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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alkohol UND Punkte...!?


steven
25.07.2006, 14:01
Hallo Leute,

bin noch ziemlich frisch hier.

Hab mal ne Frage : Wie läuft die MPU ab, in der es um Alkohol und punkte geht ? Dass sie teurer ist, habe ich gerade eben gelesen (ca. 540.-).
Geht es dem Gutachter mehr um Alkohol oder mehr um die Punkte ? Dauert das Gespräch länger als gewöhnlich (2 Fragestellungen) ?

Hab schon ne positive MPU (nur Alk) hinter mir und weiss in etwa , was mich erwartet.

Vielleicht kurz meine Vergehen :

Mai 2001 : 2,09 Promille mit Fahrrad, Anordnung MPU / 7 P.
Nov 2001 : 32 kmh zu schnell / 3 P.
Nov 2001 : MPU positiv
Nov 2001 : 29 kmh zu schnell / 3 P.

Sept 2005 : 0,64 Promille mit Auto , 4 Wochen Fahrverbot / 4 P.

Am Tag vor Weihnachten dann erneute Anordnung zur MPU, da wiederholt mit Alkohol aufgefallen , Frist bis Ende Februar 2006.

Gefahren bis Ende Februar, dann "freiwillige" Abgabe FE.

Vorbereitung MPU : Kurs NAFA beim TÜV (war angeordnet) , freiwillige Leberwerte, verkehrspsychologische Einzelberatung bisher 10 St.

Vorraussichtlicher MPU -Termin Anfang bis Mitte September.

Kann mir jemand noch Tipps geben bzw. oben gestellte Fragen beantworten...?

Grüsse Steven

samuel
25.07.2006, 21:43
Die MPU wird von mal zu mal länger werden, denn zu den alten Delikten werden die neuen dazu kommen und die dazugehörige Analyse, nebst Aufarbeitung.
Beide Punkte werden gleichwertig behandelt.


Kurs hast Du gemacht Hilfe hast Du Dir auch gesucht, das ist soweit ok.
Hat s denn auch was gebracht? Ich meine für Dich persönlich?

Les doch mal in der Alkspalte Bata durch

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=8853

ist auch zweitauffällig.

´Samuel

strandy
26.07.2006, 11:57
moin steven

deine Vorbereitung sieht gut aus.... kannst dich ja mal an diese zwei Fragebögen ranmachen und hier in deinen Thread beantwortet reinstellen:

Alkoholfragebogen Idiotentest-Forum (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=7864)

verkehrsrechtliche und Punktefragen (http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com/showthread.php?t=7624)

Gruss
strandy

steven
26.07.2006, 12:39
Vielen Dank, das sind doch schon mal gute infos. Werde mich mal an die Fragebögen machen, kann aber ne Weile dauern. Muss ich beim Alkoholfragebogen auf jeweils BEIDE TF eingehen, oder nur auf die letzte, die jetzt quasi zur erneuten MPU geführt hat ?? Die werden doch wohl nicht alles nochmal aufrollen...? Und dann noch die Punkte bzw. Geschwindigkeitsdelikte, das Gespräch dauert ja 2 Stunden...?! Ach du Sch...

Gott sei Dank habe ich dieses Forum gefunden, ich bin euch jetzt schon dankbar. Werde hier sehr viele gute, nützliche Tipps bekommen, geil !! Habe allerdings viel mehr Angst als vor meiner ersten MPU 2001, das wird mal richtig bissig...!

steven
26.07.2006, 12:50
Kurs hast Du gemacht Hilfe hast Du Dir auch gesucht, das ist soweit ok.
Hat s denn auch was gebracht? Ich meine für Dich persönlich?

´Samuel

Der Kurs hat mir ein paar Infos über Alkohol gebracht und es war gut, vor anderen mal seine Geschichte loszuwerden. Ansonsten war ich doppelt so alt wie alle anderen, das waren alles Fahranfänger, die in der Probezeit aufgefallen sind, und das alles sehr locker gesehen haben. Die Kursleiterin war etwas unmotiviert, aber sonst im grossen und ganzen wie geagt i.O. . Die Bescheinigung ist sicher kein Nachteil.

Einzelberatung ist zwar recht teuer, aber es bringt echt was. Die Psychologin ist selbst Gutachterin und hat mich erst mal bis in alle Einzelteile (sprich Kindheit) auseinandergenommen. Habe viel über mich selber erfahren und auch schon vieles geändert bzw. angepackt. Wie gesagt, die Frau ist in Ordnung und spricht Klartext. Bezahlen immer pro 45 min 89.-€ (tut weh), wir machen aber meistens 1,5 Std. Sehr fair.

P.S.: Hätte ich meinen ersten Beitrag lieber in die Alk-Spalte setzen sollen...?? Wie gesagt, bin noch ziemlich neu hier und mache bestimmt noch den ein oder anderen Fehler...

Grüsse steven

strandy
26.07.2006, 12:51
Muss ich beim Alkoholfragebogen auf jeweils BEIDE TF eingehen, oder nur auf die letzte, die jetzt quasi zur erneuten MPU geführt hat ?? Die werden doch wohl nicht alles nochmal aufrollen...?
oh doch, ich habe hier schon oft in Erfahrungsberichten von Wiederholungstätern gelesen, dass der GA teilweise sogar stärker die erste TF abgeklopt hat.....

strandy
26.07.2006, 12:56
P.S.: Hätte ich meinen ersten Beitrag lieber in die Alk-Spalte setzen sollen...?? Wie gesagt, bin noch ziemlich neu hier und mache bestimmt noch den ein oder anderen Fehler...
is schon ok so... dein erster Beitrag ging ja um die Frage, ob du zur selben MPI gehen solltest und ist unter Begutachtungsstellen auch gut aufgehoben...

Bleib mit diesem Thread zur doppelten Thematik hier unter Punkte, das ist ja gehupft wie gesprungen....
wir finden dich schon :cool:

samuel
26.07.2006, 21:54
@ steven!

Du wirst über alles bescheid wissen müssen, deshalb dauert es ja auch länger.
Wo willst Du denn hin und wann ?

Samuel

steven
27.07.2006, 13:33
Meine MPU wird in etwa Mitte September stattfinden.

Habe mich für den TÜV in Ravensburg entschieden weil ich bisher nur gutes von dort gehört habe. Auch meine Verk.-Psychologin begutachtet dort und hat zumindest nichts negatives erzählt, im Gegenteil. Nettes Personal, faire Ärzte und Gutachter. Das sind gute Argumente, finde ich.

Letztendlich kommt es aber auf mich und meine Vorbereitung an.

Bin mitten in den Fragebögen. Wo finde ich denn Tipps wegen den Geschwindigkeitsüberschreitungen, hab da echt ein bischen Probleme dass genau zu erklären...ist ja auch schon 5 Jahre her (s.o.)...???!!!

hausmann
27.07.2006, 13:54
da empfehle ich mich mal seber ;)
lies mal meine story...
hausmanns vorbereitung (http://www.mpu-idiotentest.com/mpu-forum/showthread.php?t=7320)

samuel
28.07.2006, 00:10
@ steven!

Fehler sind durchaus hier erlaubt. Schreib es erst mal so, wie Du es Dir denkst, wir zerlegen es dann und helfen Dir die richtige Variante rauszufinden.

Samuel

steven
28.07.2006, 13:58
Ok, bin dabei... geht noch ne weile...sind ja 2 Bögen...! Soll ich den dann hier rein stellen oder neues Thema aufmachen ?
Meint ihr der GA sieht mich als Alkoholiker an ? Meine Verkehrspsych. und der Typ , wo ich das psych. Beratungsgespräch sagen nein, aber eben Missbrauch usw...??

santino
28.07.2006, 16:11
missbrauch o.k. davon gehen die meisten gutachter auch im vorfeld aus, wenn die vorgeschichte oder die vergehen nicht allzu hart sind.. normale genußtrinker haben wahrscheinlich nie die ehre mal ne mpu machen zu dürfen...

steven
03.08.2006, 00:28
So, Teil eins ist jetzt fertig, die Alkoholfragen habe ich mal durch, bitte schaut`s euch an und kritisiert, ich vertrags...! Ich habe sicher noch den einen oder anderen Patzer drin ! Ich kümmere mich derweil um die Verkehrsfragen...!

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

1.TF : Das war am 19.05.2001. Wir hatten das letzte Saisonspiel mit unserem Fussballverein. Wir spielten auswärts und verabredeten uns für später in unserem Vereinsheim, um gemeinsam den letzten Bundesligaspieltag im Fernsehen anzuschauen. Ich brachte mein Auto nach Hause und fuhr mit dem Fahrrad zum Vereinsheim. Dort haben ich mit meinen Fussballkollegen angefangen zu trinken. Zwischen 15:30 Uhr und 18:30 Uhr habe ich dort Weizenbier getrunken. Danach sind wir in den Nachbarort in eine Gaststätte, der Wirt hatte angerufen und uns aufgrund der Meisterschaft unseres Lieblingsvereins zum Freibier eingeladen. Dort habe ich in der Zeit von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr nochmals einige Weizenbier getrunken. Danach wurde ich müde und wollte nach Hause. Zuerst habe ich das Fahrrad geschoben (ca. 1km), weil ich mich zu betrunken gefühlt habe. Dann wurde ich leichtsinnig, mir ging es zu langsam, ich wollte nur noch heim in mein Bett. Deshalb bin ich mühsam aufgestiegen und wollte fahren. Nach ca. 20 Meter kam eine Kreuzung. Ich hatte keine Vorfahrt und bremste. Das Auto, das dann hergefahren kam, war die Polizei. Ich musste blasen, AAK war 0,92 mg/l. Die Polizisten nahmen mich mit aus Revier. Die dort entnommene Blutprobe enthielt dann 2,09 Promille ( Entnahme 22:00 Uhr).

2.TF : Das war am 29.09.2005. Wir hatten Fussballtraining und sind danach in unser Vereinsheim. Wir schauten ein Fussballspiel im Fernsehen an. In der Zeit von 22:00 bis 23:00 trank ich 2 Hefeweizen. Dann ging das Spiel in die Verlängerung. Eigentlich wollte ich nach Hause, doch ein Mannschaftskollege bestellte noch eine Runde Bier. Ich trank auch dieses noch und fuhr nach Ende des Spiels gegen 23:30 nach Hause. Am Ortseingang meines Heimatdorfes überholte mich die Polizei und führte eine allgemeine Verkehrskontrolle durch. Da ich nach Alkohol roch, musste ich blasen, Ergebnis AAK 0,30 mg/l. Man nahm mich zur genauen Feststellung des Alkoholgehaltes mit aufs Revier. Dort musste ich nochmals blasen, Ergebnis 0,32 mg/l. Dies entspricht 0,64 Promille. Auf meine Nachfrage sagten die Beamten, ich wäre nicht durch meine Fahrweise aufgefallen, das war eine reine Routinekontrolle.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

1. TF : ca. 15 Weizenbier (0,5 l) in der Zeit von 15:30 Uhr bis 21:00 Uhr.

2. TF : 3 Weizenbier (0,5 l ) in der Zeit von 22:00 Uhr bis 23:30 Uhr.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

1. TF : 3 km wollte ich fahren (bzw. zurücklegen) , tatsächlich gefahren bin ich ca. 10 Meter.

2. TF : 17 km wollte ich fahren, gefahren bin ich 16,5 km.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

1. TF : Nein, ich hatte gas Gefühl, dass ich überhaupt nicht mehr fahren kann, deshalb habe ich das Fahrrad ja zuerst auch geschoben.

2. TF : Ja, ich hatte das Gefühl, dass ich noch sicher nach Hause komme. Ich war viel grössere Trinkmengen gewohnt, deshalb fühlte ich mich noch fahrtüchtig.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

1. TF : Ich wollte sie zuerst vermeiden und schob das Fahrrad ca 1km. Da mir das Fahren dann aber durch meine Fehl- und Selbstüberschätzung trotz der Müdigkeit dann doch nicht unmöglich vorkam, habe ich mich anders entschieden und beschloss, auf das Rad aufzusteigen. Schon damit hatte ich allerdings sehr viel Mühe.

2. TF : Ich wollte die TF nicht ernsthaft vermeiden, da ich mich noch fahrtüchtig fühlte.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Bei den beiden erwähnten Trunkenheitsfahrten bin ich im Verkehr aufgefallen bzw. kontrolliert worden.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Wenn ich alle Fahrten und Restalkohol und mit dem Fahrrad mit einbeziehe, dann komme ich den letzten 15 Jahren auf ca. 500 bis 600 Fahrten.
Ich habe mich in der Zeit vor meinen TF nie mit der Gefahr beschäftigt, die von mir ausgeht, wenn ich unter Alkohol am Straßenverkehr teilnehme. Im Gegenteil, ich habe es meistens verharmlost oder verdrängt. Ich bin sehr froh, dass ich unter Alkohol keinen Unfall, womöglich noch mit Personenschäden verursacht habe. Mein Alkoholmissbrauch hätte durchaus auch schon Menschenleben fordern können. Jede Fahrt mit Alkohol war zuviel und ein grosser Fehler.
Ich habe mittlerweile aber ein Gefühl für meine eigene Verantwortung entwickelt und weiss, dass ich die „Wurzel des Übels“, nämlich mein unkontrollierter Alkoholkonsum, anpacken musste.


Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Ich erinnere mich an ein Familienfest, als ich 8 Jahre alt war. Mein damals 18-jähriger Cousin war so betrunken, dass er sich mehrmals übergeben musste.
Meinen ersten Alkoholkonsum hatte ich an meinem 15. Geburtstag, ich trank ein Pils.

9. Wann haben Sie zuletzt mit dem regelmäßigen Trinken begonnen?

Eine Regelmässigkeit konnte ich bei mir nicht feststellen.

Ich kann nur sagen, dass ich mir nicht viele Gedanken gemacht habe, wenn ich was getrunken habe, aber es war nie regelmäßig, eher „anlassbezogen“.
Auf jeden Fall habe ich in all den Jahren nie während der Arbeit getrunken, nie alleine getrunken und hatte auch z.B. keinen , Alkohol zu Hause. Ich trank grundsätzlich nur in Gesellschaft, allerdings zu den verschiedensten Anlässen.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Bis zu meiner Bundeswehrzeit habe ich sehr wenig Alkohol getrunken, auch wochenlang manchmal gar nichts. Bei der Bundeswehr trank ich dann ein Jahr lang fast jeden Abend ein bis drei Bier (0,5 l), manchmal auch mehr. Ab 24 Jahren (1992) nach meiner Bundeswehrzeit trank ich an den Wochenenden zwischen 4 und 10 Bier (0,5 l). Unter der Woche trank ich keinen Alkohol, aber an den Wochenenden wurden es dann langsam immer mehr . Im Jahr meiner ersten TF (2001) bewegte sich meine Trinkmenge nach den Fussballspielen, in Gaststätten oder privaten Partys bei 15 – 20 Bier (0,5 l) an drei von vier Wochenenden im Monat. Ein Wochenende im Monat musste ich arbeiten, da trank ich keinen Alkohol. Ebenso an Wochenenden in der Fussballpause und wenn ich nicht in Gesellschaft war. Nach meiner ersten TF blieb ich 13 Monate abstinent bis Juni 2002. Nach der Trennung von meiner damaligen Freundin, fing ich wieder mit dem Trinken an. Danach trank ich erst wieder „nur“ 3-4 Bier pro Wochenende, tastete mich aber recht schnell wieder an die oben genannten Trinkmengen vor meiner TF ran. Bei den zahlreichen Gesprächen mit meiner Verkehrspsychologin habe ich gelernt, dass es ein sogenanntes „Trinkgedächtnis“ gibt, und man auch nach langer Abstinenz schnell wieder an den früheren Mengen angelangt ist.

steven
03.08.2006, 00:33
wenns klappt mit dem kopieren...

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Hauptsächlich mit meinen Mannschaftskameraden nach den Spielen am Wochenende oder nach dem Training.
Desweiteren habe ich auf verschiedenen Partys mit meinen Freunden und Bekannten getrunken, auch auf Familienfesten mit meiner Verwandtschaft, Hochzeiten und Geburtstagsfeiern habe ich auf Alkohol nicht verzichtet.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Mein Problem war nicht das regelmässige Trinken, sondern das nicht kontrollierte Trinken nach Fussballspielen, auf Festen oder bei anderen Anlässen. Nachdem ich mich ausführlich mit den Ursachen auseinander gesetzt habe, ist mir klar geworden, dass für mich das Trinken in Gesellschaft einen besonderen Stellenwert hatte. Ich wurde durch das Trinken in der Gruppe anerkannt, ich stand im Mittelpunkt, es versetzte mich in eine euphorische, ungehemmte Stimmung und ich konnte Alltagssorgen (beruflicher Druck, finanzielle Probleme, private Probleme wie Trennung oder Streit mit der Freundin) für ein paar Stunden vergessen.
In der Mannschaft war ich einer der Stimmungsmacher, was für mich immer eine zusätzliche Motivation darstellte, noch ein paar Bier mehr zu trinken und noch lustiger zu werden. Dass die weniger alkoholisierten oder die, die keinen Alkohol getrunken hatten , nicht mehr über meine Witze und Spässe lachten, sondern über mich, merkte ich nicht.
Gerade beim Fussball spürte ich oft den gesellschaftlichen Druck, „dazugehören zu müssen“. Ich wollte den dummen Sprüchen aus dem Weg gehen, wenn ich einen Apfelsaft bestellte.
Ich hatte zuwenig Mut und Selbstvertrauen, auch mal „nein“ sagen zu können. Ich war einfach zu feige. Mir fehlte das Profil und das Selbstvertrauen, das ich heute habe und auch zeigen kann. Desweitern konnte man ja alles immer wieder beschönigen und verharmlosen. So verschwieg ich z.B. auch meine erste Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad meinem sozialen Umfeld gegenüber, ausser denen, denen ich es sagen musste (Arbeitgeber, Freundin).
Ich fühlte mich im Kreise meiner trinkenden Kollegen auch irgendwie geborgen und sicher.


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig Alkohol wurde ich lockerer, enthemmter und fröhlicher.
Bei viel Alkohol wurde ich grundsätzlich immer müder, dieser Zustand hielt dann meist noch bis weit in den nächsten Tag hinein an.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Ich trank wie bereits erwähnt am Wochenende unkontrolliert und mehr als ich vertragen konnte. Meine jeweiligen Partnerinnen wiesen mich desöfteren darauf hin, dass ich zuviel trinken würde und kein Mass halten kann. Wenn ich am Samstag abend z.B. vom Fussball nach Hause kam, war ich nur noch müde und wollte ins Bett oder bin vor dem Fernseher eingeschlafen. Auch am Sonntag brauchte ich dann einige Anlaufzeit, um in die Gänge zu kommen und etwas sinnvolles zu unternehmen. Ich habe das alles immer überhört und verdrängt. Meistens habe ich die Situation beschönigt oder irgendwelche leere Floskeln wie „wir mussten doch unseren Sieg feiern…“ vorgebracht. Den letzten Hinweis meiner heutigen Freundin unmittelbar nach meiner zweiten TF habe ich allerdings nicht mehr überhört : „ Ich habe heute zum ersten Mal in meinem Leben mit der Polizei zu tun gehabt (sie musste mich auf dem Revier abholen, und wurde ganz unverschämt gefragt, ob sie auch betrunken ist…). Ich will, dass du ab heute keinen Schluck Alkohol mehr trinkst, ansonsten kannst du gehen. Du musst dich entscheiden, mache dich weiterhin kaputt oder ändere dich endlich…!!“ Ich weiss allerdings, dass es um mich und mein Leben geht, und dass ich abstinent bleibe, auch wenn ich meine jetztige Freundin nicht mehr haben sollte. Aber es war eine erste Hilfestellung, sofort aufzuhören mit dem Alkohol.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Die ständigen Diskussionen über mein unkontrolliertes Trinken bei den o.g. Anlässen wurden häufiger. Ich hatte auch finanzielle Schwierigkeiten, da ich viel in Gaststätten und im Vereinsheim in Alkohol investieren musste… so blieb manchmal eben kein Geld für gemeinsame Unternehmungen mit der Partnerin übrig, wie z.B. ein schönes Essen, Kino, Urlaub, Skifahren oder ähnliches.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Da ich heute abstinent lebe, habe ich in den letzten 20 Jahren immer mehr getrunken als heute. Motive und Lebensabschnitte siehe oben,
abstinente Zeiten siehe Frage 18.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Ich habe früher in der Fastenzeit zwischen Fasching und Ostern auf Alkohol verzichtet. Aber da ich mir nie die Alkoholproblematik richtig bewusst gemacht habe, war dies nicht die Motivation. Es lag einfach mehr an den Umständen (erhöhter Konsum über Fasching) u. weil ich mich so viel besser gefühlt habe.
Auch sonst habe ich immer mal wieder Trinkpausen eingelegt, aber nicht um das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen, sondern aus anderen Gründen wie z.B. Diäten oder einfach keinen Anlass (Fussballpause, keine Gesellschaft, anderweitig beschäftigt).

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher habe ich mein Alkoholproblem stets verdrängt, beschönigt, verschwiegen. Es war ja alles „normal“ und ist nie was passiert. Ausserdem tranken andere ja mindestens so viel wie ich, meistens sogar noch mehr, dachte ich fälschlicherweise. Ich versuchte mich immer in ein besseres Licht zu stellen.
Heute weiss ich, dass ich den Alkohol stark missbraucht habe, und es nicht darum geht , was andere trinken. Ich habe gelernt, wer im Strassenverkehr unter Alkohol teilnimmt, betreibt bereits Missbrauch. Desweitern habe ich Alkohol getrunken, um mich besser, entspannter und ungehemmter zu fühlen. Alles klare Hinweise auf Alkoholmissbrauch, wie ich heute weiss.

steven
03.08.2006, 00:35
Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich trinke keinen Alkohol mehr.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 29.09.2005.

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein, alkoholfreies Bier enthält geringe Mengen an Alkohol.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich kann mit Alkohol nicht umgehen und nicht kontrolliert trinken. Ich geniesse mein „neues Leben“ ohne den Alkohol viel intensiver und stelle mich meinen Problemen. Aber auch die Freuden im Leben und die angenehmen Dinge (z.B. Siege beim Fussball) kann ich geniessen ohne Alkohol. Ich habe es gelernt, nein sagen zu können. Hier hatte ich im Bezug auf Alkohol aber auch in anderen Situationen meine grösste Schwäche erkannt und behoben. Nein sagen und Stärke zeigen kann und werde ich täglich in allen möglichen Situationen üben und praktizieren. Ich habe mich mit meiner Vergangenheit auseinandergesetzt, es verarbeitet und daraus gelernt. Dass dieser Lernprozess aber noch sehr lange anhält, vermutlich noch den Rest meines Lebens, ist mir bewusst.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe es bereits nach meiner ersten Trunkenheitsfahrt für 13 Monate aufgegeben, bis mich meine damalige Freundin verlassen hatte. Leider begann ich damals wieder, zu meinen „alten“ Trinkgewohnheiten zurückzukehren. Ich habe das Trinken nicht als Problem in meiner Person, meinem tiefsten Inneren erkannt. Die Auseinandersetzungen mit meiner Person und dem Alkoholproblem zusammen mit meiner Verkehrspsychologin, aber auch alleine (zahlreiche „Hausaufgaben“ wie Trinkkurve meines Lebens erstellen usw..), haben mir deutlich, wenn auch auf ganz harte Weise, aufgezeigt wie der Alkohol mir schadet, mich beeinflusst und mich zum negativen verändert. Heute bekomme ich soviel Zuspruch für mein neues, alkoholfreies Auftreten und die Leute schätzen mich als interessierten Gesprächspartner auch zu später Stunde und belächeln mich nicht mehr als „lallenden, schwankenden Kasper“, der wieder mal zuviel gesoffen hat… Und das macht mich stolz.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Das war ein harter, ganz steiniger Weg. Zuerst war natürlich der Schock, schon wieder unter Alkohol im Strassenverkehr aufgefallen zu sein. Das oben erwähnte Gespräch mit meiner Freundin, Ermahnung und Eintrag in Personalakte, Gang zum Rechtsanwalt, Geldstrafe + Fahrverbot, Anordnung MPU und Kurs NAFA und weitere, zunächst äussere Einflüsse haben einen sofortigen „Alkoholstopp“ bewirkt. Zusammen mit meiner Freundin suchte ich nach den Ursachen für meine Probleme im Umgang mit Alkohol. Für sie lagen die Ursachen ganz klar in meinem Freundeskreis, insbesondere beim Fussballverein. Wir arbeiteten dann eine „Strategie“ aus, und ich versammelte vor der Weihnachtsfeier („ein traditionelles Massenbesäufnis“ ) meine Mannschaft in unerer und sprach meine Probleme mit dem Alkohol an und dass ich in Zukunft abstinent leben werde. Das war die härteste Prüfung oder Rede , die ich jeh in meinem Leben gehalten habe. Ich konnte die Nacht davor kaum schlafen. Umso grösser war aber auch die Befreiung, als es raus war. Die Reaktionen waren gemischt…von Betroffenheit bis lachen… mittlerweile bietet man mir auch nicht mal mehr im Spass ein Bier an, sondern akzeptiert meine Einstellung. Für mich ein „Meilenstein“.
Richtig hart und intensiv war dann das kurze Zeit später stattfindende Psych. Beratungsgespräch mit dem Leiter des TüV über meine Zukunft. Er sagt mir klipp und klar die Wahrheit, die Folgen und die Problematik ins Gesicht. Aber er zeigte mir auch Lösungen auf und gab mir Tipps, die ich übrigens alle beherzigt habe. Kurs Nafa, psych. Intensivberatung waren gute und wichtige (wenn auch teure) Hilfestellungen und begleiteten mich auf meinem Weg.



26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Zuerst einmal natürlich körperlich, ich habe in den letzten 10 Monaten 10 Kilo Gewicht verloren und wiege das erste Mal seit 15 Jahren unter 80 Kilo. Im Zuge meiner Alkoholabstinenz habe ich auch meine Ernährung etwas umgestellt, ich fühle mich fit wie lange nicht mehr. Ich habe mich dem Joggen verschrieben und laufe für mich jeden Tag VOR dem Arbeiten (früher undenkbar) 8-10 km. Meine aktive Karriere als Fussballer habe ich beendet, habe aber ein Angebot des Vereins als Trainer arbeiten zu können, angenommen. Ohne Alkohol und mit meiner mittlerweile gesunden Lebensweise bin ich ein Vorbild. Ich gebe nicht mehr sinnlos Geld im Vereinsheim für Alkohol aus, sondern bekomme noch Geld vom Verein für meine Tätigkeit. So entspannt sich meine (unsere) finanzielle Lage auch wieder so langsam. Für mein Auftreten und meine geänderte Lebensweise erhalte ich von vielen Seiten Lob und Anerkennung. Das wirkt sich natürlich auf mein Selbstvertrauen aus. Ich habe nein sagen gelernt (war schwer, aber machbar), ich zeige mein neues Profil und tauche nicht irgendwie in der Masse unter oder verstecke mich hinter einer künstlichen, angetrunkenen Maske. Ich habe „Biss “, Energie, Ehrgeiz und freue mich auf meine Zukunft und mein Leben.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Ich habe mein Problem erkannt und wirklich an der Wurzel gepackt und nicht nur oberflächlich bearbeitet. Ich war und werde noch oft in kritische Situationen kommen, das ist mir sehr wohl bewusst. Durch die vielen Gespräche mit Psychologin, Kursteilnehmern und auch meinem sozialen Umfeld habe ich eine grosse Sicherheit in kritischen Situationen erlernt.
Ich habe gelernt „nein“ zu sagen. Ich habe endlich, mit 38 Jahren, Verantwortung für mich, mein Leben und auch für andere übernommen. Ich bin mir aber immer der Gefahr bewusst, wieder in meine alten Gewohnheiten hineinzukommen. Ich weiss, dass es ein täglicher Kampf sein wird, ein Leben lang.
Ich beschäftige mich in meiner Freizeit sinnvoller als früher und setze mir ständig Ziele, ich will z.B. im Laufe des Jahres 2007 meinen ersten Marathon laufen. Wenn ich es wieder einmal geschafft habe auf einem Fest oder Feier dem Alkohol zu widerstehen und mich zu behaupten, belohne ich mich manchmal selber, ich kaufe mir z.B. ein neues Buch oder eine CD, mit der ich schon lange liebäugle. Das sind für mich die kleinen Schritte zum grossen Ziel.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Die Gefahr besteht immer, das kann ich als Wiederholungstäter schon aus Erfahrung sagen. Ich habe viel über meine Trinkgewohnheiten und mein Trinkgedächtnis gelernt und gelesen. Es gibt immer wieder Rückschläge, Schmerz und negative Nachrichten im Leben, aber auch positive Stimmungen. Ich bin sehr gut darauf vorbereitet, positive wie negative Veränderungen und Entwicklungen in meinem Leben anders als mit Alkohol zu begegnen. Durch meinen Alkoholmissbrauch habe ich auf zuviel verzichtet in meinem Leben, was mich sehr ärgert, sich aber nicht mehr ändern lässt.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich lebe abstinent.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Es war und ist ein harter, steiniger und vor allem unbequemer Weg, der mich so verändert hat. Aber es hat sich gelohnt. Ich fühle mich wohl, stark , stabil und selbstbewusst wie nie zuvor in meinem Leben. Die ganzen positiven Veränderungen in meinem Leben in den letzten Monaten gepaart mit dem Erlernten und dem Wissen über Gefahren sind riesige Motivation für mich, den eingeschlagenen Weg nicht mehr zu verlassen.
Ach ja, meine Freundin und ich wollen im nächsten Jahr heiraten und planen Nachwuchs. Darüber wurde z.B. in der Zeit meines Alkoholkonsums eigentlich nie ernsthaft geredet… Meinen späteren Kindern will ich Vorbild sein. Ein Vorbild ohne Alkohol.


Ich bitte Rechtschreib- und Ausdrucksfehler zu entschuldigen...! !@#$

steven
03.08.2006, 01:02
Ach ja nochwas , falls es jemand interessiert : Das war ganz schön hart , alles nochmal durchzugehen und vor allem dies dann in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Ich hätte noch einiges mehr schreiben können, aber ich denke das wichtigste steht drin.

steven
04.08.2006, 14:22
Kann sich jemand mal den bogen durchlesen, bitte ! Und mir noch Hilfestellungengeben...? Danke im Voraus.

Gruss steven

meise
04.08.2006, 19:36
Hey Steven,

ich glaube es ist besser dein FB zu Alk wird in das passende Forum geschoben, vielleicht ist einer der Mods so nett.

Deine Aufarbeitung ist O.K. man merkt das du professionelle Hilfe genossen hast, mir sind beim ersten durchlesen nur 2 Punkte aufgefallen.
16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Da ich heute abstinent lebe, habe ich in den letzten 20 Jahren immer mehr getrunken als heute. Motive und Lebensabschnitte siehe oben,
abstinente Zeiten siehe Frage 18.

Die Antwort muß lauten, Nein ich lebe abstinent.
Lies dir mal deine Antwort durch , du trinkst heute nicht mehr,
dort werden 2 Trinkmengen verglichen , da du heute keinen Alk mehr trinkst,
ist deine Antwort nein.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Die Gefahr besteht immer, das kann ich als Wiederholungstäter schon aus Erfahrung sagen. Ich habe viel über meine Trinkgewohnheiten und mein Trinkgedächtnis gelernt und gelesen. Es gibt immer wieder Rückschläge, Schmerz und negative Nachrichten im Leben, aber auch positive Stimmungen. Ich bin sehr gut darauf vorbereitet, positive wie negative Veränderungen und Entwicklungen in meinem Leben anders als mit Alkohol zu begegnen. Durch meinen Alkoholmissbrauch habe ich auf zuviel verzichtet in meinem Leben, was mich sehr ärgert, sich aber nicht mehr ändern lässt

Und wie begegnest du ihnen, schmück das noch etwas aus.
So z.b.
Ich habe mir meine eigenen Alarmsignale und Stoppzeichen erarbeitet , auf die ich mittlerweile sehr empfindliche reagiere, die sind gesellschaftliche Zwänge, usw. usw.,dann reagiere folgendermaßen.
Du verstehst was ich meine.
Habs mir gerade noch einmal durchgelesen, dein FB ist wirklich top.

Gruß Meise

steven
05.08.2006, 23:42
Danke Meise , werde nochetwas dran feilen...! Gibst noch andere Tipps oder Meinungen zu meinem FB ?

Kann man den FB vielleicht wirklich in die Alk-Spalte verschieben..?

Gruss steven

Florist
06.08.2006, 10:36
Moin steven;
mit Deinen Antworten unter Einbeziehung von Meise´s Anmerkungen kannst Du getrost zur MPU marschieren. Sehr gute Arbeit!:pro:
Jetzt fehlt "nur" noch der Punktebogen, dann wird was draus...

Viele Grüße, Flori :)

steven
06.08.2006, 13:00
Danke Flori, das gibt wirklich Hoffnung für die MPU. Hast du mir noch irgendwelche Tipps bzw. Fallbeispiele bezüglich meinen Geschwindigkeitsübertretungen vor 5 Jahren...? Komme da irgendwie nicht weiter mit dem Fragebogen ! Danke nochmals für deine (eure) Mühen !

Gruss steven

Florist
06.08.2006, 22:24
N´abend Steven;
mit Punktefragen kenn ich mich leider (oder besser zum Glück) überhaupt nicht aus. Ich hab in meiner 40-jährigen Fahrpraxis 2* jeweils 1 Punkt wegen zu schnellen Fahrens eingefangen.
Das ist sehr lange her und die Punkte waren immer nach 2 Jahren wieder getilgt.
Da können Dir Hausmann oder Foppel sicher weiterhelfen.
Die werden das sicher noch lesen...

Viele Grüße, Flori :)

Say
06.08.2006, 22:44
Damit kenn ich mich auch nicht wirklich aus such mal im web da gibt es diverse Seiten mit Tabellen

Say

hausmann
07.08.2006, 07:37
@ steven; was hast du denn für spezielle sorgen bezüglich deiner "punkteraserei"???
vllt. kann ich dir ja nen bissel helfen, ich bin nämlich nen schlimmer gewesen ;)

steven
16.10.2006, 11:27
Hallo Leute, melde mich nach längerem Auslandsaufenthalt wieder hier im Forum zurück ! Habe jetzt meinen MPU-Termin vorliegen - 24.10. ist TAG X...
Erfeulich war die Mitteilung vom TÜV, dass es nur um Alkohol geht in der Fragestellung, deshalb auch "nur" 330.- €. das verwirrt mich allerdings ein bischen, da ich damals von der FSST die Auskunft erhalten habe, dass es eine doppelte Fragestellung gibt (Alk und Punkte bzw. zu schnelles Fahren). Soll ich jetzt nochmal nachfragen oder lieber keine schlafenden Hunde wecken...?

alisha61
16.10.2006, 13:38
steven,
ich würde nicht nachfragen und mich einfach gezielt auf beides vorbereiten, dann liegst du nicht verkehrt und kannst auch gezielt auf dein Punkte antworten. Kommen keine Fragen bzgl. der Punkte auf, dann ist das umso besser, und dennoch konntest du etwas mitnehmen, das du auch hier tunlichst aufpassen musst. Mit dem FB lernst du dabei auch dein Fehlverhalten, und wiedu so etwas künftig vermeiden wirst. Also ist die Arbeit nicht umsonst.
lg ali

hausmann
16.10.2006, 15:00
330euro, das sieht mir nach verkehrs mpu aus...

STRANDY;
Gebühren einer MPU

--------------------------------------------------------------------------------

Die Kosten für die MPU sind bundesweit einheitlich, denn sie werden in einer Gebührenordnung gesetzlich geregelt. Grundsätzlich richten sich die Preise nach der Art der Zweifel, die das Straßenverkehrsamt an Ihrer Fahreignung hat. Daraus ergibt sich der Umfang der Untersuchung. Hier einige Beispiele:

MPU wegen einer oder mehrerer Alkoholauffälligkeiten:...................373,52 €

MPU wegen Punkten im Straßenverkehr (ohne Alkoholauffälligkeit):...323,64 €

MPU wegen Alkoholauffälligkeit und Punkten im Straßenverkehr:.......532,44 €

MPU wegen Drogenauffälligkeit:.............................. ...................522,00 €

MPU wegen Straftaten:....................................... ....................323,64 €

MPU wegen Drogenauffälligkeit und Punkten:................................680,92 €

MPU wegen Drogen- und Alkoholauffälligkeit:............................. ..705,86 €

Bei Drogen-MPU kommen folgende Kosten hinzu:
Urinuntersuchung: 83 € oder
Haaranalyse: 180 €

steven
17.10.2006, 14:28
Also ich hab noch mal genau geschaut :
Kosten inkl Mwst : 381,72 €

Fragestellung :
Ist zu erwarten , dass Herr X auch künftig ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wir und/oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines KFZ`s der Gruppe 1 in Frage stellen ?

Das ist doch ziemlich eindeutig oder was meint ihr ?

hausmann
17.10.2006, 15:38
das hört sich nach alk an. sehr eindeutig ;)

Say
17.10.2006, 15:45
Die Fragestellung ist die übliche für eine Alkohol MPU
von Verkehrsdelikten kann ich nichts entdecken.

Say

steven
23.10.2006, 17:10
Sehe ich auch so, bin allerdings auch auf Punktefragen vorbereitet, wenn auch nicht ganz so wie auf Alk.


So Leute, morgen ist es endlich soweit, meine Begutachtung steht an. Ich denke, ich bin recht gut vorbereitet. Nicht zuletzt wegen eurem Forum hier ! Vielen Dank nochmals an alle, die mich in meiner Vorbereitung unterstützt haben, auch wenn ich nicht allzu aktiv am Forum teilgenommen habe. Ich habe durch Lesen anderer Fälle und den Infos jedenfalls viel Hilfe von euch erhalten. Werde mich morgen melden, wie es gelaufen ist...

Grüsse Steven

hausmann
23.10.2006, 17:54
da wünsch ich dir alles gute für morgen... :)

Say
24.10.2006, 00:00
Viel Erfolg :pro:

Say

Florist
24.10.2006, 09:24
Moin steven;
viel Erfolg, ich drück die Daumen...:pro: :pro:

hexenkessel
24.10.2006, 14:59
bin etwas zu spät, und du bist wohl noch dabei , drück meine Daumen auch

steven
25.10.2006, 00:24
Yes, yes, yes...;) ;) ;)

Wenn die LW ok sind gibts ein klares POSITIV...!

Falls es euch interessiert, schreibe ich euch morgen meinen Erfahrungsbericht. Es gibt einiges zu berichten... Soll ich den dann hier her schreiben oder wohin...?

DANKE NOCHMALS AN EUCH ALLE. Ihr könnt sehr stolz auf euch sein, Leute.

hausmann
25.10.2006, 00:29
das schreibst am besten hier rein Erfahrungsberichte (http://www.mpu-idiotentest.com/mpu-forum/forumdisplay.php?f=84)

Say
25.10.2006, 00:31
Yes, yes, yes...;) ;) ;)

Wenn die LW ok sind gibts ein klares POSITIV...!

Falls es euch interessiert, schreibe ich euch morgen meinen Erfahrungsbericht. Es gibt einiges zu berichten... Soll ich den dann hier her schreiben oder wohin...?

DANKE NOCHMALS AN EUCH ALLE. Ihr könnt sehr stolz auf euch sein, Leute.

;) na geht doch .... freut mich für dich den Link für den Bericht hast du ja von Hausi bekommen

Say

Florist
25.10.2006, 05:59
Herzlichen Glückwunsch!!!

steven
11.11.2006, 02:32
Hab grad mein GA aufgemacht, positiv wie erwartet, danke schön an alle. War top vorbereitung hier im Forum !!!!

hausmann
11.11.2006, 09:30
na denn herzlichen glückwunsch...
und bleib sauber ;)

Say
11.11.2006, 12:08
Na dann

Herzlichen Glückwunsch !

Say