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  #1  
Alt 09.08.2018, 18:25
Schelly Schelly ist offline
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Beiträge: 3
Standard MPU in Kürze , erbitte Hilfe und Feedback

Hallöchen und schonmal vielen dank für Hilfe und Tipps

Zur Person
Geschlecht: Männlich
Größe: 1,84m
Gewicht: 75Kg
Alter: 26

eventl. Bundesland
(bitte angeben, da sich zw. den BL einige Änderungen ergeben haben): NRW

Was ist passiert? Unfall bei Trunkenheitsfahrt
Datum der Auffälligkeit: 22.04.2011
BAK: 1,94 Promille
Trinkbeginn: 21.04.2011 22:00
Trinkende: 22.04.2011 4:30
Uhrzeit der Blutabnahme: 5:30

Stand des Ermittlungsverfahrens:
Gerade erst passiert:Nein
Strafbefehl schon bekommen:Ja
Dauer der Sperrfrist: 16 Monate

Führerschein
Hab ich noch:Nein
Hab ich abgegeben:Ja
Hab ich neu beantragt:Ja
Wurde mir entzogen? Nein
Noch in der Probezeit?: Ja

Führerscheinstelle
Hab schon in meine Akte geschaut Ja/Nein: Nein
Sonstige Verstöße oder Straftaten?: Keine
Fragestellung der Fsst (falls bekannt):

Konsum
Ich trinke noch Alkohol, wenn ja wie oft wieviel:
Ich lebe abstinent seit: Ich Lebe Abstinent seit 28.09.2015

Abstinenznachweis
Haaranalyse ja, wie viele bisher und seit wann: Keine
Nein ich befinden mich im Urinscreeningprogram seit: 26.07.2017

Leberwerte ja/nein, seit wann:
in welchen Abständen -

Aufarbeitung
Suchtberatungsstelle aufgesucht?: Nein
Selbsthilfegruppe (SHG): Ja
Psychologe/Verkehrspsychologe: Nein
Kurs für verkehrsauffällige Autofahrer: Nein

Ambulante/stationäre Therapie
(bitte Zeitraum von Beginn bis Ende angeben): Stationäre Therapie vom 14.09 bis 28.09.2015


werden derzeit Medikamente eingenommen?Antidepressiva etc: Nein

MPU: noch nicht
Schon bezahlt?: Nein

Schon eine MPU gehabt? Nein

Altlasten
Bereits durch Alkohol auffällig geworden Punkte oder sonstige Straftaten: Nein

Zu dem Unfallhergang:

- Ich bin am Morgen des Karfreitages , den 22.04.2011 gegen 5 Uhr , in mein Auto gestiegen um eine schachtel Zigaretten aus dem Nachbarort zu holen um anschließend zu der feier eines damaligen guten Freundes zurück zu kehren die fahrt dauerte 20 Minuten , auf dem Rückweg Verlor ich die Kontrolle meines Fahrzeugs auf einer Nebenstraße in der Nähe des besagten Freundes im . Das Fahrzeug stellte sich quer , mit der Beifahrerseite in Fahrtrichtung , Prallte gegen einen Städtischen Bohrbrunnen , durchfuhr einen Maschendrahtzaun und durchquerte einen Geräteschuppen bevor das Fahrzeug zum Stillstand kam. Als die Polizei eintraf war ich vor ort und habe mich koorperativ Verhalten , meinen Führerschein habe ich vor ort noch Abgegeben. Bei der Blutabnahme kam eine Blutalkoholkonzentration von 1,94 Promille zu Papier.


Ich habe seit meiner Endgiftung im September 2015 völlige Abstinenz und gehe regelmäßig zur Selbsthilfegruppe der AA´s. Lebe seit 3 Jahren in einer festen Beziehung und erwarten einen Sohn. Meine Berufliche Situation hat sich auch sehr zum positiven entwickelt , so das ich jetzt eine stellvertretend Leitende Position habe. ich Lebe seitdem auch viel gesünder und mache regelmäßig in Maßen Sport.
Ereignisse die ich mir während meines Alkoholkonsums nicht hätte vorstellen können.

Nun zum Abschluss hoffe ich das ihr mir noch ein paar tipps geben könnt die ich noch anwenden könnte. ich wäre euch dafür sehr dankbar.

Geändert von Schelly (09.08.2018 um 18:41 Uhr) Grund: Etwas Angst
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  #2  
Alt 09.08.2018, 20:36
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Willkommen hier im Forum!

Aus deinem Beitrag lese ich heraus, daß Du Trockener Alkoholiker bist. Keine Sorge, sind mehrere hier, auch ich. Und das ist keineswegs ein Ausschlußkriterium für eine positive MPU.

Aber um Dich wirklich beraten zu können, muß vorher klar sein: Gehst Du als Trockener Alkoholiker in die MPU oder willst Du das da verheimlichen? Das kann ich nämlich Deinem ersten Beitrag hier nicht entnehmen.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #3  
Alt 10.08.2018, 13:11
Schelly Schelly ist offline
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Nein verheimlichen will ich das keineswegs , ich weiß ja das ich ein Problem mit Alkohol habe und da stehe ich auch zu.
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  #4  
Alt 10.08.2018, 18:47
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Dann macht es wahrscheinlich Sinn, Dir erst einmal aufzuzeigen, was das für die MPU bedeutet. Deine Angaben sind noch spärlich, also entschuldige, wenn ich etwas falsch verstanden habe.

Zitat:
Datum der Auffälligkeit: 22.04.2011
BAK: 1,94 Promille
Das ist offenbar deine einzig aktenkundige TF. Du mußt aber schon einige/lange Zeit vorher Alkohol in nicht sozial verträglichen Maß zu Dir genommen haben, denn sonst hättest Du nicht eine solch hohe Alkoholtoleranz wie zu dieser TF nötig entwickeln können. Hier gilt es also deine vorangegangene Konsumhistorie aufzuarbeiten. Bis jetzt ist noch alles so wie bei einer MPU bei einem Nicht-Abhängigen, auch da ist diese Aufarbeitung zwingend.

Nun hast Du aber offensichtlich nach der TF dein Alkoholverhalten nicht korrigiert, sondern hast erst richtig losgelegt. Jedenfalls bist Du in einer Endgiftung gelandet:
Zitat:
Stationäre Therapie vom 14.09 bis 28.09.2015
Eine stationäre Therapie war das, schon allein wegen der Zeitdauer, eher nicht, sondern vermutlich (auch wieder wegen der Dauer) eine Qualifizierte Entgiftung.

Dafür war eine Abhängigkeits(mindestens Mißbrauchs)diagnose erforderlich. Auch wenn die bisher für die FSST nicht aktenkundig sein sollte, hat das, wenn Du das dem GA gegenüber erwähnst, in der MPU Konsequenzen: Du wirst in die Kriterien A1 oder A2 einsortiert, was eine lebenslange Abstinenzpflicht und Nachweise dafür über mindestens zwölf Monate erfordert. Damit ist es aber natürlich nicht getan. In dieser Situation wird von Dir eine sehr gründliche und glaubhafte Aufarbeitung deiner Alkoholvergangenheit und eine substantielle Rückfallprophylaxe verlangt werden.

Daß Du regelmäßig zu den AA gehst, ist in diesem Zusammenhang schon mal gut. Allerdings weiß der GA auch, daß am Ende praktisch jeder Entgiftung quasi obligatorisch die Empfehlung steht, eine Entwöhnungstherapie folgen zu lassen. Diesen Rat hast Du ja anscheinend nicht angenommen. Da wird der GA Dir genau auf den Zahn fühlen, schließlich ist er selbst Psychologe und vertraut da eher den professionellen Hilfsangeboten als den Selbstheilungskräften. Da wirst Du überzeugend schildern müssen, wie und warum Du es auch allein geschafft hast. Was da für Dich gut ist, daß die seit der Entgiftung bestehende Abstinenz nun ja schon deutlich länger als die einjährige Mindestfrist dauert.

So viel zunächst von mir zur Einordnung. Wenn Du Fragen hast, …
__________________
Liebe Grüße
Alana
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  #5  
Alt 12.08.2018, 11:16
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Ja das war bis dato meine einzig aktenkundige TF.

Also entnehme ich deinem Beitrag das es sehr hart wird wenn ich meine Endgiftung offen lege.

Wäre es für mich dann von Vorteil wenn ich das nicht bekannt mache bzw meine chancen damit verbessere ?

Liegen dem Arzt bzw Psychologen denn Akten über meine Gesundheitiche vorgeschichte vor ?
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  #6  
Alt 12.08.2018, 11:39
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Alana Alana ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Schelly Beitrag anzeigen
Also entnehme ich deinem Beitrag das es sehr hart wird wenn ich meine Endgiftung offen lege.
Sorry, aber da hast Du mich falsch verstanden. Wer hier meine Beiträge liest, weiß, daß ich jedem zur Ehrlichkeit in Bezug auf sein Alkoholproblem rate, weil es, wenn mIch sich das Problem erst einmal klar gemacht, im Grunde einfacher ist, dazu zu stehen. Es ging mir nur darum, Dir aufzuzeigen, was das Gesprächsthema der MPU dann sein wird.
Zitat:
Wäre es für mich dann von Vorteil wenn ich das nicht bekannt mache bzw meine chancen damit verbessere ?
Für die Vorteile kaufst Du eine Menge Nachteile ein. Du mußt eine ganz andere Lebensgeschichte für die letzten sechs Jahre erfinden und zwar so, daß sie der GA dir abnimmt.
Zitat:
Liegen dem Arzt bzw Psychologen denn Akten über meine Gesundheitiche vorgeschichte vor ?
Zunächst einmal nicht.

Noch mal klar: Ich persönlich rate Dir, bei der Wahrheit zu bleiben. Das mag im Augenblick nach mehr Vorbereitung aussehen, im Endeffekt ist es aber der leichtere und konsequentere Weg.
__________________
Liebe Grüße
Alana
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