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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrradfahrt


bluesky
11.10.2005, 23:12
ich hätte gerne mal eure einschätzung zu meiner geschichte:

ich gehörte zu den wahrscheinlich "gesellschaftlich akzeptieren" trinkern, die in der woche 1-2 gläser rotwein abends tranken, manchmal auch,wenn ich länger las oder in ein gespräch vertieft war, das 3. glas und damit die flasche leer.
da ich auch kein kind von traurigkeit bin, habe ich an den wochenenden öfters die kuh fliegen lassen und auch mal ordentlich mit wein und wodka-redbull gefeiert.
das trinken unter der woche war ein stressventil, das trinken bei parties an den wochenenden ein partymoment....
man kann aber auch sagen, dass ich bei den parties betrunken aber nicht volltrunken war.
ich habe immer, bevor es eine hardcore-sauferei wurde, den absprung geschafft und bin ins bett, weil ich schlicht genug hatte.
betrunken autogefahren bin ich nie (bis auf eine jugendsünde) - auch nicht mit restalkohol, weil ich beruflich um die gefahren und konsequenzen bei trunkenheitsfahren weiss. entweder fuhr ich mit der matratze im auto um im auto zu schlafen oder dem wohnwagen zu parties, wenn ich wußte, an dem abend nicht mehr fahren zu können. und wenn ich noch autofahren wollte/musste waren es entweder 2 radler oder ein viertel wein.

nun, mitte august diesen jahres war party-donnerstag angesagt und bin mit dem fahrrad in die stadt. den absprung habe ich an diesem abend leider nicht mehr geschafft,sondern mich wie ein kleiner dummer junge zu noch weiteren schnäpsen (trinke ich sonst nie weil ich davon immer einen dicken kopf bekomme) und softgetränken verleiten lassen.
das ende von dem abend/nacht waren unglaubliche 2.18 promille (die ich für mich bis zu dem tag nicht für möglich gehalten hatte). der arzt hat bei der blutprobe auf die üblichen tests wie strichlaufen, finger auf die nase etc. verzichtet, weil ich schlicht rotzevoll war.

da ich nun mehr als 1,6 hatte, muss ich zur mpu.

dass ich letztlich ein alkoholproblem durch den fast täglichen alkoholmisbrauch habe, weiß ich jetzt. und seit dem ich weiss, dass ich zur mpu muss und deshalb abstinent lebe, fühle ich mich ohne alkohol wesentlich wohler, leistungsfähiger und schlicht besser.
insofern bin ich letztlich froh um diese zäsur der trunkenheitsfahrt, da ich mein leben wesentlich dynamischer und bewußter lebe.
wenn ich party machen werde, dann zu einem maß, bei dem ich weiss, kein restalkohol am nächsten tag zu haben, damit dieser nächste tag für mich nicht verloren ist, sondern ich ihn genauso nutzen und genießen kann, als "hätte ich nichts getrunken".

die eigentlich frage:
die fragen der mpu sind alle auf autofahrten abgestimmt.
das auto als tatwerkzeug aber kommt bei mir schon seit der jugendsünde vor 17 jahren nicht mehr in frage. ich sehe mich zudem als vorausschauender, umsichtiger und defensiver fahrer.
dass auch das fahrrad ein risiko vor allem für die anderen verkehrsteilnehmer bedeuten kann, ist mir jetzt auch bewußt.

ich habe mein verhalten reflektiert, ich habe meine trinkgewohnheiten beendet, ich fahre nicht betrunken oder auch nur angeschwipst auto, ich werde, wenn ich mal lust auf eine -dezente - party habe, mit dem taxi und nicht mehr mit dem fahrrad fahren.

ich sehe aber jetzt die große gefahr, da ich die fragen ja letztlich auf meine fahrradfahrt projizieren muss, hinsichtlich des autofahrens in eine falle tappen könnte. in dem sinne, dass der gutachter der auffassung ist, weil ich mit dem fahrrad gefahren bin, ich auch eine neigung zum betrunken autofahren habe.
oder soll ich gedanklich das auto einfach gegen das fahrrad tauschen und die fragen entsprechend beantworten?
dass, denke ich aber letztlich, wäre übertrieben und könnte mir als unehrlichkeit ausgelegt werden.
oder geht es letztlich bei der mpu um die frage, ob ich "nur" ein alkoholproblem habe und diesem in adäquater weise begegne?

ratschläge/meinungen?

blossom
12.10.2005, 00:22
bluesky

Hast dich schon gut durch Forum gearbeitet wenn du so gut bescheit weißt und gelernt hast.
Mit 2,18 Promille hast du definitiv ein Alkoholproblem. Da du früher nur getrunken hast und nie geblasen, konntest du deine Grenzen nur an Hand deines Wohlbefindens einschätzen. Jemand der über Jahre seine Steigerung am Alkoholkonsum immer fortfährt wird garnicht merken wie seine Toleranz immer weiter ansteigt. Für so jemanden ist sein Konsum ganz normal.
Da du mit dem Fahrrad unterwegs warst wirst du auch darauf Antworten. Die Fragen hier im Forum beziehen sich auf das allgemeine Verhalten, da spielt Auto oder Fahrrad keine Rolle.
Das du noch nie mit Restalkohol gefahren bist, wird dir niemand glauben. Oder konntest du früher schon den Promilleabbau errechnen? Vorallem aber das du noch nie unter Alkohol gefahren bist, die Statistik sagt da etwas ganz anderes. Jede Fahrt zählt, auch die mit einem Bier oder die nach dem Sonntagsessen mit der Rotweinsosse Zählt.
In der MPU geht es hauptsächlich darum das du dein Problem erkennst und dazu stehst. Deine Einsicht umsetzt und ein tolles neues Leben führst.

über 2 Promille
16.10.2005, 00:06
Hallo bluesky,

Willkommen hier.
Hast Du Dich schon mal hier eingelesen?
Tja leider nimmst Du mit dem Rad auch im Strassenverkehr teil.

Gruss

alisha61
18.10.2005, 21:08
Hi bluesky,
bist u noch akitv hier dabei? Melde dich doch einfach wieder
Gruss alisha

nice
21.10.2005, 08:19
Erstellt von bluesky
l

ich habe mein verhalten reflektiert, ich habe meine trinkgewohnheiten beendet, ich fahre nicht betrunken oder auch nur angeschwipst auto, ich werde, wenn ich mal lust auf eine -dezente - party habe, mit dem taxi und nicht mehr mit dem fahrrad fahren.



moin

du schreibst das du abstinent lebst wozu willst du mit einem taxi zu partys fahren ??

mfg nice

alisha61
21.10.2005, 19:43
Hi,
ich glaube sie ist erstmal weg oder anders tätig, schade...

alisha

blossom
22.10.2005, 00:04
Eventuell hat das kurze Statemant ja gereicht, hoffentlcih wirds positiv!!