdenken konnte.


Klingt das für dich plausibel,findest du das so O.K.,oder sollte ich daran noch was ändern?

MfG

samuel
07.10.2008, 00:50
Anmerkung:
[Der Richter sagte,womit er auch 100%ig Recht hat, "es sei völlig egal WIE der Wachmann auf der Haube gelandet sei,er glaube mir sogar,nur ist es trotzdem FAKT,DAS er auf der Haube war,was den Tatbestand der Nötigung erfülle,da er ja gegen seinen Willen unfreiwillig von mir mehrere Meter darauf befördert wurde"]


Das würde ich als Aufhänger nehmen.
Der Richter hat Dir das klar gemacht und es hat gefruchtet.
Du warst im nachhinein von Dir selber entsetzt, was alles hätte passieren können und dann hast Du Dich mit Deinen Leuten beraten, wie Du dem Streß zu Leibe rücken kannst.

Ansonsten paßt das.

-------------------

Nun ist es aber unwahrscheinlich, daß Du gleich beim ersten Frustabbau erwischt wurdest. An Deiner Stelle würde ich den Frustabbau in mehreren Stationen aufbauen um es dann in der Zerstörung der Lampe enden lassen.

Als Kind hast Du meinetwegen Dein Spielzeug zertrampelt, später dann mal einen Zaun eingetreten, letztendlich die Lampe mit dem Wachmann zerstört (oder so ähnlich- Du verstehst mich eventuell?)

Beschreibe Deine aufkommenden Gefühle beim Streßabbau.

Früher durch Zerstörung, heute durch körperliche Betätigung.
Wie geht es Dir mit dem Streß, wie geht es Dir im abgebauten Zustand.

-----------------

Wie gesagt, es sind Kleinigkeiten, im Großen und Ganzen paßt es.

Samuel

CoKe
07.10.2008, 01:18
@ Samuel
Vielen Dank für deine super Antwort und deine Einschätzung,dass es deiner Meinung nach im Grossen und Ganzen passt lese ich gerne und es stimmt mich ein wenig positiver für Donnerstag..thx.

Ich hätte da aber durchaus nochmal eine Frage.

Inwiefern sollte man differenzieren zwischen der Zerstörung der Lampe ( als Stressabbau ) und der anschliessenden Flucht aus der Situation ( Panik / Angst )?

Grundsätzlich war das zerstören der Lampe die eine Sache,das anschliessende Handeln (PKW starten,losfahren,abhauen ohne nach dem Wachmann zu schauen die Andere.

Habe ich deiner Meinung nach alle evtl. Fragen des GA zur genüge beantwortet oder soll ich auf Punkt 2 noch gezielter eingehen?
Im Sinne von starker Emotionalität in der Situation,dadurch falsches Einschätzen dieser,dadurch falsches Verhalten.In der Vergangenheit habe ich einige negative Erfahrungen mit aggressiven Menschen gemacht ( Schule,Schlägereien,Bedrohungen ), wodurch ich sicherlich auch die Situation als bedrohlicher eingeschätzt habe als sie tatsächlich war.
Hällst du es für wichtig,das Ganze zur Sprache zu bringen..also meine Schulzeit um damit zu erklären das ich deshalb viel zu stark emotional reagiert habe?
Oder sollte ich das lieber ganz rauslassen,bevor der GA davon ausgeht,das ich mich emotional in bestimmten Situationen nicht genug unter Kontrolle habe und zu panisch reagiere?

MfG

samuel
07.10.2008, 01:36
Wieso siehst Du es nicht als Abfolge auf der Basis der fehlenden Streßbewältigung?

Du trennst, das ist nicht nötig. Eine Situation ergibt doch die andere.

Trage das so vor, wenn Du da dran rumsägst und versuchst Dich in Einzelsituationen als Guten darzustellen, dann wirst Du keine Pluspunkte sammeln.

Dem Führer haben sie die Autobahn auch nicht angerechnet, was zählt sind die Vergehen, auch wenn Du nett zu Hunden bist.

Samuel

CoKe
07.10.2008, 02:14
@ Samuel,
nochmals thx für die schnelle Antwort :)
Ich sitze jetzt hier und mache mir so meine Gedanken,ich sehe es genauso wie du und hoffe mit meiner bisherigen Ausführung am Donnerstag auf ein positives Gutachten,doch diskutiere ich parrallel mit meiner Freundin hier @ home und frage mich jetzt ob da nicht doch was dran ist -->


Hi,
Ich bin die Freundin,wollte mir jetzt nicht extra einen eigenen Account machen,schreibe deshalb in diesem.
Wir unterhalten uns da gerade drüber,er sieht das so wie du,als Abfolge der Ereignisse,eins ergab das andere etc..Ich sag mal für mich ist das halt nicht wirklich plausibel,denn ich denke mir halt,es ist eine Sache seinen Stress beim Kaputtmachen von Gegenständen auszulassen(das man natürlich durch z.B. anderen Umgang mit Stress ändern kann),aber für mich ist das eine andere Sache wenn man nach dem jemand auf der Motorhaube vom Auto lag und sich mittlerweile am Boden befindet den Ort verlässt und die Flucht ergreift.Das kann ich für mich halt nicht mit falscher Stressbewältigungsstrategie oder sowas begründen.Ich mein auch wenn nichts schlimmes passiert ist,ist es doch ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und inwiefern greift da das Argument noch mit falschem Umgang mit Stress?Für mich ist das ein ziemlicher Unterschied zu sagen ok,ich hab meine Wut an der Lampe ausgelassen auf Grund von aufgestautem Stress,aber auf Grund von aufgestautem Stress einen Unfallort zu verlassen ist für mich nicht logisch genug.
Kurz gesagt warum sollte man auf Grund von aufgestautem Stress überhaupt erst die Flucht ergreifen (bevor der Typ überhaupt auf der Motorhaube war) ebenso wieso sollte man deshalb einen Unfallort verlassen wollen?ist für mich nicht schlüssig genug,
bitte um Antwort
mfg

Was meint ihr dazu?^^


MfG

samuel
07.10.2008, 02:46
Was wir meinen ist doch egal, was der Gutachter denkt, das ist es, was zählt.
Und der geht in keinem Fall von einer Einzelfalltheorie aus.

Der schaut in die Statistik und sieht, daß Du ein paar hundert Sachen gedreht hast, bevor Du auffällig wurdest. Das hast Du schon eine Weile bei Dir und weil Du nicht damit umgehen konntest, hast Du die Lampe zerstört und weil Du die Lampe zerstört hast, lag der Typ bei Dir auf der Haube.

Ursache und Wirkung.
Du versuchst einfach ein Stück aus der Causalkette rauszuschneiden und es in einem anderen Zusammenhang zu präsentieren.
Den Weg wird der Gutachter nicht folgen.

Samuel

CoKe
07.10.2008, 03:29
Nochmals eine Sache die meine Freundin loswerden wollte..-->>

Hi nochmal,
ich wollte nicht sagen dass ich von einem Einzelfall ausgehe und natürlich gehts dabei nicht um meine Meinung.Sorry falls du dass so verstanden hast.
Ich versuche nicht ein Stück aus der Kausalitätskette rauszuschneiden,sondern denke dass es genaugenommen keine ist.Denn wenn ich jetzt aufgestauten Stress als Ursache habe und die kaputte Lampe als Wirkung davon,kommt das hin.Aber es ist keine Ursache Wirkung Sache wenn man sagt weil ich die Lampe kaputtgemacht habe lag der Typ bei mir auf der Haube,ebenso wie weil der Typ bei mir auf der Haube lag,musste ich den Unfallort verlassen.Denn bei den beiden Sachen bleibt es mir ja immer noch selbst überlassen wie ich handel,schliesslich hätte man genausogut einfach warten können bis die Polizei am Ort ist oder nachschauen ob dem Typen was passiert ist.Dabei besitzt man immer noch genügend Handelsspielraum.Soll heissen diese Ursachen erzielen nicht automatisch diese Wirkungen.Geht dabei nicht um meine Meinung,ich versuche mich nur in den GA reinzuversetzen,und an dessen Stelle wäre das für mich kein ausreichender Grund.

Mein Kopf raucht mitlerweile..ich schaue später nochmal rein,ob jemand darauf^^ noch was geschrieben hat "samuel evtl.?!?"
Dann mache ich mir nochmal in aller Ruhe meine Gedanken wie genau ich das Ganze am Donnerstag angehen werde.Habe ja zum Glück noch 2 Tage Zeit und nach euren bisherigen Antworten habe ich das Gefühl auf nem ganz guten Weg zu sein..ich muss jetzt erstmal schlafen sonst bekomme ich nichts mehr auf die Kette.
Habe mir zum Glück die ganze Woche Urlaub genommen :D

Danke nochmal für alles was ihr bisher gepostet habt :)

MfG

hexenkessel
07.10.2008, 04:57
CoKe :)
Nochmals eine Sache die meine Freundin loswerden wollte..-->>
muß deine Freundin zur MPU oder DU ?
wenn man sagt erst du ..dann Freundin und dann "man" ... und wer ist "man ?
hätte man genausogut einfach warten können bis die Polizei am Ort ist oder nachschauen ob dem Typen was passiert ist
ebenso wie weil der Typ bei mir auf der Haube lag,musste ich den Unfallort verlassen
wieso mußte er das ? oder du ? deine Meinung ok ...ist aber nicht der richtige Zeitpunkt ...dein Freund muß zur MPU und nicht du
Dabei besitzt man immer noch genügend Handelsspielraum.Soll heissen diese Ursachen erzielen nicht automatisch diese Wirkungen.Geht dabei nicht um meine Meinung,ich versuche mich nur in den GA reinzuversetzen,und an dessen Stelle wäre das für mich kein ausreichender Grund. kein User weiß was er für ein GA hat :cool:
Was wir meinen ist doch egal, was der Gutachter denkt, das ist es, was zählt.
Und der geht in keinem Fall von einer Einzelfalltheorie aus.

CoKe
07.10.2008, 06:34
@ Hexe
sag mal..kann es sein,das du gar nicht verstanden hast WAS sie da oben schreibt^^?

Dein ganzer Post ergibt von A bis Z NULL Sinn,sry auch wenn du "Mod" bist,ist so.
wieso mußte er das ? oder du ? deine Meinung ok ...ist aber nicht der richtige Zeitpunkt ...dein Freund muß zur MPU und nicht du

^^NATÜRLICH muss ICH dahin,soll aber nicht heissen,das SIE sich nicht auch mit der Problematik auseinandersetzt und mit mir drüber redet ;)
Sie hat auch nirgendwo geschrieben das es IHRE Meinung sei,ihre Meinung ist ne ganz andere..es geht ihr nur darum,das die Möglichkeit durchaus bestehen könnte das ein GA so denkt!

Es ist auch logisch das ich/sie/oder sonst wer NICHT wissen kann was da für ein GA sitzen wird,aber ich nehme mir mal raus zu behaupten,das da nicht nur VOLLIDIOTEN als GAs hocken :cool:

erst du ..dann Freundin und dann "man" ... und wer ist "man ?

Sie verallgemeinert einfach^^
Will dich jetzt nicht angreifen oder so,also bitte versteh mich net falsch..aber ist doch logisch was sie mit MAN meint :cool:

MfG

samuel
07.10.2008, 10:22
@ coke´s girl!

Nun ist es ja ziemlich einfach etwas zu verneinen.


Wie soll es denn Deiner Meinung nach gewesen sein?
Wie willst Du widerspruchsfrei erklären, daß die Lampe nichts mit der Flucht zu tun hat?

Wir orakeln hier alle rum, denn wir kennen die Gutachter ja auch nicht.
Was wir haben, das ist eine gewisse Erfahrung, wie vergangene Entscheidungen getroffen wurden und ausgehend davon beraten wir die Probanden.

K.Putnik
07.10.2008, 12:05
Pass auf Coke,


Habe ich ja beschrieben,
ich habe grundlegend meine Einstellung zum Thema "Umgang mit Stress" geändert.Du arbeitest an der falschen Baustelle, da geb ich deiner Freundin Recht. Dein Problem ist nicht der Stress sondern die Aggression.

Bevor ich jetz anfang, dir ist schon klar, das da überall Kamera's hängen in einem Parkhaus? Sei dir sicher, da ist alles ganz genau dokumentiert was vorgefallen ist...was glaubst du von wo aus sie dich gesehen haben?!

Und jetz guck mal was der Gutachter bei der MPU über dich wissen wird:

Junger Mann, 27, beschädigt ohne jeden Grund öffentliches(/privates?) Eigentum, steht nicht zur Tat und versucht zu flüchten als er gestellt wird, nimmt dabei sogar schwere Körperverletzung in Kauf.

So, jetz frag dich mal selbst:
Ist es da wirklich genug von Stress und Angst zu erzählen?

Das können ja Folgen sein, die Ursache und damit dein Problem ist aber letztendlich deine Aggression!

Genau DAS musst du bei der MPU beackert und im Griff haben.

Selbst wenn dir der GA sagt, er lässt dich durchfallen, bleib ruhig. Vielleicht will er nur sehen, wie du reagierst...

Erzähl doch am besten mal warum du immer so aggressiv drauf bist. Erzähl mir jetzt nix von Stress, als Kind hattest du noch recht wenig, und da müssten ja irgendwo schon die Grundsteine für deine aggressive Ader gelegt worden sein.

Verstehst du?

Und diese Aggression musst du jetz im Griff haben.

Ich hoffe das hilft dir für Morgen noch ein bisschen und bringt dich nicht total aus dem Konzept.

Du machst das schon glaube ich.

MfG

CoKe
07.10.2008, 15:51
@K.Putnik

Thx für deine Antwort!

Du bist der Erste,der versteht wie sie das meinte und warum sie das SO geschrieben hat.

Bevor ich jetz anfang, dir ist schon klar, das da überall Kamera's hängen in einem Parkhaus? Sei dir sicher, da ist alles ganz genau dokumentiert was vorgefallen ist...was glaubst du von wo aus sie dich gesehen haben?!


Nein,dort gab es keine einzige Kamera (wirklich wahr) und du kannst mir ruhig glauben,es hat sich genauso verhalten wie ich es ganz am Anfang beschrieben habe.Ich habe keinen Grund hier im Forum Mist zu erzählen/zu lügen ;)
Sonst hätte ich direkt gesagt, "das und das ist passiert,das kann ich aber so und so nicht erzählen".Dann hätte ich konkret gefragt was ich mir in so nem Fall aus den Fingern saugen kann.
Der Wachmann behauptete damals mich von AUSSERHALB des Parkhauses von einer Anhöhe aus gesehen zu haben,war aber bereits 30sek später vor Ort,was mich dazu bringt zu behaupten,er hat das GEHÖRT (das klirren) und nicht gesehen.Ist aber auch egal,da ich das ja später bei der Polizei eingeräumt habe.

Erzähl doch am besten mal warum du immer so aggressiv drauf bist. Erzähl mir jetzt nix von Stress, als Kind hattest du noch recht wenig, und da müssten ja irgendwo schon die Grundsteine für deine aggressive Ader gelegt worden sein.

^^ Also ganz ehrlich,ich bin generell kein aggressiver Mensch und von daher nicht "immer" wie du schreibst so aggressiv drauf.Klar habe ich schonmal über die Stränge geschlagen,nur in so einer Form zum ersten Mal.

Das Ding ist nicht,das ich zu aggressiv bin (also generell),sondern vielmehr,das ich mich in bestimmten Situationen nicht so ganz unter Kontrolle hatte und zu stark emotional reagiert hab.Sei das zum einen,beim Beschädigen der Lampe..oder auch später beim Entschluss das Weite zu suchen.
Ich würde mein Verhalten später,also NACH der Sache mit der Lampe,eher als panisch/ängstlich bezeichnen und nicht als rambomässiges "aggressives Verhalten".


Du machst das schon glaube ich.

^^ Vielen Dank,ich hoffe es auch.

Ich mache mir jetzt nochmal meine Gedanken,WIE ich das plausibel schildere mit dem losfahren und dem,was sich daraus ergeben hat und poste es dann nochmal später hier.Für Meinungen wie ihr das dann später findet wäre ich sehr dankbar.

MfG

samuel
07.10.2008, 18:39
Du arbeitest an der falschen Baustelle, da geb ich deiner Freundin Recht. Dein Problem ist nicht der Stress sondern die Aggression.

Das trennen zu wollen halte ich für einen Fehler.
Da er den Streß nicht abbauen konnte steigerte sich das Gefühl so weit, daß es in der Agression sein Ventil fand.

Samuel

CoKe
07.10.2008, 19:06
So,
ich habe mir nochmal gründlich Gedanken gemacht über mögliche Ursachen meines Verhaltens und ob die nicht doch schon weiter zurückliegen
( Kindheit).Du hast Recht,das Zerschlagen der Lampe war nur ein Ventil.
Die Ursache des Ganzen liegt tatsächlich in meiner Kindheit.
Mein Vater war für mich immer ein absolutes Vorbild in jeglicher Hinsicht.Er war extrem erfolgreich im Beruf,machte sehr viel Sport
( Fussball,Boxen,joggen,schiessen..allerdings professionel und nicht in einem Schützenverein ).
Er war ein durch und durch glücklicher,lebensfroher Mensch,was sich auch positiv auf die ganze Familie ausgewirkt hat.
Im Alter von 9 Jahren bekam mein Vater,der mitlerweile verstorben ist,seinen ersten Herzinfarkt und ich durfte nachts mit
ansehen wie er von den Notärzten auf einer Trage an mir vorbei getragen wurde.Danach war Schluss mit Sport und teilweise auch mit seiner Arbeit,
er durfte sich nicht mehr anstrengen (hatte Drähte in der Brust) und sich auch sonst keinem Stress aussetzen.Mit dieser neuen
Situation konnte er nicht umgehen.Kurze Zeit später bekam er einen zweiten Infarkt und wenig später seinen ersten Schlaganfall.
Er war wie gesagt Sportler und hat nicht grossartig geraucht und auch keinen Alkohol getrunken.
Nachdem dann aber eines zum anderen kam und er sogar noch einen zweiten Schlaganfall bekam,war aus diesem einst so lebensfrohen
Menschen ein unglücklicher Mann geworden.Mit dieser Situation konnte er absolut nicht umgehen.Er fing an zu trinken und sich
aufzugeben.Daducrh hat es bei mir den Anfang genommen,das auch ich mich mit Konflikten nicht mehr richtig auseinandergesetzt habe.
Es wurde mir ja schliesslich täglich vorgelebt.Konflikte wurden zuhause in den meisten Fällen nicht gelöst.
Damit möchte ich jetzt nicht meine Familie als schuldige für mein damaliges Verhalten hernehmen,doch ich denke,das ich damals
bereits angefangen habe mir diese Verhaltensstrategien anzueignen.Nach dem Vorfall habe ich mich dann auch erstmalig selbstkritisch
mit mir auseinandergesetzt.Dadurch das ich die Ursachen für mein Handeln erkannt habe,konnte ich mein Verhalten zum positiven ändern.
Soll heissen,wenn ich HEUTE Stress habe,oder in einem ähnlichen Konflikt bin,stelle ich mich diesem aktiv,suche offen das Gespräch
und versuche das Problem zu lösen(wodurch ich gar nicht mehr in die Situation komme einen Gegenstand kaputschlagen zu wollen).
Dadurch staut sich bei mir HEUTE nichts mehr auf und ich bin viel ausgeglichener.Somit bin ich auch in Situationen,
in denen ich mich früher überfordert gefühlt habe viel ruhiger und verliere nicht mehr die Kontrolle.
Heute stelle ich mich Konflikten oder Problemen aktiv,und versuche nicht mehr mich diesen zu entziehen(Flucht/losfahren).
Meine allgemeine Gefühlslage ist mitlerweile viel stabiler,ergo würde mich eine vergleichbare Situation nicht mehr emotional
überforden,so das ich panisch und kopflos reagieren würde.



^^ Soweit so gut,ich würde das jetzt SO^^ in der Exploration vortragen und im Anschluss das erzählen,was ich auf Seite 1 bereits unter
"Schlussvolgerung" geschrieben habe (positives Feedback von Familie/Freunden/Kollegen,Sport usw.)

Was haltet ihr davon,wie stehen damit meine Chancen auf ein positiv???

MfG :)

samuel
08.10.2008, 00:19
Wie aus dem Schulbuch.

Ein paar konkrete Beispiele noch von früher und heute under der Gutachter wird weinen vor Freude.

Samuel

K.Putnik
08.10.2008, 02:57
:heul::heul::heul:

Wie ich schon sagte, du machst das schon...

MfG

CoKe
08.10.2008, 12:48
Wie aus dem Schulbuch.

Ein paar konkrete Beispiele noch von früher und heute under der Gutachter wird weinen vor Freude.

Samuel

Wie ich schon sagte, du machst das schon...

MfG

Danke für diese Worte Leute,das stimmt mich ein wenig positiver für morgen :)

In 24h ist es jetzt soweit,dann sitze ich beim GA .Momentan bin ich echt ultra aufgeregt,aber ich versuche das dort in aller Ruhe anzugehen "soweit möglich :) ".Wenn noch wem was wichtiges aufgefallen sein sollte was ich unbedingt noch zusätzlich reinbringen muss,dann lasst es mich wissen ;)
Ansonsten melde ich morgen wieder nach der MPU und berichte euch wie es gelaufen ist.

Drückt mir die Daumen.

MfG

Opa
08.10.2008, 18:35
Hallo CoKe

Drückt mir die Daumen.
,,,das hiermit geschehen soll :pro: :pro:

wünsche Dir für morgen viel Erfolg ! ! !

Gruß Opa

CoKe
10.10.2008, 18:39
SOOO...!!

SRY für die Verspätung,ich war gestern fertig mit den Nerven und zusätzlich hat mein Internet gesponnen..der Tag gestern war ein absoluter Horrortrip für mich.

Hat gut angefangen und irgendwie BÖSE geendet..ich poste jetzt gleich meinen Erfahrungsbericht in den entsprechenden Bereich und bitte euch mir irgendwas dazu zu sagen..ich bin völlig durch den Wind.

So,
der Bericht ist jetzt fertig..und ich bin es auch =(
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=13492

MfG