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  #1  
Alt 29.11.2009, 11:02
Habakuk Habakuk ist offline
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Frage ärztliches Gutachten

Hallo Leute,

ich lese jetzt schon eine ganze Weile hier im Forum, komme aber irgendwie nicht weiter. Und sehr viel Mut machen mir Eure Beiträge auch nicht wirklich.

Hier also kurz eine Vorgeschichte:

Ich rauche seit ca 25 Jahren mit einigen Unterbrechungen regelmäßig. Nie Kontakt zur Justiz gehabt, außer das ich mit 16 mal zu DM 300,- verurteilt wurde wegen Besitz von 10 Samenkörnern.
Am 03.10.09 abends um 20 Uhr bei allgemeiner Verkehrskontrolle zugegeben Alkohol getrunken zu haben (zwischen 12 und 18 Uhr bestimmt 6 Bier 0,33) also pusten - Ergebnis 0,00. Aussage Sheriff: Da müssten wir mal nen Drogentest machen - zugestimmt - natürlich positiv auf THC und sehr verwunderlich Extasy. Habe noch nie E´s genommen. Also Blutprobe - Ergebnis: 4,3 ng/ml THC, 78,9 ng/ml THC-COOH. Damit konnte ich erst mal nix anfangen, also gegoogelt und nichts informatives über die Höhe der Werte gefunden, außer ein Referat von Prof.-Dr. Irgendwer der sich für einen Grenzwert stark macht der so zwischen 7-10 ng/ml THC liegt und vergleichbar mit ca 0,5 Promille sein soll. Außerdem wurde bei der folgenden Durchsuchung ca 6g gefunden. Mir wude der Lappen nicht abgenommen aber die Weiterfahrt für 12 Std untersagt. Angegeben hatte ich Konsum am Abend/Nacht vorher ohne Mengenangabe. Also Bußgeldbescheid und Fahrverbot 4 Wochen innerhalb der nächsten 4 Monate ab Rechtsinkrafttreten. 2 Tage nach Rechtsinkrafttreten Post von der FSS zur "Überprüfung Ihrer Kraftfahreignung" und Vorlage eines ärztlichen Gutachtens mit Blut- und Urinanalyse. Dazu habe ich mich kurzfristig bei AVUS in HH angemeldet, da ich nach der Aufforderung nur 8 Tage Zeit zur Untersuchung hatte bzw das Gutachten nach 28 Tagen bei der FSS sein soll. Ist das etwa schon eine MPU ?? Die Untersuchung soll laut FSS ca €270,- kosten, Avus sagt €400.- aber das ist ja nun erst mal nicht das Wichtigste. Da ich mit sowas nicht gerechnet habe, habe ich auch nach dem 3.10. konsumiert und erst eingestellt nachdem ich hier allerhand von Leidensgenossen gelesen habe. Ich befürchte also, das Untersuchungswerte nicht zufriedenstellend sein werden, und die Lizenz entzogen wird. FSS sagt das ich mir um das ausgesprochene Fahrverbot keinen Kopf machen brauche. Logisch, der Lappen wird wohl noch viel längere Zeit verschwinden. Gibt es irgendwo Info´s zu diesen THC-COOH-Werten in Bezug auf Konsumverhalten und Abbau im Körper? Bin nirgends so richtig fündig geworden. AVUS-Termin ist Dienstag 01.12.096 10 Uhr und ich will denen auch nicht offensichtlichen Scheiß erzählen, der vielleicht schon über die Untersuchungsergebnisse von Blut und Urin widerlegbar ist, da ich so richtig abstinent nun auch erst seit 2 Tagen bin, nachdem ich hier die dollsten Storys gelesen habe und mir langsam der A**** auf Grundeis geht.
Was wäre Eure Empfehlung als MPU-Profis?

Nüchterne Grüße aus Outback von

Habakuk.
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  #2  
Alt 29.11.2009, 11:32
Benutzerbild von Ian_0778
Ian_0778 Ian_0778 ist offline
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Also zuerst einmal, wenn du schon 25 Jahre rauchst, war da der Besitz von Samenkörnern damals nicht noch legal?
Nun, die Geschichte ist 10 Jahre her und wird sich wohl nicht mehr gewichtig auswirken!
Die Werte die du hast deuten mindestens auf einen Gelegenheitskonsum hin, worauf die Betonung auf "mindestens" liegt!
Die Führerscheinstelle hat von von dir ein Fachärtzliches Gutachten gefordert, welches genauere Erkenntnisse über dein Konsumverhalten erörtern soll. Das ist noch keine Aufforderung zur MPU, dennoch fürchte ich das du dich zur MPU angemeldet hast, dafür sprechen zumindest die Kosten der Untersuchung von 400€.
Du solltest nun überprüfen was du eigentlich gemacht hast, ads kann dir keiner sagen! Hast du bei der AVUS erzählt du benötigst ein FäG oder was hast du im Zusammenhang mit der Terminvereinbarung ausgemacht?
Auf alle Fälle solltest du die Abstinenz beibehalten und dich zu einem Drogenkontrollprogramm anmelden, denn ich fürchte du wirst nach dem FÄG nicht um eine MPU herumkommen, da die Werte die du hattest frühestens in 4 aber eher in 6-8 Wochen in Richtung negativ laufen werden. Im FäG geht es auch nicht darum irgendwas zu erzählen, sondern es handelt sich um eine medizinische Untersuchung die in Anbetracht deiner Werte nach 7-8 tägiger Abstinenz immer noch für sich selbst sprechen wird.
Ab jetzt keine Konsum mehr!
Eine kommende MPU kann in deinem Fall nur durch eine 6 Monatige Abstinenz, belegt durch forensisch gesicherte Abstinenznachweise eines akkreditierten Instituts nach den Vorgaben der Begutachtungsleitlinien für Kraftfahreignung, bestanden werden!
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  #3  
Alt 29.11.2009, 11:34
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DirtyHarry DirtyHarry ist offline
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Also dein Wert ist weder hoch noch niedrig der liegt so im Durchschitt.Du kannst dich als gelegentlicher Konsument hinstellen und nicht als Drogensüchtigen.Das du seit 25 Jahren regelmäßig mit unterbrechungen geraucht hast würde ich nicht empfehlen dann wäre die MPU zu 1000 % gebucht.

So wie ich das richtig gelesen habe must du ein ÄG vorlegen das natürlich meiner Meinung nach sinnlos ist da du ja Tage vorher noch gekifft hast

Ich glaube bei dir wird eine MPU auch noch kommen dann zahlst du doppelt

Aber bevor du zur MPU kannst darfst du erstmal 6 Monate Abstinenz nachweisen.
__________________
BTM MPU bestanden am 20.07.2009
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  #4  
Alt 29.11.2009, 12:01
Benutzerbild von Ian_0778
Ian_0778 Ian_0778 ist offline
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Sehr aufschlußreiche Erläuterungen zum FäG von samuel:

http://mpu-forum.mpu-idiotentest.com...ad.php?t=11802
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  #5  
Alt 29.11.2009, 13:01
Habakuk Habakuk ist offline
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Registriert seit: 29.11.2009
Beiträge: 7
Standard Danke für Info´s

Hallo und Danke an Ian und DirtyHarry für schnelle Antworten.

Bei der Anmeldung bei der AVUS in HH habe ich extra den Brief der FSS vorliegen gehabt und auch genau den Betreff der netten Dame am Telefon vorgelesen. Mich irritiert an der Sache das im Schreiben der FSS nix von MPU erwähnt ist. Deswegen bin ich mir ziemlich sicher das nur dieses ärztliche Gutachten erstellt wird. Das GA hat folgende Fragen zu beantworten:
Liegt bei Herrn XXX Cannabiskonsum vor, der die Fahreignung in Frage stellen kann (Anlage 4 Fe-V)? Gibt es Hinweise auf gelegentlichen oder regelmässigen Cannabiskonsum? Kann der Konsum anderer Drogen ausgeschlossen werden?
Auf Seite 2 steht dann weiter:
Aus den vorgenannten Gründen ist zu klären, ob Anhaltspunkte für einen gelegentlichen, regelmäßigen oder gewohnheitsmäßigen Konsum von Cannabisprodukten vorliegen.
...
Weigert sich der Betroffene, sich untersuchen zu lassen, oder bringt er der Fahrerlaubnisbehörde das von ihr geforderte Gutachten nicht fristgerecht bei, darf die Fahrerlaubnisbehörde bei Ihrer Entscheidung auf die Nichteignung des Betroffenen schließen (§11 Abs. 8 FeV).
...
Wird durch die ärztliche Untersuchung der Konsum von BTM nachgewiesen, kann es zur Entziehung Ihrer Fahrerlaubnis kommen bzw. kann die Forderung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens zur weiteren Klärung in Betracht kommen.


Oki, soweit hab ich es begriffen - FÄG wird wohl für mich negativ werden und die Lizenz ist weg - ob ich da nun erscheine oder nicht. Noch habe ich ja den Lappen und werde die Zeit wohl noch geniessen. Problem wird nur werden das Lappen weg = Job weg = Kohle weg. Dann wird es gefühlt noch teurer, lässt sich aber jetzt auch nicht mehr ändern. Ich werde Euch auf jeden Fall am Dienstag informieren was gelaufen ist.

Hat schon irgendwer etwas zum Abbau des THC-COOH Wertes gefunden, so dass sich eventuell abschätzen lassen könnte wo ich am Dienstag nach dann knapp 5 Tagen Abstinenz so liegen könnte? Der THC-Wert wird doch dann wohl auf Null runter sein, oder liege ich da komplett falsch?

Grüße an alle Leidensgenossen,

Habakuk.
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  #6  
Alt 29.11.2009, 14:05
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Say Say ist offline
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Aktives THC wird keines mehr gefunden werden. Aber das THC - COOH hat eine Halbwertzeit von ca. einer Woche. Was bedeutet es würde bis dahin um etwa die Hälfte sinken, aber immer noch nachweisbar sein.
__________________
*** Say ***

Freiheit heißt nicht, alles tun zu dürfen was wir wollen,
sondern für das was wir tun die Verantwortung zu übernehmen.

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  #7  
Alt 06.12.2009, 10:23
Habakuk Habakuk ist offline
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Standard nu war ich hin - AVUS HH erster Eindruck

Hallo liebe Leute,

mein Termin ist gelaufen und es war "nur" ein kleines ärztliches Gutachten für 265.- Teuronen. Dafür ist aber auch lediglich Blut und Urin abgezapft worden und es wurden zwei drei Fragen zum Konsum gestellt. So weit so gut. Das Ergebnis wird mir wohl erst diese Woche zukommen, ich werde es aber wohl erst mit Ablauf der 28 Tage Frist bei der FSS abgeben, das wäre der 22.12. in der Hoffnung das ich den nächsten Bescheid dann erst im neuen Jahr bekomme und ich so lange ja noch fahren darf.
Zur ärztlichen Kompetenz kann ich hier nur meine Eindrücke widergeben aber keine Wertung abgeben. Nur so viel sei gesagt - sowas hab ich noch nicht erlebt. Positiv angemerkt sei hier noch das ich durch frühzeitiges Erscheinen meinen Termin 1 Stunde vorher absolvieren konnte und die Zeit nicht warten musste. Die Dame an der Rezeption war sehr nett und schien auch seriös. Während meine Daten aufgenommen wurden und ich meinen Obulus bezahlt habe, lief eine dunkel gekleidete Person über den Flur, das habe ich nur aus den Augenwinkeln gesehen, worauf mir die nette Dame sagte, das wäre heute mein Arzt. Diese Person reif mich dann auch keine 10 Minuten später auf - in einem Outfit das jeder Beschreibung spottet. Schwarze abgetragene Jogginghose mit Flicken am A****, dazu ausgelatschte Turnschuhe und schwarzes T-Shirt. Bis zu diesem Tag war ich immer der Meinung es würde sich um die weiße Zunft handeln. Selbst Dr. Nick von den Simpsons hat keinen Schlafanzug und mindestens einen weißen Kittel an. Wie schon eingangs erwähnt hat das aber soweit ja nix mit der Qualifikation zu tun. Die konnte ich jetzt Tage nach der Blutentnahme an meinem Arm feststellen - nämlich ein ca. 1/2 handteller großes Hämatom rund um die Einstichstelle in wechselnden Farben. Ich habe nun nicht wirklich sehr viel ärztliche Erfahrung, aber sowas habe ich noch nie gehabt. Mein Vergleich dazu wäre mal: Ich mache bei einem Fz. einen Ölwechsel und nach 20 km fällt der Motor auf die Strasse.
Ich überlege jetzt natürlich ob es nicht sinnvoller ist die Institution bei evtl. angeordneten neuen Terminen zum TÜV zu verlegen - soweit das möglich ist. Blutentnahme würde ich sonst verweigern. Ich hoffe das wenigstens das Besteck sauber war.
Sollte diese ganze Geschichte irgendwann einmal abgehandelt sein, so werde ich wohl mal ein kleines Päckchen mit der Grundausstattung für einen Arzt schicken. Wird wohl nicht die Welt kosten im Vergleich zum Rest des Prozederes. Traurig genug das ein Mensch mit diesem Einkommen und in dieser Position nicht in der Lage ist, selbst zu erkennen wie man auftreten sollte. Ich frage mich auch, ob der FSS solche Umstände bekannt sind und ob diese eine Qualifikation prüfen müssen.
Weitere Nachrichten werde ich Euch hier zukommen lassen sobald in der nächsten Woche das Gutachten vorliegt.

Bis dahin munter bleiben,

Habakuk.
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  #8  
Alt 06.12.2009, 12:37
manajah21 manajah21 ist offline
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da bin ich mal auf die urinwerte gespannt
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  #9  
Alt 08.12.2009, 05:11
pansk pansk ist offline
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da wir schon bei urinwerten und konsum sind

in den sommersemesteferien wurde vermehrt geraucht, mehrmals die woche
seit dem 1. oktober stark eingeschränkt
bis zu dem 12.11 so jedes 2. wochenende was geraucht und seitdem clean

sind jetzt noch abbauprodukte im urin zu erwarten?

gruß
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  #10  
Alt 23.01.2010, 20:36
Habakuk Habakuk ist offline
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Registriert seit: 29.11.2009
Beiträge: 7
Böse ein Ergebnis ist da

Hallo Leute, mein Rechner läuft wieder und das FäG kam dann nach einem Anruf einen Tag vor Weihnachten. Dort steht aber lediglich ein Cut-off Wert von 30ug/l und dahinter POSITIV. Kein wirklicher Messwert und auch kein Laborbericht oder ähnliches. Fazit: Es ist mindestens von einem gelegentlichen Konsum auszugehen! Dieses dann sofort zur FSS und was soll ich sagen - alles ist so gekommen wie DirtyHarry es prophezeit hat. Bevor eine kostenpflichtige Entziehung kommen konnte, habe ich dann mit einer Verzichtserklärung die Lizenz freiwillig abgegeben. Kulanterweise durfte ich noch bis einen Tag vor Sylvester fahren. Auf Nachfrage was weiterhin passiert sagte mir die nette Dame der FSS, das der Lappen bis zur bestandenen MPU entzogen bleibt und ich ihn dann neu beantragen müsste. Das könnte ich sofort machen, hätte aber keine Aussicht auf Erfolg. Von einem Abstinenznachweis von mindestens 6 Monaten war nicht die Rede, wenn ich aber alles richtig gelesen habe scheint das der Standard zu sein um überhaupt zur MPU zugelassen zu werden oder ist das nicht richtig?? Nachdem ich nun auf Phoenix einen MPU-Bericht gesehen habe wobei ein Delinquent von einer MPU-Stelle abgelehnt wurde weil die Abstinenzzeit noch nicht erreicht war, hat er sich eine andere MPU-Stelle gesucht die ihm ein positives Gutachten erstellt hat. Ist sowas denn möglich? Sind die Kriterien nicht überall die gleichen? Muss ich wirklich bis zum Sommer schwarz fahren? Ich krieg noch die Krise. Bin mit der Bahn und Fahrrad zur Arbeit von 5.30 bis 21.00 Uhr unterwegs, wann soll ich da denn noch die Vorbereitung bei irgendeiner Stelle schaffen. Lässt sich die MPU - wann auch immer die nun statt findet - auch nur durch Eure Hilfe mit dem Fragebogen schaffen ohne Beratungsnachweise die mir die FSS ans Herz gelegt hat?
Alles
Grüße von gaaaaaanz unten,

Habakuk.
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