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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 10 Jahres Regel


Selbstschuld
20.08.2009, 11:05
Guten Tag zusammen,

ich habe meine Fahrerlaubnis wegen einer Trunkenheitsfahrt (unter 1,6%0) entzogen bekommen. Strafe,Sperrfrist ist alles vorbei.

Nach meinen Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis bekam ich die Mitteilung das ich bereist schon mal eine Entzug wegen einer Trunkenheitsfahrt hatte. Darauf hin habe ich den Antrag zurückgezogen!

Jetzt sind die 10 Jahre der ersten Tat vorbeit und somit muesste die Akte sauber sein, oder?

Eine MPU Anordnung kann jetzt doch nicht mehr mit der Begründung der Wiederholungstat erfolgen oder liegt das in der Willkür des Sachbearbeiters?


Kann mir jemand das etwas dazu sagen?

Danke
Liebe Grüsse

über 2 Promille
20.08.2009, 11:42
Hallo Selbstschuld,

Jetzt sind die 10 Jahre der ersten Tat vorbeit und somit muesste die Akte sauber sein, oder?

Nein. Durch deine 2 Alkfahrt wurde die erste TF Tilgung aufgehoben.
Es gibt zwar Tilgungsfristen wenn jedoch immer wieder Straftaten dazwischen kommen, so wie bei dir, wird die Tilgung gehemmt. Somit deine Akte immer dicker.

mir haben die Ordnungshüter am 09.02.2007 die FE wegen einer TF mit 1,34 %o beschlagnahmt. Die gerichtliche Sperre betrug 8 Monate. Nun habe ich erst nach 2 Jahren den Lappen neu beantragt und siehe da jetzt muss ich zur MPU weil eine TF vom 03.07.99 noch in den Akten steht.

Eine MPU Anordnung kann jetzt doch nicht mehr mit der Begründung der Wiederholungstat erfolgen oder liegt das in der Willkür des Sachbearbeiters?


Keine Willkür deines Sachbearbeiters er hat sich korrekt verhalten.

Gruss
ü2

Liliana
03.09.2009, 12:15
Werden die Delikte, bei zB einer routinemäßigen Kontrolle, von den Polizisten erfasst?
Gruss Lilli

Say
03.09.2009, 14:00
Wenn nichts vorlag, dann nicht.

selber schuld
14.09.2009, 03:39
Hi ,
Ich hab 1998 mein Lappen verloren um die MPU und die ganzen Kosten zu umgehen hab ich die 10 jAHRE abgewartet.....
Jetzt wurde mir gesagt das ich noch 5 Jahre warten muss......

"Im § 65 STVG ( Übergangsbestimmungen ) ist festgelegt das Straftaten die vor dem 1. Januar 1999 begangen wurden spätestens nach 10 Jahren zu tilgen sind. Für diese Fälle gilt die die 5 jährige Aufschiebung der Tilgung nicht. Das heißt deine Tilgungsfrist endet im August 2009."

Was stimmt den nun?

Say
14.09.2009, 16:10
Lies den Paragraphen doch einfach mal. :)

selber schuld
15.09.2009, 00:54
Also,
so wie ich das gelesen hab bleibt alles beim alten,
sie können müssen aber nicht..........
Jetzt hab ich nur eine Frage ?????
Ab wann gelden die 15 Jahre?????
Ab Entzug der Fahrerlaubnis oder nach der Tilgung der Strafe?

ITK
15.09.2009, 01:02
Eerst nach Ablauf der Sperrfrist....

Say
15.09.2009, 16:20
Die Tilgung beginnt ab dem Tag der Rechtskraft des Urteils. Die Sperrfrist ist deine Strafe, die fällt da mit rein.

selber schuld
15.09.2009, 23:10
Hat hier jemand Erfahrung??
Meine hat hier jemand diese Frist schon durchgemacht?

Say
15.09.2009, 23:13
Du wurdest schon ein mal drauf hingewiesen ein eigenes Thema zu eröffnen. Mit den paar mageren Informationen die du bisher geliefert hast lässt sich schlecht was anfangen. Also hier nochmals der Link dazu wo du ein eigenes Thema eröffnen kannst.

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/images/buttons/newthread.gif (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/newthread.php?do=newthread&f=73)

Einfach nur anklicken und dann kannst du alles schildern.

Aeon
17.06.2010, 09:45
Altes Thema, aber vielleicht kann das trotzdem nochmal jmd erläutern..

Nein. Durch deine 2 Alkfahrt wurde die erste TF Tilgung aufgehoben.
Es gibt zwar Tilgungsfristen wenn jedoch immer wieder Straftaten dazwischen kommen, so wie bei dir, wird die Tilgung gehemmt. Somit deine Akte immer dicker.

Was heißt gehemmt?? Fängt die Frist wieder von vorne an oder ruht sie für eine Zeit, oder wie?
Und, gilt das für jeglichen Eintrag (vom Knöllchen bis zum Strafurteil?)

Danke schonmal..

Say
20.06.2010, 15:11
Ein Straftat hemmt Ordnungswidrigkeiten so wie auch frühere Straftaten an der Tilgung. Das heißt sie bleiben solange im VZR stehen bis auch die letzte Tat getilgt wird. Die Ausnahme besteht darin das Ordnungswidrigkeiten nach spätestens 5 Jahren getilgt werden müssen.

Mehr dazu hier:

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=13157

Thomasilo
13.07.2010, 10:36
Ich war gestern bei der FS: Mein Mann hatte 1987 eine TF. Obwohl das schon länger als 10 Jahre her ist, steht das in den Akten. Der Herr erklärte mir, dass die Sache zwar nach 10 Jahren im Verkehrszentralregister gelöscht ist, aber in der FS 115 Jahre aufbewahrt wird und deshalb immer dort stehen wird.

Thomasilo
13.07.2010, 10:47
Ich war gestern bei der FS: Mein Mann hatte 1987 eine TF. Obwohl das schon länger als 10 Jahre her ist, steht das in den Akten. Seine zweite TF war Nov. 2007 - und hier stand ein Vermerk, dass er 1987 schon einen Führerscheinentzug hatte, der nicht mehr berücksichtigt werden darf. Deshalb konnte er am Mainzer Modell teilnehmen.

Der Herr erklärte mir, dass die Sache zwar nach 10 Jahren im Verkehrszentralregister gelöscht ist, aber in der FS 115 Jahre aufbewahrt wird und deshalb immer dort stehen wird.

Ist dieses Vorgehen korrekt?

samuel
13.07.2010, 14:12
5 Jahre Tilgungshemmung, bei Nichtwiedererteilung, also insgesamt 15 Jahre

hugos
10.09.2010, 19:16
Zuerst mal ein Danke an die Betreiber und Mitglieder des Forums! 1A!



Hier meine Frage zur Verjährung:

Habe im Dezember 1993 eine MPU wegen Alk (bestanden) -> Wiedererteilung der Fahrerlaubnis im Jan. 1994.

Als totaler Depp bin ich im Nov. 2009 mit 1,87 Promille erwischt worden.
Sperrfrist läuft bald ab. FS-Antrag läuft.

Ich weiss, dass die 15 Jahres-Frist gelten müsste, oder?

Deshalb meine Frage:

Gibt es hier jemanden der auch nach 15 Jahren nochmal zur MPU musste und die alten Vorfälle verschwiegen hat? (was ja meines Erachtens mein gutes Recht ist). Es wird ja offensichtlich nach früheren Verfehlungen in der MPU gefrag. (war auch damals bei meiner MPU so).

Abstinenznachweise über momentan 9 Monate (Haare) sowie Verkehrspsychologische Massnahme habe ich. Lebe abstinent und bleibe auch dabei (bin jetzt 45 jahre alt).

samuel
10.09.2010, 20:07
Du gehst wegen der gleichen Deliktgruppe erneut, hast also finanziell keinen Unterschied.

Was versprichst Du Dir denn, wenn Du an Deiner Biographie herumschnibbeln willst?

hugos
10.09.2010, 20:46
ich verspreche mir davon nicht als mehrfachtäter behandelt zu werden.... (generell wohl eher leichter als ersttäter) -> habe nach jetzigem stand erst 9 monate abstinenznachweis. -> laut dem netten verkehrspsychologen (im beratungsgespräch beim TÜV) sollten es "bei der Vorgeschichte" aber schon 12 Monate sein. (ich brauch den Schein jetzt dringend...)

Ausserdem was macht so ne Regelung Sinn wenn sich eh keiner dran hält?

samuel
10.09.2010, 23:49
Glaubst Du wirklich Dich hält irgendjemand mit 45 für einen Frischling im Saufgeschäft? So naiv kann doch keiner sein.

Du wirst ja auch nicht verurteilt oder sonstwas, es geht darum ob Du zukünftig wieder eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen wirst.
Was hast Du unternommen, damit so etwas nicht wieder vorkommt?

Eine gewissenhafte Aufarbeitung der Vorgeschichte wird dabei sicher nicht hinderlich sein.

Say
11.09.2010, 01:04
Die Delikte sowie auch die MPU dürfen nicht mehr in den Akten stehen, somit würde zumindest die Geschichte Wiederholungstäter bei der MPU unter den Tisch fallen.

hugos
13.09.2010, 10:41
Glaubst Du wirklich Dich hält irgendjemand mit 45 für einen Frischling im Saufgeschäft? So naiv kann doch keiner sein.

Du wirst ja auch nicht verurteilt oder sonstwas, es geht darum ob Du zukünftig wieder eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen wirst.
Was hast Du unternommen, damit so etwas nicht wieder vorkommt?

Eine gewissenhafte Aufarbeitung der Vorgeschichte wird dabei sicher nicht hinderlich sein.

So naiv bin ich nicht. Aber du kannst wohl kaum so naiv sein zu glauben es mache keinen Unterschied bei der MPU ob du bereits wegen Alk bei der MPU warst, oder etwa doch? (es macht zum Beispiel einen Unterschied bei der geforderten/erwarteten Abstinenzdauer).

Um es näher zu erläutern: Ich habe mehrere Psychologen befragt wie ich mich verhalten soll. (davon 2 tätig beim TÜV Süd). Der eine sagt: Nichts sagen, ausser du wirst gefragt. (dämliche Antwort weil die Frage kommt zu 100 %, oder etwa nicht?) -> der 2. hat gesagt: Seien Sie doch offen und erzählen sie das alles. (ok. seh ich einerseits ein, andererseits warum gibts dann so ne Frist? Strafrechtlich wird auch nur berücksichtigt was im VZR steht.... Also wurde ich auch wie ein Ersttäter verurteilt. Ob das Sinn macht oder nicht ist was anderes, aber die Regelung ist halt so...) Der 3. Psychologe meinte: Sag nix, die wissen das nicht. (Check deine FS-Akte vorher).
So what do do? Also war meine Frage, ob das schon mal jemand "verschwiegen" hat, der in die 15 Jahres-Frist fällt bzw. bei dem es halt länger her ist.

Und um eines ganz klar zu stellen: Ich lebe abstinent, erlebe die Abstinenz rundweg positiv und werde dabei bleiben, egal wann/ob ich meinen FS wieder bekomme.

Normalerweise wärs mir auch egal, ich würde das volle Jahr Abstinenz abwarten und dann zur MPU gehen, jetzt brauch ich den Schein aber dringend.... Deswegen überlege ich, ob ich mit 9 Monaten Abstinenznachweis zur MPU gehe. Das ist der Hintergrund.

Maßnahmen bis jetzt:

- verkehrspsychologische Maßnahme
- Abstinenz (mit Nachweis) seit der TF
- persönliche Info/Aufarbeitung durch Bücher, Gespräche etc.

Grüsse

samuel
13.09.2010, 13:15
Bei der MPU kommt es auf die Geschichte an, die stimmig zur Aktenlage und zur Statistik passen muss.

Was willst Du denn erzählen, warum Dich der Alkohol erst so spät zu einer heimlichen Liebe entwickelt hat?

hugos
13.09.2010, 14:54
Bei der MPU kommt es auf die Geschichte an, die stimmig zur Aktenlage und zur Statistik passen muss.

Was willst Du denn erzählen, warum Dich der Alkohol erst so spät zu einer heimlichen Liebe entwickelt hat?

Irgendwie scheinst du es nicht verstehen zu wollen. Es macht halt einen Unterschied ob ich mit 18 angefangen habe zu trinken und EINMAL mit Alk erwischt wurde oder X-MAL.

Meine Frage kann offensichtlich keiner mit "Erfahrung" beantworten.

Danke trotzdem für die Antworten.

samuel
13.09.2010, 15:15
Das hab ich schon verstanden.

Die Frage ist doch, wenn Du mit vermutlich 14 das erste Mal Alkohol getrunken hast, wie kommt es dann, dass Du mit 45 das erste Mal auffällig wurdest?

Du gehst da zu jemanden der jeden Tag angelogen wird und auf Sachen wie Körpersprache und Veränderungen achtet. Wenn Du Dir da die große Lügennummer zutraust, frisch ans Werk. Ich bin ein großer Fan einer gut erzählten Lügengeschichte.

-------------------

Nur für den Fall, dass Du das so probieren solltest, wie sieht es denn mit der Führerscheinstelle aus?
Kennt da noch jemand Dein altes Delikt?

Wenn es Dir nicht geläufig sein sollte, die müssen sich nicht an Dein Gutachten halten, selbst wenn es psoitiv ist. Gesetzt den Fall, Du kommst da mit der Erstgeschichte durch und Dein Sachbearbeiter weiß ganz genau, dass es nicht das erste Mal war. Da hast Du ein derbes Problem!

hugos
13.09.2010, 17:14
Das hab ich schon verstanden.

Die Frage ist doch, wenn Du mit vermutlich 14 das erste Mal Alkohol getrunken hast, wie kommt es dann, dass Du mit 45 das erste Mal auffällig wurdest?

Du gehst da zu jemanden der jeden Tag angelogen wird und auf Sachen wie Körpersprache und Veränderungen achtet. Wenn Du Dir da die große Lügennummer zutraust, frisch ans Werk. Ich bin ein großer Fan einer gut erzählten Lügengeschichte.

-------------------

Nur für den Fall, dass Du das so probieren solltest, wie sieht es denn mit der Führerscheinstelle aus?
Kennt da noch jemand Dein altes Delikt?

Wenn es Dir nicht geläufig sein sollte, die müssen sich nicht an Dein Gutachten halten, selbst wenn es psoitiv ist. Gesetzt den Fall, Du kommst da mit der Erstgeschichte durch und Dein Sachbearbeiter weiß ganz genau, dass es nicht das erste Mal war. Da hast Du ein derbes Problem!

Ok Samuel, um das Thema jetzt abzuschliessen:

Ich find deine Frage witzig? Wie kommt es dass einer mit 45 Jahren ERST??? auffällig wird wenn er schon seit dem 18 Lebensjahr Alk trinkt?
Das kann nicht dein Ernst sein, oder? Was erzählen denn die, die mit 45 das erste mal da sind...? (wahrscheinlich wenn sie die MPU bestehen wollen die "geeignete" Darstelllungsweise die wir hier nicht wieder ausbreiten müssen...)

zur Lügennummer: Ich hatte nicht vor irgendwelche Lügen zu erzählen, ausser das weglassen des 1. FS-Entzugs.....

zur FS-STelle: War natürlich da und hab mich informiert. Natürlich kennen die die alten Geschichten, aber die überaus freundliche Sachbearbeiterin erklärte mir, dass es bei der MPU lediglich um die jetzige TF geht, da die Vorgeschichte zu lange zurückliegt und zwischendrin Nichts war....

Und ja, es ist mir bekannt, dass die FS-Stelle sich nicht an das Gutachten halten muss.

Die Diskussion führt jetzt aber ins boden- bzw. für mich belanglose.... Danke Dir für Deine Hilfe und Deine Ratschläge. Mein Psychologe meinte nach längerer Testbefragung von mir, dass die MPU kein Problem sein sollte.... (falls dich das beruhigt.). Es ging eben nur um die eine Frage.....
Thx

samuel
13.09.2010, 18:56
Dann ist doch alles prima