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  #21  
Alt 12.06.2019, 10:17
Benutzerbild von Mainzelmännchen
Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Du kannst eine Haaranalyse nehmen lassen, wenn ausreichend lange Haare vorhanden sind und sie nicht gefärbt sind. Das wird genauso akzeptiert wie Urin. Du bist absolut nicht der einzige, der nicht gerne vor anderen pinkelt. Ich kenne kaum jemanden, der da total schmerzfrei ist.

Arbeitslos ist natürlich auch nicht total super, um eine gefestigte Lebensstellung zu demonstrieren, aber wenn Du sagst, Deine Sozialphobie ist so schwerwiegend, dass Du nicht arbeiten kannst, dann ist das wahrscheinlich gefährlicher. An der Stelle hätte ich kein Problem damit, etwas zu flunkern und die Erwerbsminderung zu verschweigen. Ich würde an der Stelle positiv formulieren. Du hast Dein Leben umgekrempelt, und jetzt willst Du auch noch einen vernünftigen Beruf ergreifen. Eigentlich soll man bei der MPU nicht erwähnen, dass man wegen des Führerscheins da ist, aber an der Stelle halte ich es für vertretbar, dass Du konkret darlegst, was Deine Pläne sind, also etwas weiter raus ziehen, wo Du auch berufliche Perspektiven hast, dazu wäre aber erforderlich oder zumindest von Vorteil, dass Du eine Fahrerlaubnis hast. Das zeigt, Du hast konkrete Zukunftspläne, mit denen Du Dich endgültig von dem Gammlerdasein als chronischer Kiffer verabschiedest. So in die Richtung. Vielleicht fällt jemand anderem hier aber auch eine bessere Möglichkeit ein, das schön zu verpacken, ohne die Fahrerlaubnis zu erwähnen.
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  #22  
Alt 12.06.2019, 12:23
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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Geschickter formuliert heißt das:
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  #23  
Alt 12.06.2019, 12:30
Wolf Wolf ist offline
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Na das klingt ja vielversprechend und gibt mir schon wieder ein kleines bisschen mehr Hoffnung das ich das Schaffen kann, Danke Leute.
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  #24  
Alt 12.06.2019, 13:33
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Standard Pinkeln unter Aufsicht

Ist nicht so schlimm. Bei uns war da nur ein kleines (15 mal 15 cm) Fenster zum Nachbarraum, wo die Assistentin auf den Pinkelbecher wartete. Die schauen dir nicht auf dein bestes Teil, in der Regel. 1 mal gemacht, ist die Scheu davor überwunden. Denke ist halt auch kostenguenstiger.
Das schaffst du, wartest halt noch ne Std bevor du losrennst, damit du dringend musst. Das funktioniert bestimmt auch bei dir.
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Amira Unknown

Wer Fehler zugeben kann ist stark und nicht schwach.
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  #25  
Alt 14.06.2019, 13:26
Wolf Wolf ist offline
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Nee bei mir is das extrem, ich kann oft nichtmal wenn ich weiss das im zimmer nebenan jemand ist, oder manchmal auch einfachnur weil mir zuviele Gedanken durch den Kopf gehen dann muss ich erst immer iwie schaffen aufzuhören nachzudenken. Da brauchts nichtmal ein sichtfenster oder so. Sowas könnte ich nur wenn ich Alkohol getrunken hätte, dann kann ich auch z.b. draussen irgendwo im gebüsch oder so, dann isses mir egal. Aber ich Denke mal wenn man Bier getrunken hat nur damit man besser Pinkeln kann kommt das nicht sehr gut an. xD

Da bezahl ich doch gerne was extra solange ich das damit irgendwie umgehen kann.
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  #26  
Alt 15.06.2019, 17:19
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Ich habe so den Eindruck, daß Du derzeit nicht so recht weißt, was jetzt zu tun ist. Kann das sein?

Ohne Abstinenznachweise über 1 Jahr brauchst Du erst gar nicht anzutreten. Aber da Du je bereits abstinent lebst und anscheinend Haaranalyse machen kannst, sollltest Du jetzt damit beginnen, Wenn deine Haare 6 cm lang sind, könntest Du jetzt rückwirkend die erste Analyse machen lassen. Dann könntest Du in einem halben Jahr zur MPU.

Nun hast du aber hohe Werte. So ganz ohne fremde Hilfe wird das nichts werden. Da Du ja auf das Finanzielle achten mußt, würde ich Dir raten, möglichst bald die kostenfreie Suchtberatung aufzusuchen. Wie es dann weitergeht, wird man sehen, aber der GA wird diese Form von Hilfesuchen gern sehen. Da geht es zwar nicht direkt um die MPU, aber um die Ursachen deines Konsums und die werden auch zentral im Gutachtergespräch sein.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #27  
Alt 15.06.2019, 22:41
Wolf Wolf ist offline
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Ja das habe ich auch bald vor, danke für den Rat.
Da ich aber davon ausgegangen bin das ich sowieso erstmal irgendeine Therapie machen müsse habe ich mir nochmal die Haare geschnitten,
es wird also noch etwas dauern bis ich eine haaranalyse machen kann...

Ich habe mir auch mal den Fragebogen vorgenommen, hier das Ergebnis:

Wann haben Sie das allererste Mal von illegalen Drogen gehört?

Schon in meiner Kindheit, meine Eltern und diverse Zeichentrickserien von damals haben immer davor gewarnt.

Wann haben Sie das erste Mal konsumiert? (Datum)

Gegen Ende 1998.

Wie sah der Konsum aus? (Konsumbiografie-Wie lange habt Ihr was in welcher Menge genommen?)

Um die 20 Jahre ausschließlich Cannabis, typischer verlauf würde ich sagen, erst nur hin und wieder mal mit Freunden, dann nach ein paar Jahren mehrmals die Woche, und am ende auch alleine und Täglich.

Haben Sie Drogen zusammen mit Alkohol konsumiert?

Einmal versucht, aber davon wurde mir sehr Schlecht, danach nicht nochmal.

Wie ist der Umgang mit Alkohol gewesen?

Ich Trinke relativ selten Alkohol, nur zu besonderen Anlässen wie Sylvester oder mein Geburtstag.

Sonstige Suchtmitteleinnahme?

Nikotin in Form von E-Zigarette.

Haben Sie bei sich negative Folgen fetsgestellt?

Ja, ich wurde Faul und Antriebslos und vieles war mir gleichgültig und ich habe mich um nichts mehr gekümmert und mich mehr und mehr zurückgezogen.

Haben Sie trotz negativer Folgen weiter konsumiert?

Leider Ja.

Was für Werte wurden bei Ihrer Auffälligkeit festgestellt?

THC: 12

OH-THC: 5,9

THC-COOH: 287

Wann und wieviel haben Sie in der Woche vor der Auffälligkeit konsumiert?

Täglich 1-2 Gramm, vom nachmittag an bis in die Nacht hinein.

Wieviel und was haben Sie am Tag der Auffälligkeit Konsumiert?

An dem Tag nichts aber über den nachmittag und die Nacht davor verteilt 2 Gramm Haschisch.

Gab es einen besonderen Grund für diesen Konsum?

Nein, einfach Gewohnheit.

Wie sind Sie auffällig geworden?

Ich wurde im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle mit meinem Motorroller von der Polizei angehalten.

Nur für die, die im Straßenverkehr ermittelt wurden(auch Parkplatz):
Was war der Zweck der Fahrt?
Wie weit wollten/sind Sie (ge)fahren?

Ich wollte erst zur Bank und anschließend zu einem Freund im Garten Grillen, das wäre eine Strecke von 2,8 Km gewesen, nach ca. 800 Metern wurde ich vor der Bank angehalten.

Wie oft waren sie bereits unter Drogeneinfluß im Straßenverkehr unterwegs?

Da ich mir nicht im Klaren darüber war wie lange Cannabis Rückstände im Körper bleiben und ich dachte das man nach 10-12 Std. wieder Fahren könnte, dem aber nicht so war, wohl über 100 mal.

Wie haben Sie den Konflikt zwischen dem Drogenkonsum und dem Führen eines Kraftfahrzeuges gelöst?

Ich habe nie vor der Fahrt Konsumiert sondern immer erst danach und dachte das würde reichen, dem war aber offensichtlich nicht so.

Wieso ist es verboten unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?
(Beschreibung bitte für die zutreffende Substanz)

Es verlangsamt die Reaktion und verringert die Aufmerksamkeit und Konzentration.

Wie lange stehen Sie nach dem Konsum von Drogen unter deren Einfluß?

Ich Dachte wie gesagt 10-12 Std. Doch Cannabis bleibt offensichtlich 4 Tage oder Länger im Organismus wie der Polizist mir mitteilte.

Sind sie sich darüber im Klaren, welche Folgen es bei einem täglichen Konsum gibt?

Es droht die Gefahr einer Sucht und Psychischer Schäden.

Welche persönlichen Hintergründe gab es für den Cannabis- Drogenkonsum?

Ich wuchs in einem Sozialen Brennpunkt Viertel einer Großstadt auf, und mein bester Freund mit dem ich aufgewachsen bin und auch die Schulfreunde haben irgendwann damit angefangen, und weil ich nicht ausgeschlossen werden und mir neue Freunde suchen müssen wollte habe ich mitgemacht.

Wie hat sich Ihr Umfeld über Ihren Drogenkonsum geäußert?

Meine Eltern waren natürlich wütend und enttäuscht und haben versucht etwas dagegen zu unternehmen, jedoch letztlich ohne Erfolg.

Gab es Ereignisse in Ihrem Leben, die zu verstärktem Konsum geführt haben?

Nein.

Haben Sie vor der Auffälligkeit jemand um Hilfe gebeten, um den Drogenkonsum zu beenden?
(Warum, wann, wer, mit welchem Erfolg?)

Nein.

Gibt es in Ihrer Familie aktenkundige Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz oder Suchtkrankheiten?

Mein leiblicher Vater war Alkoholiker aber da meine Mutter ihn verlassen hat als ich 5 Jahre alt war hatte ich nichts mit ihm zu tun.

Hatten sie Konsumpausen/spitzen?
Warum? Wann?

Nein.

Was hat Sie daran gehindert, ohne Droge abzuschalten?

Ständige Sorge darüber das ich im Leben versagt habe weil ich keinen Schulabschluss und keine Zukunftsperspektive hatte.

Waren Sie gefährdet in eine Drogenabhängigkeit zu geraten?

Ich Denke Ja.

Waren sie Drogenabhängig?

Nein aber wohl an der Grenze dazu.

Wieso passiert das nicht wieder?

Weil ich mit Drogen nichtsmehr zu tun haben will, ich sehe jetzt ein das die mir einen großen teil meines Lebens versaut haben.

Hätten sie, rückblickend, eine Drogenkarriere verhindern können?

Ja wenn ich mir andere Freunde gesucht hätte aber Leider war mir wohl damals wichtiger zu den Freunden zu halten als an die eigene Zukunft zu Denken.

Wieso haben Sie sich für eine Abstinenz entschieden?

Weil mein Leben sich dahingehend dadurch verbessert hat das ich nun wieder mehr unternehme und dinge in Angriff nehme statt mich immernur zurückzuziehen und hängen zu lassen, und ich gerne ein Mitglied der Gesellschaft sein will.

Beschreiben Sie den Punkt, an dem Sie sich für ein abstinentes Leben entschieden haben (Knackpunkt)

Die Polizeikontrolle. Ich habe mich wie ein Verbrecher gefühlt und ein von der Gesellschaft geächteter ausgestoßener, und mir wurde dadurch bewusst das es so nicht weitergehen kann und soll und ich nicht den Rest meines Lebens die vielen Entbehrungen und nachteile in Kauf nehmen will die mit dem Drogenkonsum verbunden sind.

Wieso kommt für Sie nur Abstinenz und nicht für gelegentlicher Konsum in betracht?

Weil es bei so etwas wie Drogen fast unmöglich ist das nur gelegentlich zu Konsumieren und die Gefahr viel zu Groß ist den überblick zu verlieren und es wieder regelmässig zu tun, nur ganz wenige schaffen es das nur gelegentlich zu machen.

Wie haben Sie die Umstellung zur Abstinenz erlebt?

Ich hatte ca. 1 Woche lang Entzugserscheinungen die den Symptomen einer Grippe gleichkamen, abwechselnd Hitzewallungen und Schüttelfrost.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Niemand. ich habe gleichzeitig auch den Konsum von Tabak Zigaretten eingestellt und bin auf eine E-Zigarette umgestiegen das hat mir ein bisschen geholfen.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Umstellung?

Meine Eltern sind Stolz auf mich und viele alte bekannte zollen mir Respekt das ich das
so konsequent durchziehe.

Haben Sie nach der Auffälligkeit weiterhin Kontakt zu Ihren Drogenbekannten gehabt?

Nein ich habe den Kontakt zu denen abgebrochen.

Haben Sie nach Ihrer Auffälligkeit miterlebt, wie Ihre Bekannten Drogen konsumiert haben?

Bekannte nicht, aber auf der Strasse sehe ich hin und wieder mal jemanden mit einem Joint, das macht mir zwar nicht direkt etwas aus, aber ich mache dann einen großen Bogen darum weil ich damit nichts mehr zu tun haben will.

Wie haben Sie in Zukunft vor mit Cannabis/dem Konsum umzugehen?

Ich werde alles dafür tun das ich nie mehr so etwas anfasse, ich sehe es als die Substanz an die einen Großteil meines Lebens versaut hat.

Haben Sie zu Hause Cannabis?

Nein.

Wie wollen Sie es gegebenen Falls in Zukunft verhindern, nochmals unter Drogeneinfluß ein KFZ zu führen?

Indem ich Abstinent bleibe und die Finger von so etwas lasse.

Wie wollen Sie einen beginnenden Rückfall erkennen?

Ich würde wohl merken wenn in mir ein verlangen aufkäme etwas zu rauchen was bisher zum Glück nicht der Fall war, wenn es jedoch so kommen würde, würde ich mit den neuen Freunden und der Familie darüber sprechen und um Hilfe bitten oder gegebenenfalls zur Prävention Kontakt zu einer Drogenberatungsstelle aufnehmen.

Wie ist derzeit der Konsum von Alkohol bei Ihnen?

Ich trinke nach wie vor relativ selten Alkohol.
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  #28  
Alt 15.06.2019, 23:28
Benutzerbild von samuel
samuel samuel ist offline
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http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...1&postcount=12

Hier gibt es ein paar Geschichten, die es geschafft haben, da wird viel erklärt.
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  #29  
Alt 22.06.2019, 19:46
Wolf Wolf ist offline
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Als ersten Schritt hab ich mir jetzt mal am 1. 7. nen Termin bei ner Drogenberatungsstelle
klargemacht. Die Frau dort meinte sie will dann mit mir Strategien für meine MPU besprechen.
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