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  #51  
Alt 27.08.2018, 19:41
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marianee marianee ist offline
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Ich möchte mich zu sehr hier in den FB reinhängen, weil ja bereits die Profis dran sind, allerdings sticht mir eines ins Auge:

Zitat:
Ich werde mir immer bereits im Vorfeld Gedanken über die Hin- und Rückfahrt machen bzw. Übernachtungsmöglichkeiten unter der Berücksichtigung von Restalkoholmengen machen.
Wenn du KT praktizierst, dann sollten es auch nicht mehr als max. 2 Trinkeinheiten sein und Restalkohol darf dann keine Rolle mehr spielen.
Ich möchte dich hier nicht kritisieren, du hast ja auch noch ein paar Tage.
Allerdings sieht es mir ein wenig danach aus, dass du das KT ein bisschen als Mittel zum Zweck praktizierst. Das kann durchaus gut gehen. Aber es muss hieb- und stichfest rüberkommen.

Noch was, ein Widerspruch:

Zitat:
Ich trinke noch Alkohol des Genusses wegen. Sonst aus keinem anderen Grund. Früher hatte ich es gemacht weil ich "voll" sein wollte.
Ich finde das Konzept KT einerseits schwachsinnig. Ich kann nicht nachvollziehen wieso ich einen Trinkanlass im Vorraus planen soll und mich dann selbst einschränken soll "stop du hast in deinen Kalender 1 Bier rein geschrieben, du darfst nicht mehr trinken". Und einen anderen Tag wenn ich ein Bier trinken will!, des Genusses wegen darf ich dann nix trinken weil ich im Kalender nichts im Vorraus geschrieben habe.
Es sollte doch darum gehen den Umgang mit Alkohol immer im Griff zu haben und jederzeit sagen zu können. OK, das ist jetzt genug.
Und das kann ich. Ich habe wie gesagt 3x jeweils 0,5l Bier getrunken. Und ich denke, dass dies nicht zuviel ist und ich mich jederzeit unter Kontrolle hatte.
Früher wolltest du "voll" sein. Ist aus meiner Sicht auch okay.
Solch eine Diskussion über Sinn und Unsinn zu führen, ist hier gestattet.
Bei der MPU wird das dein k.o.
Kontrolliertes Trinken heißt auch, sofort Stop zu sagen. Und das ist leichter gesagt, als getan. Und den Alkohol immer im Griff zu haben, ist auch eine gewagte These. Geht eine Weile gut, manchmal auch lange. Aber irgendwann ist es so, dass der Alkohol dich im Griff hat, oder haben kann. Oder, besser ausgedrückt, warum bist du dann gefahren?

Ich möchte damit verdeutlichen, dass du in Vorbereitung der MPU mit KT strikt nach den Vorgaben leben, handeln und diskutieren musst.
Warum trinkst du heute KT?
Warum lässt du dich nicht mehr voll laufen?
Was hat sich durch KT verändert?
Welche Veränderungen persönlicher Art hast du erlebt und durchlebt?
Wie wirst du diese Veränderungen weiterleben?
Wie bereits schon erwähnt, fehlen hier innere Motive.
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  #52  
Alt 27.08.2018, 19:42
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marianee marianee ist offline
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Zitat:
Ich möchte mich zu sehr hier in den FB reinhängen, weil ja bereits die Profis dran sind, allerdings sticht mir eines ins Auge:
Sorry: hier felht das "..nicht zu sehr.."
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  #53  
Alt 29.08.2018, 23:40
dabayer dabayer ist offline
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Ja, ich will mich gar nicht von der Verantwortung drücken, auch wenn ich das unbewusst vllt. mit dem "man" mache.
Vermutlich muss ich meine Sprache nochmal trainieren, damit die Thematik vernünftig rüber kommt.

Wie gesagt, über Sinn und Unsinn von KT allg. will ich nicht diskutieren. Das einzige was mich eben gestört hat, war das planen von Anlässen andem ich Alkohol trinken "darf". Macht für mich keinen Sinn.

Anscheinend ist es ja momentan nicht KT was ich praktiziere, weil ich eben keine Trinkanlässe plane.
Soll ich nun einen Trinkkalender anfertigen auch von meiner Vergangenheit? Macht das Sinn? Ich habe jetzt bereits schon längere Zeit überhaupt nichts getrunken. Ich habe gelesen, dass Haarproben für die letzten 3 Monate am Tag der MPU gemacht werden können. Rein aus Interesse - Ich dachte es wäre nur möglich überhaupt festzustellen, "wurde Alkohol getrunken oder nicht". Wie funktioniert das bei KT, bei dem ich ja was trinken darf?!

Innere Motive überarbeite ich demnächst.

Nochmal die andere Frage. Ich muss bis 2. Nov. mein Gutachten abgeben. D.H. ca. Anfang Oktober zur MPU? Die melden sich anscheinend bei mir, oder muss ich tätig werden und einen Termin vereinbaren?

VG
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  #54  
Alt 30.08.2018, 08:58
derm derm ist offline
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Zitat:
Nochmal die andere Frage. Ich muss bis 2. Nov. mein Gutachten abgeben. D.H. ca. Anfang Oktober zur MPU? Die melden sich anscheinend bei mir, oder muss ich tätig werden und einen Termin vereinbaren?
Generell läuft es so ab: Nach dem Neuantrag bekommst du die Aufforderung zur MPU und du sollst ein MPI benennen. (Hast du dies bereits?) Wenn du dann das MPI benannt hast, schickt die Führerscheinstelle die Akte dort hin. Dann meldet sich die Führerscheinstelle bezüglich eines Termins bei dir.
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  #55  
Alt 30.08.2018, 09:28
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Zitat:
Zitat von dabayer Beitrag anzeigen
Nochmal die andere Frage. Ich muss bis 2. Nov. mein Gutachten abgeben. D.H. ca. Anfang Oktober zur MPU? Die melden sich anscheinend bei mir, oder muss ich tätig werden und einen Termin vereinbaren?

VG

Wenn die Akte beim MPI ist, machst Du nen Termin, wie derm schon sagte. Da es immer ein paar Tage dauern kann, bis die FSST die Akte vollständig hat und versenden kann, würde ich mir mal keinen Kopf machen. Der 2.11. ist übrigens keine harte Deadline. Da du keinen Führerschein hast, ist es dem Sachbearbeiter völlig wurscht, wann Du die MPU machst. Ruf da an, wenn Du absehen kannst dass Du Dich nicht ausreichend vorbereitet fühlst und gerne noch 4 oder 6 Wochen warten würdest und in aller Regel sollte das kein großes Problem sein. Und ich habe den Eindruck, dass Du wirklich noch ein paar Tage Vorbereitungszeit gebrauchen könntest. So lange ist die TF noch nicht her, und so ein bißchen haderst Du ja noch mit KT, wenn das bei der MPU durchscheint, ist das schlecht. Aber ich mag mich auch täuschen. In jedem Fall: Mach Dir keinen Zeitdruck. Ich weiß, Du würdest gerne wieder Auto fahren, aber ich hab auch 3 Wochen mehr gebraucht, als die Sperrfrist eigentlich gedauert hätte. Hätte mir das jemand am Anfang gesagt, wäre das ein Riesendrama gewesen. Aber als dann die MPU wirklich bevorstand, war das wirklich völlig nebensächlich. Ich bin genau zum richtigen Zeitpunkt angetreten. Das ist das Wichtigste.
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  #56  
Alt 30.08.2018, 10:43
derm derm ist offline
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Sorry, ich meinte das MPI meldet sich bezüglich eines Termins, nicht die Führerscheinstelle.
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  #57  
Alt 30.08.2018, 16:34
dabayer dabayer ist offline
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Antrag ist raus, morgen schaue ich mir meine Akte an. Dann gehen die zur mpi.
Die melden sich dann bei mir zwecks Termin.

Naja wie gesagt.. hadern.. bis auf das, das ich meine Alkoholanlässe nicht plane, betreibe ich ja bereits KT. Ich werde trotzdem mal einen Trinkkalender anfertigen.

„So lang“ ist relativ. Mir reichen die 7 Monate bisher. Aber klar, mehr Vorbereitung schadet nie!
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  #58  
Alt 10.09.2018, 19:27
dabayer dabayer ist offline
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1. Beschreiben Sie den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten.
(wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)
Ich bin Student und hatte am 2.2. meine letzte Prüfung. Ein paar Kommilitonen und ich hatten uns nach der Prüfung verabredet uns nochmal zu treffen und ein gepflegtes Frühstück mit Weißwurst und Bier zu genehmigen. Von da an wurde gegessen und Bier getrunken. Eins nach dem anderen. Um ca. 16:00 haben die anderen entschieden, sich von der privaten Feier zu verabschieden und zu einer anderen Feier weiter zu gehen. Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich nicht mehr mitgehen wollte bzw. nicht mehr trinken wollte entschied ich mich, vor Ort zu bleiben und diesen Tag/Nacht hier zu verbringen und am nächsten Tag nachhause zu fahren. Als ich aber nun alleine Zuhause war, rief meine Freundin an, die bei mir zu Hause auf mich wartete. Ich entschied mich ins Auto zu steigen und nachhause zu fahren.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken?
(Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)
Ich selbst weiß es nicht mehr. Am nächsten Tag wurde mir aber von meinen Kollegen gesagt, dass es wohl 9 Bier a 0,5 l waren.

3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?
Ich wollte ingesamt 10 km fahren und bin ca. 9 gefahren wo ich erwischt wurde. Bei km 3 meiner Strecke wurde ich gelasert. Infolgedessen wurden andere Polizeikollegen auf mich angesetzt die mich dann bei km 9 einer Fahrzeugkontrolle unterzogen haben.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können?
(Ja/Nein + Begründung)
Nein, ich hatte das Gefühl nicht mehr sicher fahren zu können, alles war verschwommen.

5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?
Ich wollte ursprünglich gar nicht fahren. Rest siehe Frage 1.


12. Warum haben Sie getrunken?
(Innere + äußere Motive)

Als ich die Schule begann bzw. danach mein Studium dann, war vermutlich das Motiv "dazu gehören zu wollen". Ich habe zuvor bei meinen Eltern gewohnt und bin ab dem Studium in meine Studentenstadt gezogen. Hier wollte ich natürlich möglichst schnell neue Leute kennen lernen. Nachdem ich mit Alkohol kontaktfreudiger und ungehemmter bin, gelang mir das einigermaßen gut. Ich komme ursprünglich aus dem Dorf. Ich behaupte einfach mal, dass man am Dorf einfach mehr und spontaner trinkt. Nachdem ich dieser Meinung gerecht werden wollte, bin ich dann immer dabei gewesen, wenn meine Kollegen was zu feiern hatten oder einfach mal auf ein Bierchen in die Stadt gingen (meistens blieb es nicht bei einem). Wie gesagt, dass war zu Anfang des Studiums. In den darauffolgenden Semestern trank ich dann weniger, weil ich mich trotzdem aufs Studium konzentrieren wollte. Und nicht nur bestehen, sondern mit einer einigermaßen guten Note bestehen wollte. Irgendwann, ich denke es war ab dem 5. Semester ist das gröbste eigentlich rum. Natürlich waren wir noch Studenten. Aber alle "schwierigen" Prüfungen waren alle absolviert. Danach kamen irgendwelche Praktika die natürlich auch gemacht werden mussten. Allerdings war die Anforderung an uns bei weitem nicht so hoch als zuvor. Meine Kollegen und ich haben uns angewöhnt, wieder öfters weg zu gehen, weil das Studium von den Noten her größtenteils gelaufen war. Wir waren auf uns selber einfach stolz, weswegen wir uns immer öfters und öfters selbst mit Alkohol belohnen wollten und dies auch taten. Was können uns die Proffs schon. Wir haben das Studium ziemlich gut gemeistert und sind eigentlich nur noch hier um unsere Präsenzzeiten voll zu kriegen.
Im letzten Semester dann, schrieb ich meine Abschlussarbeit. Ich zog wieder zu meinen Eltern, weil ich die Arbeit in einem Unternehmen nah an meinem ursprünglichen Wohnort schrieb. Ich hatte eine anspruchsvolle Arbeit, weswegen ich dann auch zuhause alleine zur Flasche griff, weil ich unzufrieden war und mich mit dem Alkohol selbst "trösten, bemitleiden?" konnte. Ich fühlte mich kurzzeitig besser, weil man zudem die Probleme der Arbeit vergessen konnte. Als ich meine Arbeit fertig hatte, bin ich dann wieder in meine Studentenstadt. Hier haben quasi meine Freunde schon auf mich gewartet und wir gingen wieder öfters weg und feierten unser letztes Semester. Weil ich kaum negative Erfahrungen mit dem hohen Alkoholkonsum gemacht habe (und wenn dann keine gravierenden), war das Trinkverhalten auch irgendwann antrainiert, es war „normal“, viel zu trinken um eine gute Party zu erleben. Auch wenn ich in den letzten Jahren deutlich selbstbewusster geworden bin, mich nicht mehr als introvertiert einschätze, mehr Kontakte geknüpft habe und mich über die negativen Seiten des Hochkonsum - z.B. „Hangover-Sonntage“ - mehr und mehr geärgert habe, blieb das Trinkverhalten bis zur Trunkenheitsfahrt weiterhin wie oben beschrieben. Habe mir damals darüber eben gar nie Gedanken gemacht, ob ich nicht mit mäßigem Alkoholkonsum besser wegkommen würde als mit dem (aus heutiger Sicht) kritischen Missbrauch bis zum Vollsuff.

Geändert von dabayer (10.09.2018 um 19:42 Uhr)
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