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Alt Heute, 13:01
silkus silkus ist gerade online
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Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?
Zu diesem Zeitpunkt wusste keiner davon. Außer besagte Freundin mit der ich aber so nicht viel zu tun hatte. Für Sie war der Konsum normal.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?
Ja am 09.10.2017 Aufgrund des Termindruckes

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)

Nein ich sah darin noch kein Problem und ich verdrängte erfolgreich meine Probleme.
Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?
nein

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?
Konsumpause: letztes September Wochenende 2017 sowie in der regulären Woche
Spitzen: ein Tag vor der Auffälligkeit

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Abschalten wollte ich nicht, ich wollte fit sein und alles schaffen weitermachen da ich körperlich so erschöpft war hab ich keineswegs darüber nachgedacht.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Da Amphetamin zu den Drogen gehört die ein sehr hohes suchtpotenzial hat war ich sehr wohl gefährdet im Laufe der Zeit in eine schlimme Sucht zu verfallen. Dies blieb mir zum Glück erspart durch die Verkehrskontrolle und das Erwachen und dafür bin ich dankbar.


Waren sie Drogenabhängig?

nein




Wieso passiert das nicht wieder?
Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?

Definitiv ja. Ich hätte alles verhindern können. Indem ich mir Hilfe gesucht hätte bei Freunden die mir wie ich heute weiß jederzeit geholfen hätten. Nach Hilfe zu Fragen viel mir schon immer recht schwer. Ich wollte alles im Alleingang bewältigen was ich ja immer so getan habe mein ganzes Leben durchweg. Da ich immer Pflichtbewusst und Zuverlässig war. In diesem Fall aber weder Pflichtbewusst noch zuverlässig gehandelt habe. Hätte ich früher um Hilfe gebeten und diese auch angenommen zb. Wenn mich jemand Fragte brauchst du was vom Einkaufen oder sowas und ich sagte nein ich mach das schon selbst. Sowie auf die Anzeichen meines Körpers gehört. Hätte ich dies verhindern können.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?

Ich habe mich für eine strikte Abstinenz entschieden, weil ich der Meinung bin, dass der dauerhafte Verzicht ein wichtiger Baustein ist, um eine erneuten Drogenmissbrauch zu verhindern. Drogen sollen nie wieder Bestandteil meines Lebens werden. Der Konsum von Drogen hat in meinem Leben keine Probleme gelöst, geschweige denn zu einer Verbesserung meiner Situation beigetragen.
Zudem habe ich die Gründe für meinen Konsum gründlich hinterfragt und Lösungsstrategien zur Problembewältigung entwickelt und gelernt anzuwenden. Ich bitte jetzt öfters Freunde um Hilfe. Ich nehme Hilfe an wenn mir angeboten wird. Habe gelernt auch mal nein zu sagen. Ich entscheide selbst wie viel ich mir selbst Auflade. Ich bin entspannter und Plane weil ich eben nicht mehr alles auf einmal und alleine schaffen will. Ich rede offen über die Probleme die ich habe ohne Angst zu haben das ich jemanden damit belaste. Ich bekomme sehr viel mehr von meinem Umfeld. Zukünftig werden meine akuten Probleme nicht verdrängt oder ignoriert sondern offen ausdiskutiert und aufgearbeitet. Sollte ich merken, dass die Unterstützung im privaten Bereich nicht ausreicht werde ich natürlich wie dieses mal auch professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)
War erstens die Verkehrskontrolle. Da war ich so geschockt mit dem Polizeiwagen ins Krankenhaus die Durchsuchungen. Die Enttäuschung meiner Oma sowie von Freunden. Ich habe mich geschämt. Sowie natürlich auch der Entzug des Führerscheines.
Und wollte / will nie wieder in so eine schlimme Situation kommen.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in Betracht?

Gelegentlicher Konsum stellt keine Alternative für mich da. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass nur eine strikte Abstinenz dazu beitragen kann, dass es nicht erneut zu Auffälligkeiten, seitens im Straßenverkehr oder sonstigen relevanten Lebensbereichen kommen kann. Zudem ist auch bei einem gelegentlichen Konsum die Gefahr gegeben, dass sich eine Abhängigkeit entwickelt. Gerade bei einer Droge wie Amphetamin die ein sehr hohes Suchtpotenzial hat. Und es geht mir sehr viel besser ohne Drogen. Körperlich sowie seelisch.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

Nach anfänglichen Schockzustandes und dem beichten meiner Taten bei Familie, Freunden die sehr enttäuscht waren dennoch mich positiv bestärkten. Das erzählen auf der Arbeit –fiel mir sehr schwer aber ich hielt es auch hier für nötig mit offenen Karten zu spielen. Auch wenn es ein Risiko war. Was sich aber als keines herausstellte. Mein Leben ist in allen Bereichen sehr viel Entspannter geworden. Nach der Auseinandersetzung mit meiner Problematik warum es zu alle dem kam. Der Freundeskreis als auch die Familie sind viel näher zusammengerückt. Durch sehr viele Gespräche auch zu meiner Problematik. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist sehr viel besser geworden worüber ich ziemlich Happy bin. Wir besuchen uns auch regelmäßiger und telefonieren sehr oft. Ich selbst fühle mich nicht mehr überfordert und hab gelernt auch mal nein zu sagen und nicht alles im Alleingang bewältigen zu wollen. z.B.. Wenn jemand mich etwas fragte kannst du mir mal helfen Schrank aufbauen oder Umzug oder egal was es war, ich habe immer ja gesagt. Aus Angst das sie mir dann Sauer sind. Inzwischen achte ich viel mehr auf mich und verschiebe solche Sachen auf Wochenende oder freie Tage wo man eh etwas mehr Zeit hat. Und das positive daran ist es ist mir keiner Böse. Genauso ein kleines Beispiel aus der Arbeit. Ich habe das mit meinen Beiden Chefinnen (2. Arbeitsstellen)besprochen dass ich manchmal nicht alles schaffe. Das Problem der Überforderung anzusprechen war eine gute Lösung. Auch wenn mir mulmig zu Mute war. Und sie kamen mir entgegen und haben meine Situation sogar verstanden. Das war ein sehr positives Gefühl. Ich habe nicht mehr so einen großen Leitungsdruck. Was ich auch als Erleichterung empfand. Wenn ich mal was nicht schaffe ist das gar nicht schlimm es gibt ja einen nächsten Tag. Seitdem hat es sich auf der Arbeit auch zunehmend positiv geändert. Meine Arbeit macht mir wieder sehr viel Spaß. Je mehr Probleme ich gelöst habe, je mehr Fortschritte ich erfolgreich gemacht habe, desto mehr ist mein Abstinenter Weg der vollkommen richtige. Ich wurde von mal zu mal glücklicher. Auch der Gang zur Drogenberatung war für mich sehr gute Hilfe, das analysieren meiner Problematik sowie zu wissen das ich dort Hilfe bekomme war richtig befreiend für mich. Und was ganz besonders wichtig für mich ist meine Oma wäre sehr stolz auf mich sowie die gemeinsame Zeit mit meiner Tochter genieße ich sehr. ( Die kam ja zu kurz die ganze Zeit vorher. Alles im allen hat sich mein ganzes Leben in allen Bereichen durch den Vorfall zum positiven verändert. Ich bin Glücklich wie es jetzt ist. Und werde meinen Lebensweg so beibehalten.


Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?


Freunde, Anfänglich Oma April 2018(leider verstorben), Meine Familie ( Mutter ) Sowie einige Arbeitskollegen. Die Psychologin bei der Drogenberatung war auch eine sehr große Hilfe.


Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?

Mein familiäres Umfeld sowie Freunde haben sehr positiv auf die Umstellung reagiert. Sie merkten, dass eine große Anspannung von mir fiel und ich deutlich entspannter und ruhiger auftrat. Dieses sehr gute Verhältnis hält immer noch an. Im allgemeinen achte ich mehr auf mich. Gönne mir wenn ich das möchte zb. Eine Auszeit auf dem Sofa. Und ich weiß keiner ist mir böse. Was mir sehr gut tut.
Meine Arbeitskollegen sagen auch dass ich total entspannt wäre und glücklicher und gesünder aussehe, was ich natürlich auch bin.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?
nein

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?
nein

Wie haben Sie in Zukunft vor mit dem Konsum umzugehen?
Ich werde meine begonnene Abstinenz weiterhin fortführen und keinen Umgang mehr mit illegalen Drogen pflegen.

Haben Sie zu Hause Amphetamin?

nein

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?

Indem ich weiterhin abstinent bleibe. Und jeden Kontakt mit Drogen vermeide.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?

Theoretisch schließe ich für mich einen Rückfall aus, da ich den Kontakt zu Drogen und deren Konsumenten strikt vermeide. Ich gestalte heute meine Freizeit oder auch die Arbeit ganz anders wie früher zB. Spieleabende mit Kind und Freunden. Oder einfach einen schönen Spaziergang mit meinem Hund. Wenn ich nochmal in so eine Situation kommen würde weis ich jetzt viel besser mit dieser umzugehen. Sollte ich da doch Probleme haben oder das Gefühl haben oder ein verlangen nach Drogen verspüren. Werde ich mir sofort Hilfe suchen und mich jemanden anvertrauen ob es nun Familie oder Freunde oder die Drogenberatung ist. Es gibt mehr als genug Anlaufstellen für mich.


Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?

1-mal im Jahr ein Schluck Sekt zum Anstoßen Sylvester.




Hoffe das passt einigermaßen.
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