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MPU Vorbereitung

Kostenlose unterstützende Maßnahmen zur Vorbereitung auf die MPU

Als unterstützende Maßnahmen möchte ich die Beratungen für Suchtgefährdete durch das örtliche Gesundheitsamt sowie die Treffen der Anonymen Alkoholiker oder des Kreuzbundes empfehlen. Die Letztgenannten sind für eine günstige Zukunftsprognose durch den Gutachter sehr zu empfehlen und vielfach unerläßlich ("trocken" bleiben). Ich möchte diese Mitgliedschaft, wenn auch zeitlich bis zur Wiedererlangung des FS begrenzt, fast als "Pflicht" bezeichnen.

Eigene Maßnahmen zur Vorbereitung auf die MPU

Bei Probanden mit einem BAK ab 2 Prom. oder nach mehreren aktenkundigen Trunkenheitsfahrten in Folge ist eine glaubhaft nachgewiesene Akloholabstinenz von 6 Monaten bis zu einem Jahr (d. h. alle 4 bis 6 Wochen günstige Leber-/ Blutwerte oder Attest) zwingende Voraussetzung für ein positives Gutachten. Alle anderen Testkandidaten sollten das kontrollierte Trinken von Alkohol glaubhaft gelernt haben, wobei eine Abstinenz immer am günstigsten erscheint.

Professionelle MPU Vorbereitung

Mit der professionellen Vorbereitung auf die MPU sollte man so früh wie möglich beginnen, um ein positives Gutachten zu erlangen. Die Gutachter vertreten überwiegend die weitverbreitete Meinung, daß der Proband in jedem Fall professionelle Hilfe benötigt, um mit seiner Alkohol-/ Drogenproblematik fertig zu werden. Dies wird hier einfach so unterstellt. Auch kommt es ohne die entsprechende Vorbereitung höchstwahrscheinlich zu einem ungleichen Gespräch zwischen dem Gutachter als Verkehrspsychologen und dem Probanden als Nicht-Psychologen, da alle Aussagen und Tatbestände genau hinterfragt werden. Die Mehrzahl der Probanden wird die ärztliche Untersuchung und den Reaktionstest (Üben?) ohne größere Probleme meistern. Fundierte Vorkenntnisse sind jedoch beim Ausfüllen des Fragebogens, welcher neben allgemeinen FS-Fragen auch konkret die Alkohol-/ Drogenproblematik hinterfragt und dem letztlich alles entscheidenden Gespräch mit dem Verkehrspsychologen erforderlich. Sie sind also dem Wohlwollen (Sympathie) und der unumstößlichen Interpretation Ihrer Aussagen durch den Gutachter ausgeliefert. Rechtsmittel können Sie in der Regel keine einlegen. Professionelle Hilfe ist somit fast immer anzuraten. Sie sollte in etwa so aussehen:

  • rechtliche Grundlagen
  • MPU (was mich erwartet und was von mir erwartet wird)
  • Medizin (Leberwerte), Testverfahren, Prognoseerstellung
  • Delikterörterung
  • normales Trinken, Alkoholmißbrauch, Alkoholismus
  • Alkoholgewöhnung
  • meine Trinkverlaufkurve
  • meine Trinkmotive
  • Abstinenz (Stellenwert und Diagnose), Abstinenzmotive
  • das Untersuchungsgespräch
  • Gutachtenerörterung
  • Infos über Alkohol, Literatur und Selbsthilfe

Zu einer seriösen Beratung sollten Sie ihre aktuellen Leber-/ Blutwerte (GOT, GPT, Gamma-GT, MCV), mögliche Atteste und Führerscheinunterlagen (Strafbefehle, Urteile, Verwarnungen, Gutachten) mitnehmen. Bei einer Drogen MPU sollten Sie mind. 1 Jahr Abstinenz durch Haaranalyse oder Urinprobe belegen können.
Die MPU läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Ein Insider wird Sie hier bestens vorbereiten. Sie kennen dann alle möglichen Fragen und auch schon die Antworten. Beachten Sie: Gutachter sind geschult Lügen zu erkennen. Ohne die entsprechende Vorbereitung sind Sie leicht mit ein paar gezielten Fragen von Ihrem Konzept abzubringen oder werden nicht wie gewünscht antworten und somit letztlich scheitern.