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  #1  
Alt 12.07.2019, 21:46
Geschäftsbedingung Geschäftsbedingung ist offline
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Registriert seit: 12.07.2019
Beiträge: 2
Standard Vorgehen Nachweis bei der MPU

Hallo zusammen,

folgende Vorgeschichte:
Ich bin letztes Jahr beim Rückwärts ausparken in ein anderes parkendes Auto gefahren (war bereits ca. 8 KM unterwegs gewesen). Gemessen wurden 1,7 Promille. Ich bin Ersttäter. Gerichtsverfahren etc. alles schon abgeschlossen und nun steht bald meine MPU im August an.

Mir stellt sich folgende Grundsatzfrage:
Ich habe in der Zwischenzeit zwei Haaranalysen gemacht, die ich "bestanden" habe, d.h. ich kann eine Alkoholabstinenz über 6 Monate seit Dezember 2018 nachweisen (durch Erst-Beratungsgespräch vorgegangen). Jedoch hat mir der Experte bei einem weiteren MPU Intensiv-Vorbereitungskurs gesagt, Abstinenz weißt man üblicherweise über ein Jahr nach (was bei mir von der Führerscheinstelle NICHT verlangt wurde, es gibt bei mir keine Vorgaben diesbezüglich, jedoch hielt und halte ich es für besser, einen Nachweis über etwas zu haben, um vor dem Prüfer glaubwürdiger rüber zu kommen). Ich bin mir bewusst, dass ich rein theoretisch keine Nachweise durch Leberwerte oder Haarproben erbringen muss.
Jetzt bin ich mit mir gerade im Zwiespalt: Kann ich mit den 6 Monaten Abstinenznachweis die MPU mit entsprechender Aufarbeitung meines Falls und meines Konsums bestehen oder sollte ich ihn lieber verschieben, sodass ich 1 Jahr Abstinenz nachweisen kann?


Danke im Voraus.
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  #2  
Alt 12.07.2019, 22:11
Geschäftsbedingung Geschäftsbedingung ist offline
Newbie
 
Registriert seit: 12.07.2019
Beiträge: 2
Standard

Oder sollte ich es als Trinkpause verkaufen (mit anschließendem Versuch zum KT)?

Da ich 25 bin, kommt es weder für mich noch für andere glaubwürdig rüber, wenn ich in dem Alter sage, dass ich mein lebenlang abstinent sein möchte.
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  #3  
Alt 12.07.2019, 23:05
Ratsucher Ratsucher ist offline
Mitglied
 
Registriert seit: 25.08.2018
Beiträge: 20
Standard

Erstmal Willkommen hier im Forum!

Zitat:
Zitat von Geschäftsbedingung Beitrag anzeigen
Jedoch hat mir der Experte bei einem weiteren MPU Intensiv-Vorbereitungskurs gesagt, Abstinenz weißt man üblicherweise über ein Jahr nach (was bei mir von der Führerscheinstelle NICHT verlangt wurde, es gibt bei mir keine Vorgaben diesbezüglich, jedoch hielt und halte ich es für besser, einen Nachweis über etwas zu haben, um vor dem Prüfer glaubwürdiger rüber zu kommen).
Da hat der Experte nicht unrecht. Sollte man von dir eine Abstinenz fordern, belegt man diese mit 12 Monaten an Abstinenznachweisen. Du selbst aber sagst, dass du dich und den Gutachter belügen würdest wenn du ihm von einer Lebenslangen Abstinenz überzeugen willst.

Die Führerscheinstelle wird von dir auch keine Nachweise über die Abstinenz verlangen. Ob Nachweise erforderlich sind oder nicht entscheidet der Gutachter bei der MPU anhand deiner Vorgeschichte, also deinem bisherigen Umgang mit Alkohol.

Für die Einschätzung ob KT möglich ist, haben wir zu wenig Infos. Bei der BAK und deinem Alter spricht erstmal nichts gegen KT. Natürlich mit passender Vorgeschichte und guter Aufarbeitung.

Zitat:
Zitat von Geschäftsbedingung Beitrag anzeigen
Oder sollte ich es als Trinkpause verkaufen (mit anschließendem Versuch zum KT)?
Wie sieht denn dein Konsumverhalten momentan aus? Bei dem Gutachter von einem Versuch bei KT zu sprechen wird dir meines Wissens nach mit großer Sicherheit ein Negativ geben.

Ließ dich mal ein bisschen hier im Forum ein. Hier gibt es viele Infos über KT im Infobereich. Genauso kannst du dir ein Paar 5 Sterne Fragebögen durchlesen um mal einen Einblick zu bekommen.

Es ist ja bei dir nicht mehr lange bis zur MPU und du wirst ja schon einige Infos in dem Intensivkurs bekommen haben.

Weitere Infos gibt's aber bestimmt von den Profi´s hier im Forum.

LG

Geändert von Ratsucher (12.07.2019 um 23:29 Uhr)
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  #4  
Alt 13.07.2019, 06:38
kapomick kapomick ist offline
MPU Profi
 
Registriert seit: 18.04.2013
Beiträge: 6.183
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Hallo @Geschäftsbedingung,

@ratsucher hat das schon richtig erklärt. Eine FSSt wird keine AB-Forderungen stellen, die wollen ein positives Gutachten. Der GA beim MPI ist die einzig verantwortliche Instanz, die entscheidet, was deine Voraussetzungen sind, um ein Gutachten positiv werden zu lassen. Rein von der BAK her scheint KT nicht ausgeschlossen. Dann wären auch 6 Monate AB möglich, den das ist ausreichend, wenn dir KT zugetraut werden könnte. Sprich, du bist noch in einem Bereich, in dem du dein Trinkverhalten selbst regulieren könntest. Und man muss ja nichts trinken. Aber: du siehst das selbst wohl anders. Es ist zwar durchaus möglich, mit AB zur MPU zu gehen und dann auf KT zu plädieren, ich persönlich finde es aber zielführender, wenn du KT auch schon gelebt hast, sprich, du weist, wie sich neuerlicher Alkoholkonsum bei dir auswirkt, ob du mit dem einen Bier oder einem Wein zufrieden bist oder Gelüste nach mehr kommen. Das ist unerprobt natürlich schwer einschätzbar. Aber da du ja im August bereits die MPU machen willst, wird dir nichts übrig bleiben, als entweder AB weiter als Maßgabe zu machen oder eben den Weg zu wählen, dass du künftig KT leben willst. Das kann funktionieren, hatten wir schon erfolgreich im Forum. Aber das musst du für dich selbst einschätzen, was dir leichter fällt.
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