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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beantwortete Fragen - Step For Step


petty
12.01.2009, 22:19
# Bislang noch keinen Führerschein gehabt (ausser Mofa...)

# AVUS in Kassel angemeldet; # Termin? in der ersten Februar Woche

Entscheidungsgründe bzgl. MPU:

Erster Eintrag in Flensburg - Entscheidung 26.03.2002
"Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis in 3 Fällen"
(50 km/h Roller mit Mofa...)

Zweiter Eintrag in Fl. - 12.09.2002
"Vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis"
(50 km/h Roller mit Mofa...)

Dritter Eintrag - 12.01.2004
"Unanfechtbare Versagung der Fahrerlaubnis"
(Gutachten nicht eingereicht)

Letzer Eintrag - 29.10.2004
"Unanfechtbare Versagung der Fahrerlaubnis"
(Wiederholte Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen)
(Gutachten nicht eingereicht)


Genügt die kurze Vorstellung meinerseits aus? :)

samuel
13.01.2009, 00:02
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?p=192999#post192999

Versuch doch mal den hier

Samuel

petty
18.01.2009, 21:00
So. PC funktioniert wieder. :)

Ich arbeite den Fragenkatalog Blockweise ab. Finde ich übersichtlicher und da sich die Fragen meist auf die davor gestellten beziehen möchte ich diese zunächst Widerspruchsfrei und mit inneren Werten beantworten.

Was ist passiert?

Warum sind Sie hier?

Wie viele Verstöße hatten sie? (Alle, nicht nur die amtlichen)
Verstöße pro Fahrt x Fahrten pro Jahr x Führerscheinjahre = xxxxxxx

Was waren das für Verstöße?
(möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-je genauer, desto besser)

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?


Die Antworten habe ich in Textform beantwortet.

Mit 15 Jahren habe ich eine Mofa Fahrerlaubnis erworben. Daraufhin hatte ich mir mein erstes Mofa gekauft. Dieses bin ich bis zum 16 1/2. Lebensjahr gefahren; danach verkauft. In dieser Zeit kam es zu keinem Vorfall im Strassenverkehr. Nach dem Verkauf des Mofa habe ich mir einen Kl. M Motorroller gekauft, da ich nun, mit 16, eine Fahrerlaubnis für die Kl. A1 erwerben wollte. Nunmehr hatte ich mich finanziell kalkuliert, habe gedacht das irgendwie (...), Geld für den Führerschein schon herbeikommt.
Jetzt hatte ich ein Fahrzeug, den Roller, aber keine entsprechende Fahrerlaubnis. Ich war nicht mobil und überlegte mir damit bis zum Führerschein nur ab und zu fahren; passieren kann ja eigentlich nichts. Ich habe gedacht, das meine bisherigen Fahrerfahrungen auch ohne entsprechende Fahrerlaubnis für ein "paar mal" fahren ausreicht. Schliesslich ist in dem einem "Mofa-Jahr" auch nichts passiert. Nach dem ich in den ersten Monaten jedes Wochenende ohne Fahrerlaubnis mit dem Roller gefahren bin und nichts passiert ist bin nach ca. 2 weiteren Monaten täglich mit dem Roller gefahren. Ich bin dann gefahren "wann ich wollte", "wann ich Lust hatte" und "irgendwo hin musste". Das ich eine gültige Fahrerlaubnis dazu benötige war dann schnell vergessen weil nie was passiert war. Spätestens als viele andere auch einen Roller hatten und es sich viele Rollergangs gebildet haben, war es unwichtig geworden. Nach wiederum weiteren 2 Monaten, also nach 4 Monate Fahren ohne Fahrerlaubnis habe ich den Roller modifiziert so das eine höhere Endgeschwindigkeit sowie bessere Beschleunigung erzielt werden konnte. Nun bin ich mit einem modifizierten Roller und ohne jegliche Fahrerlaubnis täglich herumgfahren bis ich eines Tages von der Polizei angehalten wurde. Bei der ersten Kontrolle Frühjahr 05/2001 wurde ich zusammen mit einem anderen Rollerfahrer, einen Freund, angehalten. Wir beide konnten keine entsprechende Fahrerlaubnis vorlegen. Zudem hätte es zu dem Fahrzeug auch keine gegeben, da es zu schnell für ein Klasse M Fahrzeug war. Kontakt zum Freund war danach abgebrochen. Nach der ersten Kontrolle bin ich vor Angst ca. 4 Wochen nicht mehr gefahren. Im Sommer 07/2001 bin ich wieder mit dem Roller gefahren da ich eine Freundin (Kollegin) kennengelernt hatte und ich sie besuchen wollte. Nunmehr bin ich seit 08/2001 fast täglich wieder mit dem Roller gefahren. Im Oktober 2001 (10/2001) wurde ich zum zweiten mal mit dem Roller angehalten worden, weil ich in einer 30km/h Zone 10km/h zu schnell gefahren bin. Ich konnte wieder keine gültige Fahrerlaubnis vorlegen. Nach der zweiten Tat habe ich den Roller zunächst nicht stehen gelassen. Stattdessen bin ich nochmals zu der Kollegin gefahren um sie erneut zu besuchen. Dabei wurde ich von dem selben Polizisten aus dem vorherigen mal wiedererkannt und angehalten worden. Am selben Nachmittag habe ich den Roller zu einem Bekannten gebracht und in eine Scheune eingelagert.
Nach den drei Anzeigen der Polizei folgte Ende März 2002 eine Gerichtsverhandlung bei der ich zur Erbringung von 30 Std. Arbeitsleistungen verurteilt wurde.
Einen Monat nach der Gerichtsverhandlung holte ich nun den Roller aus der Scheune des Bekannten um ihn Auszuschlachten und alle anderen Teile zu verkaufen. Eine weitere Freundin (Kollegin) war auch dort, diese hatte ich mit auf dem Sozius des Roller genommen um sie mitzunehmen. Ich wurde ein viertes mal angehalten, da ein Polizeiauto die vorbeifahrenden Motorräder beobachtet hat und ihnen einen viel zu schneller Roller (ich) aufgefallen war. Sie sind mir gefolgt und habe dabei festgestgestellt, das ich zu zweit mit ca. 80km/h gefahren bin.
Nach der vierten Anzeige folgte eine weitere Gerichtsverhandlung mitte September 2009. Hier wurde ich zu erneuten 50 Std. Arbeitsleistungen verurteilt. Die Strafe war höher, da ich damals schon einmal in drei Fällen wg. Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt wurde.

In dieser Zeit sind keine Unfälle enstanden, aber es hätten welche entstehen können da ich zu schnell gefahren bin und meine Kentnisse im Strassenverkehr nicht ausgereicht haben und der Roller für hörere Geschwindigkeiten nicht ausgelegt war.
Ich habe mich und vor allem andere unschuldige Meschen massiv durch das Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstösse gegen die Strassenverkehrordnung verletzten oder gar töten können.

Einen Versicherungsschutz bei Fahren ohne Fahrerlaubniss gibt es nicht, sowie bei Fahrlässigem Verhalten.

Es gibt im Strassenverkehr Regeln die beachten werden müssen. Dazu zählt auch generell eine gültige Fahrerlaubnis für das Fahrzeug zu besitzen.
Es wird wohl immer Menschen geben die diese Regeln Missachten, hierbei ist es besonders wichtig das man achtsam und vorrausschauend $ist um Unfälle zu vermeiden. Alle Strassenverkehrsteilnehmer tragen in irgendeiner Weise dazu bei, das es im Strassenverkehr reibungslos abläuft.

Rücksichtsvoll gegenüber allen Verkehrsteilnehmern verhalten.

Das zu den ersten Abschnitt der oben eingefügten Fragen.

- petty -

petty
18.01.2009, 23:38
Warum ist es passiert?

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?



Warum ist es passiert?

Nach dem ich das Mofa verkauft habe und mir einen Roller angeschafft habe - und anschliessend die ersten Tage damit ohne FE herumgefahren bin hatte ich mich sofort sicher gefühlt und war der Meinung das es doch so ist wie Mofa fahren, nur 25 km/h schneller. Redete mir ein, das es kein Unterschied ist ob Mofa oder 50km/h Roller. Zudem kam auch noch dazu, das ich das Geld für den Führerschein bereits für den Roller ausgegeben habe.
Darüber nachgedacht das ich das Geld für den Führerschein nicht so schnell mehr zusammen bekommen würde habe ich auch nicht.
Ich habe nur den Roller im Vordergrund gesehen - Nicht die Pflichten und Voraussetzungen dafür.
Endlich Roller fahren, schneller fahren, das war für mich das wichtigste. Das stand im Vordergrund.
Ich war somit der Ansicht das meine 1 jährige Fahrerfahrung mit ein Mofa auch zum fahren eines 50km/h Roller im Strassenverkehr ausreichen würde. Mit dem täglichen wiederholten fahren habe ich mir mein können immer und immer wieder bestätigt und eingeredet, so dass ich bei meiner Meinung geblieben war, das ich fahren kann, alle Regeln kann und das jegliche Bemühungen für eine gültige Fahrerlaubnis überflüssig sein.
Ich hatte nach ca. 4 Wochen kein schlechtes Gewissen mehr und habe mir ausserdem in dieser Zeit bewiesen, dass ich ein guter Fahrer bin weil nie etwas passiert sei.
Ich wusste zudem Zeitpunkt das ich keine Fahrerlaubnis und somit kein gültigen Versicherungsschutz hatte, aber da ich mich sicher gefühlt habe war ich der Meinung das ich nicht angehalten werde und so ein guter Fahrer bin und das niemals was passieren würde.

- petty - :)

samuel
19.01.2009, 22:45
Warum es passiert ist, ist mehr oder weniger eine Wiedeholung von dem, was Du bei was von Dir gegeben hast, aber keine Erklärung für Dein Verhalten.

Wieso warst Du nicht in der Lage Dich an die geltenden Gesetze zu halten?
Du mußt da einen starken emotionalen Beweggrund liefern, den Du später auflösen kannst.

Was hat Dir der Roller gebracht, was Du nicht mit Liegestützen finden konntest?

Samuel

petty
19.01.2009, 23:40
Warum ist es passiert?

Nach dem das Mofa verkauft war und ich mir danach einen Roller angeschafft habe, wollte ich unbedingt eine Fahrt damit machen. Ich wusste das ich keine entsprechende Fahrerlaubnis hatte, aber bin dann trotzdem gefahren da ich der Meinung war, das die anderen Jugendlichen auch nur mit einer Mofa Fahrerlaubnis fahren würden und zugleich der Roller dabei sogar viel schneller als 50 km/h fährt.
Warum sollte ich dann nicht fahren?!
Unter anderen Rollerfahren war man ein Warmduscher wenn man nicht einfach damit fährt bzw. den Roller drosseln lässt.

Zudem war ich auch davon überzeugt, dass ich außerdem bald eine Fahrerlaubnis erwerben würde und dann offiziell fahren dürfte. Aber bis dahin könne ich doch einmal fahren. Dachte ich zunächst. Stattdessen bin ich anschliessend fast täglich gefahren.

Ich konnte mich nie beweisen – nicht mit Materiellen Dingen, nicht mit coolen Freunden, tolle Eltern oder auf irgendeiner Art und Weise mit coolen Verhalten meinerseits. Zu dem Zeitpunkt meines ersten Mofas waren mir diese Punkte noch nicht so wichtig, daher hatte ich mich im Straßenverkehr korrekt verhalten. Nach ca. 1. Jahr haben viele andere auch ein Mofa oder Roller gehabt. Das Fahrzeug wurde als Prestige Objekt von den meisten verwendet um besser und cooler als der andere zu sein. Man war angesagt wenn man ein schnelles Fahrzeug hatte, illegal versteckt angebaute Teile und damit nur irgendwie auffiel.

Dies war auch der Grund warum ich mir überhaupt einen Roller gekauft habe.
Jetztendlich hätte das Mofa noch lang ausgereicht. Durch meine schwache Persönlichkeit sowie fehlendes Selbstbewusstsein wollte ich nun nicht mehr als kompletter Außenseiter und Verlierer da stehen und konnte mich nun zeigen und wurde bei anderen als Kollege anerkannt. Von nun an durfte und konnte ich mit allen anderen herumhängen.

Der Roller war für mich eine Chance mich gegenüber anderen auch beweisen zu können.

Untereinander haben sich Gruppierungen gebildet. Selbst in der eigenen Gruppe wollte man immer besser als der andere sein.
Ich wollte es erst recht, damit ich nicht wieder ganz alleine da stehe. Nicht einmal von meinen Eltern konnte ich eine Anerkennung erwarten. Denen war es egal was ich gemacht habe, wo ich war, mit wem ich was gemacht habe. Selbst wenn es um Schule ging war ich ihnen egal. Damals musste ich mir mit Reinigungsarbeiten Geld dazu verdienen um mir anständige Kleidung zu kaufen. Dabei war eine teure Markenbekleidung nicht im Vordergrund da mein Prestige Objekt, meine Anerkennung, der Motorroller war.

Identifiziert wurde man nur noch über das Fahrzeug.

Nunmehr hat jeder immer mehr an dem Fahrzeug herum manipuliert sowie ich auch. An die Geschwindigkeit wurde sich in den Gruppen nie gehalten. Man war ein Looser wenn man zurückgeblieben ist. Jetztendlich musste ich tun was die anderen machen, weil mich ja sonst keiner mehr mochte.

Der Roller war zu der Zeit der Ersatz für meine Persönlichkeit und stärkte mein Selbstbewusstsein.

- petty -

...oder was genügt aus, was nicht?

samuel
20.01.2009, 00:35
Identifiziert wurde man nur noch über das Fahrzeug.

Besser: Ich bewegte mich im Kreisen, in denen ich mich über meinen Roller identifiziert habe.

Keine Verallgemeinerungen!

Ansonsten sehr schön.

petty
20.01.2009, 00:42
Stimmt auch wieder :p

Dann kann ich das WARUM? abhaken.

Ich kann solch Texte schwer schreiben, fehlt mir schwer. Ohne das ich es bewusst gewollt habe, baue ich genannte Textbausteine ein.

Habe 4 Stunden nachgedacht, dann kam das dabei raus. Mit der Wahrheit bin ich auch ehrlich zu mir.

So. Nun die anderen Fragen :)

petty
20.01.2009, 01:09
Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Nach dem der Roller gekauft war und sich Gruppierungen gebildet hatten in denen ich mich integriert habe bekam ich endlich Aufmerksamkeit die ich sonst niemals bekommen hätte.
Im Elternhaus wurde dies gänzlich ignoriert, so dass ich mich bei den Kollegen und ihren Rollern wohl gefühlt habe. Dieses Glücksgefühl und Gefühl von Freiheit sollte bestehen bleiben. Ebenso war es auch in der Schule, außer in den Gruppierungen der Rollerfahrer.
Die Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und bisherigen Strafen habe ich wahrgenommen, allerdings konnte ich aus meiner persönlichen Entwicklung diese nicht in Verbindung mit meinen Straftaten bringen. Der innere Beweggrund wurde mir in den Strafen nicht klar da ich soziale Integrationschwierigkeiten hatte und mich dieses blockierte. In dieser Zeit viel es mir auch schwer sich in andere Menschen hineinzudenken oder Deutungen korrekt aufzufassen. Ich war dafür zuviel mit mir selbst beschäftigt.

In erster Linie war es für mich wichtig das ich Geborgenheit bekommen habe. Ich war unter Rollerkollegen immer gern gesehen. Nicht wie da Heim- selbst bei den Großeltern war ich einfach nur "da".

- petty -

samuel
20.01.2009, 23:19
Machst Du das alleine oder hilft Dir dabei jemand?

Das ist perfekt.

Samuel

petty
20.01.2009, 23:54
Ich mache es allein. %)

Hilfe - Ich habe in den letzten 3 Jahren massiv Input gesammelt und habe das beste gesammelt was ich im alltäglichen Leben mitbekommen habe.

Jeder hat Werte, egal ob gut oder schlecht.
Ich denke immer über das alltägliche nach und filter das beste aus und trage es mit mir weiter. Ob es dann immer wirklich das beste ist sei dahin gestellt, aber ich bestehe auch nicht unbedingt auf MEINE eigene Meinung zum entsprechenden.

Selbst aus der Vergangenheit sortiere ich mit dem Vorsatz
"Jeder hat Werte, egal ob gut oder schlecht"
mein bisheriges Input.

So weiss ich zum Beispiel, das ich nicht wie meine Eltern sein möchte da sie mit ihrer Lebensweise meist nur negative Erfahrungen gemacht haben.

In meiner Berufsausbildung lerne ich auch noch sehr vieles dazu.

Wenn wir alle mal ehrlich sind ist die Spitze des Berges, das was wir erreichen wollen, nur 20% vom ganzen. 80% sind mitmenschliche Beziehungen untereinander.

samuel
21.01.2009, 00:40
Selbstreflektion ist eine feine Sache.
Für die MPU sind einsame Cowboys aber ein rotes Tuch.
Hilfe suchen und annehmen ist zentraler Bestandteil, neben der Problemerkennung.

Samuel

petty
21.01.2009, 23:10
Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Nach dem der Roller gekauft war und sich Gruppierungen gebildet hatten in denen ich mich integriert habe bekam ich endlich Aufmerksamkeit die ich sonst niemals bekommen hätte.
Im Elternhaus wurde dies gänzlich ignoriert, so dass ich mich bei den Kollegen und ihren Rollern wohl gefühlt habe. Dieses Glücksgefühl und Gefühl von Freiheit sollte bestehen bleiben. Ebenso war es auch in der Schule, außer in den Gruppierungen der Rollerfahrer.
Die Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und bisherigen Strafen habe ich wahrgenommen, allerdings konnte ich aus meiner persönlichen Entwicklung diese nicht in Verbindung mit meinen Straftaten bringen. Der innere Beweggrund wurde mir in den Strafen nicht klar da ich soziale Integrationschwierigkeiten hatte und mich dieses blockierte. In dieser Zeit viel es mir auch schwer sich in andere Menschen hineinzudenken oder Deutungen korrekt aufzufassen. Ich war dafür zuviel mit mir selbst beschäftigt.

In erster Linie war es für mich wichtig das ich Geborgenheit bekommen habe. Ich war unter Rollerkollegen immer gern gesehen. Nicht wie da Heim- selbst bei den Großeltern war ich einfach nur "da".

- petty -





Schaffe es heut nicht etwas zu Posten.


Mit dem letzten Text würde ich unter anderem die Frage

"Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?"

beantworten.


--> Hilfe suchen und annehmen ist zentraler Bestandteil, neben der
Problemerkennung.

Wird in den nächsten Texten mit aufgeklärt. Es wird j aauch danach gefragt, von wg. heute (...).

Mache ich dann morgen Nachmittag.

- petty -:)

petty
21.01.2009, 23:14
das beantwortet.

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

--> Der Cowboy :p bll...

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

- petty -

samuel
21.01.2009, 23:41
Du machst das super, bist ja nicht auf der Flucht.

Samuel

petty
23.01.2009, 00:04
Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)

Zur ersten Tat
habe ich mich glücklich gefühlt, da ich wusste, das ich heute (wieder) mit einem Kollegen zusammen herumfahren konnte. Mit ihm kam ich immer gut zurecht.
Endlich konnte ich wieder auf mich Aufmerksam machen, diesmal mit einem weiteren Rollerfahrer. Jeder wird mich zur Kenntnis nehmen an dem ich vorbei fahre. Vor allem wenn ich nicht allein fahre. Es war für mich sehr wichtig, das mich wie möglich jeder kennen und sehen sollte und das ich auch einen coolen Kollegen habe.
Das gemeinsame fahren verstärkte das Gefühl nach Ruhm und Anerkennung.

Als ich das Polzeiauto gesehen habe und diese sich für eine Strassenkontrolle zuerkennen gegeben haben, war die Angst da - Jetzt ist alles vorbei. Wie sollte ich mich in Zukunft beweisen. Nun habe ich nicht einmal mehr einen Roller.

Zur zweiten Tat
hatte ich eine Kollegin in den Gedanken. Sie hat mich gefragt ob ich Zeit hätte. Natürlich sagte ich ja und bin anschliessend zu ihr gefahren. Sie hatte mich oft angerufen und mit mir häufiger in der Vergangenheit etwas unternommen. Wir mochten uns sehr, so dass ich mich immer bemüht habe ja zu sagen wenn es darum ging das wir uns treffen.

Als ich dann auf dem Rückweg von ihr Heim gefahren bin und wg. überhöhte Geschwindigkeit aufgefallen bin habe ich mich sehr geärgert.

Zur dritten Tat
wollte ich wieder zur Kollegin. Während dieser Zeit wie wir immer etwas unternommen haben wollte ich nie Nein sagen und hatte mich diesmal auch wieder stets bemüht zeitig bei ihr zu sein. Wir hatten uns verabredet. Das Glücksgefühl war so gross das es die Angst vor einem erneuten Stopp verdrängt hat.

Als ich dann diesmal auf dem Hinweg zu ihr von denmselben Polizisten am Motorroller wiedererkannt worden war, hatte ich grosse Angst. Ich dachte nun immer mehr an den Verlust des Fahrzeuges. Dies bedeutete keine Mobiltät und somit das ich die Kollegin nicht mehr sehen konnte.

Zur vierten Tat (letzte)
Nach der ersten Gerichtsverhandlung war es für mich überaus wichtig den Motorroller und Teile schnellstmöglich zu verkaufen.
Vorrangig war es also den Motorroller erst einmal wieder nach Hause zu bekommen. Leider konnte und wollte mir niemand helfen, so dass ich nach den drei Taten und der G.Verhandlung erneut gefahren bin.
Eine weitere Kollegin wollte in die selbe Richtung und wollte mit mir mitfahren. So kam es dann auch.
Ich wollte mit den Taten abschliessen und hatte jetzt nur noch den Verkauf im Kopf. Das Geld sollte nämlich in einen Führerschein investiert werden. Das ganze wollte ich schnellstmöglich abschliessen und habe dann die Höchtsgeschwindigkeit von 90km/h ausgenutzt.

samuel
23.01.2009, 00:15
Eine weitere Kollegin wollte in die selbe Richtung und wollte mit mir mitfahren. So kam es dann auch.
Ich wollte mit den Taten abschliessen und hatte jetzt nur noch den Verkauf im Kopf. Das Geld sollte nämlich in einen Führerschein investiert werden. Das ganze wollte ich schnellstmöglich abschliessen und habe dann die Höchtsgeschwindigkeit von 90km/h ausgenutzt.

Klingt nach einem Rennen.

petty
23.01.2009, 00:19
achso...

Ja. Ich habe sie mitgenommen als Sozius.

samuel
23.01.2009, 00:41
Also wolltest Du Eindruck schinden. Das ist verständlich.

Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht.

petty
26.01.2009, 00:16
vollgefressen. 1,5 kg mehr, bestimmt zu viel Wasser getrunken. Hoffentlich wird das morgen wieder weniger %)

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Dadurch das ich keinerlei Aufmerksamkeit durch Familie, Schule und andere bekam, als ich es brauchte, verfiel ich einen Teufelskreis. Ich fühlte mich mehr und mehr allein gelassen und habe dann mein ergehen unterdrückt. Körperlich ging es mir gut, seelisch allerdings nicht.
Jegliche gut gemeinte Worte oder positive Bewertungen zu dem was ich gemacht habe konnte ich gar nicht mehr wahrnehmen oder interpretieren. Ich war ständig mit mir selbst beschäftigt und musste immer darüber nachdenken was ich gemacht habe, warum ich ggf. keine Bestätigung die ich mir gewünscht hätte nicht bekommen und was jetzt passieren würde da ich ein negatives Bild hinterlassen habe.
Der Motorroller in diesem Lebensabschnitt spielte für mich eine wichtige Rolle. Damit meinte ich Aufmerksamkeit zu bekommen. Ob negativ oder positiv konnte und wollte ich nicht in Erfahrung bringen. Zumal ich mit negativen Dingen überhaupt nicht zurecht gekommen bin.

Menschliche Werte waren mir Fremd. Daran zu denken Freunde gewählt auszuwählen kam mir nicht in den Sinn. Für mich waren es Freunde wenn ich mit ihnen Zeit verbingen konnte.

Damals war ich doch immer der Schüler aus einer armen Familie, dachte ich. Heute würde ich sagen das es reiche arme, zurückhaltende und lautere Menschen gibt usw. . Das in den anderen Menschen hineindenken hat mir gefehlt.

Nach dem die letzte Gerichtsverhandlung war und ich die Arbeitsleistung abgeleistet hatte besuchte ich noch im selben Jahr eine weiterführende Schule. An dieser Schule habe ich einen Bildungsgang besucht welcher für bestimmte Berufsgruppen eine zusätzliche Qualifikation bietet (Fachabitur). In der Klasse und auf der ganzen Schule kannte ich niemanden.
Dort fühlte ich mich trotzdem nach kurzer Zeit sehr wohl, da ich meine Interessen in den Unterricht einbringen konnte und sich die Lehrer auch sehr dafür interessierten. Ich bekam mehr und mehr das Gefühl das ich doch gehört werde und auch gefordert werde.

Nun konnte ich erstmals erlernen was Anerkennung bedeutet, wie es sich anfühlt und wie man damit umzugehen hat. In der Klassengemeinschaft ging es vielmehr um das fachliche womit es auch mir viel einfacher war aus dem Teufelkreis heraus zu kommen und ich mich nicht immer mit mir selbst zu beschäftigen. Ich wurde somit immer selbstsicherer und brauchte mich mit keinem Verhalten beweisen. Das hineindenken in andere Menschen konnte ich somit auch erstmals in Erfahrung bringen, da die arbeiten stets im Team erledigt wurden und Aufgaben nur so zu lösen waren.

Vor den Winterferien hatte es sich ergeben das ein Lehrer Hilfe bei einem Umzug benötigte. Dieser Lehrer war gleichzeitig eine Vertrauensperson und wusste über mich und meinen Umständen grob Bescheid. Er sprach mich bzgl. dessen an und wir vereinbarten darauf einen Termin aufgrund des Umzuges.

Der Tag war da. Ich freute mich sehr. Nach einigen Stunden merkte ich bereits, das ich hier sehr willkommen war und nicht nur wg. meiner Hilfestellung. Mit den restlichen Familienmitgliedern und Verwandten kam ich sehr gut zurecht.
Der Umzug und die Renovierung dauerte einige Tage. Ich war so ziemlich bei jedem Tag dabei.

Über einen Zeitraum hatte ich sich somit eine Freundschaft mit allen Familienmitgliedern gebildet. Wir tauschten in dieser Zeit viele Informationen aus. Die damaligen Taten mit dem Roller wurden auch besprochen. Sie waren die ersten mit denen ich darüber redete.

Es hat sich nunmehr dazu entwickelt, das ich eines Tages mit zur Familie gehörte und dort auch gewohnt habe.

Als ich mich dazu entschlossen habe, eine Ausbildung an einem anderen Ort zu absolvieren, wohnte ich anschliessend allein. Sie unterstützten mich beim Umzug. Auch am heutigem Tage mit Problemen sind sie immer noch für mich da.

Diese nachgeholten 4 Jahre Familie haben meine Persönlichkeit gefestigt und mir gezeigt, das auch ich Werte habe. Dabei darf man die des anderen nicht vergessen.

Ich lernte an dem Wohnort erstmals viele neue Menschen kennen und unternehme bis heute mit ihnen etwas. Darunter gibt es auch sehr enge Freunde(Familien) mit denen ich alles besprechen kann. Es ist hierbei egal ob es um finanzielle oder menschliche Dinge geht.

- petty -

samuel
26.01.2009, 22:43
Du verläßt Deine Familie und ziehst bei Deinem Lehrer ein?

Gab es da noch eine Vorgeschichte? Das ist so unerklärt ein bischen merkwürdig.

Samuel

petty
26.01.2009, 23:09
Kurz zusammen gefasst, (wichtigsten Punkte)

- Besuch einer Weiterführenden Schule
- die Umzugshilfestellung
- kennengelernt, Freundschaft gebildet
- Einzug mit in das Haus, da noch eine Anlieger Wohnung frei war

- Ausbildungsplatz gefunden (an einem anderen Ort)
- Umzug dorthin
- Freunde und Bekannte kennengelernt

Was kann und soll noch hinein...?

Das waren aber eigentlich die entscheidenen Punkte die mir geholfen haben die damalige Situation mit anderen Hintergründen wahrnehmen zu können. Es war sozusagen das erstmalige herauszoomen aus der geschehenen Situation. Was passiert war wusste ich vorher nur das warum wurde erst damit aufgeklärt.
Bis davor war es für mich eine einzige Jugendsünde ohne die Taten mit möglichen anderen Gründen in Verbindung zu bringen. Ich kam niemals auf die Idee darüber nachzudenken. Ich wollte es auch nicht, weil bis davor meine Persönlichkeit gestört war.

- petty - :troest:

samuel
26.01.2009, 23:21
Das mit Deiner eigentlichen Familie (Erzeuger) kommt irgendwie ein bischen kurz.

Daß Schneewittchen´s Stiefmutter ihre Tochter im Wald ermorden lassen will, hat doch auch einen Hintergrund.

Wenn Dich Deine Leute nur mit dem Gesäß angeschaut haben, das muß doch irgendeine Geschichte geben.

petty
26.01.2009, 23:30
Der Wunsch einer eigenen Wohnung war mit ca. 16 Jahren schon da. Nur leider war es bis Dato aus finanziellen Gründen niemals möglich. Ohne Ausbildung und Geld wäre es niemals greifbar gewesen. Ein neuer Lebensabschnitt konnte aufgrund der miserablen zustände zu Hause und fehlender Unterstüzung nicht stattfinden. Tag für Tag viel mir da Heim die Decke über den Kopf zusammen.

Mit meinem Lehrer, Vertrauensperson, gab es auch Gespräche darüber das Elternhaus zu verlassen. Zuvor hatte ich niemals mit jemanden darüber gesprochen. Meinen Eltern war es damals egal ob ich ausziehe oder nicht. Intern gab es in der Lehrerfamilie Gespräche darüber, ob sie mir nicht die Anlieger Wohnung zur Verfügung stellten. Für sie war es kein Problem. Die herzliche Aufnahme hängt auch damit zusammen, das sie schon in der Vergangenheit Kinder adoptiert hatten und in die Familie aufgenommen hatten. Eine Patchworkfamilie.
Für mich war es damals eine Ersatzfamilie.

Die berufliche (spezielle Qualifikation, hier nicht erwähnt) half mir auch sehr ein neuen Lebensabschnitt zu beginnen.

- petty -

petty
27.01.2009, 00:09
die Geschichte bzw. der Grund war hauptsächlich der "verkommende Haushalt" sowie die Orientierungslosigkeit in Sachen Beruf meiner Eltern.

Woran andere Menschen kaum zu denken wagen, wie es bei manchen im Haushalt zugeht, musste ich dies erleiden. Nicht zu vernachlässigen ist auch das schlechte Benehmen meiner Eltern.

Ich merkte nach den Straftaten und mit dem Endspurt der letzten Schulklassen immer mehr das das Verhalten meiner Eltern auf mich abgefärbt hatte und ich mich allein aus der Situation nicht mehr befreien konnte. Hinzu kamen die schlechten Schulnoten.
Hilfe oder Tatkräftige Unterstützung konnte ich gänzlich vergessen.

Das was bisher geschehen war, war niemals mein Wunsch. Ich meinte zuvor besser gewesen zu sein. Dies war aber nicht der Fall. Berufswünsche wären zur damaligen Zeit ungreifbar gewesen.

Immer wollte ich es ändern, nur allein habe ich es nicht mehr geschafft. Zu stark waren die psychischen Belastungen im Haushalt meiner Eltern um allein neu Fuß zu fassen.

- petty -:pc:

samuel
27.01.2009, 00:27
Du gehst zum Psychologen, da wird es schwer mit Andeutungen durchzukommen. Wenn Dir das zu peinlich ist, dann erfinde einfeich eine klare Geschichte.

A la: Mama und Papa haben 24 stunden im Dönerstand gearbeitet und nie Zeit für Ihre Kücken gehabt, aber nicht

Zu stark waren die psychischen Belastungen im Haushalt meiner Eltern um allein neu Fuß zu fassen.


Wenn Du so etwas anbringst, das wird sicher nachgefragt werden.
Darauf beziehst Du Dich in Deinen Verfehlungen und es soll sichergestellt werden, daß Du in gleichen Umfeld nicht wieder so reagieren wirst.

Also wird das Umfeld, in dem Deine Taten verübtest, gründlich abgeklopft.
So würde ich das jedenfalls machen.

petty
27.01.2009, 21:33
also meinst du

meine Eltern haben nichts gemacht waren arbeitslos... blub blub usw.

du meinst also statt

Zu stark waren die psychischen Belastungen im Haushalt meiner Eltern um allein neu Fuß zu fassen.

das zu sagen wäre es besser

Mama und Papa haben 24 stunden im Dönerstand gearbeitet und nie Zeit für Ihre Kücken gehabt, aber nicht

Was ist die Erkentniss für den Gutachter daraus? Ich würde daraus schliessen das ich die Schuld auf andere schiebe.

Das Problem liegt hier, das ich es nicht verstehe. Entweder weil ich den Kopf mit Arbeit voll habe oder weil ich absolut damit abgeschlossen habe und es mich nicht mehr interessiert.

Nun. Da musst du mir auf die Sprünge helfen. Ich verusuche mich in der Zeit an den anderen Fragen

- petty - :)

petty
27.01.2009, 21:57
:) du meinst das ich indirekt sagen soll,

dass meine Eltern ...

und nicht die damalige Situation aus meiner Sicht reflektieren soll!?

:gruebel:

petty
27.01.2009, 22:35
Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Zu allererst Mein fühlte ich mich unantastbar und mächtig. Mit eigenen Fehlern habe ich nie gerechnet und auch gar nicht erst daran gedacht. Mit Fehlern anderer auch nicht - Selbstüberschätzung.
Ich war unbelehrbar und uneinsichtig.


Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Frustriert mit anschließend fehlendem Schuldbewusstsein


Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Geldstrafen bekam ich nicht, stattdessen Arbeitsauflagen. Sie waren mir lästig und ich glaubte das ich die Zeit besser verbingen könnte. Sinn und Nutzen erkannte ich nie.

petty
27.01.2009, 22:43
Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Vorsätze hatte ich keine. jedeglich wollte ich weitere Taten vermeiden.


Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?

Nichts. Eher im Gegenteil. Ich wollte vorsichtiger sein, mich nicht erwischen lassen, damit mir in Zukunft keine Strafen mehr drohen.


Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Punkte hatte ich keine. Aber jetztendlich kamen so viele Taten zusammen weil mit das Schuldbewusstsein gefehlt hat. Die Strafen konnten mich nicht auf die richtige Spur verhelfen, da ich mit mir selbst und mit meinem Heim unzufrieden war.

samuel
27.01.2009, 23:42
Idiotentestler sind Leute, bei denen ein Versagen vorliegt.

Normalerweise reden die Familien miteinander, wenn es Probleme gibt. Man tauscht sich aus und hilft sich gegenseitig. Es gibt Schulpsychologen oder den Pfarrer, ein Onkel schaut vorbei oder die Großeltern haben einen Rat.

Bei uns hat das ganze System der Eigenkontrolle nicht gegriffen oder wir haben uns bewußt entzogen. Deshalb gehen wir zur MPU. Wir lassen durch eine außenstehende Instanz überprüfen, ob wir wieder gesellschaftsfähig sind.

Wenn also alle Mechanismen bei Dir nicht gegriffen haben, mußt Du dafür eine Grund angeben. Ich nehm Deine Geschichte und klopf ein wenig auf den busch, um zu sehen was raus kommt.

Dann gebe ich Dir Hinweise welche Antworten der Gutachter im ersten Anlauf versteht.


Jetzt zum Thema.
Wenn Dein Lehrer besser war als Deine Erzeuger, mußt Du dazu eine Geschichte liefern. Waren sie Alkoholkier, muß das nicht zu Deinem Nachteil sein, trinkst Du selber keinen Alkohol.

Waren sie einheitskonforme Manager, probst Du den Aufstand als Punk.

Was Du bringen mußt sind klare Ansagen und nachvollziehbare Wege.

Wenn Du selber Deine Geschichte nicht erzählen willst, nimm eine von einem Klassenkameraden. Irgend eine kaputte Familie gibt es praktisch überall.
Die verbindest Du mirt der Aktenlage und schlußfolgerst daraus:

Weil ich das und jenes nicht hatte, hab ichs mit dem Roller gemacht.

-----------

Was auch ginge wäre die Lovestory

Warst Du ein schüchterner, wolltest Du über den Roller an die Mädels kommen.

Das ist eine Geschichte, die sich auch prima bearbeiten läßt.

Der Möglichkeiten gibt es viele.
------------------------
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Punkte hatte ich keine. Aber jetztendlich kamen so viele Taten zusammen weil mit das Schuldbewusstsein gefehlt hat. Die Strafen konnten mich nicht auf die richtige Spur verhelfen, da ich mit mir selbst und mit meinem Heim unzufrieden war.


Viele Fragen werden doppelt gestellt, das ist eine davon.
Auch hier wieder erklären, was Du davon hattest, wie Du es hier schon getan hast. Das dient der Kontrolle, ob Du Dich in Widersprüche verwickelst.

habe ich mich glücklich gefühlt, da ich wusste, das ich heute (wieder) mit einem Kollegen zusammen herumfahren konnte. Mit ihm kam ich immer gut zurecht.
Endlich konnte ich wieder auf mich Aufmerksam machen...

Das Leben war ... der Roller war Spitze
Dir war doch klar, daß das nicht legal war, aber es hat hat zu der Zeit mehr gebracht als geschadet.

petty
27.01.2009, 23:49
Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?

Meine Eltern haben es mitbekommen, haben aber mit mir nicht darüber gesprochen. In der Gruppierung hieß es nur das es Mieß gelaufen ist und das es nicht wieder passieren darf. In Zukunft sollte man besser aufpassen um Polizeikontrollen bzw. Anzeigen zu vermeiden.

- petty -

petty
27.01.2009, 23:56
:p Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Punkte hatte ich keine. Aber jetztendlich kamen so viele Taten zusammen weil mit das Schuldbewusstsein gefehlt hat. Die Strafen konnten mich nicht auf die richtige Spur verhelfen, da ich mit mir selbst und mit meinem Heim unzufrieden war.


Viele Fragen werden doppelt gestellt, das ist eine davon.
Auch hier wieder erklären, was Du davon hattest, wie Du es hier schon getan hast. Das dient der Kontrolle, ob Du Dich in Widersprüche verwickelst.

OK! Das war korrekt so wie meine Angaben waren?
Mein gesunder Menschenverstand hat bevor ich die Frage beantwortet habe Alarm geschlagen. Das war doch das "Warum kam es zu den (und vielen) Verstößen..." oder? :p

petty
27.01.2009, 23:58
Soll ich hier etwas umschreiben?

habe ich mich glücklich gefühlt, da ich wusste, das ich heute (wieder) mit einem Kollegen zusammen herumfahren konnte. Mit ihm kam ich immer gut zurecht.
Endlich konnte ich wieder auf mich Aufmerksam machen...

Das Leben war ... der Roller war Spitze
Dir war doch klar, daß das nicht legal war, aber es hat hat zu der Zeit mehr gebracht als geschadet.

?

samuel
28.01.2009, 00:15
Warum es immer wieder passiert ist?

Der Affe an sich reagiert auf positive Reize mit Wiederholung.

Wenn also eine Sache so überaus positiv ist, schlußfolgere daraus, das der Rest nicht so dolle ist und Du hast den Zusammenhang mit dem restlichen Leben hergestellt.

petty
28.01.2009, 21:21
Idiotentestler sind Leute, bei denen ein Versagen vorliegt.

Normalerweise reden die Familien miteinander, wenn es Probleme gibt. Man tauscht sich aus und hilft sich gegenseitig. Es gibt Schulpsychologen oder den Pfarrer, ein Onkel schaut vorbei oder die Großeltern haben einen Rat.

Bei uns hat das ganze System der Eigenkontrolle nicht gegriffen oder wir haben uns bewußt entzogen. Deshalb gehen wir zur MPU. Wir lassen durch eine außenstehende Instanz überprüfen, ob wir wieder gesellschaftsfähig sind.

Wenn also alle Mechanismen bei Dir nicht gegriffen haben, mußt Du dafür eine Grund angeben. Ich nehm Deine Geschichte und klopf ein wenig auf den busch, um zu sehen was raus kommt.

Dann gebe ich Dir Hinweise welche Antworten der Gutachter im ersten Anlauf versteht.

1. das betrifft diese Frage, oder?!
Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?


Jetzt zum Thema.
Wenn Dein Lehrer besser war als Deine Erzeuger, mußt Du dazu eine Geschichte liefern. Waren sie Alkoholkier, muß das nicht zu Deinem Nachteil sein, trinkst Du selber keinen Alkohol.

Waren sie einheitskonforme Manager, probst Du den Aufstand als Punk.

Was Du bringen mußt sind klare Ansagen und nachvollziehbare Wege.

Wenn Du selber Deine Geschichte nicht erzählen willst, nimm eine von einem Klassenkameraden. Irgend eine kaputte Familie gibt es praktisch überall.
Die verbindest Du mirt der Aktenlage und schlußfolgerst daraus:

Weil ich das und jenes nicht hatte, hab ichs mit dem Roller gemacht.

2. du meinst also, das ich mich nicht mit manchen Aussagen dann selbst verstricke bzw. hinterfragt wird!?
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Was auch ginge wäre die Lovestory

Warst Du ein schüchterner, wolltest Du über den Roller an die Mädels kommen.

Das ist eine Geschichte, die sich auch prima bearbeiten läßt.

Der Möglichkeiten gibt es viele.

3. Meinst du das im Bezug auf die Ursache? Hmm... Lovestory Ursache denk... hmm... Verstehe ich nicht.
ODER einfach so, das ich wie manche Drogen brauchen um Party zu machen ich einen Roller um mich attraktiv zu machen.
Muss ich dann nicht irgendwo etwas anpassen...?


Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Punkte hatte ich keine. Aber jetztendlich kamen so viele Taten zusammen weil mit das Schuldbewusstsein gefehlt hat. Die Strafen konnten mich nicht auf die richtige Spur verhelfen, da ich mit mir selbst und mit meinem Heim unzufrieden war.

Viele Fragen werden doppelt gestellt, das ist eine davon.
Auch hier wieder erklären, was Du davon hattest, wie Du es hier schon getan hast. Das dient der Kontrolle, ob Du Dich in Widersprüche verwickelst.

4. das lass ich dann so stehen!?


habe ich mich glücklich gefühlt, da ich wusste, das ich heute (wieder) mit einem Kollegen zusammen herumfahren konnte. Mit ihm kam ich immer gut zurecht.
Endlich konnte ich wieder auf mich Aufmerksam machen... [/B]

Das Leben war ... der Roller war Spitze
Dir war doch klar, daß das nicht legal war, aber es hat hat zu der Zeit mehr gebracht als geschadet.

5. Das soll ich mit einbauen?

samuel
28.01.2009, 23:54
Das ist praktisch eine Wiederholung der Warum ist es passiert Frage.

Den Fragebogen gibt es so bei der MPU nicht. Ob und welche Fragen wiederhoilt werden entscheidet der Gutachter nach Laune. Hast Du aber die Zusammenhänge hier kapiert, solltest Du ohne Probleme bei der MPU bestehen können.

Samuel

petty
29.01.2009, 23:17
das ganze bis zu Seite 1 überarbeiten oder kann man es so lassen und ich schreibe dann erst einmal weiter.

:gruebel:

- petty -

samuel
29.01.2009, 23:57
Mach mal weiter, das Spannendste kommt ja erst noch.

petty
03.02.2009, 22:18
und macht etwas pause.~_~

Am Donnerstag bestimmt alles wieder gut.
~z~

- petty -

samuel
03.02.2009, 23:11
Wenn es der derzeit umlaufende Grippevirus ist, kann es auch ein bischen länger dauern.
Gute Besserung!

Samuel

petty
08.02.2009, 20:32
war die ganzen Tage krank.:)

So. Morgen werde ich die weiteren Fragen beantworten. Der baldige Termin rückt nämlich immer näher. EInen genauen Zeitpunkt habe ich zwar noch nicht, aber sehr warscheinlich das es in der Woche 23.02 - 27.02 sein wird.

:pc:

- petty -


ps. war wohl doch diese Grippe die mich Tage lang nieder gemacht hat.

petty
12.02.2009, 22:29
wieder da wieder da wieder da petty ist da...
:p

Wieso passiert es nicht wieder?

Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?

Nun. Nach dem ich erfahren habe, das ich mich einer MPU unterziehen muss habe ich erstmals über meine Taten nachgedacht. Ich stellte mir nun erstmals selbst die Fragen warum? und weshalb? das ganze so geschehen ist (...).
Meine Gedanken waren: "Ich muss zu einem Psychologen um einen Führerschein zu machen..."
Hinzu kamen noch die schlechten Noten in der Schule und die Freunde welche eigentlich keine waren, da ich begriffen hatte das ich mich dort nur wichtig machen wollte um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Die erwünschten Ziele und Erfolge blieben immer aus!, da ich die Schuld immer von mir gewiesen habe und nur das Ziel vor Augen hatte ohne einen Lösungsweg.


- petty -:happy:

petty
12.02.2009, 23:54
Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Die Freunde, "angeblichen Freunde", wurden mit den letzten Taten abgesetzt.

Ich meldete mich an einer weiterführenden Schule an- Ich bekam eine Zusage. Die Schule war der Lösungsweg um mich meinen Berufsziel/Wunsch näher zu bringen.

Ich sah es als weitere Chance - Wie ein Zug der von seinem Abfahrtsbahnhof zum Ziel kommen möchte.

Die Ziele bzw. die Wege zum Ziel waren in erster Linie, das ich nunmehr eine weiterführende Schule besuche und mich dort für gute Noten und Leistungen anstrengen werde. Geregelte Tage mit zu erfüllenden Aufgaben, auch Schulaufgaben, und dafür mit guten Noten belohnt zu werden. Diese bringen mich schliesslich weiter.
Nun war nicht mehr der ganze Tag leer und ohne perspektiven. Die Antriebslosigkeit wurde weniger und verschwandt anschliessend.

Wenn ich heute mal Tage habe an denen ich Faul und bin und manchmal zu nichts Lust habe, gönne ich mir zeitnahe o. rechtzeitig eine Auszeit in Form von Überstundenfrei oder Urlaub.
Um wieder Energie zu tanken unternehme ich mit meiner Freundin viel und machen spontane Ausflüge. Wenn sie keine Zeit hat, dann gehe ich wandern, koche oder bastel in meinem Arbeitszimmer.
Um einen Ausgleich in meinem Tag zu erzielen treibe ich fast täglich Sport im Fitness Studio an der Arbeit, spiele Badminton oder Volleyball.
Sofern es die Zeit nicht hergibt ist es für mich ein gutes Mittel mich da Heim 1-2 Stunden einfach schlafen zu legen.

Es ist ein gutes Gefühl zu sehen wie es mit dieser Einstellung und Lebensweise voran gegangen ist. Heute befinde ich mich in einer Prima Ausbildung und bin an der Arbeit gern gesehen da ich mich sehr engagiere. Dadurch habe ich mir eine große Verantwortung erarbeitet.
Mittlerweile bin ich Verantwortlicher in bestimmten Bereichen und treibe zwei Projekte voran.
In der Berufsschule klappt es auch Prima, da ich viele Themen im Betrieb selbst erleben kann. Mir steht es auch frei, was ich aus der Schule wie im Betrieb vertiefe.

Ziele setzen und daran festhalten ist. Handeln statt träumen.



- petty - :)

samuel
13.02.2009, 00:13
Nach dem die letzte Gerichtsverhandlung war und ich die Arbeitsleistung abgeleistet hatte besuchte ich noch im selben Jahr eine weiterführende Schule.

Warum nimmst Du nicht die Gerichtsverhandlung als Knackpunkt.
So als Sünder vor dem KADI ist nicht jedermanns Sache und das Du das nicht mehr willst, leuchtet auch einem Gutachter ein.

Meine Gedanken waren: "Ich muss zu einem Psychologen um einen Führerschein zu machen..."
Das geht gar nicht. Erstens ist das völliger Quatsch und zweitens geht es um Fahreignung.

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Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Da fehlt noch das Kapitel Eltern, welche ja irgendwie als ein Hauptgrund herhalten.

Ich merkte nach den Straftaten und mit dem Endspurt der letzten Schulklassen immer mehr das das Verhalten meiner Eltern auf mich abgefärbt hatte