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Alt 12.07.2019, 13:41
Daniel1983 Daniel1983 ist offline
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Registriert seit: 12.07.2019
Beiträge: 1
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Hallo zusammen,

bin neu hier und hatte ein Forum gesucht in dem ich mal ein wenig Luft machen kann.

Die Story ist nicht erfunden, sondern hat sich wirklich so abgespielt.

Ich versuche mich kurz zu halten

Autoreifen Freitags auf dem Weg zu einem Freund geplatzt, habe mein Auto auf einem Parkplatz an der Autobahn stehen lassen, an diesem wurde ich dann abgeholt.
Samstags zu einer Party, Nähe des Autos, mein Freund ging schon um 23 uhr nach hause..
Ich bin dann um 6:30 Uhr Richtung nicht fahrbereitemAuto gegangen, habe mich reingelegt (Fahrersitz, kein Schlüssel im Zündschloss) und geschlafen...
Wäre dann mittags abgeholt worden von meinem freund..... da Auto nicht fahrbereit war.

12 Uhr Mittags klopfen 3 Polizisten an meine Scheibe, Kurz gelabert was ich da mache, äääh schlafen wie sie gesehen haben? .. Ok würden sie mit zur Dienststelle fahren, ich so hmm ja klar aber wieso?.. bin dann mit.. bluttest, Promillewert zu hoch, war mir auch klar..
Wie kamen sie zu ihrem Auto? Bin vor (mittlerweile 14 uhr) ca. 8 stunden hingebracht worden da mein auto dort stand und ich meinen freund nicht wachmachen wollte.. achso okay.. bla bla.. sie können gehen aber ihren führerschein behalten wir bis morgen.. alles klar.. kann ich verstehen.. kein Thema.

5 Wochen später, ich morgens auf der Arbeit ruft meine Mutter an.. Daniel die Polizei ist hier und sucht dich, ich so WTF?.. Handy rübergereicht.. Guten morgen Herr XXX wir sind hier wegen ihrem Führerschein, habe daraufhin gefragt was denn damit wäre? .. Er dann total aggressiv "Sie brauchen jetzt nicht doof zu machen, Sie wissen doch das sie besoffen auto gefahren sind".. Meine mutter bekam vermutlich dabei einen ziemlichen schock.. weil weder ich noch sie etwas davon wusste und es eben auch nicht stimmt..
Habe dann gefragt ob er mich verarschen will?! .. naja.. Anwalt angerufen, der meinte erst mal besser abgeben und auf die Akte warten...

6 Wochen später, die Akte kommt.. dort steht drin, sie hätten einen zeugen (den namen gibt es nicht mal im saarland und kann auch nicht erreicht werden) welcher mich (achtung) in die FALSCHE Richtung auf die autobahn hätte auffahren sehen (ich hätte um an den platz zu kommen an dem ich stand erst mal 10Km in die eine Richtung, dann dort drehen, dann die Autobahn 10km zurück, dann die Autobahn abfahren und nochmals drehen um dorthin zu gelangen (dabei haben sie weder an dem morgen, noch als ich von denen abgeholt worden mir geglaubt das ich gefahren wäre, aber zeugen gab es keine/n offiziellen) .. wohlgemerkt mit einem geplatzten reifen...
Nun allerdings der viel kritischere Satz in der Akte ... Herr XXX sagte das er vor 8 Stunden mit dem Auto gefahren wäre, ich bin bald explodiert als mein Anwalt das vorlaß, als wäre ich so doof und hätte gesoffen und dann gesagt das ich Auto gefahren bin?!?!! hahahaha.. OMG dachte ich nur...

Mein Anwalt sagte dann das wir nun ein schweres Problem hätten... ich gefragt wieso?.. Da meinte er das wenn 3 Polizisten vor Gericht behaupten ich hätte das gesagt kann ich 9204509 mal behaupten ich hätte das nicht gesagt, aber kein Richter würde mir glauben... PUNKT AUS ENDE.

Also die haben keinen zeugen, können nicht beweisen das ich gefahren bin, aber schreiben einfach diesen gelogenen Satz in Ihren Bericht... !!

Nun habe ich seit 07.11.2018 keinen Führerschein mehr und das noch geilere ist, ich soll Anfang Oktober meinen FÜhrerschein -sofern die MPU positiv bestanden wurde- wieder erhalten.. da diese die 8 stunden zurückgerechnet haben, somit habe ich also +0,8 promille und somit 1,8 Promille und muss eine MPU (und 6 Monate Abstinenznachweis erbringen??)...

Ich habe nun letzten Samstag nach über 8 Monaten ENDLICH diese Bestätigung erhalten, denn vorher durfte die MPU Stelle mich nicht annehmen und ich auch keine Haar oder Urinanalyse machen... und nun rechnen wir mal vom z.B. 15.07 6 Monate Abstinenz dazu... und im Oktober soll ich den führerschein bekommen, wie soll das gehen? ...

In oben genannter Bestätigung bzw. Schreiben der Führerscheinstelle steht allerdings nichts von einem geforderten Abstinenznachweis, oder legt dies die Begutachtungsstelle bzw. MPU-Stelle fest? Laut div. Internetseiten würde dies das Amt festlegen.. wie erwähnt ist dies aber nicht explizit gefordert.

Ich habe allerdings kein Problem damit, ich trinke sehr selten und habe auch seit Sylvester keinen Schluck mehr getrunken, allerdings durfte die MPU Stelle wie erwähnt mich weder annehmen noch eine Haaranalyse durchführen..

Wurde doch etwas mehr als ich Schreiben wollte.. es sei mir verziehen

Danke vorab für eure Antworten.

Gruß
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  #2  
Alt 12.07.2019, 14:21
Benutzerbild von Alana
Alana Alana ist offline
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Beiträge: 12.395
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Willkommen hier im Forum!

Zu deinem Strafverfahren will ich ich gar nicht äußern. Das war Gegenstand eines Gerichtsverfahrens und ist ja wohl ausgeurteilt. Damit steht, auch für die MPU, der Ablauf des Geschehens faktisch fest.

Aber zur MPU: die kann man auch mit Kontrolliertem Trinken (KT) bestehen - wenn die eigene Alkoholgeschichte noch nicht zu lang ist und nicht langjähriger Mißbrauch stattgefunden hat. Aber das wissen wir ja nicht. Ansonsten wird Abstinenz verlangt. 6 Monate können da reichen, sollte der Gutachter allerdings eine Abstinenzpflicht sehen, dann müssen Nachweise über 12 Monate her.

Dazu findest eine Vielzahl von Informationen hier im Forum.

Übrigens werden Haranalysen rückwirkend gemacht. Da Du ja nach deinen Angaben dieses Jahr noch nichts getrunken hast, könntest Du jetzt eine HA machen lassen und im Oktober die zweite, so daß Du dann schon einmal Nachweise über 6 Monate hättest.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #3  
Alt 12.07.2019, 14:26
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Mainzelmännchen Mainzelmännchen ist offline
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Registriert seit: 07.02.2007
Beiträge: 1.284
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Willkommen. Krasse Story, aber gut, die Sache ist ja erledigt, Verfahren abgeschlossen.

Ob Abstinenznachweise erforderlich sind oder nicht, entscheidet allein der Gutachter und nicht das Gericht und auch nicht die Führerscheinstelle.

Problematisch ist, dass Dir offensichtlich falsche Auskünfte erteilt wurden: Natürlich kann man - gegen Bezahlung - so viele Abstinenzchecks machen, wie man lustig ist. Ich könnte mich bei fünf Instituten anmelden, und ich habe keine MPU im Nacken. Das kann ja auch für ganz andere Zwecke sein.

Willst Du denn lebenslange Abstinenz leben? Bei Deinem Promillewert ist grundsätzlich KT möglich, und Du sagst ja auch, dass Du ab und zu geringe Mengen getrunken hast. Mit 13 Monaten KT wäre eine MPU im Oktober - bzw. ein paar Wochen früher, damit Du im Oktober den Lappen wieder hast - machbar.

Hängt natürlich von Deiner Aufarbeitung ab.
__________________
Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig - Seneca
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