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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Straftaten im Zusammenhang im Strassenverkehr


lehmann
04.06.2005, 21:21
Hallo an alle,
hier meine Frage: Wie sieht meine Version vor einem Guteachter aus.
Ich bin jetzt 33 Jahr, verheiratet, 1. Kind.
1. Punkt: Ich habe im Sommer 2003 einen Roller bewegt, welcher getunt war. Diesen habe ich vorab schon als 125ccm umgebaut, da ich meinen Motorrad Führerschein gemacht habe. Als ich dann von meiner damaligne Freundin, jetzt Ehefrau erfahren habe, das wir ein Kind bekommen. Habe ich den Führerschein abgebrochen, zwecks Geldsparen. Ich bin aber dann dummerweise doch mit dem Roller gefahren, einen Tag bevor ich Ihn verkaufen wollte und natürlich prompt von der Polizei erwischt worden. Resultat: 750,-€ Strafe+ 3 Punkte, sowie 750,- Tüvgutachten. Somir war das ganze Geld letztendlich doch weg.
2. Punkt: Im Oktober 2004 wurde mir nach einer einmaligen Trunkenheitsfahrt 1,19 Promill der Führerschein entzogen. Ich war bei einem Freund und wir hatten was getrunken. Um 4.00 Uhr morgens bin ich nach Hause gegangen oder besser gesagt gefahren. Ich hatte auf einer Baustelle geparkt und musste über einen Gehweg ausparken, da ein Gatter aufgestellt worden ist. Bei dieser Aktion wurde ich von einer Zivilstreife beobachtet. Sie ließen mich ausfahren, hielten mich jedoch nach ca. 700 m an. Auf die Frage ob ich Alkohol getrunken habe, sagte ich ja und musste auch sofort blasen. Ich hatte einen Wert von 1,05. Ich war zu diesem Zeitpunkt nur noch 250 m von meiner Tiefgarage entfernt. Ich mußte jedoch nocheinmal 15 Minuten warten. Bei zweiten Blasen hatte ich 1.10. Daraufhin wurde ich zum Bluttest gebeten. Letzlich ka eine Stunde später ein wert von 1,19 heraus. Ich bekam 2. Monate einen Starafbefehlbescheid von 6000,-€ strafe und 1 Jahr Führerscheinentzug. Dieses Strafmass habe ich angefochten und bin vor Gericht. Letztendlich wurde mir das Urteil revidiert und ich bekam eine Strafe von 5 Monaten und 1000,-€ (50 Tagessätze a 20,-€).
Beim Antrag eines neuen Führerscheines der 3 Monate vor Ablauf der Frist stattfinden musste, wurde mir gesagt, in meinem Fall, da Ersttäter, nicht über 1,6 Promille und auch nicht Vorbestraft, sollte es keine Probleme geben.
Heute habe ich jedoch einen Brief erhalten in dem mir aus folgenden Gründen Zweifel zu meiner Fahreignung zu Last gelegt werden.

Mit Entscheidung vom 15.10.2003 wurden Sie wegen vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis verurteilt. Am 22.02.2005 wurde Ihnen die Fahrerlaubnis wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr entzogen.

An dem Tag, als ich Alkohol Getrunken habe, wude mir von meinem Damaligen Arbeitgeber gekündigt. ich war dort als freier Mitarbeiter angestellt und in mienem Beruf, als Architekt, sehen die Arbeitschancen nicht sehr gut aus. Ich hatte also was Getrunken, da ich dachte, ich könnte kurz mal vergessen. Mein sohn war zu diesem Zeitpunkt 1/2 Jahr alt und ich hatte wirklich Zukunftsängste. Als mir dann der Führerschein weggenommen wurde, stand ich ohne Job da, hatte keinen Schein mehr und es war wirklich hart, zu allen mögichen bewerbungsgesprächen zu kommen. Da wir auch keinen bäbysitter haben oder sonst irgendwas, das mich meine Frau hätte fahren können. Ich habe es dann endlich im März geschaft, einen Job zu bekommen, trotz keinem Führerschein. Den hätte ich ja ab Juli wieder. Ich bin in der Probezeit und wirklich auf meinen Führerschein angewiesen. Jetzt habe ich noch Schonfrist, aber ab Juli soll ich auf Baustellen fahren. Wenn ich in der MPU versage, dann ist echt vorbei. Dann heißt es Lappen ade und wahrscheinlich auch der JOB. Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Ich denke mir immer, das waren zwei einmalige ausrutscher, vorallem weil ich eher selten Alkohol trinke und nie wenn ich fahre. Ich fühl mich ziemlich verarscht in dieser Sache. Meine ganze Ehe wäre fast in die Brüche gegangen. Kein Geld, kein Job, ne fette Strafe und ein Kind zu ernähren. Jetzt habe ich es endlich geschafft und dann sowas...

Kann mir jemand Tips geben. Bin weder notorischer Schwarzfahrer noch Alkoholiker!

blossom
04.06.2005, 21:26
lehman

Dann lese dich mal gut durch Ablauf einer MPU.

Das erste ist erstmal Selbsterkenntnis und eine kritische Auseinandersetzungn mit dir selbst.
Sonst hast du keine Chance!!!

Das es ein Ausrutscher war und es wird nie wieder passieren, hören die Gutachter jeden Tag zu hunderten!

samuel
04.06.2005, 22:02
Herr Lehmann!

Mal kurz gesagt ist man ab 1,1 Promille per Gestzt absolut fahruntüchtig.
Du warst das nicht, also hast Du eine sogenannte Giftfestigkeit entwickelt.
So was kommt nicht von heut auf Morgen, sondern es bedarf einer gewissen Übung.

Du hast ein arges Zeitproblem, da Deine Sperre insgesamt nur 5 Monate beträgt, bei der Begutachtung aber mindestens über 6 Monate gelebte Änderung nachvollziehbar berichtet werden müssen, hast du ausreichend Zeit Dich vorzubereiten.

Wir brauchen aber noch mehr input.
Wo willst Du Deine MPU absolvieren?
In welcher Gegend wohnst Du?

PS: Über Deine persönlichen Nachteile durch den Verlust des FS brauchst Du Dich nicht weiter auszulassen, das hilft Dir Null, das haben alle hier Anwesenden durch und die Gutachter sind daran nur interessiert, wenn Jemand den Schein wirklich gaaaaaaanz dringend braucht. Dann würde er nämlich auch alles dafür tun, den Lappen wieder zu bekommen, ergo auch Lügen und was das bedeutet kannst Du Dir selber ausmalen.

Guckst Du Ablauf einer MPU
Gehst Du Bibliothek

Samuel

lehmann
05.06.2005, 11:09
@samuel

der FS wurde mir im Oktober 2004 abgenommen, zurück hätte ich Ihn im Juli 2005 bekommen.
Gerichtsurteil wurde erst im Februar 2005 gestellt. d.f. 5 Monate bis Juli 2005.
Das ganze passierte in München und das ich betrunken war mit 1,1 ist mir schon ziemlich bewusst.
Meine MPU will ich im Raum München/ Landshut absolvieren.

samuel
05.06.2005, 14:11
@ lehmann!

Dann sieht das doch schon viel freundlicher aus.

Du hast also schon beantragt, hast Du schon Akteneinsicht in Deine FS-Akte genommen?
Vier Wochen Vorbereitung sind meines Erachtens völlig ausreichend um eine MPU mit 1 und Sputnik oder Sternchen zu bestehen.

Warst Du mal beim Arzt und hast Dir ein paar Leberwerte ermitteln lassen? Kleines Blutbild, da ist alles bei.

Noch mal zu 1,1 Promille. du gehst da nicht hin weil Du betrunken warst, sondern weil Du noch Auto fahren konntest und nicht röchelnd untern Tisch gelegen hast, das ist schon ein Unterschied. Bei Ersterem würde man Dir Einmaligkeit zugestehen, aber wer mit 1,1 noch super fährt, der brauch mindestens 1,5 - 2,0 zum Vollrausch und da schwebt der Normalbürger schon in Lebensgefahr.

Dir wird also ein Problem unterstellt und darüber mußt Du Dir im Klaren sein.
Wie hälst Du es seither mit dem Alkoholkonsum?
Du kannst ab jetzt Abstinent Leben oder Du trinkst kontrolliert (KT).
Entscheiden Sie sich bitte jetzt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Das wird dann Deine Strategie für die MPU, von der Du unter keinen Umständen abweichen darfst!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!

Das Gleiche gilt für die Verkehrsdeliktangelegenheit.
Wie kommt es, daß das geltende Recht für Dich uninteressant ist?
Kam so etwas schon öfter vor und wurde nicht entdeckt?
Hast Du aggressive Neigungen?

Samuel


[geändert von samuel am 06-05-05 at 01:13 PM]

lehmann
05.06.2005, 16:31
@samuel,

danke für den Input soweit, aber was meinst du mit dem geltenden Recht?
Akteneinsicht habe ich noch nicht genommen, da mir der Bescheid erst am Freitag letzte Woche zugeschickt wurde.
meine letzten Blutwerte habe ich zufälligreweise am Freitag letzte Woche gemacht, da ich Allergiker bin und einen Allergischock auf Pollen etc. hatte. Hier wurden meine Werte als nicht auffällig bezeichnet, wobei ein Leberwert abwich, jedoch nicht der Alkoholwert, sondern einer, welche auf Umweltgifte anschlägt. Da ich Kortison bekommen habe, kann ich erst in einer Woche einen neuen machen!
Mit dem Alkohol sieht es so aus.
Ich trinke ab und zu ein Glas Wein oder eine Flasche Bier. Dies meistens am Wochenende unter der Woche eher selten. Ich kann auch nicht sehr viel trinken, da ich aufgrund meiner Allergie Probleme mit meiner Haut bekomme, wenn ich zuviel trinke. Dies passiert aber nicht immer.
An dem besagten Abend hatte ich einfach etwas getrunken, weil ich meinte, mich Ablenken zu können. Ich hatte ziemliche private Probleme, welche ich hier nicht erörtern will. Die Fahrt nach Hause waren 750 meter. Ich hatte einfach in diesem Moment nicht an die Folgen gedacht. Diesen kamen aber jedoch im Anschluß. Ich habe lange gebraucht mich nicht mehr als Opfer zu sehen, sondern habe gelernt, an mir selber zu arbeiten. Ich war bei einem Psychologen, der mir auch in der Zeit geholfen hat. Ich war damals ziemlich ausgebrannt, hatte aber keinen Alkohol oder sonst. Drogen deswegen genommen. Heute denke ich eigentlich positiv über diese Sache, denn sie hatte mir indem geholfen, das ich schlagartig wach wurde und anfing mein leben umzukrempeln. Letztendlich bekam ich einen neuen Arbeitsplatz, den ich jetzt einfach gefährdet sehe und deshalb habe ich schon ein wenig Panik.

Zu meinem anderen Delikt:
Ich machte gerade meinen Motorrad Führerschein und hatte aber kein Geld für ein richtiges Motorrad. Da ich einen alten Roller hatte, habe ich diesen als 125er getunt um nach bestehen des FS wenigstens diesen zu Haben. Als dann unser Kind kam, entschloss ich mich, alles abzbrechen und den Roller zu verkaufen. Ich wollte aber wenigstens mal das Gefühl auskosten, mit dem Ding zu fahren. Aus Fehlern lernt man schnell. Ich hab das Ding komplett auseinander gebaut nach dem Tüvgutachten verkauft.

Also würde ich sagen kontrollierter Trinker ohne Hang, Alkohol als Problemlöser zu sehen. Aggressive Neigungen habe ich nicht, kann sich auch meine Frau nicht vorstellen.
Mit dem Gesetz bin ich eigentlich nur mal in meiner Jugend, da wir nachts zu Baden mit mehreren Leuten in ein Freibad eingestiegen sind. Da war ich 18 Jahre alt. Seitdem hatte ich nie Probleme, weder bekommen noch verursacht.

blossom
05.06.2005, 18:58
lehman

Strassenverkehrsordnung, warum hast du sie immerwieder missachtet?

Du trinkst nur ab und zu ein Glas, bei deiner Tolleranz sieht das aber ganz anderst aus.
Hast du schon immer so wenig getrunken oder gab es Zeiten in denen du mehr getrunken hast?

lehmann
05.06.2005, 20:09
@blossom

gute frage, aber was ist viel?
wenn viel bedeutet, das man sich am Wochenende ein oder zwei Gläser Wein gönnt, unter der Woche nach einem Stressigen Tg ein Bier trinkt, dann ist das wohl viel für mich. Vielleich sollte ich es anders ausdrücken. Ich gehe nicht los und kaufe mir einen Kasten Bier oder ein Sixpack oder paar Flaschen Wein. Ich dachte immer, meine Trinkgewohnheiten sind normal. Ich gehe nicht los und denke mir, so jetzt sauf ich mir die Hucke voll,, ich kaufe auch nicht Alkohol gezielt ein. In meinem Haushalt ist auch nicht immer Alkohol parat. Ich haben auch nicht früher mehr getrunken. Ich habe auf Parties getrunken, zu festen wie Fasching, Neujahr etc....
Warum ich die Strassenverkehrsordnung missachtet habe, nämlich zweimal, kann ich Dir aus meiner jetzigen Sicht der Dinge nicht mehr sagen, da es eigentlich keinen Grund für soetwas gibt, jedenfalls nicht in meinem Fall. Mit dem Roller weiß ich einfach, das es leichtsinnig war. es war absoluter Blödsinn und es steht zu keiner realisation gegenüber den möglichen Folgen. Bei der Trunkeheitsfahrt kamen sehr viele Sachen wie keine Arbeit, mangelndes Selbstvertrauen, keine Zukunftsperspektiven, unverständniss, Angst alle diese Dingen kamen zu tragen. Ich weiss dies aus meinen Gesprächen aus einer Beratungsstelle. Diese war zwar keine für Alkohlliker sondern befasste sich eher mit Leuten, die Probleme haben und sich nicht mehr raus sehen. Dieser Arzt hat mir sehr geholfen, da ich wirkliche Probleme hatte und ein leichtes Burn out syndrom. Zu dieser Zeit war mir einfach nicht mehr Bewußt, das ich nicht nur mich Schaden könnte, sondern auch andere. Ich hatte, wie schon vorher gesagt, mich als Opfer meiner eigenen Situation gesehen Im Grunde genommen kann man sagen, ich wollte mir selbst schaden. Nach meiner T-Fahrt dachte ich, jetzt sei alles aus. Frau weg, Kind weg, keinen Job mehr etc. Erst danach habe ich kapiert, das eine Familie zu dir steht, egal wie schlecht es gerade ist. Die Gespräche mit dem Psychologen hatten mir wirklich geholfen. Ich fing an, alles wieder mehr positiver zu sehen. Aber entschuldigung bin abgeschweift. Ja, in dieser Zeit, der Zeit dieser ganzen Probleme hatte ich mehr getrunken.

blossom
05.06.2005, 20:28
lehman

Da haben wir doch schonmal einen Grund, du hast wegen Problemen getrunken.

Ich verdeutliche dir das mal etwas. Ein halber Liter Bier entspricht in etwa 0,25 Promille, du hattest einen Promillewert von 1,19 und keine Ausfallerscheinungen, d.h. du kannst mindestens zwei Promille Trinken bis du umfällst. Zwei Promille entsprechen etwa acht grosse Bier.
Ein nicht geübter Trinker liegt bei zwei Promillen im Krankenhaus und ist am Verrecken.

Du musst nun anfanen dein Leben und besonderst die Geschehnisse in letzter Zeit zu Analysiere.
1. Du hast getrunken wegen Problemen.
2. Kein Selbstvertauen
3. Beruf
4. .....
5. .....
Usw.
Genauso versuchst du mal heraus zu finden warum das so mit deinen Verkehrstößen war.

1. Ich wusste das es mit dem Roller leichtsinnig war, warum bin ich dann trotzdem gefahren?
2. Was hat mich veranlasst gegen die Verkersvorschriften zu verstoßen, obwohl ich es wusste?
3. ...
4. ...

lehmann
05.06.2005, 21:24
@blossom

liebe blossom,

habe diese Problemsystematik vor gut einem halben Jahr durchgedacht. Der Punkt war auch leider der, das ich ja nicht auschließlich Alkohol getrunken habe sondern vielmehr Essstörungen hatte. Darüber bin ich jetzt Gott sei Dank hinweg. Und jetzt soll ich beweisen, das ich nicht regelmäßig Getrunken habe und meine damaligen Probleme, welche ich über meine Esstörungen analysiert habe nun auf den geringeren Alkohol schiebe?

blossom
05.06.2005, 21:42
lehmann

Nun haben wir es schon mit zwei Kompunenten zu tun, Esstörungen und Alkohol. Und schon garnicht sollst du das eine auf das andere schieben, sonst geht man von Suchtverlagerung aus.

Du sollst dich offen und ehrlich mit dir und dem Alk auseinander setzten, allein deine Aussage das du nur ein Bier oder Wein getrunken hast aber deine Alk-Gewohnheit etwas ganz anderes sagt, beweist schon das du das nicht hast.

Ich versuch nur dir ein paar Gedankengänge zu vermitteln, wir alle mussten lernen, das wir eine andere Meinung zu Alkoholkonsum hatten als die Psychos.

Beweisen musst du, wo deine hohe Verträglichkeit in dem letzten Jahr her kommt, darüber solltest du dir mal Gedanken machen.

samuel
06.06.2005, 16:00
Erstellt von *lehmann

@samuel,

danke für den Input soweit, aber was meinst du mit dem geltenden Recht?
Akteneinsicht habe ich noch nicht genommen, da mir der Bescheid erst am Freitag letzte Woche zugeschickt wurde.

Mit dem Alkohol sieht es so aus.
Ich trinke ab und zu ein Glas Wein oder eine Flasche Bier. Dies meistens am Wochenende unter der Woche eher selten. Ich kann auch nicht sehr viel trinken, da ich aufgrund meiner Allergie Probleme mit meiner Haut bekomme, wenn ich zuviel trinke. Dies passiert aber nicht immer.
.

Also würde ich sagen kontrollierter Trinker ohne Hang, Alkohol als Problemlöser zu sehen. Aggressive Neigungen habe ich nicht, kann sich auch meine Frau nicht vorstellen.
Mit dem Gesetz bin ich eigentlich nur mal in meiner Jugend, da wir nachts zu Baden mit mehreren Leuten in ein Freibad eingestiegen sind. Da war ich 18 Jahre alt. Seitdem hatte ich nie Probleme, weder bekommen noch verursacht.



@ lehmann!

Leute die beim ersten Verstoß erwischt werden sind die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen und statistisch nicht relevant.
Du wirst aber nur nach statistischen Gesichtspunkten begutachtet

Das heißt, wenn Du wirklich nur diese beiden Delikte verbrochen hast und das auch so wieder gibst, dann wird Dir definitiv mangelnde Einsicht und fehlendes Problembewußtsein vorgeworfen werden.

Du hast psychologische Hilfe in Anspruch genommen, das ist sehr gut.
Dein Leben verläuft positiv, Du hast eine Perspektive, prima.
Du bist Papa und nimmst das an, wunderbar.
Deine Familie und Dein Umfeld unterstützt dich, so war noch nie!!!!!

Wir fangen am Besten noch mal von vorn an.
Die MPU ist ein Steptanz und wenn Du nicht gut genug stepst, dann übst Du solange, bis es für gut befunden wird. Das kannst Du für viel Geld beim MPI oder kostenlos hier.

Niemand, der nur zwei Sachen verbrochen hat, landet bei der MPU, so sieht das der Gutachter. Auf jedes Ding, das auffällt, kommen Hunderte, die nicht aktenkundig sind.

Du hast den Roller umgebaut und bist nur einmal gefahren?
Das ist zu wenig, sag halt es war ein Monat, das ist nicht viel, paßt aber besser ins Weltbild des Psycho.

Du bastelst an KFZ ohne Abnahme vom TÜV?
Wie verhälst Du Dich sonst?
Bist Du ehrlich zu Deiner Umwelt?
Bist du mal bei Rot über die Ampel, zu schnell, wenn es keiner gesehen hat?

Genauso mit den Getränken. Du trinkst Bier?
Wieviele, wann, zu welcher Gelegenheit? Gibt es ein Trinkmuster?

Die auffällige Trunkenheitsfahrt war Deine erste?
Nie mit einem oder zwei Bier noch am Lenkrad gesessen?

Bist Du eigentlich schon dazu gekommen Dir den Ablauf einer MPu durchzulesen?

Samuel


[geändert von samuel am 06-07-05 at 12:21 AM]

lehmann
06.06.2005, 20:05
Hallo Zsammen,

ich will Euch hier noch mit ein paar Fakten füttern.

1. Als ich angehalten wurde, kam es beim ersten Atemtest auf einen Wert von 1.05, welcher die Polizisten dazu veranlasste, mich sofort zum Bluttest zu schicken. Ich hatte kurz vor Antritt vermehrt getrunken.
2. Zu dieser Zeit hatte ich schon ziemlich einen im Tee. Die nachfolgenden Blutwerte eine Stunde später sprachen auch sichtlich dafür, da sich der Wert natürlich erhöhte.
3. Mit meinem damaligen Psychologen kam ich auf ein sog. Burn out Syndrom, welches mich dazu veranlasst hatte, meine Probleme oder Situationen nicht mehr richtig reflektiern konnte.
4. Nach eingehender Selbstreflektion, Gesprächen in der Beratungsgruppe und Hilfe von anderen, habe ich es geschafft, diese Fehler zu erkennen um daran Arbeiten zu können.
5. In dieser Zeit, seit meiner Betrunkenfahrt ist einiges passiert, welches mein Leben ins positive leiten ließ, auch aufgrund eingehender Selbstanalyse.
6. Mir fällt es jetzt natürlich schwer, diese Zeit noch einmal zu reflektieren, da ich es ja aus meiner Sicht der Dinge geschafft habe und nicht "rückfällig" geworden bin. Es wurde damals hauptsächlich meine Essstörung behandelt. Der Alkohol wurde damals als nicht so dramatisch betrachtet. Schließlich sollte ersteinmal das ganze wieder ins Lot gebracht werden.

Nun mein Problem: Wenn ich mir jetzt eingestehe, ich sei Alkoholiker, dann war alles, was ich durchgenmacht habe eine Farce. Letztendlich kann ich ja alles auf den Alkohol schieben, wobei ich mir sicher bin, die Probleme lagen woanders.

lehmann
06.06.2005, 21:27
Kippen wir das Gespräch doch mal in die andere Richtung.....
1. Esstörungen aufgrund von selbstbestrafung, da man sich als Opfer der eigenen Probleme sieht.
...warum passsiert mir das schon wieder
...wieso bin ich jetzt schon wieder schuld......
2. Alkohol, weil jemand schlaues mal gesagt hatte, trink wenigstens ein Bier, dann geht das Hunger Gefühl weg und du zitterst nicht mehr so. stellte sich als vollkommener schwachsinn raus
3. In einer Gruppe von essgestörten oder Leuten zu sitzen, die sich selber verletzen gibt einem wirklich grund zum nachdenken.

Ich weiß das ich massive Probleme hatte, als ich Betrunken gefahren bin, dieses Vergehen war letzt endlich der Auschlag zum Wandel! Schon bei meiner Rollergeschichte habe ich mich in dieser Situation gefühlt. Das Kind kam, der Traum eines Motorrades war ausgeträumt und ich wollte nicht hinter meinem Kumpel stehen, der sich seinen Traum gerade erfüllt hatte. gefahren bin ich aus dem willen heraus, da ich dachte, mir passiert nichts. Hochmut kommt vor dem Fall. Nach dieser Aktion wurde es immer düster.
Kein Geld mehr wegen Strafe, Job verloren wegen Auftragsmangel, einkommende unbezahlte Rechnungen etc. Was dann folgte, kann man ja vorab schon lesen.
Bei meiner Selbsteinweisung ins Krankenhaus kam ich endlich dazu, mir über einige Dinge gedanken zu machen. Ich will diese hier nicht allzusehr reflektieren, da es für mich schon hart genug ist, an diese Zeit wieder erinnert zu werden, vorallem mit der Gewissheit, was alles hätte passien können. Bei den Gedanken wird mir schlecht. Nicht abzusehen, wenn ich jemanden Verletzt hätte. Ich weiß das, nachdem ich mich auf meine Vaterrolle und mein jetziges Leben vorbereitet und eingelassen habe.
Aber ja, ich trinke immer noch Abends ein Bier nach dem Joggen oder am Wochenende ein Glas Wein, wenn der Kleine im Bett ist und ich mit meiner Frau gemütlich auf der Couch sitze. Wie verkauf ich das dem Gutachter?

samuel
07.06.2005, 01:26
Zum Thema MPI würde ich mal AVUS oder Pima in München empfehlen.

TÜV ist zwar um die Ecke, muß aber nicht gut gehen.

Alkoholiker!!!!!!!!!!!!!
Niemand will von Dir, daß Du Dich als Alkoholiker outest.
Das ist quatsch!
Was du sollst ist Dein Trinkmuster erkennen.
Wenn Du Angaben machst, dann bitte immer ganz konkret.

Bsp:
Ich trinke xx Bier zu yy Anlaß x mal die Woche.

Samuel



[geändert von samuel am 06-07-05 at 12:26 AM]

lehmann
07.06.2005, 23:25
@ samuel

Basteln am KFZ ohne TÜV - Ne hab ich noch nie, kenn mich nur mit 2Taktern aus
Ja ich bin in einem Monat mit dem Roller rumgefahren, hauptsächlich auf einem alten Fabrikgelände, auf dem ich einen Arbeitsraum fürs Studium hatte. Hatte übrigens zu dem Zeitpunkt des Aufgreifens einen Termin beim TÜV für eine Vollabnahme des Rollers nach bestandenem Führerschein. Der Termin verfiel natürlich, sowie auch der Führerschein!

Grund der Fahrt: Ich wollte vor dem Verkauf des Rollers noch eine Runde drehen, weil ich z.Tl. entäuscht war, diesen jetzt abzugeben und mir dachte, dadurch komme ich mit meiner Entäuschung besser klar. Ich habe auch Gedacht, ich fahre ja auch nur kurz und es wird mir schon nichts passieren. Ich hatte den Roller einfach lange Zeit als 50 ccm Moped bewegt, über zwei Jahre. Dadurch hatte ich vertrauen in Ihn und durch meine Fahrschule, dachte ich, kann ich ja fahren. Ich hatte die Fahrschule schon mit dem Erhalt des Motorrad-Führerscheines gleichgesetzt . Das war natürlich ein großer Fehler und Trugschluß. Ein Fehler, weil ich mich natürlich über die geltenden Gesetze und mich und andere in Gefahr gebracht habe. Heute habe ich auch keine Probleme mehr damit, mir eine Entäuschung mehr einzugestehen, da ich jetzt andere Dinge wie Familie und Beruf, sowie Sport habe, welche mich gar nicht so tief entäuschen könnten, das ich nochmal so einen Fehler machen würde. Aufgrund meines Rückhaltes durch meine Frau und die Freude mit meinem Sohn, sind Rückschläge viel einfacher zu verkraften, da man Sie zu Zweit oder Dritt bewältigen kann. Ich habe auch in der letzten Zeit realisiert, das ich nicht auf den Motorradführerschein angewiesen bin, da mir die Zeit mit meiner Familie viel wichtiger ist und wenn ich mir den Wind um die Nase wehen lassen will, dann Steig ich lieber auf Cabrio um, da kann ich Sie nämlich alle mitnehmen. Zudem gebe ich auch mein Geld jetzt lieber für uns alle aus und ein Motorradführerschein würde doch nur meine eigene Lust befriedigen. Desweiteren hat meine Frau eine Heidenangst, das mir etwas passieren könnte und wenn ich mir vorstellen würde, ich hätte Die gleiche Angst um Sie, dann ist dies ein weiterer Grund niemehr auf einen getunten Roller oder Motorrad zu steigen. Ich liebe Sie nämlich von ganzem Herzen und die Zeit in der wir wieder zusammen gefunden haben, hat mir gezeigt, wie wichtig ich für Sie und Sie für mich ist.

Mit dem Alkohol verhält es sich auf gleiche Weise. Ohne die Hilfe der Eheberatung und FamilienTherapie, hätten wir nie zueinander zurückgefunden. In dieser Zeit habe ich auch meine Trinkweise reflektieren können. Ich kam oft Abends nach Hause und habe mir ein Bier aufgemacht, da dies eine Stetigkeit war, die mir angenehmer erschien, als mich mit meiner Frau zu streiten, sei es über Geld oder Zukunft. In dieser Zeit, in der ich vermehrt Alkohol getrunken habe, hatte ich oftmals Stress in meiner Artbeitsstelle, weil es sehr viele Probleme in unserem Projekt gab. Diese Probleme, die Ehesituation, die Zukunftsängste ließen mich dazu verleiten, einen Ausgleich zu suchen. Dies war am Anfang oftmals Sport, weil ich da alleine war und abstand gewinnen konnte. Energier Tanken sozusagen.Nach einen Bandscheibenvorfall fiel der aber flach. Ich frass dann meine Probleme richtig in mich rein, aber anstatt sich täglich mit Ihnen auseinander zu setzen, hing ich rum und haderte mit mir. Dazu trank ich ein Bier oder 1-2 Gläser Wein. Dies passierte ca. alle 2-3 Tage, da ich den Alkoholgenuß damit verband, alleine in der Küche zu sitzen um dort meine Ruhe zu haben. Ich wollte mich nicht mit meiner Frau auseinandersetzen. Die Küche und das Bier, waren so etwas wie eine Zuflucht für mich, in denen ich glaubte, Abschalten zu können, ohne das ich merkte, die Kluft zwischen mir und meiner Frau immer weiter zu vergrößern.
An dem Tag, als mir der Job gekündigt wurde, hätte ich Ihren Wagen in die Tiegfgarage fahren sollen. ich zog es jedoch vor, einen Freund zu besuchen um mich auszukotzen. Nachdem ich was getrunken hatte und es sehr spät war, bin ich mit dem Auto heimgefahren, um 1. keinen stress mit meiner Frau zu kriegen da Sie es nicht wollte, wenn das Auto draussen stand und 2. weil ich nicht an möglich Konsequenzen gedacht habe, da ich zu Betrunken war und so mies drauf, mir auch keine Vorstellen zu können. Ich war einfach zu Entäuscht von der derzeitigen Situation.
Folge daraus: 1,19 Promille, 1000,- Euro Strafe 5 Monate Führerschein Entzug. Zu dem damaligen Zeitpunkt wußte ich jedoch noch nicht, das ich zur MPU muß. Wir , meine Frau und ich, gingen dann gemeinsam zur Beratungsstelle.....die Folgen: Positive Einstellung, zurückgewonnenes Vertrauen, Arbeitsplatz, tolle Familie, JUHU sozusagen.

lehmann
07.06.2005, 23:32
Fast vergessen vom vielen Schreiben.

Trinkgewohnheiten:

Ich trinke nur noch heute, wenn ich mit meiner Frau zusammen bin. Das heißt, wenn ich mal am Wochenende gemeinsam für uns Koche, oder wir uns einen Film ausleihen und dann auf der Couch sitzen. Wenn wir abends zusammen weggehen, was selten ist, wegen unserem Kind, dann reicht mir ein - zwei Bier. Wir bleiben meistens eh nicht lange, wegen dem Kleinen, da zwei Kater zu Hause nicht gut sind
;-)......meine Frau trinkt so gut wie nie, deshalb ich auch nicht mehr.
Das waren sie, meine jetzigen Trinkgewohnheiten. Alleine in der Küche ist nicht mehr!

Gitarrist00007
08.06.2005, 09:50
Hallo Lehmann,
zunächst wünsche ich dir einen sonnigen Mittwoch.

Die "MPU-Fachleute" hier im Forum haben dir die richtige Vorgehensweise aufgezeigt. Mache dir nicht unnötige Sorgen und beschäftige dich intensiv mit deiner Problematik. Alleine (und ohne fachliche Hilfe) schaffst du das nur sehr schwer.

Generell würde ich an deiner Stelle absofort abstinent leben, weil du saubere Blutwerte für die deine spätere MPU nachweisen solltest.

Ich habe unter anderem viele Beiträge bei MPU-Vorbereitung reingestellt, die dir weiterhelfen können.

Du als Architekt (Hausplaner) solltest den folgenden Beitrag leicht verstehen:

Bildliche Beschreibung des Alkohol-Drogen-Problems an Hand eines Hauses:
Das Dach symbolisiert die Trunkenheitsfahrt.
Was führt dazu (Obergeschoss führt zu Dach) ?
Trinken und Fahren nicht richtig trennen: Ab einer gewissen Menge Alkohol kann ich mir selber nicht mehr sicher trauen !

Einstieg in die Misere, wo habe ich die Weichen falsch gestellt (Symbol Haus-Eingang) ?
Meine Entscheidung (auch unbewusst), Alkoholmissbrauch zu betreiben.
Tief liegende Gründe dafür (Fundament)?

"Handwerkzeug" fehlte, um mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen.
.... wenn ich diese Struktur bildlich im Kopf habe, dann kann ich schon viele Fragen gut beantworten.

Zum Beispiel:
Wie kam es zu meinem Verhalten, das letztendlich zu meiner Auffälligkeit führte?
Das fehlende Wissen um die Gefahr, die vom Alkohol speziell für mich ausgeht, ließ mich leichtsinnig werden – aber:

Wie kam es zu den Ursachen meines gefährlichen Verhaltens im Straßenverkehr?
Meine Auffälligkeiten im Straßenverkehr waren Alkohol Fahrten.
Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich immer dann, wenn ich mit einer Sache nicht fertig wurde, Alkohol getrunken habe, um zu verdrängen und das ich Alkohol getrunken habe, um zu versuchen, Stress abzubauen.

2a. Mein Verhalten, das schließlich auch zu den Alkohol Fahrten führte, war, dass ich Alkohol eingesetzt habe, um die Wirkung zu spüren.
(Dadurch musste ich die Dosis kontinuierlich erhöhen, um die gleiche Wirkung zu spüren.
So wurde ich trinkfester, bemerkte die Alkohol Menge nicht so schnell, wie normal Alkohol gewöhnte Menschen.

Die Frage heißt also für mich:
Was war ursächlich für mein Verhalten, warum habe ich mich entschieden, Alkohol missbräuchlich einzusetzen (also um die Wirkung zu spüren, Stress zu vergessen, Probleme zu verdrängen)?

3.Weil ich in der Vergangenheit nicht gelernt hatte, mit Problemen zufriedenstellend umzugehen, ich hatte dazu kein Handwerkzeug. Auch hatte ich immer verharmlost, dass ich Alkohol eingesetzt hatte, um Probleme zu verdrängen. Die Gefährlichkeit von Alkohol, als „Werkzeug“ eingesetzt, war mir nicht bewusst !
Wenn ich das jetzt weiß, kann ich etwas dagegen unternehmen, dass es in Zukunft zu ähnlichen, gefährlichen Situationen kommt:

Ich kann lernen, mit für mich schwierigen Situationen umzugehen. Merke ich, dass das funktioniert, hebt das auch noch mein Selbstbewusstsein.
Ich habe in der Zeit nach dem (letzten) Delikt merken müssen, dass es mit Alkohol nicht funktioniert. Merke ich jetzt, dass es mit dem geeigneten Handwerkzeug funktioniert, warum sollte ich dann je wieder Alkohol einsetzen, wenn es Probleme gibt???

Der Unterschied Früher zu Heute:
Heute weiß ich, wie auf längere Sicht ungeeignet meine Art war, mit auftretenden Problemen umzugehen.
Heute habe ich das Wissen und das Handwerkzeug, mit Problemen sinnvoll umzugehen.

Durch die Erfolge, die ich heute in der Problembewältigung erziele und bereits erzielt habe, ist mein Selbstvertrauen und damit auch mein Selbstbewusstsein gewachsen.

Daher werde ich heute bestimmt nicht mehr zu den alten, schlechten Verdrängungsmechanismen greifen, wenn Probleme auftauchen.

Warum fehlte mir das Handwerkzeug – viele andere Menschen haben damit kein Problem ?

Freundliche Grüße
Gitar

[geändert von Gitarrist00007 am 06-08-05 at 08:52 AM]


[geändert von Gitarrist00007 am 06-08-05 at 08:53 AM]

samuel
08.06.2005, 19:16
@ lehmann

Das ist alles richtig prima, paßt aber von der Herleitung nicht in die Statistik.

Konkrete Konsumangaben kannst Du scheinbar auch nicht machen.
Ab und an oder selten ist nichts konkretes, da wirst Du schwer Probleme bekommen.

Was ist mit anderen Verkehrsdelikten wie Rotlicht oder Temposünden?

Du denkst Du hast nichts verbrochen und machst zur MPU ein ehrliches Gesicht und das reicht dann. Kannst ja mal von Deinen Erfahrungen damit berichten.

Samuel

lehmann
08.06.2005, 20:31
Hallo Guitar,

ersteinmal Danke für Deine Hilfestellung,

ich habe viel über Deine Worte nachgedacht und wollte Dich, euch, mit weiteren Daten füttern.

2000 hatte ich einen sehr schweren Sportunfall, welcher mich Zwang, 1. Jahr in die reha zu gehen. In dieser Zeit bin ich zu meiner damaligen freundin gezogen, da ich Probleme hatte, bei verschiedenen Häuslichen Aktivitäten. Nach dem Jahr ging meine Freindin ins in eine andere Stadt für ein Praktikum. Ich hatte Sie dort sehr unterstützt, Ihr immer wieder Geld gegeben, obwohl ich auch wenig hatte und bin sehr oft dorthin gefahren. Als Sie nach einem halben Jahr wieder nachhause kam, hatte sie mir eröffnet, sie wolle wieder alleine Wohnen. DA die Wohnungssituation in München scheiße war, haben wir noch eine zeitlang zusammengewohnt. In dieser Zeit hat Sioe mich dann 2x betrogen. Ich konnte mich nicht trennen, obwohl ich sehr verletzt war. Sie stellte es als Ausrutscher hin und ich glaubte ihr. Beim dritten mal mußte ich gehen, ich konnte es nicht mehr ertragen. Ich hab dann für einige Zeit bei Freunden gewohnt. Ein Jahr später kam ich mit meiner jetzigen Frau zusammen. 3. Monate später war Sie schwanger. Ich war bis zu dem Zeitpunkt noch nicht über meine damalige Beziehung hinweg und hatte sehr große Schwierigkeiten mich auf die neue Situation einzustellen. Die Tür hatte ich damals zum Alkohol aufgestoßen, da ich mich einsam und verlassen Fühlte. Mir fehlten damals Leute und Menschen, an die ich mich richtig anlehnen konnte, vorallem, weil ich soviel gegeben hatte und nichts zurückbekommen hatte. Ich wohnte dann eine Weile in einem Studentenwohnheim. Hier war es Sitte, abends in einem Gemeinschaftsraum zu sitzen und Bier zu trinken. Hier fühlte ich mich geborgen und aufgenommen, ohne zu merken, das fast jeder Abend für mich mit einem Bier auf der Couch endete. Als ich wieder eine Wohnung fand, nahm ich jedoch dieses Ritual mit, da ich wieder alleine Zuhaues rumsaß und nichts mit mit anzufangen wußte. Ich hatte mich da schon an den Alkohol gewohnt und brauchte schon allein dieses Gefühl etwas Getrunken zu haben um Abschalten und ins Bett gehen zu können. Als ich mit dann mit meiner jetzigen Frau zusammenkam, schaffte ich es oft, nichts zu trinken, da ich nicht mehr alleine war. Als sich dann das Baby ankündigte, hatten wir beide Angst vor der neuen Situation. Hier begannen dann auch die massiven Probleme,
1. hatte ich meine damalige Beziehung noch nicht überwunden
2. fehlte meiner Frau das Vertrauen in mich, unter anderem natürlich wegen dem Roller und weil Sie wußte, das ich noch nicht über meine voherige Beziehung hinweg war.

Folgerung: Ich konsumierte Alkohol um mich nicht auszgrenzen und mich in der Gruppe geborgen zu fühlen. Mir wird jetzt klar, das es wahrscheinlich vielen so ging. Wohnen im Studiheim, weg von der Familie oder anderen Freund und Freundin. Ich fühlte mich dort wohl und aufgehoben und merkte nicht, das der Alkohol mein ständiger Begleiter wurde. Ich merkte gar nicht, das ich tief in mir einsam war und jemanden brauchte, der mir zuhört oder mich in den Arm nimmt. der Alkohol täuschte mir nur eine Oberflächliche Situation vor, in der ich dann auch Anfing, mein eigenes Verhalten nicht mehr richtig einschätzen konnte.
Ich fuhr zu dieser Zeit auch oftmals mit dem Roller, wenn ich ein oder zwei Bier getrunken hatte. Getunt war er jedoch zu dieser Zeit noch nicht.Das kam erst später, kurz vor dem MotorradFS. Ich bin auch nicht zu meine Eltern gegangen, da wäre ich immer aufgenommen worden. Ich dachte ja, es sei alles in Ordnung mit mir. Der Alkohol und nahm mir meine Fähigkeit, zu erkennen, das der lustige Abend im Wohnheim nur dann zustande kam, da ich etwas getrunken hatte um das Gefühl des Alkohols zu haben. Nur dann war ich gut gelaunt und ein richtiger Spaßvogel. Ich merkte dann, das mich andere Lustig fanden und ich mehr Chancen bei Frauen hatte. Ich fing natürlich auch an, mehr zu trinken, da die Wirkung auch wesentlich schwieriger wurde herzustellen.

Mensch, Ihr habt echt recht, das war mir bis heute nicht bewußt!!!!!!!

Nur dadurch wurde ich auch leichtsinniger, da ich zwar mehr Alkohol getrunken hatte, aber mir dessen nicht mehr bewußt war. Ich hatte Alkohol als Werkzeug meiner Einsamkeit und Problemverdrängung eingesetzt.
Dieses habe ich dann kontinuirlich mal mehr oder weniger in meinen weiteren Leben eingesetzt.
Wir hatten zwar in unserer Ehetherapie über solche Sachen gesprochen, sind jedoch nie so weit zu der Ursache des Alkoholsmissbrauches vorgedrungen.

lehmann
08.06.2005, 20:34
Dear Guitar, hatte leider nicht alles reingepasst,

Warum fehlte mir das Handwerkszeug dazu, meine Probleme damals nicht anders zu bewältigen.
Ganz einfach, ich hatte Sie mir nicht bewußt gemacht, da mein Handwerkszeug der Alkohol war, der mir vorspielte vollkommen normal zu sein und keine Probleme zu haben. Meine Entäuschung gegenüber der harten Trennung am Anfang und der Einsamkeit deswegen, die waren mir gar nicht mehr bewußt, da der Alkohol mir ein normales Leben vorgaugelte, mit nur Spaß und lockerer Gangart. So war es ja viel einfacher. darum auch meine Rollerfahrt. Ich hatte mich die ganze Zeit nie mit meinen Problemen auseinandergestzt, war es gar nicht mehr gewöhnt, mir Gedankenüber die Zukunft und Folgereaktionen zu machen. Es war ja alles OK!! Darum hatte ich auch gedacht, mir passiert nichts und ich kann den Roller ja fahren. Eine Kettenreaktion welche sich immer kontinuirlicher Aufgebaut hatte und ich Aufgrund des Alkohos in meiner Wahrnehmung getrübt war.
Ergo, danach viel ich noch tiefer und die Probleme in der Ehe nahmen Ihren Lauf..........

lehmann
08.06.2005, 23:58
@samuel

Verkehrsdelikte soweit mir bekannt

1992 62 satt 50 in Ortseinfahrt
2001 37 statt 30 in 30er Zone
2002 68 statt 60 Münchner Ausfallstrasse Ortsausfahrt

2000 Im Winter mit einem Leihwagen über eine Rote Ampel gerutscht. Es war kompl. Glatteis vor der Ampel, welches ich zu spät erkannt hatte und der Leihwagen hatte keine Winterreifen. Ich hatte mir nicht die Mühe gemacht mich zu vergewissern ob Winterreifen drauf waren.

Trinkgewohnheiten:
In meiner schlechten Phase hatte es sich im Studiwohnheim aufgebaut von 1-2 Bier, dann innerhalb eines monats auf 2-3 letzendlich nach ca. 2 Monaten 3-4, wobei 4 eher die Ausnahme waren. Dies passierte sicherlich 4 mal die Woche
Meine Probleme zuhause:
2 Gläser Wein oder 2 Bier, bei großem Frust auch mal 3 Gläser Wein und 3 Bier

An meiner Trunkenfahrt, sehr großer Frust:
1 Glühwein, 1oder 2 Prosecco, 3 große Gläser Wein und 4 Bier Zeitraum 20.30 - 3.30 Uhr

Nach Ehetherapie und Aufschwung
in der Woche 2 Bier oder 2 Wein, am Wochende im Biergarten mit Freunden 1 Radlermass

Ich muß jedoch dazu sagen, nach all dem was ich hier gelesen und selber geschrieben habe, kann ich eigentlich gar keinen Grund mehr sehen Alkohol zu trinken. Wenn es heißt, es gibt einen besonderen Anlass, dann denk ich mir jetzt, hey, den Anlass, durch daß das er doch so besonders ist, den sollte man wirklich mit all seinen Schöhnheiten nüchtern erleben.....ohne das verzerrte Bild Alkohol
Seit einer Woche keinen Alkohol mehr!

samuel
09.06.2005, 21:54
@ herr lehmann!

Sind das sie Sachen, die man Dir nachweisen kann?
Vergiss das.

Kleines Beispiel:

Als ich vor ein paar Wochen Freitag Abend von Herilbronn nach Stuttgart gefahren bin, hab ich außer ein paar LKW´s niemanden überholt.
Dort ist fast die ganze Strecke Tempo 120.
Ich bin 130 gefahren und war der definitiv Langsamste.
Als mich ein 1000er Panda überholt hat, hat´s mir schon mal im Fuß gejuckt, aber weil ich Zeit hatte und sowieso fast zu Hause war, hab ich den Tempomat weiter machen lassen.
Du siehst, es hat sich niemand ums Tempolimit geschert, Niemand!!!!!!!!!!!

Wenn Du mit so einem Schwachkram wie da oben kommst, dann solltest Du einen Hut aufhaben, sonst wird Dich der Psycho für einen kompletten Lügner halten. Über die Ampel bist Du nur, weil der Autoverleiher kein Geld für Winterreifen hatte?
Wer hat denn da Schuld?

Die MPU ist kein Gericht, für dich wird es erst positiv werden, wenn Du dem Psycho vermittlen kannst, daß durch Dein Verhalten der Gang dorthin zwangsläufig war und wenn nicht heute, dann in 2 oder 10 Jahren. Verstehst Du das?

Samuel


[geändert von samuel am 06-09-05 at 08:56 PM]

lehmann
10.06.2005, 20:49
@samuel
ich war heute auf der Führerscheinstelle und hab in meine Akte geschaut....

1. Vergehen 72 statt 50 (nicht 60). 1 Punkt
2. Vergehen Roller. 3 Punkte
3. Vergehen Trunkenheitsfahrt. 3 Punkte

sonst bin ich sauber, die anderen Sachen waren noch nicht einmal gelistet.
Die rote Ampel steht nicht mal ansatzweise drinnen!
Also wer redet hier Schwachsinn.
Und ja, es waren Sommerreifen drauf. ich hätte den Wagen für eine Woche gehabt, hab in am nächsten Tag zurückgegeben und eine höhere Klasse als den davor bekommen....da sind nämlich Winterreifen drauf. In der Schweineklasse sparen Sie immer!!!

das die MPU kein Gericht ist, sondern mir ein Gutachten ausstellt, welches mir wieder Erlaubt, ein Fahrzeug zu bewegen ist mir ziemlich bewußt. Glaubst Du wirklich, ich erzähl jetzt was von der Roten Ampel, auch wenns nicht mehr drin steht.
Und ja, natürlich hätte ich vorausschauend fahren können, den Umständen entsprechend, dann wäre ich auch nicht mit Sommerreifen drüber. hab ich nicht, weil ich zu faul war, mich zu informieren oder nachzuschauen. Also, wenn Du in einen Pool hüpfst, gehst Du bestimmt auch davon aus, das Wasser drinnen ist!

Ja, mein Gang zur MPU war zum damaligen Zeitpunkt zwangsläufig.
1. Fahren ohne Führerschein (2003)
2. Trunkenheitsfahrt 1,19 Promille (2004)
3. Abmilderung der Strafe von 1 Jahr Führerschein Entzug und 6000,-€ auf 5 Monate und 1200,-€ (2005)

d.f. Statistisch Gesehen, hat der Typ schon 2003 Alkohol konsumiert, sonst hätte er alle sinne beisammen gehabt, 2004 Trunkenheitsfahrt mit 1,19...AHA er ist geübt.....2005 neues urteilmaß zu seiner Begünstigung wegen Wirtschaftlichen Problemem....da haben wir ja den Grund. Säuft wegen keiner Kohle. Zu seinem Glück haben wir das erkannt bevor er sich oder jemand anderes gefährdet.

So oder So auf das läuft es hinaus und weisst Du was, die haben recht. ich wäre damals wieder gefahren. Hätte vielleicht noch mehr getrunken und immer gedacht, mit mir ist doch alles normal. Aber nachdem der FS weg war, ich meine Therapie hatte, nen neuen Job gefunden hab, ne Festanstellung habe, mit meiner Ehe auf nem richtig guten weg bin....Alter, es hat mir jetzt nur noch gefehlt, zu erkennen das ich ein echtes Alkoholproblem hatte. Ich geh auch nicht zur MPU weil ich es als Strafe oder Prüfung sehe,, ich geh da hin um zu beweisen, das mir nichts mehr fehlt, ich jetzt mein Leben auf eine andere Art und Weise im Griff hab und ich mir mein Handwerkszeug selber aussuchen kann, wie ich Probleme meistern kann, ohne den Alkohol als Ausweg zu wählen!!!! Zudem...Alkohol gab mir damals Selbstvertrauen und ich habe Probleme verdrängt und vergessen....Heute siehts so aus, das Problemlösungen mir Selbstvertrauen geben und dieses wird immer besser, denn je mehr Selbstvertrauen ich besitze, desto mehr Probleme kann ich lösen und somit mehr hinzugewinnen. Wenn dann mal etwas nicht klappt, dann habe ich unterstützung durch mein neues Leben, Ehe, Kind etc und mein selbstvertrauen ist doch schon so gut, auch mit Misserfolgen klar zu kommen

gruß lehman und danke für den input

samuel
10.06.2005, 21:31
Erstellt von *lehmann

sonst bin ich sauber, die anderen Sachen waren noch nicht einmal gelistet.
Die rote Ampel steht nicht mal ansatzweise drinnen!
Also wer redet hier Schwachsinn.
Und ja, es waren Sommerreifen drauf. ich hätte den Wagen für eine Woche gehabt, hab in am nächsten Tag zurückgegeben und eine höhere Klasse als den davor bekommen....da sind nämlich Winterreifen drauf. In der *****klasse sparen Sie immer!!!

das die MPU kein Gericht ist, sondern mir ein Gutachten ausstellt, welches mir wieder Erlaubt, ein Fahrzeug zu bewegen ist mir ziemlich bewußt. Glaubst Du wirklich, ich erzähl jetzt was von der Roten Ampel, auch wenns nicht mehr drin steht.
Und ja, natürlich hätte ich vorausschauend fahren können, den Umständen entsprechend, dann wäre ich auch nicht mit Sommerreifen drüber. hab ich nicht, weil ich zu faul war, mich zu informieren oder nachzuschauen.



Hallo Herr Lehmann!

Du hast es noch nicht ganz begriffen!

Du wirst anhand der Statistik begutachtet und die besagt, daß Du für Deine drei Auffälligkeiten ca 500 verbrochen hast. Wenn Du Dich jetzt da hinstellst und erzählst, es waren nur die drei, sonst war ich immer lieb, hast Du ein Problem, denn dann bist Du nicht ehrlich, weder zu Dir noch zum Psycho und das ist etwas, was die Jungs und Mädels gar nicht gern haben.

Selbstverständlich ist es Deine MPU und Du kannst natürlich tun und lassen, was Du willst.

Samuel

lehmann
11.06.2005, 12:34
Hallo Samuel,

da hast Du vollkommen recht, aber wie reagiert man auf die Frage, ob man voher schon einmal zu schnell etc. gefahren ist.
Nach der Statistik sind wir doch somit alle gefährdet und gefährden auch alle.....ergo alle sollten zur MPU?
Ich stell mich also nicht da hin und erzähle ich sei niemals zu schnell gefahren. Dann kommen sicherlich fragen, wie und warum ich zu schnell gefahren bin? Ist man dann auch ehrlich und sagt, weil ich es eilig hatte oder gerade im normalen Verkehrsfluss mit schwamm oder aber weil gerade niemand auf der Autobahn war und die Straße frei. Stellt man sich dann nicht in eine ungünstigere Ausgangslage? Wie geht man damit um. Ich bin mir sicher, das ich, falls ich den FS wieder in den Händen haben werde, das eine oder andere mal schneller fahren werde. Schon allein aus der Statistik heraus. Wie kann ich da mit besten Gewissen antworten, das ich es nie mehr tuen werde....

lehmann
11.06.2005, 15:28
Hallo Samuel,

hab mir die Geschichte von Son-Goku durchgelesen.

Kann jetzt verstehen was Du meinst. Habe das Auto und den Roller als Handwerkzeug benutzt, um mit meinen Ängsten und Problemen fertigzuwerden, sowie Geltungsbedürfniss und Adrenalinkick hoch zu halten. Der Roller und das Auto haben mich in eine Situatuion gebracht, in der ich schneller war als die anderen. Ich mußte mich nicht mit den anderen Auseinander setzten, weder Rede und Antwort stehen, sondern hab einfach am Gasgriff gedreht. Das verschaffte mir den Kick mich besser als die anderen zu sehen. Eins sein mit der Maschine, den anderen zeigen wie´s geht. Ersteinmal denken Sie, aha alter 50ccm Roller, aber dann jagt man an der Ampel davon und belehrt Sie eines besseren.......

Die Probleme und der Grund, warum ich dies gemacht habe ich die letzten Tage schon beschrieben....

Das zweite Handwerkszeug war dann der Alkohol, der mir vorgaugelte ja ganz normal zu sein. Ich bin da in eine Abhängigkeit geraten, in dem mir der Alkohol ein normales und relaxtes, vorallem leichteres Leben, ohne viel Nachdenken über Probleme etc. vorspielte und mein alter Roller, gab mir zudem das Gefühl, besser zu Sein und mein Selbstwertgefühl mit jeder Fahrt zusätzlich zu puschen!!!

So mußte ich mich nicht mit meinen Problemen auseinander setzen, war immer gut aufgelegt und wenn ich das Gefühl hatte, ich fühlte mich ausgebrannt, dann trank ich halt etwas mehr.....ich wollte mich auf keinen Fall mit mir selber, mit meinen Problemen oder mit meiner derzeitigen Situation auseinander setzen, weil ich innerlich Angst hatte, mein eigenes ich zu reflektieren. Angst hatte zu versagen.

Der Streit mit der Frau bezog sich auch hauptsächlich über das Thema, das ich keine Verantwortung übernehmen wollte und Sie mir nicht mehr vetrauen konnte.

Nach meiner Trunkenheitsfahrt wollte Sie sich trennen...ich sagte ihr, ich würde alles tuen, um sie nicht zu verlieren, darum auch die Ehetherapie.....

Folge daraus...einfach die vorherigen Statements von mir lesen. (Selbstbewusst, Karriere glückliche Familie...)

Auf dieFrage, woher jetzt mein Kick und das Selbsbewußtsein kommen, dann nur durch meine Arbeit und der Familie.
ich fliege jetzt alle drei Wochen für ein paar Tage in die USA um dort ein großes Bauprojekt zu betreuen, das ist echt KICK genug. Wahnsinnig spannend und super für meinen weiteren beruflichen Werdegang.

Schneller fahren und Alkohol davor konsumieren werde ich in Zukunft nicht mehr, schon aus der Tatsache heraus, da mich meine Familie braucht und die Leute in der Arbeit auch. Ich bekomme Verantwortung und mein Selbstbewusstsein steigt damit auch....wenn andere schnell fahren, dann ist das ihre Sache auch wenn Sie Alkohol trinken. Ich persönlich möchte mein jetziges leben und meine familie nicht verlieren. ich werde mich an die Verkehrstvorschriften halten und das gibt mir einfach ein gutes Gefühl, weil ich es früher nicht konnte. Angst zu versagen habe ich nicht mehr, denn auch Versagen gehört zm Leben dazu, man kann nicht perfekt sein. Zudem habe ich lange zeit als Versager oder besser gesat als Selbstverblender gelebt, das zu erkennen zeigt mir schon, das ich damit Leben muß und es auch kann. Jeder darf mal veragen aber helfen kann er sich nur selber. Danke für die vielen Statements von euch, habe selten soviel über mich nachgedacht. Tut gut zu wissen, wie man tickt, jedenfalls glaube ich jetzt eine Ahnung davon zu haben.

samuel
11.06.2005, 15:50
Erstellt von *lehmann

Hallo Samuel,

da hast Du vollkommen recht, aber wie reagiert man auf die Frage, ob man voher schon einmal zu schnell etc. gefahren ist.
Nach der Statistik sind wir doch somit alle gefährdet und gefährden auch alle.....ergo alle sollten zur MPU?
Ich stell mich also nicht da hin und erzähle ich sei niemals zu schnell gefahren. Dann kommen sicherlich fragen, wie und warum ich zu schnell gefahren bin? Ist man dann auch ehrlich und sagt, weil ich es eilig hatte oder gerade im normalen Verkehrsfluss mit schwamm oder aber weil gerade niemand auf der Autobahn war und die Straße frei. Stellt man sich dann nicht in eine ungünstigere Ausgangslage? Wie geht man damit um. Ich bin mir sicher, das ich, falls ich den FS wieder in den Händen haben werde, das eine oder andere mal schneller fahren werde. Schon allein aus der Statistik heraus. Wie kann ich da mit besten Gewissen antworten, das ich es nie mehr tuen werde....


Du sollst ja schon ehrlich antworten aber auch das Richtige.
Der Lernprozess sieht also folgender maßen aus:

Du probierst etwas, und erwartest eine Reaktion.
Hast Du ein positives Erlebnis, wird die Handlungsweise als völlig ok abgespeichert.

Du probierst etwas anderes,von dem Du weist, das es eigentlich verboten ist,erwartest wieder eine Reaktion, die Reaktion bleibt aus.
Du stutzt, Du probierst das gleiche noch mal, wieder keine Reaktion.
Das ganze 100 oder 10 000 mal und nie eine Strafe.
Also ist Dir diese Handlungsweise in den täglichen Gebrauch übergegangen, schleichend erst und dann ohne groß darüber nachzudenken.

Plötzlich aber eine Kontrolle mit Strafe und Nachkontrolle(MPU).
Es erfolgt ein Umdenken weil: .................Deine Stellungnahme(auch bei der Mpu wirst Du manche Sachen mehrmals beantworten müssen)

Samuel

lehmann
26.06.2005, 14:44
Hallo Zusammen, bin wieder im Lande back in Deutschland

habe mich bei der Avus in München gemeldet, bekomme in den nächsten Tagen einen Termin für die MPU. Habe mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht über mein kommendes Gutachten. Kann mir einer sagen, auf was ich alles vorbereitet sein muss, welche Fragen auftauchen könnten....
Wie der Ablauf von statten findet weiß ich, was ich im besonderen Wissen will, ob es gewisse Fangfragen oder ähnliches gibt, welche mir negativ ausgelegt werden könnten.

Wieso es zu meinem Fehlverhalten gekommen ist, habe ich in der letzten Zeit, vorallem auch durch eure Hilfe analysieren können. In dieser Hinsicht fühle ich mich nun recht gut gewappnet, da mir jeder meiner Fehlschritte bewußt ist, auch die, welche nicht geahndet wurden, quasi nicht öffentlich wurden. Ich weiß wie es zu diesen gekommen ist, was der Grundauslöser war, welche Fehler ich begangen habe, warum ich meinen Alkoholmißbrauches verharmlost habe und welche Konsequenzen daraufhin folgten. Ich weiß, wie ich nun mit evtl. ähnlichen Situationen umgehen muß, vorallem das ich den Alkohol nicht als Werkzeug zur Problembewältigung einsetzten werde etc....
Gibt es dennoch bestimmte Fragen, auf die es schwierig ist zu antworten oder auf die man besonders vorbereitet sein sollte?

lehmann
26.06.2005, 15:14
Noch eine Frage:......Alle anderen Testkandidaten sollten das kontrollierte Trinken von Alkohol glaubhaft gelernt haben, wobei eine Abstinenz immer am günstigsten erscheint.
Stand unter Rubrik: Eigene MPU vorbereitung.
Was bedeutet es konkret, ein kontrolliertes Trinken glaubhaft gelertnt zu haben?
Bedeutet dies, sich im Klaren zu sein, wofür man Alkohol vorher benutzt hat, nämlich in meinem Fall als Handwerkszeug zur Problembewältigung oder bedeutet es etwas anderes, was ich noch nicht weiß ist. Das der Leitspruch, Don´t drink and drive in den meisten Fällen hier zur Pflicht gehört ist klar, doch gibt es Statistiken über kotrolliertes Trinken etc.
ich frage aus dem Grund, da sicherlich die Frage kommen wird, ob ich wieder Alkohol konsumieren werde. Meine Antwort wird ja sein, jedoch nicht in Gemeinsamkeit im Straßenverkehr. Und der Grund hierfür wird auch sein, das mir ein Weißbier nach dem Sport am Abend schmeckt oder aber ein Glas Wein unter Freunden auch etwas sehr gemütliches hat. Aber wie schon gesagt, don´t drink and drive.

blossom
27.06.2005, 17:33
lehmann

Wozu du den Alkohol vorher benutzt hast, ist Teil deiner Vorgeschichte und Basis deiner Zukunft.
Wenn du dich für KT entschieden hast musst du den Psycho glaubhaft vermitteln können das du weisst was >KT ist, du es erlernt hast und in Zukunft weisst wie du damit umzugehen hast.

lehmann
27.06.2005, 20:02
Blossom,

habe mich für KT entschieden, doch dies beantwortet noch nicht ganz meine Frage.
Was ist die Definition von KT. Ich weiß aufgrund meiner Vergangenheit und den daraus resultierenden Folgen, wie ich den Alkohol benutzt habe. Daraus ist es für mich erkennbar, welche Verhaltensmuster ich an den Tag gelegt habe, die für mein Fehlverhalten verantwortlich waren. Aus dieser Erkenntnis heraus, kann ich nun besser Einschätzen, wann etwas zuviel ist und worauf ich aufpassen soll. Macht das nun einen KT aus mir oder bin ich auf dem Holzweg, da ich mich vielleicht noch zuwenig damit befasst habe?
Bedeutet KT, das ein regelmäßiges Trinken ausgeschlossen wird, was ja zwangsläufig der Fall sein sollte und ist es besser zu argumentieren, das der Alkohol nun nur noch ein Genuß darstellt, der ab und zu befriedigt werden will, z.B. mit einem Weißbier nach dem Sport oder einem Glas Wein zum besonderen Essen? Dann würde das ´doch einen KT aus mir machen.

samuel
28.06.2005, 02:07
Kt schließt z.B. Trinkmuster aus.
Wenn Du also jeden Mittwoch nach dem Laufen Dein Weizen zischst, dann hast Du ein Problem.
Nur zu besonderen Anlässen, in unregelmäßigen Abständen , eine bestimmte Menge, die im vorherein festgelegt ist.

Samuel

maxklax
28.06.2005, 13:38
hallo...

mal was nebenbei !

hatte freitag mpu im zusammenhang mit straftaten.... die schauen auch wann deine letzte straftat war und wie lange du jetzt sauber bist . bei mir gings nur um straftaten obwohl auch ein eintrag mit 1.1 prom. war ..... habe nur gesagt das ich jetzt KT bin und dann war schon die nächste frage !!! "keine urin-probe kein blut-test" !

mfg. maxklax um die ecke...

lehmann
29.06.2005, 22:43
hallo samuel,

danke für die Antwort....

werde in den nächsten Tagen meine kompl. Antworten á la MajorGriffin (Januar.05, MPU-Vorbereitung) posten. Hätte dann gerne ein Statement von Euch. Habe viel nachgedacht, alle Gründe, Veränderungen etc. zusammengefasst. Ist es Ratsam, von der Ehetherapie eine Bescheinigung mitzubringen, das man diese durchgezogen hat.
p.s. Meine Probezeit in d er neuen Firma ist aufgrund meiner guten Leistungen von 6 Monaten auf 3 gekürzt worden. Somit habe ich jetzt unbefristete FESTANSTELLUNG.....YEAHH!!!!
meine Frau und ich haben uns eine Wohnung gekauft....Papi, Mami, Schwiegereltern alle haben beigesteuert. Wir freuen uns mit unserem kleinen total drauf!!
Von einem Tief das schlichtweg fast 2 Jahre angedauert hat, mich dazu verleitet hat, Frust und Einsamkeit, sowie Zukunftsängste durch Alkohol zu verschleiern, knapp an einer Scheidung vorbeigeschlittert, Job verlust, tja alles was man vorab gelesen hat, es geht mir jetzt wirklich gut!!!!
Danke vorab schon für alle, die mir mein Alkoholproblem besser greifbar gemacht haben!
Habe die MPU-Gebühr heute überwiesen, Avus München 329,-euro
Bekomme den Termin in den nächsten Tagen.
Ach ja, mein Nachbar ist beim TÜV -Süd FahrGutachter und Fahrprüfer. Mit dem habe ich mich in der letzten Zeit viel unterhalten.
Soll ich den beim Gutachter anführen? Gezahlt habe ich da natürlich nichts...is ja mein Nachbar seit 20 Jahren somit auch nichts schriftliches in der Hand.

Gruß Lehman

samuel
30.06.2005, 00:05
@ lehmann,

der Nachbar ist ok, muß nicht immer ein Aktenberg sein.
Du solltest eine Antwort haben, was Du beim nächsten Tief anstellst.

Samuel

lehmann
30.06.2005, 22:26
@samuel

Frage:
Was machen Sie, wenn Sie wieder erwarten in ein Tief hineinrutschen?

Antwort:
Ich habe gelernt, das ich mich mit meinen Problemen nicht mehr alleine auseinander setzen muß, sondern durch das Vertrauen, welches mir jetzt von meiner Familie entgegenkommt, ich immer einen Halt habe und ein offenes Gespräch führen kann. Ich brauche jetzt nicht mehr zu tuen, als wäre alles ok, den das Gefühl geliebt zu werden und das jemand hinter einem steht, kann jede noch so schwierige Situation meistern. Zudem schnapp ich mir jetzt meinen Sohn und geh mit ihm raus, in den Zoo oder ins Museum am Wochenende. Er ist zwar noch klein, aber seine unglaubliche Neugier und Fröhlichkeit stecken einfach nur an und man(n) möchte gar nicht mehr los von ihm. Seit ein paar Wochen habe ich wieder zum Rennradfahren angefangen. Habe mich mit meinem Reha Arzt auseinander gesetz, was für mich in Frage kommt, da mein Arm seit dem Unfall immer noch nicht ganz geheilt ist und ich noch jede Menge Metall drinnen habe. Hier fahre ich immer alleine um mir nach der Arbeit am Abend auch mal den Kopf frei von angestautem Stress zu strampeln. Das tut unglaublich gut und vorallem mache ich was für die Gesundheit und fühle mich nicht mehr so schlapp wie früher.

Noch ne Frage?
hatte eine Radiowerbung über eine alkoholfreis isotonisches Weissbier im Radio gehört. Habe mir das heute Abend mal reingezogen, da ich noch Radfahren war. Schmeckt eigentlich ganz gut!
Soll ich sowas anführen oder wird mir daraus ein Strick gedreht, das es evtl. heißt....Ich würde vom Alkohol nicht wegkommen und das Alkoholfreie Bier ist nur ein Ersatz, bis ich wieder richtiges trinken will?
Ich meine, ich weiß ja jetzt wo die Gründe waren und wie ich Sie eliminieren kann aber bei den Psychos weiß man ja nie.

So Long

Lehmann

(http://www.erdinger-alkoholfrei.de/sites/produkt/produkt.php?file=produkt&aktiv=produkt)

samuel
01.07.2005, 00:15
Alkoholfreies Bier ist pfui!

Samuel

speed
01.07.2005, 12:08
Hey lehmann,
ich finde Du machst einen hervorragenden job in der Vorbereitung.
Das Beispiel mit Deinem Jungen ist genau das, was die GA hören wollen. Weil es eben nicht hinphantasiert ist, sondern aus der Wirklichkeit genommen. Das kannst Du ruhig in der Sitzung noch ein wenig ausschmücken. D.h. anschaulicher machen, die Fröhlichkeit des Kindes, Dein eigenes Glücksgefühl.
Das sind doch die eigentlichen Werte im Leben, das ist genau das, was wichtig ist. Übrigens nicht nur im Hinblick auf MPU. Wenn es wahr ist und nicht erfunden, und Du kannst es entsprechend rüberbringen, ist das schon die halbe Miete.

lehmann
05.07.2005, 22:30
Hallo an Alle.

Habe meinen MPU Termin, 11. Juli 12.00 Avus in München.
werde nun mein Geschichte zusammenfassen und hoffe auch wiedermal konstruktive mithilfe von Euch.

lehmann
05.07.2005, 22:44
Ich habe meine Führerschein im Oktober 2004 aufgrund eine TF mit 1,19 Promille verloren. Da ich schon im Vorfeld durch eine Fahrt ohne geeigneter Fahrerlaubnis aufgefallen bin und dies auch nicht meine erste bekannte TF war, wurde mir eine MPU angeordnet. Ich bekam als erstes Strafmaß einen FS entzug von 9 Monaten sowie 6000,-Euro Strafe. Da ich zu diesem Zeitpunkt jedoch mienen Job verloren hatte, bin ich in revision gegangen und mein Strafmaß wurde auf 5 Monate und 1100,-Euro gesenkt.

Was an dem Abend dieser TF geschah, kann ich noch ziemlich genau beschreiben.
Ich habe an diesem Tag die Nachricht bekommen, das mein Projektvertrag zum Ende des JAhres ausläuft. Anstatt mich an dem Abend mit meiner Frau auseinander zusetzen, zog ich es vor, um 8.00 Uhr zu einem Freund zu gehen umd dort den Abend zu verbringen. Wir kochten zusammen und tranken dazu einen Prosecco und eine Flasche Wein. Danach gingen wir in die Stadt. Hier trank ich dann einen Glühwein mit Schuß, sowei vier weitere Bier und zwei weitere Prosecco. Wir machten uns gegen 3.00 Uhr morgens auf den Heimweg, hatten jedoch hier Probleme, Streitereien mit einer Gruppe von Ausländern, da wir anscheinend im Falschen Viertel unterwegs waren. An meinem Auto angekommen, besser gesagt, das meiner Frau, entschloss ich mich kurzerhand noch heim zu fahren, da ich mich relativ fit fand und es "nur 700meter" in die Tiefgarage waren. Beim Ausparken bemerkte ich ein dunkles BMW Coupe, welches mir folgte. Dieses fuhr immer sehr dicht auf und ich hatte aufeinmal das Gefühl, den Fahrer als einen der Kerle zu erkennen, mit denen wir vorher Streit hatten. An einer Ampel, welche in einer Starssenbaustelle lag, fuhr das entgegenkommende Fahrzeug nicht weiter und ich entschloß mich in einer Kurzschlußreaktion Gas zu geben, da ich Angst hatte, verfolgt zu werden. Der Bmw folgte mir dann nach kurzer Zeit mit quitschenden reifen. Da ich jedoch um eine Kurfe fuhr, verlor ich diesen aus den Augen und bei einer Strassenunterführung drosselte ich die Geschwindigkeit wieder auf das Normalmaß.

lehmann
05.07.2005, 22:59
Als ich aus der Unterführung herauskam, folgte kurze zeit Später ein Polizeiauto in Zivil mit Blaulicht. Ich fuhr an den Rand, da ich dieses nicht auf mich Bezog und zu meiner Überraschung blieb es neben mir stehen. Ich wurde dann lauthals aus meinen Auto gebeten und kompl. Untersucht. Auf die Frage ob ich Alkohol getrunken hatte, antwortete ich mit Ja, da mir Durch das schnelle Aussteigen so schwindelig wurde, das ich ziemlich wankte und ich auch lieber Ehlrich sein wollte. Ich mußte daraufhin im Rythmus von 15 Minuten zweimal Blasen. Erster Wert 1,05 zweiter 1,10. Danach wurde ich in die rechtsmedizin verfrachtet. Hier wurde 45 Minuten Später ein wert von 1,19 ermittelt. Gegen 5.00 Uhr morgens durfte ich dann nach Hause gehen und meiner Frau von meiner fehltat berichten.
In dieser Zeit trank ich sehr viel Alkohol und mein Haussegen hing an einem seidenen Faden. Wir standen kurz vor einer Trennung doch ließ mich das nicht davon abhalten weniger Alkohol zu trinken. Mein Tag sah folgender Maßen aus.
ich kam meistens gegen 18-19 Uh aus der Arbeit, wenn meine Frau unser Baby ins Bett brachte. Ich ging dann meistens in die Küche um meine Ruhe zu haben und alleine zu sein. Ich hatte sehr viel Stress im Büro, da unseer Bauprojekt ziemlich schief lief und ich bei vielen Sachen meinen Kopf für die Fehler meiner Vorgänger hinhalten mußte. Ich verkroch mich regelrecht in der Küche bei einem Bier, da meine Frau unter der Belastung des Babys und´der Tatsache, das ich wenig Geld verdiente sehr zu leiden hatte. Zudem hatte ich Steuerzahlungen in unsere Ehe gebracht, welche noch zu zahlen waren und wir fast kein Geld hatten. Ich stritt mich in deser Zeit sehr sehr oft mit Ihr und es ging immer um die selben Themas. Kein geld, unsicherer Job, kein vertrauen in mich, es besser zu machen. ich war so unmotiviert weitere Bewerbungen zu schreiben, da ich nur Absagen erhielt.

lehmann
05.07.2005, 23:14
Meine Frau sah mich in dieser Zeit nicht als jemandem, dem sie vertruen konnte und vorallem verlassen konnte, da ich in meinen Problemen gefangen war und nicht mehr die anstalten machte, etwas dagegen zu tuen. Ich war für Sie vollkommen unmotiviert, ich saß am Abend nur in der Küche und trank mein Bier uder meinen Wein. An diesen Abenden trank ich meisten zwei-drei Flaschen Bier. Zwei wenn ich nur Gestresst war, drei, wenn ich auch wieder Zukunftsängste bekam. Ich trank somit jede Woche meine 10-14 Bier oder wenn keins da war dann trank ich 2-3 Gläser Wein oder wenn mehr dann auch 3-4. Mehr als das jedoch nie. Am Wochenende trank ich weniger, da ich hier mehr Zeit mit meinem sohn verbringen konnte und ich so abgelenkt war. Ich benützte den Alkohol als Werkzeug, mit meinen Problem im Job und im privatleben zurecht zu kommen. der Alkohol half mir Abends oftmals, die nötige Bettschwere zu bekommen und das ich mich nicht mit meinen Problemen auseinander setzten mußte. Ich dachte dann immer, ach so schlimm ist es ja nicht und es wird schon wieder werden. Ich hatte es ja bis zu diesem Zeitpunkt immer geschafft und werde es auch weiterhin schaffen. Da zum Ende des Jahres der Projektvertrag jedoch auslief und ich immer noch keinen Job hatte, eher Abned in der Küche saß und mich nicht aufraffen konnte, wegen zusätzlicher Absagen, kam es immer vermehrt zu Streitereien. Diese Arteten dann in wüsten Beschimpfungen aus.
Bei einem dieser Streits, schmiss ich ein Glas in die Geschirrspülmaschiene, ich wollte es eigentlich nur einräumen, hatte aber wieder etwas intus und meine Reaktion viel heftiger aus. Um es wieder rauszufischen stütze ich mich an der Geschirrspülmaschine ab, stach mich an den Scherben und erschrak so, das ich mich an zwei auskrgenden Messern Schnitt. Dieser Schnitt war so heftig, das ich ins Krankenhaus ging. Da ich zu dieser Zeit auch unter extremer Appetitlosigkeit litt, machte ich ein ziemlich jämmerliches Bild und die Krankenschwester rief gleich nach einem Psychologen, da Sie schlimmeres erwartete.

lehmann
05.07.2005, 23:26
Als der Psychologe kam, unterhielten wir uns sehr lange über meine Probleme, meinen Essschwierigkeiten und meinem Alkoholmissbrauch. Ich dachte damals jedoch nur, ich hätte Essstörungen und kein Alkoholproblem. Der Psychologe machte mir den Vorschlag, das ich in seine beratungsstunden kommen kann, wenn es mir wieder schlecht geht und ich jemanden zum reden bräuchte. Er hatte immer Donnerstags Abend dienst und diesen nahm ich insgesammt dreimal an. wir saßen dann immer in seinem Zimmer und ich durfte mir alles von der Selle reden. Er notierte sich alles und gab mir beim letzten mal den Tip, zusammen mit meiner Frau eine Ehetherapie zu absolvieren. Er sagte mir, das es alleine sehr schwierig für mich sei, alle Probleme in kürzester Zeit zu packen und nur durch die Hilfe und das vertrauen meiner Frau in mir, ein guter Schritt getan sei. Wir gingen dann zwei Monate lang zu Pro Familia und hatten dort Abneds unsere Stunden. Nach dieser Zeit, schaften wir es, wieder uns anzunähern. Über meinen Schiegervater, der allmählich auch wieder vertrauen in mir fand, bekam ich den Tip, mich bei einer Firma in meiner alten Heimatstadt zu Bewerben. Meine Frau half mir bei all meinen bewerbungsunterlagen und im februar 2005 hatte ich mein Bewerbungsgespräch, welches positiv verlief. Ich begann im März mit meiner Arbeit. Meinen Führerschein hätte ich am 22 Juli wieder bekommen, doch Ende April bekam ich die Aufforderung zur MPU. Ich wußte erstmals gar nicht was dort auf mich zukommen würde und ging setzte mich erstmals mit meinem Nachbar auseinander, welcher Fahrprüfer und Gutachter in meiner Heimatstadt ist. Wir arbeiteten dann das ganze Thema zusammen auf. Bei einem ersten beratungsgespräch hatte ich jedoch keinen sehr guten Eindruck des dortigen Psychologens und ich entschloß mich, weiter mit meinem Nachbarn zusammnezusitzen und ein ständiger Teilnehmer in einem Internetforum zu werden, welches sich mit der MPU Vorbereitung befasst.

lehmann
05.07.2005, 23:39
Aufgrund meiner Gespräche mit dem damaligen Psychologen, der Ehetherapie, meines Nachbarns und vorallem auch durch das Forum, kann ich meine Gründe für das Fehlferhalten sehr gut analysieren. Der ausschlaggebende Grund, Alkohl als Werkzeug zu benutzen, welches mir ein vermeindlich normaleres Leben verschafft ohne an Konsequenzen oder Folgen denken zu müssen, liegt im Jahr 2000. Ich hatte im April diesen Jahres einen schweren Sportunfall, der in einer teilweisen Lähmung meines linken Oberarmes führte. Meine Nervenbahnen waren durch einen Sturz mit dem Snowboard über eine 10 meter Hohe Klippe so angerissen, das der Arzt mir Anfangs keine großen Hoffnung machte. Ich hatte einen siebenfachen Oberarmbruch, mehrere gestauchte Halswirbel und noch einige kleinere verletzungen. ich lag ca. einen Monat im Krankenhaus und zog danach zu miener damaligne Freundin. Ich ging dann ein Jahr in Ambulante Reha und Krankengymnastig und schaffte es nach gut einem halben Jahr, meine Finger wieder zu bewegen. NAch einem weiteren Jahr, war meine Armkapazität fast wieder vollständig vorhanden, doch das ganze Metall wird bis zu meinem Lebensende wohl drinn bleiben. Meine Damalige Freundin ging dann im sommer 2001 nach berlin um dort ein Praktikum zu absolvieren. Nach einem halben Jahr kam sie wieder zurück und eröffnete mir, das Sie wieder alleine Leben wolle. Für mich kam das damals einer Trennung gleich. Ich hatte Sie fast jedes Wochenende in berlin besucht und dann das. Ich fand jedoch auf anhieb keine geignete Wohnung und wir blieben noch zusammen. Sie betrog mich jedoch dreimal und eine Welt brach für mich zusammen. Jemand der mich solange Gepflegt, alles für mich getan hatte immer für mich da war, dieser jemand verletzte mich so stark. Ich wußte am Anfang nicht damit umzugehen und versuchte ihr noch zu verzeihen, aber es war zu spät: je mehr ich klamemerte, desto mehr stieß Sie mich weg. Irgendwann zog ich dann zu einem Freund ins Studentenwohnheim.

lehmann
05.07.2005, 23:53
Ich war Anfangs ziemlich niedergeschlagen und versuchte mich aus allem rauszuhalten, was dort geschah. Irgendwann überwand ich aber meinen Frust und begann, mich in einen gemeinschaftsraum zu setzten. hier wurde immer am Abend Bier getrunken und ich fing an, mir auch welche zu genehmigen. Ich merkte schnell, je öfter ich dort war, desto mehr Spaß hatte ich. Dort waren Leute, mit denen ich mich unterhalten konnte. Dazu trank ich immer ein Bier. Hier kam ich dann schneller in fahrt und aus einem am Abend wurden zwei. Um meinen Pegel aufrechterhalten, die Toleranz erhöte sich ja, wurden ab einer gweissen Zeit dann aus den 2, dann 3 Biere. Mein Abend sah also folgenmdermaßen aus, Heim aus der Uni, ab ins GAB, Gemeinschaftappartment und auf das Bier. Da ich ja spaß hatte und Leute mit denen ich reden konnte, vergaß ich meine Freundin zwar oberflächlich, jedoch nicht in mir drinnen. Ich benutzte den Alkohol um zu vergessen und mich normal und nicht gefrustet zu fühlen. der Aklohol täuschte mir vor, komplet über meine zerbrochene Beziehung hinweg zu sein. Das ich dafür jedoch immer mehr benötigte, wurde mir gar nicht bewußt, da das Gefühl des Zusammenhaltes, das Lachen und Partie machen besserr war, als der Gedanke an irgendwelche Folgen. Zu diesem zeitpunkt besaß ich zwar kein Auto mehr, das konnte ich mir nicht mehr leisten, jedoch noch einen alten Roller. Ich zog dann irgendwann aus dem Studiheim aus, da das Zusammenwohnen mit meinem Kumpel auf ca. 14 qm doch nicht das Wahre war. Ich wohnte insgesammt drei Monate dort und fing mit einem Bier am Abend an und steigerte mich bis zum Ende auf bdrei, seltenst vier. Bei Parties trank ich dort jedoch um die 5-6 Bier, Das war meistens alle 2 Wochen. In der neuen Wohnung war ich dann wieder alleine, doch ich hatte ja meinen Freund Alkohol, welcher mir das Gefühl gab, alles sei normal und ich bin ganz ok. Das ich immer noch meinen Frust von damals mit mir rumtrug merkte ich nicht, da ich dachte, mir fehlt doch nichts. Dummerweise vertängte ich jedoch auch viele andere Probleme, wie Steuer abgeben oder solche Sachen. Ich bereitete mich dann lieber auf mein Diplom vor und bastelte an meinem Roller, da ich angefangen hatte, meinen Motorrad FS zu machen. Kurz nach dem Diplom lernte ich dann meine Frau kennen.

lehmann
06.07.2005, 00:08
Ich schloß mit 2,0 an der Uni ab und dachte, jetzt steht mir die welt offen. Mit meinen anderen Problemen hatte ich mich immer noch nicht auseínander Gesetzt. Ich fing dann in einem kleinen Büro in München an und traf dort meine jetzige Frau zufäliger weise auf der Strasse. Wir kannten uns noch von Früher, als wir ziemlich viel zusammen gemacht haben, das wir jedoch in der selben Stadt arbeiten würden, war uns neu. Wir trafen uns dann immer öfter. Irgendwann waren wir dann ein Paar. ich machte immer noch den Führerschein, hatte aber schon den Roller getunt. Ich konnte mir kein richtiges Motorad leisten, wollte aber nicht mit dem langsamen Roller rumfahren. Einen Termin beim Tüv hatte ich auch schon um mir den größeren Zylinder eintragen zu könne. Natürlich fuhr ich mit dem Roller auch so herum. Keine großen Strecken, eher nur zum Bäcker oder in die Kneipe um die Ecke. Man erwartet ja immer, das man für etwas Bestraft wird, wenn man etwas Illegales tut. Fällt dies jedoch weg, dann findet man sich irgendwann damit ab, das es ok ist, es zu tuen. Es geht somit in den Alltagsgebrauch über. ich fuhr somit immer meine kleinen Strecken mit dem Roller, doch irgendwann nicht mehr. Dies geschah an dem Tag, als mir meine Frau eröffnete, Sie sei schwanger. Ich war wie vor den Socken, hab mich tierisch gefreut, doch im gleichen Atemzug verlangte Sie, den Motorrad FS abzubrechen und den Roller zu verkaufen. ich entschied mich wohl oder übel zu dem Verkauf, nutzte jedoch noch ein Wochenende, mit meinen Kumpel rumzudüsen, welcher seinen auch legal getunt hatte. Ich dachte mir an dem Abend, Du verkaufst Ihn eh in ein paar tagen, was soll schon passieren, is ja vorher auch nichts passiert. An dem Abend hatte ich zwei Bier getrunken und kam auch prompt in eine Polizei Kontrolle. Hier wurde der Führerschein sichergestellt und Blasen mußte ich auch. Ich hatte 0,25 Promille, was aufgrund meiner Toleranz eigentlich hätte höher ausfallen müssen. Danach fingen dann die ersten Streitereien an, da man sich nicht auf mich verlassen kann und ich doch kein kleines Kind sei. Dann kam eines zum anderen. Wir heirateten und all die Probleme, welche sich über die Monate hinweg angestaut hatten, holten mich ein. Nicht rechtzeitig fertig gemachte Steuern mußten gezahlt werden, Strafe des Rollers etc. Meiner Frau viel es immer schwerer, sich auf mich zu verlassen und mir zu Vertrauen.

lehmann
06.07.2005, 00:22
Anstatt das ich mich jedoch nun meinen Problemen stellte, trank ich muter weiter, da mich ja der Alkohol glauben machte, das sei ja alles gar nicht so schlimm. Ich verlor dann den Job im ersten Büro aufgrund der Áuftragslage. Zum Glück kam aber kurze Zeit der nächste, an dem ich fast zerbrach, da ich, wie schon voher beschrieb, nur St´ress und Ärger auf mich zukam. Man sagt dem Alkohiol eine vernebelte Wirkung, gesteigertes Selbstwertgefühl, euphorische Wirkung, heruntersetzen von Angstgefühlen sowie hang zu Kurzschlußreaktionen nach. Dieses traf alles auf mich ein. Ich verdrängte meine Probleme, hatte das Gefühl alles im Griff zu haben, und das ich damals Gas gegeben habe, rührt auch daher. Ich war das beste Beispiel eines Alkoholmissbrauchendem ohne es zu merken, schlimmer noch, ohne es einzusehen. Meiner Frau viel es auf, aber ich verweigerte Ihre Ratschläge und sah Sie als Feindbild. Den Kleinen liebte ich, doch Sie entzog Ihn mir unbewußter, je mehr wie beide streiteten.
Letztendlich kam es zu dem Unfall in der Küche, welcher mein Leben umkrempelte. Dies geschah nicht von einem Tag auf den anderen, sondern zog sich über Monate hinweg. Seit unserer Ehetherapie konnten wir wieder miteinander reden, zwar immer noch vorsichtig aber mehr. Ich hörte auf Abend ein Bier zu trinken, ohne es zu merken, da ich mich jetzt mehr mit meiner Ehe auseinadersetzte. Dei gespräche mit meiner Frau hafen mir dann auch, eigene fehler zu erkennen und Sie aufzuarbeiten. Ich konnte auch erstmals über meine Situation mit der EX reden. Durch die teilnahme im Forum, erkannte ich auch zunehmend die Gefahr, welcher ich mich und vorallem anderen durch meinen Missbrauch aussetzte. Heute weiß ich, das der Alkohol mein Werkzeug war umd mir eine vermeintliches glücklichers, einfacheres Leben vorzutäuschen. Ich habe jedoch gelernt mit Stresssituationen und Problemen anders umzugeheh.

lehmann
06.07.2005, 00:29
Ich habe gelernt, das ich mich mit meinen Problemen nicht mehr alleine auseinander setzen muß, sondern durch das Vertrauen, welches mir jetzt von meiner Familie entgegenkommt, ich immer einen Halt habe und ein offenes Gespräch führen kann. Ich brauche jetzt nicht mehr zu tuen, als wäre alles ok, den das Gefühl geliebt zu werden und das jemand hinter einem steht, kann jede noch so schwierige Situation meistern. Zudem schnapp ich mir jetzt meinen Sohn und geh mit ihm raus, in den Zoo oder ins Museum am Wochenende. Er ist zwar noch klein, aber seine unglaubliche Neugier und Fröhlichkeit stecken einfach nur an und man(n) möchte gar nicht mehr los von ihm. Wir sind dann unterwegs und ich bin unglaublich stolz, wenn der Kleine an meiner Hand geht und dabei Lacht, da er gerade zum Laufen anfängt. Wir krabbeln dann auch mal gemeinsam durch die Wohnung und er hört gar nicht mehr auf zu lachen. Meiner Frau gefällt das natürlich auch viel besser als früher und sie ist oft mit dabei, falls Sie nicht auch mal Ihre ruhe haben möchte. Denn anstrengend sind Sie ja schon die Kleinen. Seit ein paar Wochen habe ich auch wieder zum Rennradfahren angefangen. Habe mich mit meinem Reha Arzt auseinander gesetz, was für mich in Frage kommt, da mein Arm seit dem Unfall ja immer noch nicht ganz geheilt ist und ich noch jede Menge Metall drinnen habe. Hier kommt dann meine Zeit zuim Entspannen und ich fahre immer alleine um mir nach der Arbeit am Abend auch mal den Kopf frei von angestautem Stress zu strampeln. Das tut unglaublich gut und vorallem mache ich was für die Gesundheit und fühle mich nicht mehr so schlapp wie früher. Ein weiterer Erfolg dieser ganzen Umstellung ist auch die Tatsache, das meine Probezeit gekürzt worden ist und ich somit einen unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten habe. Wir haben daraufhin den Schritt geagt und uns eine Wohnung gekauft. Nur durch die Hilfestellung unserer Eltern hat dies geklappt, aber auch von der Seite kommt ein Zusspruch und eine Liebe und Vertrauen in uns beide und vorallem in mich.

lehmann
06.07.2005, 00:30
So das wars, jetzt ist alles raus. Bin offen für Kritik und Verbesserungsvorschlägen.

Gruß, Lehmann

santino
06.07.2005, 03:05
Erstellt von *lehmann

Ich bekam 2. Monate einen Starafbefehlbescheid von 6000,-€ strafe und 1 Jahr Führerscheinentzug. Dieses Strafmass habe ich angefochten und bin vor Gericht. Letztendlich wurde mir das Urteil revidiert und ich bekam eine Strafe von 5 Monaten und 1000,-€ (50 Tagessätze a 20,-€).
Kann mir jemand Tips geben. Bin weder notorischer Schwarzfahrer noch Alkoholiker!


6000€ strafe? für eine alkfahrt mit 1,19 ??? hut ab http://www.mpu-idiotentest.com/mpu-forum/images/smilies/biggrin.gif

lehmann
06.07.2005, 20:00
@santino,

ja 6000,- euro fand ich auch ziemlich happig, darum hab ich´s ja auch angefochten.
Angenommen wurde, 3000,-euro netto Gehalt, d.f. 100,- am Tag verdient ergo 60 Tagessätze á 100,-
Bei meiner Stellungsnahme habe ich auch was ganz anderes angegeben...wie man zu dieser Bewertung gekommen ist, ist mir immer noch vollkommen Schleierhaft. Wenn ich soviel verdient hätte, mann o mann, dann hätte ich einige Probleme damals weniger gehabt.

lehmann
06.07.2005, 21:28
Hallo nochmal,

Habe heute den Bericht vom Krankenhaus bekommen, bei dem ich wegen einem Allergieshock am 03.06 eingeliefert worden bin.

Quote: "Kein Hinweis auf pulmonale Beteiligung bei unauffäliger Lungenauskultation. Im Leber auffäliger GPT mit einem Wert von 164U/l. Übriges Labor unauffällig, insbesondere GGT. Wir bitten um Verlaufskontrolle der Leberwerte bei erhöhter GPT und Durchführung einer Hepatitisserologie."

Mein Arzt meinte dazu, ob ich Chemikalien oder Umweltgiften ausgesetzt bin, am Arbeitsplatz etc. Einen erhöten Alkoholkonsum könnte man daraus jedoch nicht direkt schließen, da die anderen Werte ok seien. Neue Werte bekomme ich morgen. wenn sie auf alle Fälle reinstellen. 164 ist jedoch ziemlich hoch.

samuel
06.07.2005, 21:41
@ lehmann!

Die Vorgeschcihte fehlt ein bischen.
So ein zwei Schwänke aus der Kindheit.
Sonst würde ich schon meinen, daß Du mit der Story eine reelle Chance hast.

Mit den Zeiten etwas konkreter bitte.
Wie lange Roller gefahren,
wie oft alkoholisiert?

Jetzt noch mal eine ganz Private Anmerkung:" Haste Glück, daß beim Reden die Rechtschreibung nicht kontrolliert wird."

Samuel


[geändert von samuel am 07-06-05 at 08:42 PM]

lehmann
06.07.2005, 23:20
@samuel

danke für den Input, werd ich einbauen.
Was meinst Du konkret mit Schwänken aus der Kindheit?
Wie ich aufgewachsen bin? Familie oder so?

Antwort auf privates Statement:

Mit der Rechtschreibung hast Du fast recht, liegt aber daran, das mir durch meinen Unfall der Tast und Fühlsinn zu 20 % in meiner linken Hand abhanden gekommen ist. Wird auch nicht mehr werden. Man gewöhnt sich zwar dran, ist aber beim Tippen ziemlich lästig. Zum Glück habe ich jemanden im Büro, der meinen Schreibkram erledigt .
P.S. Abi 1993 Deutsch 14 Punkte, jaja, da sah die Welt noch feelerloos aus ;-) !!!

lehmann
08.07.2005, 18:59
Habe heute die letzten Leberwerte bekommen.
GGT: 27.0 U/l 40-129
GPT: 65.0 U/l bis 66
GOT: 31.0 U/l 10.0-50.0
BIL: 0,54 mg/dl bis 1.0
PLT: 192 tsd/yl 140-400

Mein GBT vom 06.06.05 lag nach meinem Allergieschock bei 164, nach einem Kontakt mit einer nicht zu definierenden Chemikalie. Wahrscheinlich war es ein hartes Unkrautvernichtungsmittel, meint jedenfalls mein Arzt. in den letzten drei Wochen viel der Wert um 100 U/l. Da ich Montag Gutachten hab, hoffe ich,das er noch weiter fällt. Die Werte liegen somit im unteren Mittelbereich, Gott sei Dank auch keine Folgeschäden nach dem Allergieschock.

Kommentare erwünscht.....

Lehmann

blossom
08.07.2005, 19:23
Ist doch alles bestens....

samuel
09.07.2005, 14:01
Erstellt von lehmann

@samuel

danke für den Input, werd ich einbauen.
Was meinst Du konkret mit Schwänken aus der Kindheit?
Wie ich aufgewachsen bin? Familie oder so?



Na logo gehört Dein Leben vor dem ersten Schluck auch mit rein, da der alkohol ja nicht mit 22 über dich gekommen ist, der war ja vorher auch schon da, genau wie Dein Charakter. Du wußtest doch, daß tunen pfui ist und hast es trotzdem getan.

Samuel

samuel
26.09.2005, 00:29
@ elke!

Hat zwar nicht direkt was mit Dir zu tun, aber im Leben hängt immer alles mit Allem zusammen, also vielleicht hilft es ein bischen.

Samuel