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  #1  
Alt 20.11.2008, 20:09
DerStefan DerStefan ist offline
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Was ist passiert?

Ich habe 3 mal die Verkehrsstraftat "Fahren ohne Fahrerlaubnis" begannen, in dem ich meinen Roller illegal tunte und somit jeweils 25-30km/h schneller gefahren bin als es mir erlaubt war.

Warum sind Sie hier?

Weil die Straßenverkehrsbehörde Zweifel an meiner Fahreignung hat, die ich hier gerne mit ihrer Hilfe ausräumen würde.

Wie viele Verstöße hatten sie?

3 Verstöße in einem Zeitraum von 12 Monaten.

Was waren das für Verstöße?
(möglichst Datum und zu welcher Tageszeit-je genauer, desto besser)

Alle 3 Verstöße waren „Fahren ohne Fahrerlaubnis“ mit meinem Roller, den ich frisiert hatte. Das erste mal im Februar oder März 2006, dort bin ich statt den für mich zugelassenen 25km/h, 45km/h mit meinem Roller gefahren und wurden auf meinem Schulweg um ca. 8.30 angehalten. Das 2. Mal bin ich am 7.August 2006 an einem Nachmittag gegen 16.00 Uhr angehalten worden, aus dem gleichen Grund wie beim 1. Mal. Mein Roller fuhr 25km/h zu schnell. Das 3. Mal bin ich ebenfalls wegen meinem frisiertem Roller aufgefallen. Das war am 31.01.2007.

Was hätte passieren können bei den jeweiligen Delikten?

Ich hätte durch mein Fehlverhalten die Kontrolle über mein zu schnell fahrenden Roller verlieren können und somit mich selber und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen können. Auch ist mir durch mein neues angeeignetes Wissen bewusst geworden, dass meine Vergehen keine Lappalien waren, sondern schwerwiegendere Verkehrsdelikte. Zu dem ist mir heute bewusst, wie gefährlich es ist, dass mein Versicherungsschutz erloschen ist. Hätte ich jemand schwer verletzt, so müsste ich mein Leben lang vielleicht dafür zahlen, auch diese Tatsache habe ich früher nicht wirklich ernst genommen, da ich der Meinung war, dass mir so etwas nie passieren würde, was natürlich ein vollkommen überheblicher und naiver Gedanke war, der mir teuer hätte zu stehen kommen können.

Was ist ihrer Meinung nach im Straßenverkehr besonders wichtig?

Es ist in erster Linie wichtig sich an die Verkehrsregeln und Gesetzte zu halten und sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Vorrauschauendes und defensives Fahrverhalten sind gute Maßnahmen um sich sicher am Straßenverkehr zu beteiligen. Zudem sollte das KRZ regelmäßig gewartet und Tüv-geprüft sein um technische Mängel auszuschließen. Man sollte sich an diese Maßnahmen halten und nicht überheblich und fahrlässig am Straßenverkehr teilnehmen, so wie ich es tat, sondern im Verkehr immer den Überblick behalten und die Selbstbeherrschung behalten.


Warum ist es passiert?

Wie konnten so viele Verstöße zusammenkommen?

Der erste Verstoß passierte, weil ich 25kmh/ damals als zu langsam empfand und ich schneller fahren wollte ohne mir darüber zu bewusst zu sein, welche gefahren sich darin verborgen haben. Ich Habe mich selbst überschätzt und war der Meinung auch ein schnelleren Roller sicher führen zu kommen und es machte mir keinen Spaß mit 25km/h herumzutuckern. Auch der 2.Verstoß basierte auf diesem damaligen Gedanken von mir. Allerdings wurde dieser hier durch die Gruppendynamik die in meiner Rollerclique herrschte, der ich mittlerweile beigetreten war, stark verstärkt und das Frisieren von Rollern war in unsere Gruppe üblich. Ich und auch meine damaligen Kumpel hielten uns für schlauer als die übrigen Menschen und sahen unser Hobby nicht als Kriminalität an. Der 3. und letzte Verstoß hatte wieder den gleichen Hintergrund. Ich hatte zwar meine Fahrerlaubnis der Klasse M erworben, damit ich endlich schneller fahren durfte, nutze diese Tatsache aber aus um mir zusammen mit meine ehemaligen Clique den totalen Kick zu holen. Mein roller fuhr erneut 30km/h zu schnell und ich war der Meinung, dass mir die Polizei jetzt eh nichts mehr kann, nur weil ich eine neue Fahrerlaubnis hatte, mit der ich berechtigt war 45 km/h zu fahren. Als ich und 2 Kumpel meiner Clique bei einer Tour dann in eine Polizeikontrolle gerieten, wurde eine Umbauarbeiten an meinem Roller festgestellt und ich musste mit zu Wache, wo mein Roller überprüft werden sollte und ich meine Aussage machte. Mein Roller wurde dann dort für 14 Tage behalten und dies gab mir erstmal einen Anlass über mein Verhalten nachzudenken.

Warum haben sie sich (immer wieder) so verhalten?

Wie schon erwähnt war ich der Ansicht meine Taten ständig verharmlosen zu müssen und war der Ansicht alles besser wissen zu würden, ein typische pubertäres verhalten eben. Zu dem kam ab meiner 2. Tat die Gruppendynamik die herrschte und dass ich unbedingt dazu gehören wollte. Ich empfand es als cool Roller zu frisieren und mir dadurch den Kick zu holen. Ich habe die Folgen, die hätten auftreten können ignoriert und war der falschen Ansicht alles besser zu Wissen. Ich empfand es als langweilig und verkehrsbehindernd mit 25km/h zu fahren und war der Meinung mich über das Gesetz hinwegsetzen zu können und somit schneller zu fahren.

Wie war Ihre Gefühlslage bei diesen Delikten, (bitte jedes Delikt einzeln bewerten)

Beim ersten Delikt habe ich mir kaum Gedanken über mein Vergehen gemacht und war der Ansicht, dass es schon nicht so schlimm ist. Ich habe somit den Ernst der Lage klar unterschätzt und grob fahrlässig gehandelt. Reue habe ich noch nicht wahrgenommen und war vorerst nur verärgert erwischt worden zu sein. Nach der Ableistung von 20 Arbeitsstunden wurde die Sache eingestellt und hatte sich erledigt. Bei meiner 2.Tat stand dann zusätzlich noch die Gruppendynamik im Vordergrund, ansonsten war der Anlass der gleiche wie bei der ersten Tat. Ich empfand es einfach als langweilig und verkehrsbehindernd mit 25km/h zu fahren und war der Meinung mich über das Gesetz hinwegsetzen zu können und somit schneller zu fahren, was nach meinem heutigen Wissen vollkommen fahrlässiges und vorsätzliches falsches Handeln war und mittlerweile froh bin, dass mir die Leviten gelesen wurden. Meine 3. und letzte Tat dann krönte meine Karriere von Verkehrsdelikten. Ich war total im Tuningfieber und dachte, da ich nun im Besitz der Klasse M war, das ich sowieso nicht mehr großartig kontrolliert würde. Ich verbrachte viel Zeit mit dem Tunen und meiner Clique und schließlich ereignete sich dann der Vorfall. Ein strenger Motorrad Polizist fischte uns zur Kontrolle aus dem Verkehr, kontrollierte meinen Roller und stellte auf Grund seiner spezifischen Erfahrung auch direkt Umbauarbeiten fest. Ich wurde deutlich aufgeklärt und mir wurden die Konsequenzen erläutert, die mein KICK den ich mir so holen wollte zu Folge hatte. Diesmal empfand ich ernsthaft ein Gefühl von Reue und fing an mit darüber klar zu werden was ich in der letzten Zeit und an dem besagten Tag angestellt hatte, und das es so irgendwie nicht weiter gehen konnte. Ich war wütend über mich selber und zugleich traurig mehrfach so dumm gewesen zu sein. Nachdem mein Roller ca. 14Tage lang zu Untersuchung festgehalten wurde, durfte ich ihn dann wieder abholen, natürlich nur schieben. Ich hatte mir in den 2 Wochen Gedanken darüber gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es so nicht weiter gehen kann. Ich wollte zwars weiter Zeit mit meiner Clique verbringen und auch Roller fahren, allerdings nur noch legal und ohne bauliche Veränderungen, was ich auch meine Clique sagte. Ich baute den Roller in die Form zurück, in der ich ihn beim Fachhändler gekauft habe und wollte somit von nun an legal und sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Dieses Gefühl war eine Erleichterung für mich, da ich merkte langsam zu lernen, dass ich nicht auf dem richtigen Weg war und mein Verhalten zu ändern begonnen habe.

Was haben Sie als Ursache für die Verstöße herausgefunden, hatten Sie dabei Hilfe?

Ich habe als Ursache jugendlichen Leichtsinn, sowie Gruppenzugehörigkeit und die Tatsache, dass ich einen langsamen Roller als langweilig empfand, diagnostiziert. In erster Linie war meine 3. Tat Auslöser dafür, dass ich mir anfing Gedanken über mein Handeln zu machen und mich positiv Verändern zu wollen. Auch klärte mich nochmals die Justiz sowie meine Eltern über meine vergehen auf und auch diese Worte begonnen mir einzuleuchten und ich stellte somit fest, dass ich mehrfach schwerwiegend gegen das Verkehrsgesetz verstoßen habe und eine Gefahr im Straßenverkehr darstellte und nicht wie ich mir bisher immer einredete „nur zu schnell“ gefahren bin.

Wie schätzen Sie sich für die damalige Zeit als Fahrer ein?

Nach meinem heutigen Wissensstand sehe ich deutlich das ich damals noch nicht reif für den Straßenverkehr gewesen bin. Ich betrachte meine damalige Fahrweise als fahrlässig und unkontrolliert, jedoch war ich kein Typ der in der Stadt raste oder sich in bestimmten Zonen den Verkehrsregeln entzog, lediglich fuhr ich ein KFZ zu dem ich nicht berechtigt war, da ich keine Fahrerlaubnisklasse der entsprechenden Art besaß. Trotzdem möchte ich mein Verhalten keinesfalls verharmlosen und bin im Nachhinein froh, dass mir und anderen Personen nie etwas passiert ist und mir mir über meine Schuld bewusst.

Wie haben sie auf das Verhalten der Polizei reagiert nachdem sie gestoppt oder gelasert wurden?

Ich habe es einfach über mich ergehen lassen und habe mich für meine Tat entschuldigt, wobei ich bei meinen ersten 2. Taten nicht wirklich Reue empfand und die Polizei als Erbsenzähler angesehen habe, die nichts besseres zu tun hatte als sich mit frisierten Rollern zu beschäftigen und der schwerwiegenden Kriminalität nicht nach wirklich nachging. Ganz sicher war diese Ansicht vollkommen falsch, da ICH der schuldige war, die Justiz zurecht ihren Job macht und Personen die das Gesetz ,in welcher Form auch immer, brachen durch entsprechende Maßnahmen belehrt um Wiederholungen auszuschließen.
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  #2  
Alt 20.11.2008, 20:13
DerStefan DerStefan ist offline
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Wie haben sie auf die ersten Verwarn- bzw. Bußgelder reagiert?

Ich war bei meinen ersten 2 Taten sauer und fühlte mich zu stark bestraft. Jedoch legte sich dies schnell wieder, ich absolvierte meine Arbeitsleistungen und hab mit der Sache abgeschlossen. Ich war uneinsichtig und nahm die Situation noch nicht wirklich ernst. Erst bei der 3.Tat zeigte ich deutlich Einsicht und empfand es erstmal als richtig, dass ich bestraft wurde, da ich nicht hören wollte. Ich habe auch diese Strafe abgeleistet, allerdings diesmal mit dem Vorsatz, dass dies meine letzte war und ich mir klar darüber geworden bin, das meine Taten falsch waren.

Was hatten sie sich vorgenommen, um keine Vekehrssünden zu begehen?

Ich habe meinen Roller in den Originalzustand zurück versetzt und alle meine Tuningteile verkauft, da ich damit nichts mehr zu tun haben wollte. Ich wollte von nun an legal und sicher am Straßenverkehr teilnehmen.

Warum konnten sie ihre guten Vorsätze nicht einhalten?

Ich habe mir bis zu meiner 3. Tat keine Vorsätze gemacht, da ich die Situation wie schon erwähnt als nicht bedeutend einstufte. Nach meiner 3.Tat habe ich gelernt und bin wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis nie wieder aufgefallen. Meine einzige weitere Tat war meine Trunkenheitsfahrt am 14.10.2007, deren Ursachen ich aber in der dazugehörigen Fragestellung ausführlich erläutere und die auch der Grund zu meiner totalen Umstellung war.

Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem Punktesammeln und bestimmten Ereignissen in ihrem Leben?

Nein, die gibt es nicht.

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Verhalten reagiert?

Meine Familie war enttäuscht von mir und empfand es als verantwortungslos, was ich tat. Meine Eltern waren großzügig und haben meinen Roller nicht verkauft, obwohl ich so viel Ärger damit hatte und waren enttäuscht, dass ich dies so mit Füßen getreten haben.


Wieso passiert es nicht wieder?

Was war der konkrete Anlaß für Ihr Umdenken?

Meine 3.Tat.

Was haben Sie an Änderungen unternommen?

Ich habe mein Roller in den Originalzustand zurückversetzt und alle Tuningteile verkauft. Ich wollte von nun an legal und sicher am Verkehr teilnehmen.

Wer hat Ihnen dabei wie geholfen?

Meine Familie und die Justiz.

Wie empfinden sie diese Änderungen?

Es ist ein tolles Gefühl sich keine Gedanken mehr über irgendwelche Folgen machen zu müssen, da ich von nun an ordnungsgemäß am Straßenverkehr teilgenommen habe. Ich fühlte mich erwachsener und vernünftiger und kann die Änderung nur als positiv beschreiben.

Wie reagiert Ihr Umfeld auf diese Änderungen?

Meine Familie war Stolz auf mich und froh, dass ich endlich erkannt habe wir Ernst die Lage war. Meiner Clique war es egal, da es meine Entscheidung wäre, allerdings wäre mir deren Meinung auch unwichtig gewesen, da ich angefangen habe auf Leute zu hören die Lebenserfahrung haben und mir bestens Vertraut sind, in diesem Fall meine Eltern und restliche Familie, da diese in ihrem Leben noch nie strafauffällig geworden sind und nur das Beste für mich wollen.

Gibt es negative Rückmeldungen zu Ihrem jetzigen Leben?

Nein ich fühle mich wohler denn je und komme mit meinem neuen bzw. alten Freundeskreis, den ich vor meinen Taten hatte, bestens zurecht und auch meine Familie ist Stolz darauf, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe. Ich bin froh das meine Entschuldigung akzeptiert worden ist und sehe diese Änderung als eine Selbstverständlichkeit an.

Welche Einstellung zur Verkehrssicherheit haben sie heute und was ist daran neu?

Da genug Unfälle und Straftaten passieren, möchte ich heute ein Teil der Personen sein, die versuchen durch Selbstbeherrschung und vorrausschauendem, ordnungsgemäßem Fahrverhalten die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Damals stand mein Spaß im Vordergrund und ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, was durch solch ein uneinsichtiges Verhalten passieren kann.

Was wollen sie konkret tun, damit sie ihre Vorsätze diesmal einhalten können?

Ich denke in Zukunft an meine eigene Sicherheit und vor allem die von unbeteiligten anderen. Um diese zu gewährleisten habe ich meine Ansicht gegenüber dem Rollertuning und meinem alten Verhalten im Straßenverkehr radikal geändert und habe auch alle Teile, die nicht Gegenstand meines Originalfahrzeugs waren verkauft. Heute habe ich meinen kompletten Roller bereits verkauft, da ich keine Interesse mehr an ihm, sowie dem Tuning oder dem Begehen von Verkehrsdelikten mehr habe. Zusätzlich möchte ich Leuten helfen meine neuen Erkenntnisse mit ihnen teilen um ihnen gegebenenfalls ähnliches zu ersparen und die Sichherheit somit zu verbessern.

Was könnte ihre guten Vorsätze wieder zum scheitern bringen?

Ich könnte mir vorstellen, dass meine damalige Clique nicht begeistert davon war, dass ich das Tuning aufgegeben hab, ich mich jedoch durchgesetzt habe und dies akzeptiert wurde. Auf Grund meines heutigen Wissens, wie fahrlässig und unverantwortlich ich gehandelt habe, bin ich sehr glücklich, dass ich nie jemand verletzt habe und außer mir selbst keinen größeren Schaden angerichtet habe. Ich habe meinen Roller bereits verkauft und habe mittlerweile kein Interesse mehr am Tuning oder irgendwelchen Verkehrsdelikten. Ich habe mein Leben komplett umgestellt, konzentriere mich auf meine Schule, habe meinen alte Clique verlassen und bin zudem seit über einem Jahr glücklich mit meiner Freundin zusammen. Des weiteren habe ich am Wochenende einen Nebenjob und und vertreibe mir viel Zeit mit Sport. Somit bin ich ebenfalls terminlich stark gebunden. Mich einer Gruppendynamik zu unterwerfen, halte ich mittlerweile ebenso für ein Zeichen von Schwäche und ich treffe heute meine eigenen Entscheidungen, die in diesem Fall darauf basieren den Straßenverkehr sicherer zu machen und mich und andere Leute nicht unnötig einer Gefahr auszusetzen.

Was wollen Sie unternehmen, wenn Sie einen Rückfall bemerken?

Ich würde mich mit meinen Vertrauenspersonen wie meinen Eltern auseinander setzen und mich darüber aussprechen. Zu dem würde ich mir mein Leben nur damit kaputt machen und sehe somit keinen Sinn in der Sache was einen Rückfall schon ganz zu Beginn ausschließt. Es gibt für mich heute wichtigere Dinge im Leben, wie meine schulische Laufbahn, meine Freundin und der Sport. Ich habe es nicht mehr nötig im Straßenverkehr aufzufallen und habe erkannt, dass ein ordentliches und straffreies Leben nur Vorteile beherbergt.
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  #3  
Alt 20.11.2008, 20:57
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Stefan,
mir gefallen Deine Antworten. Die sind für mich plausibel...
Ich schieb den FB aber noch in die passende Sparte damit Samuel auch noch mal drüberschauen kann.
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  #4  
Alt 20.11.2008, 21:44
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@ stefan!

Da liegst Du aber ganz schön schief, das reicht höchsten für die Mädchenrunde, aber nicht für einen abgebrühten MPU Psychologen. Der möchte eine 1A Aufabreitung und nicht so ein ein typische pubertäres verhalten eben Gelaber.

Aber Du bist sicher ein fixer Bursche und wirst das zügig hinbekommen.

--------------

Wie viele Verstöße hatten sie?

3 Verstöße in einem Zeitraum von 12 Monaten.


Wenn ich das richtig sehe wurdest Du 3 mal erwischt.

Was hätten wir denn da?


-Unerlaubter Umbau
daraus resulieren:
-Fahren ohne Versicherungsschutz
-Fahren ohne Fahrerlaubnis
dazu kommen Geschwindigkeitsdelikte und wenn Du schon mal so schön schnell bist, wird es vermutlich auch nicht für jede gelbe Ampel gereicht haben.

Hast Du gehalten und bist wieder los gefahren ist das eine erneute Regelwidrigkeit.

Erste Auffälligkeit
März 2006
letzte Auffälligkeit
31.01.2007

Das ist ungefähr 1 Jahr. Rechnen wir mal zu den großen 3 noch 4 kleine dazu und denken uns das Jahr mit 300 Tagen, dann sind das in diesem Jahr 2100 Verkehrsdelikte und das ist eine sehr schmale Schätzung.

-------------------

Wenn Du immer noch der Meinung bist, das wäre pubertär, dann irrst Du.

Du wolltest damit was bezwecken.
Was?

Samuel
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  #5  
Alt 22.11.2008, 17:02
DerStefan DerStefan ist offline
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Ach du scheiße, dass verunsichert mich jetzt wieder. Hab mich vielleciht etwas zu sehr um die Aufarbeitung meiner TF bemüht und diesen Anlass vernachlässigt.

Ok, das auf Grund meines Umbau der Versicherungsschutz erlischt ist mir klar, ebenso wie die Tatsache, dass daraus die Straftat Fahren ohne Fahrerlaubnis resultiert.

Natürlich bin ich im Stress auch schon öfter schneller gefahren als erlaubt war oder hab bei einer orangen Ampel nochmal Gas gegeben. Das was du als Pubtäre Märchen bezeichnest ist mit sicherheit nicht der Kern meiner Aufarbeitung, sonder nur ein minimaler Bestandteil der Ursachen meiner Tat, auch wenn ich das vielleicht etwas blöd formuliert haben, sorry. Ich will dem GA natürlich die Wahrheit erzählen und meine Veränderung deutlich machen. Das mit den 2100 Delikten versteh ich nicht so recht, da ich so oft sicherlich nicht gegen die Verkehrsordnung verstoßen habe, obgleich ich einiges an Mist gebaut habe. Würde mich sehr über Verbesserungsvorschläge und Hilfe freuen, da mich deine Antwort doch ganz schön stutzig und unsicher gemacht hat...

PS: Hab erst heute gesehen, dass Flori meinen Post umgestellt hat.

mfG
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  #6  
Alt 22.11.2008, 23:18
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samuel samuel ist offline
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Jedes mal, wenn Du den umgebauten Bock angelassen hast, warst Du mit 3 Delikten dabei. Da brauchtest Du noch nicht mal los fahren.

So zählt das der Gutachter.
Das erklärt, warum Du 3x erwischt wurdest.

Samuel
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  #7  
Alt 23.11.2008, 17:28
DerStefan DerStefan ist offline
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Gut, dass klingt schlüssig und du hast Recht. Zu dem hab ich nochmal meine Vergangenheit überdacht und bin dabei noch auf was gestoßen, was meiner Meinung nach erst der Anstoss meiner Delikte war. Ich habe vorher nur nicht weit genug nach zürck gedacht und erst immer ab dem Zeitpunkt kurz vor der ersten Tat begonnen aufgzuarbeiten. Vor meinen Taten hab ich nämlich bis zu Beginn meines 15.Lebensjahr erfolgreich Fußball gespielt, bis hin zur Niederhein Auswahl etc. Als dann Probleme mit meinem Trainer aufgetreten sind und ich meinen Stammplatz unter anderem verlor, hatte ich nach einiger vergebener Zeit wieder zurückzufinden die Lust am spielen verloren und trennte mich von meinem Verein und spielte nur noch Hobbymäßig, da kein guter Verein, bei dem ich größere Zunkunftsaussichten hätte in greifbarer Nähe war. Auch Transportmöglichkeiten, die mich zum Auswahlttraining für die Niederrheinauswahlsmannschaft gelegentlich brachten, gab es nichtmehr. Meinen Roller wolllte ich allerdings schon als Transportmittel seit ich 15war haben, dort jedoch noch ohne Gedanken an bauliche Veränderungen. Nur die Tatsache, dass ich nun am Wochenende keine Spiele mehr hatte und ich auch unter der Woche nicht mehr häufig trainiert habe, hat viel mehr Freizeit zugelassen und ich hatte nicht mehr viel zu tun. Ich habe dann knapp 1 Jahr garnichtsmehr an Sport im Verein geamcht,nur ab und zu Hobbdymäßig und in der Schule. Weihnachten 2005 habe meinen Roller bekommen und dann 3 Monate später damit meine erste Tat begonnen.(ca. 14 nach dem Umbau, woraus dann weitere Folgen. Ca. 5tage pro Woche gefahren, dh. in 2Wochen 10 Fahrten und somit 30 Delikte die nicht geahndet wurden.) Später der Kontakt zu meiner Clique und den Ablauf, sowie meine Gefühle bei den Taten stehen ja schon in meinem Beitrag. Ich denke nur, dass dies der Ursprung war, da ich mich nun anders zu beweisen versuchte und auch später durch den Kontakt meiner damaligen Clique die Möglichkeit darin sah und somit den Kern aller meiner delikte herausgefunden habe.

lG
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  #8  
Alt 23.11.2008, 20:12
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samuel samuel ist offline
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Müßiggang ist aller Laster Anfang, sagst Du?

Das ist zu allgemein.
Du warst Sportler und alles war im Lot, dann hörst Du auf, weil Dein Trainer Dich nicht mehr liebt.

Du hättest auch ein guter Briefmarkensammler oder Vorsänger bei der Heilsarmee werden können, aber Du wolltest in Deiner Clique den Obermackertuner spielen. Wieso?
Was ist für Dich dabei rumgekommen?
-----------------------

3 Monate später damit meine erste Tat begonnen.(ca. 14 nach dem Umbau,

Definitiv falsch!
Der Umbau selber ist nur zulässig, solange Du Dich nicht im öffentlichen Raum damit bewegst. Hat das Fahrzeug weiterhin ein Versicherungskennzeichen ist bereits der Umbau das erste Delikt.
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  #9  
Alt 23.11.2008, 21:04
DerStefan DerStefan ist offline
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Ich wollte so auf falsche Art und Weise meine Misserfolge im Sport verdrängen. In der Clique dann was unerlaubtes zu tun und mir durch "gute Leistungen" im Tuning bzw. ein "coolen" Roller ansehen zu ergattern was ich durch Sport nicht mehr hatte, war dann damals mein Falscher Weg. Ich hätte mir überlegen müssen auf eine andere legale und vor allem sichere Art und Weise meine Bedürnisse zu befriedigen und somit wieder Erfolg zu haben. Allerdings sind für mich dabei nur noch mehr Ärger und Probleme entstanden. Auf Grund dieser Erkenntnis habe ich dann auch mein Verhalten geändert und begonnen meine Bedürfnise nach Anerkennung auf andere Art und Weisen zu befriedigen. Daraus resultierte dann wiederum für mich ein Leben mit weniger Sorgen, anderen Ansichten gegenüber meinem Fehlverhalten und Umstellung meiner alten Gewohnheiten.( Spezieles dazu steht nun in meiner mittlerweile überarbeiteten Aufarbeitung.)

Mit dem Umbau hast du mich glaube ich falsch verstanden.
Ich bin ca.2 Monate mit dem Roller gefahren, wie es für mich erlaubt war. Dann habe ich meinen Roller umgebaut und bin 14 Tage danach aufgefallen. Wie du schon gesagt hast, ist bereits der Umbau ein Delikt. Ich hatte in diesen 14 Tagen ca. 10 Fahrten. 10x3=30 Delikte(. Plus die 4Tage an denen der Roller nur in der Garage stand, jedoch mit Kennzeichen und somit kommen nochmal 4 Delikte wegen Umbau (und 4 wegen Verlust des Versicherungsschutzes??? dazu) ist das so richtig? Da dies ja Privatgrundstück ist und ich den Roller nicht gefahren habe weiß ich es nicht genau.
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  #10  
Alt 25.11.2008, 01:00
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samuel samuel ist offline
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Jedes einzelne Delikt aufzuzählen ist müßig, es geht hauptsächlich darum, daß Du den Unterschied zu den 3 - 2000 Delikten erkennst und auch so angibst.

Wenn Du sagst, ich hab ungefähr 2000 gehabt, dann fragt da keiner groß nach, wenn Du es so einigermaßen vorrechnen kannst. Selbst wenn es dann 2500 waren
Sagst Du ich hatte 3, dann fangen die Probleme an.

Ok, das haben wir.

---------------

Du wolltest Anerkennung aus der Gruppe und wenn das Deine Bekannten waren, dann ist das auch verständlich.
Aber warum gerade die? Gab es da ein Mädel, was auf getunte Roller stand und was Du gut fandest? Oder so was, was ein Gutachter als Motiv verstehen kann?

----------------

Auf Grund dieser Erkenntnis habe ich dann auch mein Verhalten geändert und begonnen meine Bedürfnise nach Anerkennung auf andere Art und Weisen zu befriedigen.

Das ist zu allgemein.

Treibst Du wieder Sport, wenn ja, was?
Wenn Dir mal ein fuß abfällt, was dann?

Bringe konkrete Beispiele für Sachen, die Du bereits geändert hast.
Der Gutachter hat für Dich 1 Stunde, danach soll er eine Prognose abgeben, ob Du wieder auffällig wirst.
Da ist es besser Du erzählst es Ihm klein klein, mit einer positiven Werten von Dir und Deinem Umfeld.

Alles was Du getan hast ist nachvollziehbar und keine Katastrophe, nur die Änderungen müssen klar positiv sein und Du mußt was davon haben, was Dir viel mehr Spaß bringt, als die illegale Geschichte.

Dann hast Du es.

Samuel
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