Zurück   MPU Forum > MPU Diskussion > Alkohol MPU

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 09.03.2011, 15:08
Hannibal Hannibal ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.03.2011
Beiträge: 12
Standard Trunkenheitsfahrt 2,25 o/oo / Fragebogen zur MPU

Hallo zusammen,

als Mitleser und Betroffener stelle ich nachfolgenden Fragebogen ein. Es wäre schön, wenn jemand Zeit hätte, dort einmal darüber zu schauen. Ich freue mich auf einen regen Austausch.

Vielen Dank schonmal.

Zur Person
Geschlecht: männlich
Größe: 175 cm
Gewicht: 72kg
Alter: 26 Jahre

eventl. Bundesland: Rheinland-Pfalz

Was ist passiert? Trunkenheitsfahrt
Datum der Auffärlligkeit: 03.07.2011
BAK: 2,25
Trinkbeginn: 14:00 Uhr
Trinkende: ca. 20:00 Uhr
Uhrzeit der Blutabnahme: 21:00 Uhr

Stand des Ermittlungsverfahrens
Gerade erst passiert: nein
Strafbefehl schon bekommen: ja
Dauer der Sperrfrist: 13 Monate; Sperrfristende: 26.07.2011

Führerschein
Hab ich noch: nein
Hab ich abgegeben: ja
Hab ich neu beantragt: nein, erst am 26.04.2011

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: nein
Fragestellung der Fsst (falls bekannt)?:

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel: ja, kontrolliertes Trinken, 2 bis 3 TE bei besonderen Anlässen
Ich lebe abstinent seit: nein

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein
ETG-Programm ja/nein: nein
Keinen Plan?: nein

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: nein
Selbsthilfegruppe (SHG): nein
Psychologe/Verkehrspsychologe: nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: nein
Ambulante/stationäre Therapie: nein
Keine Ahnung:

MPU

Datum: noch kein Datum vorhanden
Welche Stelle (MPI): evtl. AVUS Mainz
Schon bezahlt?: nein

Schon eine MPU gehabt? nein
Wer hat das Gutachten gesehen?: noch kein Gutachten vorhanden
Was steht auf der letzten Seite (Beantwortung der Fragestellung)?: - - -
Welche Empfehlung (Auflagen) wurden ausgesprochen: - - -

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: nein
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 09.03.2011, 15:09
Hannibal Hannibal ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.03.2011
Beiträge: 12
Standard

Tathergang

1. Beschreiben Sei den Tag Ihrer Trunkenheitsfahrt aus eigener Sicht mit Datum und Uhrzeiten (wann, wo und mit wem getrunken / wann und wie aufgefallen / Promille)

Am Morgen des 03.07.2010 habe ich wie jeden Samstag meine Wohnung aufgeräumt und war einkaufen. Da an diesem Tag um 16:00 Uhr das WM-Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Argentinien stattfand, habe ich mich mit Freunden zum Public Viewing in einem Biergarten verabredet, der etwa 25 km von meinem Wohnort entfernt liegt. Ich habe mich gegen 13:30 Uhr mit meinem Auto auf den Weg gemacht. Da meine Eltern nur ca. 8 km entfernt vom Biergarten wohnen, habe ich meine Schlafsachen etc. eingepackt, um ggf. bei diesen übernachten zu können. Gegen 14:00 Uhr bin ich dann im Biergarten eingetroffen. Meine Freunde waren schon da und hatten auch schon die ersten Bier auf dem Tisch stehen. Da ich dem (aus damaliger Sicht) natürlich in nichts nachstehen wollte, habe ich mir auch direkt ein Bier bestellt. Nach einem weiteren Bier und gegen ca. 15:00 Uhr habe ich meine Eltern dann darüber informiert, dass ich an diesem Tag bei ihnen übernachten werde, da ich bereits zwei Bier getrunken habe, wahrscheinlich auch noch mehr trinken werde und dann nicht mehr Auto mehr fahren möchte (und darf). Geplant war die Heimfahrt also mit dem Taxi. Bis zum Spielbeginn, während des Spiels und nach Spielende ist dann reichlich Alkohol geflossen: Bier, Radler, Liköre (Klopfer) und später noch Weinschorlen. Die Trinkmengen an diesem Tag kann ich nur noch annähernd ermitteln: 9 x 0,4 l Bier, 2 x 0,4 l Radler, 5 x 0,02 l Klopfer und 2 0,4 l Weinschorlen. Jetzt kommen die großen Lücken in meiner Erinnerung: An das Spiel kann ich mich nicht mehr erinnern. Nach dem Spiel sind ein Kumpel und ich noch an einen Weinstand gegangen und haben dort die Weinschorlen getrunken. Danach muss ich, gegen 20:00 Uhr – aus welchen Gründen auch immer, vielleicht um die Tasche mit den Schlafsachen aus meinem Auto zu holen – allein zu meinem Auto gegangen sein, mich letztendlich hinter das Steuer gesetzt haben und losgefahren sein. Aus meiner Vernehmung bei der Polizei weiß ich, dass ich nach ca. 1 km an einer roten Ampel von drei Personen angesprochen worden bin. Ich bin in meiner Benebelung trotzdem weitergefahren und wurde, nachdem die drei Personen die Polizei verständigt haben, nach insgesamt 4 km von der Polizei um 20:25 von der Polizei angehalten. Dass ich dabei nur bei meinem rechten Vorderreifen nur noch auf der Felge unterwegs war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich muss also irgendwo angeeckt sein (auf meiner Route war eine Baustelle). Sachschaden ist nur an meinem Auto entstanden, Personenschäden keine. Nach einem Alkoholtest an Ort und Stelle wurde ich zur Blutabnahme und diversen Tests, an die ich mich nicht mehr erinnern kann, ins Krankenhaus gebracht und wurde dann von meinem Vater gegen 22:00 Uhr abgeholt. Laut Strafbefehl hatte ich einen Blutalkoholgehalt von 2,25 Promille.


2. Was und wie viel haben Sie am Tattag insgesamt getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Trinkzeit)

Die Trinkmengen an diesem Tag kann ich nur noch annähernd ermitteln: 9 x 0,4 l Bier, 2 x 0,4 l Radler, 5 x 0,02 l Klopfer und 2 0,4 l Weinschorlen. Angefangen habe ich um 14:00 Uhr, das letzte alkoholische Getränk habe ich gegen 20:00 Uhr zu mir genommen haben.


3. Wie viel Kilometer fuhren Sie, bis Sie aufgefallen sind und wie viel Kilometer wollten Sie insgesamt fahren?

Eigentlich wollte ich nicht mehr fahren, sondern mit dem Taxi fahren (s.o.). Die Strecke vom Biergarten bis zu meinen Eltern beträgt ca. 8 km. Nach ca. 1 km wurde ich von drei Personen angesprochen. Ich muss also auf dieser kurzen Strecke schon sehr auffällig gewesen sein. Nach ca. 4 km wurde ich dann von der Polizei angehalten.


4. Hatten Sie das Gefühl, noch sicher fahren zu können? (Ja/Nein + Begründung)

An die Trunkenheitsfahrt kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich muss aber das Gefühl gehabt haben, noch sicher fahren zu können, da ich mich ansonsten ja nicht ans Steuer gesetzt hätte. Aus heutiger Sicht und mit dem Wissen, dass ich angesprochen wurde und mir den rechten Vorderreifen demoliert habe, war ich sicher nicht mehr in der Lage, sicher Auto zu fahren. Aber anscheinend in der Lage, das Fahrzeug in Bewegung zu setzen und auch mehrere Kilometer zu bewegen.


5. Wie haben Sie die Trunkenheitsfahrt vermeiden wollen (wenn überhaupt)?

Da meine Eltern nur ca. 8 km entfernt vom Biergarten wohnen, habe ich meine Schlafsachen etc. eingepackt, um ggf. bei diesen übernachten zu können. Nach insgesamt zwei Bier und gegen ca. 15:00 Uhr habe ich meine Eltern dann darüber informiert, dass ich an diesem Tag bei ihnen übernachten werde, da ich bereits zwei Bier getrunken habe, wahrscheinlich auch noch mehr trinken werde und dann nicht mehr Auto mehr fahren möchte (und darf). Geplant war die Heimfahrt also mit dem Taxi.


6. Haben Sie bereits früher im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss gestanden und sind aufgefallen?

Nein


7. Wie oft haben Sie alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen ohne aufzufallen und was folgern Sie daraus?

Direkt nach übermäßigem Alkoholgenuss habe ich noch nicht am Straßenverkehr teilgenommen. Es kam vor, dass ich nach 2 Bier noch Auto gefahren bin. Unter Restalkohol bin ich, mit dem heutigen Wissen, des Öfteren gefahren, da ich mich nie mit diesem Thema und Alkoholabbauzeiten beschäftigt habe. Eine genaue Zahl kann ich nicht nennen, da ich darüber keine Strichlisten geführt habe. Aufgefallen bin ich während dieser Fahrten nie. Für das Thema Restalkohol war ich nicht genügend sensibiliert.



Exploration

8. Wann hatten Sie den ersten Kontakt mit Alkohol und wann haben Sie das erste Mal Alkohol zu sich genommen? (Allererste Erinnerung und erster Konsum)

Den ersten Kontakt mit Alkohol hatte ich im Alter von 16 Jahren im Rahmen von sog. Jahrgangstreffen zur Vorbereitung einer Kerb / Kirmes gehabt haben. Das erste alkoholische Getränk war ein Radler.


9. Haben Sie regelmäßig Alkohol getrunken, und wie hat sich ihr Trinkverhalten in den letzten Jahren entwickelt?

Unterhalb der Woche habe ich ganz selten Alkohol getrunken. Neben der Tatsache, dass ich auch wenig Zeit dazu gehabt hätte, habe ich auch kein Bedürfnis danach verspürt. Sollte ich unter der Woche einmal Alkohol getrunken haben, dann im Rahmen dienstlicher Veranstaltungen. Das kam etwa einmal im Quartal vor. Mein Alkoholkonsum an den Wochenenden hat sich im Verlauf der Jahre allerdings allmählich gesteigert. Bis zum Ende meiner Bankausbildung im Jahr 2006 blieb es im Wesentlichen bei Bier, Biermischgetränken oder Weinschorlen. Die Trinkmengen lagen immer bei 5 – 10 0,4 l –Gläsern. Genauere Angaben sind mir leider nicht mehr möglich. Nach Ende der Ausbildung und mit Beginn meines berufsbegleitenden Studiums hat sich daran auch nichts geändert. Von hochprozentigen Getränken habe ich meistens die Finger gelassen. Wenn ich davon etwas getrunken habe, dann nur 1 – 2 Gläser á 0,02 l, weil es mir einfach auch nicht geschmeckt hat. Dies hat sich im Verlauf des Jahres 2009, zur Mitte meines Studiums, geändert. Neben den o.g. Getränken kamen immer häufiger Longdrinks (Wodka Red Bull, Jacky Cola etc.) dazu. Dies hat sich dann bis Anfang April 2010 immer weiter gesteigert. Das war immer in Gesellschaft, wenn ich mit Freunden / Bekannten weg war. Also nicht zu Hause im stillen Kämmerlein.


10. Wie viel und wie oft haben Sie getrunken? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Die Trinkmenge an den Wochenenden lag immer bei 5 – 10 0,4 l Bier, Biermischgetränken oder Weinschorlen. Im Jahr 2010 lag ich dann eher bei 10 Gläsern als bei 5. Hinzu kamen dann Longdrinks in unterschiedlicher Menge, oftmals auch 5 Einheiten oder mehr. Unter der Woche, bei den dienstlichen Anlässen, waren es nie mehr als 3 0,4 l Gläser Bier oder Biermischgetränke.


11. Wo und mit wem haben Sie überwiegend getrunken?

Getrunken habe ich mit Freunden, selten auch mal mit Arbeitskollegen. Meistens traf man sich in Kneipen oder Diskotheken, selten nur zu Hause bei jemandem.
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 09.03.2011, 15:10
Hannibal Hannibal ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.03.2011
Beiträge: 12
Standard

12. Warum haben Sie getrunken? (Innere + äußere Motive)

Ich dachte einfach, es gehört dazu. Es war für mich normal, auf Partys etc. Alkohol zu trinken. Oftmals habe ich auch zusammen mit Freunden schon vorgetrunken, um in Discotheken oder Kneipen lockerer zu werden und meine von Natur aus vorhandene Schüchternheit abzulegen. Für die Schüchternheit gibt es keine Erklärung oder Umstände aus meiner Jugend. Ich bin wohlbehütet in einem Dorf mit 2.000 Einwohnern aufgewachsen und mir hat es an nichts gemangelt, ohne dass meine Eltern besonders wohlhabend gewesen wären. Ich hatte eine schöne und unbekümmerte Kindheit und es gibt auch eine Familientragödien oder ähnliches, die mich nachhaltig geprägt haben. Wenn ich Alkohol getrunken habe, wurde ich lockerer und kam mit fremden Menschen leichter ins Gespräch. Ich wurde hemmungsloser und habe Sachen gemacht, die ich im nüchternen Zustand damals nicht gemacht hätte (Lieder laut mitsingen, Runden ausgeben etc.). Man hat meiner Meinung nach ein größeres Ansehen genossen und stand nicht als Außenseiter da, wenn man etwas „richtiges“ zu trinken in der Hand hatte. Teilweise wurde man in seinem Tun noch positiv bestätigt, in dem man gesagt bekommen hat, das wäre doch ein toller Abend gewesen oder dass man so etwas mal wiederholen müsse. Die Wochenenden mit übermäßigem Alkoholkonsum bildeten für mich auch einen Ausgleich zu meiner täglichen Arbeit auf einer Bank und meinem berufsbegleitenden Studium. An den Wochenenden konnte man den ganzen Druck, den man sich selbst gemacht hat, ablassen und musste an sonst nichts denken. Mit Beendigung des Studiums anderthalb Wochen vor der Trunkenheitsfahrt fiel der ganze Druck von mir ab und ich wollte


13. Welche Wirkung haben Sie in der Vergangenheit nach Alkoholgenuss bei sich beobachtet? (bei wenig und bei viel Alkohol)

Mit Alkohol war ich enthemmter, mutiger, einfach lockerer. Ich habe bspw. Lieder laut mitgesungen oder wildfremde Leute angesprochen, was ich im nüchternen Zustand nicht gemacht hätte. Je mehr Alkohol ich getrunken habe, desto lockerer wurde ich. Aggressiv gegenüber anderen Personen wurde ich, auch nach so viel Alkohol, nie.


14. Gab es kritische Hinweise Anderer auf Ihren Alkoholkonsum und wie haben Sie darauf reagiert?

Nach übermäßigem Alkoholkonsum haben mich meine Eltern und meine Schwester darauf angesprochen. Ich habe das quasi zur Kenntnis genommen und Besserung gelobt. Die Besserung ist aber in vielen Fällen ausgeblieben.


15. Welche Auswirkungen und Folgen hatte Ihr Alkoholkonsum auf Ihr Leben und Ihr Umfeld?

Auf meinem Körper hatte der Alkohol die typischen Auswirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen etc. Aber das habe ich in Kauf genommen und mir nichts dabei gedacht. Aus heutiger Sicht habe ich durch den Alkohol auch etwas zugenommen. Auf mein Umfeld hatte mein Alkoholkonsum nur wenige Auswirkungen. Aus meiner direkten Familie kam gelegentlich ein Hinweis, aus dem ich mir aber oft nichts machte und vieles runterspielte. Auf mein berufliches Umfeld hatte der Alkoholkonsum keine Auswirkungen. Da ich unter der Woche bis auf wenige Ausnahmen keinen Alkohol getrunken habe, bin ich auch nie betrunken oder angetrunken auf der Arbeit erschienen und wurde immer sehr gut beurteilt. Auf mein berufsbegleitendes Studium hatte der Alkoholkonsum in der Art Auswirkungen, dass ich mich dem Studium samstags oder sonntags teilweise nur wenig widmen konnte. Das konnte ich allerdings unter der Woche kompensieren. Wirklich nennenswerte Auswirkungen oder ernsthafte Konsequenzen gab es nie.


16. Gab es in Ihrem bisherigen Leben frühere Zeiten, in denen sie weit mehr Alkohol als heute getrunken haben? Wenn ja, nennen sie bitte die Lebensabschnitte und mögliche Ursachen und Umstände dafür.

Nein, mehr Alkohol als im Jahr 2010 habe ich nie getrunken


17. Haben sie jemals die Kontrolle über ihre Trinkmenge verloren und bis zur Volltrunkenheit Alkohol konsumiert?

Ja, das ist mir an Fassenacht 2009 und am Tag der Trunkenheitsfahrt passiert.


18. Haben Sie früher schon einmal oder öfter über einen längeren Zeitraum bewusst und mit Absicht völlig auf den Genuss von Alkohol verzichtet?

Nein, bewusst auf Alkohol habe ich nie verzichtet. Vor Prüfungen habe ich weniger getrunken, aber verzichtet habe ich nie.


19. In welcher Kategorie von Trinker haben sie sich früher gesehen und wie stufen Sie sich heute rückblickend ein? (mit Begründung)

Als Trinker habe ich mich damals nie gesehen. Es war quasi normal, dass man am Wochenende auch größere Mengen Alkohol getrunken hat. Rückblickend würde ich mich damals als Gesellschaftstrinker sehen, der nie alleine, sondern immer nur in Gesellschaft und auf Partys getrunken hat. Dann aber auch größere Mengen.



Heute und in Zukunft

20. Trinken Sie heute Alkohol? Wenn ja, was, wie viel und wie oft? (Genaue Angaben in Sorte, Menge, Häufigkeit)

Ja, ich trinke heute noch Alkohol. Mittlerweile aber nur noch zu „besonderen“ Anlässen, wie bspw. Geburtstagen oder dienstlichen Veranstaltungen. Hochprozentiges trinke ich überhaupt nicht mehr, sondern nur noch Bier oder Wein. Mehr als 2 Trinkeinheiten pro Anlass konsumiere ich nicht mehr.


21. Wann haben Sie zuletzt Alkohol getrunken?

Am 01.03.2010 habe ich eine Flasche Becks (0,33 l) anlässlich eines Dienstjubiläums von 3 Kollegen getrunken.


22. Trinken sie gelegentlich alkoholfreies Bier?

Nein


23. Warum trinken Sie heute Alkohol/keinen Alkohol?

Ich trinke Alkohol heute nur noch aus Genussgründen. Mit einigem Abstand zu meiner damaligen Lebensweise empfinde ich sinnloses Besaufen als asozial und kann das nicht mehr nachvollziehen und mich auch nicht mehr damit identifizieren.


24. Warum haben Sie das Trinken reduziert bzw. aufgegeben und warum nicht schon eher?

Ich habe nicht eher mit dem Trinken aufgehört, weil ich mir bis zum Zeitpunkt der Trunkenheitsfahrt überhaupt nicht im Klaren war, dass mein Alkoholkonsum übermäßig war. Ich habe gedacht, dass das normal ist und meinen Alkoholkonsum nicht als übermäßig wahrgenommen. Natürlich ging es einem am nächsten Tag schlecht und man hat sich vorgenommen, das nächste Mal doch weniger zu trinken. Bei der nächsten Gelegenheit hat man das allerdings wieder vergessen und es ging munter weiter. Mit der Trunkenheitsfahrt und all ihren Auswirkungen wurde mir bewusst, dass ich mich mit meinem Alkoholkonsum auseinandersetzen muss und meine Einstellung hierzu dringend ändern muss. So wie bis zur Trunkenheitsfahrt konnte es nicht weiter gehen. Die Mengen, die ich zu mir genommen habe, sind in keinster Weise auch nur annähernd normal. Ich habe nicht nur mich selbst, sondern auch mein direktes Umfeld enttäuscht, auch wenn sie dies nicht immer zugeben.


25. Wie haben Sie die Änderung Ihres Trinkverhaltens erreicht und dabei die Umstellungsphase erlebt?

Eine Änderung des Trinkverhaltens hat direkt nach der Trunkenheitsfahrt mit dem Führen eines Trinkbuches eingesetzt. Allerdings ging das nicht von dem einen auf den anderen Tag, sondern es war ein kontinuierlicher Prozess, den ich versuche seit Oktober letzten Jahres zu leben. Es gab leider einen „Ausreißer“ auf einem Weihnachtsmarkt, bei dem ich mehr getrunken habe als die von mir vorgenommenen 2 Trinkeinheiten. Allerdings weit weg von dem, was ich vor der Trunkenheitsfahrt konsumiert habe. Körperlich fiel mir die Umstellung nicht schwer. Die größte Herausforderung war es, meinem Umfeld (Freunden und Arbeitskollegen) meine neue Lebensweise mitzuteilen und auch zu leben. Ich führe seitdem ein weitgehend alkoholfreies Leben und vermisse den Alkohol auch nicht.


26. Wie wirkt sich Ihr geändertes Verhalten auf Sie, Ihr Leben und Ihr Umfeld aus?

Ich führe, seitdem ich weniger trinke, meiner Meinung nach ein schöneres Leben. Ich mache viel mehr Sport und habe viel mehr Zeit an den Wochenenden, um etwas zu unternehmen. Morgendliche Kopfschmerzen und Übelkeit sind ein Fremdwort. Wenn ich an den Wochenenden weg gehe, macht es mir nichts aus, keinen Alkohol zu trinken und es macht mich sogar ein bisschen stolz, da das bis zur Trunkenheitsfahrt eine Ausnahme war. An Wochenenden bin „ich jetzt ich“ und verstelle mich nicht mehr durch Alkoholkonsum. Von meinem Naturell her bin ich eher zurückhaltend, was mir jetzt aber auch nichts mehr ausmacht und ich durch nichts mehr überdecken muss. Meine Freunde haben diesen Wandel akzeptiert, auch wenn es anfangs Zweifel daran gab, dass ich es wirklich ernst meine. Falls das jemandem nicht passen sollte, ist dies nicht mein Problem.


27. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr neues Verhalten dauerhaft stabil bleibt?

Garantieren kann man das natürlich nicht. Ich verspüre aber kein Bedürfnis mehr, Unmengen von Alkohol in mich hineinzuschütten. Ich führe ein schönes und priviligiertes Leben und wüsste nicht, warum ich wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen sollte und das alles wieder wegschmeißen sollte. Ich habe Alkohol nie aus Frust oder wegen Ängsten getrunken. In meinem Kopf hat ein Umdenken stattgefunden. Auch das Wissen um die Konsequenzen eines Rückfalls sind mir jetzt sehr wohl bewusst und die brauche ich nicht mehr. Mein Alkoholkonsum war bisher der größte Fehler in meinem Leben. Und Fehler wiederhole ich nicht. Den Plan für meinen zukünftigen Alkoholkonsum werde ich weiterhin strikt befolgen.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 09.03.2011, 15:10
Hannibal Hannibal ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.03.2011
Beiträge: 12
Standard

28. Können Sie sich vorstellen, jemals wieder in Ihre alten Gewohnheiten zurückzufallen?
(Ja/Nein + Begründung)

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Diese Zeiten sind vorbei und ich fühle mich sehr wohl. Ich habe mittlerweile einen Lebensstandard erreicht, in dem ich mir nur wenige Sorgen machen muss, und in dem der Alkohol nur noch eine geringe Rolle spielt. Wenn ich an Veranstaltungen betrunkene Menschen sehe, widert mich das an und es ist mir peinlich, dass ich in der Vergangenheit genauso rumgelaufen bin. Darüber hinaus vermisse ich das Autofahren schon. Das merkt man aber erst, wenn man darauf wirklich verzichten muss. Und noch einmal darauf verzichten möchte ich nicht mehr.


29. Wie wollen sie in Zukunft das Trinken vom Fahren trennen?

Da gilt eine klare Linie: wenn ich zukünftig mit dem Auto unterwegs bin, dann gibt es keinen Tropfen Alkohol, da bereits geringe Mengen die Sicherheit anderer und auch meine Sicherheit beeinträchtigen können. Das ist mir nun bewusst geworden. Durch das praktizierte kontrollierte Trinken sehe ich keinen Grund, warum ich das nicht schaffen sollte. Man kann einen Abend auch ohne Alkohol mit viel Spaß verbringen. Ich vermisse den Alkohol nicht. Darüber hinaus sehe ich das, was passiert ist, als Warnschuss, an, der sich unter keinen Umständen wiederholen darf.


30. Haben Sie zum Abschluss noch etwas hinzuzufügen?

Es hört sich vielleicht komisch an, aber rückblickend bin ich fast ein bisschen dankbar für das, was passiert ist. Nur durch diesen Schuss vor den Bug habe ich meinen Alkoholkonsum kritisch beäugt und so einen Lebenswandel einleiten können, der mich wahrscheinlich vor viel Schlimmeren bewahrt. Ich weiß nicht, wo der übermäßige Alkoholkonsum vielleicht noch hingeführt hätte und ob ich wirklich etwas in meinem Leben geändert hätte. Wahrscheinlich nicht. Des Weiteren möchte ich niemanden mehr so enttäuschen, wie ich es mit der Trunkenheitsfahrt getan habe.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 09.03.2011, 16:20
camaru camaru ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 22.12.2010
Beiträge: 567
Standard

12.
Man hat meiner Meinung nach ein größeres Ansehen genossen und stand nicht als Außenseiter da, wenn man etwas „richtiges“ zu trinken in der Hand hatte. Teilweise wurde man in seinem Tun noch positiv bestätigt, in dem man gesagt bekommen hat, das wäre doch ein toller Abend gewesen oder dass man so etwas mal wiederholen müsse.


hallo

man ?? von wem redest du ?? es geht um dich - bleibe immer bei dir !!
& warum wolltest du ein größeres ansehen genießen ?? hast du sonst keine anerkennung bekommen ??

auf die 12 baut sich der ganze fb auf !!

& hier:
Abstinenznachweis
Haaranalyse ja/nein: nein
Leberwerte ja/nein seit wann, wieviele: nein
ETG-Programm ja/nein: nein
Keinen Plan?: nein

ohne AB nachweise, wirst du die mpu (2,25 ‰) nicht positiv bestehen können !!
http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=14857

lg
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 09.03.2011, 18:38
Benutzerbild von kalle21
kalle21 kalle21 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2010
Beiträge: 59
Standard

Hallo Hannibal,

zunächst mal willkommen im Forum

Bevor man was zu deinem Fragebogen sagt, hast du dir das mit KT gut überlegt? Ganz vereinfacht herruntergebrochen kann man sagen das es ab der magischen Grenze von 2,0 ‰ schwer wird mit kontrollierten Trinken eine MPU zu bestehen. Alter spielt dabei auch ne Rolle, du bist zwar noch jung aber auch keine 19 mehr. Natürlich muss man von Fall zu Fall entscheiden aber ich sehe das ganze erstmal kritisch.

Du solltest am besten Mal bei der Begutachtungstelle deiner Wahl nachfragen in welchen Fällen KT noch in Ordnung geht. Auch würde ein Besuch bei einer (kostenlosen) Suchtberatungsstelle nicht schaden. Die können dir in deiner Aufarbeitung helfen, und dir gegebenenfalls zu KT oder AB raten. Das ganze könntest du dir dann schriftlich geben lassen und zur Begutachtung mitnehmen.

Bleibt nur zu sagen das du mit AB in der MPU eindeutig auf der sicheren Seite bist. Ich will nich sagen das KT überhaupt nicht geht, aber es wird auf jedenfall schwieriger.

In diesem Sinne
lg, Kalle
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 09.03.2011, 18:56
Kai R. Kai R. ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 2.371
Standard

Zitat:
Zitat von kalle21 Beitrag anzeigen
Ganz vereinfacht herruntergebrochen kann man sagen das es ab der magischen Grenze von 2,0 ‰ schwer wird mit kontrollierten Trinken eine MPU zu bestehen.
das ist zu pauschal. Je nachdem woher die Trinkgewöhnung kommt und wie lange man das kT eingeübt hat kann eine Trinkkontrolle auch bei Werten oberhalb von 2,0 %o noch stabil erlernt werden.

Grüße

Kai
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 09.03.2011, 19:17
Benutzerbild von kalle21
kalle21 kalle21 ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 27.05.2010
Beiträge: 59
Standard

@kai, und wenn du meinen post weiter liest wirst du erkennen das ich das auch so formuliert habe
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 09.03.2011, 22:43
Hannibal Hannibal ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 09.03.2011
Beiträge: 12
Standard

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ersten Kommentare.

Zukünftig werde ich immer in der "Ich-Form" schreiben. Ein paar Stellen müssen mir dann doch durchgerutscht sein.

Ich habe mir schon gedacht, dass es mit kontrolliertem Trinken bei meiner Vorgeschichte und dem Promillewert schwer werden würde. Eine abstinente Lebensweise kann ich mir aber nur schwer vorstellen, da dies - wenn man die Sache erst meint, und das tue ich - bedeuten würde, dass ich bis zu meinem Lebensende keinen Alkohol mehr konsumieren könnte (dürfte). Und ich hoffe doch schon, dass ich noch ein paar Jahrzehnte vor mir habe. Ein alkoholisches Getränk zu besonderen Anlässen würde ich mir auch in Zukunft gerne gönnen. Allerdings nicht mehr unkontrolliert.

Ich gehe morgen zu einer AVUS-Informationsveranstaltung und werde den Gutachter auf diese Thematik ansprechen. Danke für den Hinweis. Ich werde mich dann wieder an dieser Stelle melden.

Grüße,
Hannibal
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 10.03.2011, 16:59
camaru camaru ist offline
Stammpersonal
 
Registriert seit: 22.12.2010
Beiträge: 567
Standard

Zitat:
Zitat von Hannibal Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

vielen Dank für die ersten Kommentare.

Zukünftig werde ich immer in der "Ich-Form" schreiben. Ein paar Stellen müssen mir dann doch durchgerutscht sein.

Ich habe mir schon gedacht, dass es mit kontrolliertem Trinken bei meiner Vorgeschichte und dem Promillewert schwer werden würde. Eine abstinente Lebensweise kann ich mir aber nur schwer vorstellen, da dies - wenn man die Sache erst meint, und das tue ich - bedeuten würde, dass ich bis zu meinem Lebensende keinen Alkohol mehr konsumieren könnte (dürfte). Und ich hoffe doch schon, dass ich noch ein paar Jahrzehnte vor mir habe. Ein alkoholisches Getränk zu besonderen Anlässen würde ich mir auch in Zukunft gerne gönnen. Allerdings nicht mehr unkontrolliert.

Ich gehe morgen zu einer AVUS-Informationsveranstaltung und werde den Gutachter auf diese Thematik ansprechen. Danke für den Hinweis. Ich werde mich dann wieder an dieser Stelle melden.

Grüße,
Hannibal

hier nochmal hallo

zu deiner frage eben:
Dazu habe ich eine Frage. Es heißt immer, dass man 6 Monate Verhaltensänderung nachweisen muss. Natürlich ist dies mit entsprechenden Nachweisen (Leberwerte etc.) einfacher. Aber sein Verhalten kann man doch auch ohne Werte verändert haben. Sind denn dann zwingend für 6 Monate Leberwerte vorzulegen oder würden diese ggf. auch für einen kürzeren Zeitraum ausreichen?



was haben die denn beim info-abend gesagt ?? hast du mal gefragt wegen nachweisen ??

lg
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 21:38 Uhr.