PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MPU in 3Tagen!!!!


puntoGT19
06.02.2009, 21:53
Guten Abend zusammen,

ich bin neu hier und hab ein problem wie jeder andere auch hier. hab am kommenden Montag ne MPU. Da ich nicht recht weis was auf mich zukommt wollt ich euch mal fragen.

-meine erste Straftat wahr ein Unfall am 27. Mai 07, hab 2 menschen verletzt wofür ich mich heute noch schlecht fühle. für den Unfall bekam ich den FS 9Monate weg und musste mein FS neu erstellen. (hatte kein drogen oder alkohol bei/in mir)

-knappe 3monate später nachdem ich mein FS wieder in den händen hatte am 28. September 08, ampelrotblitzer mit 2,41 sekunden drüber, 1monat FS entzug

nun muss ich zur mpu, aber was kommt auf mich zu?? welche fragen könnten mir gestellt werden?? wie soll ich mich verhalten?? ich bin nur ratlos.

MFG Denis

K.Putnik
06.02.2009, 22:00
Lies mal hier:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=7972

Und in etwa das hier wird gefragt:
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=11697

MfG

puntoGT19
07.02.2009, 10:38
Ein großes dankeschön für die schnelle hilfe!! das werd ich mir mal heut den ganzen tag durchlesen, bearbeiten und einstudieren.

Aber ich hab das problem ich weis was ich falsch gemahct hab und so aber ich weis nicht was ich dem GA sagen soll?! immer die wahrheit?? wie würdet ihr mein fragebogen beantworten?? muss man diesen fragebogen ausfüllen und dann abgeben und genau diese frage wird der GA mir stellen und vergleichen oder kommt ein ganz anderer fragebogen am anfang der mpu dran??

MFG Denis

hausmann
07.02.2009, 11:36
den fragebogen gibts nur hier und dient zur aufarbeitung deiner probleme.
bei der mpu musst du dem gutachter in ca. 45 minuten klar machen was passiert ist, warum es passierte und ihm sagen können wie es in zukunft nicht mehr passiert.

hier (http://www.mpu-idiotentest.com/mpu-forum/showthread.php?t=7320) kannst du dir gerne mal meinen thread durchlesen, ab beitrag 25 wird interessant ;) ab da findest du meine aufarbeitung.

puntoGT19
08.02.2009, 13:48
Dankeschön nun hätte ich noch eine Frage. Kann man Unterlagen mitbringen und wenn ja, welche??

MFG Denis

Say
08.02.2009, 13:56
Du kannst alles mitnehmen was dir hilft, allerdings akzeptieren manche Gutachter ein Nachschlagen in den gesammelten Werken, während des Gespräches nicht.

puntoGT19
08.02.2009, 14:37
Mein Fragebogen: Was haltet ihr davon? Was soll ich ändern? was noch hinzufügen? ist alles ein wenig kurzverfast aber ich danke euch schon einmal für eure Verbesserungsvorschläge.

1. Warum Sind Sie hier?
Wegen Auffälligkeiten im Straßenverkehr. Ich habe mehrfach gegen die Verkehrsvorschriften verstoßen.

2. Wie viele Verstöße hatten Sie?

3 amtliche Verstöße in 2 Jahren
Ich bin auf der Landstraße und auf der Autobahn oft ca. 10 km/h schneller gefahren, als erlaubt.

3. Was waren das für Verstöße?

3.1 Geschwindigkeitsüberschreitung in einer 30-er Zone April 2007. Geblitzt mit 38 km/h

3.2 Unfall am 27. Mai ca. 19.20 Uhr wegen nicht angemessener Geschwindigkeit.

3.3 Ampelrot am 28.09.2008 ca. 1 Uhr

4. Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

4.1 Es hätte jemand auf die Straße laufen können und ich wäre dann nicht mehr in der Lage gewesen rechtzeitig zu bremsen.

4.2 Bei diesem Unfall wurde ich lebensgefährlich verletzt und lag 3 Tage im Koma. Die beiden Insassen im anderen Fahrzeug wurden leicht verletzt. Im schlimmsten Fall hätten wir alle drei tot sein können.

4.3 Wäre in diesem Moment ein Auto auf der vorfahrtsberechtigten Strasse gekommen, hätte es einen schlimmen Unfall geben können.


5. Was ist Ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

Einhalten der Verkehrsregeln, gegenseitige Rücksichtnahme,


3. Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten?

3.1 Bei der Geschwindigkeitsüberschreitung war ich mit einem Kollegen unterwegs in Besigheim, um ihn nach Hause zu fahren . Wir haben uns unterhalten und ich habe in diesem Moment nicht auf die Geschwindigkeitsbegrenzung geachtet Als ich geblitzt wurde, war ich sehr erschrocken. Aber ich habe mir nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, dass auch etwas dabei hätte passieren können. Ich habe mich darüber geärgert, dass ich erwischt wurde.

3.2 An meinen Unfall habe ich keine Erinnerungen mehr. Ich weiß nur noch aus Erzählungen meiner Freunde, dass ich unterwegs war von Kirchheim nach Kleiningersheim, um dort schnell einen Freund abzuholen. An die Fahrt und meine Gefühlslage kann ich mich nicht erinnern. Auch der Unfall selbst ist aus meinem Gedächtnis gelöscht.
Den Tathergang kenne ich nur aus dem Polizeibericht. Dort steht, dass ich meine Geschwindigkeit nicht der Straße angepasst habe. Die Strasse ist sehr schmal, kurvig und hat einige Kuppen. Als Gegenverkehr kam, versuchte ich wohl so weit als möglich nach rechts auszuweichen und geriet dabei auf den Grünstreifen. Dadurch kam ich ins Schleudern und prallte auf das entgegenkommende Fahrzeug. Danach lag ich 3 Tage im Koma. Nach meiner Genesung habe ich den Unfall und die Folgen verdrängt.

3.3 In der Nacht zum 29.09.2008 gegen 0 Uhr 20 fuhr ich nach einem Besuch auf dem Wasen in Stuttgart hinter dem Auto eines Freundes her. Wir wollten noch zusammen essen gehen. Mein Freund hatte sich verfahren. Dadurch waren wir etwas in Hektik, da das Restaurant um 1 Uhr schließen würde. In dem Moment als wir auf eine Ampel zufuhren, schaltete diese auf Gelb um. Mein Freund, der vor mir fuhr, überquerte die Kreuzung trotzdem. Ich war in diesem Moment völlig unschlüssig, ob ich hinterherfahren sollte oder nicht. Weil wir aber in Zeitnot waren und ich meinen Freund auch nicht verlieren wolle, traf ich die falsche Entscheidung und fuhr hinterher.

4. Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Ich bin mir bewusst, dass ich bei zwei Verstößen zu schnell gefahren bin. In Gesprächen mit meinen Eltern und einem guten Freund, habe ich erkannt, dass ich falsch reagiert und meine Fahrkünste auch falsch eingeschätzt habe.


5. Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Mir fehlte sicher die Fahrpraxis und mir war nicht bewusst, wie gefährlich schnelles Fahren sein kann. Ich habe gefährliche Situationen nicht richtig eingeschätzt. Außerdem war ich in einer Clique von Autotunern, für die das Auto das Wichtigste ist. Auch mir gab das Autofahren so einen gewissen Kick. Dadurch habe ich mich falsch verhalten.

6. Wie haben Sie auf das Verhalten der Polizei reagiert, nachdem Sie gestoppt oder gelasert wurden?

Ich wurde jeweils nur angeschrieben.

7. Wie haben Sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Bei meinem ersten Strafzettel habe ich mich geärgert, dass ich erwischt wurde. Aber mir war nicht wirklich bewusst, dass ich einen Fehler gemacht habe.

8. Was hatten Sie sich vorgenommen, um keine Verkehrssünden zu begehen?

Nach dem ersten Vergehen, habe ich keinen Anlass zur Veränderung gesehen. Erst nach dem Ampelrotblitzer habe ich mir vorgenommen, in Zukunft mich an alle Verkehrsregeln zu halten. Mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und mich nicht mehr hetzen zu lassen.

9. Warum konnten Sie Ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Meinen Vorsatz langsamer zu fahren, habe ich bisher eingehalten. Seit meinem Unfall halte ich mich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten.
Das Ampelrot war eine spontane Fehlentscheidung, die ich hinterher sehr bereut habe.

10. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?

Ich kann keinen Zusammenhang erkennen. Mein Leben ist ohne weitere Probleme.

11. Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?

Meine Eltern und Freunde haben mir ins Gewissen geredet, vorsichtiger und langsamer zu fahren. Mich an alle Verkehrsregeln zu halten.
In der Gruppierung hieß es nur das es Mieß gelaufen ist und das es nicht wieder passieren darf. In Zukunft sollte man besser aufpassen um Polizeikontrollen bzw. Anzeigen zu vermeiden


12. Was war der konkrete Anlass für Ihr Umdenken?

Der Ampelrotblitzer hat mich aufgerüttelt. Als ich geblitzt wurde, war mir schlagartig klar, dass ich einen schweren Fehler gemacht habe und dass ich durch mein Verhalten meine Gesundheit und die Gesundheit anderer aufs Spiel setze. Danach habe ich mein Verhalten am Lenkrad ganz neu überdacht. Mir war klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

13. Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Ich halte mich jetzt an Tempolimits. Ich fahre vorsichtiger an Ampeln heran, um rechtzeitig anhalten zu können. Und ich lasse mich nicht mehr dazu verleiten schnell zu fahren, weil ich es eilig habe oder weil ich diesen Kick brauche. Ich habe mittlerweile wieder mit Kraftsporttraining angefangen. Dort kann ich mich auspowern.

14. Wer hat Ihnen dabei geholfen?

Ich hatte viele Gespräche mit meinen Eltern, die mich immer wieder ermahnt haben, vorsichtig zu fahren. Sie haben mit mir meinen Unfall besprochen und mir klar gemacht, was ich falsch gemacht habe und welche Verantwortung ich als Fahrer eines Autos habe. Außerdem fahre ich oft mit dem Auto meiner Eltern in ihrer Begleitung. So können sie mir noch Ratschläge geben.

15. Wie empfinden Sie diese Änderungen?

Ich fühle mich jetzt sicherer als vorher, Wenn ich mich an alle Regeln halte.
Ich habe seit ein paar Monaten eine Freundin, für die ich Verantwortung habe, wenn sie mit mir Auto fährt. Auch das hat dazu beigetragen, dass ich mein Verhalten im Verkehr geändert habe. Ich möchte nicht, dass ihr etwas passiert.

16. Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?

Sehr positiv. Meine Eltern haben keine Angst mehr, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Sie loben mittlerweile meinen Fahrstil und lassen mich sogar mit ihrem Auto fahren. Sie haben jetzt Vertrauen zu mir.

17. Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?

Nein. Mein Leben läuft in geordneten Bahnen. Ich werde noch diese Woche meine letzte Prüfung zum Feinwerkmechaniker ablegen.

18. Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben Sie heute und was ist neu daran?

Früher war ich mir nicht bewusst, welche Gefahren von einer falschen Fahrweise ausgehen. Ich dachte nicht daran, dass mir etwas passieren könnte.
Heute weiß ich, wie schnell, man falsch reagieren kann, wie schnell man sich dazu verleiten lässt zu schnell zu fahren. Nach dem Unfall und der Roten Ampel aber, habe ich gelernt, wie wichtig es ist, angemessen und ruhig zu fahren. Ich möchte mich und andere nicht mehr in Gefahr bringen.

19. Was wollen Sie konkret tun, damit Sie Ihre Vorsätze diesmal einhalten können?

Ich weiche Provokationen aus. Lasse mich nicht mehr bedrängeln. Außerdem habe ich die Clique der Autotuner verlassen. Ich habe erkannt, dass man sich nicht mit seinem Auto beweisen muss, sondern dass andere Dinge wichtig sind.



bei der frage 20 und 21 weis ich nicht genau was ich scheiben kann. Kann mir jemand weiterhelfen??

20. Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?

21. Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?

samuel
08.02.2009, 23:02
10. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in Ihrem Leben?

Ich kann keinen Zusammenhang erkennen. Mein Leben ist ohne weitere Probleme.

Als Du über die rote Ampel bist, standest Du vor einer Entscheidung.

Fahr ich noch oder fahr ich nicht und Du hast Dich für Fahren entschieden.
Du mußtest innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Entscheidung treffen.

Mal psychologisch betrachtet werden dies Entscheidungen vom Unterbewußtsein gefällt (nenn es Intuition), welches auf Grund von Erfahrungswerten abwägt.

Dein Nervensystem hat einen Reiz empfangen und darauf mit einem Muster reagiert. Dieses Muster war/ist eine gewachsene Geschichte, welche sich durch Belohnung und Strafe entwickelt hat. Du hast so reagiert, weil Du

1. Das allererste Mal eine rote Ampel gesehen hast und nicht wußtest, was von Dir verlangt wird.

2. Du wußtest was von Dir erwartet wird, es Dir aber einen persönlichen Nachteil gebracht hätte, wenn Du nach Aufforderung reagiert hättest.

3. Bei Nichtbeachten eine direkte Belohnung erfolgt wäre.

Punkt 1 ist unrealistisch, Punkt 3 trifft zu, wenn Du einen Typen verprügelst, der Deine Freundin angeschaut hat, während sich das Mädel den Slip runterzieht, weil sie auf starke Jungs steht (Das ist ein Beispiel und nicht persönlich gemeint!!!).

Ich denke das können wir in dem Fall ausschließen.
Bleibt 2 über. Du hast Dich also nicht verleiten lassen, sondern keinen Bock darauf Deinen Kumpel zu verlieren und die Kneipe wollte eh bald dicht machen.

Daraus folgert der Gutachter, daß Dir Deine persönlichen Belange zu gegebener Zeit wichtiger sind, als die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.
Das wiederrum muß eine Vorgeschichte haben.

Wobei wir auf die Zusammenhänge kämen. Siehe oben.

----------------------
Nach meiner Genesung habe ich den Unfall und die Folgen verdrängt.

Verdrängen ist die denkbar 2. schlechteste Antwort bei der MPU. Kommt noch vor weiß nicht und nur knapp geschlagen von Suizid.

Wenn Du Fehlverhalten verdrängst, dann ist auch das eine erprobte Taktik, welche Du schon länger anwendest und welche nun durch den Unfall auffällig wurde.

-----------------------
Und ich lasse mich nicht mehr dazu verleiten schnell zu fahren, weil ich es eilig habe oder weil ich diesen Kick brauche.

Ich weiche Provokationen aus. Lasse mich nicht mehr bedrängeln.

Hier hast Du in der Änderung Sachen, die nirgendwo vorher auftauchen. Verheimlichst Du uns etwas?

----------------------

20. Was könnte Ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?

21. Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?

Wenn Rückfallgefahr besteht, dann solltest Du wissen wo es Hilfe gibt.
Vorsätze sind so eine Sache, die menschen sind schwach, wie viele hören jedes Jahr Silvester mit dem Rauchen auf und fangen Neujahr wieder damit an.

Hast Du ein System von Früherkennungsmarken aufgebaut, mit denen Du einen Rückfall in alte Gewohnheiten (siehe Zusammenhänge) rechtzeitig bemerkst?
------------
Heute weiß ich, wie schnell, man falsch reagieren kann,
Keine Verallgemeinerungen, ganz schlecht das.
-----------------

Insgesamt geht es in die richtige Richtung, ist aber für meinen Geschmack zu oberflächlich und viel zu wenig konkret.

Hier:
Ich habe erkannt, dass man sich nicht mit seinem Auto beweisen muss, sondern dass andere Dinge wichtig sind.

Was es nicht ist, ist völlig uninteressant. Was es für Dich ist, das sollte erzählt werden und eine Wertung, wie Dir das jetzt gefällt wäre auch nicht schlecht.

puntoGT19
09.02.2009, 17:15
Nun ist meine MPU auch entlich vorbei!! Alles war super bis auf das Gespräch.. Die GAin wollte mir Meinung auftischen und blablabla typisch GA halt.. naja was denkt ihr??

Sie meinte:

-sie wüsste nicht genau wie Sie sich entscheiden würde, es steht auf halbe halbe zwischen einem negativen bzw. positven GAten

-ein negatives mit nachschulung würde bei mir wahrscheinlich nicht viel bewirken

-aber sie sagte auch, dass ich mir Gedanken über Lösungen und meine bisherige Straftaten gemacht habe: es sei erkennbar das ich auf dem richtigen weg bin, nur das mir das umsetztungsvermögen fehlt um auf deutsch zu sagen.

klappts für ein positives oder doch ein negatives, worauf ich mich schon einstell das ein negatives GAten kommt :(