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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bin 153 statt der erlaubten 100 gefahren


vatermann
29.04.2008, 15:18
Hallo zusammen,

ich gehöre zur Spezies der Schnellfahrer.
Leider habe ich mich zur ersten MPU nicht richtig vorbereitet.
Ich bin durchgefallen und möchte Sie gerne um Ihren Rat fragen.
Gerne bin ich bereit meine Delikte, die Fragen bei der MPU Stelle und meine Antworten öffentlich zu machen.
Wer kann oder möchte mir bei der Beurteilung helfen.

Gruß Vatermann

biene
29.04.2008, 15:40
Nochmal "Hallo" Vatermann,

um Rat zu bekommen, mußt Du Deine Delikte, die Fragen bei der MPU Stelle und Deine Antworten öffentlich zu machen, sonst weiß hier ja niemand, worum es genau geht.:)
Sobald Du etwas ausführlicher berichtet hast, werden die Helferlein schon kommen!;)

vatermann
29.04.2008, 18:34
Hallo zusammen,

ich gehöre zur Spezies der Schnellfahrer.
Leider habe ich mich zur ersten MPU nicht richtig vorbereitet.
Ich bin durchgefallen und möchte Sie gerne um Ihren Rat fragen.
Gerne bin ich bereit meine Delikte, die Fragen bei der MPU Stelle und meine Antworten öffentlich zu machen.
Wer kann oder möchte mir bei der Beurteilung helfen.

Gruß Vatermann

Damit Sie sich ein Bild machen können habe ich einen Fragebogen den ich hier gefunden habe einmal ausgefüllt und stelle den hier zur Diskussion.

Hier nun der Fragebogen und die Antworten:

Was ist passiert?
Warum sind Sie hier?
weil ich 18 Punkte und mehr habe und die Straßenverkehrsbehörde mir für 6 Monate den Führerschein eingezogen hat.

Wie viele Verstöße hatten sie?
7 Verstöße

Was waren das für Verstöße?
(möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-je genauer, desto besser)
 Geschwindigkeitsüberschreitung um 71 km/h bei erlaubten 100 km/h 10 Uhr 32 am 10.09.2003
 Geschwindigkeitsüberschreitung um 35 km/h bei erlaubten 50 km/h 13 Uhr 07 am 10.09.2003
Die beiden ersten Delikte waren am gleichen Tag
 Nichteinhalten des Mindestabstandes am 11.09.2003
Das dritte Delikt war einen Tag später
 Geschwindigkeitsüberschreitung um 38 km/h bei erlaubten 60 km/h am 16.03.2004´
Teilnahme am Aufbauseminar vom 06.12.2004 bis 20.12.2004
 Geschwindigkeitsüberschreitung um 23 km/h bei erlaubten 30 km/h am 18.10.2005
 Überschreitenn der fälligen Hauptuntersuchung um 8 Monate am 29.09.2005
 Geschwindigkeitsüberschreitung um 56 km/h bei erlaubten 100 km/h am 10.05.2006

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Es hätte zu Auffahrunfällen oder durch Unachtsamkeit meinerseits hätte ich andere anders gefährden können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?
Besonders wichtig ist aus meiner heutigen Sicht ist Verantwortungs- und Regelbewusst zu fahren.


Warum ist es passiert?
Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Hier der Versuch einer Erklärung: In der Zeit von 2003 bis 2006 gab es sehr viele Veränderungen in meinem beruflichen Umfeld. Zum einen habe ich 2002 neben meiner bisherige Tätigkeit als Handelsvertreter, die ich von April1971 bis einschließlich März 2004 ausgeübt habe,
eine neue Firma gegründet. Außerdem hatte ich mich im Jahre 2003 um eine Stelle als Geschäftsführer in der gleichen Branche, in der ich seinerzeit seit über 33 Jahren tätig war, beworben. Im April 2004 habe ich diese Stelle dann auch angetreten.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?
Ich habe meine eigenen Regeln aufgestellt und Termindruck als Grund für zu schnelles Fahren angegeben.

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)
1. Ich habe mich mental gut, aber unter Termindruck gefühlt. Meine Bewertung aus heutiger Sicht ist das dies vorgeschoben war und ich einfach schnell fahren wollte.
2. Jetzt wollte ich es besser machen, aber habe keinerlei Einsicht gezeigt. Gefühlslage wie vormittags. Bewertung die gleiche wie oben.
3. Ich war guter Dinge, aber wollte unbedingt rechtzeitig an einem bestimmten Ort sein. Bewertung siehe oben.
4. Hier fällt mir eigentlich auch nichts anderes ein als das vorher gesagte.
5. Hier fällt mir eigentlich auch nichts anderes ein als das vorher gesagte.
6. Das war Saublöd. Ich hatte diese Aufgabe an meinen Erwachsenen Sohn weiter gegeben, hätte aber wissen müssen das der total überfordert war. Zur Erklärung: Es handelte sich um einen Firmenwagen FIAT Doblo. Mein Sohn hatte den auch privat genutzt. Heute würde ich die Dinge selber in die Hand nehmen. Durch die Gründung meiner neuen Firma in die auch mein Sohn eingestiegen ist kam es zu diesem Kuddelmuddel. Meine Gefühlslage war. Ich hätte mich irgendwo hin beißen können
7. Ich fühlte mich gestresst. An diesem Tage teilte mir mein Sohn telefonisch mit, dass wir betrogen worden sind. Hier hätte ich cooler bleiben müssen. Wahrscheinlich war der Stress ein vorgeschobenes Argument für mein zu schnelles Fahren. Heute sehe ich das so.


Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei
Hilfe?
Ich bin seit 1967 Führerscheinbesitzer und bin bis 2003 nicht nennenswert in Erscheinung getreten. Da ich immer flott und viel daher gefahren bin glaubte ich, dass ich meine eigenen Regeln aufstellen kann. Das ist wie ich heute weiß falsch. Meine jährliche Fahrleistung war bis zu 80.000 Kilometer im Jahr. Aufgrund der verpatzten MPU Prüfung habe ich einen Verkehrspsychologen befragt. Ein Freund von mir ist ebenfalls Psychologe und war ganz erstaunt, dass ich bei der MPU durchgefallen bin.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Sicher aber zu schnell fahrend.

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Ich war einsichtig und habe mich entschuldigt und habe versucht mich zu rechtfertigen.

Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?
Akzeptiert und bezahlt.

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?
Besser aufzupassen und vorsichtiger zu fahren.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Die Frage habe ich mir damals nicht gestellt. Heute weiß ich, dass ich mir meine eigenen Regeln aufgestellt hatte und dachte das dies nicht so schlimm sei.

Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?
Weiß ich nicht ganz genau. Ich kann mir aber vorstellen, dass die vielen Ereignisse in dieser Zeit einen Einfluss darauf hatten


Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
Mein Umfeld hatte keine Ahnung davon. Die einzige die das wusste war meine Frau und die war Stinksauer. Heute weiß ich das ich besser mal darauf gehört hätte.

Wieso passiert es nicht wieder?
Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?
Hier gibt es mehrerer Gründe. Zum einen habe ich heute ein ganz anderes Verhältnis zum Straßenverkehr. Geläutert haben mich sicherlich auch die Maßnahmen wie Führerscheinentzug usw. Zum anderen habe ich als gezwungener Beifahrer auch eine andere Sichtweise gewonnen. Meine Frau die mich heute häufiger Fährt ist vorsichtig und trotzdem sicher und zügig im Verkehr. Auf der anderen Seite nehme ich viel bewusster den Verkehr war und erkenne Gefahrensituationen, die ich vorher nicht sehen wollte, oder ignoriert habe. Ganz anders wahr.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?
Ich habe nach dem letzten vergehen im Juni 2006 bis zur Abgabe meines Führerscheines im November 2007 keine Verkehrsübertretung begangen. Im Vorfeld habe ich außerdem für längere Reisen immer die Bahn genommen. Dazu habe ich mir dann ab April 2007 eine Bahncard besorgt. Mein Bewusstsein im Zusammenhang mit schnell fahren hat sich total verändert.
Ich bin gelassener und ruhiger geworden.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Außer meiner Familie auch mein befreundetes Umfeld. Ich in von Anfang an offen mit der Situation ohne Führerschein umgegangen und habe auch keine falsche Scham gezeigt. Meine Frau hat mir zu Recht früher Vorhaltungen gemacht.

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Sehr Spannungsfrei und angenehm.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Sehr positiv.

Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?
Überhaupt nicht.

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?
Neu ist meine Einsicht und die Einstellung dazu. Meine Einstellung zur Verkehrssicherheit ist differenzierter geworden. Früher habe ich Dinge ignoriert. Heute akzeptiere ich das der Verkehr keine Spielwiese für Raser ist, sondern eher gefährlich, wenn man die Regeln, so wie ich das getan habe, missachte.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe bereits Maßnahmen getroffen. Ich habe mein Verhalten geändert. Einsichten die ich heute habe, hätte ich vor 3 Jahren sicherlich so nicht gehabt. Außerdem habe ich realisiert, dass ich mit 58 Jahren auch sicherlich nicht mehr so Leistungsfähig bin wie ich das vielleicht gerne sein möchte.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Das schließe ich aus. Ich gelte nicht als unbelehrbar und nicht einsichtig.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Auch das schließe ich aus.

blossom
29.04.2008, 18:46
Vatermann

Dein Thema hast du schon unter die Raser gebracht, da gehört es auch hin. Ein Thema langt in der Regel. Deshalb hier dicht! ;)

bubele
29.04.2008, 19:45
willkommen hier bei uns im Club Vatermann

Der Fragebogen ist überarbeitungsbedürftig :D .Aber keine Sorge das wird.

Du solltest für die MPU mal 2 Wörter streichen "Termindruck und Zeitdruck" geht gar nicht.

Du hast einen ziehmlich nervösen Fuss den du in den Griff bekommen solltest.


Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?
Es hätte zu Auffahrunfällen oder durch Unachtsamkeit meinerseits hätte ich andere anders gefährden können.

Was hätte den alles passieren können.

Du solltest dir für die MPU mehr einfallen lassen.Du weist doch wie der GA auf solche Antworten reagiert.

K.Putnik
29.04.2008, 20:12
Was ist passiert?
Warum sind Sie hier?
weil ich 18 Punkte und mehr habe und die Straßenverkehrsbehörde mir für 6 Monate den Führerschein eingezogen hat.
Die Führerscheinstelle hat Zweifel an deiner Fahreignung, die willst du mit Hilfe eines Gutachtens beseitigen.

Wie viele Verstöße hatten sie?
7 Verstöße
Bei 7 bist du zumindest erwischt worden, wenn es darum geht wieviele du begangen hast kannste da noch ein paar Nuller ranhängen...

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?
Hier der Versuch einer Erklärung: In der Zeit von 2003 bis 2006 gab es sehr viele Veränderungen in meinem beruflichen Umfeld. Zum einen habe ich 2002 neben meiner bisherige Tätigkeit als Handelsvertreter, die ich von April1971 bis einschließlich März 2004 ausgeübt habe,
eine neue Firma gegründet. Außerdem hatte ich mich im Jahre 2003 um eine Stelle als Geschäftsführer in der gleichen Branche, in der ich seinerzeit seit über 33 Jahren tätig war, beworben. Im April 2004 habe ich diese Stelle dann auch angetreten.
Schön, du siehst zumindest Zusammenhänge. Aber warum und wie diese Ereignisse Einfluss auf dein Fahrverhalten hatten, das verschweigst du.

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei
Hilfe?
Ich bin seit 1967 Führerscheinbesitzer und bin bis 2003 nicht nennenswert in Erscheinung getreten. Das hat nichts mit der Frage zu tun, du weichst aus.
Meine jährliche Fahrleistung war bis zu 80.000 Kilometer im Jahr. Aufgrund der verpatzten MPU Prüfung habe ich einen Verkehrspsychologen befragt. Ein Freund von mir ist ebenfalls Psychologe und war ganz erstaunt, dass ich bei der MPU durchgefallen bin.
Wer will das wissen? Du beantwortest die Frage nicht mal Ansatzweise! Für die Frage darfst du deine Lebensgeschichte zum besten geben! Was in Kindheit oder Jugend bei dir verkehrt gelaufen ist.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?
Sicher aber zu schnell fahrend.
Zu schnell ist nicht sicher, sonst dürftest du jetzt nicht zur MPU!

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?
Ich war einsichtig und habe mich entschuldigt und habe versucht mich zu rechtfertigen.

Also warst du nicht einsichtig...

Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?
Weiß ich nicht ganz genau.
Unwissenheit ist ganz schlecht! Oben war ja schonmal die Frage nach den Ursachen, hier wird nochmal geprüft ob du was ähnliches bzw. dasselbe erzählst...

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?
Mein Umfeld hatte keine Ahnung davon. Die einzige die das wusste war meine Frau und die war Stinksauer. Heute weiß ich das ich besser mal darauf gehört hätte.
Warum hast du nicht drauf gehört?

Was haben Sie an Änderungen unternommen? [...] Mein Bewusstsein im Zusammenhang mit schnell fahren hat sich total verändert.
Ich bin gelassener und ruhiger geworden.
Das ist arg dünn, erklär mal ausführlicher.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?
Außer meiner Familie auch mein befreundetes Umfeld. Ich in von Anfang an offen mit der Situation ohne Führerschein umgegangen und habe auch keine falsche Scham gezeigt. Meine Frau hat mir zu Recht früher Vorhaltungen gemacht.Hattest du nicht was von Psychologen erzählt? Wie wärs wenn du auch die Hilfe anführst?

Wie empfinden sie diese Änderungen?
Sehr Spannungsfrei und angenehm.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?
Sehr positiv.

Gehts bitte ein bisschen kürzer...?

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?
Ich habe bereits Maßnahmen getroffen. Ich habe mein Verhalten geändert. Einsichten die ich heute habe, hätte ich vor 3 Jahren sicherlich so nicht gehabt.
Von was für Massnahmen und Einsichten redest du denn da?

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?
Das schließe ich aus. Ich gelte nicht als unbelehrbar und nicht einsichtig.Wer sagt das, hast du das schriftlich?


Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?
Auch das schließe ich aus.
Interessant. Du schliesst aus einen Rückfall zu bemerken.
Schon ist das Gutachten Negativ...

Lass dich jetzt von der Kritik nicht entmutigen, das wird schon, aber du hast noch einiges an Arbeit vor dir.

MfG

vatermann
30.04.2008, 11:54
Jetzt werde ich erst einmal in mich kehren und mir überlegen wo bei mir der eine oder andere Knackpunkt ist.
Ich habe mir proffessionelle Hilfe geholt in Form eines Verkehrspsychologen.
Kann mir jemand dazu Erfahrungsberichte mitteilen.

bubele
30.04.2008, 12:07
Mahlzeit vatermann

Wie schon geschrieben wir helfen gerne wenn wir können :D

*didi
30.04.2008, 20:08
Jetzt werde ich erst einmal in mich kehren und mir überlegen wo bei mir der eine oder andere Knackpunkt ist.
Ich habe mir proffessionelle Hilfe geholt in Form eines Verkehrspsychologen.
Kann mir jemand dazu Erfahrungsberichte mitteilen.


Der VP wird schon das passende aus dir herauskitzeln...:D
Sei ehrlich und fang früh an...sehr früh von dir zu erzählen. Er braucht schonmal ne Info aus der Kindheit oder Jugend um sich ein Bild zu machen.
Wobei meine Erfahrung mir sagt, das 90% der Punktesünder , derer einer ich auch bin , in einen Topf passen.
-Selbsüberschätzung
-Ignoranz
-mangelndes Selbstbewusstsein
sind oft die Gründe..

Gruss didi

samuel
30.04.2008, 22:05
Zum Thema Verkehrspsychologe:

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=11698

vatermann
05.05.2008, 17:55
Ich habe die Auflistung der Originalzitate der ersten MPU einmal aufgeschrieben.
Ich würde mich freuen, wenn jemand mal drüber schaut und es entsprechend kommentiert.

Im Voraus Danke Vatermann

Zu den Verstößen gegen Verkehrsrechtliche Bestimmungen:
10.09.2003 Geschwindigkeitsüberschreitung um 71 km/h bei erlaubten 100 km/h 10:32 Uhr
Er sei auf der BAB gefahren, er habe einen Geschäftstermin gehabt.

Er sei die Autobahn auch zum ersten Mal gefahren, er habe nicht gewusst, dass dort eine besondere Gefahrensituation gewesen sei. Er habe es gemerkt, dass er geblitzt worden sei.

Risiko bedacht? Das sei eine gute Frage „Wie soll ich das beantworten.“

Davor sei er nicht so gefahren, er habe sich zu viel treiben lassen.

10.09.2003 Geschwindigkeitsüberschreitung um 35 km/h bei erlaubten 50 km/h um 13:07 Uhr: Er sei sicher sehr aufgerührt gewesen, er wisse aber nicht genau, warum er erneut an dem selben Tag zu schnell gefahren sei.

11.09.2003 Nichteinhalten des Mindestabstandes: Er sei auf dem Weg zu einer Messe gewesen, er habe sich mit dem Sohn an der Grenze zur Schweiz verabredet.

Er sei zu nah aufgefahren, weil er unter Zeitdruck gewesen sei. Er hätte sich „irgendwohin beißen“ können, weil er sich so unter Druck habe setzten lassen.

Er habe sicher auch durch seine Fahrweise andere in Gefahr gebracht. Warum dann trotzdem so verhalten? Dazu könne er nichts sagen, er schäme sich dafür. Es sei Gottseidank nichts passiert.

An eine Änderung des Verhaltens gedacht? Sein Sohn sei in die Firma eingetreten, er habe ihn entlastet. Er habe sich mehr zurück genommen, nicht mehr so viele Termine wahrgenommen.

16.03.2004 Geschwindigkeitsübertretung um 38 km/h bei erlaubten 60 km/h: Das sei in Frankfurt gewesen. Er habe sich immer wieder unter Zeitdruck gesetzt, er habe zu Terminen fahren müssen, dann sei unterwegs ein Stau gewesen.

Teilnahme am Aufbauseminar vom 06.12. bis 20.12.2004:

Was war wichtig? Er habe festgestellt, dass er sich durch Termindruck habe treiben lassen.

Etwas gelernt, wie man sein Verhalten anders organisiert? Er habe die Erkenntnis gewonnen, dass sein Verhalten nicht richtig gewesen sei.

Er sei durch die vielen Ereignisse aus den Fugen in seinem Verhalten geraten.

18.10.2005 Geschwindigkeitsüberschreitung um 23 km/h bei erlaubten 30 km/h: Er habe auch Termindruck gehabt.

Man könne nicht sein Verhalten so schnell abstellen. Der Kurs habe ihm Denkanstöße gegeben, sein Verhalten zu ändern.

20.9.2005 Überschreiten der fälligen Hauptuntersuchung um 8 Monate: Das sei ein Firmenwagen gewesen. Er habe es versäumt, darauf zu achten.

1.05.2006 Geschwindigkeitsüberschreitung um 56 km/h bei erlaubten 100 km/h: Er sei nach Hause gefahren, unterwegs habe ihn sein Sohn angerufen, es sei um die Firma gegangen, ein Kunde habe Sie betrogen. Er habe schnell nach Hause wollen.

Zur Problematik:
Er habe 2002 eine neue Firma gegründet, er habe in seinem persönlichen Umfeld Unruhe gehabt, er habe Termindruck gehabt. Er habe die Firma aufgebaut, Kundenakquisition. Er sei damals noch Handelsvertreter für Anzeigenwerbung gewesen.

Davor sei er nicht auffällig gewesen, er habe den Führerschein seit 1967.

Was hat das Schnellfahren gegeben? Das habe ihm nichts gegeben, nur schneller von A nach B zu kommen.

Vorsätze zur Vermeidung erneuter Regelmissachtung im Straßenverkehr:

Er sei ein Mensch, wenn er etwas entscheide, dann sei er auch konsequent.

Er habe seine Tätigkeit als Geschäftsführer gekündigt im Oktober 2007 zum 30.04.2008. Seine Online- Firma habe sich nicht so entwickelt, wie er sich das vorstellte. Das habe er aber wieder nach Gesprächen rückgängig gemacht.

Er habe gedacht die Auffälligkeiten würden im Zusammenhang stehen mit seinen Tätigkeitsfeldern. Er habe sich dadurch unter Termindruck gesetzt. Er habe gedacht durch die Änderung der beruflichen Situation würde er sich besser anpassen.

Er sei für die Olivenfirma auch nicht mehr so verantwortlich, da der Sohn die Firma führe, etwa seit 2007.

Er habe eine geregelte berufliche Basis. Er stehe nicht mehr so unter Druck, dass er annehme, dass er wieder zum normalen Verhalten im Straßenverkehr zurückkehre.

Seine Familie sei ihm wichtig, er wolle seinen Führerschein nicht wieder aufs Spiel setzten, er wolle nicht, dass seine Frau für Ihn Taxifahrer spiele, er habe gelernt, er wolle nie wieder in so eine Situation kommen.

Therapeutische Intervention?
Nein er könne nicht sagen, warum er das nicht gemacht habe.

Zur Rückfallgefährdung:
Er sehe sich nicht als Rückfallgefährdet an.

Wollen Sie noch etwas hinzufügen? Er würde es für die Zukunft ausschließen, dass er wieder auffällig würde, das habe auch etwas mit Verantwortung für andere Menschen zu tun.


Zur Bewertung der psychologischen Exploration:
Folgende Befunde haben sich als beurteilungsrelevant heraus gestellt:

Bei Herrn Vatermann Bestehen nach der Vorgeschichte Schwierigkeiten, verkehrsrechtliche Bestimmungen einzuhalten. Er trat deshalb wiederholt verkehrsrechtlich in Erscheinung.

Herr Vatermann kann in Zukunft die Verkehrsregeln nur beachten, wenn er seine Problematik erkannt hat und so Veränderungen seiner Fehleinstellung vornehmen konnte.

Diese günstigen Voraussetzungen liegen nach den erhobenen Befunden bei Herrn Vatermann nicht vor.

Wir begründen das wie folgt:

Herr Vatermann sieht nicht angemessen, die Auslösebedingungen seines Verhaltens. Er führt das fehlangepasste Verhalten ausschließlich vordergründig auf derzeit bestehenden beruflich bedingten Zeitdruck zurück.

Wieso er sich so unter Zeitdruck setzte und bereit war, deswegen die Regeln in einem Ausmaß zu missachten, dass die Fahrerlaubnis entzogen wurde, hat er nicht ansatzweise reflektiert.

Er erkennt nicht, dass er sich von eigenen Fahrwünschen- und interessen hat leiten lassen, um eigene Vorteile für sich zu erreichen, ohne die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen. Eigenbedürfnisse wurden über die Bedürfnisse der Allgemeinheit gestellt.

Diese Fehlhaltung wird auch in der Beschreibung der Delikte deutlich.

samuel
05.05.2008, 23:29
Wieso er sich so unter Zeitdruck setzte und bereit war, deswegen die Regeln in einem Ausmaß zu missachten, dass die Fahrerlaubnis entzogen wurde, hat er nicht ansatzweise reflektiert.

Du hattest kein Problem, das konntest Du dann auch nicht bearbeiten und wirst so zukünftig auch nicht anders reagieren können.

Korrekte Einschätzung

Samuel

vatermann
06.05.2008, 15:12
Das ich ein Problembewusstsein habe, versuche ich einmal zusammen zu fassen.
Ich hoffe, dass ich die richtigen Worte wähle.:)

Gruß Vatermann

bubele
06.05.2008, 15:41
Mahlzeit
18.10.2005 Geschwindigkeitsüberschreitung um 23 km/h bei erlaubten 30 km/h: Er habe auch Termindruck gehabt.

Man könne nicht sein Verhalten so schnell abstellen. Der Kurs habe ihm Denkanstöße gegeben, sein Verhalten zu ändern.

Man sollte es aber abstellen können wenn so kurz vor einem Entzug steht so wie du gestanden bist.
Es gibt keinen Zeit oder Termindruck.Es ist eine Organisationssache und das liegt bei der Disposition.Du siehst ja was daraus geworden ist

vatermann
16.05.2008, 13:06
Ich hole mir zur Zeit Hilfe bei einem Verkehrspsychologen und kann voraussichtlich Ende Juni bis Mitte Juli meine zweite MPU machen. Wer kann mir einen Tip über eine gute MPU Stelle in Düsseldorf oder Umgebung geben.

Gruß Vatermann

über 2 Promille
16.05.2008, 14:13
Ich hole mir zur Zeit Hilfe bei einem Verkehrspsychologen und kann voraussichtlich Ende Juni bis Mitte Juli meine zweite MPU machen. Wer kann mir einen Tip über eine gute MPU Stelle in Düsseldorf oder Umgebung geben.

Gruß Vatermann

Hallo Vater,

Hast Du mal hier geschaut?
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/forumdisplay.php?f=80

vatermann
27.07.2008, 13:24
Ich habe letzte Woche Donnerstag am 24.07.2008 meinen 2. MPU Test gemacht und bin durch gekommen.
Für eure Unterstützung möchte ich mich bei allen vielmals bedanken.
Da ich zur Spezies der Dauersünder gehöre war es gar nicht so einfach durch zu kommen.

Gruß Vatermann

Sorry, aber Werbung ist hier unerwünscht. Ich habe eine Zeile gelöscht.
Gruß, Florist

Zwerg666
27.07.2008, 13:27
herzlichen glückwunsch

Florist
27.07.2008, 13:52
Gratuliere !!!

Say
27.07.2008, 14:06
Dann geht´s ja bald los

Glückwunsch!!!:)

vatermann
01.02.2009, 14:27
Werden eigentlich die Eintragungen nach bestandener MPU komplett gelöscht?
Fängt man dann wieder von vorne an? Oder was passiert wenn man wieder ein neues Vergehen hat?

Say
01.02.2009, 14:35
Die Punkte werden durch den Fahrerlaubnisentzug gelöscht, die Delikte bleiben aber erhalten bis die Tilgungsfristen abgelaufen sind. Kommt etwas neues dazu, sind sie immer noch verwertbar.

vatermann
17.03.2010, 11:48
Liebe MPU Gemeinde!
Mit eurer Hilfe habe ich im August 2008 meinen Führerschein nach bestandener MPU erhalten.
Meine Vergehen waren immer zu schnelles fahren und in einem Falle bin ich zu dicht aufgefahren und hatte 18+ Punkte. In der Folge mußte ich dann meinen Führerschein abgeben und habe eine MPU gemacht und dank eurer Hilfe auch bestanden.
Ich habe mir aber auch professionelle Hilfe geholt, weil ich für mich selber auch den Hintergrund meines Handelns erfahren wollte.
Kann ich eigentlich auch nur jedem empfehlen.
Deswegen ärgert mich mein derzeitiges Verhalten auch besonders. Ich will auch deshalb mein Fehlverhalten nicht entschuldigen oder schön reden. Ich könnte mich sinnbildlich selber irgendwo hin treten.
Nun bin ich statt der erlaubten 100 KM/H 153 nach Toleranz gefahren.
Soweit so schlecht.
Was passiert rechtlich jetzt.
Werde ich wie ein "normaler" Führerscheinbesitzer mit 0 Punkten betrachtet?
Oder gibt es einen MPU Malus?
Wer kann mir hier helfen!
Gruß Vatermann

Torsten-1980
17.03.2010, 12:00
Hallo Vatermann da du 2008 den lappen ja wieder bekommen hast, gehe ich jetzt einfach mal davon aus das du dir bis zur Geschwindigkeitsüberschreitung NICHT zu schulden hast kommen lassen?

Wenn das so ist dürftest du eigendlich 0 Punkte in der Akte haben da diese ja nach 2 Jahren gelöscht werden MÜSSEN. Probezeit schließe ich auch einfach mal aus oder hast du noch Probezeit? weil wenn ja ist der schein W E C H. Wenn du aber keine probezeit mehr hast, gehe ich davon aus was man so im Internet und Tv Lesen hören kann das du Punkte bekommst und nen Fahrverbot von nen Paar monaten, das denke ich aber nur so genau kann ich es dir nicht sagen.

Aber laut dem Beamten in meiner Führerscheinstelle bist du nach der Probezeit ein "stink"normaler Autofahrer.

Ich weiß nicht ob dir das jetzt helfen wird oder konnte, ich kann halt nur aus meiner sicht sprechen und da hat der Beamte gesagt wenn ich meine 1 Jahr und 2 monate Probezeit hinter mir habe bin ich auch wieder ein ganz normaler fahrer der ganz normal bestraft. Wie es halt ist wenn man den lappen frisch bekommen hat, und die Probezeit dann hinter sich hat.

MFG Torsten

vatermann
17.03.2010, 14:08
Danke für Deine Info,
ich hatte nach der MPU meines wissens keine Probezeit und auch keine Punkte mehr.Ich bin mir aber nicht sicher, od das so ist. Meine Kenntnis ist, dass man nach der bestendenen MPU 0 Punkte hat. Wo kann ich denn erfahren ob es eine Probezeit generell gibt, oder ob das sogar gesetzlich so begründet ist. Vielleicht stimmen meine Annahmen ja gar nicht.
Trotzdem Vielen Dank erstmal.
Gruß Vatermann

samuel
17.03.2010, 14:14
Du hast ein MPU Gutachten in der Akte, wo drinne steht, dass Du nun kein Raser mehr bist.

Das nennt man dann Rückfall und dürfte wohl eine erneute MPU nach sich ziehen, aber genau weiß das nur Deine Führerscheinstelle

Torsten-1980
18.03.2010, 00:05
Ich weiß zwar nicht wen samuel meint aber das wird er uns bestimmt noch sagen ;-) oder?

Und vatermann zu deinem thema würde ich sagen mach es so wie ich geh einfach zu der Führerscheinstelle und frag nach. Mein bearbeiter hat gesagt das ich den lappen zwar nicht direkt bei der Praktischen Prüfung bekomme aber dann direkt bei ihm. Das hat den grund da ich meinen Lappen abgeben mußte und er mir genau ausrechnen will, wieviel Probezeit ich dann noch habe. Da ich ja in der Probezeit den Lappen abgeben mußte.

Ich denke mal wenn du ihn nett fragst wird er dir auch gerne helfen, fragen kostet ja nichts. ;-)

MFG Torsten

Nancy
18.03.2010, 02:43
Ich weiß zwar nicht wen samuel meint aber das wird er uns bestimmt noch sagen ;-) oder?

Hallo Torsten :)

Mit 100% Sicherheit hat Samuel "vatermann" gemeint....;)

Zu deiner Aussage:

Hallo Vatermann da du 2008 den lappen ja wieder bekommen hast, gehe ich jetzt einfach mal davon aus das du dir bis zur Geschwindigkeitsüberschreitung NICHT zu schulden hast kommen lassen?

Wenn das so ist dürftest du eigendlich 0 Punkte in der Akte haben da diese ja nach 2 Jahren gelöscht werden MÜSSEN.

:(

Torsten-1980
18.03.2010, 07:17
Moin Moin

Nancy ich dachte mir sowas schon aber war mir nicht ganz sicher, da fragen ja nichts kostet ;-). Und da dieses hier eine Liebe und hilfsbereite gemeinde ich habe ich schon eine Antwort auf meine frage :-D.

MFG Torsten

vatermann
18.03.2010, 10:50
Die haben mir gesagt, dass wenn ich keine Punkte mehr habe, ich nach einem erneuten Vergehen, wie jeder normale Verkehrsteilnehmer behandelt werde und dann die fällig werdende Strafe erdulden muß.
Eine erneute MPU so wurde mir gesagt, sei dann nicht Notwendig.
Hoffen wir das beste. Über die Ergebnisse werde ich die Interessierten gerne berichten.
Gruß Vatermann

Torsten-1980
18.03.2010, 12:54
Hi Vatermann dann mal meine Glückwünsche und immer nach vorn schauen ;-)