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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ärztliches Gutachten


Habakuk
29.11.2009, 11:02
Hallo Leute,

ich lese jetzt schon eine ganze Weile hier im Forum, komme aber irgendwie nicht weiter. Und sehr viel Mut machen mir Eure Beiträge auch nicht wirklich.

Hier also kurz eine Vorgeschichte:

Ich rauche seit ca 25 Jahren mit einigen Unterbrechungen regelmäßig. Nie Kontakt zur Justiz gehabt, außer das ich mit 16 mal zu DM 300,- verurteilt wurde wegen Besitz von 10 Samenkörnern.
Am 03.10.09 abends um 20 Uhr bei allgemeiner Verkehrskontrolle zugegeben Alkohol getrunken zu haben (zwischen 12 und 18 Uhr bestimmt 6 Bier 0,33) also pusten - Ergebnis 0,00. Aussage Sheriff: Da müssten wir mal nen Drogentest machen - zugestimmt - natürlich positiv auf THC und sehr verwunderlich Extasy. Habe noch nie E´s genommen. Also Blutprobe - Ergebnis: 4,3 ng/ml THC, 78,9 ng/ml THC-COOH. Damit konnte ich erst mal nix anfangen, also gegoogelt und nichts informatives über die Höhe der Werte gefunden, außer ein Referat von Prof.-Dr. Irgendwer der sich für einen Grenzwert stark macht der so zwischen 7-10 ng/ml THC liegt und vergleichbar mit ca 0,5 Promille sein soll. Außerdem wurde bei der folgenden Durchsuchung ca 6g gefunden. Mir wude der Lappen nicht abgenommen aber die Weiterfahrt für 12 Std untersagt. Angegeben hatte ich Konsum am Abend/Nacht vorher ohne Mengenangabe. Also Bußgeldbescheid und Fahrverbot 4 Wochen innerhalb der nächsten 4 Monate ab Rechtsinkrafttreten. 2 Tage nach Rechtsinkrafttreten Post von der FSS zur "Überprüfung Ihrer Kraftfahreignung" und Vorlage eines ärztlichen Gutachtens mit Blut- und Urinanalyse. Dazu habe ich mich kurzfristig bei AVUS in HH angemeldet, da ich nach der Aufforderung nur 8 Tage Zeit zur Untersuchung hatte bzw das Gutachten nach 28 Tagen bei der FSS sein soll. Ist das etwa schon eine MPU ?? Die Untersuchung soll laut FSS ca €270,- kosten, Avus sagt €400.- aber das ist ja nun erst mal nicht das Wichtigste. Da ich mit sowas nicht gerechnet habe, habe ich auch nach dem 3.10. konsumiert und erst eingestellt nachdem ich hier allerhand von Leidensgenossen gelesen habe. Ich befürchte also, das Untersuchungswerte nicht zufriedenstellend sein werden, und die Lizenz entzogen wird. FSS sagt das ich mir um das ausgesprochene Fahrverbot keinen Kopf machen brauche. Logisch, der Lappen wird wohl noch viel längere Zeit verschwinden. Gibt es irgendwo Info´s zu diesen THC-COOH-Werten in Bezug auf Konsumverhalten und Abbau im Körper? Bin nirgends so richtig fündig geworden. AVUS-Termin ist Dienstag 01.12.096 10 Uhr und ich will denen auch nicht offensichtlichen Scheiß erzählen, der vielleicht schon über die Untersuchungsergebnisse von Blut und Urin widerlegbar ist, da ich so richtig abstinent nun auch erst seit 2 Tagen bin, nachdem ich hier die dollsten Storys gelesen habe und mir langsam der A**** auf Grundeis geht.
Was wäre Eure Empfehlung als MPU-Profis?

Nüchterne Grüße aus Outback von

Habakuk.

Ian_0778
29.11.2009, 11:32
Also zuerst einmal, wenn du schon 25 Jahre rauchst, war da der Besitz von Samenkörnern damals nicht noch legal?
Nun, die Geschichte ist 10 Jahre her und wird sich wohl nicht mehr gewichtig auswirken!
Die Werte die du hast deuten mindestens auf einen Gelegenheitskonsum hin, worauf die Betonung auf "mindestens" liegt!
Die Führerscheinstelle hat von von dir ein Fachärtzliches Gutachten gefordert, welches genauere Erkenntnisse über dein Konsumverhalten erörtern soll. Das ist noch keine Aufforderung zur MPU, dennoch fürchte ich das du dich zur MPU angemeldet hast, dafür sprechen zumindest die Kosten der Untersuchung von 400€.
Du solltest nun überprüfen was du eigentlich gemacht hast, ads kann dir keiner sagen! Hast du bei der AVUS erzählt du benötigst ein FäG oder was hast du im Zusammenhang mit der Terminvereinbarung ausgemacht?
Auf alle Fälle solltest du die Abstinenz beibehalten und dich zu einem Drogenkontrollprogramm anmelden, denn ich fürchte du wirst nach dem FÄG nicht um eine MPU herumkommen, da die Werte die du hattest frühestens in 4 aber eher in 6-8 Wochen in Richtung negativ laufen werden. Im FäG geht es auch nicht darum irgendwas zu erzählen, sondern es handelt sich um eine medizinische Untersuchung die in Anbetracht deiner Werte nach 7-8 tägiger Abstinenz immer noch für sich selbst sprechen wird.
Ab jetzt keine Konsum mehr!
Eine kommende MPU kann in deinem Fall nur durch eine 6 Monatige Abstinenz, belegt durch forensisch gesicherte Abstinenznachweise eines akkreditierten Instituts nach den Vorgaben der Begutachtungsleitlinien für Kraftfahreignung, bestanden werden!

DirtyHarry
29.11.2009, 11:34
Also dein Wert ist weder hoch noch niedrig der liegt so im Durchschitt.Du kannst dich als gelegentlicher Konsument hinstellen und nicht als Drogensüchtigen.Das du seit 25 Jahren regelmäßig mit unterbrechungen geraucht hast würde ich nicht empfehlen dann wäre die MPU zu 1000 % gebucht.

So wie ich das richtig gelesen habe must du ein ÄG vorlegen das natürlich meiner Meinung nach sinnlos ist da du ja Tage vorher noch gekifft hast:@

Ich glaube bei dir wird eine MPU auch noch kommen dann zahlst du doppelt:@

Aber bevor du zur MPU kannst darfst du erstmal 6 Monate Abstinenz nachweisen.

Ian_0778
29.11.2009, 12:01
Sehr aufschlußreiche Erläuterungen zum FäG von samuel:

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=11802

Habakuk
29.11.2009, 13:01
Hallo und Danke an Ian und DirtyHarry für schnelle Antworten.

Bei der Anmeldung bei der AVUS in HH habe ich extra den Brief der FSS vorliegen gehabt und auch genau den Betreff der netten Dame am Telefon vorgelesen. Mich irritiert an der Sache das im Schreiben der FSS nix von MPU erwähnt ist. Deswegen bin ich mir ziemlich sicher das nur dieses ärztliche Gutachten erstellt wird. Das GA hat folgende Fragen zu beantworten:
Liegt bei Herrn XXX Cannabiskonsum vor, der die Fahreignung in Frage stellen kann (Anlage 4 Fe-V)? Gibt es Hinweise auf gelegentlichen oder regelmässigen Cannabiskonsum? Kann der Konsum anderer Drogen ausgeschlossen werden?
Auf Seite 2 steht dann weiter:
Aus den vorgenannten Gründen ist zu klären, ob Anhaltspunkte für einen gelegentlichen, regelmäßigen oder gewohnheitsmäßigen Konsum von Cannabisprodukten vorliegen.
...
Weigert sich der Betroffene, sich untersuchen zu lassen, oder bringt er der Fahrerlaubnisbehörde das von ihr geforderte Gutachten nicht fristgerecht bei, darf die Fahrerlaubnisbehörde bei Ihrer Entscheidung auf die Nichteignung des Betroffenen schließen (§11 Abs. 8 FeV).
...
Wird durch die ärztliche Untersuchung der Konsum von BTM nachgewiesen, kann es zur Entziehung Ihrer Fahrerlaubnis kommen bzw. kann die Forderung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens zur weiteren Klärung in Betracht kommen.

Oki, soweit hab ich es begriffen - FÄG wird wohl für mich negativ werden und die Lizenz ist weg - ob ich da nun erscheine oder nicht. Noch habe ich ja den Lappen und werde die Zeit wohl noch geniessen. Problem wird nur werden das Lappen weg = Job weg = Kohle weg. Dann wird es gefühlt noch teurer, lässt sich aber jetzt auch nicht mehr ändern. Ich werde Euch auf jeden Fall am Dienstag informieren was gelaufen ist.

Hat schon irgendwer etwas zum Abbau des THC-COOH Wertes gefunden, so dass sich eventuell abschätzen lassen könnte wo ich am Dienstag nach dann knapp 5 Tagen Abstinenz so liegen könnte? Der THC-Wert wird doch dann wohl auf Null runter sein, oder liege ich da komplett falsch?

Grüße an alle Leidensgenossen,

Habakuk.

Say
29.11.2009, 14:05
Aktives THC wird keines mehr gefunden werden. Aber das THC - COOH hat eine Halbwertzeit von ca. einer Woche. Was bedeutet es würde bis dahin um etwa die Hälfte sinken, aber immer noch nachweisbar sein.

Habakuk
06.12.2009, 10:23
Hallo liebe Leute,

mein Termin ist gelaufen und es war "nur" ein kleines ärztliches Gutachten für 265.- Teuronen. Dafür ist aber auch lediglich Blut und Urin abgezapft worden und es wurden zwei drei Fragen zum Konsum gestellt. So weit so gut. Das Ergebnis wird mir wohl erst diese Woche zukommen, ich werde es aber wohl erst mit Ablauf der 28 Tage Frist bei der FSS abgeben, das wäre der 22.12. in der Hoffnung das ich den nächsten Bescheid dann erst im neuen Jahr bekomme und ich so lange ja noch fahren darf.
Zur ärztlichen Kompetenz kann ich hier nur meine Eindrücke widergeben aber keine Wertung abgeben. Nur so viel sei gesagt - sowas hab ich noch nicht erlebt. Positiv angemerkt sei hier noch das ich durch frühzeitiges Erscheinen meinen Termin 1 Stunde vorher absolvieren konnte und die Zeit nicht warten musste. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und schien auch seriös. Während meine Daten aufgenommen wurden und ich meinen Obulus bezahlt habe, lief eine dunkel gekleidete Person über den Flur, das habe ich nur aus den Augenwinkeln gesehen, worauf mir die nette Dame sagte, das wäre heute mein Arzt. Diese Person reif mich dann auch keine 10 Minuten später auf - in einem Outfit das jeder Beschreibung spottet. Schwarze abgetragene Jogginghose mit Flicken am A****, dazu ausgelatschte Turnschuhe und schwarzes T-Shirt. Bis zu diesem Tag war ich immer der Meinung es würde sich um die weiße Zunft handeln. Selbst Dr. Nick von den Simpsons hat keinen Schlafanzug und mindestens einen weißen Kittel an. Wie schon eingangs erwähnt hat das aber soweit ja nix mit der Qualifikation zu tun. Die konnte ich jetzt Tage nach der Blutentnahme an meinem Arm feststellen - nämlich ein ca. 1/2 handteller großes Hämatom rund um die Einstichstelle in wechselnden Farben. Ich habe nun nicht wirklich sehr viel ärztliche Erfahrung, aber sowas habe ich noch nie gehabt. Mein Vergleich dazu wäre mal: Ich mache bei einem Fz. einen Ölwechsel und nach 20 km fällt der Motor auf die Strasse.
Ich überlege jetzt natürlich ob es nicht sinnvoller ist die Institution bei evtl. angeordneten neuen Terminen zum TÜV zu verlegen - soweit das möglich ist. Blutentnahme würde ich sonst verweigern. Ich hoffe das wenigstens das Besteck sauber war.
Sollte diese ganze Geschichte irgendwann einmal abgehandelt sein, so werde ich wohl mal ein kleines Päckchen mit der Grundausstattung für einen Arzt schicken. Wird wohl nicht die Welt kosten im Vergleich zum Rest des Prozederes. Traurig genug das ein Mensch mit diesem Einkommen und in dieser Position nicht in der Lage ist, selbst zu erkennen wie man auftreten sollte. Ich frage mich auch, ob der FSS solche Umstände bekannt sind und ob diese eine Qualifikation prüfen müssen.
Weitere Nachrichten werde ich Euch hier zukommen lassen sobald in der nächsten Woche das Gutachten vorliegt.

Bis dahin munter bleiben,

Habakuk.

manajah21
06.12.2009, 12:37
da bin ich mal auf die urinwerte gespannt

pansk
08.12.2009, 05:11
da wir schon bei urinwerten und konsum sind

in den sommersemesteferien wurde vermehrt geraucht, mehrmals die woche
seit dem 1. oktober stark eingeschränkt
bis zu dem 12.11 so jedes 2. wochenende was geraucht und seitdem clean

sind jetzt noch abbauprodukte im urin zu erwarten?

gruß

Habakuk
23.01.2010, 20:36
Hallo Leute, mein Rechner läuft wieder und das FäG kam dann nach einem Anruf einen Tag vor Weihnachten. Dort steht aber lediglich ein Cut-off Wert von 30ug/l und dahinter POSITIV. Kein wirklicher Messwert und auch kein Laborbericht oder ähnliches. Fazit: Es ist mindestens von einem gelegentlichen Konsum auszugehen! Dieses dann sofort zur FSS und was soll ich sagen - alles ist so gekommen wie DirtyHarry es prophezeit hat. Bevor eine kostenpflichtige Entziehung kommen konnte, habe ich dann mit einer Verzichtserklärung die Lizenz freiwillig abgegeben. Kulanterweise durfte ich noch bis einen Tag vor Sylvester fahren. Auf Nachfrage was weiterhin passiert sagte mir die nette Dame der FSS, das der Lappen bis zur bestandenen MPU entzogen bleibt und ich ihn dann neu beantragen müsste. Das könnte ich sofort machen, hätte aber keine Aussicht auf Erfolg. Von einem Abstinenznachweis von mindestens 6 Monaten war nicht die Rede, wenn ich aber alles richtig gelesen habe scheint das der Standard zu sein um überhaupt zur MPU zugelassen zu werden oder ist das nicht richtig?? Nachdem ich nun auf Phoenix einen MPU-Bericht gesehen habe wobei ein Delinquent von einer MPU-Stelle abgelehnt wurde weil die Abstinenzzeit noch nicht erreicht war, hat er sich eine andere MPU-Stelle gesucht die ihm ein positives Gutachten erstellt hat. Ist sowas denn möglich? Sind die Kriterien nicht überall die gleichen? Muss ich wirklich bis zum Sommer schwarz fahren? Ich krieg noch die Krise. Bin mit der Bahn und Fahrrad zur Arbeit von 5.30 bis 21.00 Uhr unterwegs, wann soll ich da denn noch die Vorbereitung bei irgendeiner Stelle schaffen. Lässt sich die MPU - wann auch immer die nun statt findet - auch nur durch Eure Hilfe mit dem Fragebogen schaffen ohne Beratungsnachweise die mir die FSS ans Herz gelegt hat? :@
Alles :kotz:
Grüße von gaaaaaanz unten,

Habakuk.

Max Factor
23.01.2010, 21:52
Moinmoin
die MPU_Vorbereitung lässt sich hier hervorragend erledigen.

Für die Beratung durch eine Drobse wirst Du wohl mal hin und wieder nen Tag Urlaub nehmen müssen.
Und Du musst Dir etwas ausdenken für Abstinenznachweise. Forensisch bedeutet ja..., was Du sicher weisst.
Alternativ ein MPI finden, welches auf Haare geht. Was ich aus persönlichen Gründen für Scheisse halte.

Schwarz Fahren solltest Du lassen, sonst siehst den Lappen ggf nie wieder.
Das noch bei ner MPU erklären zu müssen, ist ziemlich blöd.:kotz::aua::heul::@
Das ist deutlich was anderes, als falsch parken.

Gruss Max

samuel
24.01.2010, 12:16
scheint das der Standard zu sein um überhaupt zur MPU zugelassen zu werden

Wenn Du das Geld bezahlt hast und die FSS Deine Akte verschickst, kannst Du MPU machen. Du brauchst praktisch nur einen Kamm in der Tasche, dem entsprechend fällt ja auch die Hälfte im ersten Anlauf glatt durch.

Nachdem ich nun auf Phoenix einen MPU-Bericht gesehen habe wobei ein Delinquent von einer MPU-Stelle abgelehnt wurde weil die Abstinenzzeit noch nicht erreicht war, hat er sich eine andere MPU-Stelle gesucht die ihm ein positives Gutachten erstellt hat.

Man muss auch nicht alles glauben, was in der Glotze läuft, aber natürlich kann das gehen.

Ein positives Gutachten ist nicht so schwierig, wenn Du mit der Begutachtungsstelle kommunizierst und ordentlich vorbereitet bist.

Habakuk
24.01.2010, 12:38
Hallo MaxFactor, das mit der Haaranalyse geht ja wohl nach hinten los, es sei denn ich lasse die erst so Ende April durchführen, dann wären 6 Monate nach letztem Konsum vorbei. Das bringt mich aber doch auch nicht nach vorne. Ist es da nicht sinnvoller jetzt mit Blut und Urinanalyse zu beginnen in der Hoffnung das ich ein MPI finde welches mir vielleicht eine positive MPU in Aussicht stellt wenn ich denn vielleicht im Februar oder März dann 3 Abstinenznachweise vorlegen kann, oder gibt es sowas nur in meinen Wunschvorstellungen? Problem an der Sache ist, dass Cheffe mal langsam wissen will, wann ich wieder eine Lizenz habe - also dauert der ganze Salm zu lange ist der Job dann erst mal weg. Hab ich kein Job mehr brauch ich auch erst mal keine Lizenz. Dann würde die ganze Knete erst mal sparen um den Lebensunterhalt sicher zu stellen. Ich will ja nicht auch noch obdachlos werden. Arbeitslosigkeit würde ich dann erst mal versuchen mit einem Studium zu überbrücken, damit die Krankenversicherung gewährleistet ist und evtl. Nebengewerbe anmelden, damit ich nicht unbedingt Kontakt zur ARGE habe. Die könnten mich ohne Lizenz eh nirgends hin vermitteln - bevor ich hier die nächste Zivilisation sehe wo Öffis fahren (ausser morgens der Schulbus) bin ich knappe 10km unterwegs. Was nun die Drobs angeht habe ich einen Verein gefunden, der für 215 Teuronen einen 10-Stunden-Kurs 2x im Jahr anbietet. Den werde ich zur Not auch aufsuchen, weil ich das noch für recht günstig halte.
Gibt es also irgendeine Option vor Ablauf von 6 Monaten eine positive MPU zu bekommen??
Mir wird hier immer übler...

Grüße,

Haba.

Ian_0778
24.01.2010, 13:11
Von einem Abstinenznachweis von mindestens 6 Monaten war nicht die Rede, wenn ich aber alles richtig gelesen habe scheint das der Standard zu sein um überhaupt zur MPU zugelassen zu werden oder ist das nicht richtig??

Es ist nicht nötig um zugelassen zu werden, aber die Aussicht auf Erfolg wird ohne Abstinenznachweise gering sein. 6 Monate sind bei Cannabis eigentlich der Standard, so fern es sich nicht um schweren Missbrauch(Konsum mit Rauchgeräten, regelmäßiger Konsum, festgestellte oder selbst zugegebene Sucht dann 12 Monate) handelt.

Nachdem ich nun auf Phoenix einen MPU-Bericht gesehen habe wobei ein Delinquent von einer MPU-Stelle abgelehnt wurde weil die Abstinenzzeit noch nicht erreicht war, hat er sich eine andere MPU-Stelle gesucht die ihm ein positives Gutachten erstellt hat. Ist sowas denn möglich?

Viele MPI's lassen Leute ohne ausreichende Vorbereitung zur MPU zu, da es in der Verantwortung der Probanden liegt sich zu informieren welche Kriterien erfüllt werden müssen. Lehnt ein instititut einen solchen wegen nicht ausreichender Abstinenznachweise ab, ist das eher positiv zu werten, da Geld nicht unnötig ausgegeben wurde. Möglich ist alles und es gibt immer wieder Ausnahmen. Dieser Weg ist ungewiss und es wird wohl keiner hier im Forum dazu raten.

Sind die Kriterien nicht überall die gleichen?

Eigentlich schon, dennoch sind die Fälle derartig individuell daß ein Gutachter unter besonderen Voraussetzungen seine positive Begutachtung unter vom Standard abweichenden Voraussetzungen begründen kann.

Muss ich wirklich bis zum Sommer schwarz fahren?

Das würde ich unter allen Umständen lassen!

Ich krieg noch die Krise. Bin mit der Bahn und Fahrrad zur Arbeit von 5.30 bis 21.00 Uhr unterwegs, wann soll ich da denn noch die Vorbereitung bei irgendeiner Stelle schaffen. Lässt sich die MPU - wann auch immer die nun statt findet - auch nur durch Eure Hilfe mit dem Fragebogen schaffen ohne Beratungsnachweise die mir die FSS ans Herz gelegt hat?

Wenn dir die FE wichtig ist findet sich auch ein Weg. Wichtig sind die Abstinenznachweise, was die FSST empfohlen hat ist nett und begründet sich evtl auf deren Erfahrung, letztlich entscheidet aber der GA des MPI über eine positive oder negative Begutachtung und diese ist sehr stark abhängig von deiner Argumentation die bei entsprechender Aufarbeitung, auch nur durch das Forum, ausreichend sein kann. Ein Gang zur Beratungsstelle schadet dennoch nie und macht sich immer gut!

Ian_0778
24.01.2010, 13:26
Hallo MaxFactor, das mit der Haaranalyse geht ja wohl nach hinten los, es sei denn ich lasse die erst so Ende April durchführen, dann wären 6 Monate nach letztem Konsum vorbei. Das bringt mich aber doch auch nicht nach vorne. Ist es da nicht sinnvoller jetzt mit Blut und Urinanalyse zu beginnen in der Hoffnung das ich ein MPI finde welches mir vielleicht eine positive MPU in Aussicht stellt wenn ich denn vielleicht im Februar oder März dann 3 Abstinenznachweise vorlegen kann, oder gibt es sowas nur in meinen Wunschvorstellungen? Problem an der Sache ist, dass Cheffe mal langsam wissen will, wann ich wieder eine Lizenz habe - also dauert der ganze Salm zu lange ist der Job dann erst mal weg. Hab ich kein Job mehr brauch ich auch erst mal keine Lizenz. Dann würde die ganze Knete erst mal sparen um den Lebensunterhalt sicher zu stellen. Ich will ja nicht auch noch obdachlos werden. Arbeitslosigkeit würde ich dann erst mal versuchen mit einem Studium zu überbrücken, damit die Krankenversicherung gewährleistet ist und evtl. Nebengewerbe anmelden, damit ich nicht unbedingt Kontakt zur ARGE habe. Die könnten mich ohne Lizenz eh nirgends hin vermitteln - bevor ich hier die nächste Zivilisation sehe wo Öffis fahren (ausser morgens der Schulbus) bin ich knappe 10km unterwegs. Was nun die Drobs angeht habe ich einen Verein gefunden, der für 215 Teuronen einen 10-Stunden-Kurs 2x im Jahr anbietet. Den werde ich zur Not auch aufsuchen, weil ich das noch für recht günstig halte.
Gibt es also irgendeine Option vor Ablauf von 6 Monaten eine positive MPU zu bekommen??
Mir wird hier immer übler...

Grüße,

Haba.

Urinanalyse ist ausreichend und Drobse kostet kein Geld. Du darfst halt nur von MPU nix erwähnen sonst zahlst du wie ich 50€ pro Sitzung und das war völlig überflüssig.

Du solltest deinem chef die Fakten klar auf den Tisch legen und dich nicht so unter Druck setzen. Die Aussicht positiv begutachtet zu werden ist mit 6 Monaten Abstinenz am größten, also warum willst du es riskieren dass du ein Haufen Geld verbrennst und deine Moral nach einem negativen Gutachten total in den Keller sinkt?
Rede mit deinem Chef, sag ihm dass du wenn alles gut geht deinen Schein Ende Mai-Mitte Juni wieder bekommen kannst, wobei du das aber auch nicht sicher weißt denn den Ausgang des Gutachtens kann man allenfalls erahnen aber nicht sicher vorhersagen, deshalb WENN ALLES GUT GEHT.
Spiel mit offenen Karten was die Dauer angeht und bereite dich bestmöglich nach den Standards der Begutachtungskriterien vor, das klappt schon.

Habakuk
24.01.2010, 19:05
Hallo Ihr Profis, ich habe hier mal den Fragenkatalog abgearbeitet. Erst mal nur in der Kurzform, natürlich würde ich vor dem Psychologen alles weiter auskleiden. Da mir aber über das FäG nur gelegentlicher Konsum nachgewiesen wurde, würde ich mich nicht unbedingt soweit outen wie in dem ersten Beitrag angegeben. Das wirft mich ja sicherlich um Längen zurück. So wäre ich erstmal dankbar für Infos ob das so in der Form stehen bleiben könnte.

Danke für die Infos,

Habakuk.


Fragenkatalog:

Was ist passiert?

Vorgeschichte:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

In der 8. Klasse von einem neuen Klassenkameraden ein 1g Brösel geschenkt bekommen und mit ihm zusammen konsumiert. Danach wieder aufgehört.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)

dito

Wie sah der Konsum aus? (Was, Wie, Welche Gelegenheit?)

Nach der Schule zusammen gesessen und geraucht.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?

Nein.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

Gelegentlich auf Partys getrunken und harte Sachen nicht vertragen.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?

Nein.

Haben Sie bei sich negative Folgen festgestellt?

Nein.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?

dito

Auffälligkeit:

Wann und wie viel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?

Am Abend vor der Kontrolle mit Freunden zusammen 2 Joints geraucht.

Wie viel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?

Nichts.

Wie sind Sie auffällig geworden?

Allgemeine Verkehrskontrolle.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt?

Bin zu einer Einweihungsparty eingeladen worden.

Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?

Ca. 35 km.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?

Da ich wenn, dann immer nur am Wochenende geraucht habe, werde ich vermutlich den folgenden Montag auf dem Weg zur Arbeit sporadisch unter Drogeneinfluss gefahren sein.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?

Ich habe bis zur Auffälligkeit eigentlich keinen Konflikt darin gesehen, da ja immer mindestens der Sonntag zwischen Konsum und Autofahrt lag.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

(Cannabis) Da Wahrnehmungsstörungen vorliegen können.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluss?

Die Substanz kann bis zu 48 Stunden wirken.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Da habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, da ich immer nur sporadisch konsumiert habe.

Warum ist es passiert?

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

In 06/2005 ist meine damalige Lebensgefährtin mit dem Motorrad tödlich verunglückt. Durch Ihre Schwester mit der ich die Haushaltsauflösung und Beisetzung organisiert habe, bin ich wieder auf den Geschmack von Cannabis gekommen. Ich konnte mit Ihr nach dem Konsum sehr viel freier über alles reden. Es war auch sehr entspannend nach der schwierigen Zeit, da ich kurz nach dem Unfall sehr depressiv war.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

Meine Eltern und meine Schwester haben mir ins Gewissen geredet nachdem ich mit Ihnen über die Sache gesprochen habe. Wir haben ein sehr offenes Verhältnis. Mit meinem Freundes- und Bekanntenkreis habe ich darüber nicht gesprochen.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Nein.

Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Nein.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Welcher Zeitraum?

Nein.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Nichts, ich konnte auch ohne Droge abschalten, aber mit Gelegenheit und in dem speziellen Umfeld konnte ich mit der Droge freier sprechen.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Nein.

Waren sie Drogenabhängig?

Nein.

Wieso passiert das nicht wieder?

dito

Hätten sie rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?

Ich habe nicht wirklich eine gehabt.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?

Nachdem ich am 3.10.09 angehalten wurde und die Konsequenzen erlebt habe, ist es mir die Sache nicht wert.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

dito

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht gelegentlicher Konsum in Betracht?

Ich habe nur gelegentlich konsumiert.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

Ich habe keine Veränderungen festgestellt, außer das ich bei Konsum nicht geträumt habe.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Niemand.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?

Meine Familie findet es gut und bestärkt mich in meiner Konsequenz.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?

Nein.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?

Nein.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?

Konsequent abstinent.

Haben Sie zu Hause Cannabis?

Nein.

Wie wollen Sie es gegebenenfalls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

Abstinent sein.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?

Ich trinke lediglich mal Bier zum Abendbrot, da ich Wein nicht mag und härtere Sachen nicht vertrage.

Say
24.01.2010, 19:20
Und den Fragebogen findest du gut?

Da werden ja die Kommentare länger, als das was du geschrieben hast.

Lies mal so was:


http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ead.php?t=9946 (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=9946)


http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...d=1#post234417 (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?p=234417&posted=1#post234417)


http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=14110 (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=14110)


http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...d=1#post269569 (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?p=269569&posted=1#post269569)


Nur mal um ein Gefühl dafür zu bekommen.

samuel
24.01.2010, 22:20
Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr unterwegs?

Da ich wenn, dann immer nur am Wochenende geraucht habe, werde ich vermutlich den folgenden Montag auf dem Weg zur Arbeit sporadisch unter Drogeneinfluss gefahren sein.


Mach mal ne Zahl.


Haben Sie sich an Jemand um Hilfe gewandt, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer?)

Nein.


Ganz schlecht, einsame Cowboys sind XXX Mal mehr rückfallgefährdet.

-------------------

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Welcher Zeitraum?

Nein.

Erwischt, hast also 10 Jahre durchgekifft

---------------------

Wie wollen Sie es gegebenenfalls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluss ein KFZ zu führen?

Abstinent sein.

falsche Antwort

King-of-Duff
05.02.2010, 17:11
Hallo,

hab ein ähnliches Problem wie das hier beschriebene ! Ich wurde 15.11.2009 Sonntags morgens in Frankfurt von einer Zivilstreife angehalten (Wir waren zu Fuß unterwegs) hatte stolze 0,03 g Kokain und eine Mischung aus Gras und Tabak für einen Joint einstecken. Jedenfalls musste ich mit auf die Wache etc. ! Hatte mich anschließend informiert und musste feststellen, dass der reine Besitz von harten Drogen schon zum Entzug der Fahrerlaubnis führen kann...
(Bei mir wurde weder Konsum nachgewiesen, noch wurde ich nach Konsum oder Führerschein gefragt)
Heute habe ich einen Brief vom Amt bekommen das mich auffordert ein ärztliches Gutachten abzugeben. Des weiteren steht in dem Brief das ich erstmal bis zum 16.02.2010 Zeit habe um eine Einverständniserklärung zurückzuschicken...Hört sich für mich zumindest schon einmal so an als hätte ich noch mind. 3 Wochen Zeit um meinen Körper von THC Abbauprodukten zu befreien !?

Mit welcher Frist muss ich rechnen; also wann muss ich das ärztliche Gutachten vorlegen ?!

Max Factor
05.02.2010, 19:46
Moinmoin,
mach doch mal ein eigenes Thema/Thread auf, dann kommt man nicht durcheinander.
das der reine Besitz von Drogen ohne Bezug zum Strassenverkehr den Lappen kosten kann, stimmt. Das nennt man wohl indirekte Drogenfahndung, weil man die Leute da an die Eier nimmt wo es richtig weh tut.
Was mich etwas wundert, das da von FÄG die Rede ist, DENN normaler Weise bedeuten harte Drogen 12 Monate FE weg und MPU.
Nun ja wenns da steht, riecht es nach blauem Auge.~0
Das FÄG wird wohl unmittelbar auf die Einverständniserklärung fällig.
Daher Konsum auf Null, denn je nach Menge und körperlicher Statur dauert THC bis es aus dem Körper verschwindet, bis zu 2 Monate.
Dann solltest Du Dir eine schlaue Story bzg des Kokas einfallen lassen, sonst hast Du ein echtes Problem.
Denn geht das FÄG daneben, folgt eine MPU. Ev darfst Du denn Lappen bis zur MPU behalten, und wenn positiv darüberhinaus, oder spätestens dann abgeben.

Gruss Max