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  #11  
Alt 10.05.2019, 23:30
Benutzerbild von marianee
marianee marianee ist offline
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Ich möchte damit bloß ausdrücken, in welche Lage der Alkohol uns bringen kann. Auch wenn hier jemand sagt, ich bin kein Alki, ich habe meinen Konsum jederzeit unter Kontrolle. Da hat er Glück. Aber warum ist er hier gelandet?
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  #12  
Alt 11.05.2019, 07:53
Radian Radian ist offline
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Also einem Arbeitskollegen ist ähnliches mit einem Firmenbulli passiert. Hier war es aber keine Laterne, sondern tatsächlich ein anderer PKW (Schaden 400€). Auch Anzeige wg. Unfallflucht, Verfahren wurde aber recht schnell eingestellt. Keine Konequenz durch die Fsst trotz Probezeit. Auch der Kollege ist erst Nachmittags zur Polizei, nachdem er den Schaden am Bulli bemerkt hatte, was ihm dann lt. Polizei zu Gute gehalten wurde.
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  #13  
Alt 11.05.2019, 08:32
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Der Fall deines Arbeitskollegen war aber ganz anders gelagert. Dein Arbeitskollege hatte wohl weder eine MPU im Hintergrund noch war ihm eine Fahrerflucht nachzuweisen.

Grohe hatte aber erst vor kurzer Zeit eine MPU und hat jetzt eine Fahrerflucht (Vorsatzdelikt, Straftat) begangen.

Mit der Vorgeschichte steht zumindest der Verdacht einer weiteren Alkoholfahrt im Raum. Deshalb kann die Führerscheinstelle ein ärztliches Gutachten fordern.

Wenn keine Haarproben möglich sind können zum Beispiel zwei bis drei unvorhergesehene Urinproben gefordert werden. Falls Grohes Angaben zudem unglaubwürdig sind kann das Gutachten auch ohne direkten Alkoholnachweis negativ ausfallen. Negativ darf auch bewertet werden falls Grohe nach dem Unfall plötzlich einen Kurzhaarschnitt bevorzugt.

Wegen der MPU und der damit verbundenen Vorgeschichte und der Fahrerflucht kann die Führerscheinstelle auch direkt eine MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung fordern. Immerhin geht es um zwei Straftaten mit verkehrsrechtlichem Bezug.

Der Führerschein / die Fahrerlaubnis werden damit wohl für mindestens ein Jahr abwesend sein.
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  #14  
Alt 11.05.2019, 10:19
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Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von Radian Beitrag anzeigen
Also einem Arbeitskollegen ist ähnliches mit einem Firmenbulli passiert. Hier war es aber keine Laterne, sondern tatsächlich ein anderer PKW (Schaden 400€).
Da liegt der Unterschied. Unter 600€ wird bei einem Ersttäter i.a.R. eingestellt. Nächste Grenze dann 1.300€, ab da ist es ein erheblicher Schaden.
Zitat:
Zitat von MrMurphy Beitrag anzeigen
Mit der Vorgeschichte steht zumindest der Verdacht einer weiteren Alkoholfahrt im Raum. Deshalb kann die Führerscheinstelle ein ärztliches Gutachten fordern.
Das bezweifele ich. Dafür müßten Tatsachen vorliegen, die die Annahme einer Alkoholabhängigkeit rechtfertigen. „Nur“ ein Unfall reicht dafür nicht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #15  
Alt 11.05.2019, 10:38
MrMurphy MrMurphy ist offline
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Ein Unfall mit Unfallflucht und der Vorgeschichte mit der MPU sind aber ein anderes Kaliber.
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  #16  
Alt 11.05.2019, 10:43
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Alana Alana ist offline
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Ja. Aber es gibt doch keinerlei Hinweise darauf, daß dies unter Alkoholeinfluss geschah. Klar, kann man spekulieren, aber begründenden Tatsachen sind das juristisch noch nicht.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #17  
Alt 11.05.2019, 13:37
Grohe Grohe ist offline
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Erst einmal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten!
Da hilft mir schon mal sehr weiter!

Zitat:
Zitat von troy Beitrag anzeigen

Und jetzt mal ehrlich gefragt, du hattest nicht irgendwie getrunken oder hattest Restalkohol und wusstest, dass dein Führerschein weg ist, wenn du das meldest? Deswegen bist du weiter gefahren und gewartet, bis der Alkohol raus dem Blut ist?

Was würde denn eine Haaranalyse rückwirkend für 3 Monate für ein Bild darlegen? Auf deutsch, wie sah dein Konsum aus? Mit welchem Modus (Abstinenz oder kontrolliertes Trinken) hast du die 2017er MPU bestanden?

LG Stefan
Nein, ich hatte kein Alkohol und auch kein Restalkohol im Blut.

Ich habe seit ca. 1 Woche vor diesem Unfall Alkohol konsumiert. Seither gar nicht mehr.
Bedeutet: Eine Kontrolle über ETG in den Haaren ist hier sehr knapp. Ich habe zwar ca. 1 Woche vor dem Unfall nichts mehr getrunken, allerdings glaube ich das vom letzten Konsum noch etwas in den Haaren wäre da 1 Woche zu nah beieinander liegt. Der Unfall ist jetzt ca. 2,5 Monate her.

Meine MPU habe ich mit vollständiger Abstinenz bestanden. Und die Abstinenz weiterhin zu leben ist im Gutachten ebenfalls so festgehalten.

Zitat:
Zitat von marianee Beitrag anzeigen

Hast du diesbezüglich eine Aussage getätigt. Haben sie eine Urinprobe genommen. Aber selbst eine Aussage langt zu. Selbst wenn du keine Unterschrift geleistet hast. Selbst eine Unschuldsvermutung langt in dem Fall. Da wird man dir vorwerfen: Gefahr für die allgemeine Sicherheit.
Leider habe ich eine Aussage getätigt, wie oft, ohne es wirklich zu bemerken. Eine Alkoholkontrolle in Form von Pusten oder Urin wurde nicht entnommen. Ich habe keine Unterschrift geleistet.
In der Aussage selbst ist auch beschrieben, dass ich "es mir gesundheitlich nicht gut ging", was ich aber so nie gesagt habe.

Der Polizist sah, dass ich mit laufender Nase, Husten und tiefer Stimme in die Wache kam.
Ich sagte: Wie man sieht, ich bin etwas angeschlagen.

Eine offizielle Stellungnahme zum Hergang hat mein Anwalt abgegeben.

Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Was den Führerschein betrifft, hängt die Strafe im Wesentlichen davon ab, wieviel denn der Schaden kostet. In aller Regel gibt es bis 1.300 € ein Fahrverbot, darüber hinaus einen Entzug der Fahrerlaubnis mit einer Sperrfrist von 6 Monaten.

Sind denn irgendwelche Hinweise darauf, daß Du beim Unfall alkoholisiert Arzt, aktenkundig? Ansonsten dürfte das nachträglich nur schwer nachzuweisen sein. Eine Haaranalyse bei kurzen Haaren läßt ich nicht erzwingen.

Ansonsten ist der § 142 StGB einschlägig.
Nein, hier ist nichts aktenkundig. Lediglich nachzuweisen wäre es, dass ich in der darauffolgenden Woche krankgeschrieben war, wegen der genannten Erkältung.

Zitat:
Zitat von MrMurphy Beitrag anzeigen

Mit der Vorgeschichte steht zumindest der Verdacht einer weiteren Alkoholfahrt im Raum. Deshalb kann die Führerscheinstelle ein ärztliches Gutachten fordern.

Wenn keine Haarproben möglich sind können zum Beispiel zwei bis drei unvorhergesehene Urinproben gefordert werden. Falls Grohes Angaben zudem unglaubwürdig sind kann das Gutachten auch ohne direkten Alkoholnachweis negativ ausfallen. Negativ darf auch bewertet werden falls Grohe nach dem Unfall plötzlich einen Kurzhaarschnitt bevorzugt.

Wegen der MPU und der damit verbundenen Vorgeschichte und der Fahrerflucht kann die Führerscheinstelle auch direkt eine MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung fordern. Immerhin geht es um zwei Straftaten mit verkehrsrechtlichem Bezug.

Der Führerschein / die Fahrerlaubnis werden damit wohl für mindestens ein Jahr abwesend sein.
Eine Haarprobe wäre möglich. Allerdings nur vom Oberkopf. In der Regel soll man ja Haare vom Hinterkopf entnehmen. Dies ist aber nicht möglich, da zu kurz. Eine Änderung meines Haarschnittes gab es seit dem Unfall nicht.

Verstehen könnte ich eine MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung, aber durch eine reine Vermutung ich könnte alkoholisiert gewesen sein, kann man kir doch keine erneute Fragestellung bezüglich Alkohol aufbrummen oder?
Einen erneuten Abstinenznachweis um einfach den Verdacht zu enthärten könnte ich dennoch nachvollziehen.

Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Ja. Aber es gibt doch keinerlei Hinweise darauf, daß dies unter Alkoholeinfluss geschah. Klar, kann man spekulieren, aber begründenden Tatsachen sind das juristisch noch nicht.
Juristisch begründen könnte man dies tatsächlich nicht. Die Polizei hätte hier am Abend (ca. 7 Stunden nach dem Unfall) eine Alkoholprobe entnehmen können (Urin), welche natürlich hätte verweigern können.

Allerdings:

Sollte die Führerscheinstelle auf mich zukommen und mich um einen Abstinenznachweis bitten, kann ich dann wählen ob ich eine Urinprobe oder eine Haarprobe abgebe?
Beide Verfahren sind ja anerkannt.
Doch ich glaube den genauen Unterschied kennen wir alle.

Eine Urinprobe schließt dann doch nur auf einen aktuellen Konsum der letzten 3 Tage. Eine Haarprobe schließt auf den Konsum der letzten 3 Monate.

Kann die Führerscheinstelle hier eine Haarprobe verlangen und eine Urinprobe als "nicht akzeptabel" bewerten?

Geändert von Grohe (11.05.2019 um 14:06 Uhr)
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  #18  
Alt 11.05.2019, 22:05
Radian Radian ist offline
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Zitat:
Zitat von MrMurphy Beitrag anzeigen
Der Führerschein / die Fahrerlaubnis werden damit wohl für mindestens ein Jahr abwesend sein.
Hier auf Grund einer unterstellten Alkoholfahrt und wilder Spekulationen Mitforisten Angst einzujagen find ich zum jetzigen Zeitpunkt völlig daneben...
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