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sachse23
28.11.2006, 16:31
Hallo an alle hier im Forum! Erst mal vielen lieben Dank für die tolle Hilfe hier!!!

Habe jetzt meinen Fragebogen noch mal überarbeitet und bitte euch, ihn nochmal durchzulesen und zu kritisieren, was falsch ist. Habe MPU-Termin heute bekommen, ist schon der 06.12.06. Danke für alles!!!

Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Samstag, 01.10.05, nach Beendigung der Arbeit, fuhr ich noch zum Getränkemarkt um mir 1 Kasten Bier (20x0,5 Liter) zu kaufen. Dies tat ich aber nicht jedes WE. Zu hause angekommen, merkte ich, wie mich der Frust überkam. Der Streß auf Arbeit und die zunehmende Einsamkeit (keine Freundin) überkamen mich. So machte ich mir schnell eine Bierflasche á 0,5-l auf, um den Frust wegzuspülen. Die erste Flasche bewirkte nur, dass ich mich noch weiter in meinem Frust steigerte. So trank ich ohne nachzudenken, weitere Flaschen Bier.

Gegen 15 Uhr rief dann meine Oma an, und teilte mir mit, ob ich denn schon wüsste, dass sich meine Eltern scheiden lassen wollten. Das war für mich ein Schock. Ich fand auch blöd, dass ich es nicht direkt von meinen Eltern erfahren habe. So steigerte sich der Frust immer weiter und ich trank immer mehr. Bis Abend trank ich ca. 12 Flaschen Bier á 0,5 l. So gegen 21 Uhr kam ich dann auf die Idee noch bisschen mit dem Auto rumzufahren. Ich kann mir das bloß so erklären, dass ich durch den hohen Alkoholkonsum nicht mehr wusste, was ich tat. Also fuhr ich los. Am Anfang ging auch alles gut. Obwohl ich von der Fahrt nicht mehr viel weiß. Irgendwie bin ich dann von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben stecken geblieben. An die genauen Umstände des Unfalls kann ich mich aber nicht mehr genau erinnern. Dann habe ich den ADAC verständigt. Während dem Warten auf den ADAC kam eine Polizeistreife vorbei. Erste Frage: wer ist gefahren? Na ich…. Zweite Frage: Haben sie was getrunken: Ja, leider… Dann Blasen: dort 1,6 Promille. Ich bin dann mit der Polizei ins Krankenhaus gefahren zur Blutentnahme: 1,89 Promille, 23.05 Uhr. Tatzeit beim Anhalten durch die Polizei ca. 22.30Uhr.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ich trank am Tattag 12 Flaschen Bier á 0,5 Liter innerhalb von 6 Stunden.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Aufgefallen nach 10 Kilometern, wie weit ich fahren wollte, weiß ich nicht mehr genau.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Durch den hohen Alkoholkonsum konnte ich nicht mehr unterscheiden, was richtig und falsch ist. Dadurch das bei vorherigen Trunkenheitsfahrten alles gut ging, dachte ich, dies ist diesmal genau so. Der Alkohol nahm mir jedes Gefühl wie verantwortungslos das ist, was ich am Tattag tat.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Hätte weniger trinken sollen und gar nicht erst losfahren. Eher überlegen, warum man soviel trinkt. Der Alkohol lies mich leichtsinnig werden. Er setzte meine Denk- und Handlungsweise so herab, dass ich nicht mehr unterscheiden konnte, was richtig und was falsch ist.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Unter Alkoholeinfluss bin ich ca. 6-7 Mal gefahren. Ich habe durch meine erste Alkoholfahrt (in einer Linkskurve an den Bordstein gefahren, Reifen war kaputt, aber ich bin weitergefahren, ohne das mich die Polizei angehalten hat) den falschen Umgang mit Trinken und Fahren gelernt. Dadurch das bei meiner ersten Alkoholfahrt alles gutging, habe ich mir bei den nächsten Fahrten gesagt, es ist doch schon einmal gutgegangen. Erst heute bin ich mir bewusst, wie verantwortungslos mein Verhalten für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

So als ich 6 oder 7 Jahre war, benahmen sich die Erwachsenen beim Geburtstag komisch. Das erste Mal trank ich 1 Glas Sekt zu meiner Jugendweihe (ich war da 14). Danach war mir schwindelig und heiß.

9. Wann haben Sie zuletzt mit dem regelmäßigen Trinken begonnen?

Zu meiner Wehrdienstzeit vom Januar bis September 2004 trank ich um dazuzugehören unregelmäßig 3-4 Bier á 0,5-l. Nach der Beendigung des Wehrdienstes schränkte ich meinen Konsum auf 2-3 Bier á 0,5-l am WE (Sa oder So) ein. In der Woche, wie zur Bundeswehrzeit trank ich nun keinen Alkohol mehr. Dies behielt ich so bei, bis sich meine Freundin im März 2005 von mir trennte. Ich fühlte mich einsam. Durch den zunehmenden Frust und die größerwerdende Einsamkeit steigerte sich der Konsum unmerklich. Vor der TF habe ich am WE häufig 7-8 Bier (á 0,5-l) getrunken. Dazu noch in der Woche an unterschiedlichen Tagen 4-5 Bier (á 0,5-l).

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich trank in der Woche unregelmäßig 4-5 Bier (á 0,5-l) und am WE (Sa oder So)7-8 Bier (á 0,5-L)

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Am WE trank ich meistens mit Freunden, sonst allein. Auf Dorffesten, in Disco, Bars mit Freunden, allein zu hause.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Innere Motive: Ich wollte innerliche Ruhe finden, meine Alltagssorgen vergessen. Dazu kam noch die zunehmende Einsamkeit, weil ich keine Freundin hatte.
Äußere Motive: Zum Streß und der Unzufriedenheit auf Arbeit kam noch hinzu, dass sich meine Eltern scheiden lassen wollten. Ich hatte da große Verlustängste und dachte damals, dass der Kontakt zu meinen Eltern jetzt abbricht.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig: Sehr kontaktfreudig, leichtere Kommunikation
Bei viel: Unwohlsein, plötzliche Stimmungsschwankungen, Kommunikation verschlechterte sich (man bekam nicht mehr alles mit)

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein gab es nie. Da ich meine Tage wo ich trank immer so auswählte, dass ich am nächsten Tag niemanden begegnete bzw. zu meinen Verwandten und Freunden sagte, heute habe ich keine Zeit.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Durch den hohen Alkoholkonsum hatte ich keinen Antrieb mehr. Ich fühlte mich früh schon matt und dachte: wieder so ein blöder Tag. Ab und zu hatte ich Kopfschmerzen und öfters war ich müde. Der Kontakt zu meinen Freunden brach etwas ab.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ich habe keinen Vergleich mehr, da ich nichts mehr trinke.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja am Tag der Trunkenheitsfahrt, dem 01.10.05.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher: Ich habe mir keine Gedanken über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol gemacht. Auch das ich zuviel trank, wurde mir erst durch die TF klar.
Heute: Ich habe damals den Alkohol missbraucht, um auf andere Gedanken zu kommen, und um Frust abzubauen. Ich hätte mir eher Gedanken machen sollen, über den unkontrollierten Umgang mit Alkohol und welche Auswirkungen dies hat, machen sollen.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Heute trinke ich gar keinen Alkohol mehr.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Zuletzt trank ich Alkohol am Tattag (01.10.05)

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ohne Alkohol geht es mir viel besser. Seit ich nichts mehr trinke habe ich viele neue Freunde gewonnen und positive Erfahrungen gemacht. Ich habe auch festgestellt, das man auch ohne Alkohol viel Freude und Spaß haben kann. Meine neue Freundin hätt ich bestimmt nicht kennengelernt, wenn ich früh um 4.00 Uhr in der Disko angetrunken gewesen wäre. Das Leben ist einfach unbeschwerter. Seitdem ich keine Alkohol mehr trinke, genieße ich auch den Respekt von meinen Freunden und Familie. Der Kontakt zu meinen Eltern hat sich auch verbessert.

24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Habe das Trinken aufgegeben, weil ich mir nach der Tat bewusst geworden bin, was ich getan habe, wie verantwortungslos ich war, und das das Leben viel zu schade ist, um zu trinken. Heute weiß ich auch, das es vom Missbrauch zur Abhängigkeit nur ein kleiner Schritt ist. Ich habe das Trinken nicht eher aufgegeben, weil ich mir da noch nicht bewusst war, was Alkohol anrichtet. Bzw. weil ich noch keine negativen Erlebnisse bis zur TF mit Alkohol hatte.

sachse23
28.11.2006, 16:32
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Lange und intensive Gespräche mit meiner Familie, Freunden. Die Umstellungsphase war nicht leicht, da der Alkohol leicht zu beschaffen ist. Habe aber immer im Geschäft dran gedacht, wie der Alkohol mein Leben negativ beeinflusst hat. Das hat immer gewirkt! Meine Freunde und Familie wissen, was passiert ist, und warum ich nichts mehr trinke. Sie unterstützen mich in meiner Haltung. Habe bzw. betreibe immer noch viel Sport (Radfahren, Schwimmen, Wandern, Joggen). Wenn ich heute in Diskos weggehe, lache ich schon über andere, die schon Mitternacht betrunken sind.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Bin gesund und fit, habe abgenommen. Freunde und auch die Familie ist sehr überrascht von meiner Wandlung und beeindruckt, das ich das so durchziehe. Sie unterstützen mich dabei. Manche Freunde haben auch schon erkannt, das Alkohol nicht wirklich wichtig ist. Auf Arbeit stehe ich kurz vor einer Beförderung.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Wenn ich Probleme habe, weiß ich jetzt, wo ich Hilfe finde. Lange Gespräche mit Freunden und Familie und wenn ich viel Frust habe, gehe ich einfach eine Runde joggen. Danach ist alles vergessen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, denn ich will nie mehr in die Situation kommen, durch mein Verhalten anderes und mein eigenes Leben zu gefährden. Dass die Rückfallgefahr dennoch besteht, bin ich mir bewusst. Aber durch mein neugefundenes Selbstbewusstsein, neue Freizeitgestaltung, teilweise neuen Freundeskreis habe ich Möglichkeiten gefunden, mit Problemen und Ängsten umzugehen. Und wenn doch mal alle Stricke reißen, weiß ich wo ich Hilfe bekommen kann z.B. bei der Diakonie (Teilnahmebestätigung an Seminar für alkoholauffällige Kraftfahrer lege ich bei der MPU vor) oder meinen Eltern.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich trinke nichts mehr, und werde das auch so beibehalten.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich bin froh, das das alles so gekommen ist. Sonst hätte ich nie gegriffen, was Alkohol anrichtet. Wer weiß, was noch alles passieren hätte können. Früher oder später wäre ich sowieso erwischt worden. Heute bin ich mir bewusst, welche Gefahr ich für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.

Say
28.11.2006, 18:08
Bis Abend trank ich ca. 12 Flaschen Bier á 0,5 l. So gegen 21 Uhr kam ich dann auf die Idee noch bisschen mit dem Auto rumzufahren. Ich kann mir das bloß so erklären, dass ich durch den hohen Alkoholkonsum nicht mehr wusste, was ich tat.

Was heißt c.a. 12 Flaschen du hattest eine neue Kiste gekauft und am Tag danach doch sicher nachgeschaut
was fehlt.

Was heißt bloß so logischerweise war der Alkohol und dein Frust daran schuld.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Durch den hohen Alkoholkonsum konnte ich nicht mehr unterscheiden, was richtig und falsch ist. Dadurch das bei vorherigen Trunkenheitsfahrten alles gut ging, dachte ich, dies ist diesmal genau so. Der Alkohol nahm mir jedes Gefühl wie verantwortungslos das ist, was ich am Tattag tat.

Auf der einen seite schreibst du es ging schon mehrmals gut ...und gleich dahinter schreibst du am Tattag ...das widerspricht sich doch völlig.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Hätte weniger trinken sollen und gar nicht erst losfahren. Eher überlegen, warum man soviel trinkt. Der Alkohol lies mich leichtsinnig werden. Er setzte meine Denk- und Handlungsweise so herab, dass ich nicht mehr unterscheiden konnte, was richtig und was falsch ist.

Du hattest an dem Tag zuhause getrunken und nicht vor zu fahren da du ja nirgendwo hin mußtest ... Punkt ...Aus ...alles andere klingt nach Entschuldigung


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Unter Alkoholeinfluss bin ich ca. 6-7 Mal gefahren. Ich habe durch meine erste Alkoholfahrt (in einer Linkskurve an den Bordstein gefahren, Reifen war kaputt, aber ich bin weitergefahren, ohne das mich die Polizei angehalten hat) den falschen Umgang mit Trinken und Fahren gelernt. Dadurch das bei meiner ersten Alkoholfahrt alles gutging, habe ich mir bei den nächsten Fahrten gesagt, es ist doch schon einmal gutgegangen. Erst heute bin ich mir bewusst, wie verantwortungslos mein Verhalten für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.

Die Statistik sagt auf eine endeckte Akoholfahrt kommen 300 -400 unendeckte ...und nu? ....Statistiken beruhen auf Fakten
Oh nein du hast dir das nicht durch die eine Fahrt angeeignet sondern durch viele viele mehr ...mal mit einem Bier ...dann mal mit 2 Bier ...dann irgendwann mit 5 Bier ....und so ging nach und nach die Hemmschwelle verloren.

9. Wann haben Sie zuletzt mit dem regelmäßigen Trinken begonnen?

Zu meiner Wehrdienstzeit vom Januar bis September 2004 trank ich um dazuzugehören unregelmäßig 3-4 Bier á 0,5-l. Nach der Beendigung des Wehrdienstes schränkte ich meinen Konsum auf 2-3 Bier á 0,5-l am WE (Sa oder So) ein. In der Woche, wie zur Bundeswehrzeit trank ich nun keinen Alkohol mehr. Dies behielt ich so bei, bis sich meine Freundin im März 2005 von mir trennte. Ich fühlte mich einsam. Durch den zunehmenden Frust und die größerwerdende Einsamkeit steigerte sich der Konsum unmerklich. Vor der TF habe ich am WE häufig 7-8 Bier (á 0,5-l) getrunken. Dazu noch in der Woche an unterschiedlichen Tagen 4-5 Bier (á 0,5-l).

Wie oft?

Und plötzlich fährst du mit 12 Bier noch Auto ? ...das ist fast das doppelte ...vergiss es das kauft dir niemand ab

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich trank in der Woche unregelmäßig 4-5 Bier (á 0,5-l) und am WE (Sa oder So)7-8 Bier (á 0,5-L)

Hier genau das gleiche ...es fehlen absolut die Trinkspitzen hast du vielleicht ein paar Schnaps dazu vergessen?

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Am WE trank ich meistens mit Freunden, sonst allein. Auf Dorffesten, in Disco, Bars mit Freunden, allein zu hause.

Geburtstage ...Party´s?

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Innere Motive: Ich wollte innerliche Ruhe finden, meine Alltagssorgen vergessen.

Welche Sorgen?

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig: Sehr kontaktfreudig, leichtere Kommunikation
Bei viel: Unwohlsein, plötzliche Stimmungsschwankungen, Kommunikation verschlechterte sich (man bekam nicht mehr alles mit)


Das wäre der gesellschaftstrinker du hast aber auch zu Hause getrunken da gab es diese Auswirkungen nicht ...wieso hast du alleine getrunken?

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Durch den hohen Alkoholkonsum hatte ich keinen Antrieb mehr. Ich fühlte mich früh schon matt und dachte: wieder so ein blöder Tag. Ab und zu hatte ich Kopfschmerzen und öfters war ich müde. Der Kontakt zu meinen Freunden brach etwas ab.


Erkläre wieso

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher: Ich habe mir keine Gedanken über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol gemacht. Auch das ich zuviel trank, wurde mir erst durch die TF klar.
Heute: Ich habe damals den Alkohol missbraucht, um auf andere Gedanken zu kommen, und um Frust abzubauen. Ich hätte mir eher Gedanken machen sollen, über den unkontrollierten Umgang mit Alkohol und welche Auswirkungen dies hat, machen sollen.

Ahja hättest du? ...Nein du hättest dir Gedanken darüber machen sollen wie du deine Probleme in den Griff kriegst ohne Alkohol .... und nicht über den Alkohol

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ohne Alkohol geht es mir viel besser. Seit ich nichts mehr trinke habe ich viele neue Freunde gewonnen und positive Erfahrungen gemacht. Ich habe auch festgestellt, das man auch ohne Alkohol viel Freude und Spaß haben kann. Meine neue Freundin hätt ich bestimmt nicht kennengelernt, wenn ich früh um 4.00 Uhr in der Disko angetrunken gewesen wäre. Das Leben ist einfach unbeschwerter. Seitdem ich keine Alkohol mehr trinke, genieße ich auch den Respekt von meinen Freunden und Familie. Der Kontakt zu meinen Eltern hat sich auch verbessert.

Welche positiven Erfahrung ?... und bring mehr Beispiele
erkläre was du sagst

Say
28.11.2006, 18:20
25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Lange und intensive Gespräche mit meiner Familie, Freunden. Die Umstellungsphase war nicht leicht, da der Alkohol leicht zu beschaffen ist. Habe aber immer im Geschäft dran gedacht, wie der Alkohol mein Leben negativ beeinflusst hat. Das hat immer gewirkt! Meine Freunde und Familie wissen, was passiert ist, und warum ich nichts mehr trinke. Sie unterstützen mich in meiner Haltung. Habe bzw. betreibe immer noch viel Sport (Radfahren, Schwimmen, Wandern, Joggen). Wenn ich heute in Diskos weggehe, lache ich schon über andere, die schon Mitternacht betrunken sind.

wie haben sich deine freunde dazu geäußert wie ist es dir dort ergangen?

Du lachst über andere nur weil sie die gleichen Fehler machen wie du? .....etwa auch über Freunde? ....und du machst sie darauf nicht mal aufmerksam ....hmmmm toller Freund.

26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Bin gesund und fit, habe abgenommen. Freunde und auch die Familie ist sehr überrascht von meiner Wandlung und beeindruckt, das ich das so durchziehe. Sie unterstützen mich dabei. Manche Freunde haben auch schon erkannt, das Alkohol nicht wirklich wichtig ist. Auf Arbeit stehe ich kurz vor einer Beförderung.

geht das auch genauer? ....du umreißt immer nur die Dinge aber kommst nicht klar und deutlich zu einer Aussage

Beispiel: Auf der Arbeit sehe ich kurz vor einer Beförderung

Fragen die offen bleiben:


Was arbeitest du?
Warum wirst du befördert?
Zu was wirst du befördert?
Denkst du du kommst mit der neuen Verantwortung klar ...wenn ja wieso27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Wenn ich Probleme habe, weiß ich jetzt, wo ich Hilfe finde. Lange Gespräche mit Freunden und Familie und wenn ich viel Frust habe, gehe ich einfach eine Runde joggen. Danach ist alles vergessen.

Vergessen? ...mhh folgende Situation:

du wirst gefeuert ...du gehst dann also nach Hause und joggst und damit ist das dann vergessen ...geht schlecht oder?

Besser Antwort:

Ich gehe erst mal eine Runde joggen und denke in Ruhe darüber nach was ich jetzt tun werde.Wenn ich mir darüber im klaren bin rede ich mit meiner Freundin und meinen Eltern darüber und hole mir ihre Meinung dazu ein. Ich teile ihnen mit was ich mir so vorstelle ...wobei ich offen bin für andere Vorschläge ... u.s.w

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Ich bin froh, das das alles so gekommen ist. Sonst hätte ich nie gegriffen, was Alkohol anrichtet. Wer weiß, was noch alles passieren hätte können. Früher oder später wäre ich sowieso erwischt worden. Heute bin ich mir bewusst, welche Gefahr ich für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.

Vergiß den Satz den sagen alle ...solltest du nicht wirklich was wichtiges vergessen haben reicht ein NEIN

Say

hexenkessel
29.11.2006, 10:42
Am Samstag, 01.10.05, nach Beendigung der Arbeit, fuhr ich noch zum Getränkemarkt um mir 1 Kasten Bier (20x0,5 Liter) zu kaufen. Dies tat ich aber nicht jedes WE. Zu hause angekommen, merkte ich, wie mich der Frust überkam. Der Streß auf Arbeit und die zunehmende Einsamkeit (keine Freundin) überkamen mich. So machte ich mir schnell eine Bierflasche á 0,5-l auf, um den Frust wegzuspülen. Die erste Flasche bewirkte nur, dass ich mich noch weiter in meinem Frust steigerte. So trank ich ohne nachzudenken, weitere Flaschen Bier.


und wann hast du angefangen zu trinken, wie spät war es den ?

sachse23
05.12.2006, 13:53
Tathergang

1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Samstag, 01.10.05, nach Beendigung der Arbeit, fuhr ich noch zum Getränkemarkt um mir 1 Kasten Bier (20x0,5 Liter) zu kaufen. Dies tat ich aber nicht jedes WE. Zu hause angekommen, merkte ich, wie mich der Frust überkam. Der Streß auf Arbeit und die zunehmende Einsamkeit (keine Freundin) überkamen mich. So machte ich mir gegen 14:30 Uhr die erste Bierflasche á 0,5-l auf, um den Frust wegzuspülen. Die erste Flasche bewirkte jedoch nur, dass ich mich noch weiter in meinem Frust steigerte. So trank ich ohne nachzudenken, weitere Flaschen Bier.

Gegen 16 Uhr rief dann meine Oma an, und teilte mir mit, ob ich denn schon wüsste, dass sich meine Eltern scheiden lassen wollten. Das war für mich ein Schock. Ich fand auch blöd, dass ich es nicht direkt von meinen Eltern erfahren habe. So steigerte sich der Frust immer weiter und ich trank immer mehr. Bis Abend trank ich 12 Flaschen Bier á 0,5 l. So gegen 21 Uhr kam ich dann auf die Idee noch bisschen mit dem Auto rumzufahren. Durch den hohen Alkoholkonsum wusste ich nicht mehr was ich tat. Also fuhr ich los. Am Anfang ging auch alles gut. Obwohl ich von der Fahrt nicht mehr viel weiß. Irgendwie bin ich dann von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben stecken geblieben. An die genauen Umstände des Unfalls kann ich mich aber nicht mehr genau erinnern. Dann habe ich den ADAC verständigt. Während dem Warten auf den ADAC kam eine Polizeistreife vorbei. Erste Frage: wer ist gefahren? Na ich…. Zweite Frage: Haben sie was getrunken: Ja, leider… Dann Blasen: dort 1,6 Promille. Ich bin dann mit der Polizei ins Krankenhaus gefahren zur Blutentnahme: 1,89 Promille, 23.05 Uhr. Tatzeit beim Anhalten durch die Polizei ca. 22.30Uhr.

2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ich trank am Tattag 12 Flaschen Bier á 0,5 Liter innerhalb von 6 Stunden.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Aufgefallen nach 10 Kilometern, wie weit ich fahren wollte, weiß ich nicht mehr genau.

4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Durch den hohen Alkoholkonsum konnte ich nicht mehr unterscheiden, was richtig und falsch ist. Dadurch dass bei vorherigen Trunkenheitsfahrten alles gut ging, dachte ich, dies ist diesmal genau so.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Hätte weniger trinken sollen. Hätte mir eher Gedanken machen sollen über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol. Hatte nicht vor zu fahren, dadurch das ich soviel getrunken hatte, fuhr ich dann doch.

6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein.

7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Unter Alkoholeinfluss bin ich ca. 6-7 Mal gefahren. Ich habe durch meine erste Alkoholfahrt (in einer Linkskurve an den Bordstein gefahren, Reifen war kaputt, aber ich bin weitergefahren, ohne das mich die Polizei angehalten hat) den falschen Umgang mit Trinken und Fahren gelernt. Dadurch das bei meiner ersten Alkoholfahrt alles gutging, habe ich mir bei den nächsten Fahrten gesagt, es ist doch schon einmal gutgegangen. So ging mit jeder weiteren Alkoholfahrt die Hemmschwelle verloren. Erst heute bin ich mir bewusst, wie verantwortungslos mein Verhalten für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.

Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

So als ich 6 oder 7 Jahre war, benahmen sich die Erwachsenen beim Geburtstag komisch. Das erste Mal trank ich 1 Glas Sekt zu meiner Jugendweihe (ich war da 14). Danach war mir schwindelig und heiß.

9. Wann haben Sie zuletzt mit dem regelmäßigen Trinken begonnen?

Zu meiner Wehrdienstzeit vom Januar bis September 2004 trank ich um dazuzugehören unregelmäßig 3-4 Bier á 0,5-l. In der Woche an verschiedenen Tagen 3 Mal. Nach der Beendigung des Wehrdienstes schränkte ich meinen Konsum auf 2-3 Bier á 0,5-l am WE (Sa oder So) ein. In der Woche, wie zur Bundeswehrzeit trank ich nun keinen Alkohol mehr. Dies behielt ich so bei, bis sich meine Freundin im März 2005 von mir trennte. Ich fühlte mich einsam. Durch den zunehmenden Frust und die größerwerdende Einsamkeit steigerte sich der Konsum unmerklich. Vor der TF habe ich am WE häufig 7-8 Bier (á 0,5-l) getrunken und ab und zu eine Flasche Wein (á 0,7-l). Wein nicht jedes WE. Dazu noch in der Woche an unterschiedlichen Tagen 4-5 Bier (á 0,5-l), so 3 mal.

10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ich trank in der Woche unregelmäßig 4-5 Bier (á 0,5-l), ca. 3 mal und am WE (Sa oder So)7-8 Bier (á 0,5-L) plus 1 Flasche Wein (á 0,7-l). Wein nicht jedes WE, auch manchmal in der Woche.

11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Am WE trank ich meistens mit Freunden, sonst allein. Auf Dorffesten, in Disco, Bars mit Freunden, allein zu hause. Auf Geburtstagsfeiern und Party von Freunden.

12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Innere Motive: Ich wollte innerliche Ruhe finden, meine Alltagssorgen vergessen. Meine Alltagssorgen waren die Angst vor der Zukunft, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes. Dazu kam noch die zunehmende Einsamkeit, weil ich keine Freundin hatte.
Äußere Motive: Zum Streß und der Unzufriedenheit auf Arbeit kam noch hinzu, dass sich meine Eltern scheiden lassen wollten. Ich hatte da große Verlustängste und dachte damals, dass der Kontakt zu meinen Eltern jetzt abbricht.

13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet?
(bei wenig und bei viel Alkohol)

Bei wenig: Sehr kontaktfreudig, leichtere Kommunikation
Bei viel: Unwohlsein, plötzliche Stimmungsschwankungen, Kommunikation verschlechterte sich (man bekam nicht mehr alles mit)
Habe allein getrunken, weil ich nicht immer nur wegging und damit es nicht so auffiel, wie viel ich trank. Auf Partys oder Geburtstagen trank ich nicht so viel (5-6 Bier á 0,5-l). Alleine zuhause trank ich öfters mehr so 7-8 Bier á 0,5-l, ab und zu eine Flasche Wein á 0,7-l. Ich trank allein zuhaus, um die Alltagssorgen (Angst vor der Zukunft, Angst um den Arbeitsplatz) zu vergessen und um meine Einsamkeit (keine Freundin) zu verdrängen. In Gesellschaft fiel es nicht auf, welche Sorgen ich mir machte.

14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein gab es nie. Da ich meine Tage wo ich trank immer so auswählte, dass ich am nächsten Tag niemanden begegnete bzw. zu meinen Verwandten und Freunden sagte, heute habe ich keine Zeit.

15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Durch den hohen Alkoholkonsum hatte ich keinen Antrieb mehr. Ich fühlte mich früh schon matt und dachte: wieder so ein blöder Tag. Ab und zu hatte ich Kopfschmerzen und öfters war ich müde. Der Kontakt zu meinen Freunden brach etwas ab, da ich nicht mehr so oft mit ihnen wegging. Ich sagte immer, heute habe ich keine Lust bzw. keine Zeit.

16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben?
Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Ich habe keinen Vergleich mehr, da ich nichts mehr trinke.

17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja am Tag der Trunkenheitsfahrt, dem 01.10.05.

18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein.

19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein?
(mit Begründung)

Früher: Ich habe mir keine Gedanken über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol gemacht. Auch das ich zuviel trank, wurde mir erst durch die TF klar.
Heute: Ich habe damals den Alkohol missbraucht, um auf andere Gedanken zu kommen, und um Frust abzubauen. Ich hätte mir eher Gedanken machen sollen, über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol. Ich hätte eher Hilfe suchen sollen bei meinen Sorgen und Ängsten. Heute weiß ich, wo ich Hilfe finden kann.

Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Heute trinke ich gar keinen Alkohol mehr.

21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Zuletzt trank ich Alkohol am Tattag (01.10.05)

22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein.

23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ohne Alkohol geht es mir viel besser. Seit ich nichts mehr trinke habe ich viele neue Freunde gewonnen und positive Erfahrungen gemacht. Ich habe auch festgestellt, das man auch ohne Alkohol viel Freude und Spaß haben kann. Meine neue Freundin hätt ich bestimmt nicht kennengelernt, wenn ich früh um 4.00 Uhr in der Disko angetrunken gewesen wäre. Das Leben ist einfach unbeschwerter. Seitdem ich keine Alkohol mehr trinke, genieße ich auch den Respekt von meinen Freunden und Familie.

sachse23
05.12.2006, 13:53
24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Habe das Trinken aufgegeben, weil ich mir nach der Tat bewusst geworden bin, was ich getan habe, wie verantwortungslos ich war, und das das Leben viel zu schade ist, um zu trinken. Heute weiß ich auch, das es vom Missbrauch zur Abhängigkeit nur ein kleiner Schritt ist. Ich habe das Trinken nicht eher aufgegeben, weil ich mir da noch nicht bewusst war, was Alkohol anrichtet. Bzw. weil ich noch keine negativen Erlebnisse bis zur TF mit Alkohol hatte.

25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Lange und intensive Gespräche mit meiner Familie, Freunden. Die Umstellungsphase war nicht leicht, da der Alkohol leicht zu beschaffen ist. Habe aber immer im Geschäft dran gedacht, wie der Alkohol mein Leben negativ beeinflusst hat. Das hat immer gewirkt! Meine Freunde und Familie wissen, was passiert ist, und warum ich nichts mehr trinke.
Am Anfang reagierten meine Freunde erstaunt. Manche begriffen auch meine Haltung der völligen Abstinenz nicht. Zu denen habe ich heute keinen Kontakt mehr. Die Freunde die begriffen, was ich will, zu denen habe ich den Kontakt ausgebaut und wir unternehmen öfters was zusammen.
Habe bzw. betreibe immer noch viel Sport (Radfahren, Schwimmen, Wandern, Joggen).
Der Kontakt zu meinen Eltern hat sich auch gebessert. Nachdem ich ihnen von meiner TF erzählt habe, haben sie begriffen, dass sie mich etwas unterstützen müssen bzw. das sie mir bei Problemen zur Seite stehen. Heute kann ich zu beiden Elternteilen gehen, wenn ich Sorgen oder Probleme habe, und mit Ihnen darüber reden. Das hilft mir sehr.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Bin gesund und fit, habe abgenommen. Im Vergleich zu früher fühle ich mich viel besser. Ich bin morgens schon fit und nicht mehr verkatert. Freunde und auch die Familie ist sehr überrascht von meiner Wandlung und beeindruckt, das ich das so durchziehe. Sie unterstützen mich dabei. Wenn ich Hilfe brauche, kann ich mich immer an meine Eltern oder Freunde wenden.
Manche Freunde haben auch schon erkannt, das Alkohol nicht wirklich wichtig ist.

27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Wenn ich Probleme habe, gehe ich erst mal eine Runde joggen und denke in Ruhe darüber nach, was ich jetzt tun werde. Wenn ich mir darüber im Klaren bin, rede ich mit meiner Freundin und meinen Eltern darüber und hole mir ihre Meinung dazu ein. Ich teile ihnen mit, was ich mir so vorstelle, wobei ich offen bin für andere Vorschläge. Gerne lasse ich mich auch von einer anderen Meinung überzeugen.

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, denn ich will nie mehr in die Situation kommen, durch mein Verhalten anderes und mein eigenes Leben zu gefährden. Dass die Rückfallgefahr dennoch besteht, bin ich mir bewusst. Aber durch mein neugefundenes Selbstbewusstsein, neue Freizeitgestaltung, teilweise neuen Freundeskreis habe ich Möglichkeiten gefunden, mit Problemen und Ängsten umzugehen. Und wenn doch mal alle Stricke reißen, weiß ich wo ich Hilfe bekommen kann z.B. bei der Diakonie (Teilnahmebestätigung an Seminar für alkoholauffällige Kraftfahrer lege ich bei der MPU vor) oder meinen Eltern.

29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich trinke nichts mehr, und werde das auch so beibehalten.

30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Nein.

alisha61
05.12.2006, 20:25
. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Samstag, 01.10.05, nach Beendigung der Arbeit, fuhr ich noch zum Getränkemarkt um mir 1 Kasten Bier (20x0,5 Liter) zu kaufen. Dies tat ich aber nicht jedes WE. Zu hause angekommen, merkte ich, wie mich der Frust überkam. Der Streß auf Arbeit und die zunehmende Einsamkeit (keine Freundin) überkamen mich. So machte ich mir gegen 14:30 Uhr die erste Bierflasche á 0,5-l auf, um den Frust wegzuspülen. Die erste Flasche bewirkte jedoch nur, dass ich mich noch weiter in meinem Frust steigerte. So trank ich ohne nachzudenken, weitere Flaschen Bier.

hier würde ich einiges umformulieren.Am Samstag, 01.10.05, nach Beendigung der Arbeit, fuhr ich noch zum Getränkemarkt um mir 1 Kasten Bier (20x0,5 Liter) zu kaufenda ich am Abend Bekannte erwartete.Zu hause angekommen, merkte ich, wie mich der Frust überkamder schon den ganzen Tag an mir nagte, da ich Stress auf der Arbeit hatte. Zudem fühlte ich mich mal wieder sehr einsam, da ich zu diesem Zeitpunkt keine Freundin hatte, mit der ich auch mal reden und kuscheln konnte.2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Ich trank am Tattag 12 Flaschen Bier á 0,5 Liter innerhalb von 6 Stunden.

wenn du uns dein Gewicht gibst, können wir das nachrechnen.3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Aufgefallen nach 10 Kilometern, wie weit ich fahren wollte, weiß ich nicht mehr genaudu bist schon recht weit gekommen mit 10 km, andere hätten nicht mal das Zündschloss gefunden, d.h. du bist schon einiges gewöhnt.4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)

Durch den hohen Alkoholkonsum konnte ich nicht mehr unterscheiden, was richtig und falsch ist. Dadurch dass bei vorherigen Trunkenheitsfahrten alles gut ging, dachte ich, dies ist diesmal genau sound wie denkst du heute? du hast geschrieben, dass du dich teilweise nicht erinnern kannst, also gabs Lücken durch den hohen Konsum, daher war deine Konzentration sehr herabgesetzt und kein vernünftiges Denken mehr möglich.5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Hätte weniger trinken sollen. Hätte mir eher Gedanken machen sollen über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol. Hatte nicht vor zu fahren, dadurch das ich soviel getrunken hatte, fuhr ich dann dochhäätem hätte, hätte...das will der GA nicht hören...du konntest die Fahrt durch den vielen Alkohol und deinen beeinträchtigten Reaktionen, Denken, Handeln und Erinnerungslücken gar nicht vermeiden.7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Unter Alkoholeinfluss bin ich ca. 6-7 Mal gefahren. Ich habe durch meine erste Alkoholfahrt (in einer Linkskurve an den Bordstein gefahren, Reifen war kaputt, aber ich bin weitergefahren, ohne das mich die Polizei angehalten hat) den falschen Umgang mit Trinken und Fahren gelernt. Dadurch das bei meiner ersten Alkoholfahrt alles gutging, habe ich mir bei den nächsten Fahrten gesagt, es ist doch schon einmal gutgegangen. So ging mit jeder weiteren Alkoholfahrt die Hemmschwelle verloren. Erst heute bin ich mir bewusst, wie verantwortungslos mein Verhalten für mich und andere Verkehrsteilnehmer war.du warst nahezu an der 2 Promillengrenze, da nimmt dir kein GA diese 6-7x ab, hier sollten einige hundert kommen.8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen?
(Allererste Erinnerung und erster Konsum)

So als ich 6 oder 7 Jahre war, benahmen sich die Erwachsenen beim Geburtstag komisch. Das erste Mal trank ich 1 Glas Sekt zu meiner Jugendweihe (ich war da 14). Danach war mir schwindelig und heiß.welche Maßeinheit hatte das Glas?In der Woche an verschiedenen Tagen 3 Malwas, wieviel, welche Maßeinheit?12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Innere Motive: Ich wollte innerliche Ruhe finden, meine Alltagssorgen vergessen. Meine Alltagssorgen waren die Angst vor der Zukunft, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes. Dazu kam noch die zunehmende Einsamkeit, weil ich keine Freundin hatte.
Äußere Motive: Zum Streß und der Unzufriedenheit auf Arbeit kam noch hinzu, dass sich meine Eltern scheiden lassen wollten. Ich hatte da große Verlustängste und dachte damals, dass der Kontakt zu meinen Eltern jetzt abbricht.

in Frage 13 schreibst du noch, du trankst allein zuhause. Hattest du keine Selbstvertrauen, da du öfters allein warst, warst du der schüchterne Typ, gehemmt?

alisha61
05.12.2006, 20:38
14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nein gab es nie. Da ich meine Tage wo ich trank immer so auswählte, dass ich am nächsten Tag niemanden begegnete bzw. zu meinen Verwandten und Freunden sagte, heute habe ich keine Zeitdu hast es quasi verborgen, damit es niemand merkt, für mich nahezu heimlich. Pass auf das der GA dies nicht als abhängig wertet.Ich hätte mir eher Gedanken machen sollen, über den missbräuchlichen Umgang mit Alkohol. Ich hätte eher Hilfe suchen sollen bei meinen Sorgen und Ängsten. Heute weiß ich, wo ich Hilfe finden kann.
wieder diese hätte..hätte...versuch das mal ohne dieses"hätte" umzubauen. Du hast dir doch damals keine weiteren Gedanken gemacht, du hast dir keine Hilfe gesucht, da du der Meinung warst, alles sei normal, bis du den Anschubser deiner TF zum Nachdenken bekamst20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Heute trinke ich gar keinen Alkohol mehr.
heute lebe ich ABSeit ich nichts mehr trinke habe ich viele neue Freunde gewonnen und positive Erfahrungen gemacht. was für pos. Erfahrungen? Sicherlich gehts dir gesundheitlich und nicht zu vergessen finanziell besser, du hast dir Ziele gesteckt..usw..27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Wenn ich Probleme habe, gehe ich erst mal eine Runde joggen und denke in Ruhe darüber nach, was ich jetzt tun werde. Wenn ich mir darüber im Klaren bin, rede ich mit meiner Freundin und meinen Eltern darüber und hole mir ihre Meinung dazu einund wenn in einer extrem Frustsituation mal keiner von denen greifbar ist, was tust du dann?28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, denn ich will nie mehr in die Situation kommen, durch mein Verhalten anderes und mein eigenes Leben zu gefährden. Dass die Rückfallgefahr dennoch besteht, bin ich mir bewusst. Aber durch mein neugefundenes Selbstbewusstsein, neue Freizeitgestaltung, teilweise neuen Freundeskreis habe ich Möglichkeiten gefunden, mit Problemen und Ängsten umzugehen. Und wenn doch mal alle Stricke reißen, weiß ich wo ich Hilfe bekommen kann z.B. bei der Diakonie (Teilnahmebestätigung an Seminar für alkoholauffällige Kraftfahrer lege ich bei der MPU vor) oder meinen Eltern.
Du lebst heute in einer zufriedenen Abstinenz, hast ein wiedergewonnenes Selbstbewußtsein und bist motiviert. Zudem hast du dir Ziele gesetzt, die du erreichen willst(seis berufl. oder privat, z.B. Hochzeit, Baby..usw...). Wichtig ist für dich auch, auf dich zu achten, in dich zu horchen, somit erkennst du bereits Gefahren gezielt und kannst rechtzeitig hadneln, indem du dich offen mit deiner Freundin oder deinen Eltern darüber unterhälst..usw..29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Ich trinke nichts mehr, und werde das auch so beibehalten.

ich lebe AB, die Frage stellt sich mir nicht
lg ali

MaleSupremacy
06.12.2006, 01:27
Ich trank am Tattag 12 Flaschen Bier á 0,5 Liter innerhalb von 6 Stunden

Blutentnahme: 1,89 Promille, 23.05 Uhr


jo wie Ali schon sagte, hier brauchen wir (say *g*) das Gewicht von dir, mir erscheint die Trinkmenge ziemlich hoch. Ich geh von 75kg aus, da müsstest du ja weit über 2 Promille gehabt haben. Zuviel Trinkmengenangaben sind auch nicht gut, der GA soll ja erkennen das du dich damit auseinandergesetzt hast...

sachse23
06.12.2006, 19:57
Hallo liebe Forenmitglieder!

Habe damals ein Gewicht von 85 kg gehabt. Trank 12 Bier á 0,5-l in 6 Stunden. Kommt das da hin mit 1,89 Promille?

Micki66
06.12.2006, 20:10
ich komme aufgerundet auf 26 TE

Say
06.12.2006, 23:45
Hallo liebe Forenmitglieder!

Habe damals ein Gewicht von 85 kg gehabt. Trank 12 Bier á 0,5-l in 6 Stunden. Kommt das da hin mit 1,89 Promille?

Laut meiner Rechnung landest du dann bei 2,32 Promille
aber es spielen viele Faktoren eine Rolle.

Say

blossom
07.12.2006, 07:00
Immer wieder ist festzustellen das hier um Trinkmengen angaben gehandelt wird. Das ist absolut Nonsens!!, das einzige wichtige ist die Realität es nicht zu verharmlosen, dem GA klar zu machen das erbarmungslos und offen damit umgegangen wird.

Sachse!
Wenn du in 6 Std 12 halbe gesoffen hast, dann ist es eben so...fertig.
Fatal wäre doch zu sagen "... das müssen etwa 6 halbe gewesen sein und weil ich so schnell getrunken habe muss wohl der hohe BAK entstanden sein...";)

hexenkessel
07.12.2006, 09:30
Hallo Sachse ;
etwas spät, doch viel Glück und Erfolg heute , drücke dir die Daumen

LG. Hexe