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  #1  
Alt 10.07.2019, 03:40
pr0land pr0land ist offline
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Registriert seit: 21.06.2019
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Standard bräuchte auskunft bzgl. der laborwerte

hallo erst mal an alle. stehe kurz vor meiner mpu und nachdem ich durch euch in diesem forum (und meine therapeutin) sehr gut vorbereiten konnte habe ich doch noch eine frage zu meinen laborwerten, die ich zu meinem vorfall bekommen habe. und zwar könnte mir vielleicht jmd. erklären wie ich das ganze lese/zu verstehen habe?
die werte wie folgt

amphetamin i.s. (immunologisch) positiv
metamphetamin i.s (immunologisch) positiv
amphetamin i.s. <005,0 ng/L serum
metamphetamin i.s. <005,0 ng/L serum
mda i.s. 006,0 ng/L serum
mdma i.is 038,0 ng/L
mde i.s. <005,0 ng/L serum

das schreiben an mich spricht nur von "zweifelsfrei nachgewiesenem konsum von extasy" aber nichts von amphetamin/metamphetamin obwohl laut werten positiv..
das delikt ist nun schon 8 jahre her und ich bin mir sicher damals nur xtc zu mir genommen zu haben (stehe nicht so aufs schniefen, ist vereinzelt aber vorgekommen),aber die werte sagen wohl dass ich auch crystal und speed im blut hatte aber unter dem cut off, ist das eine korrekte deutung der werte oder bringe ich was durcheinander?
könnten das amphetamin/crystal,welches positiv gezeigt wird, in den pillen gewesen sein? ich werde bei dem mpu gespräch so ehrlich wie möglich sein, möchte aber auch ungern sagen dass ich wohl zusätzlich zu xtc auch noch was gezogen habe. kann mir jemand behilflich sein? ich bedanke mich schon mal im vorraus und viel glück an alle

ps. vielleicht doch noch eine weitere frage.. habe einen abstinenznachweis urin 8monate+haar 6 monate, leider mit lücke dazwischen von 3 monaten, meine haarprobe war 9cm aber die dame im labor meinte sie könne nur 6cm davon testen - wie beschissen ist diese lücke? rettbar durch gute begründung/gespräch/netten prüfer oder kann ich das eigendlich von vorneherein knicken?

Geändert von pr0land (10.07.2019 um 03:56 Uhr)
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  #2  
Alt 10.07.2019, 08:49
funkytown funkytown ist offline
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MDMA (=Ecstasy) ist ein (Meth)amphetamin. Der einzig tatsächlich für die relevante Wert ist der vom MDMA.

Immunologisch bist du nach Einnahme von MDMA bei Amphetamin/Methamphetamin auffällig, das ist normal.

Bzgl. der Lücke müssen Andere helfen, in meinen Augen sieht das aber eher schlecht aus.
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  #3  
Alt 10.07.2019, 11:32
pr0land pr0land ist offline
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hey danke dir für deine schnelle antwort, das ging ja fix.
meine verkehrstherapeutin meinte damals allerdings direkt als sie die werte gesehen hat, dass ich ja auch positiv auf amphetamin und crystal (meth) getestet wurde, weswegen ich ins grübeln gekommen bin, ob ich damals nicht doch noch dabei gezogen habe oder ob das in den pillen war.
kann man das aus diesen werten so überhaupt rauslesen oder hat die therapeutin da "falsch" interpretiert? (immerhin hat es dazu geführt dass ich ihr komplett reinen wein eingeschänkt habe, also job well done)
ich weiss zwar dass amphetamin die stammverbindung zu mdma ist, aber chemisch gesehen ist amphetamin,methamphetamin,mdma nicht gleich.
naja du merkst ich bin langsam durch, ganz ohne droge
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  #4  
Alt 10.07.2019, 14:33
funkytown funkytown ist offline
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Ich bin da nur Laie, ich vermute aber mal, dass im Labor zunächst auf die Stoffgruppe getestet wird. Anschließend wird der Test dann feiner justiert, um spezifische Drogen zu finden. Immunoassays haben ja den Nachteil, dass sie Kreuzwirkungen haben und ggf. Dinge aufspüren, die so nicht belegt werden können.

Die Mengenangaben aus deinem Schreiben lassen aber eigentlich keinen anderen Schluss zu, als dass du nur mit Fragen bzgl. MDMA zu rechnen hast.

Denn:
amphetamin i.s. <005,0 ng/L serum
metamphetamin i.s. <005,0 ng/L serum
mde i.s. <005,0 ng/L serum

Liegen definitiv unter jeglichem cut-off. Heißt in meinen Augen: Sie konnten nicht nachweisen, dass es gar nicht da ist - aber eben keine relevanten Mengen feststellen, sodass der Test als negativ zu werten ist. Mir persönlich ist jetzt auch kein Fall bekannt, in dem besonders amphetamin und methamphetamin in MDMA-Pillen gemischt werden. Ich würde mir um diese Werte keinen weiteren Kopf machen.

MDA dagegen wird schonmal gerne in Pillen gemischt, es könnte hier also durchaus sein, dass jemand nachfragen wird. Jedoch ist die Aussage, dass du deines Wissens nach nur Pillen genommen hast, sehr haltbar. Am Ende ist ja auch die wichtige Aussage bereits in deinem Schreiben: Zweifelsfrei kann dir nur Ecstasy nachgewiesen werden, wodurch ich davon ausgehe, dass auch MDA unter dem cut-off liegt.

Im Zweifel würde ich aber ggf. mal einen Fachmann fragen - also am Besten einen Doc oder Labortechniker.
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  #5  
Alt 10.07.2019, 15:16
pr0land pr0land ist offline
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für einen laien klingt das aber sehr fundiert
danke dir für deine hilfe, hast mir ein wenig stress schon genommen
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  #6  
Alt 10.07.2019, 15:49
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Zitat:
Zitat von funkytown Beitrag anzeigen
Liegen definitiv unter jeglichem cut-off. Heißt in meinen Augen: Sie konnten nicht nachweisen, dass es gar nicht da ist - aber eben keine relevanten Mengen feststellen, sodass der Test als negativ zu werten ist.
Nö. Der cutoff ist lediglich ein labortechnischer Wert, der Mindestanforderungen definiert.

Funde, auch unterhalb des cutoff sind laut CTU-Kriterium 1.9 im Bericht aufzulisten und führen in der Regel zum Abbruch des Programms.

Du mußt also damit rechnen, auch auf diese Ergebnisse angesprochen zu werden. Einen entsprechenden Konsum in der Vergangenheit würde ich also nicht so glatt von der Hand weisen. Ob das, wie von Dir vermutet, quasi Beimischung gewesen sein kann, kann ich nicht beurteilen.

Zu den Nachweisen: Die Dame im Labor hat sich völlig korrekt verhalten. Seit 5 Jahren dürfen nur noch 6 cm verwertet werden. Die Lücke ist also erklärungsbedürftig.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #7  
Alt 10.07.2019, 16:46
pr0land pr0land ist offline
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jetzt wird es spannend, danke auch dir für deinen beitrag.
zu den nachweisen - ich mache dem labor da auch null einen vorwurf, das nehme ich voll und ganz auf meine kappe. ich hatte damals so viel um die ohren (studium und arbeit), sodass ich das viel zu lange hinausgezögert habe (ich weiss, miserabele rausrederei). ich hoffe auf kulanz - die tatsasche dass ich argumentativ ganz gut belegen kann seit 8 jahren drogenfrei zu leben (die wahrheit) und hoffe dass ich trotzdem positv bewertet werde mit eventuellem vermerk noch ein halbes jahr abstinenznachweis dranzuhängen.

zu den laborbefunden - hm das widerspricht sich ja mit den ausführungen deines geschätzten vorredners. aber das ist auch was mir an der ganzen sache nicht einleuchtet. warum wird da etwas als postiv angezeigt, aber ein genauer wert kann nicht angegeben werden (<005,0 ng/L serum ist so nichtsaussagend). mir ist sehr an einer ehrlichen darlegung in dem gespräch gelegen, deshalb die frage was ich mir unter den werten genau vorzustellen habe bzw was ich dazu sagen soll... bei einer mpu, ohne 'befund', mischkonsum von zwei harten drogen zugeben ohne mir selber 100% sicher zu sein es getan zu haben?
-> um das ein bisschen genauer zu beleuchten: ich habe in acht monaten 5x xtc (jew. 1-2 pillen) auf parties zu mir genommen, 2x eine line stunden vor meinem xtc konsum und 1x im rausch auf einer dreckigen toillette schön klischeehaft eine line von einem fremden angenommen. (ich weiss dumm)
deshalb meine zweifel ob ich das nicht dann auch bei meinem konsum vor dem delikt gemacht habe oder ob die werte durch die pillen verursacht wurden (die rekonstruktion fällt mir deshalb so schwer, weil ich an diesem abend das erste mal mehr als 1.5 pillen zu mir genommen habe und danach bei mir ausser stroboskopischem licht und hüpfendem bass nicht mehr viel hängen geblieben ist) <- dieses detail würde ich halt wirklich gerne auslassen, das klingt für mich allein beim schreiben schon nach

ps. danke nochmal das ihr euch das antut

Geändert von pr0land (10.07.2019 um 17:15 Uhr)
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  #8  
Alt 10.07.2019, 19:44
funkytown funkytown ist offline
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Zitat:
Zitat von Alana Beitrag anzeigen
Nö. Der cutoff ist lediglich ein labortechnischer Wert, der Mindestanforderungen definiert.
Die Aussage verstehe ich nicht ganz. Das Labor legt ja diese Mindestanforderungen fest, weil es darunter nicht eindeutig/zweifelsfrei einen Nachweis führen kann, ob das Ergebnis positiv ist oder nicht. Bei Amphetamin/Methamphetamin liegt der cutoff bei idR 500 ng/mL bzw eben 0.5 ng/L. Ich lese daraus, dass laut Labor dieser Wert unter dem cutoff liegt und damit als negativ zu werten ist.

Zitat:
Funde, auch unterhalb des cutoff sind laut CTU-Kriterium 1.9 im Bericht aufzulisten und führen in der Regel zum Abbruch des Programms.
Uff, das ist der harte Tobak - jetzt verstehe ich die Antwort doch. D.h. der labortechnische cutoff spielt gar keine Rolle? Gibt es eigentlich eine Möglichkeit an diese CTU Kriterien mal ran zu kommen?
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