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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragebogen ausgefüllt...


Markus_41
01.02.2009, 16:03
Hallo Gemeinde,
ich bin neu hier und habe mal den Fragebogen ausgefüllt da ich nächsten Monat zur MPU darf. Vielleicht schauen die Erfahrenen unter euch mal drüber. Für Tipps und Korrekturen wäre ich euch sehr dankbar.

1.Wie viele Verstöße hatten sie?

Da es sich über Jahre hingezogen hat, kann ich Ihnen nur noch an belegten Beispielen meine Verstöße benennen.

2. Was waren das für Verstöße?

Sie hatten immer mit Geschwindigkeit zu tun. Soweit ich mich erinnere, nahezu ausschließlich auf Autobahnen bzw. Bundesstraßen. Was aber keine Entschuldigung sein soll, aber es ist der Fakt.

3. Wann waren diese Verstöße und in welchem Zeitraum fanden diese statt? (möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-um so genauer, um so besser)

17.7.02 Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 26-40 km/h 3 Pkt
15.1.02 Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 31-40 km/h 3 Pkt
23.4.04 Abstand auf der Autobahn 4 Pkt
28.1.05 Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 21-25 km/h 1 Pkt
13.3.05 Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 61-70 km/h 4 Pkt
09.8.06 Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 41-50 km/h 3 Pkt
15.2.07 Telefonieren beim Fahren 1 Pkt
Das sind die, wie oben erwähnt, an die ich mich erinnere da sie Folgen hatten.
Allerdings habe auch ich während der Auseinandersetzung mit der Problematik ein Muster erkannt. Und ich habe dieses in den letzten Monaten geändert. Was auch daran zu erkennen ist, dass ich bereits nach dem 15.2.07 nicht mehr auffällig geworden bin, obwohl mir der FS erst im Juli 2008 entzogen wurde.

4. Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Ich habe geglaubt, permanenten Termindruck zu haben. Diesem Gefühl habe ich mich nur zu gern hingegeben. Es unterstreicht schließlich auch die eigene Wichtigkeit und schafft eine falsche Art der Zufriedenheit wenn man so wichtig ist.
Besonders in den letzten Monaten ist mir deutlich geworden, wie falsch es war. In dieser Zeit hat mich meine Freundin sehr viel gefahren. Und durch ein vernünftiges Zeitmanagment sind wir immer pünktlich gewesen und dazu noch sehr entspannt. Und das alles ohne weniger zu arbeiten.

5. Wie war ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?

Ich habe nicht darüber nachgedacht, bzw. habe geglaubt das erledigt sich schon. Die Sachen werden ja auch wieder gelöscht und so kommst du schon durch. Über die Delikte selbst habe ich kaum nachgedacht.

6. Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

Ich glaube heute dass es nur Glück war, dass nie etwas passiert ist. Ich hätte mich selbst aber vor allem andere, die nichts damit zu tun haben, erheblich gefährden können. Und habe dies sicher auch getan. Wie gesagt, es ist pures Glück, dass nie etwas passiert ist.

7. Wie schätzen sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Ich denke ich war ein aggressiver und rücksichtsloser Fahrer.

8. Woran lag es das sie keinen Unfall hatten?

Ich denke es war nur Glück.

9. Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Das Glück, dass nie etwas passiert ist, habe ich als Bestätigung aufgefasst, dass mein verhalten so okay war. Dazu kam die oben erwähnte gefühlte Wichtigkeit. Sicher auch dadurch eine gewisse Arroganz und der Glaube mir könnte nichts passieren.

10. Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Dies war, soweit ich mich erinnere, nur zweimal der Fall. In diesen Fällen habe ich mich nicht geäußert und habe nur die Pflichtangaben gemacht.

11. Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Wie ich oben schon kurz erwähnte, habe ich geglaubt, ich käme schon irgendwie durch. Ein Anlass für eine Verhaltensänderung waren sie nicht bzw. nur für kurze Zeit.

12. Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Punkte mehr zu bekommen?

Da ich mich kaum mit dem Problem auseinandergesetzt habe, hatte ich mir nichts vorgenommen.

13. Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

./.

14. Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Bei zwei Vorfällen erinnere ich mich durchaus an einen konkreten Anlass.
Am 28.1.05 hatte ich mich abends im Hotel mit meiner damaligen Freundin gestritten und sie hatte beschlossen, sich zu trennen bzw. die Beziehung nicht weiter fortzusetzen. Dies brachte mich in einen Zustand der Verzweiflung bzw. Wut und ich fuhr noch am gleichen Abend bzw. in der Nacht von Stuttgart nach Hause. Während der Fahrt dachte ich nur über die Beziehung nach. Eigentlich, s sehe ich das heute, war ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der Lage Auto zu fahren.
Das zweite woran ich mich genau erinnere war ganz ähnlich. Es war ein Sonntag Morgen und ich fuhr nach einem Streit nach Hause. Das Gefühl war das gleiche wie bei dem anderen Verstoß.

.Fragen nach Änderungen gegenüber früher:

1. Wie lauten ihre Vorsätze heute?

Termine bestimmen nicht mehr mein Leben. Und das gilt nicht nur für den Straßenverkehr. Ich lasse mich weder von meiner Chefin noch von einem Kunden unter Druck setzen, schon gar nicht tue ich es selbst. Nichts ist so wichtig wie meine Gesundheit und die der anderen.

2. Was ist daran anders?

Ich verbinde Erfolg bzw. Wertschätzung nicht mehr mit der Pünktlichkeit die ich erreiche wenn ich schneller von A nach B komme. Ich habe keinen Stress mehr wenn ich merke dass ich einen Termin nicht pünktlich schaffe. Für solche Fälle gibt es ein Telefon. Man kann den Termin verschieben oder absagen. Kein Mensch bewertet mich danach.

3. Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?

Ich habe in meinem leben vieles verändert. Vor allem meine Einstellung zu den oben genannten Dingen. Ich genieße und schätze viel mehr was mir ein anständiger Job an angenehmen Dingen zu bieten hat. Außerdem habe ich in den letzten Monaten sehr viel mit meiner Freundin aber auch Freunden gesprochen. Ich bin sehr schnell davon abgekommen, die Schuld bei anderen zu suchen oder es als Pech hinzustellen. Ich allein bin für alles verantwortlich was passiert ist. Es ist eine Frage der Einstellung. Und die habe ich geändert.
Ich werde sehr bewusst darauf achten, dass dies so bleibt.

4. Was hat sich ansonsten bei ihnen geändert?

Es ist schwer, mich zu provozieren. Das war lange Jahre anders. Heute lächle ich und gehe solche Situationen aus dem Weg. Ich habe festgestellt, dass das viel stressfreier und befriedigender ist.

5. Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?

Ich vertraue nicht mehr darauf auch weiterhin Glück zu haben. Viel mehr achte ich selbst darauf, dass ich niemanden gefährde oder zu ungewollten Handlungen treibe, wie zB Ausweichmanöver, starkes Bremsen oder ähnliches.

6. Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

Rücksicht und eine defensive Grundeinstellung.

7. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?

Da fällt mir nichts ein. Ich weiß inzwischen wie positiv eine entsprechende Einstellung sich auf mein gesamtes leben auswirkt. Es fühlt sich viel angenehmer an als die falsche Bestätigung durch schnelles und aggressives Fahren.

bubele
01.02.2009, 19:18
tach auch und willkommen hier Markus_41

Im grossen und ganzen hört er sich gut an .Was mich aber stört ist die Tabellarische Ausdrucksweise.

Warst du bei deiner Fsst und hast Akteneinsicht genommen ?

Dort steht alles Drinne was der GA sieht weil der GA die Akte hat :D
Frage persönlich und höflich nach ob man dir Kopien machen kann.

Du kannst auch unter www.kba.de dir einen Auszug aus dem Punkteregister in Flensburg besorgen.

Eins MPU dauert in der Regel 3-4 Stunden.


1.Wie viele Verstöße hatten sie?

Da es sich über Jahre hingezogen hat, kann ich Ihnen nur noch an belegten Beispielen meine Verstöße benennen.


Das kommt nicht so gut bei einer MPU an.
das war mal meine Ansicht,aber warte mal ab da kommt noch mehr.:D

Markus_41
01.02.2009, 20:58
....ich bin für jeden Tip dankbar wie du dir sicher vorstellen kannst.
Den Auszug aus dem Punkteregister hab ich da. Dort konnte ich ja die verstöße rausholen.
Aber ich bin ja schon erstmal zufrieden wenn es im Großen und Ganzen passt. Ein paar Wochen hab ich sicher noch weil die Akten noch hin und her geschickt werden. Liegen im Moment noch beim Gericht der ersten Instanz. Kommt mir ein wenig willkürlich vor... Aber gut.
Trotzdem erstmal vielen dank an dich.

bubele
01.02.2009, 21:41
Noch einmal Moin

Du hast ab dem Zeitpunkt der Antragstellung etwa 6 Wochen Zeit bis der Termin zu MPU kommt.In dieser Zeit wird überall nachgefraht ob noch irgendwo was gegen dich vorliegt.Dein Führungszeugnis wird da auch beantragt.Du hast also noch etwas Zeit dich hier durchzulesen und brauchbare Sachen zu verwerten.
Schaue einmal hier und zwar alle 5***** sterne Threads durch das sind die besten

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/forumdisplay.php?f=75

samuel
02.02.2009, 00:15
Noch mehr Widersprüche in so einem kurzen Text gehen eigentlich gar nicht.

2. Was waren das für Verstöße?

Sie hatten immer mit Geschwindigkeit zu tun.

und

23.4.04 Abstand auf der Autobahn 4 Pkt
15.2.07 Telefonieren beim Fahren 1 Pkt

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4. Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Ich habe geglaubt, permanenten Termindruck zu haben.

Du wirst auf Wissen begutachtet, nicht auf Glauben.

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5. Wie war ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?

Ich habe nicht darüber nachgedacht,

Auf die Frage, was Du bei Tempo 200 auf der Piste gefühlt hast, antwortest Du:"Ich habe nicht nachgedacht."

Da wäre doch besser:
Diesem Gefühl habe ich mich nur zu gern hingegeben. Es unterstreicht schließlich auch die eigene Wichtigkeit und schafft eine falsche Art der Zufriedenheit wenn man so wichtig ist.
was aber allerhöchstens die halbe Wahrheit ist.

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9. Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Das Glück, dass nie etwas passiert ist, habe ich als Bestätigung aufgefasst, dass mein verhalten so okay war. Dazu kam die oben erwähnte gefühlte Wichtigkeit. Sicher auch dadurch eine gewisse Arroganz und der Glaube mir könnte nichts passieren.

Du hast doch Punkte ohne Ende gefangen und warst Dir doch über die Bedeutung derselben im Klaren und daß bei 18 Schluß ist, wußtest Du auch.
Was also willst Du hier sagen?

Ein Teilansatz lieferst Du hier:
Und durch ein vernünftiges Zeitmanagment sind wir immer pünktlich gewesen und dazu noch sehr entspannt.

Und ebenfalls zu erklären wäre:
4. Was hat sich ansonsten bei ihnen geändert?

Es ist schwer, mich zu provozieren. Das war lange Jahre anders.

Das Wort Problem in den Mund zu nehmen fällt Dir ebenfalls schwer.
Ohne diesen Offenbarungseid wird es aber schwer werden ein positives Gutachten zu bekommen.

14. Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Bei zwei Vorfällen erinnere ich mich durchaus an einen konkreten Anlass.
Am 28.1.05 hatte ich mich abends im Hotel mit meiner damaligen Freundin gestritten und sie hatte beschlossen, sich zu trennen bzw. die Beziehung nicht weiter fortzusetzen. Dies brachte mich in einen Zustand der Verzweiflung bzw. Wut und ich fuhr noch am gleichen Abend bzw. in der Nacht von Stuttgart nach Hause. Während der Fahrt dachte ich nur über die Beziehung nach. Eigentlich, s sehe ich das heute, war ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht in der Lage Auto zu fahren.
Das zweite woran ich mich genau erinnere war ganz ähnlich. Es war ein Sonntag Morgen und ich fuhr nach einem Streit nach Hause. Das Gefühl war das gleiche wie bei dem anderen Verstoß.


Auch hier kannst Du aus den Anlässen keinen allgemeingültigen Schluß ziehen.
Es fehlt nicht nur an Zeit-, sondern auch an Konfliktmanagement.

Ich bin sehr schnell davon abgekommen, die Schuld bei anderen zu suchen oder es als Pech hinzustellen.
Was nie irgendwo sonst erwähnt wird.


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Unter der Prämisse sind alle Deine aufgeführten Änderungen lächerlich, denn sie haben nichts mit Deinem Problem zu tun.

Großspurig verkündest Du:
7. Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?

Da fällt mir nichts ein. Ich weiß inzwischen wie positiv eine entsprechende Einstellung sich auf mein gesamtes leben auswirkt. Es fühlt sich viel angenehmer an als die falsche Bestätigung durch schnelles und aggressives Fahren.

Kannst aber keinerlei Weg aufzeigen, wie Du diese Änderungen vollzogen haben willst, noch weißt Du wie Du bei gleichartigen Gefühlen anders reagieren kannst und ob Dir und Deinen Leuten diese Änderungen gefallen, lutscht sich der Gutachter aus dem Bleistift.




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Du hast da eine Menge Baustellen aufgemacht.
Das ist nicht klug. Reduziere Deine Delikte auf einen oder 2 Gründe, welche Du aus Deiner Jugend herleitest und welche Du mit Hilfe von XYZ bearbeitest und gelöst hast.
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Markus_41
02.02.2009, 09:59
danke für die kritische Betrachtung. Genau deshalb habe ich den Fragebogen reingestellt. Das hilft mir schon mal weiter. Ich werde ihn wohl in einigen Tagen nochmal überarbeitet hier reinstellen und hoffe dann man sieht eine echte Veränderung.
Vielen Dank für dein Feedback.