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BERTiii
11.12.2008, 18:21
Hallo zusammen, bin seit gestern auf dieser Seite, und habe mir sehr genau den Threat von vectra_b_caravan 05.12.2008

durch gelesen. Es ist erstaunlich, was er für einen Wandel durchgemacht hat, und was er dafür geleistet hat.

ich habe vor 2 Wochen einen Avanti40-Kurs vom Nord-Kurs beendet. Der hat 990 Euro gekostet und hat mir für meine Aufarbeitung sehr geholfen. Abschließend möchte ich euch fragen, wie ihr mich einschätzt:


Was ist passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr nicht an die STVO gehalten und bin durch häufige Straßenverkehrsgefährdung und Körperverletzung aufgefallen.

Warum sind Sie hier?
Ich habe mein Verhalten geändert und möchte durch ein Gutachter bestätigt wissen, dass ich wieder geeignet bin, im Straßenverkehr ein PKW zu führen.

Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich hatte 4 Verstöße bei denen ich erwischt worden bin. Wie viele ich insgesamt hatte kann ich Ihnen nicht sagen, wenige werden es nicht gewesen sein.

Was waren das für Verstöße?
10.07.2000 Eingriff in den Straßenverkehr + Beleidigung
22.03.2003 Überhöhte Geschwindigkeit innerorts 35 km/h
20.02.2004 Straßenverkehrsgefährdung mit Körperverletzung / Unfall
Sicherstellung des Führerscheins
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Das was passiert ist schlimm genug, es hätte für die Verkehrsteilnehmer mit einer Querschnittslähmung oder dem Tod ausgehen können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Gegenseitige Rücksichtnahme, Einhaltung der Straßenverkehrsordnung, damit so wenig passiert wie möglich.


Warum ist es passiert?

Ich wusste es damals nicht. Ich sah mich hier als Opfer, die ganze Welt war gegen mich. So hab ich mich damals gefühlt. Es wurde mir erst durch ein Erlebnis bewusst, dass mir gezeigt hat, was eigentlich die ganzen Jahre schief gelaufen ist.
Ich war in der Schule immer derjenige, der heute als der „Looser“ bezeichnet würde. Meine Klasse hatte somit immer ein leichtes Spiel mit mir, einen auf dem Sie drauf prügeln konnten. Wehren? Konnte ich mich kaum, es waren einfach zu viele. In den Pausen und auf dem nach hause Weg wurde ich jeden Tag aufs neue verprügelt.
Zu hause war es im Endeffekt nicht anderes, es war zwar Familienzusammenhalt da, um sich gegen die wehren. Aber hinter den Kulissen ging es zu hause auch weiter. Mein Vater war immer auf Montage und kam entweder jedes Wochenende oder alle 2 Wochen nach hause. Und wehe es wurden die Aufgaben nicht erledigt, die er uns Aufgegeben hatte. Dann gab es wieder ärger. Egal was man auch machte, ob man seine Werkstatt bis auf die kleinsten Schrauben sortierte, die Regale aufräumte und das alles bei Minusgraden, nichts stellte ihn zufrieden. Im Gegenteil es fehlte mal eine Wasserpumpenzange und da habe ich Schläge mit der Faust bekommen oder einer Eisenstange. Hinterher stellte sich heraus das er die Zange im Wohnzimmer im Heizschrank liegen gelassen hatte.
Es kam keine einzige Entschuldigung.

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Ich habe zu der damaligen Zeit kein Selbstbewusstsein entwickeln können, ich war in der Schule, da ging es drüber und drunter und zu hause musste ich den Innenausbau machen, damit der Vater sieht das ich in der Woche etwas gemacht habe, damit es keinen ärger gibt.
Ich habe die Unterdrückung irgendwann satt gehabt, ich wollte nicht mehr der jenige sein, der Dresche bekommt. Ich fing an mich zu verteidigen und mir die Leute, die jeden Tag auf mir herumhackten, mich einzeln an denen zu rächen.
Später hatte ich einen Autounfall, also Auto kaputt, meine Wohnung brannte ab, meine Freundin verlies mich, zu hause immer und immer wieder ärger. Ich habe somit meinen ärger auf der Straße ausgelassen.



Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Es ist wie eine Spirale, man ist unzufrieden mit sich selbst, geht arbeiten, hat hinterher immer weniger Geld, für mehr arbeit. Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt und habe mir dann durch die Taten mein Respekt der jugendlichen erkämpft. Nicht nur der Gegner, sondern auch meinen damaligen Kumpels zu zeigen, das in mir ebenfalls was steckt, vor dem man Respekt haben sollte.


Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
10.07.2000 ich hab mich gut gefühlt, weil ich ihm in dem Moment gezeigt habe, das ich auch anders kann, bei der Verurteilung habe ich mich eher als Opfer gefühlt, warum ich jetzt dafür eine Strafe bekomme, obwohl die mir das über Jahre angetan haben.
22.03.2003 ich fühlte mich ebenso gut, da ich das Gefühl der Freiheit hatte, auf der Straße konnte ich alle sorgen vergessen, bis zu dem Zeitpunkt der Verkehrskontrolle.
20.02.2004 mir ging es hauptsächlich darum, nicht zu hause sein zu müssen, deswegen fuhr ich an diesem Tag auch in Richtung Braunschweig zu einem Freund, mit dem ich das Wochenende verbringen wollte. Ich bin wie immer wieder schnell and aggressiv gefahren, um schneller in BS zu sein. Als es dann zum Unfall kam, war es mehr als schön.

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Meine Freundin half mir sehr, sie unterstützte mich als ich in U-Haft saß. In der U-Haft hatte ich zeit über all das nachzudenken, was ich bis dahin im Alltag nicht hatte. Ich habe nach der U-Haft den Kontakt zu meinen Vater abgebrochen. Ich habe mir viel zu viel von ihm angenommen und lebte schon genau nach seinem Muster, alles was schief geht, wird bei Freunden und Familie an Frust abgeladen.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Überheblich, besserwissend, mir kann doch eh niemand was

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Verdammt, warum ich schon wieder? Hab mich natürlich auch dementsprechend der Polizei gegenüber verhalten. War patzig und uneinsichtig.

Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Ärgerlich, schon wieder muss ich für etwas bezahlen.

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Verkehrssünden zu begehen?
Habe mir nichts vorgenommen, habe es hin genommen und später wieder verdrängt.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Ich hatte keine Vorsätze!

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
ich erhielt Respekt von denen und es sollte ohne mich nichts mehr laufen, ich war überall dabei und es wurde immer nach meiner Meinung gefragt.

Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe perspektiven und Ziele dich ich noch erreichen möchte, und darin kommt Gefängnis nicht vor. Habe heute einfach eine andere Sichtweise, und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben.

Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?
Eindeutig die U-Haft, ohne Freiheit zu sein, eingesperrt zu sein, vor dem Ruin meines Lebens zu stehen.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich suchte mir arbeit, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Eigentlich hab ich einen Großteil meiner Freundin zu verdanken, sie steht auch noch heute hinter mir, und schenkt mir die geduld und liebe, die ich nicht wirklich in meiner Familie erfahren habe.

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Positiv, ich fühle mich gut dabei… zu sehen, wie ich wieder durch Leistung und Engagement einen Status erhalte.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Kann ich Ihnen nicht sagen, da ich zu dem alten Umfeld keinen Kontakt mehr habe und das neue Umfeld, weiß ja nicht wie ich früher war.

Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Konnte keine Feststellen

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Meine Grundeinstellung hat sich extrem geändert, ich bekomme heute durch Leistung im Beruf und durch meine Firma, der nötigen Respekt. Ich brauche nicht mehr schnell fahren oder andere im Straßenverkehr zu verhauen, weil Sie mich durch ihre Fahrweise aufgeregt haben. Jeder bekommt das, was er verdient. Deshalb find ich es wichtig die Leute machen zu lassen. Verkehrsgefährdung mit Körperverletzung sind von nun an Vergangenheit.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe das erste Mal Vorsätze gemacht, indem ich mir sagte: Du willst nicht werden wie dein Vater, es hat mich Unmengen an Geld und Ärger gekostet und anderen fast das Leben. Ich spiele heute in einem Verein (zum ersten Mal in meinem Leben), habe einen geregelten Tagesablauf und engagiere mich in einem öffentlichen Amt.
Kenne viele Leute in hohen Positionen und bin heute recht bekannt und angesehen, sodass ich diesen Ruf nicht aufs spiel setzen möchte.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Nichts. Definitiv nichts. Ich halte daran fest. Ich möchte nicht schon wieder alles kaputt machen, was ich mir jetzt mühselig aufgebaut habe.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Ich denke einen Psychologen um Hilfe bitten, Gespräche führen, die einem dabei helfen seine Probleme zu erkennen und tiefgründiger zu erarbeiten. Es gibt Beratungsstellen und Organisationen die ich aufsuchen werde. Und mir meine alten Unterlagen vornehmen, und mich nochmals daran erinnern, was passiert, wenn ich rückfällig werden sollte!

blossom
11.12.2008, 20:38
Hallo Bert

Lese dir doch bitte mal selbst deine Antworten durch und vergleiche mit caravan. Deine Antworten zeigen nicht das geringste das du etwas aus deinen Fehler gerlernt hast. Ein Gutachter soll dir nun also den Lappen wieder geben und bestätigen das es bei dir nicht wieder passieren wird.
In all deinen Antworten lese ich nur Thesen... wo bitte sind deine Antworten zu den Thesen, wo bitte ist dein neues Leben in dem das nicht mehr passiert, wo bitte ist deine Verhaltensänderung?

BERTiii
11.12.2008, 23:09
das ist wirklich dein Eindruck?
Woran machst du das aus, das sich nichts geändert hat?
ich bin gerade etwas geschockt...

Kannst du mir bitte defferenzierter sagen woran du das bemerkst?
Weil die MPU hätte ich jetzt am 17.12.08... und wenn ihr meint, dass ich trotz Vorbereitungskurs und meiner Selbsterkenntnis es immer noch nicht zum Ausdruck bringen kann, dann verschiebe ich das ganze...

Say
11.12.2008, 23:14
Nun du schreibst hier eine Menge Dinge die zwar für dich einen Sinn machen ..... da die Hintergründe vielleicht in deinem Kopf sind ..... aber für Fremde nicht ersichtlich .... weder für uns noch für einen Gutachter. Wie Blossom schrieb les mal deinen Fragebogen unter dem Aspekt das dir ein Fremder sowas erzählen würde. Was könntest du damit anfangen?

BERTiii
11.12.2008, 23:35
das wird mein Problem werden, jemanden genau das zu erklären, ich habe soeben angefangen...parallelen zu ziehen... un mir fiel auf... das ich garnich richtig auf die Fragen eingehe und auf den Punkt komme...

ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen....

Mein Problem ist einfach, ich bin immer im Straßenverkehr mit Körperverletzung aufgefallen, ich habe mich da ausgelebt, weil dass das einzige für mich war... wo ich mal von allem fliehen konnte... das gab mir den kick...

samuel
12.12.2008, 00:05
Hallo Berti!

Ich hoffe Du hast ein bischen Zeit mitgebracht.


Warum ist es passiert?

Ich wusste es damals nicht. Ich sah mich hier als Opfer, die ganze Welt war gegen mich. So hab ich mich damals gefühlt. Es wurde mir erst durch ein Erlebnis bewusst, dass mir gezeigt hat, was eigentlich die ganzen Jahre schief gelaufen ist.
Ich war in der Schule immer derjenige, der heute als der „Looser“ bezeichnet würde. Meine Klasse hatte somit immer ein leichtes Spiel mit mir, einen auf dem Sie drauf prügeln konnten. Wehren? Konnte ich mich kaum, es waren einfach zu viele. In den Pausen und auf dem nach hause Weg wurde ich jeden Tag aufs neue verprügelt.
Zu hause war es im Endeffekt nicht anderes, es war zwar Familienzusammenhalt da, um sich gegen die wehren. Aber hinter den Kulissen ging es zu hause auch weiter. Mein Vater war immer auf Montage und kam entweder jedes Wochenende oder alle 2 Wochen nach hause. Und wehe es wurden die Aufgaben nicht erledigt, die er uns Aufgegeben hatte. Dann gab es wieder ärger. Egal was man auch machte, ob man seine Werkstatt bis auf die kleinsten Schrauben sortierte, die Regale aufräumte und das alles bei Minusgraden, nichts stellte ihn zufrieden. Im Gegenteil es fehlte mal eine Wasserpumpenzange und da habe ich Schläge mit der Faust bekommen oder einer Eisenstange. Hinterher stellte sich heraus das er die Zange im Wohnzimmer im Heizschrank liegen gelassen hatte.
Es kam keine einzige Entschuldigung.

Das ist ein schöner Anfang, erklärt aber nicht, warum Du wie ein Irrer im Straßenverkehr unterwegs bist.

Da fehlt der Zusammenhang.

Was wolltest Du mit Deinem Verhalten bezwecken und was für Vorteile hat Dein Verhalten Dir in diesem Moment gebracht?

Du hättest ja auch ins Kloster gehen können und Mönch werden.

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Es ist wie eine Spirale, man ist unzufrieden mit sich selbst,

Man geht gar nicht, darauf solltest Du achten.
Da halten die Psychologen für Verdrängung. Du mußt Dich immer mit Deinen Taten identifizieren.
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Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Verkehrssünden zu begehen?
Habe mir nichts vorgenommen, habe es hin genommen und später wieder verdrängt.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Ich hatte keine Vorsätze!


Gut erkannt, gute Antwort
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Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
ich erhielt Respekt von denen und es sollte ohne mich nichts mehr laufen, ich war überall dabei und es wurde immer nach meiner Meinung gefragt.

Diese Antworten zeigt keinen Zusammenhang mit irgend etwas anderem.

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Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Meine Freundin half mir sehr, sie unterstützte mich als ich in U-Haft saß. In der U-Haft hatte ich zeit über all das nachzudenken, was ich bis dahin im Alltag nicht hatte. Ich habe nach der U-Haft den Kontakt zu meinen Vater abgebrochen. Ich habe mir viel zu viel von ihm angenommen und lebte schon genau nach seinem Muster, alles was schief geht, wird bei Freunden und Familie an Frust abgeladen.


Was ist mit Mama?

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Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe perspektiven und Ziele dich ich noch erreichen möchte, und darin kommt Gefängnis nicht vor. Habe heute einfach eine andere Sichtweise, und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben.


Hier sind konkrete Änderungen gefragt.

Wie baust Du Streß ab?
Wie reagierst Du, wenn Dich jemand dumm anmacht?
Dich will einer verprügeln, was tust Du?

Kehre das Neue an Deiner Handlungsweise heraus und zeige den Vorteil auf, den Du davon hast.
Bewerte die neue Handlungsweise und berichte von Reaktionen Deiner Umgebung.

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Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Eigentlich hab ich einen Großteil meiner Freundin zu verdanken, sie steht auch noch heute hinter mir, und schenkt mir die geduld und liebe, die ich nicht wirklich in meiner Familie erfahren habe.

Was ist damit:
ich habe vor 2 Wochen einen Avanti40-Kurs vom Nord-Kurs beendet. Der hat 990 Euro gekostet und hat mir für meine Aufarbeitung sehr geholfen

Wieso erwähnst Du das nicht?
Da läßt sich doch bestimmt 10 Minuten drüber schwafeln, wie genau Dir das geholfen hat?

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Das ist schon nicht zu übel, aber sehr wenig konkret.
Die wollen Beispiele aus Deinem Leben hören.

Samuel

vectra_b_caravan
12.12.2008, 00:08
Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Meine Freundin half mir sehr, sie unterstützte mich als ich in U-Haft saß. In der U-Haft hatte ich zeit über all das nachzudenken, was ich bis dahin im Alltag nicht hatte. Ich habe nach der U-Haft den Kontakt zu meinen Vater abgebrochen. Ich habe mir viel zu viel von ihm angenommen und lebte schon genau nach seinem Muster, alles was schief geht, wird bei Freunden und Familie an Frust abgeladen.

du hattest einen kurs gemacht habt ihr da nicht auch deine fehler gefunden?


Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Ärgerlich, schon wieder muss ich für etwas bezahlen.

...was du nicht einsiehst und auch nicht eingesehen hast. Stimmt´s?


Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
ich erhielt Respekt von denen und es sollte ohne mich nichts mehr laufen, ich war überall dabei und es wurde immer nach meiner Meinung gefragt.

und das hat mich füher wieder gestärkt und ich machte damit weiter. mal ein Beispiel


Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe perspektiven und Ziele dich ich noch erreichen möchte, und darin kommt Gefängnis nicht vor. Habe heute einfach eine andere Sichtweise, und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben.

das reicht bei weitem noch nicht. man kann nicht sehen was du geändert hast. vielleicht machst du das so aber glaubhaft kommt das leider nicht rüber.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich suchte mir arbeit, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben.

das mit dem freundeskreis wiederspricht sich ein wenig. deine vörsätze sind ja eigendlich auch keine vörsätze fürs leben sonder nur bis z.B. bis die schulden bezahlt sind und was ist dann dann sind die vorsätze erledigt und dann wieder ins alte muster zurück fallen?


Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Kann ich Ihnen nicht sagen, da ich zu dem alten Umfeld keinen Kontakt mehr habe und das neue Umfeld, weiß ja nicht wie ich früher war.

du hast doch bestimmt mal einen von den anderen getroffen ohne das du das wolltest und wie die denken kannst du dir bestimmt vorstellen?

denke mal darüber nach. ich habe auch sehr lange dafür gebraucht.
hoffe ich kann dir damit helfen

Gruß
vectra

BERTiii
12.12.2008, 22:37
Hallo zusammen...

ich habe heute meine MPU verschoben, um mit euch noch einen weiteren Monat, all das aufzuarbeiten.
Ich werde morgen meinen überarbeiteten Fragebogen online stellen...
vielen Dank für eure Geduld und Mühe im Voraus :-)

BERTiii
13.12.2008, 14:36
Was ist passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr nicht an die STVO gehalten und bin durch häufige Straßenverkehrsgefährdung und Körperverletzung aufgefallen.

Warum sind Sie hier?
Ich habe mein Verhalten geändert und möchte durch ein Gutachter bestätigt wissen, dass ich wieder geeignet bin, im Straßenverkehr ein PKW zu führen.

Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich hatte 4 Verstöße bei denen ich erwischt worden bin. Wie viele ich insgesamt hatte kann ich Ihnen nicht sagen, wenige werden es nicht gewesen sein.

Was waren das für Verstöße?
10.07.2000 Eingriff in den Straßenverkehr + Beleidigung
22.03.2003 Überhöhte Geschwindigkeit innerorts 35 km/h
20.02.2004 Straßenverkehrsgefährdung mit Körperverletzung / Unfall
Sicherstellung des Führerscheins
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Das was passiert ist schlimm genug, es hätte für die Verkehrsteilnehmer mit einer Querschnittslähmung oder dem Tod ausgehen können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Gegenseitige Rücksichtnahme, Einhaltung der Straßenverkehrsordnung, damit so wenig passiert wie möglich.


Warum ist es passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr stark gefühlt, ich war der jenige der mal alles unter Kontrolle hatte…
Sonst haben andere über mich bestimmt. Ich konnte im Straßenverkehr mal das tun, worauf ich lust hatte… es gab mir Bestätigung das ich etwas kann, das ich fahren kann, das ich sogar schnell fahren kann. In Verbindung mit den Körperverletzungen, hab ich mir den Respekt verschafft. Ich sah jeden, der mich irgendwie überholte, nötigte als Konkurrent… dem ich nicht unterliegen wollte. Deswegen eskalierte meistens die Situation. Schließlich hatte ich jetzt etwas wo ich mich frei fühlen konnte und wollte mir dieses Gefühl nicht von anderen nehmen lassen.

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Ich habe zu der damaligen Zeit kein Selbstbewusstsein entwickeln können, ich war in der Schule, da ging es drüber und drunter und zu hause musste ich nur arbeiten, damit der Vater sieht das ich in der Woche etwas gemacht habe, damit es keinen ärger gibt.
Ich habe die Unterdrückung irgendwann satt gehabt, ich wollte nicht mehr der jenige sein, der Dresche bekommt (sowohl zu hause, Schule oder Freizeit). Ich fing an mich zu verteidigen und mir die Leute, die jeden Tag auf mir herumhackten, mich einzeln an denen zu rächen.
Durch diese Handlung, habe ich eine innere Stärke aufbauen können, denn ich wusste jetzt wie ich mich verteidige und somit zuschlagen konnte, sodass ich nicht in dieser Situation als der Verlierer herausgeht. Abgesehen davon war ich immer der Verlierer, denn ich war der der jedes Mal verurteilt wurde. Ich habe den „wink mit dem Zaunpfahl“ nicht für voll genommen. Ich war immer der Auffassung das Gerichte zu lasch urteilen, und deshalb konnte ich auch dementsprechend mit meiner Art zu handeln weiter machen. Das ging soweit bis ich eines Tages (wieder durch aggressives fahren)
einen Autounfall verursachte. Und mein Führerschein eingezogen wurde.
Ich habe deshalb so reagiert, weil ich es nicht anderes vorgelebt bekommen habe und ich für mich selber nicht wusste, was richtig und was falsch ist.
Ich zog nach dem das mit dem Autounfall passierte aus du suchte mir eine eigene Wohnung. Den Kontakt zu meinen Eltern hielt ich. Durch den Verlust meines Führerscheins, verlor ich wenig später noch meine Arbeit sowie meine Freudnin. Ich war echt am Boden zerstört. Ich musste mit ansehen wie durch mein eigenes Verschulden mein aufgebautes Leben zusammen brach. Durch meine aggressives und selbstsicheres Fahren einen Unfall provozierte und somit infolge meine Arbeitsstelle und durch mein „ausleben“ meine Freundin verlor.
Ich lernte in dieser Zeit meine damaligen Kumpels kennen und in dem Moment konnte ich wieder zeigen, dass ich ein Kerl bin, der sich durchsetzen kann. Es wurde dann so schlimm das wir als Bande loszogen und Einbrüche machten. Wir fühlten uns alle überlegen und sicher, denn „niemand konnte uns etwas“. So dachte ich.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unzufrieden mit mir selbst, bin arbeiten gegangen, und hatte trotzdem immer weniger Geld, natürlich weil ich für jede Tat die Geldbußen sowie die Wiedergutmachung bezahlen musste. Das hatte mich immer ärgerlich gestimmt Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt und habe mir dann durch die Taten mein Respekt der jugendlichen erkämpft. Nicht nur der Gegner, sondern auch meinen damaligen Kumpels zu zeigen, das in mir ebenfalls was steckt, vor dem man Respekt haben sollte. Ihr müsst wissen, ich bin nur 1,70 m und wurde immer wegen meiner Größe nicht ernst genommen. Deshalb habe ich mein Verhalten beibehalten und habe das in diese Richtung ausgeprägt. Mein Verhalten war ein gewisser Selbstschutz.


Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
10.07.2000 ich hab mich gut gefühlt, weil ich ihm in dem Moment gezeigt habe, das ich auch anders kann, bei der Verurteilung habe ich mich eher als Opfer gefühlt, warum ich jetzt dafür eine Strafe bekomme, obwohl die mir das über Jahre angetan haben.
22.03.2003 ich fühlte mich ebenso gut, da ich das Gefühl der Freiheit hatte, auf der Straße konnte ich alle sorgen vergessen, bis zu dem Zeitpunkt der Verkehrskontrolle.
20.02.2004 mir ging es hauptsächlich darum, nicht zu hause sein zu müssen, deswegen fuhr ich an diesem Tag auch in Richtung Braunschweig zu einem Freund, mit dem ich das Wochenende verbringen wollte. Ich bin wie immer wieder schnell and aggressiv gefahren, um schneller in BS zu sein. Als es dann zum Unfall kam, war es mehr als schön. Wieder stand ich vor dem Haufen meines Handelns und war wütend auf mich selber.
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung. Ich habe mich an dem Tag von dem Motorradfahrer genötigt gefühlt, er drängelte sich bei auf einer Zweispurigen Fahrbahn auf der Linie zwischen uns durch. Wir fuhren auf der linken Fahrstreifen. Das durchdrängeln war noch nicht das schlimmste was mich aus der Fassung hob, sondern dass er sich vor uns dann reindrängelte und durch das Hupen meines Bruders (er war Fahrer, ich Beifahrer) er den Mittelfinger hob. Das war der Auslöser dafür, was noch geschehen sollte. Es gab eine Verfolgungsjagt durch die Stadt, durch Zufall sahen wir sie dann an einer Ampel, wo sie dann von mir und meinem Kumpel der hinten im Auto saß, extrem vom Motorrad heruntergezogen wurden und geschlagen wurden. Ich fühlte mich aufgebracht, und extrem wütend… nach der Schlägerei fühlte ich mich eigentlich gut, denn ich konnte wieder vor einem Kumpel zeigen dass ich austeilen kann.


Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Meine Freundin half mir, sie unterstützte mich als ich in U-Haft saß. In der U-Haft hatte ich zeit über all das nachzudenken, was ich bis dahin im Alltag nicht hatte. Ich habe nach der U-Haft den Kontakt zu meinen Vater abgebrochen. Ich habe mir viel zu viel von ihm angenommen und lebte schon genau nach seinem Muster, alles was schief geht, wird bei Freunden und Familie an Frust abgeladen. Ich habe heute noch Kontakt zu meiner Mutter. Sie ist mit der Wichtigste Mensch in meinem Leben und versucht mich so gut wie möglich zu unterstützen. Sie war ebenfalls leidtragende der cholerischen Anfälle meines Vaters.
Ich habe mit unter anderem Hilfe bei einem Psychologen geholt, mit dem wir 40 Stunden in einer Gruppe Verhaltensmuster aufgearbeitet haben. Ich brauchte eine Zeit um zu erkennen, woran das alles liegt…ich bin sogar heute noch damit beschäftigt mein Handeln immer wieder zu korrigieren. Ich erhalte immer mehr ein Automatismus was Verhalten mit anderen Menschen und den eigenen Mitmenschen angeht. Ich lerne stetig mein Verhalten zu ändern. Ich ertappe mich heute noch, dass ich teilweise beim streiten mit meiner Freundin in das Streitmuster meines Vaters zurückfalle. Pö a pö arbeiten wir daran, das meine Mauer, die ich über Jahre aufgebaut habe, um nichts an mich heran kommen zu lassen, abzutragen. Mich auch einmal fallen zu lassen.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Überheblich, besserwissend, mir kann doch eh niemand was

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Verdammt, warum ich schon wieder? Hab mich natürlich auch dementsprechend der Polizei gegenüber verhalten. War patzig und uneinsichtig.

BERTiii
13.12.2008, 14:37
Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Ärgerlich, schon wieder muss ich für etwas bezahlen.

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Verkehrssünden zu begehen?
Habe mir nichts vorgenommen, habe es hin genommen und später wieder verdrängt.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Ich hatte keine Vorsätze!

Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?
……

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
ich erhielt Respekt von denen und es sollte ohne mich nichts mehr laufen, ich war überall dabei und es wurde immer nach meiner Meinung gefragt.

Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe Perspektiven und Ziele wie: mein Studium zum Bauingenieur zu beenden, dementsprechend in dem Beruf zu arbeiten und finanziell abgesichert zu sein und darin kommt Gefängnis nicht vor. Habe heute einfach eine andere Sichtweise, und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben. Ich reagiere mich zu hause an meinem Boxsack ab. So schade ich niemanden mehr. In einer Streitsituation lasse ich die Leute mittlerweile stehen, weil ich mir sage, dass dies Pubertäres Verhalten ist und ich es nicht mehr nötig habe mich auf einen solchen Streit einzulassen. Ich habe doch jetzt durch meinen Stand im Leben einen Status… ich werde bald Bauingenieur sein, da kann sich der Typ doch mal eine Scheibe von abschneiden. Meinen Ausgleich erhalte ich auch durch meinen Sport den ich Dienstags und Freitags ausübe. Abgesehen davon würde ich bei meiner nächsten Straftat ins Gefängnis…und das war ein Erlebnis was ich kein zweiten Mal haben muss.
Es ist komisch, wenn ich in einer Streitsituation mittlerweile aus dem Weg gehe, habe ich ein Gefühl was ich vorher nicht erlebt hatte, es fühlt sich gut an… der überlegene, als der Clevere aus dieser Situation herauszugehen. Früher bin ich voll drauf angesprungen, um mich damit zu beweisen, dass ich kein Feigling bin und ebenso „gut“ zuschlagen kann.

Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?
Eindeutig die U-Haft, ohne Freiheit zu sein, eingesperrt zu sein, vor dem Ruin meines Lebens zu stehen.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich habe mir arbeit gesucht, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben. Ich hatte vorher eine Leere in mir, ich wusste nicht was ich mir der zeit anstellen sollte, ich war ständig ohne antrieb und müde. Man war regelrecht depressiv.
Die Antriebslosigkeit beuge ich heute mit Sport vor. Schulden gibt es jetzt fast nicht mehr… und darauf bin ich stolz, ohne einen einzigen Schufa-Eintrag oder EV Schulden von über 20.000 Euro abgearbeitet zu haben. Nächstes Jahr gönne ich mir und meiner Freundin deshalb auch einen Urlaub. Ziele setzen und daran festhalten. Das muss man erst lernen und vor allem durchhalten.
Es fühlt sich klasse an, da ich sehe…dass es voran geht. Ich habe heute durch mein Gewerbe wieder eine Aufgabe und Arbeit, durch mein Studium das Ziel und den nötigen Status den ich erreichen werde. Um eine parallele zu früher zu ziehen. Arbeitslos, kein Geld, nur Kumpels die Party machten und ich mitten drin.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Eigentlich hab ich einen Großteil meiner Freundin zu verdanken, sie steht auch noch heute hinter mir, und schenkt mir die geduld und liebe, die ich nicht wirklich in meiner Familie erfahren habe.
Der Psychologe hat mir einen weiteren Weg aufgezeigt, es hatte mir sogar Spaß gemacht…jemanden vor mir zu haben, der mich Verstand und die Hintergründe aufzeigte. In der Gruppe konnte man erkennen, obwohl viele ein Problem mit Alkohol hatten/haben und ich der einzige war mit Aggressionen, konnte man trotzdem Parallelen erkennen die aus der Kindheit oder aus einem bestimmten Lebensabschnitt stammen. Es war erstaunlich, was man alles entdeckt, wenn man sich an einen Psychologen wendet.

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Positiv, ich fühle mich gut dabei… zu sehen, wie ich wieder durch Leistung und Engagement einen Status erhalte.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Kann ich Ihnen nicht sagen, da ich zu dem alten Umfeld keinen Kontakt mehr habe… und das neue Umfeld, weiß ja nicht wie ich früher war.

Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Konnte keine Feststellen….

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Meine Grundeinstellung hat sich extrem geändert, ich bekomme heute durch Leistung im Beruf und durch meine Firma, der nötigen Respekt. Ich brauche nicht mehr schnell fahren oder andere im Straßenverkehr zu verhauen, weil Sie mich durch ihre Fahrweise aufgeregt haben. Jeder bekommt das, was er verdient. Deshalb find ich es wichtig die Leute machen zu lassen. Verkehrsgefährdung mit Körperverletzung sind von nun an Vergangenheit.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe das erste Mal Vorsätze gemacht, indem ich mir sagte: Du willst nicht werden wie dein Vater, es hat mich Unmengen an Geld und Ärger gekostet und anderen fast das Leben. Ich spiele heute in einem Verein (zum ersten Mal in meinem Leben), habe einen geregelten Tagesablauf und engagiere mich in einem öffentlichen Amt.
Kenne viele Leute in hohen Positionen und bin heute recht bekannt und angesehen, sodass ich diesen Ruf nicht aufs spiel setzen möchte.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Nichts. Definitiv nichts. Ich halte daran fest. Ich möchte nicht schon wieder alles kaputt machen, was ich mir jetzt mühselig aufgebaut habe.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Ich denke einen Psychologen um Hilfe bitten, Gespräche führen, die einem dabei helfen seine Probleme zu erkennen und tiefgründiger zu erarbeiten. Es gibt Beratungsstellen und Organisationen die ich aufsuchen werde. Und mir meine alten Unterlagen vornehmen, und mich nochmals daran erinnern, was passiert…wenn ich rückfällig werden sollte!

samuel
13.12.2008, 17:38
Bevor wir die Änderungen besprechen, machen wir erst mal die Gründe wasserdicht.

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Du hast da ein paar Definitionsschwierigkeiten.

In Verbindung mit den Körperverletzungen, hab ich mir den Respekt verschafft.

Respekt ist etwas, was völlig ohne Gewalt geht.
Mag sein, Du hast als Racheengel Angst und Schrecken verbreitet, aber bestimmt keinen Respekt. Du dachtest vielleicht, daß es Respekt ist, aber letztendlich war es die Furcht vor Dir.

Das mußt Du so rausbringen, denn wenn Du mit Gewalt den Respekt der Anderen erlangst, was ja eigentlich Sinn der Änderung wäre, bräuchtest Du Dich ja nicht zu ändern.

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Ich lernte in dieser Zeit meine damaligen Kumpels kennen und in dem Moment konnte ich wieder zeigen, dass ich ein Kerl bin, der sich durchsetzen kann. Es wurde dann so schlimm das wir als Bande loszogen und Einbrüche machten. Wir fühlten uns alle überlegen und sicher, denn „niemand konnte uns etwas“. So dachte ich.

Auch hier fehlt ein wenig die Selbstkritik.
Ihr habt also so etwas wie eine kriminelle Vereinigung gebildet.

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Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unzufrieden mit mir selbst, bin arbeiten gegangen, und hatte trotzdem immer weniger Geld, natürlich weil ich für jede Tat die Geldbußen sowie die Wiedergutmachung bezahlen musste. Das hatte mich immer ärgerlich gestimmt Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt und habe mir dann durch die Taten mein Respekt der jugendlichen erkämpft. Nicht nur der Gegner, sondern auch meinen damaligen Kumpels zu zeigen, das in mir ebenfalls was steckt, vor dem man Respekt haben sollte. Ihr müsst wissen, ich bin nur 1,70 m und wurde immer wegen meiner Größe nicht ernst genommen. Deshalb habe ich mein Verhalten beibehalten und habe das in diese Richtung ausgeprägt. Mein Verhalten war ein gewisser Selbstschutz.

Du hast den vorgelebten Weg beschritten und konntest keinen anderen nehmen, weil:

Wieso bist Du in diesem Muster geblieben?
Was hat gefehlt um auszubrechen?

BERTiii
13.12.2008, 19:15
überarbeitet:


Warum ist es passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr stark gefühlt, ich war der jenige der mal alles unter Kontrolle hatte…
Sonst haben andere über mich bestimmt. Ich konnte im Straßenverkehr mal das tun, worauf ich lust hatte… es gab mir Bestätigung das ich etwas kann, das ich fahren kann, das ich sogar schnell fahren kann. In Verbindung mit den Körperverletzungen, hab ich mir den geglaubten Respekt verschafft.
Ich weiß heute, dass ich nur angst und schrecken verbreitet habe. Nicht nur das, es war völliger Leichtsinn, wenn ich bedenke was alles hätte passieren können. Mit Respekt hatte das nichts zu tun.
Eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus andersrum ist Respekt vor jemanden Achtung zu haben und keine angst.
Ich sah damals jeden, der mich irgendwie überholte oder nötigte als Konkurrent… aus diesem Grund handelte so, dem ich nicht unterliegen wollte. Deswegen eskalierte meistens die Situation.



überarbeitet:

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
...........
Ich lernte in dieser Zeit meine damaligen Kumpels kennen und in dem Moment konnte ich wieder zeigen, dass ich ein Kerl bin, der sich durchsetzen kann. Es wurde dann so schlimm das wir als Bande loszogen und Einbrüche machten. Wir fühlten uns alle überlegen und sicher, denn „niemand konnte uns etwas“. So dachte ich.
Ich habe mich hier eindeutig so falsch benommen, dass es beschämend für mich ist. Denn als mir damals Diebe mein Auto aufgebrochen haben, war ich außer mir. Ich musste dafür hart arbeiten gehen und im nach hinein hab ich es selbst getan. Ich war kein Stück besser als die Einbrecher.


überarbeitet:

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unzufrieden mit mir selbst, bin arbeiten gegangen, und hatte trotzdem immer weniger Geld, natürlich weil ich für jede Tat die Geldbußen sowie die Wiedergutmachung bezahlen musste. Das hatte mich immer ärgerlich gestimmt Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt.
Kinder sehen immer zu Ihren Eltern auf, und nehmen sich ihre Gewohnheiten an. Ich habe dieses vorgelebte Leben, so weiter geführt weil ich es nicht anders kannte. Ich hatte nicht viel Kontakt zu anderen Leuten um Vergleiche ziehen zu können. Ich konnte und wollte es nicht wahr haben. Es war bequemer sich auf die Seite meiner Eltern zustellen, anstatt gegen Sie. Zumal ich ja noch meine Füße unter ihrem Tisch hatte. Mir fehlte es schlichtweg an Lebenserfahrung und Zwischenmenschlichen Beziehungen.
Deshalb habe ich mein Verhalten beibehalten und habe das in diese Richtung ausgeprägt. Mein Verhalten war ein gewisser Selbstschutz.

samuel
14.12.2008, 00:44
Mir fehlte es schlichtweg an Lebenserfahrung und Zwischenmenschlichen Beziehungen.

Solange Du im Umfeld Deines Vaters warst, hast Du Dich nicht getraut Hilfe bei Anderen zu suchen. Das gelang Dir erst im Knast oder danach, als Du Dich von Deiner Familie abgewendet hast.

Knast als Chance und Breakpoint ist nicht schlecht.
Hilfe suchen und annehmen ist ein großes Ding bei der MPU.


Den Rest erklär ich Dir morgen.
Bis jetzt nicht schlecht.

Samuel

BERTiii
15.12.2008, 14:43
überarbeitet:

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unzufrieden mit mir selbst, bin arbeiten gegangen, und hatte trotzdem immer weniger Geld, natürlich weil ich für jede Tat die Geldbußen sowie die Wiedergutmachung bezahlen musste. Das hatte mich immer ärgerlich gestimmt Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt.
Kinder sehen immer zu Ihren Eltern auf, und nehmen sich ihre Gewohnheiten an. Ich habe dieses vorgelebte Leben, so weiter geführt weil ich es nicht anders kannte. Ich hatte nicht viel Kontakt zu anderen Leuten um Vergleiche ziehen zu können. Ich konnte und wollte es nicht wahr haben. Es war bequemer sich auf die Seite meiner Eltern zustellen, anstatt gegen Sie. Zumal ich ja noch meine Füße unter ihrem Tisch hatte. Mir fehlte es schlichtweg an Lebenserfahrung und Zwischenmenschlichen Beziehungen.
Es gelang mir kein anderes Umfeld aufzubauen, da mir ständig suggeriert wurde, wie schlecht doch alle sind. Ich konnte mir erst durch mein Schlüsselerlebnis "die U-Haft" gedanken drüber machen. Aus diesem Grund habe ich den Kontakt zu meinem Vater unmittelbar nach der Haft abgebrochen. Und habe mich getraut Hilfe zu suchen. Habe freiwillig eine Schuldnerberatung aufgesucht habe freiwillig meine auferlegten Tagessätze umwandeln lassen in Arbeitsstunden, sodass ich die in einem Krankenhaus ableisten durfte.

(ich hab das Gefühl das die letzten Sätze da nicht hingehören...)

BERTiii
15.12.2008, 14:46
achso.... ich habe meine negative MPU von 2005 hier.... soll ich die mal online stellen? oder braucht ihr die nicht?

...ich möchte noch erwähnen, dass diese niederschmetternd ist!

samuel
16.12.2008, 01:33
Aus diesem Grund habe ich den Kontakt zu meinem Vater unmittelbar nach der Haft abgebrochen. Und habe mich getraut Hilfe zu suchen. Habe freiwillig eine Schuldnerberatung aufgesucht habe freiwillig meine auferlegten Tagessätze umwandeln lassen in Arbeitsstunden, sodass ich die in einem Krankenhaus ableisten durfte.

Das gehört eigentlich schon zu den Änderungen, doch so streng wird das nicht getrennt.

Die Trennung in Einzelteile dient nur der Klarheit bei der Vorbereitung.
Ich versuch das Ganze zeitlich in eine Linie zu bringen, das macht es hier einfacher zu arbeiten.
Bei der MPU kannst Du die Geschichte dann so bringen, wie es Dir am einfachsten fällt.

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achso.... ich habe meine negative MPU von 2005 hier.... soll ich die mal online stellen? oder braucht ihr die nicht?

...ich möchte noch erwähnen, dass diese niederschmetternd ist!


Ich brauch das nicht, hat ja eh nichts getaugt.

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Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe perspektiven und Ziele dich ich noch erreichen möchte, und darin kommt Gefängnis nicht vor. Habe heute einfach eine andere Sichtweise, und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben.

Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?
Eindeutig die U-Haft, ohne Freiheit zu sein, eingesperrt zu sein, vor dem Ruin meines Lebens zu stehen.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich suchte mir arbeit, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben.

Auch in diesem Teil geht es darum, einen Vorteil für Dich aufzuzeigen.

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
10.07.2000 ich hab mich gut gefühlt, weil ich ihm in dem Moment gezeigt habe, das ich auch anders kann, bei der Verurteilung habe ich mich eher als Opfer gefühlt, warum ich jetzt dafür eine Strafe bekomme, obwohl die mir das über Jahre angetan haben.

Fühltest Du Dich als Rächer gut, dann ist das ein positives Gefühl.
Dieses Gefühl brauchst Du heute auch, weil alle Menschen gern gute Gefühle haben. An Dir liegt es jetzt Dinge zu beschreiben, bei denen Du Dich gut fühlst und die nicht mit dem Gesetz kollidieren.

Hast Du Dich früher durch Prügel von Streß und Unterdrückung befreit, brauchst Du heute einen anderen Weg den inneren Streß abzubauen.

Reden hilft da, Sport wäre nicht schlecht, ein Hobby, ein Freundeskreis, welcher Deine Sorgen anhört.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich suchte mir arbeit, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben.

Hier gehört viel mehr rein. Der Umgang mit Deinem Umfeld/Trennung von Papa und Clique, andere Lebensweise/ andere Ansicht zu Verhaltensweisen, wie Gewalt, Alkohol, Musik

Und immer mit kleinen Beispielen

z.B Musik: Früher Rammstein, heute Rachmaninov und eine kleine Geschichte, wie Du drauf gekommen bist und was genau jetzt besser daran ist. Wie Deine Leute darüber denken.

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Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Kann ich Ihnen nicht sagen, da ich zu dem alten Umfeld keinen Kontakt mehr habe und das neue Umfeld, weiß ja nicht wie ich früher war.

Es geht um Dich und Du hast ja wohl den Vergleich zwischen Deinem früheren Umfeld und dem jetzigen.

Warn die Typen früher krass drauf, dann sind es jetzt weichgespülte Kaninchen. Dementsprechend sind auch unterschiedliche Reaktionen zu erwarten.

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Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Nichts. Definitiv nichts. Ich halte daran fest. Ich möchte nicht schon wieder alles kaputt machen, was ich mir jetzt mühselig aufgebaut habe.

Du könntest mit vorgehaltener Waffe gezwungen werden?

Definitiv ist so etwas eine Fangfrage, denn wir alle sind Produkte unserer Umstände. Hier geht es darum, ob Du die Signale erkennen würdest und ob Du Dir dann Hilfe suchen tätest.

BERTiii
22.12.2008, 15:32
überarbeitet:

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
10.07.2000 ich hab mich gut gefühlt, weil ich ihm in dem Moment gezeigt habe, das ich auch anders kann, bei der Verurteilung habe ich mich eher als Opfer gefühlt, warum ich jetzt dafür eine Strafe bekomme, obwohl die mir das über Jahre angetan haben.
22.03.2003 ich fühlte mich ebenso gut, da ich das Gefühl der Freiheit hatte, auf der Straße konnte ich alle sorgen vergessen, bis zu dem Zeitpunkt der Verkehrskontrolle.
20.02.2004 mir ging es hauptsächlich darum, nicht zu hause sein zu müssen, deswegen fuhr ich an diesem Tag auch in Richtung Braunschweig zu einem Freund, mit dem ich das Wochenende verbringen wollte. Ich bin wie immer wieder schnell and aggressiv gefahren, um schneller in BS zu sein. Als es dann zum Unfall kam, war es mehr als schön. Wieder stand ich vor dem Haufen meines Handelns und war wütend auf mich selber.
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung. Ich habe mich an dem Tag von dem Motorradfahrer genötigt gefühlt, er drängelte sich bei auf einer Zweispurigen Fahrbahn auf der Linie zwischen uns durch. Wir fuhren auf der linken Fahrstreifen. Das durchdrängeln war noch nicht das schlimmste was mich aus der Fassung hob, sondern dass er sich vor uns dann reindrängelte und durch das Hupen meines Bruders (er war Fahrer, ich Beifahrer) er den Mittelfinger hob. Das war der Auslöser dafür, was noch geschehen sollte. Es gab eine Verfolgungsjagt durch die Stadt, durch Zufall sahen wir sie dann an einer Ampel, wo sie dann von mir und meinem Kumpel der hinten im Auto saß, extrem vom Motorrad heruntergezogen wurden und geschlagen wurden. Ich fühlte mich aufgebracht, und extrem wütend… nach der Schlägerei fühlte ich mich eigentlich gut, denn ich konnte wieder vor einem Kumpel zeigen dass ich austeilen kann.


überarbeitet:

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich habe mir arbeit gesucht, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Ziel war es Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben. Ich hatte vorher eine Leere in mir, ich wusste nicht was ich mir der zeit anstellen sollte, ich war ständig ohne antrieb und müde. Ich war regelrecht depressiv.
Die Antriebslosigkeit beuge ich heute mit Sport vor. Schulden gibt es jetzt fast nicht mehr… und darauf bin ich stolz, ohne einen einzigen Schufa-Eintrag oder EV Schulden von über 20.000 Euro abgearbeitet zu haben. Nächstes Jahr gönne ich mir und meiner Freundin deshalb auch einen Urlaub. Ziele setzen und daran festhalten. Das muss man erst lernen und vor allem durchhalten.
Es fühlt sich klasse an, da ich sehe…dass es voran geht. Ich habe heute durch mein Gewerbe wieder eine Aufgabe und Arbeit, durch mein Studium das Ziel und den nötigen Status den ich erreichen werde. Um eine parallele zu früher zu ziehen: Arbeitslos, kein Geld, nur Kumpels die Party machten und ich mitten drin.


überarbeitet:

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Mein Umfeld ist positiv gestimmt, Wir treffen uns mindestens 1 x mal in zwei Wochen zum Café trinken, abends ins Kino gehen oder auch mal auf eine Pizza. Mein Umfeld arbeitet genau wie ich.
Früher bestand meine Clique aus 17-20 jährigen, möchte gern erwachsenen, noch bei den Eltern wohnend und kein Respekt vor dem Gesetz. Es war denen egal ob wir nachts ins Schwimmbad einbrachen um dort Party zu machen oder wenn irgendwelche Leute ärger suchten und wir die dann eben schlugen. Meine Freunde sind heute das ganze Gegenteil, sie Arbeiten, haben eigene Wohnungen und sind alt genug und besitzen den nötigen Verstand, diesen Blödsinn nicht zu machen. Wenn ich denen von früher erzähle besteht Fassungslosigkeit, weil die mich so nicht einschätzen würden.


überarbeitet:

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Nichts. Definitiv nichts. Ich halte daran fest. Ich möchte nicht schon wieder alles kaputt machen, was ich mir jetzt mühselig aufgebaut habe. Sollte es doch einmal passieren, würde ich mir beistand bei einem Psychologen und Freundeskreis einholen.

samuel
23.12.2008, 01:05
Das muss man erst lernen und vor allem durchhalten

Der auch, aber vor allem geht es um Dich.

Das war der Auslöser dafür, was noch geschehen sollte.
Das läßt Du bei den Änderungen völlig weg.

Du hast früher Leute aufgemischt, wenn dir die Nase nicht gepaßt hat.
Das ist mit arbeiten gehen nicht getan.

Mach mal genau einen Ablauf, wie Du Dich heute verhältst, wenn Du Dich angepißt fühlst.

Samuel

BERTiii
23.12.2008, 15:53
in erster Linie möchte ich mich wirklich bei dir, für deine Hilfe bedanken! DANKE!


Ablauf meines Verhaltens bei Ärger:

Mittlerweile hab ich gestanden keinen ärger mehr gehabt, weil ich mich dezent aus allem heraus halte. Grund dafür ist meine laufende Bewährung. Ich nehme stark an, dass die mich dazu bewegt ruhiger zu werden… sonst müsste ich über 2 Jahre in Bau.
Auf der anderen Seite merke ich auch, dass ich froh darüber bin mich nicht überall mitzumischen. Ich hab da so eine Scheißegal-Einstellung: sollen die sich doch die Köppe einhauen, solange es mich nicht betrifft. Jetzt könnte aber die Frage aufkommen, was machst du wenn es dich doch einmal treffen würde. Und jetzt kommen wir an einen Punkt, über den ich noch nicht so stark nachgedacht habe.
Obwohl ich auch während der Zeit gereizt worden bin… lässt es mich nicht völlig kalt (dafür hab ich das Verhalten viel zu lange gehabt) und gehe echt gereizt und schlecht gelaunt nach hause. Also auf eine Prügelei lass ich mich nicht mehr ein, sondern lasse es am Boxsack aus. Was mich eigentlich auch positiv stimmt. Manchmal würde ich aber trotzdem zu gerne….., aber da müsste ich mir wieder die Frage stellen, ob ich daraus überhaupt etwas gelernt habe. Ich habe daraus gelernt, es ist nur echt hart dieses Verhalten vollkommen wegzupacken. Ich merke, dass ich in das Muster meines Vaters komme, wenn ich mich mit meiner Freundin streite. Beim streiten bin ich erst stur, schieb die Schuld auf andere… und nach zehn Minuten… komme ich wieder selbst ins Krübeln, ob ich wirklich so perfekt und fehlerfrei bin, wie ich im streit immer tue. Beim streiten werde ich dann wieder lieb und entschuldige mich. Aber ich hab das irgendwie immer… und kann das nur langsam abstellen. Es ist wie als müsste ich jedes Mal über eine neue Hürde springen, wenn ich mal Einsicht zeige. Das ist wie eine Blöse für mich… deswegen hab ich da noch Bedarf etwas zu tun.
Wie schon geschildert, heute gehe ich dem Stress aus dem Weg….lasse mich dabei beschimpfen ohne darauf einzugehen… und lass dann eben alles zu hause am Boxsack aus.
Ich denke der Psychologe wird darauf anspielen: wenn ich die Bewährung mal nicht mehr habe…was ich dann tue.


Was meinst du damit: ???

-Das war der Auslöser dafür, was noch geschehen sollte.-
Das läßt Du bei den Änderungen völlig weg.


-Das muss man erst lernen und vor allem durchhalten-
Der auch, aber vor allem geht es um Dich.

samuel
24.12.2008, 00:30
Schön das wir das noch klären können:

Ablauf meines Verhaltens bei Ärger:

Mittlerweile hab ich gestanden keinen ärger mehr gehabt, weil ich mich dezent aus allem heraus halte. Grund dafür ist meine laufende Bewährung. Ich nehme stark an, dass die mich dazu bewegt ruhiger zu werden… sonst müsste ich über 2 Jahre in Bau.

Ungefähr hier hängst Du Dir die Schlinge um den Hals.

Und jetzt kommen wir an einen Punkt, über den ich noch nicht so stark nachgedacht habe.

Da steigst Du auf den Stuhl.
Obwohl ich auch während der Zeit gereizt worden bin… lässt es mich nicht völlig kalt (dafür hab ich das Verhalten viel zu lange gehabt) und gehe echt gereizt und schlecht gelaunt nach hause.

Und ich schätze mal, hier hängst Du.

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Die Fragestellung lautet:

Ob Du auch nur jemals ansatzweise wieder in die Gefahr kommen könntest, mit Gewalt auffällig zu werden.

Es wird auf gelebte Änderung begutachtet!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das solltest Du ganz anders anfangen!!!!!!!!

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dass ich froh darüber bin mich nicht überall mitzumischen

Das ist gut, aber zeigt nicht wie und nicht warum.

es ist nur echt hart dieses Verhalten vollkommen wegzupacken.

Das ist zu stark, schwäch das ab und setz es an den Schluß, mit dem Verweis auf professionelle Hilfe, welche Du aufsuchen tätest, sofern ein Punkt in Deinem Leben auftreten sollte, den Du noch näher ausführen müßtest.

Beispiel:

Früher wenn mich einer dumm angemacht hat, hab ich immer dieses Zucken gespürt. Das hat im kleinen Finger angefangen und ist dann in den Arm gewandert und dann gab es Mische, bis das Blut geflossen ist.

Gab es kein Blut, denk Dir was aus.........

Heute, wenn ich merk es zuckt im Finger, dann ........

Da darfst Du dann beschreiben, wie Du Konfrontationen vermeidest.
Solltest Du das Zucken bemerken, wirst Du Dich nach Hilfe umschauen.

Durch diese Beschreibung hast Du einen Punkt, an dem Du dem Gutachter erklären kannst, wie Dein inneres Alarmsystem funktioniert. Das macht es einfacher, daß er Dir Glauben schenkt.

---------------

Also auf eine Prügelei lass ich mich nicht mehr ein, sondern lasse es am Boxsack aus.


Du bist im Urlaub, kein Boxsack da.
Was dann? Die Freundin, wenn die gerade streiten will?

Es fehlen Alternativen zum Schlagen!
Was ist anders als Schlagen?
-----------------------
Das ist wie eine Blöse für mich… deswegen hab ich da noch Bedarf etwas zu tun.

Beschreibe wie es jedes mal weniger schlimm geworden ist und wie sich die Änderungen auswirken. Beispiele!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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-Das muss man erst lernen und vor allem durchhalten-
Der auch, aber vor allem geht es um Dich.

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BERTiii
27.12.2008, 11:58
überarbeitet:


Ablauf meines Verhaltens bei Ärger:

Wenn es ärger gab, war ich immer einer der ersten der mittendrin war. Wie schon beschrieben hatte ich mir dadurch eine gewisse Anerkennung oder wie ich heute weiß „angst“ erkämpft. Es tat gut im Mittelpunkt zustehen und das Gefühl zu haben, macht auszuüben.
Ich habe gestern erst eine erneute Situation gehabt, die mich heute hat anderes reagieren lassen.
In der Disco wurde eine Choreografie vorgeführt, und die ganzen Gäste sollten auf der Tanzfläche
Platz schaffen. Ich hatte mit meiner Freundin einen Platz zum gut sehen. Bis zu dem Zeitpunkt als sich ein Halbstarker (werde natürlich Jugendlicher sagen) vor uns stellte und meinte mir und meiner Kleinen die Sicht provokant nehmen zu müssen. Ich bin geduldig geblieben und habe Hoffnung in ihn gesetzt, ob er nicht doch den Anstand besitze, um an die Seite zu gehen.
Ich hab ihn nach einigen warten dann angetickt und ihn gebeten doch etwas Sicht auf die Tanzfläche zu lassen. Er schaute mich an auf die Weise „was willst du denn von mir, verpiss dich“ und drehte sich um. Er stand noch geschlagene 3-5 min so, bis er dann endlich von sich aus ging. Ich hab hier wirklich innere Stärke bewiesen, und bin ruhig geblieben…wenn ich eine parallele zu früher ziehe, hätte er da keine weiteren drei Minuten gestanden, um mir seinen Rücken zu präsentieren.
Das Spiel zwischen Zorn von früher und Mäßigung heute hat etwas mit Gelassenheit und Einstellung zu tun. Es gefällt mir, mich nicht mit Schlagen behaupten zu müssen, aus folgendem Grund: meine „Macht“ oder innere Gelassenheit gibt mir mein Unternehmen, hinter dem ich stehe und viele Leute dadurch kennen lerne und somit Verträge schließe. Und diese Disco ist nun mal eben ein Partner von mir. Ich wüsste, bevor es zur Eskalation kommen würde, wäre er derjenige der Laden verlassen müsste. Ein weiterer Aspekt ist außerdem, dass ich gar keinen Sinn darin sehe meine Männlichkeit zu beweisen. Ich schmunzel über diese Leute und denke mir meinen Teil. Denn jeder bekommt das, was er verdient.
Meinen Ärger verarbeite ich am PC und durch Musik hören, ich schalte dabei ab und vergiss alles um mich, denn in diesem Augenblick tue ich etwas, was mir gut tut.
An Tagen wo ich sauer bin, weil mal wieder nichts so geklappt hat wie ich mir das vorgestellt habe, fühl ich mich aufgepumpt, kräftig einfach zornig und genau an solchen Tagen höre ich keine Musik oder setze mich an den PC, sondern gehe zu Sport und Power mich aus. Diese Tage waren immer die, an denen ich mich hab reizen lassen und dann so eskaliert sind. Es hört sich blöd an, aber das Gefühl einen Wettkampf beim Sport auszutragen, in dem man schwitzt wie ein Schwein, der Adrenalin in die Venen schießt und hinterher glücklich ist, den Gegner durch diese Anstrengung besiegt zu haben, genau dieses Gefühl hatte ich immer nach einer Schlägerei. Nur das ich heute keinen mehr dabei weh tue.
Es entscheidet sich ganz individuell bei mir, wie ich auf meine Stimmung reagiere... mal gehe ich zum Sport mal bleibe ich zu hause und höre Musik.

bubele
27.12.2008, 14:50
tach auch BERTiii

Es hört sich nicht schlech an wie du deine Agression in den Griff bekommen hast .Die Frage ist aber auch ob das eine langanhaltende Sache ist.Was hat denn deine freundin dazu gesagt das du anderst reagierst wie früher?
Redest du auch mit deinen Freunden über deine Geschichte.
Lass doch mal eine unparteiische Person dein GA sein.Ein naher Verwanter vielleicht.

BERTiii
29.12.2008, 14:49
Meine Freundin ist recht froh drüber, dass ich diesen Weg gehe. Es hat ja nicht nur was mit der Schlägerei an sich selbst zu tun, sondern das Verhalten wirkt sich auch positiv auf meine Beziehung aus...wie ich mit meiner Freundin umgehe und wie ich zu ihr stehe.
Anfangs war dies nicht so... Frauen sind Sexobjekte gewesen, und ich habe mir praktisch nur das genommen was ich von denen wollte. Und wenn ich keine lust mehr auf die hatte, habe ich mir wieder eine neue gesucht.
Seit dem ich bei dem Psychologen war, und dies auch meinen Freunden und Klassenkameraden erzählt habe, bemerke ich unterschiedliche Reaktionen darauf.
Die einen (Klassenkameraden) die ich jedes Wochenende dermaßen betrunken sehe, ja genau die Leute lachen über mich, wenn ich denen von den Kursteilnehmern erzähle und deren Probleme mit Alkohol und wie es dazu kam. Selbst andere Klassenkameraden fällt auf, das ich recht habe, mit dem was ich schildere. Man kann bei vielen Leuten mittlerweile erkennen, die irgendwo ein defizit haben und sich im Alkohol pflüchten. Bei mir war es definitiv selten, aber wenn dann richtig. Genau so sind auch Alkoholiker. Man muss nicht jeden Tag trinken, es reicht ja schon aus... jedes Wochenende und dann so exsessiv, dass man nicht mehr weiß was man tut.
Die meisten haben in dem Kurs Probleme mit Alkohol, danach kommen Drogen und erst ganz zum Schluß Leute wie ich die Gewalttätig sind.
Trotz der unterschiede wie es dazu kommt, dass man so auffällig geworden ist, haben wir alle etwas gemeinsam, wir haben alle eine Situation im Leben gehabt die uns geprägt hat und wir leider nicht richtig verarbeiten konnten. Die einen sind eben zum Alkohol übergegangen um den Frust zu ertränken und abzuschalten ... ich habe es eben mit Gewalt gemacht. Es ist nicht nur so, das alles von zu hause her rührte, jetzt in dem Moment wo ich das hier schreibe, fällt mir sogar ein, das die Freunde die ich damals hatte, auch schon einen riesen Einfluss auf mich hatten. Diese Freunde sind rechtsradikal und ich habe mich dort damals wohl gefühlt, weil ich ein Gemeinschaftsgefühl hatte.

Ich kann es garnicht sagen, ob das für immer so bleibt wie es jetzt ist. Ich kann aber mit sicherheit sagen, dass ich jetzt anders und mit offenen Augen sehe und denke. Der Wandel kommt stück für stück, und ich hoffe mit der Unterstützung meiner Freundin und meines jetzigen Freundeskreis, meine Erfahrung nicht noch einmal machen zu müssen.
Wenn ich wirklich begriffen hab, das mein früheres tun und handeln, solche Auswirkungen immer zur Folge hat, ist das für mich schon ein großer Schritt nach vorne in die richtige Richtung.
Mein Bruder musste ebenfalls seinen Führerschein abgeben und fängt erst im Januar an, mit einem Gespräch beim Psychologen um dann an einem solchen Kurs teilnehmen zu können. Das Gespräch was ich mit meinem Bruder führte ist erschreckend, denn so wie er darauf reagierte und antwortete... ja genau so sah ich mich damals... er versteht nicht Ansatzweise von dem was ich gesagt habe... Das Problem ist wirklich die Selbstkritik und die Verdrängung.

Ich weiß nicht wie ich dem Gutachter erklären kann, das dies für immer ist, dass ich nicht mehr auffalle und das ich eine Änderung vollbringe.

samuel
01.01.2009, 23:26
Ich weiß nicht wie ich dem Gutachter erklären kann, das dies für immer ist, dass ich nicht mehr auffalle und das ich eine Änderung vollbringe.

Zeig ihm, was für Dich beim neuen Verhalten rausspringt.

Du bist Geschaftsmann, also hast Du gewaltfrei mehr Kohle in der Tasche.
Mit Mama kommst Du besser hin, brauch nicht ständig Kaution für Dich zahlen.
Mit Freundin ist es viel kuscheliger.

Deinen großen Auftritt holst Du Dir beim Fitnisstraining und wenn Du wen verprügeln willst, dann den Boxsack, der schlägt nicht zurück und bricht Dir keine Nase.

Wenn der Gutachter sieht, daß Du vom neuen Leben nur Vorteile hast, dann willst Du vom alten Leben nichts mehr wissen.

Samuel

BERTiii
03.01.2009, 14:50
Ich bedanke mich schon einmal für eure Hilfe. Vielen Dank!

Ich denke das ich begriffen habe worum es geht und das hier erarbeitete jetzt anwenden werde.

Was meinst du, bin ich gut darauf vorbereitet oder müsste ich an irgendeiner Ecke noch pfeilen?

samuel
04.01.2009, 01:22
Wenn es Dir nicht zu viel Mühe macht, dann stell doch den Fragebogen noch mal komplett rein.

Samuel

BERTiii
06.01.2009, 15:45
DER FRAGEBOGEN


Was ist passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr nicht an die STVO gehalten und bin durch häufige Straßenverkehrsgefährdung und Körperverletzung aufgefallen.

Warum sind Sie hier?
Ich habe mein Verhalten geändert und möchte durch ein Gutachter bestätigt wissen, dass ich wieder geeignet bin, im Straßenverkehr ein PKW zu führen.

Wie viele Verstöße hatten sie?
Ich hatte 4 Verstöße bei denen ich erwischt worden bin. Wie viele ich insgesamt hatte kann ich Ihnen nicht sagen, wenige werden es nicht gewesen sein.

Was waren das für Verstöße?
10.07.2000 Eingriff in den Straßenverkehr + Beleidigung
22.03.2003 Überhöhte Geschwindigkeit innerorts 35 km/h
20.02.2004 Straßenverkehrsgefährdung mit Körperverletzung / Unfall
Sicherstellung des Führerscheins
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Das was passiert ist schlimm genug, es hätte für die Verkehrsteilnehmer mit einer Querschnittslähmung oder dem Tod ausgehen können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Gegenseitige Rücksichtnahme, Einhaltung der Straßenverkehrsordnung, damit so wenig passiert wie möglich.


Warum ist es passiert?
Ich habe mich im Straßenverkehr stark gefühlt, ich war der jenige der mal alles unter Kontrolle hatte…
Sonst haben andere über mich bestimmt. Ich konnte im Straßenverkehr mal das tun, worauf ich Lust hatte… es gab mir eine Art Bestätigung das ich etwas kann, das ich fahren kann, das ich sogar schnell fahren kann. In Verbindung mit den Körperverletzungen, hab ich mir den geglaubten Respekt verschafft.
Ich weiß heute, dass ich nur angst und schrecken verbreitet habe. Nicht nur das, es war völliger Leichtsinn, wenn ich bedenke was alles hätte passieren können. Mit Respekt hatte das nichts zu tun.
Eine respektvolle Haltung schließt bedenkenloses egoistisches Verhalten aus, andersrum ist Respekt vor jemanden Achtung zu haben und keine angst.
Ich sah damals jeden, der mich irgendwie überholte oder nötigte als Konkurrent… aus diesem Grund handelte ich so, weil ich dem nicht unterliegen wollte. Deswegen eskalierte meistens die Situation.

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Ich habe zu der damaligen Zeit kein Selbstbewusstsein entwickeln können, ich war in der Schule, da ging es drüber und drunter und zu hause musste ich nur arbeiten, damit der Vater sieht das ich in der Woche etwas gemacht habe, damit es keinen ärger gibt.
Ich habe die Unterdrückung irgendwann satt gehabt, ich wollte nicht mehr der jenige sein, der Dresche bekommt (sowohl zu hause, Schule oder Freizeit). Ich fing an mich zu verteidigen und mir die Leute, die jeden Tag auf mir herumhackten, mich einzeln an denen zu rächen.
Durch diese Handlung, habe ich eine innere Stärke aufbauen können, denn ich wusste jetzt wie ich mich verteidige und somit zuschlagen konnte, sodass ich nicht in dieser Situation als der Verlierer herausgehe.
Abgesehen davon war ich immer der Verlierer, denn ich war immer derjenige, der jedes Mal verurteilt wurde. Ich habe den „wink mit dem Zaunpfahl“ nicht für voll genommen. Ich war immer der Auffassung das Gerichte zu lasch urteilen, und deshalb konnte ich auch dementsprechend mit meiner Art zu handeln weiter machen. Das ging soweit bis ich eines Tages (wieder durch aggressives fahren)
einen Autounfall verursachte. Und mein Führerschein eingezogen wurde.
Ich habe deshalb so reagiert, weil ich es nicht anderes vorgelebt bekommen habe und ich für mich selber nicht wusste, was richtig und was falsch ist.
Ich zog nach dem das mit dem Autounfall passierte von zu hause aus und du suchte mir eine eigene Wohnung. Den Kontakt zu meinen Eltern hielt ich. Durch den Verlust meines Führerscheins, verlor ich wenig später noch meine Arbeit sowie meine Freudnin. Ich war echt am Boden zerstört und musste mit ansehen wie durch mein eigenes Verschulden mein aufgebautes Leben zusammen brach. Durch meine aggressives und selbstsicheres Fahren einen Unfall provozierte und somit infolge meine Arbeitsstelle und durch mein „ausleben“ meine Freundin verlor.
Ich lernte in dieser Zeit meine damaligen Kumpels kennen und in dem Moment konnte ich wieder zeigen, dass ich ein Kerl bin, der sich durchsetzen kann. Es wurde dann so schlimm, dass wir als Bande loszogen und Einbrüche machten. Wir fühlten uns alle überlegen und sicher, denn „niemand konnte uns etwas“. So dachte ich.
Ich habe mich hier eindeutig so falsch benommen, dass es beschämend für mich ist. Denn als mir damals Diebe mein Auto aufgebrochen haben, war ich außer mir. Ich musste dafür hart arbeiten gehen und im nach hinein hab ich es selbst getan. Ich war kein Stück besser als die Einbrecher.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich war unzufrieden mit mir selbst, bin arbeiten gegangen, und hatte trotzdem immer weniger Geld, natürlich weil ich für jede Tat die Geldbußen sowie die Wiedergutmachung bezahlen musste. Das hatte mich immer ärgerlich gestimmt. Die häusliche Gewalt kam auch noch dazu. Ich wollte nicht mehr so sein, der alles abbekommt.
Kinder sehen immer zu Ihren Eltern auf, und nehmen sich ihre Gewohnheiten an. Ich habe dieses vorgelebte Leben, so weiter geführt weil ich es nicht anders kannte. Ich hatte nicht viel Kontakt zu anderen Leuten um Vergleiche ziehen zu können. Ich konnte und wollte es nicht wahr haben. Es war bequemer sich auf die Seite meiner Eltern zustellen, anstatt gegen Sie. Zumal ich ja noch meine Füße unter ihrem Tisch hatte. Mir fehlte es schlichtweg an Lebenserfahrung und Zwischenmenschlichen Beziehungen.
Deshalb habe ich mein Verhalten beibehalten und habe es in diese Richtung ausgeprägt. Mein Verhalten war ein gewisser Selbstschutz.


Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?
10.07.2000 ich hab mich gut gefühlt, weil ich ihm in dem Moment gezeigt habe, das ich auch anders kann, bei der Verurteilung habe ich mich eher als Opfer gefühlt, warum ich jetzt dafür eine Strafe bekomme, obwohl die mir das über Jahre angetan haben.
22.03.2003 ich fühlte mich ebenso gut, da ich das Gefühl der Freiheit hatte, auf der Straße konnte ich alle sorgen vergessen, bis zu dem Zeitpunkt der Verkehrskontrolle.
20.02.2004 mir ging es hauptsächlich darum, nicht zu hause sein zu müssen, deswegen fuhr ich an diesem Tag auch in Richtung Braunschweig zu einem Freund, mit dem ich das Wochenende verbringen wollte. Ich bin wie immer wieder schnell and aggressiv gefahren, um schneller in BS zu sein. Als es dann zum Unfall kam, war es mehr als schön. Wieder stand ich vor dem Haufen meines Handelns und war wütend auf mich selber.
02.07.2005 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr + Körperverletzung. Ich habe mich an dem Tag von dem Motorradfahrer genötigt gefühlt, er drängelte sich auf einer Zweispurigen Fahrbahn auf der Linie zwischen uns durch. Wir fuhren auf dem linken Fahrstreifen. Das durchdrängeln war noch nicht das schlimmste was mich aus der Fassung hob, sondern dass er sich vor uns dann reindrängelte und durch das Hupen meines Bruders (er war Fahrer, ich Beifahrer) er den Mittelfinger hob. Das war der Auslöser dafür, was noch geschehen sollte. Es gab eine Verfolgungsjagd durch die Stadt, durch Zufall sahen wir sie dann an einer Ampel, wo sie dann von mir und meinem Kumpel der hinten im Auto saß, extrem vom Motorrad heruntergezogen und geschlagen wurden. Ich fühlte mich aufgebracht, und extrem wütend… nach der Schlägerei fühlte ich mich eigentlich gut, denn ich konnte wieder vor einem Kumpel zeigen dass ich austeilen kann.


Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?
Meine Freundin half mir, sie unterstützte mich als ich in U-Haft saß. In der U-Haft hatte ich zeit über all das nachzudenken, was ich bis dahin im Alltag nicht hatte. Ich habe nach der U-Haft den Kontakt zu meinen Vater abgebrochen. Ich habe mir viel zu viel von ihm angenommen und lebte schon genau nach seinem Muster, alles was schief geht, wurde bei Freunden und Familie an Frust abgeladen. Ich habe heute noch Kontakt zu meiner Mutter. Sie ist mit der Wichtigste Mensch in meinem Leben und versucht mich so gut wie möglich zu unterstützen. Sie war ebenfalls leidtragende der cholerischen Anfälle meines Vaters.
Ich habe unter anderem Hilfe bei einem Psychologen geholt, mit dem wir 40 Stunden in einer Gruppe Verhaltensmuster aufgearbeitet haben. Ich brauchte einige Zeit um zu erkennen, wieso ich so handelte…ich bin sogar heute noch damit beschäftigt mein Art immer wieder zu korrigieren. Ich erhalte immer mehr ein Automatismus was Verhalten mit anderen Menschen und den eigenen Mitmenschen angeht. Ich lerne stetig mein Verhalten zu ändern. Ich ertappe mich teilweise heute noch, dass ich beim Streiten mit meiner Freundin in das Streitmuster meines Vaters zurückfalle. Pö a pö arbeiten ichdaran, das meine Mauer, die ich über Jahre aufgebaut habe, um nichts an mich heran kommen zu lassen, abzutragen. Mich auch einmal fallen zu lassen.

BERTiii
06.01.2009, 15:46
Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Überheblich, besser wissend, mir kann doch eh niemand was. Einfach ich bin der Tollste!

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Verdammt, warum ich schon wieder? Hab mich natürlich auch dementsprechend der Polizei gegenüber verhalten. War patzig und uneinsichtig.

Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Ärgerlich, schon wieder muss ich für etwas bezahlen.

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Verkehrssünden zu begehen?
Habe mir nichts vorgenommen, habe es hin genommen und später wieder verdrängt.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?
Ich hatte keine Vorsätze!

Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?
……

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
ich erhielt den geglaubten Respekt von denen und es sollte ohne mich nichts mehr laufen, ich war überall dabei und es wurde immer nach meiner Meinung gefragt.

Wieso passiert es nicht wieder?
Weil ich und anderen damit nur schade. Ich habe genug davon, ständig wegen meines dämlichen Handelns so viel Geld bezahlen zu müssen.
Ich habe Perspektiven und Ziele wie: mein Studium zum Bauingenieur zu beenden, dementsprechend in dem Beruf zu arbeiten und finanziell abgesichert zu sein und darin kommt Gefängnis nicht vor. Ich habe heute eine andere Sichtweise der Dinge und des Verhaltens und distanziere mich bewusst, wenn Kumpels ärger haben. Ich reagiere mich zu hause an meinem Boxsack ab. So schade ich Niemanden mehr. In einer Streitsituation lasse ich die Leute mittlerweile stehen, weil ich mir sage, dass dies Pubertäres Verhalten sei und ich es nicht mehr nötig habe mich auf einen solchen Streit einzulassen. Ich habe doch jetzt durch meinen Stand im Leben einen Status… ich werde bald Bauingenieur sein, da kann sich der Typ doch mal eine Scheibe von abschneiden. Meinen Ausgleich erhalte ich auch durch meinen Sport den ich Dienstags und Freitags ausübe. Abgesehen davon würde ich bei meiner nächsten Straftat ins Gefängnis…und das war ein Erlebnis was ich kein zweiten Mal haben muss.
Es ist komisch, wenn ich in einer Streitsituation mittlerweile aus dem Weg gehe, habe ich ein Gefühl was ich vorher nicht erlebt hatte, es fühlt sich gut an… der überlegene, als der Clevere aus dieser Situation herauszugehen. Früher bin ich voll drauf angesprungen, um mich damit zu beweisen, dass ich kein Feigling bin und ebenso „gut“ zuschlagen kann.
Wenn es ärger gab, war ich immer einer der ersten der mittendrin war. Wie schon beschrieben hatte ich mir dadurch eine gewisse Anerkennung oder wie ich heute weiß „angst“ erkämpft. Es tat gut im Mittelpunkt zustehen und das Gefühl zu haben, macht auszuüben.
Ich habe gestern erst eine erneute Situation gehabt, die mich heute hat anderes reagieren lassen.
In der Disco wurde eine Choreografie vorgeführt, und die ganzen Gäste sollten auf der Tanzfläche
Platz schaffen. Ich hatte mit meiner Freundin einen Platz zum gut sehen. Bis zu dem Zeitpunkt als sich ein Jugendlicher vor uns stellte und meinte mir und meiner Kleinen die Sicht provokant nehmen zu müssen. Ich bin geduldig geblieben und habe Hoffnung in ihn gesetzt, ob er nicht doch den Anstand besitze, um an die Seite zu gehen.
Ich hab ihn nach einigen warten dann angetickt und ihn gebeten doch etwas Sicht auf die Tanzfläche zu lassen. Er schaute mich an auf die Weise „was willst du denn von mir, verpiss dich“ und drehte sich um. Er stand noch geschlagene 3-5 min so, bis er dann endlich von sich aus ging. Ich hab hier wirklich innere Stärke bewiesen, und bin ruhig geblieben…wenn ich eine parallele zu früher ziehe, hätte er da keine weiteren drei Minuten gestanden, um mir seinen Rücken zu präsentieren.
Das Spiel zwischen Zorn von früher und Mäßigung heute hat etwas mit Gelassenheit und Einstellung zu tun. Es gefällt mir, mich nicht mit Schlagen behaupten zu müssen, aus folgendem Grund: meine „Macht“ oder innere Gelassenheit gibt mir mein Unternehmen (Werbeagentur, Community für Veranstaltungen), hinter dem ich stehe und viele Leute dadurch kennen lerne und somit Verträge schließe. Und diese Disco ist nun mal eben ein Partner von mir. Ich wüsste, bevor es zur Eskalation kommen würde, wäre er derjenige der Laden verlassen müsste. Ein weiterer Aspekt ist außerdem, dass ich gar keinen Sinn darin sehe meine Männlichkeit zu beweisen. Ich schmunzel über diese Leute und denke mir meinen Teil. Denn jeder bekommt das, was er verdient.
Meinen Ärger verarbeite ich am PC und durch Musik hören, ich schalte dabei ab und vergiss alles um mich, denn in diesem Augenblick tue ich etwas, was mir gut tut.
An Tagen wo ich sauer bin, weil mal wieder nichts so geklappt hat wie ich mir das vorgestellt habe, fühl ich mich aufgepumpt, kräftig einfach zornig und genau an solchen Tagen höre ich keine Musik oder setze mich an den PC, sondern gehe zu Sport und Power mich aus. Diese Tage waren immer die, an denen ich mich hab reizen lassen und dann so eskaliert sind. Es hört sich blöd an, aber das Gefühl einen Wettkampf beim Sport auszutragen, in dem man schwitzt, das Adrenalin in die Venen schießt und hinterher glücklich ist, den Gegner durch diese Anstrengung besiegt zu haben, genau dieses Gefühl hatte ich immer nach einer Schlägerei. Nur das ich heute keinen mehr dabei weh tue.
Es entscheidet sich ganz individuell bei mir, wie ich auf meine Stimmung reagiere... mal gehe ich zum Sport, mal bleibe ich zu hause und höre Musik.

BERTiii
06.01.2009, 15:47
Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?
Eindeutig die U-Haft, ohne Freiheit zu sein, eingesperrt zu sein, vor dem Ruin meines Lebens zu stehen und die Grenzen aufgezeigt zu bekommen.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Meinen „angeblichen Freundeskreis“ verlassen, ich habe mir arbeit gesucht, um die Schulden die auf mich zu kamen, bezahlen zu können. Der Anwalt der mich verteidigte und die Geschädigten sollten ihre Entschädigung bekommen.
Mein Ziel bestand in erster Linie darin: Arbeit zu finden, Schulden abzubezahlen und wieder einen geregelten Arbeitstag zu haben, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. Ich hatte vorher eine Leere in mir, ich wusste nicht was ich mir der Zeit anstellen sollte, ich war ständig ohne antrieb und müde. Ich war regelrecht depressiv, weil ich arbeitslos war und keine Perspektive sah.
Die Antriebslosigkeit beuge ich heute mit Sport vor. Schulden gibt es jetzt fast nicht mehr… und darauf bin ich stolz, ohne einen einzigen Schufa-Eintrag oder EV Schulden von über 20.000 Euro abgearbeitet zu haben. Nächstes Jahr gönne ich mir und meiner Freundin deshalb auch einen Urlaub. Ziele setzen und daran festhalten.
Es fühlt sich klasse an, da ich sehe…dass es voran geht. Ich habe heute durch mein Gewerbe wieder eine Aufgabe und Arbeit, durch mein Studium das Ziel und den nötigen Status den ich erreichen werde. Um eine parallele zu früher zu ziehen: Arbeitslos, kein Geld, nur Kumpels die Party machten und ich mitten drin. Mein Wochenenden haben sich auch dermaßen geändert, früher war ich jedes Wochenende unterwegs und machte Party, heute sitzt ich auch mal gerne zu hause und gehe mit der Freundin ins Kino und in ein schickes Restaurant.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Eigentlich hab ich einen Großteil meiner Freundin zu verdanken, sie steht auch noch heute hinter mir, und schenkt mir die geduld und liebe, die ich nicht wirklich in meiner Familie erfahren habe.
Der Psychologe hat mir einen weiteren Weg aufgezeigt, es hatte mir sogar Spaß gemacht…jemanden vor mir zu haben, der mich Verstand und die Hintergründe aufzeigte. In der Gruppe konnte man erkennen, obwohl viele ein Problem mit Alkohol hatten/haben und ich der einzige war mit Aggressionen, konnte man trotzdem Parallelen erkennen die aus der Kindheit oder aus einem bestimmten Lebensabschnitt stammen. Es war erstaunlich, was man alles entdeckt, wenn man sich an einen Psychologen wendet. Ich habe sogar angefangen Bücher über Verhalten zu lesen. Darin lässt sich sehr gut erkennen, warum wir so sind wie wir sind. Und wie man sich ein Stück weit ändern kann, um positives daraus zu ziehen.

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Positiv, ich fühle mich gut dabei… zu sehen, wie ich wieder durch Leistung und Engagement einen Status erhalte. Habe auch keinen ärger mehr mit der Justiz oder irgendwelchen Gerichtsvollziehern. Im Gegensatz zu früher, schlaf ich auch besser… und bin deshalb auch zufriedener mit mir selbst.
Genau das habe ich mir damals immer gewünscht, ich wusste nur nicht woran das lag.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Mein Umfeld zufrieden mit mir, Wir treffen uns mindestens 1 x mal in zwei Wochen zum Café trinken, abends ins Kino gehen oder auch mal auf eine Pizza. Mein Umfeld arbeitet genau wie ich.
Früher bestand meine Clique aus 17-20 jährigen, noch bei den Eltern wohnend und kein Respekt vor irgendetwas. Es war denen egal ob wir nachts ins Schwimmbad einbrachen um dort Party zu machen oder wenn irgendwelche Leute ärger suchten und wir die dann eben schlugen. Meine Freunde sind heute das ganze Gegenteil, sie Arbeiten, haben eigene Wohnungen und sind alt genug und besitzen den nötigen Verstand, diesen Blödsinn nicht zu machen. Wenn ich denen von früher erzähle besteht Fassungslosigkeit, weil die mich so nicht einschätzen würden.



Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Ich konnte nur feststellen, dass ausgerechnet Leute die selber ein Problem haben, sei es Aggressionen oder Alkohol (und die mich von früher kannten) mir meiner heutigen Einstellung nicht klar kommen. Jetzt versteh ich auch warum!!!

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Meine Grundeinstellung hat sich extrem geändert, ich bekomme heute durch Leistung im Beruf und durch meine Firma, die nötige Annerkennung. Ich brauche nicht mehr schnell fahren oder andere im Straßenverkehr zu verhauen, weil Sie mich durch ihre Fahrweise aufgeregt haben. Jeder bekommt das, was er verdient…zumindest sag ich mir das immer (denn bei mir war es auch so). Mir ist heute einfach bewusst, dass man ein Auto auch als Waffe einsetzen kann, und dass überhöhte Geschwindigkeiten schnell zu Tod führen können.
Deshalb gehört Verkehrsgefährdung mit Körperverletzung von nun an der Vergangenheit an.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe das erste Mal Vorsätze gemacht, indem ich mir sagte: Du willst nicht werden wie dein Vater, es hat einfach mich Unmengen an Geld und Ärger gekostet und anderen fast das Leben. Ich spiele heute in einem Verein (zum ersten Mal in meinem Leben), habe einen geregelten Tagesablauf und engagiere mich in einem öffentlichen Amt.
Kenne viele Leute in hohen Positionen und bin heute recht bekannt und angesehen, sodass ich diesen Ruf nicht aufs spiel setzen werde.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Nichts. Ich halte daran fest. Ich möchte nicht schon wieder alles kaputt machen, was ich mir jetzt mühselig aufgebaut habe. Sollte es doch einmal passieren, würde ich mir beistand bei einem Psychologen und im Freundeskreis einholen. Es gibt Beratungsstellen dich ich dann kontaktieren würde.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Ich denke einen Psychologen um Hilfe bitten, Gespräche führen, die einem dabei helfen seine Probleme zu erkennen und tiefgründiger zu erarbeiten. Es gibt Beratungsstellen und Organisationen die ich aufsuchen werde. Und mir meine alten Unterlagen vornehmen, und mich nochmals daran erinnern, was passiert…wenn ich rückfällig werden sollte!

BERTiii
06.01.2009, 15:48
Hallo,

so ich habe den ganzen Fragebogen noch einmal bearbeitet und für euch eingestellt.

Vielleicht findet ihr noch eine Stelle dich noch nicht ganz passt!

merciiiii

BERTiii
06.01.2009, 20:36
schade das ich hier im Nachhinein an meinem Text nichts mehr ändern kann... irgendwie habe ich keine Option dafür...

samuel
06.01.2009, 23:29
Bravo

Auch wenn Dir das vielleicht nicht gefällt, aber den werde ich verlinken und Du darfst jetzt als Musterfragebogen herhalten.

Samuel

BERTiii
08.01.2009, 17:14
Eine Frage hätte ich aber noch, ich habe jetzt am 15.01. meine MPU.... sollte ich mein negatives Gutachten mitnehmen, damit der GA erkennt, das ich daran gearbeitet habe... oder sollte ich es sein lassen?

Kai R.
08.01.2009, 17:38
Eine Frage hätte ich aber noch, ich habe jetzt am 15.01. meine MPU.... sollte ich mein negatives Gutachten mitnehmen, damit der GA erkennt, das ich daran gearbeitet habe... oder sollte ich es sein lassen?
Du kannst sagen, dass Du schon eine MPU gemacht hast. Das GA würde ich nicht unbedingt mitnehmen, sonst werden alle Empfehlungen darin auf Abarbeitung überprüft.

Grüße

Kai

K.Putnik
08.01.2009, 17:38
Neee, lass das mal solangs nicht eh in deiner Akte liegt. Auch wenn du jede kleinste Empfehlung da abgearbeitet hast, ich denke es ist besser dem Gutachter nicht ohne Not unter die Nase zu reiben an was es das letzte mal gescheitert ist. Der soll sich ruhig ein eigenes Bild machen.

MfG

BERTiii
16.01.2009, 15:29
Hallo ihr Lieben :-)

Samuel ich möchte mich insbesondere für deine Geduld und Mühe bedanken.
Vielen Dank!

Die MPU habe ich gestern positiv bestanden.

Danke ^^